Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der
ehemaligen DDR (BstU), Marianne Birthler und Kultusminister Steffen Flath haben heute eine gemeinsame Erklärung zur engeren Zusammenarbeit unterzeichnet. "Schüler müssen sich mit der Diktatur der DDR beschäftigen. Nur so lernen sie die Demokratie wertzuschätzen", sagte Kultusminister Steffen Flath. Dabei sei auch die Zusammenarbeit mit den Opferverbänden außerordentlich wichtig, so der Minister weiter.
Im Rahmen der Kooperation halten die Außenstellen der BstU in Sachsen für den Unterricht Materialien und Ergänzungsangebote bereit. Auf Nachfrage gibt es auch Hilfe bei der Unterrichtsgestaltung. Geeignet sind besonders Fächer wie Ethik, Geschichte, Evangelische und Katholische Religion, Gemeinschaftskunde und Deutsch. Die Behörde bietet Ausstellungen und Vorträge an. Für die Auseinandersetzung mit der Tätigkeit des MfS eignet sich besonders die museums-, archiv- und gedenkstättenpädagogische Arbeit. Das Kultusministerium erarbeitet dazu gemeinsam mit den BstU - Außenstellen ein Konzept für Projekttage. Auch auf dem Gebiet der Lehrerausbildung, Lehrerfortbildung und Fortbildung von Elternvertretern entwickeln beide Institutionen Materialien und Konzepte.