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Sonderthemen : Schulleiter in Deutschland – hohe Erwartungen, miserable Bedingungen
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 30.09.2011 18:43:15
Berlin, 30.09.2011 "Die mangelnde Wertschätzung der Schulleiter durch die Politik ist ein Skandal", stellte heute VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann auf einer Pressekonferenz aus Anlass des bevorstehenden Weltlehrertages fest.

"Von Schulleitern wird erwartet, dass sie Zugpferde* der Schulentwicklung sind, aber zugleich verweigern die Dienstherren amtsangemessene Bezahlung und Anrechnung von Leitungszeit auf Arbeitszeit. Auf Kosten der Schulleiter wird Haushaltssanierung betrieben. In der Wirtschaft sind Managementaufgaben hoch dotiert." Unter Hinweis auf die Kampagne des VBE "Mehr Gerechtigkeit wa(a)gen!" betonte Beckmann, "das soziale Ranking im Lehrerberuf spiegelt sich auch auf Schulleitungsebene wieder. Leitungsarbeit in den unterschiedlichen Schulstufen wird Gleichwertigkeit verweigert. Der VBE fordert auch hier die Anerkennung von Gleichwertigkeit schulischer Führungsarbeit. Die Leitung einer Grundschule oder einer Schulform der Sekundarstufe I ist genauso wichtig wie die Leitung eines Gymnasiums."

Beckmann weiter: "Der VBE fordert nachdrücklich die Stärkung der Schulleitungsämter:

Anerkennung der Gleichwertigkeit von Schulleitung und amtsangemessene Bezahlung,
Erhöhung der Anrechnungszeiten für Schulleitung,
hinreichende Ausstattung der Schulen mit Verwaltungspersonal,
gezielte Nachwuchsgewinnung für schulische Führungskräfte."

Beckmann verwies auf die durch den VBE in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Umfrage. "86 Prozent der Bundesbürger meinen, dass Schulleiter selbst auch ausgebildete Lehrer sein müssen. Fast jeder zweite aber teilt die Meinung, dass Schulleiter nicht ausreichend auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Das schlägt sich nieder im Ansehen von Schulleitern. Nur 25 Prozent der Bundesbürger sagen, dass Schulleiter in der Bevölkerung ein hohes Ansehen haben, während 58 Prozent glauben, dass Schulleiter ein mittleres Ansehen haben. 14 Prozent gaben an, Schulleiter haben wenig Ansehen. Den Ruf einer Schule rechnen sechs Prozent der Bundesbürger eher dem Schulleiter zu. 59 Prozent meinen, dass der Ruf der Schule vom Schulleiter und dem Kollegium abhängt."

Angesichts der unattraktiven Rahmenbedingungen für Schulleiter werde es immer schwieriger, frei werdende Stellen wieder zu besetzen, warnte Beckmann. "In den Flächenländern betrifft dies insbesondere kleine Schulen und Grundschulen, in den Stadtstaaten vorwiegend Schulen in Brennpunkten. Über 50 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind 50 Jahre und älter und bei den Schulleitungsmitgliedern liegt der Altersdurchschnitt noch höher. Obwohl bekannt ist, dass von Jahr zu Jahr immer mehr Schulleiter in den Ruhestand gehen, wird in keinem Bundesland gegengesteuert. Ein deutliches Alarmsignal ist die Zunahme mehrfacher Ausschreibungen von Schulleiterstellen, weil sich kein Bewerber meldet."

"Besonders benachteiligt werden Frauen", kritisierte Beckmann, "denn die Bedingungen für die Leitung von Grundschulen sind am schlechtesten. Die betroffenen Kolleginnen sind als Grundschullehrkräfte am unteren Ende der Besoldungsskala und haben im Amt des Schulleiters an kleinen Grundschulen netto eine Zulage zwischen 50 und 100 Euro zu erwarten, wenn sie die Probezeit erfolgreich bestehen. Bei höchster Unterrichtsverpflichtung, voller Klassenleitertätigkeit und Schulleiterverantwortung erhalten die Kolleginnen die geringste Bezahlung. Da die Unterrichtsversorgung Vorrang hat, können Schulleiter dort häufig nicht einmal die vier bis acht Sockelanrechnungsstunden auf Leitungszeit (je nach Bundesland) wahrnehmen und verlagern Leitungsarbeit ´freiwillig` in die Abendstunden. In Sachsen werden Stellen für Grundschulleiter zum Teil nicht besetzt, weil sonst Stunden für die Erteilung von Unterricht fehlen würden (als Folge akuten Lehrermangels)."

