Frankfurt a. M., 28.05.2010 "Entscheidend ist, dass die Richtung stimmt: Angleichung der Bezahlung zwischen den Schulformen und zwischen Beamten und Angestellten", erklärte Ilse Schaad, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), nach der sechsten Verhandlungsrunde zur Länderentgeltordnung/Lehrkräfte (L-ego), am Freitag in Berlin.
"Die GEW hält an ihrem Ziel fest, dass bei der Bezahlung unabhängig von der Schulform die akademische Ausbildung der Lehrkräfte berücksichtigt werden muss. Klar ist, dass auf diesem Weg Zwischenschritte denkbar sind. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Erfolg."
Nach zähen Verhandlungen über die Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte zwischen GEW und dbb-Tarifunion auf der einen und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf der anderen Seite kamen die Tarifvertragsparteien überein, die Verhandlungen im Oktober fortzusetzen. In der Zwischenzeit werden die Gewerkschaftsgremien über mögliche Lösungsschritte beraten.
Info: Seit September 2009 verhandeln die Gewerkschaften mit der TdL über die Eingruppierung der angestellten Lehrerinnen und Lehrer im Tarifvertrag der Länder (TvL).
"Die GEW hält an ihrem Ziel fest, dass bei der Bezahlung unabhängig von der Schulform die akademische Ausbildung der Lehrkräfte berücksichtigt werden muss. Klar ist, dass auf diesem Weg Zwischenschritte denkbar sind. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Erfolg."
Nach zähen Verhandlungen über die Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte zwischen GEW und dbb-Tarifunion auf der einen und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf der anderen Seite kamen die Tarifvertragsparteien überein, die Verhandlungen im Oktober fortzusetzen. In der Zwischenzeit werden die Gewerkschaftsgremien über mögliche Lösungsschritte beraten.
Info: Seit September 2009 verhandeln die Gewerkschaften mit der TdL über die Eingruppierung der angestellten Lehrerinnen und Lehrer im Tarifvertrag der Länder (TvL).
Dortmund, 04.05.2010 "Es kann nicht angehen, dass ein tarifbeschäftigter Lehrer in NRW ein anderes Gehalt bekommt als einer in Hessen", erklärte Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE NRW, heute anlässlich einer Warnstreik-Aktion vor dem Sitz der Bezirksregierung Arnsberg. "Deshalb brauchen wir endlich einen länderübergreifenden Tarifvertrag, der das Einkommen regelt."
Seit Ende 2009 verhandeln die Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als öffentlichen Arbeitgebern über eine Entgeltordnung für die bundesweit 200.000 tarifbeschäftigten Lehrkräfte. Die Eingruppierung von Lehrkräften soll erstmals tariflich geregelt werden. Damit würden Lehrkräfte nach 50 Jahren den anderen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst gleichgestellt.
"Nachdem die Arbeitgeber in den bisherigen Verhandlungen nicht bereit waren, auf die Forderungen der Bildungsgewerkschaften einzugehen, müssen wir den Druck erhöhen", so Beckmann weiter: "Wir fordern, dass wissenschaftlich ausgebildete Lehrkräfte genau so gut wie andere Akademiker im öffentlichen Dienst bezahlt werden. Es ist darüber hinaus nicht hinnehmbar, dass die Arbeitgeber z.B. die Grundschullehrer in der Bezahlung weiterhin abhängen wollen."
Zudem sei es nicht akzeptabel, dass tarifbeschäftigte Lehrkräfte für die gleiche Arbeit deutlich weniger Einkommen hätten als ihre beamteten Kolleginnen und Kollegen.
Das Land Nordrhein-Westfalen ist Mitglied in der TdL. In NRW gibt es über 36.000 tarifbeschäftigte Lehrkräfte.
Die Forderungen des VBE und seiner Dachorganisation, der dbb tarifunion, sind im Einzelnen:
-Einheitliche Eingruppierung aller Lehrkräfte mit gleichwertiger Tätigkeit und wissenschaftlicher Qualifikation
-Beseitigung der unterschiedlichen Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern nach Schulformen und Schulstufen
-Qualifizierungsanspruch für pädagogische Fachkräfte und Bewährungsaufstieg nach entsprechenden Berufsjahren
-umfassende tarifliche Regelungen für alle angestellten Lehrkräfte
Der VBE-Landeschef: "Arbeitgeber dürfen nicht weiterhin nach Gutsherrenart entscheiden, wie tarifbeschäftigte Lehrkräfte eingruppiert werden. Wer angesichts des sich bereits jetzt abzeichnenden Lehrermangels mehr junge Menschen für diesen Beruf gewinnen will, der muss für eine attraktive Bezahlung sorgen. Auch deshalb werden wir nicht locker lassen, bis die Bezahlung für die Lehrkräfte ins Lot gebracht ist".
Info: Der Verband Bildung und Erziehung (VBE-NRW) organisiert 23.000 Mitglieder. Er vertritt die Interessen der Lehrkräfte an Real-, Haupt-, Gesamt-, Grund- und Förderschulen und ist die mit Abstand stärkste Lehrerorganisation in der dbb tarifunion.
