Zum zweiten Mal startet Verfahren zur Lehrereinstellung in Baden-Württemberg im November/ gute Erfahrung im letzten Jahr - Kultusminister Helmut Rau: Unser Ziel ist es, eine große Anzahl von Bewerbern frühzeitig zu binden
Stuttgart, 13.11.2009 Zum zweiten Mal wird das Verfahren zur Lehrereinstellung in Baden-Württemberg bereits im November gestartet. Im Internet sind rund 1 200 Lehrerstellen für die allgemein bildenden Gymnasien und rund 500 für die Beruflichen Schulen ausgeschrieben. In beiden Schularten ist der Bedarf besonders hoch. Weitere Etappen der Lehrereinstellung folgen im Februar und im Frühjahr. Ingesamt werden voraussichtlich über 5 000 Lehrkräfte für das Schuljahr 2010/2011 eingestellt.
"Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der frühen Ausschreibung von Lehrerstellen im letzten Jahr gemacht. Das Einstellungsverfahren wurde damit optimiert und an die neuen Anforderungen durch die Qualitätsoffensive Bildung angepasst. Damit verfolgen wir das Ziel, eine große Zahl an Lehramtsbewerbern möglichst frühzeitig zu binden. Einstellungszusagen werden noch in diesem Jahr vergeben", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL. Die Stellen sind im Zeitraum vom 16. bis 24. November 2009 schulbezogen im Lehrereinstellungsportal des Kultusministeriums ausgeschrieben. Damit können Lehrkräfte gezielt für bestimmte Schulprofile, Engpassfächer und für bestimmte Regionen gewonnen werden. Die noch zurückbehaltenen Stellen dienen einer flexiblen Nachsteuerung und dem Ausgleich zwischen Schulen im Frühjahr 2010.
Bewerben können sich Referendare aus den Staatlichen Seminaren, bisher nicht eingestellte Lehrkräfte und geeignete Interessenten aus anderen Bundesländern. An den Beruflichen Schulen bilden allgemein bildende Mangelfächer wie Physik, Mathematik, Englisch sowie Deutsch und gewerblich-technische Mangelfächer den Schwerpunkt der Ausschreibung. Besonders die Bereiche Maschinenbautechnik und Elektro- und Informationstechnik sind gefragt. Außer Lehramtsbewerbern können auch berufserfahrene Ingenieure als Direkteinsteiger eingestellt werden. Im gymnasialen Bereich erstrecken sich die fachspezifischen Engpässe vorwiegend auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer sowie Latein und Spanisch. Für den ländlichen Raum werden jedoch auch in den anderen Fächern Bewerberinnen und Bewerber gesucht. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber erhalten in der Regel vor den Weihnachtsferien 2009 die Zusage, dass sie in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg zum September 2010 übernommen werden. Auch im Realschulbereich werden frühzeitig Lehrkräfte für das Schuljahr 2010/2011 verpflichtet. Noch vor Weihnachten 2009 werden in einem speziellen Listenverfahren Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt. Diese erhalten ebenfalls eine Einstellungszusage für das kommende Schuljahr.
Mit der Novemberausschreibung reagiert Baden-Württemberg nicht nur auf den deutlich gestiegenen Lehrerbedarf durch die Qualitätsoffensive Bildung, sondern auch auf den schärfer gewordenen Wettbewerb zwischen den Ländern um Lehrkräfte. "Mit den frühen Einstellungszusagen erhalten hier sowohl qualifizierte Bewerber als auch Schulen schnell Planungssicherheit", sagte Rau. Durch die stark sinkende Zahl der Schülerinnen und Schüler würden in den nächsten Jahren in erheblichem Umfang Lehrerstellen frei. Diese demografische Rendite fließt nicht in den Landeshaushalt, sondern verbleibt im Bildungssystem. "Wir nutzen die Spielräume, um die Rahmenbedingungen für Schule und Unterricht gezielt und spürbar zu verbessern", betonte der Kultusminister.
Hinweis an die Redaktionen: Die Stellenangebote und Details zum Bewerbungsverfahren finden sich unter:
www.lehrereinstellung-bw.de