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Redaktion 23.02.2010
Berlin, 23.02.2010 (hib/CHE/BOB) Bis zu 40.000 zusätzliche Vollzeitstellen für Erzieher in Kindertagesstätten sind nötig, um den geplanten Ausbau der Kinderbetreuung bis 2013 zu realisieren. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/714) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (16/564). Hinzu kommt ein Bedarf von 25.000 Tagespflegepersonen, heißt es in dem Schreiben weiter.

Die Aus- und Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung sei deshalb ein "Schlüsselfaktor für die Qualitätsentwicklung in der Praxis", schreibt die Regierung. Es werde nötig sein, zusätzliche Ausbildungskapazitäten an Fachschulen zu schaffen und die frühpädagogischen Studiengänge einzubeziehen, um einen guten Qualitätsmix in den Einrichtungen zu erreichen. "Entscheidend" sei jedoch auch, das Berufsfeld der Erzieher durch bessere Rahmenbedingungen aufzuwerten und für eine höhere gesellschaftliche Anerkennung zu sorgen, führt die Regierung weiter aus. In diesem Zusammenhang wolle sie auch die bisher deutlich unterrepräsentierten Männer in diesem Berufszweig aktivieren.

Unabhängig von der Finanzlage der Kommunen steht die Bundesregierung zu der 2007 zwischen Bund, Ländern und Kommunen getroffenen Vereinbarung, bis 2013 750.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige zu schaffen. Das schreibt die Bundesregierung unter Verweis auf Presseberichte über die desolate Finanzlage der Kommunen. Es sei Aufgabe der Länder, dafür zu sorgen, dass die vom Bund für den Ausbau bereitgestellten 4 Milliarden Euro auch tatsächlich den Kommunen und Trägern zur Verfügung gestellt werden. Es sei ebenso Aufgabe der Länder, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die vereinbarten Ziele erreicht werden.

Redaktion 19.02.2010
Berlin, 19.02.2010 Zu der Erklärung der Bundesregierung ,dass für den Ausbau der Kinderbetreuung bis 2013 bis zu 40.000 Erzieherinnen und Erzieher zusätzlich benötigt werden, erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende, die Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig:

Es ist keineswegs eine neue Erkenntnis, dass angesichts des notwendigen Ausbaus der Kinderbetreuung ein erheblicher Mangel an Erzieherinnen und Erziehern besteht. Schon beim Bildungsgipfel von Bund und Ländern gab es die klare Festlegung, dass hier auch die Bundesregierung aktiv werden muss, damit die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz für Kinder ab Eins nicht gefährdet wird. Doch die Maßnahmen der Bundesfamilienministerin sind bisher völlig unzureichend. Es ist allerhöchste Zeit, dass Frau Schröder endlich ein schlüssiges Konzept vorlegt, denn die Zeit bis 2013 drängt.

Der Erzieherberuf muss attraktiver werden. Erzieherinnen und Erzieher leisten eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe. Ihre Arbeit muss mehr Anerkennung finden – sowohl gesellschaftlich als auch finanziell. Wir brauchen eine bessere Aus- und Weiterbildung für Erzieherinnen und Erzieher und – damit einhergehend – auch eine bessere Bezahlung. Ebenso wichtig sind gute Arbeitsbedingungen. Nur wenn der Erzieherberuf attraktiver wird, werden sich übrigens auch mehr Männer für ihn entscheiden.

