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Aus den Ländern : GEW SH: Gute Entscheidung: Bildungsministerin setzt auf mehr gebundene Ganztagsschulen
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 18.12.2008 20:19:45
Aus den Ländern

Kiel, 18.12.2008 Für eine gute Entscheidung hält die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Plan von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave, den Ausbau gebundener Ganztagsschulen zu forcieren. "Gebundene Ganztagsschulen bieten bessere Voraussetzungen für den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern als die herkömmliche Halbtagsschule. In einem rhythmisierten Ganztagsschulkonzept lassen sich Lern- und Erholungsphasen pädagogisch sinnvoll abwechseln", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am Donnerstag, 18.12.08 in Kiel zur Pressekonferenz von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave. Jedoch müssten die Schulen auch entsprechend ausgestattet sein.

Matthias Heidn richtete an die Bildungsministerin den Wunsch, den Ausbau gebundener Ganztagsschulen noch konsequenter voranzutreiben. "Wir brauchen einen Stufenplan für die Umwandlung aller Schulen der Sekundarstufe I in gebundene Ganztagsschulen. Im Augenblick ist es so, als ob unterm Tannenbaum nur für eins von sechs Kindern ein Geschenk bereit liegt. Die anderen dürfen traurig in die Röhre gucken!" Von in Zukunft rund 300 Schulen der Sekundarstufe I wären nach den gegenwärtigen Plänen nur ungefähr 50 gebundene Ganztagsschulen.

Kritisch bewertete der GEW-Landesvorsitzende die Darstellungen der Bildungsministerin zum Doppelhaushalt 2009/2010. "Natürlich wissen wir, dass 1100 neue Lehrerstellen für das Land kein Pappenstiel sind. Insgesamt reichen die Stellen aber nicht, um an den Schulen für Schülerinnen und Schüler gute Lernbedingungen und für die Lehrkräfte gute Arbeitsbedingungen zu schaffen." Matthias Heidn plädierte für ein "nationales Rettungspaket für Bildung" auf der Bundesebene, damit ein armes Bundesland wie Schleswig-Holstein mehr Geld in die Bildung stecken könne. "Was bei den Banken möglich ist, darf bei der Bildung nicht scheitern."

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Aus den Ländern : GEW Hessen: CDU unfähig zu kritischem Diskurs
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 18.12.2008 20:18:07
Aus den Ländern

GEW bestätigt Erfahrungen der Landesschülervertretung
Frankfurt am Main, 18.12.2008 "Wir teilen die Erfahrung, die die Landeschülervertretung gemacht hat", erklärte der Vorsitzende der GEW Hessen, Jochen Nagel angesichts der Nicht-Teilnahme der CDU an bildungspolitischen Diskussionsveranstaltungen, "auch bei uns glänzt die CDU neuerdings regelmäßig durch Abwesenheit."

Für eine Podiumsdiskussion über die Bedingungen in den Grundschulen hatte der bildungspolitische Sprecher, Herr Irmer seine Teilnahme zugesagt. Er erschien dann nicht und ließ als Begründung ­ausrichten, weil er keinen Parkplatz am Gewerkschaftshaus finden würde.

Die Teilnahme an einer Veranstaltung zum "Grundrecht auf Ausbildung" sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU mit der Begründung ab: "Wir lehnen die Teilnahme an derartigen Veranstaltungen in Wahlkampfzeiten grundsätzlich ab.". Auch habe man aufgrund der Äußerungen des GEW Vorsitzenden erhebliche Zweifel an der 'Neutralität'.

Auf die Einladung zu einer Fachtagung zur gymnasialen Oberstufe teilte uns der Landesvorsitzende der CDU, Roland Koch, mit, dass er an diesem Tag eine Terminverpflichtung in Berlin habe und kein Mitglied des CDU-Landesverbands für diesen Termin zu gewinnen konnte.

