Wegfall der verbindlichen Empfehlungen für den Schulartwechsel zu begrüßen
Saarbrücken, 07.12.2009 "Der Wegfall der verbindlichen Empfehlungen der Grundschullehrkräfte kann zu einer Entspannung der Unterrichtssituation in der Klassenstufe 4 führen," erklärt der Vorsitzende der LEV Gymnasien Joachim Klesen. "Die Schülerinnen und Schüler waren doch in hohem Maße einem Leistungsdruck gerade in dem ersten Halbjahr der Klasse 4 ausgesetzt, wenn der Übergang auf das Gymnasium beabsichtigt war. Wir erwarten, dass sich diese Situation ein wenig entspannen wird."
Der freie Elternwille bringt aber auch ein großes Maß an Verantwortung für die Eltern bei der Wahl der Schulform für ihr Kind mit sich. "Ein qualifizierter Entwicklungsbericht kann den Eltern sicherlich die Entscheidungsfindung erleichtern, aber nicht abnehmen. Die Eltern werden auch in Zukunft in den meisten Fällen gut beraten sein, die Empfehlung des Grundschulpädagogen bei ihrer Entscheidungsfindung im Interesse ihres Kindes zu berücksichtigen", so Klesen.
Der von Minister Kessler vorgelegte Verordnungsentwurf sieht allerdings keine Regelung vor, die den Kindern mit Empfehlungen der Grundschulpädagogen einen Platz am Gymnasium sichert. Die Verordnung sieht nur ein Losverfahren vor, wenn die Aufnahmekapazität am Gymnasium überschritten wird. "Die LEV Gymnasien fordert daher, dass jedenfalls in diesem Fall durch die Aufnahmeverordnung Kindern mit einer Gymnasialempfehlung ein Platz am Gymnasium gesichert wird."
Landes Eltern Vertretung der Gymnasien im Saarland
Geschäftsstelle der LEV
Hohenzollernstr. 60
66117 Saarbrücken
Tel.: 0681 - 5017241
s.gabrysch@bildung.saarland.de
Vorsitzender Joachim Klesen
j.klesen@gmx.net
www.eltern-saarland.de