Diese notwendigen Veränderungen gibt es jedoch nicht zum Nulltarif. Die Bundesregierung muss mehr Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung in die Hand nehmen. Was sie bisher investiert, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Vor allem muss die Bundesregierung endlich damit aufhören, Länder und Kommunen mit einer verantwortungslosen Steuerpolitik handlungsunfähig zu machen. Frau Schröder, wenn Ihnen der Ausbau der Kinderbetreuung wirklich am Herzen liegt, bringen Sie ihre Kabinettskollegen endlich zur Vernunft!
Redaktion 09.02.2010
Bildungsgewerkschaft stellt Drei-Punkte-Programm vor
Frankfurt a.M., 09.02.2010 Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die Qualität in Kindertagesstätten zu verbessern. Mit Blick auf die DGB-BDA-Tagung, die morgen in Berlin stattfindet, forderte die GEW die Bundesregierung auf, mehr Initiative für den Erzieher-Beruf zu zeigen. Die Bildungsgewerkschaft legte ein Drei-Punkte-Programm gegen den Erziehermangel vor.

"Erstens müssen berufsbegleitende Ausbildungsgänge für Erzieherinnen aufgebaut werden - ohne Abstriche am fachtheoretischen Ausbildungsteil. Zweitens sollen mit einer Werbekampagne ausgebildete Erzieherinnen, die in den vergangenen Jahren in die Familienphase gegangen sind, zurückgeholt werden. Zudem muss der Ausbau grundständiger Studiengänge 'Frühe Kindheit' bundesweit verstärkt voran getrieben werden. Für neue Studiengänge müssen die Hochschulen die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen erhalten", sagte GEW-Kita-Experte Norbert Hocke am Dienstag in Frankfurt a.M.. Er schlug einen "Runden Tisch" vor, an dem Jugend- und Kultusminister, Träger, Ausbildungsstätten und die Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie Berufsverbände und Gewerkschaften beteiligt sein sollten.

Hocke kritisierte, dass Familienministerin Kristina Köhler (CDU) bisher kein Konzept gegen den dramatischen Fachkräftemangel vorgelegt habe. Allein der Ausbau der Tagesstätten für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, und der Ersatzbedarf für in Rente gehende Erzieherinnen erforderten die Einstellung von mindestens 50.000 neuen Fachkräften. Gleichzeitig müsse der Personalschlüssel deutlich verbessert werden. Für die Kraftanstrengung, die für das Erreichen dieser Ziele notwendig ist, müssten auch die Gewerkschaften und Träger an einen Tisch geholt werden. "Die Qualität von Bildung, Erziehung und Betreuung ist nicht zu gewährleisten, wenn eine Kraft für mehr als zehn Kinder verantwortlich ist. In den meisten Bundesländern müssen der Erzieherinnen bis zu 50 Prozent mehr Kinder betreuen als nach internationalen Standards üblich", betonte der Kita-Experte. "Alle Initiativen, mehr junge Menschen für den Erzieher-Beruf zu gewinnen, werden aber nur dann erfolgreich sein, wenn die Arbeitsbedingungen verbessert werden und das Gehalt erhöht wird."

Redaktion 05.02.2010
Bildungsgewerkschaft zum dritten Streiktag im öffentlichen Dienst/Bund und Kommunen
Frankfurt a.M., 05.02.2010 Auch an Kindertagesstätten hat es wieder Warnstreiks gegeben. Aktionsschwerpunkte waren am Freitag Hessen und das Saarland, auch in Halle/Sachsen-Anhalt streikten Beschäftigte der Stadtverwaltung wie Sozialpädagogen. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am dritten Warnstreiktag im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen mit.

