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Redaktion 17.08.2010
Schwerin, 17.08.2010 "Das neue Schuljahr ist gut vorbereitet, die Unterrichtsversorgung steht." Dieses Fazit zog Bildungsminister Henry Tesch heute im Rahmen der Landespressekonferenz. Und auch sonst äußerte er sich optimistisch, beispielsweise, was die Umsetzung der neuen Strukturen zur Selbständigen Schule angeht, um im gleichen Atemzug darauf hinzuweisen, dass im Schulsystem strukturell nichts verändert wurde. "Wie denn nun? Will man da eigentlich fragen.", sagt Annett Lindner Landesvorsitzende der GEW M-V erstaunt.

"Natürlich wurden mit Einführung der Selbständigen Schule auch Strukturen innerhalb der Schule verändert. Und eine Veränderung des Systems, womöglich zurück in die strenge Dreigliedrigkeit stand gar nicht zur Debatte." Insofern sei ein Hinweis darauf mehr als überflüssig, ergänzt Annett Lindner. Doch dies ist längst nicht alles, was verwunderlich an der Meldung aus dem Bildungsministerium ist, betont die Landeschefin der Bildungsgewerkschaft.

So rief u.a. die Umstellung auf die schülerbezogene Mittelzuweisung eine starke Kritik an den betroffenen Schulen hervor, gleiches gilt für die Honorierung besonderer Lehrerleistungen. Außerdem klinge es fast wie Hohn, wenn das Erreichen eines Schulabschlusses für alle Schülerinnen und Schüler als besonderes Ziel in der Schule definiert sei. Darüber hinaus betont Bildungsminister Henry Tesch, dass ihm an einer nachhaltigen und besonnenen Arbeit in den Schulen gelegen sei: "Das war in der bisherigen Legislaturperiode leider wenig spürbar. Ständig gab es Neuerungen, deren Umsetzung im Vorfeld nur selten auch zu Ende gedacht wurde.", sagt Annett Lindner und verweist in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Umstellungen in der Ausbildung der Referendare und im Förderschulsystem, die durch die GEW M-V deshalb kritisiert wurden.
Redaktion 14.07.2010
Schwerin, 14.07.2010 63 Prozent aller Ausfallstunden an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gehen auf Erkrankung des Lehrpersonals zurück, dies vermeldet heute das Bildungsministerium. Bildungsminister Henry Tesch schlägt deshalb den Einsatz von "Schulberatern für Lehrergesundheit" sowie die Verlagerung von Fortbildungen in "zumutbarem Umfang" in die unterrichtsfreie Zeit vor. "Das ist der blanke Hohn!", empört sich Annett Lindner, Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW im Land.

Seit Jahren steige die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer. So wurde u.a. die Pflichtstundenzahl erhöht, und die außerunterrichtlichen Verpflichtungen nahmen stetig ohne entsprechenden Ausgleich zu. Da sei es nicht verwunderlich und auch nicht neu, dass die Anzahl der Erkrankungen und mit ihnen der Unterrichtsausfall steige, so die Vorsitzende. Der Plan des Ministers nun auch noch verstärkt Fortbildungen in die unterrichtsfreie Zeit zu verlegen gehe deutlich am Ziel, der Bekämpfung der eigentlichen Ursache, vorbei. Dazu Annett Lindner: "Hier wird eine richtige Diagnose, die deutlich zu hohen Krankheitszahlen der Lehrerinnen und Lehrer, mit der falschen Therapie bekämpft.". Das gehe am Thema vorbei und schaffe keine attraktiven Arbeitsbedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer im Land.
Redaktion 05.07.2010
Schwerin, 05.07.2010 "Veränderungen an Schulstrukturen und Schularten gab es in Mecklenburg-Vorpommern in der Vergangenheit reichlich. Da ist jetzt Stabilität eingekehrt - das war unser Anspruch, das haben wir erreicht. Diese stabilen Schulstrukturen gilt es zu erhalten und sich jetzt den inhaltlichen Herausforderungen zu stellen, die mit der Selbstständigen Schule verbunden sind. Die Selbstständige Schule wurde seit 2007 gründlich vorbereitet, 2009 im Schulgesetz verankert und seit dem vergangenen Schuljahr 2009/10 landesweit in den 514 allgemein bildenden Schulen eingeführt. Die erste Schuljahresbilanz zeigt: die Selbstständige Schule ist der Schlüssel für eine bessere individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler, für mehr Bildungsgerechtigkeit, für mehr Freiraum für die Schulleiter und Lehrkräfte, für eine bessere Einbindung von Eltern und Schulpartner. Ich bin beeindruckt davon, wie verantwortungsvoll alle mit den neuen Möglichkeiten der Selbstständigen Schule umgehen. Meine Erwartungen wurden übertroffen", so bilanziert Bildungsminister Henry Tesch das erste Schuljahr, in dem nach dem neuen Schulgesetz gearbeitet wird.