Nähere Angaben zu den Warnstreiks in NRW, zu denen GEW und dbb tarifunion/VBE gemeinsam aufrufen, finden Sie unter:
http://www.vbe-nrw.de
http://www.tarifunion.de
http://www.gew-nrw.de
Seit Ende 2009 verhandeln die Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als öffentlichen Arbeitgebern über eine Entgeltordnung für die bundesweit 200.000 tarifbeschäftigten Lehrkräfte. Die Eingruppierung von Lehrkräften soll erstmals tariflich geregelt werden. Damit würden Lehrkräfte nach 50 Jahren den anderen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst gleichgestellt.
"Nachdem die Arbeitgeber in den bisherigen Verhandlungen nicht bereit waren, auf die Forderungen der Bildungsgewerkschaften einzugehen, müssen wir den Druck erhöhen", so Beckmann weiter: "Wir fordern, dass wissenschaftlich ausgebildete Lehrkräfte genau so gut wie andere Akademiker im öffentlichen Dienst bezahlt werden. Es ist darüber hinaus nicht hinnehmbar, dass die Arbeitgeber z.B. die Grundschullehrer in der Bezahlung weiterhin abhängen wollen."
Zudem sei es nicht akzeptabel, dass tarifbeschäftigte Lehrkräfte für die gleiche Arbeit deutlich weniger Einkommen hätten als ihre beamteten Kolleginnen und Kollegen.
Das Land Nordrhein-Westfalen ist Mitglied in der TdL. In NRW gibt es über 36.000 tarifbeschäftigte Lehrkräfte.
Die Forderungen des VBE und seiner Dachorganisation, der dbb tarifunion, sind im Einzelnen:
-Einheitliche Eingruppierung aller Lehrkräfte mit gleichwertiger Tätigkeit und wissenschaftlicher Qualifikation
-Beseitigung der unterschiedlichen Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern nach Schulformen und Schulstufen
-Qualifizierungsanspruch für pädagogische Fachkräfte und Bewährungsaufstieg nach entsprechenden Berufsjahren
-umfassende tarifliche Regelungen für alle angestellten Lehrkräfte
Der VBE-Landeschef: "Arbeitgeber dürfen nicht weiterhin nach Gutsherrenart entscheiden, wie tarifbeschäftigte Lehrkräfte eingruppiert werden. Wer angesichts des sich bereits jetzt abzeichnenden Lehrermangels mehr junge Menschen für diesen Beruf gewinnen will, der muss für eine attraktive Bezahlung sorgen. Auch deshalb werden wir nicht locker lassen, bis die Bezahlung für die Lehrkräfte ins Lot gebracht ist".
Info: Der Verband Bildung und Erziehung (VBE-NRW) organisiert 23.000 Mitglieder. Er vertritt die Interessen der Lehrkräfte an Real-, Haupt-, Gesamt-, Grund- und Förderschulen und ist die mit Abstand stärkste Lehrerorganisation in der dbb tarifunion.
Nähere Angaben zu den Warnstreiks in NRW, zu denen GEW und dbb tarifunion/VBE gemeinsam aufrufen, finden Sie unter:
http://www.vbe-nrw.de
http://www.tarifunion.de
http://www.gew-nrw.de
Essen, 04.05.2010 Unter dem Motto "Aussitzen gilt nicht!" haben sich am Dienstag gut 2.500 angestellte Lehrkräfte an den Warnstreikaktionen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der dbb Tarifunion in zehn Städten NRWs beteiligt. An den Schulen kam es deshalb allenthalben zu außerplanmäßigem Unterrichtsausfall. Die Lehrerinnen und Lehrer fordern einen Tarifvertrag, der eine einheitliche und bessere Bezahlung regeln soll. Die Aktionspalette an den Streikstandorten – Bielefeld, Münster, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln und Bonn - reichte von spektakulären Flashmob-Aktionen über Sketche bis hin zu symbolischen Aktionen zum Thema "Aussitzen gilt nicht". In Duisburg und Bochum wurden politische Grußbotschaften an Finanzminister Linssen übermittelt, der das gewichtige Land NRW in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vertritt.
GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber gab auf der Kundgebung in Düsseldorf den Ärger der Streikenden über die Verschleppungsstrategie der Arbeitgeber bei den Verhandlungen über eine Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte (L-ego) wieder. "Seit 50 Jahren werden Lehrkräfte nach Arbeitgeberrichtlinien ohne Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss beendet werden." Für 20.000 angestellte Ärzte bundesweit gebe es einen einheitlichen Tarifvertrag, nicht aber für die 200.000 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen Deutschlands. Zwar seien die angestellten Lehrkräfte in der Minderheit, dies sei aber kein Grund, sie ohne Tarifvertrag zu geringeren Löhnen abzuspeisen. Das werde die GEW nicht länger akzeptieren.