In Völklingen/Saarland kamen zu der größten Kundgebung rund 1.000 Beschäftigte. In Hessen gab es in Kassel, Frankfurt a.M., Hanau, Darmstadt, Marburg, Rüsselsheim und Gießen Aktionen, an denen 7.300 Beschäftigte teilgenommen haben. Darunter mehrere Hundert Erzieherinnen. "In den Kassen, sagen die politisch Verantwortlichen, sei kein Geld für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Gleichzeitig gibt man aber 2,5 Millionen Euro für eine CD aus, um an die Daten von Steuerhinterziehern zu kommen. Statt Steuerfahnder in Hessen zu beschäftigen, die dies für einen Bruchteil dieser Summe erledigen würden, werden diese mit obskuren Methoden aus dem Job gedrängt", sagte die stellvertretende hessische GEW-Landesvorsitzende, Karola Stötzel, während der zentralen Kundgebung in Kassel vor rund 2.500 Streikenden. "Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Gewerkschaftsforderungen als ´maßlos´ bezeichnet und erklärt, es gebe nichts zu verteilen. Maßlos? Bezahlbar waren offenbar Milliarden an Banken, bezahlbar sind die Steuerentlastungen der vergangenen Jahre an Unternehmen und Konzerne. Wären sie nicht vollzogen worden, hätten die Finanzminister pro Jahr 30 Milliarden Euro mehr in den Schatullen", betonte Carmen Ludwig, stellvertretende GEW-Vorsitzende in Hessen, vor knapp 2.000 Beschäftigten in Frankfurt a.M..

Die Gewerkschaften fordern ein Gesamtpaket mit einem Umfang von fünf Prozent.

Für die nächsten Tage kündigte die GEW weitere Warnstreiks und Kundgebungen mit Schwerpunkten in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein an.

Info: Die nächste Verhandlungsrunde findet vom 10. bis 12. Februar in Potsdam statt.

Während der Verhandlungen erreichen Sie GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad per Handy unter: 0151/15134646 ebenso wie GEW-Pressesprecher Ulf Rödde unter: 0160/90557232.
Redaktion 04.02.2010
Bildungsgewerkschaft zum zweiten Streiktag im öffentlichen Dienst/Bund und Kommunen
Frankfurt a. M., 04.02.2010 Die Gewerkschaften haben ihre Warnstreiks auch an den Kindertagesstätten ausgeweitet. Aktionsschwerpunkte waren am Donnerstag Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am zweiten Warnstreiktag im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen mit.

An zentralen Kundgebungen in Dortmund und Stuttgart hätten rund 12.000 bzw. 5.000 Beschäftigte teilgenommen. Darunter weit über 1.000 Erzieherinnen sowie Sozialpädagogen und -arbeiter. "Wir haben im vergangenen Sommer einen Einstieg in die Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes geschafft. Das lassen wir uns durch eine Nullrunde nicht kaputt machen. Die Anforderungen für die Beschäftigten in KiTas haben sich stark erhöht. Mit Nullrunden erreichen die Arbeitgeber nur, dass sich immer weniger junge Frauen und Männer für diesen Beruf interessieren. Bereits jetzt müssen Eltern in einigen Städten lange auf einen freien KiTa-Platz warten, weil Erzieherinnen und Erzieher fehlen", sagte die baden-württembergische GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz während der Kundgebung in Stuttgart. Die Gewerkschaften haben ein Forderungspaket mit einem Umfang von fünf Prozent geschnürt.

Für die nächsten Tage kündigte die GEW weitere Warnstreiks und Kundgebungen mit Schwerpunkten in Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz an.
Redaktion 02.02.2010
GEW: Mit Nullrunden werden die KiTas nicht besser
Stuttgart, 02.02.2010 Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Erzieher/innen in Baden-Württemberg für Mittwoch (03.02.) und Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen.

"Die Anforderungen für die Beschäftigten in KiTas haben sich stark erhöht. Mit Nullrunden erreichen die Arbeitgeber nur, dass sich immer weniger junge Frauen und Männer für diesen Beruf interessieren. Bereits jetzt müssen in einigen Städten Eltern lange auf einen freien KiTa-Platz warten, weil Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Auch die Eltern erwarten, dass unsere Arbeitsplätze in der frühkindlichen Bildung anständig bezahlt werden", sagte am Dienstag (02.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW schätzt, dass in Baden-Württemberg für die Krippen-Ausbaupläne zwischen 10.000 und 15.000 neue Erzieher/innen benötigt werden.