Dabei geht es besonders um:

-die Erhöhung der Qualität des Unterrichts durch individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler

-die Umstellung auf die schülerbezogene Mittelzuweisung, um Klassen und Lerngruppen individueller zusammensetzen zu können und eine bessere Vergleichbarkeit und Gerechtigkeit herzustellen

-verpflichtende Schulprogramme, die auch Eltern und Schulpartner mit einbinden

■größere Möglichkeiten bei der Gestaltung des Unterrichtsablaufs an den Schulen durch flexible Stundentafeln

-die Erarbeitung schulinterner Lehrpläne, um gezielt die besonderen Bedingungen vor Ort zu berücksichtigen.

Minister Tesch bezieht sich bei seiner ersten Bilanz zur Selbstständigen Schule auf die Ergebnisse einer Befragung aller Schulleiter, in der sie u. a. feststellen, dass

-die Änderungen im Schulgesetz zur Selbstständigen Schule das schulische Qualitätsmanagement fördern,

-die Schulleiterrolle gestärkt wird,

-das selbstständige Lernen an der Schule gefördert wird,

-mehr Freiräume in der Unterrichtsgestaltung spürbar sind,

-Lehrkräfte, Schüler und Eltern sowie außerschulische Partner mehr an der Schulentwicklung beteiligt sind als bisher

-die Fortbildungsangebote wichtig für die Qualitätsverbesserung waren.

Die Schulleiter sehen noch Reserven z. B.

-beim Personalmanagement vor Ort, (Hier wird künftig zunehmend vom schrittweisen Ausstieg aus dem Lehrerpersonalkonzept profitiert werden können.) und

-bei der Reduzierung des Unterrichtsausfalls. (Auch hier wird langfristig der Ausstieg aus dem Lehrerpersonalkonzept greifen ebenso wie das Junglehrerprogramm. Außerdem stehen ab dem Schuljahr 2010/2011 den Schulen 75 Prozent der Mittel für Vertragsabschlüsse erstmalig in eigener Verantwortung zur Verfügung.)

Minister Tesch: "Selbstständige Schule – das ist ein Prozess, der Stabilität in den Schulstrukturen, Kontinuität und Sensibilität, aber auch Zeit braucht."

Weitere Ergebnisse im Bildungsbereich aus dem Schuljahr 2009/2010
August 2009
Flächendeckende Einführung der Selbstständigen Schule an allen 514 allgemein bildenden Schulen

Die wichtigsten Änderungen betreffen die Einführung der Selbstständigen Schule, die schülerbezogene Mittelzuweisung, die Stärkung der Erziehungsfunktion von Schule, die Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten sowie die Verbesserung der Berufswahlvorbereitung. Die Schulwahlfreiheit, die ab der 5. Jahrgangsstufe möglich ist, wird im Schuljahr 2010/11 eingeführt.

November 2009:
Gewerkschaften und Landesregierung vereinbaren Solidarpakt für Lehrkräfte an beruflichen Schulen

Danach erhalten die Lehrkräfte an den beruflichen Schulen, wie schon zuvor die Lehrkräfte an den allgemein bildenden Schulen, eine Arbeitsplatzgarantie im Umfang von zwei Dritteln einer Vollzeitstelle.

Außerdem werden in einem festgelegten Umfang Maßnahmen zum sozialverträglichen Stellenabbau wie Vorruhestand und Abfindung angeboten.

Darüber hinaus wird erstmalig ein Termin für die Rückkehr in die Vollzeitbeschäftigung vertraglich vereinbart. Für die Lehrkräfte an den beruflichen Schulen wird dies der 1. Januar 2017 sein. Bereits zum 1. Januar 2016 wird eine Beschäftigungsquote in Höhe von 95 % einer Vollzeitstelle garantiert. Damit wird ein überschaubarer Zeitraum gestaltet.