"Aus unserer Sicht sind dies eindeutige Belege dafür, dass sich die CDU vor einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrer Bildungspolitik drückt. Wer sich um diese Diskussionen mogelt und Kritiker meidet, ist nicht glaubwürdig, wenn er behauptet, aus der Vergangenheit gelernt zu haben", so Jochen Nagel weiter.

Die von der Bevölkerung der CDU zugeschriebene geringe Kompetenz in Bildungsfragen wird sich mit diesem Umgangsstil sicher nicht verbessern. "Unsere Kinder jedenfalls haben eine bessere Bildungspolitik sowie Politikerinnen und Politiker verdient, die bei den unmittelbar Betroffenen besser zuhören", erklärte Jochen Nagel abschließend.

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Aus den Ländern : Berlin: Zum Gewaltvorfall an der Spandauer Gottfried-Kinkel-Schule
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 18.12.2008 20:17:05
Aus den Ländern

Berlin, 18.12.2008 Jens Stiller, Sprecher der Bildungsverwaltung: "Der Gewaltvorfall an der Spandauer Gottfried-Kinkel-Schule ist ein Einzelfall. Die mit 300 Schülern eher kleine Realschule zeichnet sich seit Jahren durch ein gutes Schulklima aus, in dem Schüler ganz unterschiedlicher Herkunft friedlich miteinander umgehen."

Die Schulleiterin Angela Rose-Negelmann bezeichnet ihr nur 20 Lehrkräfte umfassendes Kollegium als ein eingespieltes Team, das kleinere Konflikte aufmerksam, präventiv und schnell gelöst habe. Besonders wichtig ist an dieser Schule die Elternarbeit. Auch jetzt ist die Schule mit den Eltern des Siebtklässlers in Kontakt.

Bei ihrer pädagogisch-präventiven Arbeit geht die Schule auch innovative Wege: Für alle Siebtklässler bietet die Schule zu Beginn eines Schuljahres mit Unterstützung von BMW ein einwöchiges Outdoor-Training an, dass die Team- und Konfliktfähigkeit der Schüler verbessern hilft. Dem gleichen Ziele dient auch die Kooperation mit der Mercator-Stiftung, die es besonders erlaubt, in kleinen Lerngruppen Sprachdefizite erfolgreich zu verhindern.

Stiller: "Gewaltprävention ist an der Gottfried-Kinkel-Schule pädagogisches Gesamtkonzept mit dem Erfolg, dass es bislang zu keinen meldewürdigen Vorfällen gekommen ist."

Eine Klassenkonferenz wird sich unmittelbar nach den Weihnachtsferien zusammensetzen, um über den weiteren Verbleib des suspendierten Schülers zu beraten. Dabei ist die Verweisung des Schülers wahrscheinlich.

Senator Zöllner hat sich mit einem persönlichen Brief an den verletzten Konrektor, der ambulant im Krankenhaus behandelt werden musste, gewandt und die Schule für ihre gute und engagierte Arbeit gewürdigt.

Sein Sprecher verwies darauf, dass die Frage eines möglichen Wachschutzes an Schulen in den zuständigen Bezirken unterschiedlich beantwortet werde: "Es gibt viele Wege zum Erfolg."

Zu Fragen des Tatherganges verwies Stiller auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen.

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Sonderthemen : GEW zur Lehrereinstellung: "Kultusministerien mauern - Pädagogenmangel soll vertuscht werden"
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 18.12.2008 20:14:51
Sonderthemen

Transparenz auf Lehrerarbeitsmarkt für Planung notwendig
Frankfurt am Main, 18.12.2008 "In diesem Jahr haben die Kultusministerien mit der Herausgabe der Einstellungszahlen von Lehrkräften gemauert wie nie zuvor. Offenbar wollen sie die Dramatik des Pädagogenmangels vertuschen. Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist es nicht möglich gewesen, ein seriöses Datenwerk zum Lehrerarbeitsmarkt 2008 zusammenzustellen. Deshalb haben wir auf die jährliche Pressekonferenz zur Lehrereinstellung für das Schuljahr 2008/09 verzichtet", erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Donnerstag in Frankfurt a.M.