Zu Warnstreiks der im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten haben die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und die dbb Tarifunion am Montag (01.02.) aufgerufen. Zuvor war die zweite Runde der Tarifverhandlungen, die am Sonntag in Potsdam begonnen hatte, ohne Ergebnis vertagt worden. "Die Arbeitgeber zeigen keine echte Verhandlungsbereitschaft: Sie provozieren die Eskalation. Auch in der zweiten Runde haben sie kein Angebot vorgelegt. Offenbar setzen sie aber für die nächsten beiden Jahre auf eine Nullrunde. Jetzt werden die Beschäftigten zeigen, dass sie das Verhalten der Arbeitgeber als Provokation auffassen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot erwarten", sagte Doro Moritz. Die Gewerkschaften fordern ein Gesamtpaket mit einem Volumen von fünf Prozent.

In allen Bundesländern werden Warnstreiks stattfinden, die am 3. Februar beginnen. Die dritte Verhandlungsrunde findet vom 10.-12. Februar statt.
Redaktion 21.01.2010
Erfurt, 21.01.2010 Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, hat die Einigung der Landtagsfraktionen von SPD und CDU auf den Gesetzentwurf für ein neues Kindergartengesetz begrüßt. "Das ist ein Durchbruch für mehr Qualität der Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen und ein wichtiger Impuls für eine noch bessere frühkindliche Bildung." Die Koalition habe ein zentrales Versprechen aus dem Koalitionsvertrag eingelöst und sich trotz der angespannten Haushaltssituation als handlungsfähig erwiesen.

Der Einigung sei eine intensive politische Debatte vorausgegangen, an der sich nicht nur die Parteien, sondern auch Eltern in ganz Thüringen und ihre Interessenvertreter beteiligt hätten. "Ihr Eintreten für mehr Erzieherinnen in unseren Kindergärten und eine bessere Betreuung hat sich ausgezahlt. Die Ziele des Volksbegehrens für eine bessere Familienpolitik sind erreicht", betont Matschie.

Der Minister lobt den Willen der Landtagsfraktionen zur Einigung. Gerade die Frage der Finanzierung der zusätzlichen Erzieherinnenstellen, für die rund 100 Millionen Euro aufgebracht werden müssen, sei angesichts der konjunkturbedingten Einnahmeverluste des Landes schwierig gewesen. "Dennoch haben wir darauf geachtet, dass durch die Neuregelung die Kommunen von den Eltern keine höheren Kindergartenbeiträge erheben müssen."

Nach dem von den Fraktionen erzielten Durchbruch wird das Gesetz in der kommenden Woche in erster Lesung im Thüringer Landtag behandelt.
Redaktion 10.11.2009
Düsseldorf, 10.11.2009 Anfang März 2009 besuchten in Nordrhein- Westfalen 52 500 Kinder unter drei Jahren ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Angebot der Kindertagesbetreuung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das fast ein Viertel (23,2 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen stieg binnen Jahresfrist von 9,4 Prozent auf 11,6 Prozent.

Drei Viertel (39 400) der betreuten unter drei Jahre alten Kinder gingen im März 2009 in eine Kindertageseinrichtung; die übrigen 13 100 wurden von Tagesmüttern/-vätern betreut.

Regional variierten 2009 die Anteile der betreuten Kinder an der Gesamtzahl der Kinder unter drei Jahren zwischen 6,2 Prozent (Kreis Höxter) und 22,6 Prozent (Stadt Münster. (IT.NRW)

Ergebnisse für Jugendamtsbezirke finden Sie im Internet unter: www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2009/pdf/169_09.pdf

Redaktion 18.09.2009
Fachtagung in Celle - Heister-Neumann: "Die ersten Jahre sind entscheidend für die weitere Entwicklung"
Celle, 17.09.2009 Das niedersächsische Konzept der Gesundheitsprävention im Elementarbereich durch Bewegungserziehung "Bewegter Kindergarten" ist ein voller Erfolg. Mittlerweile beteiligen sich über 1000 Kindertagesstätten an diesem Projekt. "Aus den Anfängen hat sich in dieser Qualitätsoffensive eine großartige Erfolgsgeschichte entwickelt. Inzwischen ist jeder vierte Kindergarten in Niedersachsen dabei", sagte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann. "Kinder, die sich regelmäßig bewegen, sind gesünder, leistungsfähiger und ausgeglichener. Die Grundlagen für ein gesundes Leben und einen guten Start in die Schule werden bereits in den ersten Lebensjahren gelegt."

