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Aus den Ländern : Volksbegehren: Realschulen vom Volk nicht begehrt
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 18.02.2010 19:33:01
Kiel, 18.02.2010 "Das offensichtliche Scheitern des Volksbegehrens zur Wiedereinführung der Realschulen ist gut für die Schulentwicklung in Schleswig-Holstein. Jetzt sollte man den Schulen die Ruhe und die personelle Ausstattung geben, um erfolgreich gemeinsames Lernen aller Kinder umzusetzen", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag, 18.2.10 in Kiel.

Er bezog sich auf einen NDR-Bericht. In dem hieß es, dass die Befürworter der Wiedereinführung der Realschulen in ihrem Volksbegehren nicht die notwendigen fünf Prozent der Stimmen erreicht hätten.

An die Regierungsparteien CDU und FDP appellierte der GEW-Landesvorsitzende, die im Januar durchgepeitschte Änderung des Schulgesetzes schleunigst rückgängig zu machen: "Da das Volk anscheinend keine Realschulen mehr will, brauchen wir diese Schulart nun auch nicht mehr im Schulgesetz."

Eindringlich warnte der GEW-Landesvorsitzende Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug (FDP) bei der geplanten Änderung des Schulgesetzes, die Realschule gleichsam durch die Hintertür wieder einführen zu wollen. "Die vom Bildungsminister angekündigte Einführung schulartbezogener Klassen an Gemeinschaftsschulen wird von der GEW entschieden abgelehnt. Gemeinsames Lernen ist das Markenzeichen der Gemeinschaftsschulen und nicht Aufteilen der Kinder in Klasse 5 auf verschiedene Schularten. Herr Doktor Klug muss endlich begreifen, dass die Zeit des dreigliedrigen Schulsystems vorbei ist.

 

 

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