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| Sonderthemen : Sekundärtugenden werden wieder wichtiger |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 08.01.2009 17:30:23 |
 VBE macht sich für ein verträglicheres Miteinander stark Stuttgart, 08.01.2009 Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg bemängelt, dass über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen gerne "hergezogen" werde, dass diesen aber häufig die positiven erwachsenen Vorbilder fehlten. "Wer möchte, dass den Schülern von heute wieder Werte wichtig sind, muss diese selber vorleben", so der VBE-Sprecher. Die Schule sei mit der Werteerziehung heillos überfordert, wenn das soziale Umfeld der Schüler nicht entsprechend mitziehe.
"Kinder und Jugendliche brauchen auf dem Stundenplan keinen Benimmunterricht, sondern in erster Linie Erwachsene, die ihnen durch ihr Verhalten vormachen, was gutes Benehmen ist", mahnt der VBE-Sprecher an. Kleinkinder lernten vor allemdurch Nachahmen, und auch ältere orientierten sich stets an ihrem sozialen Umfeld. Jugendliche in einem bestimmten Alter wollen sich dagegen durch ihr flegelhaftes Verhalten und durch ihre eigene, rüpelhafte Sprache bewusst von Erwachsenen abgrenzen. Dass diese jungen Menschen sprachlich immer ausfälliger werden müssen, ist mit die Folge davon, dass sich Erwachsene im Alltag zunehmend einer Fäkal- und Gossensprache bedienen.
Lehrer, die lässig und durchaus gekonnt den Jugendslang im Klassenzimmer imitieren, werden von Schülern eher weniger ernst genommen.
Erschreckend ist, dass heute selbst Kindergarten- und Grundschulkinder Kraftausdrücke benützen, die noch vor gar nicht so langer Zeit einem alten Seebären die Schamröte ins Gesicht getrieben hätten. Etliche Kinder verwenden Begriffe, ohne deren Bedeutung auch nur annähernd zu verstehen (Fixer-Wichser). "Schlimme" Worte schnappen die Kleinen nicht unbedingt in der Familie auf. Das Fernsehen liefert die ganze Bandbreite der Schimpf- und Tabuwörter bereits am frühen Nachmittag frei Haus. Aber auch wie Eltern miteinander umgehen, Nachbarn, Menschen in den Geschäften, die Stars im Fernsehen - all das färbt auf Kinder und Jugendliche ab. Hört der Nachwuchs selber noch ein Bitte oder ein Danke - oder sind das für Kinderohren selten gewordene Worte?
Die aktuellen Bildungspläne setzen einen erziehenden Unterricht voraus. Dieser Verantwortung stellen sich die Lehrer, fühlen sich dabei aber häufig allein gelassen, manchmal schlichtweg überfordert.
Wer Kinder und Jugendliche mit gutem Benehmen will, wird sie nicht durch Appelle bekommen. Das ständige (spielerische) Einüben ist wichtig. Das eigene Vorbild ist gefragt. Auch Höflichkeit wirkt ansteckend.
"Sekundärtugenden", wie sie von der Wirtschaft wieder verstärkt bei der Ausbildung eingefordert werden, können bei Schülern mehr Gewicht bekommen, wenn sie erleben, dass diese Werte den Erwachsenen selber wichtig sind.
Pressekontakt zu dieser Meldung Michael Gomolzig Telefon 07181-82179 dienstlich: 07151-750310 Fax 07151-7103129
michael.gomolzig@vbe-bw.de
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| Sonderthemen : 2009 ist Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 08.01.2009 17:28:13 |
 Schavan: "Wichtige Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit in globalisierter Welt" Berlin, 08.01.2009 Die Europäische Union hat das Jahr 2009 zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation erklärt. Damit soll die herausragende Bedeutung geistigen Schaffens für die Zukunftsfähigkeit Europas deutlich gemacht werden. Eröffnet wurde das Jahr mit einer Auftaktveranstaltung in Prag.
