Mehr als 3.000 Schüler an berufsbildenden Schulen haben im vergangenen Schuljahr freiwillig an den Prüfungen für das Fremdsprachenzertifikat der Kultusministerkonferenz teilgenommen. Damit hat die Teilnehmerzahl eine neue Rekordhöhe erreicht und bundesweit belegt Sachsen nach Bayern und Baden-Württemberg einen Spitzenplatz. Über 80% der Schüler haben zudem die Prüfung bestanden.
Laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Infratest kritisiert die sächsische Wirtschaft mangelnde Fremdsprachenkenntnisse von Auszubildenden. Um diese zu verbessern, bietet das sächsische Kultusministerium bereits seit dem Schuljahr 1999/2000 die Prüfungen an.
Derzeit sind an 69 der 89 Beruflichen Schulzentren die Zertifikatsprüfungen für kaufmännische Berufe, Berufe im Gastgewerbe, im Tourismus, im Gesundheits- und Pflegebereich sowie in verschiedenen gewerblich-technischen Berufen möglich. Vorrangige Prüfungssprache ist Englisch, es werden aber auch Prüfungen in Französisch, Russisch und Spanisch angeboten.
Das Fremdsprachenzertifikat ist bundesweit anerkannt und europaweit einsetzbar. In einer schriftlichen und mündlichen Prüfung müssen berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse unter Beweis gestellt werden. Die Inhalte und die Bewertung orientieren sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen des Europarates. Sachsen führt als einziges Bundesland nur Prüfungen auf den anspruchsvollen Niveaustufen II und III durch.
Quelle: Pressedienst des Saechsischen Staatsministeriums für Kultus
Internet: http://www.sachsen-macht-schule.de