Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 02.06.2012 21:55:43
Stuttgart, 31.05.2012 Nach Auffassung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg müssen alle Lehrkräfte in Ausbildung, Arbeitszeit und Besoldung gleich behandelt werden - nicht nur wegen der neuen Gemeinschaftsschulen. Die Grundlage dazu muss in einer tiefgreifenden Reform der Lehrerausbildung gelegt werden. Wer aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit für Schüler Bildungsreformen vorantreiben will, darf bei der Lehrerschaft nicht wegsehen. "Alle Lehrer sind Lehrer", gibt der VBE das Ziel vor, denn noch immer sind einige Pädagogen "gleicher" als die anderen.
Dass die Arbeit der Lehrer je nach Schulart verschieden ist, hat nach den jüngsten bildungspolitischen Diskussionen im Land jeder verstanden. Unverständlich bleibt jedoch weiterhin, warum Lehrer nach wie vor unterschiedlich lang ausgebildet und unterschiedlich bezahlt werden und warum sie unterschiedlich hohe Deputate (Wochenstundenverpflichtungen) haben. Obwohl nach dem Schulgesetz alle Schularten gleichwertig sind, werden manche Lehrer noch immer als die "etwas besseren" Lehrer gehandelt. So gibt es nach wie vor die in hierarchische Strukturen eingebetteten Laufbahnen wie höherer Dienst und gehobener Dienst - aus einer Zeit, als sich die Schulen noch unter obrigkeitsstaatlichen Gesichtspunkten definierten. Noch immer wird die Arbeit der unterschiedlichen Lehrergruppen über das Alter der Schüler und deren sozialen Herkunft bewertet. Der Umgang mit jüngeren und bildungsschwächeren Schülern wird geringer geschätzt und weniger hoch besoldet als das Unterrichten älterer Schüler und solcher aus "besseren" Gesellschaftsschichten. Niemand käme auf die Idee, Pädiatern im Vergleich zu Andrologen oder Frauenärzten lediglich den halben Vergütungssatz zuzugestehen, nur weil sie Kinder, also "halbe Portionen", untersuchen.
Galt die Grundschule zu früheren Zeiten als eine disziplinierende Stillsitzschule ("Händchen falten, Mündchen halten, Öhrchen spitzen, stille sitzen…"), in der man Schülern das beigebracht hat, was jeder Erwachsene ohnehin beherrscht, ist man sich in jüngster Zeit der immensen Bedeutung der pädagogischen Basisarbeit in der Grundschule bewusst geworden. Die Grundschule ist für die Bildungsbiografie aller Schüler d a s Fundament. Moderner Unterricht in der Primarstufe bedeute bei einer sehr heterogenen Schülerschaft mit dem Erstellen individueller Lern- und Förderpläne, Portfolios und der ersten Berührung mit einer Fremdsprache alles andere als "so ein bisschen Schule halten", versichert der VBE-Sprecher.
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 26.03.2012 17:10:23
In Berlin und Nordrhein-Westfalen beugt ein Wettbewerb Unfällen auf dem Schulweg vor.
Mit dem Schulwettbewerb „Go Ahead“ sensibilisiert die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung zusammen mit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen unter dem Motto „I like - Sicher zur Schule gefällt mir“ für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg. In Nordrhein-Westfalen und in Berlin sind alle Lehrer dazu aufgerufen, sich gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern unter anderem mit dem Helmtragen beim Radfahren zu beschäftigen. Für die besten Beiträge hat die Unfallkasse NRW Preisgelder im Wert von 4.000,- Euro ausgeschrieben, die Unfallkasse Berlin offeriert allen Berliner Gewinnerschulen Preise im Wert von 1.200,- Euro. Gesucht werden Videoclips, Fotostorys, Songtexte/Songs sowie Kurzgeschichten. Der Wettbewerb richtet sich an Lehrer und ihre Schülergruppen der Sekundarstufen I und II aller Schulformen einschließlich der Förderschulen und der beruflichen Schulen in Berlin und in Nordrhein-Westfalen. Fachspezifische Informationen und Unterrichtshilfen werden kostenfrei auf der Website angeboten. Insbesondere die Fachlehrer der Bereiche Deutsch, Kunst oder Musik, Klassenlehrer, Referendare sowie die Leiter von Foto- und Video-AGs sind zur Teilnahme eingeladen. Die Unterlagen ermöglichen eine lehrplankompatible und einfache Umsetzung der Teilnahme im Schulalltag. Einsendeschluss ist jeweils wenige Tage vor den Sommerferien; in Berlin am 18. Juni und in NRW am 4. Juli 2012.