Auf der Streikversammlung in Duisburg warf GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad, als Mitglied im Bundesvorstand zugleich Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, den öffentlichen Arbeitgebern vor, ihnen sei die Tätigkeit eines Hauptschullehrers weniger wert als die eines Gymnasiallehrers. "Alle wollen eine hohe Qualität und verlangen dementsprechend eine hochwertige Schulbildung." Dann müsse man die Lehrer auch entsprechend vergüten. Gerade mit Blick auf den wachsenden Lehrermangel sei eine gerechte Bezahlung notwendig. "Wir wollen", so Schaad, "eine Bezahlung unabhängig von der Schulform." Das hieße Entgeltgruppe 13 für alle Lehrer mit Hochschulabschluss und für Absolventen mit zweitem Staatsexamen die Entgeltgruppe 14, vergleichbar der Besoldungsgruppe A 13 im Beamtenbereich. Bislang werden Lehrkräfte in NRW schlechter bezahlt als andere Akademiker im öffentlichen Dienst (EG 13). Die Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen werden in EG 11 einsortiert, 60 % der Lehrkräfte sogar unterhalb dieses Niveaus, weil sie keine vollständige Lehrerausbildung haben, aber oftmals seit Jahrzehnten ebenfalls Unterricht erteilen wie alle anderen Beschäftigten in Schulen.
Info: Nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach fünf Verhandlungsrunden über eine Länder-Entgeltordnung für Lehrkräfte am vergangenen Mittwoch die Kernforderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen hatte, haben GEW und dbb Tarifunion die angestellten Lehrkräfte in zehn Bundesländern vom 3. bis 6. Mai zu ersten Warnstreiks und Aktionen aufgerufen. Neben den Warnstreiks in NRW finden heute, 4.5., in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsame Demonstrationen und Kundgebungen statt. Die GEW hat in der L-ego-Runde für Lehrkräfte die Verhandlungsführerschaft. In Deutschland gibt es gut 205.000 angestellte Lehrkräfte.
GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber gab auf der Kundgebung in Düsseldorf den Ärger der Streikenden über die Verschleppungsstrategie der Arbeitgeber bei den Verhandlungen über eine Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte (L-ego) wieder. "Seit 50 Jahren werden Lehrkräfte nach Arbeitgeberrichtlinien ohne Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss beendet werden." Für 20.000 angestellte Ärzte bundesweit gebe es einen einheitlichen Tarifvertrag, nicht aber für die 200.000 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen Deutschlands. Zwar seien die angestellten Lehrkräfte in der Minderheit, dies sei aber kein Grund, sie ohne Tarifvertrag zu geringeren Löhnen abzuspeisen. Das werde die GEW nicht länger akzeptieren.
Auf der Streikversammlung in Duisburg warf GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad, als Mitglied im Bundesvorstand zugleich Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, den öffentlichen Arbeitgebern vor, ihnen sei die Tätigkeit eines Hauptschullehrers weniger wert als die eines Gymnasiallehrers. "Alle wollen eine hohe Qualität und verlangen dementsprechend eine hochwertige Schulbildung." Dann müsse man die Lehrer auch entsprechend vergüten. Gerade mit Blick auf den wachsenden Lehrermangel sei eine gerechte Bezahlung notwendig. "Wir wollen", so Schaad, "eine Bezahlung unabhängig von der Schulform." Das hieße Entgeltgruppe 13 für alle Lehrer mit Hochschulabschluss und für Absolventen mit zweitem Staatsexamen die Entgeltgruppe 14, vergleichbar der Besoldungsgruppe A 13 im Beamtenbereich. Bislang werden Lehrkräfte in NRW schlechter bezahlt als andere Akademiker im öffentlichen Dienst (EG 13). Die Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen werden in EG 11 einsortiert, 60 % der Lehrkräfte sogar unterhalb dieses Niveaus, weil sie keine vollständige Lehrerausbildung haben, aber oftmals seit Jahrzehnten ebenfalls Unterricht erteilen wie alle anderen Beschäftigten in Schulen.
Info: Nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach fünf Verhandlungsrunden über eine Länder-Entgeltordnung für Lehrkräfte am vergangenen Mittwoch die Kernforderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen hatte, haben GEW und dbb Tarifunion die angestellten Lehrkräfte in zehn Bundesländern vom 3. bis 6. Mai zu ersten Warnstreiks und Aktionen aufgerufen. Neben den Warnstreiks in NRW finden heute, 4.5., in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsame Demonstrationen und Kundgebungen statt. Die GEW hat in der L-ego-Runde für Lehrkräfte die Verhandlungsführerschaft. In Deutschland gibt es gut 205.000 angestellte Lehrkräfte.
Stuttgart, 04.05.2010 Gut 1.000 angestellte Lehrer/innen sind heute dem Warnstreik-Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gefolgt. An der zentralen Kundgebung in Karlsruhe nahmen etwa 700 Streikende teil, weitere 300 verbeamtete Lehrkräfte unterstützen ihre Kolleg/innen.