Er wies darauf hin, dass der OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2007" die Gefahr eines enormen Mangels an ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen für die breite Öffentlichkeit sichtbar gemacht habe. Die OECD rechne damit, dass in den nächsten Jahren für 100 in Ruhestand gehende Pädagogen nur 60 junge Nachwuchskräfte ausgebildet werden.

"Mit dem wachsenden Mangel an Lehrkräften und der zunehmenden Aggressivität bei den Abwerbungsversuchen unter den Ländern, nimmt offenbar die Auskunftsbereitschaft ab", stellte Thöne fest. "Für eine seriöse Planstellenbewirtschaftung im Schulbereich sind belastbare Daten unabdingbare Voraussetzung. Je knapper das Bewerberangebot wird, desto weniger wollen sich die Kultusministerien jedoch in die Karten schauen lassen. Dabei wird die Situation in den Schulen immer prekärer. Lehrkräfte, Eltern und Schüler spüren die Mangelsituation vor Ort bereits seit geraumer Zeit. Die GEW hat auf der Grundlage ihrer jährlichen Arbeitsmarktberichte schon in den vergangenen Jahren hingewiesen, dass die Länder mit ihrer Einstellungspolitik weit hinter der Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK) und des errechneten Lehrerbedarfs zurückgeblieben sind." Die Lücke zwischen Bedarf und realer Einstellung sei von Jahr zu Jahr größer geworden: Zwischen 2003 und 2007 seien rund 17.500 Lehrkräfte zu wenig eingestellt worden. Verschärft werde die Situation noch dadurch, dass mit der Umstellung von Bachelor- auf Masterstudiengänge keine verlässlichen Aussagen mehr über die Zahl der künftigen Absolventen von Lehramtsstudiengängen zu machen sind.

Info: Die Aussagekraft der gelieferten Informationen ist teilweise nicht ausreichend. So ist beispielsweise bei vielen Daten nicht nachzuvollziehen, wie viele Stellen sich hinter der Zahl der eingestellten Köpfe verbergen (Vollzeit-/Teilzeitstellen). Manche Länder haben keine Trennung von befristeten und unbefristeten Stellen vorgenommen. Sechs Bundesländer haben einwandfreie Daten geliefert.

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Aus den Ländern : BW: Kultusminister Helmut Rau gegrüßt die 21 Leiterinnen und Leiter der neuen Staatlichen Schulämter
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 17.12.2008 15:17:36
Aus den Ländern

Ab 1. Januar 2009 übernehmen Staatliche Schulämter Aufgaben der unteren Schulaufsichtsbehörden
Stuttgart, 17.12.2008 Kultusminister Helmut Rau MdL hat heute (17.12.) im Neuen Schloss die Leiterinnen und Leiter der 21 neu eingerichteten Staatlichen Schulämter empfangen und ihnen die Bestellungsurkunden feierlich überreicht.

"Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer neuen Aufgabe und freue mich auf die enge Zusammenarbeit", sagte Rau. Durch das zum 1. Januar 2009 in Kraft tretende Gesetz zur Weiterentwicklung der Verwaltungsstrukturreform werden die Aufgaben der unteren Schulaufsichtsbehörden einschließlich der Schulpsychologischen Beratungsstellen an die Staatlichen Schulämter übertragen. "Ich erwarte, dass Sie Ihre zentrale Verantwortung für die Schulentwicklung wahrnehmen und so zu Impulsgebern der Bildungslandschaft im Land werden", sagte der Kultusminister. Die Leiterinnen und Leiter der Staatlichen Schulämter sind im Anhang aufgelistet(siehe rechte Spalte). Fotos der neuen Schulamtsleiterinnen und Schulamtsleiter können Sie heute bei der Pressestelle unter 279-2520 anfordern. Ab morgen können die Bilder unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.km-bw.de/servlet/PB/menu/1240325/

