Neue Strategien gegen Lehrermangel gefordert
Hannover, 06.08.2009 Die Landtagsgrünen haben "neue Strategien" gefordert, um mehr ausgebildete Lehrkräfte besonders für Mangelfächer zu gewinnen. "Es könnte ein vielversprechendes Mittel sein, für eine Kinderbetreuung an den Schulen zu sorgen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Donnerstag (heute) in Hannover.
Die Grünen-Politikerin verweist auf Erfahrungen der hannoverschen Tellkampfschule. Dort könne man mit Betreuung an der Schule Lehrerinnen und Lehrer mit Kleinkindern dazu bewegen, früher in den Schuldienst zurückzukehren, beziehungsweise Teilzeitstellen aufzustocken. "Für viele junge Kollegen ist dies eine echte Erleichterung", sagte Staudte. Die Grünen-Politikerin appelliert an Schulen in Niedersachsen, die Einrichtung solcher "Betriebskinderkrippen" zu prüfen. Man verschaffe sich somit einen echten Standortvorteil. Das Land solle sich an der Umsetzung beteiligen. "Niedersachsen ist hier doppelt in der Pflicht: Es ist für die Unterrichtsversorgung verantwortlich, wie auch für den Betreuungsausbau".
Bislang ist Niedersachsen auf dem Weg zu einer besseren Kinderbetreuung Schlusslicht unter den Bundesländern: Nur für 9,2 Prozent der Unter-Dreijährigen steht ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Bis 2013 soll dieser Wert nach einer Bund-Länder-Vereinbarung auf 35 Prozent ansteigen.
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