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Redaktion 04.02.2012
Wiesbaden, 02.02.2012 Kinder unter 3 Jahren mit Migrationshintergrund werden deutlich seltener in einer Kindertageseinrichtung oder durch eine Tagesmutter beziehungsweise einen Tagesvater betreut als Kinder ohne Migrationshintergrund.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag bundesweit die Betreuungsquote der unter 3-jährigen Kinder mit Migrationshintergrund zum Stichtag 1. März 2011 bei lediglich 14 %. Bei den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund war sie mit 30 % mehr als doppelt so hoch. Die Betreuungsquote misst den Anteil der Kinder in Kindertagesbetreuung bezogen auf alle Kinder in der jeweiligen Bevölkerung. Bei Kindern unter 3 Jahren lag sie in Deutschland insgesamt bei etwas über 25 %.

Einem Kind wird in den Statistiken der Kindertagesbetreuung dann ein Migrationshintergrund zugeschrieben, wenn mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist, das heißt Mutter und/oder Vater aus dem Ausland stammen. Die Staatsangehörigkeit der Eltern oder des Kindes spielt dabei keine Rolle.

Im Alter von 3 bis 5 Jahren lag die Betreuungsquote von Kindern mit Migrationshintergrund mit 85 % ebenfalls deutlich unter der Quote von Kindern ohne Migrationshintergrund (97 %). Die durchschnittliche Betreuungsquote aller Kinder in dieser Altersgruppe lag bei 93 %.

Bei einem Vergleich mit den beiden Vorjahren zeigt sich, dass bei den unter 3-Jährigen die Betreuungsquote gestiegen ist, sowohl bei Kindern mit Migrationshintergrund (+ 3 Prozentpunkte) als auch bei Kindern ohne Migrationshintergrund (+ 5 Prozentpunkte). Die Betreuungsquote bei Kindern zwischen 3 und 5 Jahren ist zwischen 2009 und 2011 weitgehend konstant geblieben.

Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Redaktion 30.09.2011
Berlin, 30.09.2011 Seit März 2011 werden im Rahmen der Offensive Frühe Chancen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 3.062 Kindertageseinrichtungen zu "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" ausgebaut. Damit ist ein Ziel der ersten Förderwelle, rund 3.000 Kindertageseinrichtungen für die Teilnahme zu gewinnen, voll erreicht.

"Je früher wir ein Kind in seiner Entwicklung unterstützen, desto größer ist die Chance auf Erfolg in der Schule und im Beruf und auf Integration in die Gemeinschaft", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Deshalb freue ich mich, dass inzwischen mehr als 3.000 Kitas an der Offensive Frühe Chancen teilnehmen und ihren Beitrag dazu leisten, allen Kindern von Anfang an faire Chancen zu ermöglichen. Die Sprache der Jüngsten systematisch und ganzheitlich zu begleiten, ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder, die sich für uns alle lohnt!"

Sprachliche Kompetenz ist der Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben und der Grundstein für eine erfolgreiche Bildungs- und Berufslaufbahn. Insbesondere Kinder aus sozial schwachen Familien profitieren davon, wenn sie schon früh beim Spracherwerb unterstützt werden. Die Offensive Frühe Chancen richtet sich daher an Kindertageseinrichtungen, die auch Kinder unter drei Jahren betreuen. Gefördert werden Kitas, die überdurchschnittlich häufig von Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf besucht werden.

In der Initiative "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" wollen qualifizierte Sprachexpertinnen und -experten die sprachliche Bildung der Kinder im pädagogischen Alltag stärken und die Eltern für die Bildung der Kinder gewinnen. Deshalb gehören zu ihren Aufgaben neben der sprachpädagogischen Arbeit mit den Kindern die Qualifizierung und fachliche Begleitung des Kita-Teams und die Zusammenarbeit mit den Eltern.