"Kreativität und Innovation sind wichtige Grundlagen, um die Chancen unserer globalisierten Welt nutzen zu können. Beide Aspekte sind eng verknüpft, denn Kreativität bietet die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung innovativer Ideen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Ulm. Kreativität hat dabei vielfältige Facetten: von Kunst über Wissenschaft bis hin zur unternehmerischen Kreativität. "Bildung nimmt eine Schlüsselrolle bei der Innovationsleistung und Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft ein. Durch Bildung kann jeder Einzelne in jedem Lebensabschnitt seine Kreativität erheblich steigern."
Deutschland unterstützt die Initiative der Europäischen Union, Kreativität und Innovation zu fördern und 2009 europaweit öffentlich darzustellen. Auf der Website www.ejki2009.de finden sich ein Veranstaltungskalender sowie umfassende Informationen über Projekte, Aktionen und Veranstaltungen, die in Deutschland stattfinden. Die Umsetzung des Europäischen Jahrs der Kreativität und Innovation 2009 in Deutschland wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung koordiniert. Unterstützt wird das Bundesministerium von der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Dort können auch geeignete Veranstaltungen gemeldet werden:
Kontakt: Nationale Agentur Bildung für Europa, Franziska Bopp, Tel.: (0228) 107-1670, E-Mail: bopp@bibb.de .
Mehr Informationen zur Umsetzung des Europäischen Jahrs in Deutschland finden Sie im Internet unter www.ejki2009.de und auf der Website der EU unter create2009.europa.eu.
Kreativität und Innovation - Europäisches Jahr 2009 Creativity and Innovation - European Year 2009 Pressekontakt zu dieser Meldung Pressereferat Hannoversche Straße 28 - 30 D - 10115 Berlin Telefon: (0 18 88) 57 - 50 50 Fax: (0 18 88) 57 - 55 51 E-Mail: presse@bmbf.bund.de URL: www.bmbf.de/press/
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| Sonderthemen : Bundesrat fordert berufsbezogene Integrationskurse für Jugendliche |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 08.01.2009 17:25:39 |
 Berlin, 08.01.2009(hib/CHE) Der Bundesrat fordert die Einrichtung spezieller Integrationskurse für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Diese sollen parallel Schülern mit Migrationshintergrund angeboten werden, die sich in der letzten Klasse der Haupt-, Real-, oder Förderschule befinden. Ziel soll es sein, neben dem Schulabschluss durch berufsbezogene Sprachförderung und berufsbezogene Informationsbausteine die Ausbildungsfähigkeit dieser Jugendlichen zu verbessern.
In seinem Gesetzentwurf (16/11386) weist der Bundesrat auf die überdurchschnittlich großen Probleme Jugendlicher hin, deren Erstsprache nicht Deutsch ist und die deshalb mit besonderen Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu kämpfen hätten. Eine gezielte und frühzeitige Beratung und Förderung dieser Jugendlichen könne einen wesentlichen Beitrag zu einem erfolgreichen Übergang von der Schule in die Ausbildung leisten, schreibt die Länderkammer. Mit ihrem Gesetzentwurf soll durch eine gezielte Änderung des Aufenthaltsgesetzes und der Integrationskursverordnung die Einrichtung solcher Kurse ermöglicht werden.
Eine Änderung der aufenthaltsrechtlichen Regelungen könne aus Sicht der Bundesregierung dagegen kein geeignetes Mittel sein, um dieses Ziel zu erreichen. In ihrer Stellungnahme zu dem Vorschlag des Bundesrates betont die Regierung, Integrationskurse seien dazu da, die Eingliederungsbemühungen von Ausländern durch ein Grundangebot zur Integration zu unterstützen. Bei der Idee des Bundesrates handele es sich jedoch um eine schulische Maßnahme, die durch die für das allgemein bildende Schulwesen verantwortlichen Bundesländer im Rahmen ihrer Kulturhoheit selbst umzusetzen seien. Dass es sich hier um eine Landeskompetenz handele werde, schreibt die Regierung weiter, auch im Beitrag der Länder zum Nationalen Integrationsplan deutlich. Dort hätten die Länder sich auf die Selbstverpflichtung verständigt, alle Kinder mit Defiziten in der deutschen Sprache besonders zu fördern.