Mit der Missachtung des Dienstherrn gegenüber schulischen Führungskräften müsse endlich Schluss sein, forderte Beckmann. "In allen Bundesländern lässt man sich bis zu sechs Monate Zeit bei der Ausschreibung von frei gewordenen Schulleiterstellen und setzt auf kommissarisches Leiten. Anspruch auf Amtszulagen oder eine Höhergruppierung haben Schulleiter in den meisten Bundesländern (Ausnahmen sind NRW, Schleswig-Holstein) erst nach erfolgreicher Bewährungszeit, die bis zu drei Jahre (in Sachsen) andauern kann. Bis dahin wird die Leitungsarbeit nur mit der Ehre, Schulleiter sein zu dürfen, entlohnt. Im Gegenzug wird bei rückgehenden Schülerzahlen sofort mit Streichen der Zulage oder Rückgruppierung reagiert." Es werfe ein bezeichnendes Licht auf die Dienstherren, dass in Zeiten zunehmenden Bildungsmonitorings keine vergleichbaren statistischen Angaben zur Lage der schulischen Führungskräfte bundesweit gemacht würden.

Um die Schulleitungskräfte, die im Amt sind, zu stärken und sie bei Ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen, veranstalten der VBE und der zu Wolters Kluwer gehörende Carl Link Verlag am 16. und 17. März 2012 in Düsseldorf erstmals den Deutschen Schulleiterkongress. Unter dem Motto "Schulen gehen in Führung" wendet sich der Kongress an schulische Führungskräfte aller Schulformen. ­

*Der Schulleiter ist, so ist es zum Beispiel einer Handreichung von 2008 für eigenverantwortliche Schulen in NRW zu entnehmen, verantwortlich für Qualitätsentwicklung, Personalmanagement, schulinterne und -externe Kommunikation und Kooperation sowie Innovation, Planung und Organisation.

 

 

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Sonderthemen : "Lobbyinteressen und Kommerz haben in Schulen nichts verloren!"
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 30.09.2011 18:36:50
Frankfurt a. M., 30.09.2011 Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt den Start des Materialkompasses für Schulen, den der Bundesverband der Verbraucherzentrale heute vorgestellt hat.

"Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zeigt Verantwortung und bringt ein bisschen Licht in den Material-Dschungel: Schulen sind schon zu lange mit den zahlreichen Unterrichtsmaterialien der Verbände und Lobbygruppen, die seit einiger Zeit die Einrichtungen überschwemmen, allein gelassen worden", sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule, in Frankfurt a.M. mit Blick auf die Veröffentlichung des Kompasses. Sie verband dies mit einem Aufruf an die Bildungsministerien: "Wir brauchen neutrale öffentliche Stellen, die Unterrichtsmaterialien begutachten und empfehlen, damit Lehrkräfte eine Orientierung haben." Es dürfe nicht sein, dass Schulbücher ein formales Prüfungsverfahren durchlaufen müssen, für freie Unterrichtsmaterialien jedoch die organisierte Verantwortungslosigkeit herrscht.

Die GEW beobachte seit Jahren den unübersichtlichen Markt von Unterrichtsmaterialien mit Sorge. Denn gleichzeitig würden die Etats für Schulbücher gesenkt, betonte Demmer. Vor allem Wirtschaftsunternehmen versuchten verstärkt, ihre Sicht der Welt in den Lernmaterialien unterzubringen. Deshalb seien die Materialien für einen umfassenden und ausgewogenen Unterricht oft nicht geeignet. Bestätigt sehe sich die GEW etwa durch die Materialien "My finance Coach" des Allianz Konzerns, die im Materialkompass die Note 4 in einer Skala von 1 bis 5 erhalten. "Dass die Allianz-Materialien das Klassenziel eindeutig verfehlen, in Bayern aber offiziell in der Lehrerfortbildung eingesetzt werden, ist schon ein starkes Stück", kommentierte die GEW-Schulexpertin.