"Die Landesregierungen in allen Bundesländern produzieren Lehrermangel, so lange sie versuchen, gute Bildung mit Beschäftigten zweiter Klasse zu erreichen. Wie soll der Lehrerberuf attraktiv bleiben, wenn in Baden-Württemberg 10.000 und bundesweit mehr als 200.000 Lehrkräfte an staatlichen Schulen keinen Tarifvertrag haben, der ihre Eingruppierung regelt. Angestellte Lehrkräfte haben im Monat 600 bis 800 Euro weniger auf ihrem Konto als Beamte", sagte am Dienstag (04.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Zu der Kundgebung in Karlsruhe waren auch Streikende aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland gekommen. Neben Doro Moritz sprach der GEW-Landesvorsitzende Rheinland–Pfalz, Klaus-Peter Hammer, und die stellvertretende baden-württembergische DGB-Vorsitzende Marion von Wartenberg in Karlsruhe.
"Seit 50 Jahren werden angestellte Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte durch die Arbeitgeber ohne Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss endlich ein Ende haben!" sagte der Landesvorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer auf der Kundgebung in Karlsruhe. "Für die GEW ist es unredlich, wenn die Arbeitgeber der Länder die gewerkschaftlichen Forderungen nach einem Tarifvertrag als zu teuer zurückweisen. Allein die Einkommensverluste der seit 2006 von ihnen neu Eingestellten dürften schon jetzt mehr als eine Milliarde Euro betragen! Gute Bildung ist MehrWert!"
"Die Landesregierungen in allen Bundesländern produzieren Lehrermangel, so lange sie versuchen, gute Bildung mit Beschäftigten zweiter Klasse zu erreichen. Wie soll der Lehrerberuf attraktiv bleiben, wenn in Baden-Württemberg 10.000 und bundesweit mehr als 200.000 Lehrkräfte an staatlichen Schulen keinen Tarifvertrag haben, der ihre Eingruppierung regelt. Angestellte Lehrkräfte haben im Monat 600 bis 800 Euro weniger auf ihrem Konto als Beamte", sagte am Dienstag (04.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Zu der Kundgebung in Karlsruhe waren auch Streikende aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland gekommen. Neben Doro Moritz sprach der GEW-Landesvorsitzende Rheinland–Pfalz, Klaus-Peter Hammer, und die stellvertretende baden-württembergische DGB-Vorsitzende Marion von Wartenberg in Karlsruhe.
"Seit 50 Jahren werden angestellte Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte durch die Arbeitgeber ohne Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss endlich ein Ende haben!" sagte der Landesvorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer auf der Kundgebung in Karlsruhe. "Für die GEW ist es unredlich, wenn die Arbeitgeber der Länder die gewerkschaftlichen Forderungen nach einem Tarifvertrag als zu teuer zurückweisen. Allein die Einkommensverluste der seit 2006 von ihnen neu Eingestellten dürften schon jetzt mehr als eine Milliarde Euro betragen! Gute Bildung ist MehrWert!"
Erfurt, 03.05.2010 In einer gemeinsamen Aktion rufen dbb tarifunion und tlv thüringer lehrerverband ihre Mitglieder am 04. Mai 2010 um 16.00 Uhr zu einer Aktion vor der Staatskanzlei in Erfurt auf. Damit soll auf den derzeitigen nicht zufriedenstellenden Verhandlungsstand zu einer bundesweit gültigen Entgeltordnung aufmerksam gemacht werden.
Das Angebot der Tarifgemeinschaft deutscher Länder an die dbb tarifunion vom 19. Mai 2006 sah vor, dass im Rahmen der Verhandlungen zu einer neuen Entgeltordnung die Tarifvertragsparteien Verhandlungen zur Eingruppierung der Lehrkräfte aufnehmen werden. Damit wurde erstmalig vereinbart, die Eingruppierung von Lehrkräften nicht mehr einseitig durch Beamtenrecht oder Richtlinien, sondern durch Tarifvertrag zu regeln.
Als Redner sind der tlv Landesvorsitzende Rolf Busch und Helmut Liebermann als Vertreter der dbb tarifunion anwesend. Die GEW Thüringen war über diese Aktion informiert, wird sich aber nicht daran beteiligen.
Seit September 2009 verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber über ein zukunftsfähiges, transparentes und tätigkeitsbezogenes Eingruppierungssystem. Aber auch die letzte Runde am 28. April 2010 brachte nicht den gewünschten Durchbruch.
Das Angebot der Tarifgemeinschaft deutscher Länder an die dbb tarifunion vom 19. Mai 2006 sah vor, dass im Rahmen der Verhandlungen zu einer neuen Entgeltordnung die Tarifvertragsparteien Verhandlungen zur Eingruppierung der Lehrkräfte aufnehmen werden. Damit wurde erstmalig vereinbart, die Eingruppierung von Lehrkräften nicht mehr einseitig durch Beamtenrecht oder Richtlinien, sondern durch Tarifvertrag zu regeln.