Dezember 2009
Landesprogramm zur Zukunft des Lehrerberufs in Mecklenburg-Vorpommern startet mit

Maßnahmepaket für Lehrerinnen und Lehrer
-Anerkennung und Honorierung besonderer Lehrerleistungen
-Einsatz von Unterrichtsberatern
-Stärkung der Fort- und Weiterbildung bei entsprechender Budgetausstattung
Maßnahmepaket für Lehrernachwuchs
-Langfristige Gewinnung von Junglehrerinnen und Junglehrern
-Erhöhung des Einstellungskontingents
-Bereitstellung eines Starterpakets von 2.500 Euro
-Schaffung von zwei Einstellungsterminen
-Schaffung eines landesweiten Netzes von Ausbildungsschulen
-Stärkung der berufspraktischen Ausbildung
Februar 2010
Landesweite Fortbildung von Schüler- und Elternvertretern an Selbstständiger Schule startet

Das neue Schulgesetz räumt Schüler- und Elternvertretern mehr Mitwirkungs- und Gestaltungsrechte an der Selbstständigen Schule ein. Dafür werden sie in einem bislang einmaligen landesweiten Qualifizierungsprogramm, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 400.000 Euro gefördert wird, weitergebildet.

Etwa 2.500 Schüler- und Elternvertreter werden in den kommenden zwei Jahren von den Fortbildungsangeboten Gebrauch machen. Als freier Träger für die Umsetzung dieses Programms konnte das Edith-Stein-Haus in Parchim gewonnen werden, das über langjährige Erfahrungen in der Fortbildung von Schüler- und Elternvertretern verfügt.

Vorgesehen sind regionale und überregionale Fortbildungen in Form von Seminaren und Konferenzen.

Frühjahr 2010:
Landkreise beginnen mit der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen


zur Schulwahlfreiheit


Ab dem Schuljahr 2010/2011 können Eltern ihre Kinder ab der Jahrgangsstufe 5 auch an einer anderen öffentlichen Schule als der örtlich zuständigen anmelden.

zur Schülerbeförderung


-erstmalige Beförderungspflicht zur örtlich zuständigen Schule auch für Schülerinnen und Schüler der Abiturjahrgänge.
-Beförderungsanspruch besteht auch für den Besuch der gymnasialen Spezialangebote für Hochbegabte, Sport und Musik und für das Produktive Lernen
-Der Anspruch auf Schülerbeförderung gilt für den Weg zur örtlich zuständigen Schule. Wird eine örtlich nicht zuständige öffentliche Schule oder eine private Schule gewählt, so kann kostenlos an einer eingerichteten Schülerbeförderung zur örtlich zuständigen Schule teilgenommen werden. Weitere Aufwendungen werden nicht erstattet.
März 2010
Einigung mit Gewerkschaften und Verbänden über Weg zum Ausstieg aus dem Lehrerpersonalkonzept – klare Regeln über Rückkehr zur Vollzeit festgelegt

Für die Lehrkräfte an den einzelnen Schularten bedeutet das:

Grundschulen (SAG 1):
-Ausstieg aus dem LPK zum 01.08.2010
-Angebot eines unbefristeten Vollzeitarbeitsvertrages
Förderschulen (SAG 3):
-Ausstieg aus dem LPK zum 01.08.2010
Regionale Schulen, Gesamtschulen und Gymnasien (SAG 2):
-ab 01.08.2013 ein garantierter Mindestbeschäftigungsumfang von 92,5 %
-ab 01.08.2014 Vollbeschäftigungsgarantie
Berufliche Schulen (SAG 4):
-ab 01.01.2016 ein garantierter Mindestbeschäftigungsumfang von 95 %
-ab 01.01.2017 Vollbeschäftigungsgarantie
Anzahl der Referendare wird bereits ab dem Jahr 2010 erhöht
Zur Vermeidung von Wartezeiten wurden erstmals zwei Termine für die Einstellung von Referendaren angeboten - der 1. April und der 1. Juli.

Außerdem konnten entgegen der ursprünglichen Planung die Zahl der Referendarstellen von 340 auf 394 aufgestockt werden. In den kommenden Jahren wird diese Zahl im Rahmen des Programms "Zukunft des Lehrerberufs in Mecklenburg-Vorpommern" weiter erhöht, um den zunehmenden Bedarf an Lehrernachwuchs - derzeit insbesondere für die Grund-, Regional- und Gesamtschulen – auch künftig decken zu können.

So wird das Einstellungskontingent ab dem Schuljahr 2011/12 auf 493 Stellen erhöht.