"Viele Unterrichtsmaterialien aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft suggerieren, die Wirtschafts- und Finanzkrise könnte einfach gelöst werden, indem Jugendliche zu klugen Aktienabnehmern erzogen werden", ergänzte die Demmer. "Lobbyinteressen und Kommerz haben in Schulen nichts verloren!"

Info: Der Materialkompass der Verbraucherzentrale stellt Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die inhaltlich und methodisch auf ihre Verwertbarkeit für die schulische Vermittlung von Verbraucherkompetenzen hin überprüft wurden. Die Datenbank beschränkt sich thematisch auf Bereiche wie Finanzen, Medien, Ernährung und Konsum. Mehr Informationen:www.vzbv.de oder www.materialkompass.de.

 

 

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Aus den Ländern : Berufsorientierungsklassen eröffnen Schülern eine zweite Chance zum Hauptschulabschluss und unterstützen den Übergang in den Beruf
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 30.09.2011 18:35:40
München, 30.09.2011 Erste Erfahrungen aus dem Modellversuch "Berufsorientierungsklassen", der im Schuljahr 2009/2010 an 12 bayerischen Standorten gestartet wurde, liegen nun vor. Dieser Schulversuch richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen, welche die Jahrgangsstufe 9 freiwillig wiederholen und hierzu die "Berufsorientierungsklassen" besuchen. Außerdem sind Schülerinnen und Schüler der Berufsschule daran beteiligt, die sich im kooperativen Berufsvorbereitungsjahr (BVJ/k) befinden. Die jungen Menschen beider Bildungsangebote verfolgen das Ziel, den Übergang in eine Ausbildung zu meistern und - falls er ihnen noch fehlt - den erfolgreichen oder qualifizierenden Hauptschulabschluss zu erreichen.

"Berufsorientierungsklassen eröffnen jungen Menschen eine zweite Chance zum Schulabschluss und unterstützen sie im Übergang in den Beruf. Die eindrucksvollen Abschlussquoten und Erfolge beim Übergang junger Menschen in eine Ausbildung haben gezeigt, wie gewinnbringend eine enge Kooperation von Mittelschule und Berufsschule ist", zeigte sich Kultusminister Spaenle beeindruckt von den ersten Erfahrungen im Schulversuch "Berufsorientierungsklassen".

Folgende Gestaltungselemente haben zum Erfolg der Kooperation von B-Klasse und BVJ/k beigetragen:

Im regulären Unterricht unterrichten sowohl Lehrkräfte der Mittelschule als auch Lehrkräfte der Berufsschule; hierbei werden die Schülerinnen und Schüler in allgemeinbildenden Fächern primär von Lehrkräften der Mittelschule unterrichtet. In Unterrichtsfächern mit fachpraktischen und fachtheoretischen Inhalten unterrichten überwiegend Berufsschullehrkräfte.
Schülerinnen und Schüler sammeln in intensiven Praktika, welche fasst 50 % der Unterrichtszeit umfassen, Berufserfahrung und werden während dieser Zeit von Sozialpädagogen unterstützt.

Über 90 % der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler konnten am Schuljahresende 2010/11 den erfolgreichen Hauptschulabschluss vorweisen, über 50 % sogar den qualifizierenden Hauptschulabschluss. Im selben Schuljahr gelingt es rund 72 % der Schülerinnen und Schüler in den B-Klassen, einen beruflichen oder schulischen Anschluss zu finden.

Gerade von der Bündelung der Kompetenzen beider Schulen können die jungen Menschen profitieren. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler können durch die Kooperation beider Bildungsangebote den angestrebten schulischen Abschluss erreichen und den Übergang in eine Ausbildung schaffen. "Wenn wir die enge Zusammenarbeit von Mittelschule, Berufsschule und Betrieben fortführen und unsere Bemühungen zur Vermittlung von jungen Menschen in Ausbildung weiter ausbauen, haben wir gute Chancen, die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Bayern von unter 4 % nochmals zu senken. Wenn es darüber hinaus gelingt, Schülerinnen und Schülern, welche bislang ohne Schulabschluss sind, durch ein intensives Angebot der Mittelschulen, wie hier in den B-Klassen zu einem Schulabschluss zu führen, sind wir unserem Ziel einen großen Schritt näher: Wir möchten jedem Kind in Bayern schulische und berufliche Perspektiven eröffnen", bezog sich Dr. Ludwig Spaenle auf die Anstrengungen der Bildungspolitik in Bayern.