Als Redner sind der tlv Landesvorsitzende Rolf Busch und Helmut Liebermann als Vertreter der dbb tarifunion anwesend. Die GEW Thüringen war über diese Aktion informiert, wird sich aber nicht daran beteiligen.
Seit September 2009 verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber über ein zukunftsfähiges, transparentes und tätigkeitsbezogenes Eingruppierungssystem. Aber auch die letzte Runde am 28. April 2010 brachte nicht den gewünschten Durchbruch.
Köln, 19.03.2010 Nach den zähen Verhandlungen zwischen TdL, GEW und dbb tarifunion über eine erstmalige tarifliche Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte zu Wochenbeginn in Berlin hat heute in Köln eine weitere Protestaktion der Gewerkschaften stattgefunden. Auf einer Kundgebung vor dem Messegelände der Bildungsmesse didacta forderten führende GEW-Vertreter die öffentlichen Arbeitgeber auf, endlich in zielführende Verhandlungen einzutreten. Andernfalls müsse in den nächsten Wochen bundesweit mit weiteren Protestmaßnahmen in den Schulen gerechnet werden. Die Geduld der Tarifbeschäftigten sei am Ende, man wolle jetzt wissen, wohin die Reise gehe. Insbesondere von der Landesregierung in NRW erwarten die Beschäftigten einen konstruktiven Part innerhalb der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).
"Die GEW wird die Benachteiligung der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst der Länder nicht länger hinnehmen. Finanzminister Linssen muss jetzt öffentlich erklären, was die Landesregierung will", sagte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber auf der Kundgebung. Für die GEW sei es nicht akzeptabel, dass angestellte Lehrkräfte derzeit trotz vollwertigem Hochschulabschluss um bis zwei Gehaltsgruppen schlechter als andere Akademiker bezahlt würden. So werden angestellte Lehrerkräfte beispielsweise an Grund- und Hauptschulen in die Entgeltgruppe 11 eingruppiert, andere Akademiker im öffentlichen Dienst in die Entgeltgruppe 13. Dieser Gehaltsunterschied allein beträgt ca. 400 EURO brutto pro Monat. Eine voll ausgebildete Lehrerin habe überdies noch ein zweijähriges Referendariat mit Staatsexamen absolviert. Das müsse zusätzlich bei der Eingruppierung honoriert werden.
GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad benannte die entscheidenden Punkte, zu denen die Arbeitgeber in der nächsten Gesprächsrunde Position beziehen müssten. "Die Gewerkschaften wollen eine tarifliche Lösung für alle 200.000 angestellten Lehrkräfte. Ausbildung und Tätigkeit müssen die entscheidenden Kriterien für die Eingruppierung sein", unterstrich die Tarifexpertin. "Zudem ist jedermann verständlich, dass wissenschaftlich ausgebildete Lehrkräfte nicht schlechter behandelt werden dürfen als andere Akademiker im öffentlichen Dienst. Wer gute Schulen will, muss auch die Lehrer anständig bezahlen." Außerdem sei die Ost-West-Angleichung der Vergütungen erforderlich.
"In dem weiteren Verlauf der Gespräche sind noch viele Details zu verhandeln. Die Arbeitgeber sind den Lehrerinnen und Lehrern jedoch ein klares Signal schuldig, wie die Eckpunkte des neuen Tarifvertrags gestaltet werden sollen", fügte die Tarifexpertin der GEW hinzu.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 28. April in Berlin statt. Die Gewerkschaften bereiten weitere Aktionen vor, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Schon in der nächsten Woche, am 26. März, werden die Proteste in Hannover mit der Übergabe tausender Unterschriften an Niedersachsens Finanzminister Möllring fortgesetzt. Er ist zur Zeit der Vorsitzende des Vorstands der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).
"Die GEW wird die Benachteiligung der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst der Länder nicht länger hinnehmen. Finanzminister Linssen muss jetzt öffentlich erklären, was die Landesregierung will", sagte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber auf der Kundgebung. Für die GEW sei es nicht akzeptabel, dass angestellte Lehrkräfte derzeit trotz vollwertigem Hochschulabschluss um bis zwei Gehaltsgruppen schlechter als andere Akademiker bezahlt würden. So werden angestellte Lehrerkräfte beispielsweise an Grund- und Hauptschulen in die Entgeltgruppe 11 eingruppiert, andere Akademiker im öffentlichen Dienst in die Entgeltgruppe 13. Dieser Gehaltsunterschied allein beträgt ca. 400 EURO brutto pro Monat. Eine voll ausgebildete Lehrerin habe überdies noch ein zweijähriges Referendariat mit Staatsexamen absolviert. Das müsse zusätzlich bei der Eingruppierung honoriert werden.
GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad benannte die entscheidenden Punkte, zu denen die Arbeitgeber in der nächsten Gesprächsrunde Position beziehen müssten. "Die Gewerkschaften wollen eine tarifliche Lösung für alle 200.000 angestellten Lehrkräfte. Ausbildung und Tätigkeit müssen die entscheidenden Kriterien für die Eingruppierung sein", unterstrich die Tarifexpertin. "Zudem ist jedermann verständlich, dass wissenschaftlich ausgebildete Lehrkräfte nicht schlechter behandelt werden dürfen als andere Akademiker im öffentlichen Dienst. Wer gute Schulen will, muss auch die Lehrer anständig bezahlen." Außerdem sei die Ost-West-Angleichung der Vergütungen erforderlich.