Zusätzliches Angebot an Referendariatsbewerber
Bewerber aus dem gymnasialen Bereich können im Referendariat zusätzlich die Unterrichtserlaubnis für das Lehramt an Grund- und Haupt- bzw. an Haupt- und Realschulen erwerben. Das bedeutet, dass sie zusätzlich zur bundesweit gültigen Lehrbefähigung an Gymnasien die Unterrichtserlaubnis für die Schulart in Mecklenburg-Vorpommern erhalten, an der sie einen Teil ihres Referendariats absolvieren.

Juni 2010
Bildung für alle von Anfang an! – Bildungskonzeption für 0- bis 10-Jährige startetbereits zum 1. September 2010

Dabei geht es um folgende Bereiche:

-Verständnis von Bildung und zur Erziehung und zum Lernen im Kindesalter
-die Darstellung der Bildungs- und Erziehungsbereiche
-die Gestaltung des Übergangs Kindergarten - Schule
-die Konzeption zur Arbeit im Hort sowie
-die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
Die Konzeption wird im Jahre 2011 durch die Kapitel

-Wertorientiert handelnde Kinder,
-Gestaltung des Übergangs von der Familie in die Kindertageseinrichtung,
-Konzeption für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Fachkräfte erweitert.
Die Bildungskonzeption wird in den nächsten Jahren kontinuierlich fortgeschrieben.

Bereits 2011 wird eine Landesfachtagung zur Fortschreibung stattfinden.

Für die Bildungskonzeption stehen jährlich 5 Millionen Euro zur Verfügung.

Ab August 2010:
Finanzhilfen für Privatschulen einfacher und gerechter neu geregelt

Am 1. August treten die neuen Regeln des Schulgesetzes zu den Finanzhilfen für Schulen in freier Trägerschaft in Kraft. Diese ersetzen die seit 1996 geltenden bisherigen Bestimmungen.

Danach gilt für alle Schulen in freier Trägerschaft jeweils ein einheitlicher Personalkostenzuschuss des Landes. Bei den beruflichen Schulen beläuft sich dieser Betrag auf eine Höhe von 50 bis 80 Prozent in Abhängigkeit des Bildungsgangs und bei den allgemein bildenden Schulen auf eine Höhe von 85 Prozent. In der Vergangenheit lag der Regelfördersatz hier zwischen 60 bis 85 Prozent. Die privaten Förderschulen erhalten weiterhin eine 100prozentige Kostenerstattung.

Als Berechnungsgrundlage für die Zuweisung gelten künftig allein die Schülerzahlen statt wie bisher die Daten einer fiktiven Vergleichsschule und das pädagogische Konzept der jeweiligen Schule.

Das alte Berechnungsverfahren führte dazu, dass beispielsweise die Finanzhilfe für eine Grundschule in freier Trägerschaft zwischen 2640 € und 4374 € pro Schüler schwankte. Ab dem 1. August 2010 wird für die Grundschulen in freier Trägerschaft der gleiche Schülerkostensatz wie für öffentliche Grundschulen als Bemessungsgrundlage verwendet. Dieser beläuft sich auf eine Höhe von 3030,88 €.

Mit der langfristigen Neuausrichtung der Förderung von Kinder mit Lernbeeinträchtigungen

wird zum 1. August 2010 ein Diagnostischer Dienst in den Staatlichen Schulämtern aufgebaut, der ab dem kommenden Schuljahr den sonderpädagogischen Förderbedarf von Kindern feststellt. Dem Diagnostischen Dienst gehören 6 bis 8 Spezialisten wie Sonderpädagogen und Psychologen pro Staatlichem Schulamt an.

Die neue Förderstrategie sieht vor, Kinder mit Beeinträchtigungen im Lernen soweit wie möglich in das Regelschulsystem zu integrieren und ihnen so für mehr Chancengleichheit zu ermöglichen.

Folgende Maßnahmen sind u. a. vorgesehen:

-Kinder mit Beeinträchtigungen im Lernen werden ab dem Schuljahr 2010/11 in Grundschulen am gemeinsamen Unterricht der Regelklasse bzw. in Diagnoseförderklassen teilnehmen und nicht mehr in separaten Klassen an Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet.

-Ein weiterer Baustein dieser langfristigen Strategie zur Integration durch Kooperation ist die Initiierung der "Integrativen Grundschule auf Rügen", die eine vollständige Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen im Lernen, der Sprache sowie der emotionalen und sozialen Entwicklung mit wissenschaftlicher Unterstützung der Universität Rostock ab dem Schuljahr 2010/2011 vorsieht.