Pressekontakt zu dieser Meldung Pressekontakt: hib- heute im Bundestag - Aktuell Herausgeber: Deutscher Bundestag - Parlamentskorrespondenz Platz der Republik 1, 11011 Berlin Telefon-Nummer: 030-227-35642, Fax 030-227-36191
Verantwortlich: Saskia Leuenberger Redaktionsmitglieder: Dr. Bernard Bode, Claudia Heine, Sebastian Hille, Michael Klein, Hans-Jürgen Leersch, Dr. Volker Müller, Monika Pilath, Annette Sach, Bernadette Schweda, Alexander Weinlein, Siegfried F. Wolf.
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| Sonderthemen : Sachsens Wissenschaftsministerin fordert nachhaltiges Konjunkturprogramm |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 08.01.2009 17:24:11 |
 Dr. Eva-Maria Stange: "Investitionen in Bildung dürfen nicht an Kompetenzgrenzen zwischen Bund und Ländern scheitern" Dresden, 08.01.2009 "Ein Konjunkturprogramm für Bildung darf nicht allein auf kurzfristige Effekte setzen", fordert Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen zum Konjunkturprogramm II des Bundes. Investitionen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen seien nur dann sinnvoll, wenn sie gezielt und nachhaltig seien. Dies schließe sowohl Investitionen in den Hochschulbau (einschließlich Wohnheimsanierung und energetischen Maßnahmen) als auch Investitionen in die Geräteausstattung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein.
Vor diesem Hintergrund verwies die Ministerin darauf, dass die Bewältigung der Finanzkrise nicht an föderalen Kompetenzgrenzen zwischen Bund und Ländern scheitern dürfe. "Die Länder wissen aber am besten, wo die Effekte am größten sein werden", so Ministerin Dr. Stange. Deshalb sei es dringend geboten, dass die Mittel den Ländern zur eigenen Verwendung direkt zur Verfügung gestellt würden. Nur so seien die Länder jenseits des Föderalismus handlungsfähig.
Pressekontakt zu dieser Meldung Pressesprecherin Eileen Mägel +49 (0)351 - 564 6020 +49 (0)351 - 564 6025 presse@smwk.sachsen.de
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| Sonderthemen : Kein Krüppelfach ästhetische Bildung |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 07.01.2009 16:48:03 |
 Deutscher Kulturrat warnt vor Beschneidung der künstlerischen Schulfächer Berlin, 07.01.2009 Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, warnt in seiner jüngsten Stellungnahme "Kulturelle Bildung in der Schule" vor einer weiteren Beschneidung der künstlerischen Fächer in der Schule.
Die künstlerisch-kulturelle Bildung in der Schule ist seit Jahren in einer gefährdeten und randständigen Position. Ein Großteil des Unterrichts, sofern er noch erteilt wird, wird immer häufiger von fachfremden Lehrkräften unterrichtet, da alle künstlerischen Fächer unter Lehrermangel leiden. Für das Fach Theater kommt hinzu, dass es für dieses Fach nur eine geringe Anzahl an Studienplätzen und Weiterbildungsangeboten gibt. Überdies wird dieses Fach bisher noch nicht in allen Jahrgangsstufen erteilt.
Die schulbezogene Bildungspolitik ist – nicht zuletzt durch den PISA-Prozess bedingt – nach wie vor auf die vermeintlich wichtigeren Kernfächer fixiert und setzt auch die Ressourcen dementsprechend einseitig ein. Verschärft wird dieses Problem in den Gymnasien durch das so genannte "G8". Aufgrund der verkürzten Schulzeit von 13 auf 12 Jahre wird das Lernpensum der Schüler teilweise zu Ungunsten der künstlerischen Fächer gestrafft.
