Frankenthal, 17.02.2009 Nach Ansicht des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) hat das Land einen erheblichen Nachholbedarf bei Bildungsinvestitionen. Nach jüngsten Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes betragen die Ausgaben je Schüler und Jahr an den rheinland-pfälzischen allgemeinbildenden Schulen 5000 €. Um das Niveau von Thüringen, nämlich 6600 €, zu erreichen, wäre eine Steigerung um 32 % erforderlich. Die Realschüler unseres Landes sind mit 4200 € /Jahr besonders "kostengünstig".
Bei der Schüler-Lehrer-Relation steht Rheinland-Pfalz mit 17 auf dem letzten Platz in der Bundesrepublik. Im Vergleich dazu kommen in Thüringen nur 11 Schüler auf eine Lehrkraft.
Die gegenwärtig angekündigten Sanierungsmaßnahmen an Schulen aus dem Konjunkturprogramm sind sicher wichtig und richtig. "Nicht weniger wichtig ist aber die Verbesserung der pädagogischen Rahmenbedingungen", betonte der VDR-Landesvorsitzende Bernd Karst. "Um dem hohen Ziel der individuellen Förderung näher zu kommen, sind vorrangig kleinere Klassen nötig und zwar nicht nur in der Orientierungsstufe." Kleinere Klassen aber erfordern mehr Lehrkräfte. Gerade in einer Phase der Umstrukturierung des Schulsystems dürfe es sich das Land bezüglich seiner Bildungsausgaben nicht länger auf den hinteren Rängen der Bundesländer bequem machen.
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