-Einher geht dies mit einer entsprechenden Vorbereitung der Grundschullehrkräfte auf diesen Prozess, indem sie gezielt fortgebildet werden. Zudem werden die Lehrerinnen und Lehrer der Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen auf ihre Förderarbeit in der Grundschule durch Fortbildungen vorbereitet.

-Zukunftsweisend wird das neue Lehrerbildungsgesetz Module zu Inhalten und Methoden sonderpädagogischer Förderung für die Lehrämter aller Schularten festschreiben.
-Für die Regelschulen bedeutet dieser Prozess, eine Pädagogik der Vielfalt zu entwickeln und auf der Grundlage von individuellen Förderplänen auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes einzugehen. Unterstützung bekommen sie dabei von Fach- und Unterrichtsberatern.
-Zur Weiterentwicklung der Sonderpädagogischen Förderkonzeption arbeitet das Ministerium eng mit der Universität Rostock zusammen. Diese Zusammenarbeit wird jährlich mit rund 250.000 Euro durch das Ministerium gefördert.
Redaktion 04.02.2010
Minister Tesch besucht Museum des Todesmarsches im Belower Wald
Schwerin, 04.02.2010 Kultusminister Henry Tesch hat sich bei einem gemeinsamen Besuch im Todesmarschmuseum im Belower Wald mit dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Jochen Schmidt, über den Stand der Neugestaltung des Museums informiert. Diese Gedenkstätte unmittelbar an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern wird intensiv für Gedenkstättenfahrten von vielen Schülerinnen und Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern genutzt.

Im Rahmen der Gedenkstättenförderung hat Mecklenburg-Vorpommern die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten im Jahr 2009 mit 14.000 Euro bei der Neugestaltung des Museums unterstützt.

Im Todesmarschmuseum im Belower Wald wird die Geschichte der Todesmärsche nach der Auflösung der Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen dokumentiert. Die Todesmärsche, auf die die ohnehin schon entkräfteten Häftlinge nach Auflösung der Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen geschickt wurden, führten durch Mecklenburg und endeten auch hier. Ein Teil des Außengeländes des Museums liegt auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern.

Minister Tesch: "Die Todesmärsche am Ende des Zweiten Weltkrieges sind eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Diese Geschichte betrifft uns in Mecklenburg-Vorpommern ganz direkt. Mit der Unterstützung der Neugestaltung des Museums des Todesmarsches stellt sich Mecklenburg-Vorpommern seiner historischen Verantwortung. Mit dem neugestalteten Museum können darüber hinaus im Bereich der Bildungsarbeit die bestehenden Kooperationsbeziehungen mit Partnern in Mecklenburg-Vorpommern vertieft werden."
Redaktion 04.02.2010
Selbstständige Schule gut gestartet
Schwerin, 04.02.2010 Rund 118.160 Schülerinnen und Schüler an den 514 öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten am Freitag, d. 5. Februar 2010, ihre Halbjahreszeugnisse.

Bildungsminister Henry Tesch: "Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern erlebnisreiche und erholsame Ferien, in denen sie ihre Kraft für das zweite Schulhalbjahr sammeln können, um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Gleichzeitig möchte ich mich dafür bedanken, dass die Umsetzung des neuen Schulgesetzes durch das Engagement von Lehrkräften und Schulleitern gemeinsam mit Eltern und den vielen Schulpartnern bislang so erfolgreich gelaufen ist. Es ist ein längerer Prozess, der Mut, Kontinuität und Sensibilität, aber auch Zeit braucht."

Minister Tesch verwies darauf, dass in dieser ersten Phase zur Umsetzung des neuen Schulgesetzes seit Beginn des Schuljahres 2009/10 so wichtige Veränderungen wie die Umstellung auf die schülerbezogene Stundenzuweisung, die Einführung von individuellen Förderplänen, verpflichtende Schulprogramme, die Flexibilisierung der Kontingentstundentafel oder auch die Erarbeitung schulinterner Lehrpläne gehören. Minister Tesch: "Von den dafür angebotenen Unterstützungs- und Planungsangeboten des Bildungsministeriums wurde rege Gebrauch gemacht. Ich kann nur dazu ermuntern, diese auch weiterhin intensiv zu nutzen, um auch die vor uns stehende zweite Phase der Umsetzung des neuen Schulgesetzes ab dem Schuljahr 2010/11 insbesondere mit der Einführung der Schulwahlfreiheit. bewältigen zu können."