 

 

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Aus den Ländern : Runder Tisch Inklusive Bildung gestartet
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 30.09.2011 18:34:35
Potsdam, 30.09.2011 -

Bildungsministerin Martina Münch hat nach der ersten Sitzung des Runden Tisches Inklusive Bildung in Potsdam eine positive Bilanz gezogen.

"Es war ein konstruktiver und engagierter Auftakt. Ich freue mich, dass wir die mit den Regionalkonferenzen im Frühjahr gestartete öffentliche Diskussion am Runden Tisch fortsetzen", so Bildungsministerin Münch. *Wir wollen eine Schule für alle - eine Schule, in der sich jede Schülerin und jeder Schüler mit seinen Stärken und Schwächen entfalten kann, eine Schule für Kinder und Jugendliche mit speziellen Begabungen genauso wie für diejenigen, die unserer besonderen Fürsorge und Förderung bedürfen."

Rund 35 Vertreterinnen und Vertreter von Betroffenen-Verbänden, Lehrerverbänden, kommunalen Spitzenverbänden und Schulen, Kirchen und weiteren Verbänden sowie die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen haben am Runden Tisch teilgenommen. Sie werden das Bildungsministerium bei der Weichenstellung für die "Schule für alle" beraten. Thema des ersten Runden Tisches waren die bildungspolitischen Eckpunkte des Behindertenpolitischen Maßnahmenpakets der Landesregierung, das derzeit unter Federführung des Sozialministeriums erarbeitet wird.

Bildungspolitische Eckpunkte des Behindertenpolitischen Maßnahmenpakets:

Als erster Schritt werden für Schülerinnen und Schüler mit den Förderbedarfen Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und Sprache in den kommenden Jahren die inklusiven Unterrichtsangebote in den Grundschulen ausgebaut. Ab dem Schuljahr 2012/13 werden in allen Schulamtsregionen Schulen mit einem Profil als Inklusive Schule auf der Basis von konkreten Erziehungs- und Bildungskonzepten starten.
Danach werden Schritt für Schritt die Angebote des gemeinsamen Unterrichts für die Förderbedarfe körperlich-motorische Entwicklung, Sehen, Hören, geistige Entwicklung und Autismus erweitert. Hierfür entstehen derzeit die entsprechenden Konzepte.
Zudem werden die förderpädagogische Diagnostik standardisiert sowie Förder- und Beratungsangebote für Eltern und Schülerinnen und Schüler verbessert.
Noch in diesem Schuljahr werden die Schulberaterinnen und -berater für Inklusion fortgebildet. In den kommenden Jahren werden alle Schulen In-klusions-Fortbildungsangebote erhalten.
Zum Wintersemester 2013/14 werden erstmals inklusionspädagogische Inhalte in die erste und zweite Phase der Lehramtsausbildung integriert.
Zudem werden verbindliche curriculare Grundlagen für den Unterricht in einer inklusiven Schule geschaffen. Rahmenlehrpläne sollen künftig durchgängig das inklusive Bildungssystem abbilden.
Das Thema Inklusion soll noch stärker in die Öffentlichkeit getragen werden. In einem Internet-Forum können Bürgerinnen und Bürger künftig Fragen zum Thema Inklusion stellen und diskutieren.