Bis zum Jahr 2014 stellt der Bund rund 400 Millionen Euro für die Offensive Frühe Chancen: "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" zur Verfügung. Mit dem Geld werden bis zu 4.000 Einrichtungen zu Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration ausgebaut. Jede geförderte Einrichtung erhält pro Jahr 25.000 Euro, jeder Einrichtungsverbund pro Jahr 50.000 Euro. Eine zweite Förderwelle mit rund 1.000 teilnehmenden Kitas soll im Frühjahr 2012 starten. Die Interessenbekundung findet voraussichtlich ab November 2011 unter www.fruehe-chancen.de statt. Die Förderung endet am 31. Dezember 2014.
Redaktion 30.09.2011
Hannover, 29.09.2011 An diesem Sonnabend eröffnen mehr als 140 Öffentliche Bibliotheken in Niedersachsen das zweite Projektjahr von "Lesestart Niedersachsen". Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das auf drei Jahre angelegte, landesweite Leseförderprojekt für Kleinkinder mit nunmehr 700.000 Euro. Durch die Förderung ist es gelungen, die Zahl der Einjährigen, deren Eltern ein Lesestart-Set erhalten, von 35.000 auf 45.000 gegenüber dem Vorjahr zu erhöhen.

Das Set enthält ein Bilderbuch, Informationsmaterial – auch in Russisch und Türkisch – sowie eine Einladung in die örtliche Öffentliche Bibliothek. Ausgehändigt wird es von Büchereien, Kinderärzten und weiteren Projektpartnern vor Ort.

"Mit Hilfe des Projektes erreichen wir in ganz Niedersachsen ganz unkompliziert junge Familien und stärken zugleich die Lesefrühförderung. Deshalb zahlt sich hier jeder Euro unseres finanziellen Engagements sehr wirksam aus. Denn das Vorlesen und der Umgang mit Büchern spielen eine herausragende Rolle, um Kinder an Sprache heranzuführen", sagt Niedersachsens Kulturministerin, Professor Dr. Johanna Wanka.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Büchereizentrale Niedersachsen in Kooperation mit der Stiftung Lesen sowie der Akademie für Leseförderung in Hannover. Wichtigste Projektpartner sind die Öffentlichen Bibliotheken im Land. Sie organisieren mit ihren örtlichen Kooperationspartnern die Verteilung der Lesestart-Sets an die Familien. Dies geschieht zumeist über die Kinderärzte und geht mit der U6-Kindervorsorgeuntersuchung einher, die zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat vorgesehen ist. Durch die Kooperation mit weiteren regionalen Initiativen werden in Niedersachsen somit nahezu flächendeckend alle einjährigen Kinder erreicht.

In den zahlreichen teilnehmenden Öffentlichen Bibliotheken gibt es in der Regel einen eigenen Kleinkindbereich. Ein zielgruppengerechtes Medienangebot für Kinder und junge Familien steht dort ebenfalls zur Verfügung. Zudem werden projektbegleitende Veranstaltungen angeboten. Das alles sichert die langfristige Wirkung der Kampagne, die auch durch die Vernetzung mit der im Herbst 2011 startenden Bundeskampagne "Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen" gegeben ist. Darüber hinaus erhalten die Bibliotheken bis zum Jahresende Themenpakete mit Bilderbüchern in arabischer, englischer, russischer und türkischer Sprache. Damit sollen Familien mit Migrationshintergrund besser erreicht werden. Beitragen wird dazu auch, dass die wichtigsten Informationen auf der zentralen Projekthomepage www.lesestart-niedersachsen.de ebenfalls ins Russische und Türkische übersetzt worden sind.
Redaktion 30.09.2011
Dresden, 28.09.2011 Der Kita-Dienstleistungspreis "Für Kinder gemacht – an Eltern gedacht" ist heute (28. September 2011) in der Kita "Spielparadies" in Hoyerswerda verliehen worden. Die Schirmherrschaft hat Kultusminister Roland Wöller übernommen: "Auf den Anfang kommt es an. Hier müssen Eltern, Erzieher, öffentliche Hand und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, um das Fundament für eine erfolgreiche Bildungskarriere unserer Kinder zu legen. Um so mehr freue ich mich, dass die sächsischen Kitas so flexibel auf die Wünsche der Eltern eingehen und einen großen Beitrag für ein familienfreundliches Sachsen leisten, in dem Familie und Beruf besser vereinbar wird."

