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Aus den Ländern : SH: Trotz harter Konflikte: GEW bedauert unwürdige Entlassung der Bildungsministerin
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 22.07.2009 07:22:50
Kiel, 21.07.2009 " Peinlich und zutiefst unwürdig" nannte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Entlassung von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave durch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.

"Ute Erdsiek-Rave war eine engagierte und streitbare Bildungsministerin, mit der wir uns immer heftige Auseinandersetzungen um bessere Bedingungen für die Bildung geliefert haben. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein hat sie einen bildungspolitischen Meilenstein gesetzt. Anders als andere Bundesländer hat Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren alle Lehrerstellen wiederbesetzt und sogar neue Stellen geschaffen. Auch das ist ihr zuzuschreiben", sagte der GEW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Dienstag, den 21.07.09 in Kiel.

Matthias Heidn verschwieg nicht, dass es zwischen Erdsiek-Rave und der GEW in den vergangenen Jahren heftige Konflikte gegeben habe. "Anspruch und Wirklichkeit klafften in der Bildungspolitik zu oft auseinander. Die Ankündigung von Erdsiek-Rave bei ihrem Amtsantritt, den Lehrkräften keine weiteren Belastungen mehr aufbürden zu wollen, ohne sie an anderer Stelle zu entlasten, blieb leider ein frommer Wunsch." Arbeitszeitverlängerungen und Arbeitsverdichtungen hätten die vergangenen Jahre gekennzeichnet. Immer wieder habe die GEW kritisiert, erforderliche Änderungen in Schulen und Kindertagesstätten, ohne die notwendigen personellen Ausstattungen durchführen zu wollen.

 

 

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