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Sonderthemen : „Go Ahead – we like“
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 26.03.2012 17:10:23
In Berlin und Nordrhein-Westfalen beugt ein Wettbewerb Unfällen auf dem Schulweg vor.

Mit dem Schulwettbewerb „Go Ahead“ sensibilisiert die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung zusammen mit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen unter dem Motto „I like - Sicher zur Schule gefällt mir“ für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg.
In Nordrhein-Westfalen und in Berlin sind alle Lehrer dazu aufgerufen, sich gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern unter anderem mit dem Helmtragen beim Radfahren zu beschäftigen. Für die besten Beiträge hat die Unfallkasse NRW Preisgelder im Wert von 4.000,- Euro ausgeschrieben, die Unfallkasse Berlin offeriert allen Berliner Gewinnerschulen Preise im Wert von 1.200,- Euro.
Gesucht werden Videoclips, Fotostorys, Songtexte/Songs sowie Kurzgeschichten. Der Wettbewerb richtet sich an Lehrer und ihre Schülergruppen der Sekundarstufen I und II aller Schulformen einschließlich der Förderschulen und der beruflichen Schulen in Berlin und in Nordrhein-Westfalen. Fachspezifische Informationen und Unterrichtshilfen werden kostenfrei auf der Website angeboten. Insbesondere die Fachlehrer der Bereiche Deutsch, Kunst oder Musik, Klassenlehrer, Referendare sowie die Leiter von Foto- und Video-AGs sind zur Teilnahme eingeladen. Die Unterlagen ermöglichen eine lehrplankompatible und einfache Umsetzung der Teilnahme im Schulalltag. Einsendeschluss ist jeweils wenige Tage vor den Sommerferien; in Berlin am 18. Juni und in NRW am 4. Juli 2012.

Weitere Informationen und Material für den Unterricht erhalten Sie unter
http://www.go-ahead-wettbewerb.de , per E-Mail info@go-ahead-wettbewerb.de oder telefonisch unter (0221) 258 21 77.

 

 

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Sonderthemen : Rot-grüne Eckpunkte genügen nicht den selbstgesteckten Ansprüchen
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 11.02.2012 14:34:54
Essen, 09.02.2012 Die von den Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten "Eckpunkte für den Weg zur inklusiven Schule in NRW" werden dem eigenen Anspruch bestmöglicher Qualität der Bildung und Erziehung aller Kinder im gemeinsamen Unterricht nicht gerecht und werden von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zurückgewiesen. Die GEW vermisst vor allem konkrete Aussagen zu den erforderlichen personellen, sächlichen und räumlichen Standards, aber auch Vorgaben, wie die sonderpädagogische Förderung in den allgemeinen Schulen tatsächlich organisiert werden soll.

"Drei Jahre nach der Rechtswirksamkeit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und nach gut einjährigem intensiven Dialog ist das Ergebnis mehr als enttäuschend. Es wird keine Perspektive vermittelt, unter welchen konkreten Bedingungen die Ausweitung der integrativen Beschulung an den Schulen des Landes erfolgen soll", bemängelt Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der GEW, den Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen an den Landtag NRW. Es gäbe weder eine Zielperspektive für die Förderschulen noch eine Steuerung des Prozesses, der allein der demographischen Entwicklung, dem Elternwillen und den Kommunen überlassen werden solle. Schäfer mahnt: "Die Schulen brauchen verlässliche Stellenzuschläge, um der neuen Aufgabe gerecht werden zu können."

Zu viele Fragen seien in dem Eckpunktepapier nicht sachgerecht geklärt. So solle die pädagogisch anspruchsvolle Arbeit an den Schulen aufgenommen werden, ohne die Rahmenbedingungen für die Förderung zu kennen. "Wir halten nichts davon, erst parallel zum Prozess ein Konzept zur Festlegung und Deckung des Ressourcenbedarfs zu entwickeln." Der so gewählte Weg sei um so unverständlicher als die Regierungsfraktionen in den Eckpunkten selber davor warnten, "die Qualitätsanforderungen und Ressourcenfragen außer Acht (zu) lassen." "Auf diese Weise", so Schäfer, "wird das so oft beschworene Vertrauen auf eine gelingende Entwicklung nicht geschaffen."

