
Lesen ist von herausragender Bedeutung für jede Bildungskarriere
Kiel, 21.11.2008 Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hob heute (20. November) die Bedeutung des Vorlesens für die Sprachbildung von Kindern hervor. "Nichts bringt Kindern die Welt der Bücher und die Faszination des Lesens so nahe wie das Vorlesen. Es weckt die Neugier und animiert zum Nachmachen." Die jüngsten PISA-Ergebnisse bestätigten einmal mehr die herausragende Bedeutung des Lesens für die gesamte Bildungskarriere. Umso wichtiger sei es, jede Möglichkeit zu nutzen, Kinder und Jugendliche an das Lesen heranzuführen, meinte die Ministerin und lobte die Initiative von ZEIT und Stiftung Lesen, die bereits zum fünften Mal zum bundesweiten Vorlesetag aufgerufen hatten.
Erdsiek-Rave bedauerte, dass mittlerweile kaum noch 40 Prozent der Eltern ihren Kinder vorläsen. "Die elektronischen Medien können die Kultur des Vorlesens nicht ersetzen", sagte sie und appellierte an alle Erwachsenen, sich auch weiterhin die Zeit zu nehmen, gemeinsam mit Kindern die Welt der Literatur zu entdecken.
Die Ministerin hob hervor, dass die Stiftung Lesen auch auf vielfältige Weise die Schulen bei der Leseförderung unterstütze. Als Beispiele nannte sie die Aktion "Leserucksack" zur Leseförderung in Migrationsfamilien. "Leseförderung ist ein wesentlicher Bestandteil des umfassenden Sprachförderprogramms, das die Landesregierung seit Jahren gezielt verfolgt", führte die Ministerin aus. Zu diesem Programm gehören unter anderem Lesetagebücher, vorschulische Sprachförderung, spezielle Programme für Hauptschulen, Lesewettbewerbe aber auch die Kooperation mit Bibliotheken und Büchereien bis hin zum Aufbau weiterer Schulbüchereien und die Zusammenarbeit mit Zeitungsverlagen.