Prämiert wurden drei Kindertageseinrichtungen aus dem Landesdirektionsbezirk Dresden, die die flexibelsten und modernsten Konzepte eingereicht haben. Ausgelobt wird der Preis von der Deutschen Kreditbank AG (DKB) Niederlassung Dresden in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Dresden.

Insgesamt haben sich 141 Kitas aus dem Landesdirektionsbezirk Dresden beworben. Eine Jury aus insgesamt vier Personen, je ein Vertreter des Sächsischen Kultusministeriums, des Sächsischen Sozialministeriums, der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) und der Deutschen Kreditbank AG (DKB), hat die besten drei Kitas ermittelt.
Auswahlkriterien waren:

Länge der Öffnungszeiten, Öffnungszeiten während der gesamten Ferienzeiten, gesicherte Alternativbetreuung während der Schließzeiten, Möglichkeit von individuell vereinbarten Betreuungszeiten, Integration von Kindern mit Behinderungen, Betreuung von Geschwisterkindern, besondere Angebote für Eltern, Betreuung in Ausnahmefällen und Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen.

Der Kita-Dienstleistungspreis ist eingebettet in die "Allianz für Familien". Diese sächsische Allianz bündelt Partner aus Politik und Wirtschaft, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Es gibt sie seit 2008 und die Federführung liegt beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Mehr Informationen zur Allianz finden Sie hier: www.familie.sachsen.de/allianz-fuer-familien.html
Redaktion 03.06.2011
Schwerin, 03.06.2011 Bei einem Besuch der Kindertagesstätte "Kinderland" in Broderstorf erkundigt sich Bildungsminister Henry Tesch am Montag, d. 6. Juni 2011, wie dort das Modellprojekt "Mehr Männer in Kitas MV" umgesetzt wird. Dieses Projekt des Trägervereins "Auf der Tenne" wird im Rahmen des Bundesprogramms "Mehr Männer in Kitas" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) als eines von bundesweit 16 Modellprojekten gefördert.

"Kinder brauchen weibliche und männliche Bezugspersonen. Bislang fehlen gerade den Kleinen oft männliche Rollenvorbilder, nicht selten in den eigenen Familien und auch in den Kindertageseinrichtungen. Ich freue mich, dass der Verein "Auf der Tenne" mit 2 Kindertagesstätten als Vertreter für Mecklenburg-Vorpommern in das Bundesprogramm "Mehr Männer in Kitas" aufgenommen wurde, um hier für Veränderungen zu sorgen und Wege zu erarbeiten, wie mehr Männer für den Erzieherberuf motiviert werden können", so Bildungsminister Henry Tesch anlässlich seines Arbeitsbesuchs in der Modell-Kita "Kinderland" in Broderstorf. Neben dieser integrativen Kindertageseinrichtung nimmt an dem Projekt außerdem die Integrative Kindertagesstätte "Siebenbuche" in Sanitz teil.

Das Ziel dieses Projekts besteht darin, den geringen Anteil von männlichen Erziehern in Kindertagesstätten, der bundesweit bei 2,4 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern bei 2,3 Prozent liegt, schrittweise zu erhöhen, um mittelfristig das von der EU vorgegebene Ziel von 20 Prozent zu erreichen.

Gleichzeitig verbinden damit die Initiatoren des Projektes den Anspruch, den Erzieherberuf attraktiver, moderner und akademischer zu gestalten und ihn gesellschaftlich aufzuwerten.

Dazu wurden für das zunächst 3-jährige Projekt "Mehr Männer in Kitas MV" u.a. folgende Schwerpunkte gesetzt:

- Kontaktbüro "Mehr Männer in Kitas MV: (Zentrale in Dummerstorf, Außenstelle in Stralsund) als Anlaufstelle für Informationen für Seiteneinsteiger, die sich für eine Umschulung oder eine Ausbildung als Erzieher interessieren .
- Modell-Kitas: Profilierung von 2 Modell-Kitas mit attraktiven, innovativen und zunehmend von männlichen Fachkräften durchgeführten Angeboten, aktive Einbeziehung der Eltern, insbesondere von Vätern, feste Kontakte zu Schulen und gezielte Betreuung von Praktikanten, Einbeziehung von weiteren Kitas
- Kooperation mit Schulen: Aufbau einer Workshop-Reihe zum Thema "Erzieher – ein toller Job, auch für Jungs", gezielte Berufsorientierungsveranstaltungen.
- Arbeitsgruppe Männer: Erarbeitung neuer Angebote für die Modell-Kitas und für die Berufsorientierung in den Schulen, inhaltliche Gestaltung einer Homepage www.mehrmaennerinkitas-mv.de
- Netzwerkarbeit: mit allen Partnern aus dem Bereich der frühkindlichen Betreuung und Bildung

Mehr zum Bundesprogramm "Männer in Kitas" unter www.bmfsfj.de
Redaktion 27.01.2011
Saarbrücken, 20.01.2011 Der saarländische Minister für Bildung, Klaus Kessler, hat heute Nachmittag in Saarbrücken die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 17. Januar 2011 und die sich daran anschließende öffentliche Diskussion zum Krippenausbau im Saarland wie folgt kommentiert:

"Die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zum Stand des Krippenausbaus in den einzelnen Bundesländern beziehen sich auf jene Betreuungsplätze, die zum 1. März 2010 bereits zur Verfügung standen. Nicht berücksichtigt werden jene Plätze, die durch die jeweilige Landesregierung bereits bewilligt, aber vor Ort noch nicht eingerichtet wurden. Was die Gesamtzahl der neuen Betreuungsplätze betrifft, wurden im Saarland im Rahmen des Bundesinvestitionsprogramms Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013 seit 2008 rund 2.400 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege gefördert. Damit wird die Betreuungsquote nach Abschluss der bereits geförderten Maßnahmen im Landesschnitt von 14,2 Prozent im Jahr 2008 auf 25,5 Prozent ansteigen. Hinzu kommen anstehende weitere Bewilligungen sowie Tagespflegeplätze. Ich bin demnach zuversichtlich, dass im Saarland ab August 2013 der vom Bund eingeforderte Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige erfüllt werden kann."

Und Kessler weiter: "Seit 2008 wurden für die Förderung von Betreuungsplätzen Bundesmittel in Höhe von knapp 12,8 Millionen Euro und Landesmittel in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden Landesmittel in Höhe von etwa 11,1 Millionen Euro für die qualitative Verbesserung bereits bestehender Betreuungsplätze in saarländischen Kindertageseinrichtungen bewilligt. Im Jahr 2011 stehen für den Krippenausbau Bundesmittel in Höhe von 3,8 Millionen Euro und Landesmittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 22,2 Millionen Euro. Bei der Umsetzung neuer Ausbaumaßnahmen muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Betreuungssituation landesweit ausgewogen gestaltet wird. Aktuell stellt sich diese von Landkreis zu Landkreis, aber auch innerhalb der einzelnen Landkreise von Gemeinde zu Gemeinde noch sehr unterschiedlich dar. Was die regionale und lokale Ausgewogenheit des Krippenausbaus betrifft, befindet sich das saarländische Bildungsministerium derzeit in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen vor Ort."

"Um den Rechtsanspruch auch in personeller Hinsicht gewährleisten zu können, hat die Landesregierung Ende Oktober 2010 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes ein berufsbegleitendes Aus- und Weiterbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte gestartet. Es richtet sich insbesondere an Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger sowie an berufliche Quereinsteiger, die den Abschluss zum staatlich anerkannten Erzieher an saarländischen Fachschulen anstreben. Koordiniert und wissenschaftlich begleitet wird das Aus- und Fortbildungsprogramm von der Weiterbildungsakademie zur Pädagogik der Kindheit, die an der Hochschule für Technik und Wirtschaft angesiedelt ist. Das saarländische Ministerium für Bildung fördert die Einrichtung und Umsetzung der Akademie mit 425.000 Euro", hielt Kessler fest.
Redaktion 28.11.2010
Stadtelternrat entsetzt über geplante Essensgelderhöhung für Kölner Kitas: Eltern sollen 1 Mio. € pro Jahr zuzahlen, gerade Mehrkindfamilien und sozial Schwache betroffen