Die GEW hält den schrittweisen Ausbau integrativer Schulangebote grundsätzlich für den richtigen Weg. Sie fordert, die Klassengröße integrativ arbeitender Klassen auf 20 Kinder zu beschränken bei maximal 5 Schüler/Schülerinnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf. Der Unterricht soll dabei durchgehend im Zweilehrersystem durch eine Regel- und eine Förderschullehrkraft erfolgen. Erforderlich sei zudem eine vorlaufende Qualifizierungsoffensive für die Lehrkräfte unter Anrechnung auf die Unterrichtszeit.

Dorothea Schäfer abschließend: "In vielen Schulen des Landes gibt es integrative Maßnahmen, die personell erheblich unterbesetzt sind, bis hin zu Einzelintegrationen bei denen einmal in der Woche die Förderschullehrerin vorbei kommt. Das vorgelegte Eckpunktepapier wirkt da alles andere als ermutigend. Kolleginnen und Kollegen in den Förderschulen und den allgemeinen Schulen werden mit der Veränderung ihres Arbeitsplatzes allein gelassen."

 

 

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Sonderthemen : Führung gestalten – mehr Qualität durch mehr Verantwortung
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 04.02.2012 14:29:45
München, 03.02.2012 "Der Bayerische Philologenverband sieht die Notwendigkeit, die bestehende Eigenverantwortung von Schulen zu optimieren und auszubauen. Um die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums weiterhin zu gewährleisten, müssen wir vom Bestehenden ausgehen und klar machen, dass zusätzliche Ressourcen für verbesserte Führungsstrukturen unabdingbar sein werden. Die Lehrkräfte an den Schulen gilt es bei dem Projekt der erweiterten Schulleitung von Anfang an mit einzubeziehen", führt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt aus. Bisherige Rückmeldungen belegen, dass nur etwa 60 Prozent der Betroffenen den bisherigen Vorschlägen positiv gegenüberstehen.
Funktionenkatalog ein Garant für die Qualität des bayerischen Gymnasiums!

Es ist unbestritten, dass ein großer Teil der hohen Qualität des bayerischen Gymnasiums auf die exzellente fachwissenschaftliche Ausbildung der bayerischen Philologen und auf die ständige Qualitätssicherung des Unterrichts durch die Fachbetreuer zurückzuführen ist. "Bei der Umsetzung von mehr Eigenverantwortung kann es nicht darum gehen, nur Fachbetreuerstellen mit Leitungsstellen zu tauschen, es muss vielmehr um Qualitätsentwicklung insgesamt gehen!", so Schmidt. "eine notwendige Weiterentwicklung darf Bewährtes nicht gefährden!"
Keine zusätzlichen Führungsaufgaben zum Nulltarif!

Unser oberster Dienstherr hat mit der Schaffung des neuen Dienstrechts, beispielsweise durch eine massive Erhöhung der Zahl der zu Beurteilenden, eine Fülle neuer zeitintensiver Aufgaben geschaffen. Eine kostenneutrale Übernahme solch zusätzlicher Führungsaufgaben ist illusorisch: "Überlastete Führungskräfte können weder motivieren noch als Vorbilder dienen", gibt Schmidt zu bedenken, "deswegen benötigen Lehrkräfte, die mit Führungsaufgaben betraut und in der Qualitätssicherung tätig sind, ein ausreichendes Zeitkontingent für ihre Tätigkeit."

Die Einführung des G 8 war ein beispielloser Kraftakt in der jüngeren bayerischen Schulgeschichte, der viele Kolleginnen und Kollegen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht hat", so Schmidt, "wir benötigen deswegen eine behutsame und maßvolle Weiterentwicklung der bestehenden Führungsstrukturen in enger Abstimmung mit den Betroffenen".

 

 

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Sonderthemen : Freigabe der Ziffernnoten in 3. Klasse ist ein leistungsfeindliches Signal!
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 04.02.2012 14:28:15
Düsseldorf, 03.02.2012 Mit scharfer Kritik reagiert der nordrhein-westfälische Philologen-Verband auf die von der Landesregierung geschaffene Möglichkeit, erst in der 4. Grundschulklasse verbindliche Ziffernnoten auf Zeugnissen zu geben.

