Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 11.02.2012 14:30:59
Stuttgart, 08.02.2012 Im aktuellen Schuljahr 2011/12 besuchen nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes rund 1 092 100 Schülerinnen und Schüler eine öffentliche allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg. Dies sind knapp 20 100 bzw. 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit hat sich der seit dem Schuljahr 2003/04 anhaltende Abwärtstrend weiter fortgesetzt. Dieser Trend wird sich im kommenden Schuljahr sogar noch verstärken, wenn die Schülerzahl an den Gymnasien - aufgrund der flächendeckenden Einführung des "G8" im Schuljahr 2004/05 – mit Ausscheiden des doppelten Abiturientenjahrgangs auf einen Schlag um einen Jahrgang abnimmt.
Die Schülerzahl an den öffentlichen Grundschulen ist im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf knapp 368 300 gesunken. Rund 141 600 Schülerinnen und Schüler gehen auf eine öffentliche Werkreal- oder Hauptschule; dies sind knapp 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang setzt sich zusammen aus einem Minus von gut 29 Prozent an den Hauptschulen und einem Plus von 5 Prozent an den Werkrealschulen. Diese Entwicklung ist zum Teil auch auf die Umwandlung von Hauptschulen in Werkrealschulen zurückzuführen. An den öffentlichen Sonderschulen ist die Schülerzahl insgesamt um ca. 1 Prozent auf rund 37 400 gesunken. Dies liegt hauptsächlich an den öffentlichen Förderschulen, die von mehr als der Hälfte (gut 52 Prozent) aller Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Sonderschulen besucht werden. An diesen Förderschulen hat die Schülerzahl um gut 500 bzw. knapp 3 Prozent abgenommen.
Die Schülerzahl an den öffentlichen Realschulen ist mit knapp 231 200 fast auf Vorjahresniveau geblieben (minus knapp 800 Schülerinnen und Schüler). An den öffentlichen Gymnasien hatte die Schülerzahl im Schuljahr 2010/11 mit 311 417 einen Höhepunkt erreicht; hier ist im Schuljahr 2011/12 ein leichter Rückgang (minus 1 Prozent) auf rund 308 900 eingetreten. Die Klassenstärken an den öffentlichen Schulen schwanken stark zwischen den einzelnen Schularten, sind aber an allen Schularten außer den integrierten Schulformen zumindest leicht zurückgegangen. So werden nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes im aktuellen Schuljahr an den Grundschulen durchschnittlich 19,6 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet (Vorjahr 20,1). An den Werkrealschulen und Hauptschulen sitzen im Schnitt 19,2 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse (Vorjahr: 19,3). Dabei sind die Hauptschulklassen mit 17,7 Schülern pro Klasse deutlich kleiner als die Werkrealschulklassen mit 19,6 Schülern pro Klasse.
Die durchschnittlichen Klassenstärken an den öffentlichen Realschulen sind von 26,4 auf 25,8 gesunken. Auch an den öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien ist der Durchschnitt von 27,1 auf 26,5 Schüler pro Klasse gesunken. Im Vergleich mit den anderen Schularten in öffentlicher Trägerschaft haben die Gymnasien im Schnitt aber (wie im Vorjahr auch) die größten Klassen. Dem Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler entsprechend liegt die durchschnittliche Klassenstärke an den öffentlichen Sonderschulen des Landes mit 8,4 deutlich niedriger als an den anderen Schularten.
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 11.02.2012 14:29:42
Berlin, 07.02.2012 Für die Schülerinnen und Schüler, die nach der 10. Klasse in die gymnasiale Oberstufe wechseln, beginnt jetzt die Zeit der Vorbereitung und Planung: Kurse wählen, Prüfungsfächer festlegen, Punkte sammeln - der Weg durch die gymnasiale Oberstufe scheint angesichts des großen Fächerangebots und der vielen Prüfungsfachkombinationen auf den ersten Blick schwierig zu sein. In den kommenden Wochen steht jedoch die erste wichtige Entscheidung an: Die Auswahl der gymnasialen Oberstufe, je nach Voraussetzung an einem Gymnasium, einer Integrierten Sekundarschule oder an einem Oberstufenzentrum.