Weitere Informationen und Material für den Unterricht erhalten Sie unter http://www.go-ahead-wettbewerb.de , per E-Mail info@go-ahead-wettbewerb.de oder telefonisch unter (0221) 258 21 77.
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 11.02.2012 14:34:54
Essen, 09.02.2012 Die von den Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten "Eckpunkte für den Weg zur inklusiven Schule in NRW" werden dem eigenen Anspruch bestmöglicher Qualität der Bildung und Erziehung aller Kinder im gemeinsamen Unterricht nicht gerecht und werden von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zurückgewiesen. Die GEW vermisst vor allem konkrete Aussagen zu den erforderlichen personellen, sächlichen und räumlichen Standards, aber auch Vorgaben, wie die sonderpädagogische Förderung in den allgemeinen Schulen tatsächlich organisiert werden soll.
"Drei Jahre nach der Rechtswirksamkeit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und nach gut einjährigem intensiven Dialog ist das Ergebnis mehr als enttäuschend. Es wird keine Perspektive vermittelt, unter welchen konkreten Bedingungen die Ausweitung der integrativen Beschulung an den Schulen des Landes erfolgen soll", bemängelt Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der GEW, den Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen an den Landtag NRW. Es gäbe weder eine Zielperspektive für die Förderschulen noch eine Steuerung des Prozesses, der allein der demographischen Entwicklung, dem Elternwillen und den Kommunen überlassen werden solle. Schäfer mahnt: "Die Schulen brauchen verlässliche Stellenzuschläge, um der neuen Aufgabe gerecht werden zu können."
Zu viele Fragen seien in dem Eckpunktepapier nicht sachgerecht geklärt. So solle die pädagogisch anspruchsvolle Arbeit an den Schulen aufgenommen werden, ohne die Rahmenbedingungen für die Förderung zu kennen. "Wir halten nichts davon, erst parallel zum Prozess ein Konzept zur Festlegung und Deckung des Ressourcenbedarfs zu entwickeln." Der so gewählte Weg sei um so unverständlicher als die Regierungsfraktionen in den Eckpunkten selber davor warnten, "die Qualitätsanforderungen und Ressourcenfragen außer Acht (zu) lassen." "Auf diese Weise", so Schäfer, "wird das so oft beschworene Vertrauen auf eine gelingende Entwicklung nicht geschaffen."
Die GEW hält den schrittweisen Ausbau integrativer Schulangebote grundsätzlich für den richtigen Weg. Sie fordert, die Klassengröße integrativ arbeitender Klassen auf 20 Kinder zu beschränken bei maximal 5 Schüler/Schülerinnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf. Der Unterricht soll dabei durchgehend im Zweilehrersystem durch eine Regel- und eine Förderschullehrkraft erfolgen. Erforderlich sei zudem eine vorlaufende Qualifizierungsoffensive für die Lehrkräfte unter Anrechnung auf die Unterrichtszeit.
Dorothea Schäfer abschließend: "In vielen Schulen des Landes gibt es integrative Maßnahmen, die personell erheblich unterbesetzt sind, bis hin zu Einzelintegrationen bei denen einmal in der Woche die Förderschullehrerin vorbei kommt. Das vorgelegte Eckpunktepapier wirkt da alles andere als ermutigend. Kolleginnen und Kollegen in den Förderschulen und den allgemeinen Schulen werden mit der Veränderung ihres Arbeitsplatzes allein gelassen."
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 11.02.2012 14:34:04
Hamburg, 09.02.2012 Schulsenator Ties Rabe hat heute die Ergebnisse der vorläufigen Erhebung der Anmeldezahlen für das Schuljahr 2012/13 bekannt gegeben:
"Die Neugründungen von Stadtteilschulen sind schon im ersten Anlauf ordentlich angewählt worden. Das macht uns Mut. Insgesamt bestätigen die Anmeldezahlen den Trend des vergangenen Jahres in allen Bereichen. Die Anmeldungen für die Vorschulklassen bleiben stabil auf hohem Niveau. Gleiches gilt für die staatlichen Grundschulen, die wieder stark angewählt wurden. Die Anteile von Stadtteilschulen und Gymnasien bei den Anmeldungen für die 5. Klassen sind stabil bei 46 und 53 Prozent. Erfahrungsgemäß kehrt sich dieses Verhältnis in Klasse 7 zugunsten der Stadtteilschulen um.