Der Deutsche Kulturrat fordert:
ein vollständiges und breites fachliches künstlerisches Angebot in den verschiedenen künstlerischen Disziplinen, das in allen Schularten und Schulstufen verlässlich unterrichtet wird, die Integration fächerverbindender kultureller und künstlerischer Projekte in den Schulalltag, den qualifizierten Ausbau der Lehreraus- und -weiterbildung in den künstlerischen Fächern, die Verankerung interkultureller Bildungsaspekte in den Lehrplänen, die Kooperation mit Institutionen der außerschulischen kulturellen Bildung. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Kulturelle Bildung darf nicht auf ein Krüppelfach reduziert werden. In einer nach wie vor fächerbasierten Schule müssen alle grundlegenden künstlerischen Disziplinen angeboten werden. Bildende Kunst, Musik und Theater dürfen nicht in einem Fächermischmasch, ästhetische Bildung genannt, untergehen. Es geht darum, den Kindern und Jugendliche die aktive und rezeptive Auseinandersetzung mit den verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen zu ermöglichen. Hierfür bedarf es entsprechend ausgebildeter Lehrkräfte und keiner "eierlegenden Wollmilchsau", die in keiner Disziplin richtig ausgebildet ist. Zusätzliche fächerübergreifende künstlerische Projekte bereichern den Schulalltag, können die künstlerischen Schulfächer aber nicht ersetzen."
Die neue Stellungnahme des Deutschen Kulturrates "Kulturelle Bildung in der Schule" kann unter www.kulturrat.de/detail.php?detail=1466&rubrik=4 abgerufen werden.
Pressekontakt zu dieser Meldung Olaf Zimmermann Geschäftsführer Deutscher Kulturrat 030 24728014 post@kulturrat.de
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| Sonderthemen : Der VBE würde gerne "evaluieren", in welcher Familie noch ein Buch für das Kind unterm Weihnachtsbaum liegt |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 23.12.2008 17:51:21 |
 Stuttgart, 23.12.2008 Anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes fragt man sich beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, ob Kinder und Jugendliche noch Bücher geschenkt bekommen und diese dann auch gelesen werden, oder ob die Elektronik das gedruckte Wort bereits fast völlig verdrängt hat. Lehrer beobachten einerseits "Leseratten", die jede Lektüre verschlingen, andererseits Schüler, für die ein Buch höchstens dazu dient, um es unter den Beamer zu legen, damit das Bild optimal projiziert wird.
Die "Stiftung Lesen" hatte kürzlich veröffentlicht, dass jeder vierte Deutsche nie ein Buch lese. "Wenn Erwachsene beim Lesen keine Vorbilder für Kinder sind, braucht man sich über die Leseunlust von Schülern nicht zu wundern", sagt der VBE-Sprecher. Leseförderung beginne schon sehr früh, lange bevor das Kind überhaupt ein Schulhaus von innen gesehen habe. Die Liebe zu Büchern müsse von Eltern, Großeltern oder älteren Geschwistern geweckt werden, die durch Vorlesen Geschichten lebendig machten und das Kleinkind so auf eine sehr angenehme Art und Weise in die Welt der Buchstaben einführten.
Lehrer, die sich die Zeit nehmen, im Unterricht aus Büchern vorzulesen, "verführen" Schüler dazu, sich die Literatur zu Weihnachten oder zum Geburtstag zu wünschen respektive aus der Ortsbücherei auszuleihen und dann selbständig weiter zu lesen. Auch eine ständig präsente Klassenbibliothek mit griffbereiten Nachschlagewerken und spannenden oder lustigen Erzählungen hat einen hohen Aufforderungscharakter für Schüler.
