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Sonderthemen : GEW: "Fast 150.000 Beschäftigte an Streikaktivitäten im Sozial- und Erziehungsdienst beteiligt"
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 03.07.2009 14:05:01
Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft
Frankfurt a.M., 03.07.2009 Fast 150.000 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes haben sich in den vergangenen Wochen bundesweit an den Streikaktivitäten beteiligt. Dies ist der größte Streik, den es in Deutschland im Sozial- und Erziehungsdienst je gegeben hat. Heute legten in Bayern noch einmal einige tausend Erzieherinnen, Sozialarbeiter und -pädagogen die Arbeit nieder. Die Beschäftigten streiken dafür, dass eine betriebliche Gesundheitsförderung endlich tariflich vereinbart wird. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen um eine Aufwertung des gesamten Berufsfeldes.

Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wies darauf hin, dass es in dieser Auseinandersetzung auch um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gehe. "Wenn wir familien- und sozialpolitisch vorankommen wollen, muss der Beruf der Erzieherin aufgewertet werden. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine deutlich bessere Bezahlung. Nur wenn der Erzieher-Beruf attraktiver wird, entscheiden sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung in diesem Sektor. Bis 2013 brauchen wir viel mehr qualifizierte Fachkräfte, um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem ersten Lebensjahr eines Kindes einzulösen. Wenn in den nächsten Jahren nicht rund 80.000 zusätzliche Erzieherinnen eingestellt werden, fährt das Krippenprogramm gegen die Wand und die Umsetzung der Bildungspläne steht auf dem Spiel!"

Info: Die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst werden ab Montag vorerst ausgesetzt.

 

 

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