SAARLAND Eltern: unzureichende Lehrer-Schüler-Relation

Datum 27.02.2014 14:24:43 | Thema: Aus den Ländern

Saarbrücken, 26.02.2014 - Die Landeselterninitiative für Bildung sieht sich durch den heute veröffentlichten Bildungsfinanzbericht 2013, der im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz erstellt wurde, in ihrer Haltung bestätigt, dass es notwendig sei, den geplanten Abbau von Lehrerstellen zu korrigieren.
Die Elterninitiative hatte in den vergangenen Wochen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen an den Schulen nicht ohne mehr Förderlehrerstellen gelingen könne und dass die Einsparung von Lehrerstellen die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen gefährden werde wie etwa kleinere Klassen an Grund- und weiterführenden Schulen, den Ausbau von Ganztagsschulen, der Ausbau der Lehrerfeuerwehr sowie das Kooperationsjahr Kindergarten/Grundschule tatsächlich.

Nach einer Analyse der Elterninitiative ist die Betreuungssituation und damit auch die Möglichkeit des individuellen Lernens und Förderns für die Schüler im Saarland wegen einer unzureichenden Personalausstattung im Vergleich zu den anderen Bundesländern sehr ungünstig: Bei den erteilten Unterrichtstunden je Schüler liegt das Saarland bei den Grundschulen auf Platz 8 unter den Bundesländern, bei den Gesamtschulen auf Platz 11 von 15; bei den Gymnasien auf Platz 14 und den Erweiterten Realschulen auf Platz 10 von 13. (Quelle: Statistisches Bundesamt "Bildung und Kultur" Schuljahr 2012/13, Fachserie 11, Reihe 1, Ta-bellen 1.2, 2.2 und 3.5, November 2013)

Das Saarland hat 2011 an beruflichen Teilzeitschulen mit 40,7 Schülern pro Lehrer bundesweit die zweitschlechteste Schüler-Lehrer-Relation (Bundesdurchschnitt 36,2 %, bester Wert Thüringen 24,4, am Ende Niedersachsen 40,8). (Quelle: "Bildungsmonitor 2013" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Indikator Schüler-Lehrer-Relation (duales System))

An beruflichen Vollzeitschulen kommen auf einen Lehrer rechnerisch rund 18 Schüler, der zweitschlechteste Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 11,1). (Nachweis: Statistisches Bundesamt "Bildung und Kultur" Schuljahr 2011/12, Fachserie 11, Reihe 2, Tabelle 2a, Dezember 2012)

Landeselterninitiative für Bildung e.V.



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