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Sonderthemen : Neues Interkulturelles Jugend-Portal ist online
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 17.12.2008 15:16:43
Sonderthemen

Mixopolis bietet Berufsorientierung für Jugendliche mit Migrationshintergrund
Bonn, 17.12.2008 Mit dem neuen Online-Portal "Mixopolis" präsentiert sich ein weiteres Projekt von Schulen ans Netz e. V. auf der virtuellen Bühne. "Mixopolis" will mit seinen Angeboten die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund fördern. Viele Studien belegen, dass die heutigen Jugendlichen ein großes Interesse an der eigenen beruflichen Zukunftsplanung und ihrer Bildungsbiographie haben. Die vorhandenen Kompetenzen der Jugendlichen sollen daher durch Online-Tools gestärkt, ihr Wissen um die Themenfelder Beruf und Ausbildung erweitert werden, um die Integration in Ausbildung, Studium und Gesellschaft zu verbessern. Neben einem reichhaltigen und aktuellen Informationsangebot rund um die Themen Beruf, Gesellschaft und Jugendkultur stehen den Jugendlichen umfangreiche Online-Trainingsangebote zur Verfügung.

Der neue Ansatz des "E-Mentoring" nimmt bei "Mixopolis" einen zentralen Platz ein. Junge und kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner helfen online bei sämtlichen Fragen der Jugendlichen. Die E-Mentoren bieten als Vorbilder für die Zielgruppe ideale Identifikationsbiographien, mit beeindruckenden Erfahrungen in ihren jeweiligen Themenfeldern. "Mixopolis" möchte die Jugendlichen auch durch zahlreiche Mitmach-Angebote im Bereich der Community motivieren. Die Inhalte werden nicht nur redaktionell vorgegeben, sondern richten sich verstärkt nach den Bedürfnissen und Anregungen der Nutzer.

Um das öffentliche Bewusstsein für Fragen der Interkulturalität zu sensibilisieren, agiert das Projekt mit starken Partnern aus Medien, Wirtschaft, der außerschulischen und beruflichen Jugendbildung sowie Akteuren der Migrantenarbeit.

"Mixopolis" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Weitere Informationen: Dr. Kemal Bozay, Projektleitung Mixopolis; Tel. 0170 - 458 39 68 oder kemal.bozay@schulen-ans-netz.de

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Aus den Ländern : RP: Ahnen: 55 Optionen für neue Ganztagsschulen 2009/2010
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 17.12.2008 15:15:09
Aus den Ländern

Mainz, 17.12.2008 "Mehr als 100 Bewerbungen für einen Start als Ganztagsschule im Schuljahr 2009/2010 haben eindrucksvoll gezeigt, dass das Landesprogramm mit seinen bundesweit anerkannten konzeptionellen und personellen Rahmenbedingungen weiterhin sehr gefragt ist. Und erfreulicherweise erhalten jetzt 55 Schulen eine Option zur Errichtung einer Ganztagsschule in Angebotsform. Damit kann zum 1. August 2009 die Zahl der nach dem Landesprogramm seit 2001 entstandenen Ganztagsschulen auf mehr als 500 steigen." Das unterstrich heute in Mainz Bildungsministerin Doris Ahnen, die ergänzend daran erinnerte, dass im Zuge der Schulstrukturreform künftig jede neue Realschule plus oder jede neue Integrierte Gesamtschule, die aus einer bisherigen Halbtagsschule und einer bisherigen Ganztagsschule entsteht, automatisch insgesamt zur Ganztagsschule wird.

