
Auftakt im Museum für Musikinstrumente und im Museum für Völkerkunde
Dresden, 21.11.2008 "Kompetenz im Umgang mit anderen Kulturen gehört in einer globalisierten Welt zum notwendigen Rüstzeug für junge Menschen. Die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen (SES) mit ihren drei Völkerkundemuseen leisten dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Sie sind ein herausragender außerschulischer Lernort. Nirgendwo sonst können Schülerinnen und Schüler in kurzer Zeit soviel über das Leben auf anderen Kontinenten erfahren", sagte Kunstministerin Dr. Stange heute im Vorfeld ihres Besuches in den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen in Leipzig. Wesentliche Bestandteile der Arbeit des Museums für Völkerkunde seien daher die Museumspädagogik und die wissenschaftliche Forschung.
Der Besuch im Museum für Völkerkunde im Grassi am kommenden Dienstag, dem 25. November bildet den Auftakt der Informationsreise der Kunstministerin durch Sachsens Museumslandschaft. Im Mittelpunkt des Gespräches stehen neben dem Austausch zur aktuellen Arbeit und zu bestehenden Problemen auch die Perspektiven des Museums für Völkerkunde vor dem Hintergrund der derzeit fertigzustellenden sächsischen Museumskonzeption. Angesichts enger Personalvorgaben werde auch die künftige Ausrichtung der Museumspädagogik im Völkerkundemuseum zur Sprache kommen.
Im Vorfeld des Besuches im Völkerkundemuseum wird die Ministerin bereits zu Gesprächen im Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig erwartet. "Dabei wird es unter anderem um die Entwicklung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Museum und Universität und um gemeinsame Ausstellungs- und Forschungsprojekte gehen", so Ministerin Dr. Stange.
Hintergrund:
Das Museum für Musikinstrumente verfügt über die größte Instrumentensammlung Deutschlands und eine der wertvollsten Europas und der Welt. Unter den mehr als 5000 Instrumenten finden sich Kostbarkeiten wie der älteste original erhaltene Hammerflügel der Welt (1726) oder Zeugnisse des frühen Leipziger Klavierbaus.
Das Museum für Völkerkunde zu Leipzig ist Teil der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen. Mit den Ausstellungstandorten in Leipzig, Dresden und Herrnhut sind die SES das zweitgrößte ethnographische Museum Deutschlands. In Leipzig liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung von Lebenswelten großer Kulturen und indigener Völker. Der Standort verfügt über 100.000 Dokumente und 220.000 Objekte, 7 Prozent der Objekte sind in Ausstellungen zu sehen. Die Sammlung des Museums für Völkerkunde ist konzipiert als Reise durch die Welt und umfasst inzwischen Abschnitte über verschiedene asiatische Völker, Kulturen und Länder, den Orient, Ost- und Südostafrika. Der Freistaat fördert die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen mit rund 3,5 Mio. Euro (2008).
Ablaufplan:
15.00 Uhr: Arbeitsgespräch im Musikinstrumentenmuseum (nicht öffentlich)
15.30 Uhr: Rundgang Musikinstrumentenmuseum Treffpunkt Kuppelhalle ( Arbeitsraum: Besichtigung eines speziell für die Vermessung von Musikinstrumenten entwickelten 3D-Scanners; Ausstellung: Hologramme der berühmten Freiberger Musikinstrumente, Nürnberger Orgel aus dem Jahr 1710 mit Hörbeispiel, das älteste komplett erhaltene Klavier der Welt (1726) Bachsaal: 18. Jhd. Brandenburgisches Konzert Nr. 1 gespielt auf Instrumenten des Museums, mit einem vom Museum entwickelten 3D- Beschallungsgerät, 19. Jhd. – Musikautomaten)
Der Rundgang ist presseoffen und für die Bildberichterstattung besonders geeignet.
16.15 Uhr: Eingangshalle - Eintrag in die Gästebücher
Der Termin ist presseoffen. Es besteht Gelegenheit zu Nachfragen.
16.30 Uhr: Rundgang Museum für Völkerkunde, ( Ausstellung II. Etage: "Afrika" und "Die Amerikas", Vorstellung der wissenschaftlichen Volontäre; Dokumentenarchiv – mit Buchauslage (Struck- Nachlass; Mexikobuch von Dohrnberg); Bibliothek: mit 20 wiss. Arbeitsplätzen)
Der Rundgang ist presseoffen und für die Bildberichterstattung besonders geeignet.
17.15 Uhr: Arbeitsgespräch im Völkerkundemuseum (nicht öffentlich)
Kontakt: christina.flume@smwk.sachsen.de . Tel: 0351-564-6024, mobil: 0172 - 7917904