Um dem Bedarf an Information gerecht zu werden, wurde am Donnerstag in Celle die zweite landesweite Tagung zum "Bewegten Kindergarten" durchgeführt. In rund 20 Workshops von Bewegungsangeboten für unter Dreijährige über Bewegungsspiele aus anderen Ländern bis zu speziellen Angeboten für motorisch auffällige Kinder konnten sich die 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informieren. Das Interesse bei den Kindertagesstätten am Projekt ist weiterhin groß. Die Schirmherrschaft hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, übernommen.

Ziel der Initiative "Bewegter Kindergarten" ist es, für möglichst viele Kinder die Lern- und Entwicklungsbedingungen durch Angebote in der elementaren Bewegungserziehung zu verbessern. Die drei Bausteine sind:

-Der Rollplan. Diese Informations- und Fortbildungsinitiative erreicht nacheinander die Regionen des Landes. Im Mittelpunkt steht die Verzahnung von Theorie und Praxis in Verbindung der Ausbildungsschulen für Erzieherinnen und Erzieher mit Projekt-Kindergärten aus deren Umfeld und der Fachhochschule Hannover.
-Das Markenzeichen Bewegungskita. Es umfasst Qualitätskriterien für Kindergärten, die sich ein Profil als Bewegungskindergarten geben wollen. Standards unter anderem bei Angeboten, Räumen und Weiterbildung schaffen Transparenz und Einheitlichkeit.
-Das Aktionsprogramm Kindertagesstätte/Sportverein: Das Niedersächsische Kultusministerium und die Sportjugend Niedersachsen bauen im vorschulischen Bereich die Vernetzung mit den Sportvereinen aus.
Das Konzept wird unter der Gesamtleitung des Niedersächsischen Kultusministeriums und in Zusammenarbeit mit dem LandesSportBund und der Niedersächsischen Turnerjugend sowie Wohlfahrtsverbänden, Kommunalen Spitzenverbänden und anderen Institutionen in diesen Modulen umgesetzt.

In den einzelnen Modulen des "Bewegten Kindergartens" engagieren sich Firmen und Institutionen. Als Hauptförderer konnte die AOK Niedersachsen gewonnen werden. Für die weitere fortschreitende Umsetzung des Projekts in ganz Niedersachsen setzen sich auch die Landesvereinigung für Gesundheit und die Akademie für Sozialmedizin ein.

Weitere Informationen über die Tagung in Celle und das Gesamtprojekt gibt es unter: www.bewegter-kindergarten-celle.de.
Redaktion 05.09.2009
Mainz / Ludwigshafen, 04.09.2009 Ein bundesweit einmaliges Projekt erhielt in Ludwigshafen einen neuen Baustein, der ganz Rheinland-Pfalz zugute kommt: Von jetzt an können die Mitglieder des "mec - Der medienpädagogische Erzieher/innen Club Rheinland-Pfalz" für ihre praktische Arbeit in Kindergärten und Kindertagesstätten "mec-Medienboxen" nutzen - um Kinder noch besser auf die Medienzukunft von morgen vorzubereiten und entscheidende Grundlagen zu legen: Neugier auf Sprache und Schrift.