Wie zu jeder Zeugnisausgabe, sind auch diesmal wieder für Schülerinnen und Schüler die Sorgentelefone bei den schulpsychologischen Beratungsstellen an den Staatlichen Schulämtern geschaltet:

-Schulamt Schwerin: 0173 / 6019606
-Schulamt Rostock: 0381/ 700078465
-Schulamt Neubrandenburg: 0395/ 3803132
-Schulamt Greifswald: 03834/ 595861

Außerdem gibt es Unterstützung beim Verein "Nummer gegen Kummer" unter der gebührenfreien Nummer 0800 – 1110333.
Redaktion 02.02.2010
Wer Schule witterungsbedingt nicht erreichen kann, ist entschuldigt!
Schwerin, 02.02.2010 Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg Vorpommern informiert, dass der Unterricht auch am Mittwoch, den 03.02.2010, planmäßig stattfinden wird.

Dort, wo der Öffentliche Nahverkehr oder die Sicherheit des Schulwegs jedoch nicht gewährleistet werden kann, gilt für betroffene Schülerinnen und Schüler die Schulbefreiung.

Bei extremen Witterungsbedingungen entscheiden letztendlich die Erziehungsberechtigten in eigener Verantwortung - auch in Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten, ob ihrem Kind der Schulweg zuzumuten ist. Informationen können bei den Schulen oder bei den Kreisverwaltungen eingeholt werden. Darüber hinaus informieren die Landkreise ihre Bevölkerung über Einschränkungen im Schülerverkehr durch die Medien.
Redaktion 23.10.2009
Auftaktveranstaltung in Schwerin
Schwerin, 23.10.2009 Auf Einladung des Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Henry Tesch, beraten heute in Schwerin rund 160 Vertreter aus Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialeinrichtungen in einer Auftaktveranstaltung über die Herausforderung, den qualifizierten Fach- und Führungskräftenachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern.

Dabei geht es um Fragen wie: Was bringt der demografische Wandel für das Bildungswesen mit sich? Wie können die Interessen der Wirtschaft noch stärker im Schul- und Hochschulalltag berücksichtigt und veranschaulicht werden? Welche neuen Kooperationsformen bieten sich an? Was hat sich dabei schon bewährt? Was muss weiter entwickelt werden?

Bildungsminister Henry Tesch: "Wir arbeiten derzeit intensiv gemeinsam mit zahlreichen Partnern an neuen Rahmenplänen, die noch effizienter Bildungsziele und Inhalte des Unterrichts für alles Jahrgangsstufen, Fächer und Schularten entsprechend des Bedarfs erfassen sollen. Darüber hinaus sind wir mit solchen berufsorientierenden Aktionen wie Schülerpraktika, Ausbildungsmessen, Girls` Day, Arbeitskreise Schule-Wirtschaft, Schülerfirmen und Schülerakademien oder auch mit dem Produktiven Lernen schon auf einem guten Weg, aber wir müssen die Bildungsressourcen noch besser ausschöpfen, um den Anforderungen auch in Zukunft gerecht werden zu können. Und dazu brauchen wir eine noch engere Verzahnung von Schule, Hochschule und Wirtschaft."

Jürgen Goecke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nord, macht auf die Dringlichkeit der Aufgabe aufmerksam: "Auf dem Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Trendwende. Wir haben erstmals im Vergleich zu den Vorjahren für den bilanzierten Zeitraum von September 2009 bis Oktober 2009 mehr gemeldete Ausbildungsplätze als Bewerber. Da spielt die demographische Entwicklung eine tragende Rolle. Sie ist zugleich Chance und Herausforderung. Betriebe müssen um immer weniger Schulabgänger konkurrieren. Junge Menschen haben deutlich bessere Chancen im eigenen Land. Gleichzeitig muss die Zahl der Schulabbrecher und die der Jugendlichen ohne Schulabschluss reduziert werden".

Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Jürgen Seidel verweist in diesem Zusammenhang auf die vom Wirtschaftministerium initiierte Fachkräftekampagne "Durchstarten in MV!" (www.durchstarten-in-MV.de):

"Die berufliche Orientierung ist die erste schwere Entscheidung von Jugendlichen, die sich maßgeblich auf das ganze Leben auswirkt. Angesichts des immer konkreter werdenden Fachkräftemangels werben wir aktiv für Ausbildungs-, Studiums- und Berufsperspektiven im Land und zeigen die gewachsenen wirtschaftlichen Potenziale für eine Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern auf. Unsere Hauptbotschaft an die Mädchen und Jungen vor dem Schulabschluss ist: Ihr könnt Euren beruflichen Weg im eigenen Land gehen."