Für den Erfolg des Abiturs müssen Fragen beantwortet werden, ob die Leistungskursfächer den eigenen Interessen und Stärken entsprechen oder ob die übrigen Prüfungskursfächer zum persönlichen Profil passen. Wer in die Oberstufe kommt, hat es in der Hand, nach seinen Neigungen entsprechende Fächer und Zusatzkurse zu berücksichtigen. Hilfestellungen gibt bei allen Fragen der "Wegweiser für die gymnasiale Oberstufe". Er bietet Wissenswertes zur Einführungs- und zur Qualifikationsphase, zur Fächerwahl und zur Abiturprüfung. Die darin enthaltene Checkliste unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Wahl ihrer Kurse und Prüfungsfächer in der gymnasialen Oberstufe.
"Für die Schülerinnen und Schüler bietet sich die Möglichkeit, die Zeit bis zum Abitur entsprechend der eigenen Stärken und Interessen individuell zu gestalten und Schwerpunkte mit Blick auf einen Studien- oder Berufswunsch zu setzen. Dazu bietet der neue Wegweiser eine umfassende Orientierungshilfe," so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 11.02.2012 14:29:02
Düsseldorf, 07.02.2012 "Die Landesregierung ist auf dem Weg zum gesetzlich verankerten Geburtsrecht auf ein anstrengungsfreies Abitur. Man kann es nur noch mit Galgenhumor zur Kenntnis nehmen, wie Rot-Grün die Aushöhlung der Bildungsqualität systematisch vorantreibt", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.
Nur wenige Tage nach der Ankündigung des Schulministeriums, dass Grundschulen bis einschließlich Klasse 3 keine Noten mehr geben müssen, folgt das nächste Beispiel: Nun wird den Gesamtschulen die Möglichkeit eingeräumt, auf eine äußere Differenzierung in Grund- und Erweiterungskursen zu verzichten und stattdessen allein auf Binnendifferenzierung zu setzen.
Parallel dazu wird das Qualitätsniveau gezielt gesenkt – wie beispielsweise in den Realschulen bei den oft viel zu leichten Zentralen Abschlussprüfungen in Klasse 10. "Die Landesregierung hat Selektion zum Unwort erklärt. Kein Kind bleibt sitzen, kein Kind bleibt ohne Abschluss. Wenn aber der Abschluss nichts mehr wert ist, weil er keine qualifizierende Aussage macht, wird Auslese an anderer Stelle stattfinden, nämlich in den Ausbildungsbetrieben, den Universitäten und im wirklichen Leben. Und je später Auslese einsetzt, desto schmerzhafter werden Korrekturen im Lebenslauf. Aber das ist dann ja nicht mehr das Problem der Schulministerin", so Balbach.
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 04.02.2012 14:30:40
München, 03.02.2012 Das Bayerische Kultusministerium begrüßt es, dass sich der BLLV heute deutlich als Partner in der Erziehung gegen rechte Gewalt ausgesprochen hat - wie dies die anderen Lehrerverbände, nämlich Bayerischer Realschullehrerverband und Bayerischer Philologenverband, ja bereits jüngst in Zusammenhang mit den Planungen der NPD-Jugend in Landshut getan haben.
An Bayerns Schulen gehört das Aufarbeiten der Geschichte des totalitären Systems sowie das Einüben von Demokratie und Toleranz zu den Kernzielen der Bildungs- und Erziehungsarbeit.
In Bayern ist deshalb der Unterricht in den Fächern Geschichte und Sozialkunde in allen Schularten fest und nachhaltig verankert.