In den vergangenen Monaten wurde das Thema Inklusion auf breiter Ebene mit vielen an Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten diskutiert, mit Lehre-rinnen und Lehrern, Schulleitern, staatlichen Schulämtern, Erziehern, Schulträgern, Sozial- und Jugendhilfeträgern, Behindertenverbänden, Schüler- und Elternvertretern, Mitarbeitern von Sozial- und Jugendämtern und Vertretern aus Wissen-schaft und Wirtschaft. Diese Diskussion wird am Runden Tisch Inklusive Bildung in den kommenden Monaten fortgesetzt. Das nächste Treffen findet Anfang Dezember 2011 statt. Parallel dazu wird in Kürze auch der wissenschaftliche Beirat Inklusive Bildung zusammenkommen und das Bildungsministerium bei der konkreten Umsetzung des inklusiven Konzepts an Brandenburger Schulen beraten.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.248770.de

 

 

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Aus den Ländern : Ideen gefragt - Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 30.09.2011 18:33:34
Magdeburg, 30.09.2011 Das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport ruft zur Beteiligung am dritten Ideenwettbewerb "Heraus-Forderung! Ganzheitliches Lernen im Projekt" auf. Bis zum 30. November 2011 können Projektvorschläge eingereicht werden, in deren Mittelpunkt das ganzheitliche Lernen "mit Kopf, Herz und Hand" steht.

Ziel der Projekte ist es, bei den Schülern den Erwerb wichtiger Schlüsselkompetenzen zu unterstützen. Durch die aktive Projektarbeit sollen die Jugendlichen ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken besser wahrnehmen. Gleichzeitig haben die Schüler die Möglichkeit, ihre Kreativität zu entfalten und Problemlösekompetenzen zu entwickeln.

Gesucht werden Ideen für schulartübergreifende künstlerische, kulturelle oder handwerkliche Projekte mit einer Dauer von sechs bis 24 Monaten, die gemeinsam mit außerschulischen Partnern, z. B. Kultureinrichtungen, Vereinen, Stiftungen und Unternehmen durchgeführt werden. Eine Teilnehmergruppe soll mindestens 50 Schüler unterschiedlicher Klassen- und Jahrgangsstufen (ab Klassenstufe 7) von mindestens drei Schulen der Schularten Förderschule, Mittelschule, Gymnasium und Berufsbildende Schulen umfassen.

Für Interessierte besteht die Möglichkeit, an einer Informationsveranstaltung zu den Anforderungen des Ideenwettbewerbs am 13. Oktober 2011, 10 Uhr im Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport, Carolaplatz 1, 01097 Dresden teilzunehmen. Eine Anmeldung per E-Mail an esf@smk.sachsen.de ist erforderlich.

Die Umsetzung der Projekte wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Der Ideenwettbewerb ist Teil eines langjährigen Förderprogramms im Bildungsbereich: Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) fördert das Kultusministerium insbesondere Projekte zur Verbesserung des Schulerfolgs sowie zur Berufs- und Studienorientierung. Ziel der ESF-Maßnahmen ist es, Sachsens Schüler durch eine intensive Förderung noch besser als bisher auf ein späteres Berufsleben vorzubereiten und möglichst alle Schüler zu einem ihrer Leistungsfähigkeit entsprechenden Bildungsabschluss zu führen.

Knapp 122 Millionen Euro stehen dem Kultusministerium insgesamt bis 2013 zur Verfügung: 96,2 Millionen Euro kommen von der Europäischen Union und 25,5 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen. Bislang wurden aus diesem Budget 888 Projekte mit 78 Millionen Euro für insgesamt 45.800 Teilnehmer unterstützt.

Nähere Informationen zu dem Ideenwettbewerb sind auf www.sachsen-macht-schule.de/esf zu finden.

Ein Projekt des 2. Ideenwettbewerbs von 2008 kann im Lichthof des Kultusministeriums vom 10. Oktober bis zum 28. Oktober 2011 bestaunt werden. Für die Ausstellung des Projektes "BEDENKEN. Vergangenheit begreifen - Zukunft in die Hände nehmen" kooperierte die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden mit der JugendKunstschule. Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus 13 Dresdner Schulen beschäftigten sich intensiv mit der jüngeren deutschen Vergangenheit und untersuchten die Geschichte der ehemaligen Haftanstalt an der Bautzner Straße. Zu sehen sind im Lichthof grafische Werke der Kunstgruppe. Die Ausstellung ist frei zugänglich und kann von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr besichtigt werden. Zur Eröffnung am 12. Oktober 2011, um 14.30 Uhr, sind Sie herzlich eingeladen.

 

 

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