"Das im Ganztagsschulprogramm für diese Legislaturperiode ausgegebene Ziel, jeder Verbandsgemeinde und jeder verbandsfreien Gemeinde die Chance zu eröffnen, mindestens ein Ganztagsschulangebot im Grundschulbereich zu machen, rückt immer näher", ergänzte die Ministerin. Mit den 33 Grundschulen, die jetzt eine Option erhielten, hätten zum kommenden Schuljahr voraussichtlich fast 80 Prozent aller Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden mindestens eine Ganztagsgrundschule. "In Kombination mit dem ebenfalls laufenden Ausbau der Ganztagsangebote in den Kindertagesstätten werden so auch die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern immer weiter verbessert", unterstrich Doris Ahnen.

Schulen und Schulträger bereiteten die Anträge für neue Ganztagsschulen gut vor und legten mit den Gremien vor Ort Konzepte fest, die fast ausnahmslos hohe Qualitätsansprüche erfüllen, stellte die Bildungsministerin weiter fest. "Das hat die notwendige Auswahl nicht gerade leicht gemacht. Alle Schulen und Schulträger, die jetzt keine Errichtungsoption erhalten haben, können sich selbstverständlich für das Schuljahr 2010/2011 erneut bewerben", sagte Doris Ahnen. Wie üblich seien bei der Auswahl neben der Qualität der Schulkonzepte und neben dem Interesse von Elternseite am jeweiligen Schulstandort als weitere Kriterien die Gesamtverteilung der Optionen über die verschiedenen Schularten und über die Regionen ausschlaggebend gewesen.

Für die ausgewählten Schulen beginnt nun die "Stufe 2" auf dem Weg zur Ganztagsschule in Angebotsform. Bis zum 15. März 2009 müssen mit den vorläufigen Gliederungsplänen die Zahlen der Schülerinnen und Schüler gemeldet werden, die das Ganztagsschulangebot an der jeweiligen Schule im Schuljahr 2009/2010 verbindlich wahrnehmen wollen. In Grundschulen müssen dafür mindestens 36 Anmeldungen, in allen weiterführenden Schulen mindestens 54 Anmeldungen und in den Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen mindestens 26 Anmeldungen vorliegen. Werden diese Werte erreicht oder überschritten, gibt das Ministerium endgültig grünes Licht für den Start zum 1. August 2009.

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Aus den Ländern : BW: Kultusminister Rau: Schulleiter erhalten so viel Zeit wie nie zuvor für Leitungsaufgaben
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 17.12.2008 15:14:07
Aus den Ländern

Qualitätsoffensive Bildung: Zusätzlich 500 Deputate / Leitungszeit wird um 20 Prozent erhöht / Vorbereitungs-, Auswahl- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen bereits im Sommer beschlossen / 2,25 Mio. Euro jährlich
Stuttgart, 17.12.2008 "Noch nie zuvor haben wir Schulleitungen so viel Zeit für die Erfüllung ihrer Leitungsaufgaben zugeteilt wie durch die Qualitätsoffensive Bildung", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL. Die Leitung einer Schule habe sich zu einer komplexen Managementaufgabe entwickelt und der deutlich gewachsene Organisations- und Verwaltungsaufwand erfordere professionelles Handeln und Leiten. "Unsere Schulen haben in den vergangenen Jahren immer mehr Aufgaben erhalten. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, brauchen unsere Schulleiterinnen und Schulleiter mehr Zeit. Wir haben dafür mit dem Einsatz von zusätzlich 500 Deputaten gesorgt", sagte Rau.

Im Rahmen der Qualitätsoffensive Bildung wird nicht nur die Leitungszeit massiv erhöht sondern auch ein umfassendes Konzept zur Personaltentwicklung und Weiterqualifizierung vorgelegt, für das jährlich 2,25 Mio. Euro bereit gestellt werden. Die Landesregierung hat bereits im Sommer die Qualitätsoffensive Bildung beschlossen. Die Maßnahmen werden ab nächstem Schuljahr umgesetzt.