Die Vorbildfunktion der Eltern und Lehrer beim Lesen ist nicht zu unterschätzen. Kinder sehen sehr wohl, ob sich Erwachsene aus Zeitungen oder Büchern Informationen verschaffen, ob Lesen als unterhaltsam und entspannend empfunden oder lediglich als Plage angesehen wird; denn auch im Zeitalter von Internet, Fernsehen und interaktiven Schulungsprogrammen am PC bleibt Lesen d i e Grundvoraussetzung allen Lernens.
Pressekontakt zu dieser Meldung Michael Gomolzig Telefon 07181-82179 dienstlich: 07151-750310 Fax 07151-7103129
michael.gomolzig@vbe-bw.de
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| Sonderthemen : GEW Bremen: "Schulkonsens" zementiert Mehrgliedrigkeit des Schulsystems |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 22.12.2008 14:54:13 |
 Bremen, 22.12.2008 Der GEW Landesverband Bremen lehnt den von SPD, Grünen, CDU und FDP verabredeten "Bremer Konsens zur Schulentwicklung" ab. Mit ihm wird die Mehrgliedrigkeit des Schulsystems für die nächsten zehn Jahre zementiert.
Gymnasien, Oberschulen und Förderzentren (Sonderschulen) werden weiter getrennt voneinander bestehen. Schulentwicklung ist dann mit behördlichen Vorgaben nur noch innerhalb einer Schulart möglich. Die "Schule für alle", auch von rot-grün als Ziel formuliert, rückt zugunsten des sogenannten 2-Säulen-Modells, das CDU und FDP bereits vor den Bürgerschaftswahlen propagiert hatten, in weite Ferne. Durch die bildungspolitische Koalition aus SPD, Grünen, CDU und FDP ist die heutige Sitzung der Bildungsdeputation nur noch ein formaler Akt, um die neue Schulgesetzgebung einzuleiten.
Der Dauerstreit zwischen den Parteien soll beendet werden, aber die Probleme und Konflikte für die Schulen bleiben: Durch die garantierte isolierte Beschulung der leistungsstärkeren Schüler_innen an den Gymnasien fehlt die breite "Durchmischung" in den zukünftigen Oberschulen. Das geplante Aufnahmeverfahren für die Gymnasien wird viele Eltern enttäuschen und gleichzeitig die pädagogische Arbeit an den Grundschulen erschweren. Diese haben letztlich die Auslesefunktion auszuüben. Für viele Kinder bedeutet dieses Ausleseverfahren zusätzlichen Stress und führt häufig zu Enttäuschungen.
Es ist politisch geplant, neben den bestehenden isolierten Gymnasien neue "Leuchttürme" in Form von Oberschulen mit eigener gymnasialer Oberstufe zu etablieren. Das produziert eine große Gruppe von Verlierern: Die Oberschulen ohne eigene Oberstufe. Da außerdem in dieser Legislaturperiode kein ernsthafter Schritt zu einer flächendeckenden Integration der Förderzentren LSV geplant ist, erhalten wir bei Realisierung dieses Konzepts im Ergebnis sogar ein mehrgliedriges Schulsystem: Gymnasium – Oberschule mit GyO – Oberschule ohne GyO – Förderzentrum - Werkschule. Bremen schottet sich durch diese frühe Trennung der Schülerinnen weiter von den Schulstrukturen der bei PISA erfolgreichen Staaten ab.
Der im Oktober beschlossenen Schulentwicklungsplan enthält viele positive Aussagen wie den Ausbau der Sprachförderung, die Stärkung der Grundschule und die Unterstützung für Unterrichtskonzepte, bei denen an der Unterschiedlichkeit der Lernausgangslagen der SchülerInnen angeknüpft wird. Dafür muss die Ausstattung mit pädagogischem Personal in erheblichem Umfang verbessert werden. Im "Bremer Konsens" haben die Politiker die Frage der Finanzierung weitgehend ausgeblendet. Lediglich wurde vereinbart, die im Schulentwicklungsplan beschlossenen Maßnahmen mindestens durch den Schülerrückgang und die dadurch freiwerdenden Mittel zu finanzieren.