Erneut wird damit eine schulpraktische Regelung aus der letzten Legislaturperiode zurückgenommen. Ebenso wie bei ´Kopfnoten`, der eröffneten Rückkehr zu Schuleinzugsbereichen und der Abschaffung verbindlicher Grundschulgutachten erfolgt ein weiterer Schritt hin zur Diskontinuität in der Schulpolitik. Verlässlichkeit und Kontinuität sehen anders aus!

"Mit dieser Regelung stößt man das Tor weiter auf in Richtung Beliebigkeit im Umgang mit Qualifikationsstandards. Da Grundschulen unterschiedlich verfahren, wird die Vergleichbarkeit schulischer Leistungen außerordentlich erschwert. Auch macht der extrem späte Zeitpunkt der Ziffernnotengebung die Entscheidungsfindung für Eltern und Schüler beim Übergang zu weiterführenden Schulen nicht leichter!", kommentiert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, die Änderung der Ausbildungsordnung Grundschule.

Der Philologen-Verband lehnt diese Form einer veränderten ´Feedback-Kultur` ab. Er warnt mit Nachdruck davor, Ziffernnoten auch in den weiterführenden Schulen zu dämonisieren. Schülerinnen und Schüler haben in der Regel keine Probleme mit Ziffernnoten. Die bisherigen Grundschul-Regelungen waren kind-, altersgemäß und pädagogisch sinnvoll.

"Es darf nicht Schule machen, dass wir den Zeitpunkt hinausschieben, zu dem transparente Leistungsangaben und -vergleiche erfolgen. Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf bestätigende, ermutigende, motivierende und vor allem ehrliche Rückmeldungen!", so Peter Silbernagel.

 

 

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Sonderthemen : Mit positivem Schulklima gegen rechte Gewalt
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 04.02.2012 14:24:59
München, 03.02.2012 Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, sieht in integrativen Bildungssystemen den Schlüssel zum Erhalt einer friedlichen, demokratischen, sozialen und ökologischen Gesellschaft.

"Eine der vordinglichsten Aufgaben der Zukunft wird sein, Segregationstendenzen zu stoppen, denn sich gegenseitig ausgrenzende gesellschaftliche Gruppierungen stellen eine Gefahr für den sozialen Frieden dar." Junge Menschen müssten in Kindergärten und Schulen erfahren dürfen, dass Heterogenität als Bereicherung und Anderssein als Chance zu begreifen seien. "Dieses Denken lässt sich aber in den etablierten Schulsystemen nur schwer umsetzen, denn es dominieren Konkurrenz und Ausgrenzung", sagte Wenzel heute in München. "Kinder erleben früh: Wer nicht funktioniert, muss raus, wer schneller lernt, darf eine Klasse überspringen, wer zu langsam ist, hat das Nachsehen und wer anders ist, hat es schwer." Bundesweit verlassen jährlich 40.000 bis 50.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss und ohne Perspektive. Weil sie nichts zu verlieren haben und sich an den gesellschaftlichen Rand gedrängt fühlen, sind sie besonders gefährdet für politische Radikalismen wie Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Wenzel forderte deutlich mehr Unterstützung für die Schulen. Zudem müsse der Geschichts- und Sozialkundeunterricht aufgewertet und erhöht werden. Rechtsradikal ansozialisierte Jugendliche bräuchten wirksame Hilfen und Angebote, die ihnen den Weg in die Demokratie weisen.