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Sonderthemen : GEW: Schulleitungen machen Arbeit von Sekretärinnen
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 17.12.2008 15:12:25
Sonderthemen

GEW will mindestens eine halbe Stelle Leitungszeit für Schulleitung
Stuttgart, 17.12.2008 "Kultusministerium und die Schulträger behandeln Schulleiterstellen so, als seien es Nebenjobs. Die Chefs an der Schule brauchen mehr Zeit und bessere Fortbildungsangebote", sagte am Mittwoch (17.12.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. Die GEW spricht sich für mindestens eine halbe Stelle Leitungszeit für Schulleitungen aus.

"Was nützt den Schulleitungen der größere Gestaltungsspielraum für die Schulen, wenn gleichzeitig mehr statt weniger Bürokratie entsteht und wir Schulleiterinnen und Schulleiter kostbare Zeit nicht für die Qualitätsentwicklung, sondern zum Ausfüllen von Statistiken einsetzen müssen," sagte Nuri Kiefer, Schulleiter der Realschule Pfinztal-Berghausen.

Die Bildungsgewerkschaft GEW, in der die meisten Schulleiter/innen Baden-Württembergs organisiert sind, hat in den vergangenen Wochen landesweit auf rund 30 Veranstaltungen für mehr Unterstützung der Schulleiterinnen und Schulleiter geworben. Notwendig sei eine professionelle Unterstützung der Schule im Verwaltungs- und Organisationsbereich und in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Hygiene. An größeren Schulen sollen Schulassistent/innen eingesetzt werden, an den kleineren Schulen das Sekretariat aufgestockt werden. "Es darf nicht sein, dass Schulleiter und Schulleiterinnen nur damit beschäftigt sind, ihren Computer mit Statistiken über ihre Schüler zu füttern. Es muss genügend Zeit für die pädagogische Leitung und Weiterentwicklung bleiben", so Moritz.

Die Aufgaben, die anfallen, sind an allen Schulen ähnlich. Vor allem an den kleinen Schulen sind Schulleiter Chefs, Sekretariate und Klassenlehrer in einem. Dadurch leidet die Attraktivität des Berufes. Es ist ein stetiger Rückgang bei den Bewerbungen auf freie Schulleiterstellen zu verzeichnen.

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Aus den Ländern : Hessen: Staatsminister Jürgen Banzer: Entlastung für Lerngruppen, Lehrkräfte und bessere Rahmenbedingungen in 2009
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 17.12.2008 15:11:29
Aus den Ländern

"Wir müssen hier schon was tun, um das Arbeits- und Lernklima zu verbessern"
Wiesbaden, 17.12.2008 "Ich bin überzeugt, dass die von mir auf den Weg gebrachten Schritte von der Verkleinerung der Klassengrößen bis hin zur Entlastung von Lehrkräften das Lernen, Arbeiten und den pädagogischen Alltag in der Schule entspannen können", erklärte Staatsminister Jürgen Banzer. Die am deutlichsten spürbaren Veränderungen für Schüler und Lehrer würden sich durch die in den kommenden beiden Jahren jeweils 1.000 zusätzlichen Stellen für die Schulen und durch den Wegfall der so genannten Sternchenregelung bei der Klassenbildung für die Eingangsklassen der Grundschulen sowie aller weiterführender Schulen ergeben. "Wenn die Lerngruppen mit dem kommenden Schuljahr 2009/10 kleiner sind, bleibt mehr Zeit für alle und ein besseres Arbeiten wird möglich. Die Rahmenbedingungen für schulisches Arbeiten und die zunehmend heterogene Zusammensetzung der Lerngruppen haben in mir die Überzeugung wachsen lassen, dass es an der Zeit ist für dieses Signal", stellte Jürgen Banzer fest.