Hauptanliegen der Konferenz ist es, dass die Teilnehmer der verschiedensten Bereiche ihre Erfahrungen austauschen, neue Kontakte knüpfen, sich über Informations- und Unterstützungsangebote der verschiedensten Einrichtungen und Institutionen von Politik, Bildung und Wirtschaft informieren, um so Netzwerke weiter auszubauen.

Zum Thema Fach- und Führungskräftenachwuchs ist im Januar 2010 auf Arbeitsebene eine Nachfolgeveranstaltung vorgesehen, in der weitere konkrete Schritte entwickelt werden.
Redaktion 25.08.2009
Schwerin, 25.08.2009 Am kommenden Montag, d. 31. August, beginnt für rund 164.000 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen das neue Schuljahr, darunter 11.300 ABC-Schützen.

Der Schuljahresbeginn 2009/10 bedeutet eine Weichenstellung im Bildungssystem Mecklenburg-Vorpommerns: Mit der Einführung der Selbstständigen Schule wird ab sofort mehr Wert auf die individuelle Förderung jedes Kindes gelegt. Ziel ist es, die schulische Arbeit, insbesondere die Unterrichtsqualität, zu verbessern.

Mit dem neuen Schulgesetz, das zum 1. August 2009 in Kraft getreten ist, sind wichtige Veränderungen an den Schulen eingeführt worden. Darauf sind die 12.100 Lehrerinnen und Lehrer an den 550 öffentlichen Schulen gut vorbereitet.

Bereits im April hat Bildungsminister Henry Tesch die entscheidenden Verordnungen und Verwaltungsvorschriften unterzeichnet, die zur ordnungsgemäßen Vorbereitung des Schuljahres 2009/10 erforderlich waren. Dadurch konnten die Schulen in unserem Land frühzeitig auf gesicherter Rechtsgrundlage mit der Planung und Vorbereitung des neuen Schuljahres beginnen.

Die wichtigsten Änderungen betreffen die Einführung der Selbstständige Schule, die schülerbezogenen Stundenzuweisung, die Stärkung der Erziehungsfunktion von Schule, die Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten sowie die Verbesserung der Berufswahlvorbereitung. Die Schulwahlfreiheit, die ab der 5. Jahrgangsstufe möglich ist, wird im Schuljahr 2010/11 eingeführt werden.

Das Kultusministerium hat seit gestern ein Beratungstelefon eingerichtet, über das sich Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer über die wichtigsten Änderungen informieren können.

Noch bis zum 04. September 2009 stehen jeweils von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 7:00 bis 20:00 Uhr und am Freitag von 7:00 bis 18:00 Uhr kompetente Gesprächspartner zur Verfügung.

Beratungstelefone:
Staatliches Schulamt Greifswald
03834 595811

Staatliches Schulamt Rostock
0381 700078415

Staatliches Schulamt Neubrandenburg
0395 3803100

Staatliches Schulamt Schwerin
0151 28130521

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
0385 588-7777.

Redaktion 20.08.2009
Mecklenburg-Vorpommern erreicht stärkste Verbesserung aller Länder
Schwerin, 20.08.2009 Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern Henry Tesch sagte zu den Ergebnissen des Bildungsmonitors 2009: "Seit meinem Amtsantritt 2006 habe ich mich für die Selbstständige Schule eingesetzt und wir haben vieles im Bildungsbereich in Bewegung gebracht. Mit dem neuen Schulgesetz, das Anfang dieses Jahres vom Landtag beschlossen wurde, haben wir nun den gesetzlichen Handlungsrahmen für die Selbstständige Schule geschaffen. Es ist mir ein zentrales Anliegen, die Schulqualität ständig zu verbessern.