"In dem weiteren Verlauf der Gespräche sind noch viele Details zu verhandeln. Die Arbeitgeber sind den Lehrerinnen und Lehrern jedoch ein klares Signal schuldig, wie die Eckpunkte des neuen Tarifvertrags gestaltet werden sollen", fügte die Tarifexpertin der GEW hinzu.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 28. April in Berlin statt. Die Gewerkschaften bereiten weitere Aktionen vor, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Schon in der nächsten Woche, am 26. März, werden die Proteste in Hannover mit der Übergabe tausender Unterschriften an Niedersachsens Finanzminister Möllring fortgesetzt. Er ist zur Zeit der Vorsitzende des Vorstands der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).
Länderrunde: neue Entgeltordnung für Lehrkräfte / Beschäftigte wollen endlich Fortschritte sehen
Berlin, 18.02.2010 "Zäh und enttäuschend" ist die dritte Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der dbb Tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Eingruppierung der Lehrkräfte verlaufen.
"In wesentlichen Punkten ist noch immer keine Übereinstimmung zwischen den Tarifparteien erreicht worden", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad nach den Gesprächen in Berlin. Die Gewerkschaften verlangen eine bessere und gleiche Eingruppierung aller voll ausgebildeten Lehrkräfte.
"Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der nächsten Gesprächsrunde endlich erkennbare Schritte nach vorne machen. Die Beschäftigten, die in den vergangenen Jahren teils erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen mussten, wollen endlich Fortschritte sehen. Sie sind aktionsbereit", betonte Schaad.
In den Verhandlungen, die am Mittwoch und Donnerstag stattfanden, haben sich die Tarifparteien mit den Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die künftige Entgeltordnung für Lehrkräfte beschäftigt. Die GEW hat deutlich gemacht, dass Lehrkräfte mit Masterabschluss genau so eingruppiert werden müssten wie andere Akademiker mit Master. "Die GEW wird die Benachteiligung der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst der Länder nicht länger hinnehmen", erklärte Schaad. Lehrkräfte werden zurzeit trotz vollwertigem Hochschulabschluss um bis zu zwei Gehaltsgruppen schlechter bezahlt.
Berlin, 18.02.2010 "Zäh und enttäuschend" ist die dritte Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der dbb Tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Eingruppierung der Lehrkräfte verlaufen.
"In wesentlichen Punkten ist noch immer keine Übereinstimmung zwischen den Tarifparteien erreicht worden", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad nach den Gesprächen in Berlin. Die Gewerkschaften verlangen eine bessere und gleiche Eingruppierung aller voll ausgebildeten Lehrkräfte.
"Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der nächsten Gesprächsrunde endlich erkennbare Schritte nach vorne machen. Die Beschäftigten, die in den vergangenen Jahren teils erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen mussten, wollen endlich Fortschritte sehen. Sie sind aktionsbereit", betonte Schaad.
In den Verhandlungen, die am Mittwoch und Donnerstag stattfanden, haben sich die Tarifparteien mit den Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die künftige Entgeltordnung für Lehrkräfte beschäftigt. Die GEW hat deutlich gemacht, dass Lehrkräfte mit Masterabschluss genau so eingruppiert werden müssten wie andere Akademiker mit Master. "Die GEW wird die Benachteiligung der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst der Länder nicht länger hinnehmen", erklärte Schaad. Lehrkräfte werden zurzeit trotz vollwertigem Hochschulabschluss um bis zu zwei Gehaltsgruppen schlechter bezahlt.
GEW: Mit Nullrunden werden die KiTas nicht besser
Stuttgart, 02.02.2010 Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Erzieher/innen in Baden-Württemberg für Mittwoch (03.02.) und Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen.
"Die Anforderungen für die Beschäftigten in KiTas haben sich stark erhöht. Mit Nullrunden erreichen die Arbeitgeber nur, dass sich immer weniger junge Frauen und Männer für diesen Beruf interessieren. Bereits jetzt müssen in einigen Städten Eltern lange auf einen freien KiTa-Platz warten, weil Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Auch die Eltern erwarten, dass unsere Arbeitsplätze in der frühkindlichen Bildung anständig bezahlt werden", sagte am Dienstag (02.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW schätzt, dass in Baden-Württemberg für die Krippen-Ausbaupläne zwischen 10.000 und 15.000 neue Erzieher/innen benötigt werden.