Viele Erzieher/innen nutzen kostenfrei als Mitglieder den ersten rheinland-pfälzischen Erzieher/innen Club. Mit Unterstützung der Landesmedienanstalt des Landes Rheinland-Pfalz (LMK) führen die Stiftung Lesen und medien+bildung.com den mec durch, damit pädagogische Fachkräfte im frühkindlichen Bereich (Kindergärten, Kindertagesstätten, Ausbildungsstätten und Fachberatungen) ihr medienpädagogisches Knowhow vertiefen können.

Nun liegt das medienpädagogische Praxismaterial vor, die mec-Medienbox, die den Club-Mitgliedern in Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt wird. In der Kita KTS Mitte in Ludwigshafen wurden am Freitag, 4. September 2009 offiziell die ersten sieben Medienboxen vergeben.

Im Beisein von vielen Kindern und Eltern wurden die Praxismaterialen an das Kita-Team sowie an Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Kinder- und Jugendbibliothek, der BBS-Fachschule für Hauswirtschaft u. Sozialpädagogik Ludwigshafen überreicht. Zum Inhalt der Boxen gehören zehn altersgerechte Medien-Produkte (Bilderbücher, Vorlese- und Sachbücher, Hörbücher, ein Kinderfilm, Lern- u. Spielsoftware), Handreichungen für den kreativen Medieneinsatz in der Kita, Anleitungen zur Trickfilmproduktion und zur Computerarbeit im Kindergarten.

Heike Sonneck, Leiterin der Kita KTS Mitte, und Gerda Ludwig, Fachberaterin für kommunale Kitas und Vertreterin des Bereichs Schulen und Kindertagesstätten der Stadt Ludwigshafen, begrüßten alle Gäste. Manfred Helmes, Direktor der Landesmedienanstalt Rheinland-Pfalz (LMK) und Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen, erläuterten ihr Engagement als Partner des Modellprojekts und überreichten die Medienboxen.

"Ich begrüße sehr", betonte LMK-Direktor Manfred Helmes, "dass die LMK-Tochter medien+bildung.com gemeinsam mit Stiftung Lesen dieses bundesweit einmalige Angebot zur Qualifizierung von Erziehern und Erzieherinnen auf den Weg gebracht haben. Denn Kinder lieben Medien, sie gehören zu ihrem Alltag, sie spielen und lernen mit ihnen. Insofern ist es konsequent und notwendig, Medienkompetenzvermittlung bereits in frühen, d.h. konkret in Kita-Jahren einzuführen und zu einem festen Bestandteil der Ausbildung zu machen. Die mec-Medienboxen geben hier wichtige Impulse, sich kompetent mit Medien in der Kita zu beschäftigen."

Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen, betonte: "Wie niemals zuvor in ihrer fast 200-jährigen Geschichte verändert sich die Institution Kindergarten. Zum einen gewinnt sie im Zuge des wachsenden Anspruchs im Bereich frühkindliche Bildung und Integration immer größere politische Relevanz. Und zum anderen macht die Medienrevolution auch vor Kindergärten nicht halt. Mit dem bundesweit einzigartigen Projekt "mec-Medienbox" möchten wir die Erzieherinnen und Erzieher darin unterstützen, diese historische Herausforderung aktiv anzugehen - und unsere Kinder fit für eine Zukunft in einer zunehmend komplexen Mediengesellschaft zu machen."

Weitere Angebote runden den mec-Service ab. Zum umfassenden Fortbildungsangebot, das als zertifizierte Qualifizierungsmaßnahme vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium anerkannt und gefördert wird, gehören medienpädagogische Seminare zu verschiedenen Themenkomplexen - von der Sprach- und Leseförderung bis zur kreativen Medienarbeit im Kita-Alltag. Ein vierteljährlicher mec-Newsletter, der über aktuelle Themen der frühkindlichen Bildung informiert, und die Homepage www.mec-rlp.de, die viele Infos zu den Themen "Medienpädagogik" und "Medienerziehung" vorhält, ergänzen das Angebot.


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