MAINBURG/MÜNCHEN. Als Erfolgsmodell hat heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider in Mainburg das Projekt KESS (Kompetenz Extern für Schule und Schullandheim) gewürdigt.
Das Projekt soll vor allem Eltern befähigen, für die offenen Ganztagsschulen Arbeitskreise anzubieten und durchzuführen. Das Projekt KESS wird vom Kulturfonds Bayern gefördert und soll letztlich Eltern und
Erziehungsberechtigte zu "Eltern-Experten" zu qualifizieren. Dabei sollen Eltern die Schülerinnen und Schüler nachmittags an den Schulen nicht nur
betreuen, sondern ihnen qualifizierte Angebote unterbreiten und sie fördern. Dabei könnten Theaterstücke erarbeitet, archäologische Workshops oder Bastelarbeiten angeboten und gesundes Essen gekocht werden.
Minister Schneider lobte das Engagement der Volkshochschule Mainburg: "Die Volkshochschule Mainburg hat als Projektträger in diesem Zusammenhang
Großes geleistet." Sie habe es geschafft, Schullandheime, den Bayerischen Rundfunk und die Universität Regensburg mit ins Boot zu holen.
Das Angebot soll den Unterricht von Lehrkräften ergänzen. Unter Anleitung von Eltern-Experten" können Schüler Unterrichtsstoff nachbereiten, neue
Themen erkunden und gemeinsame Projekte planen. "Von Kess wird die gesamte Schulfamilie profitieren", so Minister Schneider. Die Eltern-Experten können mit Musikschulen, Büchereinen und Vereinen eng zusammenarbeiten.
Das Projekt fußt auf dem Ansatz, dass Bildung und Erziehung eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft darstellt. Entscheidend sei dabei die Vorbildwirkung. Gemeinsam müssten Eltern und Lehrkräfte sich um die Kinder
und Jugendlichen sorgen, nicht nur um Wissen und Kompetenzen, sondern auch um Wertehaltungen. Dazu gehörten auch Pflichtbewusstsein und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, aber auch soziale Werte wie Toleranz und
Mitmenschlichkeit.
Kess baut eine Brücke zwischen schulischer Arbeit sowie Eltern- und Familienbildung.
KESS wurde in enger Zusammenarbeit von Kultusministerium,
Bildungseinrichtungen und Elternverbänden realisiert.