Zusätzliche Stunden sind, wie es der BLLV fordert, pädagogisch sicher immer sinnvoll. Allerdings sollten sich Befürworter einer Ausweitung von Fächern über die bereits vorhandenen Stundenzahlen hinaus darüber klar werden, dass Bildung sich nicht nur auf gesellschaftspolitische Themen beschränken kann. Auch sprachliche, naturwissenschaftliche und musisch-kreative Bildung haben einen hohen Stellenwert, den man angesichts der jungen Menschen mit ihren Talenten und Interessen sowie den gesellschaftlichen Anforderungen nicht in Frage stellen darf. Das Kultusministerium hält die Stundentafeln für die einzelnen Schularten für ausgewogen. Die dazugehörigen Lehrpläne sind von erfahrenen Lehrkräften selbst entwickelt worden.
Mit Unverständnis reagiert das Ministerium auf die Aussagen des BLLV-Präsidenten Wenzel, dass in den "etablierten Schulsystemen Konkurrenz und Ausgrenzung dominieren". Im Mittelpunkt der Arbeit der Lehrkräfte in Bayern steht es, die jungen Menschen zu fordern und zu fördern. Die Werteerziehung einschließlich der Anstrengungen, eine Ausgrenzung von jungen Menschen bereits im Keim zu ersticken, gehört dazu.
Der Anteil der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist in den beiden Ländern Baden-Württemberg und Bayern (5,6 Prozent) am niedrigsten. Es ist ein Ziel des Kultusministeriums, diesen Anteil weiter zu senken.
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 04.02.2012 14:29:45
München, 03.02.2012 "Der Bayerische Philologenverband sieht die Notwendigkeit, die bestehende Eigenverantwortung von Schulen zu optimieren und auszubauen. Um die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums weiterhin zu gewährleisten, müssen wir vom Bestehenden ausgehen und klar machen, dass zusätzliche Ressourcen für verbesserte Führungsstrukturen unabdingbar sein werden. Die Lehrkräfte an den Schulen gilt es bei dem Projekt der erweiterten Schulleitung von Anfang an mit einzubeziehen", führt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt aus. Bisherige Rückmeldungen belegen, dass nur etwa 60 Prozent der Betroffenen den bisherigen Vorschlägen positiv gegenüberstehen. Funktionenkatalog ein Garant für die Qualität des bayerischen Gymnasiums!
Es ist unbestritten, dass ein großer Teil der hohen Qualität des bayerischen Gymnasiums auf die exzellente fachwissenschaftliche Ausbildung der bayerischen Philologen und auf die ständige Qualitätssicherung des Unterrichts durch die Fachbetreuer zurückzuführen ist. "Bei der Umsetzung von mehr Eigenverantwortung kann es nicht darum gehen, nur Fachbetreuerstellen mit Leitungsstellen zu tauschen, es muss vielmehr um Qualitätsentwicklung insgesamt gehen!", so Schmidt. "eine notwendige Weiterentwicklung darf Bewährtes nicht gefährden!" Keine zusätzlichen Führungsaufgaben zum Nulltarif!
Unser oberster Dienstherr hat mit der Schaffung des neuen Dienstrechts, beispielsweise durch eine massive Erhöhung der Zahl der zu Beurteilenden, eine Fülle neuer zeitintensiver Aufgaben geschaffen. Eine kostenneutrale Übernahme solch zusätzlicher Führungsaufgaben ist illusorisch: "Überlastete Führungskräfte können weder motivieren noch als Vorbilder dienen", gibt Schmidt zu bedenken, "deswegen benötigen Lehrkräfte, die mit Führungsaufgaben betraut und in der Qualitätssicherung tätig sind, ein ausreichendes Zeitkontingent für ihre Tätigkeit."
Die Einführung des G 8 war ein beispielloser Kraftakt in der jüngeren bayerischen Schulgeschichte, der viele Kolleginnen und Kollegen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht hat", so Schmidt, "wir benötigen deswegen eine behutsame und maßvolle Weiterentwicklung der bestehenden Führungsstrukturen in enger Abstimmung mit den Betroffenen".
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Profilerstellung, Beratung und Vermittlung sind für Bewerber/innenkostenfrei!