Das Bremer Schulsystem bleibt unterfinanziert. Es besteht akuter Handlungsbedarf. Maßnahmen, die den Schulen wirklich helfen, dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern sind bei den anstehenden Haushaltsberatungen abzusichern!
Pressekontakt zu dieser Meldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Landesverband Bremen Löningstr. 35 D-28195 Bremen / Germany Telefon: +49 (0)421 33764-0 Telefax: +49 (0)421 33764-30 eMail: info@gew-hb.de Internet: www.gew-bremen.de
Geschäftsführer: Michael Mork
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| Sonderthemen : Die stille Zeit auf sich wirken lassen |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 19.12.2008 15:11:03 |
 Bayerischer Realschullehrerverband (brlv) wünscht frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2009 München, 19.12.2008 Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien wünscht der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands Anton Huber den Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie den Lehrkräften ein frohes Weihnachtsfest.
"Ich hoffe, dass Eltern und Kinder diese ruhige, besinnliche Zeit intensiv gemeinsam erleben und genießen können und sich dabei auf die traditionellen Werte besinnen. Auch den Lehrkräften wünsche ich ein paar erholsame unterrichtsfreie Tage, auch wenn die Korrekturbelastung üblicherweise in den Weihnachtsferien, auf Grund des näherrückenden Halbjahres, sehr hoch ist.", sagt Huber.
"Es ist wichtig", so der Vorsitzende weiter, "dass Schüler, Eltern und Lehrer nun Kraft für ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2009 und für das restliche Schuljahr sammeln. Diese Kraft wird leider auch gebraucht, um den ständigen Unkenrufen gegen das gegliederte Schulwesen standzuhalten. Die bayerische Realschule ist eine erfolgreiche Schulart, die von Schülern, Eltern und der Wirtschaft hoch geschätzt wird. Auch 2009 wird der brlv alles daran setzten, die Qualität und die Rahmenbedingungen an den Schulen noch weiter zu verbessern und vor allem die Schulart zu erhalten, um diesem Vertrauen, das der Realschule entgegengebracht wird, gerecht zu werden.
Aber vielleicht können wir dieses Jahr auf ein erneutes Weihnachtswunder hoffen, indem der Stern von Bethlehem der Bildungspolitik den rechten Weg weist, so wie er es vor über 2000 Jahren schon einmal getan hat!", schließt Anton Huber.
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| Sonderthemen : GEW zur Lehrereinstellung: "Kultusministerien mauern - Pädagogenmangel soll vertuscht werden" |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 18.12.2008 20:14:51 |
 Transparenz auf Lehrerarbeitsmarkt für Planung notwendig Frankfurt am Main, 18.12.2008 "In diesem Jahr haben die Kultusministerien mit der Herausgabe der Einstellungszahlen von Lehrkräften gemauert wie nie zuvor. Offenbar wollen sie die Dramatik des Pädagogenmangels vertuschen. Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist es nicht möglich gewesen, ein seriöses Datenwerk zum Lehrerarbeitsmarkt 2008 zusammenzustellen. Deshalb haben wir auf die jährliche Pressekonferenz zur Lehrereinstellung für das Schuljahr 2008/09 verzichtet", erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Donnerstag in Frankfurt a.M.
Er wies darauf hin, dass der OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2007" die Gefahr eines enormen Mangels an ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen für die breite Öffentlichkeit sichtbar gemacht habe. Die OECD rechne damit, dass in den nächsten Jahren für 100 in Ruhestand gehende Pädagogen nur 60 junge Nachwuchskräfte ausgebildet werden.