Der Rat der Stadt Köln plant eine drastische Erhöhung des Essensgeldes für die städtischen Kindergärten von derzeit .30,40 € pro Kind und Monat auf dann 40 €. Dies entspricht einer Erhöhung um 31,6% und belastet eine Familie mit zwei Kindergartenkindern um 240 € pro Jahr. Insgesamt sollen die Eltern Mehrkosten von mindestens 1 Mio. € pro Jahr tragen. Hintergrund ist die vom Rat Anfang des Jahres beschlossene Einstellung von Küchenkräften zur Entlastung des pädagogischen Personals (Ratsbeschluss vom 23. März 2010).

Während der Stadtelternrat die Einstellung der Küchenkräfte ausdrücklich begrüßt, hält er die geplante Verquickung von Essensgeld und Personalkosten für sozial völlig unausgewogen:

Eine Familie mit zwei Kindergartenkindern würde durch den Ratsbeschluss um 240 € pro Jahr mehr belastet. Die geplante Regelung trifft gerade Eltern mit mehreren Kita-Kindern besonders hart. Warum sollte eine Familie mit zwei Kindern einen doppelt so hohen Beitrag zu den Personalkosten leisten, eine Familie mit drei Kindern gar einen dreimal so hohen Beitrag? fragen die Vorsitzenden des Stadtelternrates Heike Ahlers-Fries und Hilmar Rauhe. Sie führen weiter aus: Personalkosten unterliegen normalerweise einer sozialen Staffelung, wie sie bei den Elternbeiträgen vorgesehen ist. Alles andere ist völlig unvertretbar.

Sie kritisieren auch das widersprüchliche Vorgehen der Stadt: Die Eltern fühlen sich von der Stadt Köln verschaukelt. Die Stadt brummt den Eltern die Verpflichtungen auf, die sie laut Tarifvertrag eigentlich selbst zu tragen hätte und zu der sie sich im Ratsbeschluss vom 23.03.2010 zu den Küchenkräften auch eindeutig bekannt hat. Im Beschlussprotokoll vom 23.März 2010 heißt es dazu:

Der Einsatz hauswirtschaftlicher Hilfskräfte muss in diesem Zusammenhang im KiBiz Berücksichtigung finden. Bis zu diesem Zeitpunkt geht die Stadt Köln, entsprechend den ihr als Arbeitgeber obliegenden Pflichten zur Umsetzung des Gesundheitstarifvertrages, in Vorleistung.

Entsprechend dieses Beschlusses liegt die Verpflichtung zur Finanzierung der hauswirtschaftlichen Unterstützungskräfte aus Sicht der Elternvertreter beim Arbeitgeber, solange nicht das Land NRW innerhalb der anstehenden Generalrevision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiZ) die Grundlage für eine deutliche Verbesserung der Personalsituation in den Kitas geschaffen hat.

Die Elternvertreter schließen eine angemessene Beteiligung der Eltern nicht grundsätzlich aus, hätten sich jedoch gewünscht, im Vorfeld in die Überlegungen mit einbezogen zu werden. Grundsätzlich sehen sie insbesondere das Land NRW in der Pflicht, in der anstehenden Revision des Kinderbildungsgesetzes verbesserte Personalschlüssel zu schaffen."
Redaktion 22.11.2010
Wiesbaden, 22.11.2010 Kultusministerin Dorothea Henzler hat heute in Frankfurt den Fachtag Von Anfang an Frühe Förderung im Schwerpunkt Sprache eröffnet. Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Frühe Sprachentwicklung und Sprachförderung sind für alle Lernbereiche wichtig. Denn die Entwicklung der Sprachkompetenz wirkt sich auf die kindliche Lernfähigkeit aus, sagte die Ministerin. Daher sollte Sprachförderung frühzeitig einsetzen und kontinuierlich fortgesetzt werden. Mit dem institutionsübergreifenden hessischen Bildungs- und Erziehungsplan von 0-10 Jahren trage Hessen dem bereits seit Jahren Rechnung.

