Aus den Ländern : Gymnasialeltern Bayern: Freie Wahl für Eltern!
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: RedaktionDatum: 04.05.2010 17:25:03
München, 04.05.2010 "Monitoring" trägt nichts dazu bei, die Grundschule wieder zu einem lern- und lehrfreundlichen Ort werden zu lassen. Lehrkräfte, Eltern und Kinder wissen, dass der Druck in der vierten Klasse Grundschule unerträglich ist und wir finden es unerheblich, ob es ein wenig mehr oder ein wenig weniger unerträglich ist.
Da ohnehin wir Eltern den Unsinn dieses ganzen Aus- und Umsortierungsschulsystem mit Milliarden Euros für Nachhilfe kofinanzieren müssen, muss uns auch – nach intensiver Beratung durch die Grundschullehrkräfte – die letzte Entscheidung zustehen, in welche Schulart wir unser Kind nach der vierten Klasse übertreten lassen.
Dies würde sofort den ungeheuren Notendruck aus der Grundschule nehmen, wo Kinder weinend zusammen brechen, wenn Sie in einer Probearbeit eine Drei haben, und berufstätige Mütter ihre Kinder in der vierten Klasse aus dem Hort nehmen und weniger arbeiten, damit das Kind eine Chance hat, den Übertritt zu schaffen. Und das Ganze nur, damit in der 5. Klasse des Gymnasiums die Kinder sofort wieder in die Notenskala 1 bis 6 einsortiert werden können!
Nur 2/3 der Münchner Gymnasiasten schaffen den Weg von der 5. Klasse bis zum Abitur ohne zu wiederholen. Die Verschwendung von finanziellen Ressourcen, die ungeheure Belastung für die Kinder und ihre Familien ist ein Skandal.
Dies gilt umso mehr, als den Eltern von Staats wegen dieses kinder- und familienfeindliche Schulsystem verordnet wird. Wir fordern die Zulassung von alternativen Schulmodellen als öffentliche Schulen, um den Eltern Wahlfreiheit zu ermöglichen – auch die Wahlfreiheit, ob sie eine Gemeinschaftsschule bevorzugen!
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