"Freilich: Für die Verbreitung rechtradikaler Tendenzen in unserer Gesellschaft kann nicht die Art und Weise eines Schulsystems verantwortlich gemacht werden", betonte der BLLV-Präsident. Gleichzeitig dürften aber die Erfahrungen, die junge Menschen in den Bildungseinrichtungen machen, nicht unterschätzt werden. "Sie sind vielfach negativ und sie sind gekennzeichnet von Ausgrenzung, jahrelangem Leistungsdruck und leider auch Ungerechtigkeit. So stehen auf der einen Seite viele Jugendliche aus sozial benachteiligten Haushalten ohne Aussicht auf ein beruflich erfolgreiches Leben da, auf der anderen Seite zerbrechen viele Kinder gerade aus Wohlstandsfamilien an dem auf sie lastenden Druck. Ein liebevoller, geduldiger und verständnisvoller Umgang mit Heranwachsenden sieht meines Erachtens anders aus - und er wäre sicher auch ein guter Ansatz, Radikalismen - gleich welcher Art - im Keim zu ersticken." Studien belegten, dass es auch und gerade Frustrationserlebnisse sind, die junge Menschen anfällig für rechtsradikale Tendenzen machen. Schulen müssten daher in die Lage versetzt werden, junge Menschen zu integrieren, sie zu stärken und ihr Vertrauen in die eigenen Kräfte zu wecken - ihre Herkunft dürfte dabei keine Rolle spielen.

Mit einem positiven Schulklima lässt sich am wirksamsten gegen ausländerfeindliche Parolen oder antisemitische Einstellungen vorgehen. "Schulen, in denen Toleranz anstatt Konfrontation gelebt wird, in denen andere Meinungen angehört und diskutiert werden können, schaffen ein Klima des Vertrauens", sagte Wenzel. "Lehrkräfte brauchen also genügend Zeit und Raum, um für jeden einzelnen Schüler da sein zu können, um ihn da abzuholen, wo er emotional gerade steht. Wenn sie merken, dass mit einem ihrer Schüler etwas in die falsche Richtung läuft, müssen sie auch wissen, was sie tun können, wo sie welche Hilfe bekommen und welche Präventionsprogramme es gibt. In der Regel lehnen Schüler ein Gespräch nicht ab - im Gegenteil, sie suchen es. Lehrer müssten aber entsprechend vorbereitet sein, sie brauchen Argumentationshilfen, sie brauchen Zeit und sie müssen wissen, wie ein solches Gespräch am besten zu führen ist."

Die Bereitschaft der bayerischen Lehrkräfte, radikalen politischen Einstellungen von Schülern entgegenzutreten, sei hoch. "Pädagogen sind auch um ein gutes Schulklima bemüht, doch vorherrschende Strukturen wie z.B. das gängige Lern- und Leistungsverständnis oder der Zwang, Schüler ständig um- und aussortieren zu müssen, erschweren solche Prozesse. Zudem könnten in den Schulen nicht alle Probleme der Gesellschaft gelöst werden. "Wenn die Stimmung in der Gesellschaft in hohem Maß ausländerfeindlich ist, ist es schwer, in der Schule dagegen anzugehen."

Wenzel forderte eine Aufwertung und deutliche Erweiterung des Sozialkunde- und Geschichtsunterrichts an allen Schulen. "Hier wurden Stunden eingespart und gestrichen. Zwar gebe es Unterrichtseinheiten zum Nationalsozialismus, doch leider sei es so, dass die politische Bildung für viele Schüler eine eher untergeordnete Rolle spielt. "Es ist alarmierend, wenn, wie jüngst veröffentlicht, nur jeder fünfte Jugendliche weiß, was in Auschwitz geschah." Neben der Aufklärung im Unterricht spiele aber auch die Beratung von Eltern eine wesentliche Rolle.

Als besonders gefährdet für politische Radikalismen gelten sozial benachteiligte Jugendliche, Jugendliche aus bildungsfernen Schichten oder strukturschwachen Regionen, Jugendliche mit Demokratiedefiziten, Verhaltensauffälligkeiten, kriminellen Karrieren oder Gewaltneigung. "Wir müssen versuchen, Betroffene zu erreichen und zurückzuholen", forderte Wenzel. Das sei eine teure Arbeit, die aber geleistet werden müsse. "Rechtsextremistisch ansozialisierte Jugendliche dürfen nicht sich selbst überlassen werden." Sie brauchen Hilfe und attraktive Angebote, sie brauchen vor allem auch berufliche und soziale Perspektiven und eine Jugendarbeit, die ihnen das Gefühl gibt, ernst genommen zu werden." Lokale Gesamtstrategien, die es ermöglichten, adäquat vor Ort arbeiten zu können, machten hier Sinn.

 

 

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