Anlass des Fachtags war der Abschluss des Projekts Schwerpunkt Sprache, eines Forschungsprojekts des Kultusministeriums in Kooperation mit dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen und der Frankfurter Metzler-Stiftung. Dieses Projekt liefert Fachkräften in Schulen, Kindertagesstätten und anderen Lernorten wichtige empirische und für die alltägliche Praxis nutzbare Ergebnisse, mit denen sie Sprachförderung noch besser planen und umsetzen können.

So allgegenwärtig Sprache unser Leben bestimmt, so zentral ist die Bedeutung des Spracherwerbs für jeden Einzelnen. Kinder suchen und finden mit zunehmender Sprachkompetenz ihren Platz in der Gesellschaft. Dabei wollen wir sie bestmöglich unterstützen, so Sylvia von Metzler, Vorstand der Metzler-Stiftung, in ihrem Grußwort.

Gute Forschung sorgt dafür, dass Bildungspolitik und Praxis mehr darüber wissen, was den Kindern bei einer erfolgreichen Sprachentwicklung hilft und was nicht. Darum arbeiten wir sehr gerne mit der Metzler-Stiftung, dem Hessischen Kultusministerium und den Partnern in den Forschungseinrichtungen zusammen, sagte Michael Fritz vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen.

Auf dem Fachtag stellten Experten aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Erkenntnisse zum frühen Spracherwerb und zur schulischen Sprachförderung vor. Forschungsergebnisse aus dem Projekt Schwerpunkt Sprache, Konzepte aus dem Bereich Deutsch als Zweitsprache sowie erprobte Praxisbeispiele laufender Projekte wurden in Vorträgen, Workshops und auf einem Marktplatz diskutiert.

Rund 130 Fachberaterinnen und Fachberater aus Grundschulen und Kindertagesstätten, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des Bildungs- und Erziehungsplans, Ausbilderinnen und Ausbilder der Fachschulen und Studienseminare sowie das interessierte Fachpublikum nahmen am Fachtag teil.
Redaktion 21.10.2010
Unter dem Titel: "Was kommt nach KiBiz?" veranstalten die Grünen im Landtag NRW eine Tagung, bei der neben den bekannten Verwerfungen und Unzufriedenheiten nochmals aktuelle Eindrücke gesammelt und Ansätze für die vorgesehene Revision zusammengetragen werdern sollen.

Diese Veranstaltung steht neben den durch die Landesregierung initiierten Verfahren, mit denen eine breite Beteiligung erfolgen soll.

Die Veranstaltung findet am 4.11.2010, ab 17.00 Uhr, im Landtag Düsseldorf statt. Nähere Informationen sind erhältlich unter folgender Emailadresse: marco.becker@landtag.nrw.de
Redaktion 21.10.2010
Saarbrücken, 15.10.2010 "Der Krippenausbau geht zügig voran. Ich bin zuversichtlich, dass im Saarland ab August 2013 der vom Bund eingeforderte Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige erfüllt werden kann", kommentierte Stephan Körner, Staatssekretär im saarländischen Ministerium für Bildung, die Halbzeitbilanz zur Umsetzung des Bundesinvestitionsprogramms "Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013" im Saarland.

Laut Bildungsministerium konnten seit 2008 rund 1.500 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren gefördert werden. Damit wird die Betreuungsquote im Landesschnitt von 14,2 Prozent im Jahr 2008 auf 24,1 Prozent ansteigen.

"In die Förderung der neuen Betreuungsplätze sind Bundesmittel in Höhe von knapp 11,95 Millionen Euro geflossen. Das Land stellt rund 9,63 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus wurden Landesmittel in Höhe von etwa 11 Millionen Euro für die qualitative Verbesserung bereits bestehender Betreuungsplätze in saarländischen Kindertageseinrichtungen bewilligt", hielt Körner fest.

Und Körner weiter: "Um die Erfüllung des Rechtsanspruches bis 2013 zuverlässig gewährleisten zu können, ist es nun notwendig, alle Mittel und Kräfte auf den Krippenausbau zu konzentrieren. Hierzu wird das Bildungsministerium kurzfristig zusammen mit den Landkreisen und dem Regionalverband entsprechende Prioritätslisten erstellen."


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