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Aus den Ländern : Neuer Höchststand bei Abgängern mit Schulabschluss in Baden-Württemberg
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 08.06.2010 17:56:00
Stuttgart, 08.06.2010 "Unseren Schulen im Land gelingt es in vorbildlicher Weise, die Jugendlichen zu einem erfolgreichen Schulabschluss zu führen und fit für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu machen. Dass im Vergleich zum Vorjahr der Anteil der Abgänger ohne Hauptschulabschluss noch einmal gesunken ist und Baden-Württemberg damit den niedrigsten Wert der letzten 25 Jahre erreicht, ist ein eindrucksvoller Beleg für die begabungsgerechte Förderung und Durchlässigkeit unseres differenzierten Schulsystems." Das erklärte Kultusministerin Marion Schick anlässlich der aktuell veröffentlichen Zahlen des Statistischen Landesamtes am Dienstag (8. Juni 2010) in Stuttgart.

Demnach sank der Anteil der Abgänger aus öffentlichen und privaten allgemein bildenden Schulen (ohne 2. Bildungsweg) ohne Hauptschulabschluss 2009 auf 5,47 Prozent (Vorjahr 5,53 Prozent). Rechnet man den Anteil der Sonderschüler heraus, von denen die meisten gar keinen Hauptschulabschluss anstrebten, beträgt die Quote der Abgänger ohne Abschluss gut zwei Prozent.

"Baden-Württemberg hatte bundesweit bereits im Jahr 2008 die geringste Quote an Abgängern ohne Hauptschulabschluss", hob die Ministerin hervor. Vergleichbare Werte der Länder in Deutschland für 2009 liegen noch nicht vor. "Wir werden uns aber auf diesen Erfolgszahlen nicht ausruhen, sondern auch in Zukunft alles dafür tun, damit jede Schülerin und jeder Schüler erfolgreich ins Berufsleben starten kann."

Als nicht zufriedenstellend wertete die Ministerin die Ergebnisse hinsichtlich der Verteilung der Schulabschlüsse zwischen deutschen und ausländischen Schülerinnen und Schülern sowie den hohen Anteil an ausländischen Abgängern ohne Hauptschulabschluss. "Um die Bildungschancen jeder Einzelnen und jedes Einzelnen noch besser gewährleisten zu können, werden wir die besondere individuelle Förderung von Kindern aus bildungsfernen Familien und mit Migrationshintergrund noch stärker in den Blick nehmen." Ziel müsse es sein, den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg stärker zu entkoppeln als dies bisher gelungen sei. Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auf den von ihr initiierten Expertenrat, der sich in den nächsten Wochen konstituiere werde. "Das Gremium wird sich vertieft mit der Problematik auseinandersetzen und Empfehlungen erarbeiten", kündigte Schick an.

 

 

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