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Aus den Ländern : GEW: "Da geht doch was: über 50.000 Teilnehmer bei zentralen Warnstreik-Kundgebungen!"
Kontakt zu dieser Pressemitteilung: Redaktion Datum: 26.02.2009 17:41:57
Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst/Länder 2009: Arbeitgeber müssen sich bewegen
Frankfurt a. M., 26.02.2009 Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben ihre Warnstreik-Aktivitäten noch einmal kräftig ausgeweitet: Über 50.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder haben am Donnerstag an den zentralen Kundgebungen teilgenommen. Die größte Resonanz gab es in Sachsen-Anhalt: Hier gingen in Magdeburg mehr als 15.000 Beschäftigte auf die Straße. Weitere Aktionsschwerpunkte lagen am zweiten Warnstreiktag in Bayern (Nürnberg, 4.500), Brandenburg (Potsdam, gut 5.000), Hamburg (3.000), Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin, 12.000), Rheinland-Pfalz (Mainz, 3.500), Thüringen (Erfurt, 5000) und Hessen (Frankfurt, Kassel, Gießen, insgesamt 3.000). Hessen ist aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten, führt aber eigene Tarifverhandlungen. Bereits gestern hatten fast 15.000 Menschen auf Kundgebungen in Hannover und Kiel acht Prozent mehr Einkommen verlangt und das Doppel-Null-Angebot der Arbeitgeber strikt zurückgewiesen. Morgen sind in vier weiteren Bundesländern zentrale Warnstreik-Kundgebungen geplant.

"Die großartige Beteiligung an den Warnstreiks beweist: Die Beschäftigten lassen sich von dem Angebot der Arbeitgeber nicht hinters Licht führen", sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), vor 3.500 Demonstranten in Mainz. GEW-Verhandlungsführerein Ilse Schaad betonte in Hamburg vor 3.000 Streikenden: "Die Arbeitgeber sind gut beraten, am Wochenende ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Beschäftigte und Gewerkschaften sind auch für Erzwingungsstreiks gut aufgestellt. Wenn es nötig wird, kommen wir wieder: Da geht noch was!"

Info: Am dritten Warnstreiktag, 27. Februar, finden zentrale Kundgebungen statt in:

Bundesland, Datum, Kundgebungsort, GEW-Redner/in
Baden-Württemberg, 27. Februar, Stuttgart, Doro Moritz, GEW-Vorsitzende, Ba-Wü
Nordrhein-Westfalen, 27. Februar, Düsseldorf, Andreas Meyer-Lauber, GEW-Vorsitzender NRW
Saarland, 27. Februar, Saarbrücken, Ulrich Thöne, GEW-Vorsitzender
Sachsen, 27. Februar, Dresden, Ilse Schaad, GEW-Verhandlungsführerin

Die vierte Verhandlungsrunde zwischen ver.di, Gewerkschaft der Polizei (GdP), GEW sowie der dbb Tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) findet am 28. Februar/1. März in Potsdam statt.

In der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber eine Erhöhung der Gehälter ab dem 1. Juli 2009 um 4,2 Prozent bei einer zweijährigen Laufzeit des Vertrags (1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010) angeboten. 2010 sollte es keine weitere Erhöhung der Einkommen geben. In den ersten beiden Runden hatte die TdL kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften hatten bei einer einjährigen Vertragslaufzeit acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt verlangt.

Über die laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der GEW berichten wir aktuell unter www.gew-tarifrunde.de sowie auf den jeweiligen Internetseiten der GEW-Landesverbände (schnell zu erreichen über die interaktive Landkarte auf www.gew.de). In unserem Tarif-Portal finden Sie auch alle weiteren (Hintergrund-)Infos.

Für aktuelle und Hintergrundinformationen - auch während der vierten Verhandlungsrunde - erreichen Sie den GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne unter 0151/15134650, GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad unter 0151/15134646 und Pressesprecher Ulf Rödde unter 069/78973-114 oder 0160/90557232.

Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressestelle
Pressesprecher/ verantw. Redakteur "E & W"
Ulf Rödde
Tel.: 069/78973-114
Fax: 069/78973-202
E-Mail:ulf.roedde@gew.de

 

 

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