
Begabung gibt es in verschiedenen Erscheinungsformen; die musische, sportliche, künstlerische u.a. sind nicht Gegenstand unserer Betrachtung.
Wir konzentrieren uns auf die intellektuelle Hochbegabung. Sie zeichnet sich durch einen hohen Quotienten an Intelligenz aus und beinhaltet folgende
1. Hohe Denkleistung
2. Sehr gute Analysefähigkeit
3. Schnelles Schlussfolgern
4. Ausgeprägte Problemsicht
5. Hohes Abstraktionsvermögen
6. Komplexe sprachliche Fähigkeiten
7. Aussergewöhnliche Fantasie und Kreativität
8. Grosse Sensibilität im sozialen und emotionalen Bereich
Nun werden Sie fragen : Und das alles schon im Kindesalter ?- Ja, das alles schon im Kindesalter, aber differenziert von Persönlichkeit zu Persönlichkeit,selbstverständlich je nach Lebensalter und zudem mit entsprechenden Unterschieden im Grad der Ausprägung. Wie bei Parametern im pädagogisch-psychologischen Bereich gibt es auch hier keinen Stereotyp. (Wir bieten Ihnen dazu Anschauliches und Vertiefendes unter Merkmale, Probleme,Pädagogik.)
Es ist logisch, dass der Umgang mit so strukturierten kindlichen Persönlichkeiten hohe Forderungen an pädagogisch richtiges, psychologisch angemessenes und sozial kompetentes Reagieren aller Bildungs- und Erziehungsträger stellt.
Gelegentlich wird man zu diesem Thema mit folgendem Slogan konfrontiert : Hochbegabung - die schönste Form von Behinderung! Bitte lassen Sie als betroffene Eltern hierbei keine Ängste aufkommen. Bei aller Streitbarkeit dieser Aussage kommt es darauf an, wie man sie interpretiert. Unsere Sicht dazu ist folgende:
Schön an Hochbegabung ist der Reichtum des Gedankengutes Ihres Kindes, seine besonderen Fähigkeiten die es hat, seine zielgerichtete Interessenlage, seine Freude am Denken.
Das Problem bei Hochbegabten ist, dass sie sich völlig verschliessen können, wenn sie nicht gefördert werden, keine geistige Nahrung erhalten. Dann wird unter Umständen aus dem brillanten Schüler ein Versager, aus der Begabung eine "Behinderung".
Bitte praktizieren Sie Fördern durch Fordern, damit das Potential des Kindes nicht schlummert, sondern geweckt wird. Bedenken Sie : Die Veranlagung ist da, es gilt, sie zu erkennen und progressiv zu nutzen.
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