Schon jetzt ist absehbar, dass die schülerbezogene Mittelzuweisung einen positiven Qualitätsschub in der Schule ausgelöst hat, denn wie nie zuvor haben sich alle Schulen im Land sehr intensiv mit ihren Schulprogrammen auseinandergesetzt. Der heute vorgelegte Bildungsmonitor 2009 ist ein von externen Gutachtern, dem Institut der deutschen Wirtschaft aus Köln, erstellter Beleg für die Qualitätsverbesserung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir haben stärkste Verbesserung aller Länder im vergangenen Jahr erreicht. Mit dem von mir vorgeschlagenen Junglehrerprogramm und den zusätzlichen Finanzmitteln im Doppelhaushalt 2010/2011 können wir die Rahmenbedingungen für Schule noch weiter ausbauen und verbessern."

"Das Konzept der ganzheitlichen Bildung – von der frühkindlichen Bildung über die schulische Bildung zur Berufsausbildung bzw. Studium weiter zur Erwachsenbildung und politischen Bildung – greift jetzt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bündelung der Aufgaben in meinem Ministerium ist die Grundlage für den Erfolg beim Bildungsmonitor. Wir müssen diesen Weg weiter konsequent verfolgen. Es freut mich sehr, dass wir bei der Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten (Handlungsfeld: Integration) so gut abgeschnitten haben. Die immer wieder erhobenen Vorwürfe einzelner Interessenvertreter und politischer Gruppierungen sind damit widerlegt. Natürlich sehe ich auch die Defizite in den Handlungsfeldern "Berufliche Bildung", "Akademisierung" und "Ausgabenpriorisierung". Hier werden wir konsequent dran arbeiten und Verbesserungen schaffen." so Tesch weiter.

Der heute veröffentliche Bildungsmonitor 2009, der seit 2004 vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) jährlich erstellt wird, zeigt für Mecklenburg-Vorpommern die stärkste Verbesserung innerhalb eines Jahres. Danach verbesserte sich Mecklenburg-Vorpommern um sechs Plätze auf Platz 10. Untersucht werden 13 verschiedene Handlungsfelder. Die größten Verbesserungen gegenüber 2008 sind in den Handlungsfeldern Integration (+34,7%), Zeiteffizienz (+20,4%) und Forschungsorientierung (+19,4%).

Weitere Informationen zur Studie: www.insm-bildungsmonitor.de
Redaktion 22.07.2009
Schwerin, 21.07.2009 33 Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse der Albertville-Realschule aus Winnenden sind derzeit in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Sie sind der Einladung von Kultusminister Henry Tesch gefolgt, der ihnen unmittelbar nach dem Amoklauf am 11. März 2009 in Winnenden spontan Hilfe bei der Aufarbeitung der tragischen Ereignisse angeboten und zur Erholung nach Mecklenburg-Vorpommern eingeladen hatte.

Die Schülerinnen und Schüler und ihre zwei Betreuer verbringen eine Projektwoche auf dem Darß. Dort hat sich Minister Tesch heute, am 21. Juli mit ihnen getroffen. "Ich bin froh darüber, dass die Schülerinnen und Schüler in unserem schönen erholsamen Land die Gelegenheit nutzen, weiter Abstand zu bekommen von den tragischen Geschehnissen in Winnenden. Das sehr abwechslungsreiche und informative Programm, das zahlreiche Partner dieser Aktion gern organisiert und gesponsert haben, wird ihnen hoffentlich helfen, diese traumatischen Ereignisse zu verarbeiten."

"Ich danke meinem Kollegen Henry Tesch und dem Land Mecklenburg-Vorpommern für dieses großzügige Angebot und die Solidarität, die es damit zeigt. Außerdem freut es mich sehr, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende dieses für sie sehr dramatischen und extremen Schuljahres noch die Möglichkeit erhalten, ein angenehmes und bereicherndes Gemeinschaftserlebnis erfahren zu können", so Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau.

Auf dem Programm für die Schülerinnen und Schüler aus Winnenden stehen z.B. ein Besuch des Ozeaneums in Stralsund und des Nationalparkzentrums Darßer Arche, ein Tauchschnupperkurs, das NATUREUM am Darßer Ort (Reiten) und natürlich Baden an den schönsten Stränden in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Initiative von Kultusminister Tesch haben sich zahlreiche Partner angeschlossen wie der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, die Kur- und Tourist-GmbH Darß, das OZEANEUM Stralsund, die Nordmann Unternehmensgruppe, Germanwings und zahlreiche weitere Sponsoren aus der Region. Minister Tesch: "Für dieses Engagement möchte ich mich recht herzlich bedanken, macht es doch deutlich, wie nah allen dieses furchtbare Ereignis gegangen ist und wie groß das Bedürfnis ist, insbesondere den Kindern und Jugendlichen zu helfen."



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