
Für alle anderen Unternehmen und für die Volkswirtschaft insgesamt müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Dazu bedient man sich der Unternehmensanalyse. Deren Arbeitsschritte laufen wie folgt ab:
Ermittlung der Produktionsfunktion (Zusammenhang zwischen dem Output O, z.B. der Stückzahl, und dem Input I, dem Faktoreinsatz, z.B. dem Arbeitskräfteeinsatz), wobei O = f (I)
Bedeutsamer als die Aussage der Produktionsfunktion, welcher Output bei einem bestimmten Input erbracht wird, ist deren Umkehrung (Invertierung): Welcher Input ist erforderlich, um einen bestimmten Output herzustellen, z.B. als zusätzliche Leistung nach einem bestimmten Vertragsabschluß. Die Umkehrung der Produktionsfunktion nennt man Faktorverbrauchsfunktion, wobei gilt I = f (O).
Bewertet man nun die ermittelten notwendigen Faktoreinsätze mit ihren jeweiligen Faktorkosten, z.B. Anzahl der Arbeitnehmer x durchschnittliche Lohnkosten, gelangt man zu Kostenfunktion. Unterstellt man, daß die Faktorkosten extern beeinflußt werden, gilt: K = f (O) bzw. wenn man für Output die Produktionsmenge verwendet K = f (M).
Vergleicht man diese Kosten wiederum mit den Erlösen (E = M x p), welche die Güter auf dem Markt erbracht haben, so ergibt sich aus der Differenz der Gewinn G = f (M). ...