"Mit dem wachsenden Mangel an Lehrkräften und der zunehmenden Aggressivität bei den Abwerbungsversuchen unter den Ländern, nimmt offenbar die Auskunftsbereitschaft ab", stellte Thöne fest. "Für eine seriöse Planstellenbewirtschaftung im Schulbereich sind belastbare Daten unabdingbare Voraussetzung. Je knapper das Bewerberangebot wird, desto weniger wollen sich die Kultusministerien jedoch in die Karten schauen lassen. Dabei wird die Situation in den Schulen immer prekärer. Lehrkräfte, Eltern und Schüler spüren die Mangelsituation vor Ort bereits seit geraumer Zeit. Die GEW hat auf der Grundlage ihrer jährlichen Arbeitsmarktberichte schon in den vergangenen Jahren hingewiesen, dass die Länder mit ihrer Einstellungspolitik weit hinter der Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK) und des errechneten Lehrerbedarfs zurückgeblieben sind." Die Lücke zwischen Bedarf und realer Einstellung sei von Jahr zu Jahr größer geworden: Zwischen 2003 und 2007 seien rund 17.500 Lehrkräfte zu wenig eingestellt worden. Verschärft werde die Situation noch dadurch, dass mit der Umstellung von Bachelor- auf Masterstudiengänge keine verlässlichen Aussagen mehr über die Zahl der künftigen Absolventen von Lehramtsstudiengängen zu machen sind.
Info: Die Aussagekraft der gelieferten Informationen ist teilweise nicht ausreichend. So ist beispielsweise bei vielen Daten nicht nachzuvollziehen, wie viele Stellen sich hinter der Zahl der eingestellten Köpfe verbergen (Vollzeit-/Teilzeitstellen). Manche Länder haben keine Trennung von befristeten und unbefristeten Stellen vorgenommen. Sechs Bundesländer haben einwandfreie Daten geliefert.
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| Sonderthemen : Neues Interkulturelles Jugend-Portal ist online |
| Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 17.12.2008 15:16:43 |
 Mixopolis bietet Berufsorientierung für Jugendliche mit Migrationshintergrund Bonn, 17.12.2008 Mit dem neuen Online-Portal "Mixopolis" präsentiert sich ein weiteres Projekt von Schulen ans Netz e. V. auf der virtuellen Bühne. "Mixopolis" will mit seinen Angeboten die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund fördern. Viele Studien belegen, dass die heutigen Jugendlichen ein großes Interesse an der eigenen beruflichen Zukunftsplanung und ihrer Bildungsbiographie haben. Die vorhandenen Kompetenzen der Jugendlichen sollen daher durch Online-Tools gestärkt, ihr Wissen um die Themenfelder Beruf und Ausbildung erweitert werden, um die Integration in Ausbildung, Studium und Gesellschaft zu verbessern. Neben einem reichhaltigen und aktuellen Informationsangebot rund um die Themen Beruf, Gesellschaft und Jugendkultur stehen den Jugendlichen umfangreiche Online-Trainingsangebote zur Verfügung.
Der neue Ansatz des "E-Mentoring" nimmt bei "Mixopolis" einen zentralen Platz ein. Junge und kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner helfen online bei sämtlichen Fragen der Jugendlichen. Die E-Mentoren bieten als Vorbilder für die Zielgruppe ideale Identifikationsbiographien, mit beeindruckenden Erfahrungen in ihren jeweiligen Themenfeldern. "Mixopolis" möchte die Jugendlichen auch durch zahlreiche Mitmach-Angebote im Bereich der Community motivieren. Die Inhalte werden nicht nur redaktionell vorgegeben, sondern richten sich verstärkt nach den Bedürfnissen und Anregungen der Nutzer.
Um das öffentliche Bewusstsein für Fragen der Interkulturalität zu sensibilisieren, agiert das Projekt mit starken Partnern aus Medien, Wirtschaft, der außerschulischen und beruflichen Jugendbildung sowie Akteuren der Migrantenarbeit.
"Mixopolis" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Weitere Informationen: Dr. Kemal Bozay, Projektleitung Mixopolis; Tel. 0170 - 458 39 68 oder kemal.bozay@schulen-ans-netz.de
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