Dazu komme, dass die Grundschulen ab dem nächsten Schuljahr selbst entscheiden könnten, ob sie Lerngruppen in der bestehenden Form weiterführen oder zusammenlegen, falls diese den jeweiligen Klassenteiler überschreiten sollten. "Die zahlreichen Gespräche mit Eltern und Schulen haben mir gezeigt, dass Schulen hier aus ihrem pädagogischen Blickwinkel heraus sinnvollerweise selbst entscheiden sollten, wie sie vorgehen", erklärte Jürgen Banzer. Die dritte direkt an den Lerngruppen und ihrem Schulalltag ansetzende Entlastungsmaßnahme sei die Anhebung des Unterrichtsvolumens für Differenzierung pro gebildeter Klasse auf eine Unterrichtsstunde.

"Flankiert wird das Handlungsfeld der direkt lerngruppenbezogenen Maßnahmen durch Verbesserungen der Rahmenbedingungen für das schulische Arbeiten. Hier steht das Thema Verankerung von Schulsozialarbeit an. Diese benötigt einen anderen Stellenwert", sagte der Minister. Zudem müssten Zuständigkeiten und Finanzierung zwischen den Schulträgern, den Kommunen und dem Land geklärt werden. "Ich bin an dieser Stelle optimistisch, dass wir mit den Kommunen eine Lösung finden und die Schulsozialarbeit an den Schulen besser und effektiver etablieren können, als dies bisher der Fall war. Dieses die Arbeit der Lehrkräfte ergänzende Element von Pädagogik wird immer wichtiger, wie die Erfahrungen aus der Praxis zeigen", so Staatsminister Jürgen Banzer.

Neben den direkt lerngruppenbezogenen Maßnahmen und denen, die die Rahmenbedingungen von Schule im Blick hätten, sei das dritte Handlungsfeld die Verbesserung der Situation der Lehrkräfte. "Zum einen werden die Förderpläne entbürokratisiert. Die Zeit, die Lehrkräfte derzeit dafür benötigen, ist bei der Förderung der betroffenen Kinder besser investiert. Die Zielsetzung der Förderpläne kann auch mit weniger Aufwand beibehalten werden", erklärte Minister Jürgen Banzer. Auch der bürokratische Aufwand im Zusammenhang mit der Lehrerfortbildung müsse überprüft werden.

Des Weiteren müsse es mehr pädagogische und organisatorische Freiräume, mehr Selbstständigkeit geben, um Unterricht und Schulorganisation auf die Zusammensetzung der Schülerschaft der einzelnen Schule abstimmen zu können. Was z.B. in Darmstadt gut und sinnvoll sei, könne in Nordhessen unbrauchbar sein. Also müssten die Schulen Luft zum Atmen haben, wie durch die Nutzung von Projektunterricht oder durch die Freiräume der Kontingentstundentafel.

Darüber hinaus sollten Berufliche Schulen, die aufgrund ihrer besonderen Aufgaben teilweise schon einen sehr weiten Weg in Richtung Selbstständigkeit gegangen seien, Körperschaften des öffentlichen Rechts werden können, sofern sie dies wünschten. Auch sei es wichtig, dass die Schulleitungs- und Schuldeputate für Schulen überdacht werden. "Das alte Konzept der Entlastungsstunden muss bei dem sich verändernden Aufgabenspektrum einer Schule und deren Leitungsaufgaben neu in den Blick genommen werden. Bei kleinen Grundschulen, die kaum Stundenentlastung für Organisation und Leitung bekommen, aber unabhängig von ihrer Größe immer einen bestimmten Aufwand für diese Aufgaben haben, zeigt sich dies besonders deutlich", sagte Jürgen Banzer. Darüber hinaus denke er darüber nach, Anregungen und Ideen zur Entbürokratisierung "aus der Praxis für die Praxis" zu bündeln.

"Ich denke, wir haben wichtige und sensible Punkte der schulischen Arbeit und des pädagogischen Alltags ins Blickfeld genommen und vernünftige Maßnamen geplant, wie wir diese Bereiche verbessern können. Auf dem Weg dorthin wird es mit Sicherheit noch Ergänzungen geben, da bin ich gesprächsoffen", so Staatsminister Jürgen Banzer abschließend.

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