Sorgen bereitet mir der Anstieg der Anzahl von Kindern mit Sprachförderbedarf im Alter von viereinhalb Jahren. Jedes 8. Kind hat mittlerweile erheblichen Sprachförderbedarf und kann ohne zusätzliche verbindliche Förderung den Übergang in die Grundschule nicht schaffen." Anmeldezahlen zum Schuljahr 2012/13 im Detail:
Viereinhalbjährigen-Vorstellungen: 1.794 (= 12,1%) mit erheblichem Sprachförderbedarf (Vorjahr: 1.459 = 10,1%) Anmeldungen für Vorschulklassen: 7.869 (Vorjahr: 7.902) Grundschulen Anmeldungen 1. Klasse: 12.619 (Vorjahr 12.882) Hinweis: Nicht alle zukünftigen Erstklässler wurden bereits angemeldet. Sonderschulen Anmeldungen 1. Klassen: 231 (Vorjahr: 308) Anmeldungen 5. Klassen
Stadtteilschule Meiendorf: 52 Stadtteilschule Slomanstieg: 22 (Hinweis: 31 Schüler/-innen haben sich noch nicht angemeldet; Anmeldungen 7. Klasse = 30) Neue Stadtteilschul-Dependancen:
Standort Rissen (Stadtteilschule Blankenese): 40 Standort Maretstraße (Stadtteilschule Harburg): 52 Standort Humboldtstraße (Heinrich-Hertz-Schule): 40 Im Vorjahr neu gegründete Stadtteilschulen:
Stadtteilschule Bramfelder Dorfplatz/Hegholt: 73 Stadtteilschule Denksteinweg/Holstenhof: 131 Stadtteilschule Querkamp/Steinadlerweg: 94 (Hinweis: Die Vorjahreszahlen nicht nicht vergleichbar, da die Standorte jeweils anders zusammengesetzt waren) Gymnasien mit den höchsten Anmeldezahlen:
Hinweis: Die genannten Zahlen sind Anmeldezahlen nach Erstwunsch. Bei überangewählten Schulen erfolgt in den nächsten Wochen die Umverteilung nach Zweit- und Drittwunschschulen sowie, wenn diese Schulen ebenfalls ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben, die Zuweisung an eine andere Schule.
Datenbasis: Vorläufige Abfrage der Schulbehörde zum Stichtag 6.2.2012, d.h. die Anmeldezeiträume der Schulen waren z.T. noch nicht beendet.
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 11.02.2012 14:32:40
München, 08.02.2012 Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute dem Ministerialbeauftragten für die Realschulen in der Oberpfalz, Ludwig Meier, eine Handreichung für den Tschechisch-Unterricht an bayerischen Schulen übergeben.
Minister Spaenle betonte: "Dass dieser Band gemeinsam mit tschechischen Lehrkräften entstanden ist, hebt besonders hervor, wie eng tschechische und bayerische Schulen miteinander verknüpft sind. Hier geht es nicht nur darum, eine Sprache, sondern auch eine Kultur, die des direkten Nachbars, kennenzulernen." Der Minister weiter: "Tschechien ist ein wichtiger Handelspartner von Bayern. Vor allem grenznahe Unternehmen arbeiten immer häufiger mit Tschechien zusammen und gründen vermehrt Niederlassungen." Mit diesen Worten begründet Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle das Engagement bayerischer Schulen im Fach Tschechisch. "Mittlerweile sind die Bande so eng geknüpft, dass unsere Schülerinnen und Schüler im Nachbarland Praktika absolvieren. Tschechischunterricht eröffne! t unseren jungen Menschen zusätzliche berufliche Perspektiven", ist sich der Minister sicher.
In Ostbayern werden in Zeitungsannoncen bei Stellenangeboten häufig Kenntnisse in Tschechisch gewünscht oder sogar gefordert. Im vergangenen Schuljahr hatten bayerische Realschülerinnen und Realschüler zum ersten Mal die Möglichkeit, eine Zertifizierungsprüfung, die ihnen Kenntnisse im Bereich Tschechisch bescheinigt, abzulegen. Die Prüfung wird in Zusammenarbeit mit der Karls-Universität Prag durchgeführt. Für ein konkretes, international anerkanntes Dokument für das Berufsleben ist ein entsprechendes Zertifikat nach dem Europäischen Referenzrahmen unabdingbar.
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat hierzu im Juli dieses Jahres gemeinsam mit Herrn Minister Mgr. Josef Dobeš, tschechischer Minister für Bildung, Jugend und Sport, einen Kooperationsvertrag und eine gemeinsame Erklärung zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Kultusministerium von Tschechien über eine Sprachzertifikatsprüfung in Tschechisch bei Schülerinnen und Schülern an den Realschulen in Bayern unterzeichnet.
Das Wahlfach Tschechisch wird in der Oberpfalz an über 70 % der Realschulen angeboten.
Jobs für Lehrer. Lehrer/innen können sich unter www.lehrcare.de
direkt bewerben und aktuelle Jobangebote per E-Mail abonnieren.
Profilerstellung, Beratung und Vermittlung sind für Bewerber/innenkostenfrei!