Zu Warnstreiks der im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten haben die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und die dbb Tarifunion am Montag (01.02.) aufgerufen. Zuvor war die zweite Runde der Tarifverhandlungen, die am Sonntag in Potsdam begonnen hatte, ohne Ergebnis vertagt worden. "Die Arbeitgeber zeigen keine echte Verhandlungsbereitschaft: Sie provozieren die Eskalation. Auch in der zweiten Runde haben sie kein Angebot vorgelegt. Offenbar setzen sie aber für die nächsten beiden Jahre auf eine Nullrunde. Jetzt werden die Beschäftigten zeigen, dass sie das Verhalten der Arbeitgeber als Provokation auffassen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot erwarten", sagte Doro Moritz. Die Gewerkschaften fordern ein Gesamtpaket mit einem Volumen von fünf Prozent.
In allen Bundesländern werden Warnstreiks stattfinden, die am 3. Februar beginnen. Die dritte Verhandlungsrunde findet vom 10.-12. Februar statt.
Stuttgart, 02.02.2010 Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Erzieher/innen in Baden-Württemberg für Mittwoch (03.02.) und Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen.
"Die Anforderungen für die Beschäftigten in KiTas haben sich stark erhöht. Mit Nullrunden erreichen die Arbeitgeber nur, dass sich immer weniger junge Frauen und Männer für diesen Beruf interessieren. Bereits jetzt müssen in einigen Städten Eltern lange auf einen freien KiTa-Platz warten, weil Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Auch die Eltern erwarten, dass unsere Arbeitsplätze in der frühkindlichen Bildung anständig bezahlt werden", sagte am Dienstag (02.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW schätzt, dass in Baden-Württemberg für die Krippen-Ausbaupläne zwischen 10.000 und 15.000 neue Erzieher/innen benötigt werden.
Zu Warnstreiks der im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten haben die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und die dbb Tarifunion am Montag (01.02.) aufgerufen. Zuvor war die zweite Runde der Tarifverhandlungen, die am Sonntag in Potsdam begonnen hatte, ohne Ergebnis vertagt worden. "Die Arbeitgeber zeigen keine echte Verhandlungsbereitschaft: Sie provozieren die Eskalation. Auch in der zweiten Runde haben sie kein Angebot vorgelegt. Offenbar setzen sie aber für die nächsten beiden Jahre auf eine Nullrunde. Jetzt werden die Beschäftigten zeigen, dass sie das Verhalten der Arbeitgeber als Provokation auffassen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot erwarten", sagte Doro Moritz. Die Gewerkschaften fordern ein Gesamtpaket mit einem Volumen von fünf Prozent.
In allen Bundesländern werden Warnstreiks stattfinden, die am 3. Februar beginnen. Die dritte Verhandlungsrunde findet vom 10.-12. Februar statt.
Urabstimmung ergibt klares Votum
Hamburg, 22.09.2009 Lehrer und Lehrerinnen gehen in den Streik: Für kommenden Donnerstag, 24. September 2009, ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg zur ganztägigen Arbeitsniederlegung an Hamburgs Schulen auf. "Die Urabstimmung hat dazu ein eindeutiges Votum ergeben", berichtet der GEW-Vorsitzende Klaus Bullan. Das Quorum lag bei 75 Prozent. "Die Hürde haben wir locker übersprungen. Dass sich 89 Prozent für den Streik aussprechen, ist nicht nur ein klares Signal für den Streik, sondern auch eine deutliche Warnung an die Behörde: Unsere Geduld ist am Ende."
Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem es keine Altersentlastung für Lehrkräfte gibt. "Der Streik ist eine Notwehrmaßnahme der älteren KollegInnen, die um ihre Gesundheit fürchten. Sie wollen gesund in den Ruhestand kommen, " so Klaus Bullan. Zuletzt hatten LehrerInnen in Hamburg im Juli 2000 ihre Arbeit niedergelegt, um gegen die Streichung der Altersermäßigung zu protestieren.
Bullan: "Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch: Altersermäßigung für die über 55jährigen Lehrkräfte und mehr Einstellungen junger Lehrerinnen und Lehrer. Bislang hält sich die Behörde mehr als bedeckt. Zunächst rufen wir die über 50jährigen zum Streik; im nächsten Schritt werden sich auch die jüngeren Kollegen und Kolleginnen an der Arbeitsniederlegung beteiligen. Wenn die Behörde das Warnsignal jetzt nicht versteht, muss sie sich auf einen heißen Herbst einstellen."
Und so läuft der Protesttag am Donnerstag, d. 24. September 2009:
Ab 9.00 Uhr Streikversammlung
mit Frühstück und Eintragung in die Streiklisten
im Universitätshauptgebäude (ESA A und Westfoyer). Es sprechen
-Klaus Bullan | Vorsitzender GEW Hamburg
-Ilse Schaad | GEW Bundesvorstand
-Prof. Heinz-J. Bontrup | Fachhochschule Gelsenkirchen
Ab 12 Uhr Kundgebung auf der Moorweide
mit anschließendem Protestzug zur Finanzbehörde am Gänsemarkt
Hamburg, 22.09.2009 Lehrer und Lehrerinnen gehen in den Streik: Für kommenden Donnerstag, 24. September 2009, ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg zur ganztägigen Arbeitsniederlegung an Hamburgs Schulen auf. "Die Urabstimmung hat dazu ein eindeutiges Votum ergeben", berichtet der GEW-Vorsitzende Klaus Bullan. Das Quorum lag bei 75 Prozent. "Die Hürde haben wir locker übersprungen. Dass sich 89 Prozent für den Streik aussprechen, ist nicht nur ein klares Signal für den Streik, sondern auch eine deutliche Warnung an die Behörde: Unsere Geduld ist am Ende."
Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem es keine Altersentlastung für Lehrkräfte gibt. "Der Streik ist eine Notwehrmaßnahme der älteren KollegInnen, die um ihre Gesundheit fürchten. Sie wollen gesund in den Ruhestand kommen, " so Klaus Bullan. Zuletzt hatten LehrerInnen in Hamburg im Juli 2000 ihre Arbeit niedergelegt, um gegen die Streichung der Altersermäßigung zu protestieren.
Bullan: "Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch: Altersermäßigung für die über 55jährigen Lehrkräfte und mehr Einstellungen junger Lehrerinnen und Lehrer. Bislang hält sich die Behörde mehr als bedeckt. Zunächst rufen wir die über 50jährigen zum Streik; im nächsten Schritt werden sich auch die jüngeren Kollegen und Kolleginnen an der Arbeitsniederlegung beteiligen. Wenn die Behörde das Warnsignal jetzt nicht versteht, muss sie sich auf einen heißen Herbst einstellen."
Und so läuft der Protesttag am Donnerstag, d. 24. September 2009:
Ab 9.00 Uhr Streikversammlung
mit Frühstück und Eintragung in die Streiklisten
im Universitätshauptgebäude (ESA A und Westfoyer). Es sprechen
-Klaus Bullan | Vorsitzender GEW Hamburg
-Ilse Schaad | GEW Bundesvorstand
-Prof. Heinz-J. Bontrup | Fachhochschule Gelsenkirchen
Ab 12 Uhr Kundgebung auf der Moorweide
mit anschließendem Protestzug zur Finanzbehörde am Gänsemarkt
Artikel:
GEW: "Fast 150.000 Beschäftigte an Streikaktivitäten im Sozial- und Erziehungsdienst beteiligt"
Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft
Frankfurt a.M., 03.07.2009 Fast 150.000 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes haben sich in den vergangenen Wochen bundesweit an den Streikaktivitäten beteiligt. Dies ist der größte Streik, den es in Deutschland im Sozial- und Erziehungsdienst je gegeben hat. Heute legten in Bayern noch einmal einige tausend Erzieherinnen, Sozialarbeiter und -pädagogen die Arbeit nieder. Die Beschäftigten streiken dafür, dass eine betriebliche Gesundheitsförderung endlich tariflich vereinbart wird. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen um eine Aufwertung des gesamten Berufsfeldes.
Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wies darauf hin, dass es in dieser Auseinandersetzung auch um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gehe. "Wenn wir familien- und sozialpolitisch vorankommen wollen, muss der Beruf der Erzieherin aufgewertet werden. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine deutlich bessere Bezahlung. Nur wenn der Erzieher-Beruf attraktiver wird, entscheiden sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung in diesem Sektor. Bis 2013 brauchen wir viel mehr qualifizierte Fachkräfte, um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem ersten Lebensjahr eines Kindes einzulösen. Wenn in den nächsten Jahren nicht rund 80.000 zusätzliche Erzieherinnen eingestellt werden, fährt das Krippenprogramm gegen die Wand und die Umsetzung der Bildungspläne steht auf dem Spiel!"
Info: Die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst werden ab Montag vorerst ausgesetzt.
Frankfurt a.M., 03.07.2009 Fast 150.000 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes haben sich in den vergangenen Wochen bundesweit an den Streikaktivitäten beteiligt. Dies ist der größte Streik, den es in Deutschland im Sozial- und Erziehungsdienst je gegeben hat. Heute legten in Bayern noch einmal einige tausend Erzieherinnen, Sozialarbeiter und -pädagogen die Arbeit nieder. Die Beschäftigten streiken dafür, dass eine betriebliche Gesundheitsförderung endlich tariflich vereinbart wird. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen um eine Aufwertung des gesamten Berufsfeldes.
Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wies darauf hin, dass es in dieser Auseinandersetzung auch um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gehe. "Wenn wir familien- und sozialpolitisch vorankommen wollen, muss der Beruf der Erzieherin aufgewertet werden. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine deutlich bessere Bezahlung. Nur wenn der Erzieher-Beruf attraktiver wird, entscheiden sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung in diesem Sektor. Bis 2013 brauchen wir viel mehr qualifizierte Fachkräfte, um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem ersten Lebensjahr eines Kindes einzulösen. Wenn in den nächsten Jahren nicht rund 80.000 zusätzliche Erzieherinnen eingestellt werden, fährt das Krippenprogramm gegen die Wand und die Umsetzung der Bildungspläne steht auf dem Spiel!"
Info: Die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst werden ab Montag vorerst ausgesetzt.

