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Redaktion 30.09.2011
Magdeburg, 30.09.2011 Das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport ruft zur Beteiligung am dritten Ideenwettbewerb "Heraus-Forderung! Ganzheitliches Lernen im Projekt" auf. Bis zum 30. November 2011 können Projektvorschläge eingereicht werden, in deren Mittelpunkt das ganzheitliche Lernen "mit Kopf, Herz und Hand" steht.

Ziel der Projekte ist es, bei den Schülern den Erwerb wichtiger Schlüsselkompetenzen zu unterstützen. Durch die aktive Projektarbeit sollen die Jugendlichen ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken besser wahrnehmen. Gleichzeitig haben die Schüler die Möglichkeit, ihre Kreativität zu entfalten und Problemlösekompetenzen zu entwickeln.

Gesucht werden Ideen für schulartübergreifende künstlerische, kulturelle oder handwerkliche Projekte mit einer Dauer von sechs bis 24 Monaten, die gemeinsam mit außerschulischen Partnern, z. B. Kultureinrichtungen, Vereinen, Stiftungen und Unternehmen durchgeführt werden. Eine Teilnehmergruppe soll mindestens 50 Schüler unterschiedlicher Klassen- und Jahrgangsstufen (ab Klassenstufe 7) von mindestens drei Schulen der Schularten Förderschule, Mittelschule, Gymnasium und Berufsbildende Schulen umfassen.

Für Interessierte besteht die Möglichkeit, an einer Informationsveranstaltung zu den Anforderungen des Ideenwettbewerbs am 13. Oktober 2011, 10 Uhr im Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport, Carolaplatz 1, 01097 Dresden teilzunehmen. Eine Anmeldung per E-Mail an esf@smk.sachsen.de ist erforderlich.

Die Umsetzung der Projekte wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Der Ideenwettbewerb ist Teil eines langjährigen Förderprogramms im Bildungsbereich: Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) fördert das Kultusministerium insbesondere Projekte zur Verbesserung des Schulerfolgs sowie zur Berufs- und Studienorientierung. Ziel der ESF-Maßnahmen ist es, Sachsens Schüler durch eine intensive Förderung noch besser als bisher auf ein späteres Berufsleben vorzubereiten und möglichst alle Schüler zu einem ihrer Leistungsfähigkeit entsprechenden Bildungsabschluss zu führen.

Knapp 122 Millionen Euro stehen dem Kultusministerium insgesamt bis 2013 zur Verfügung: 96,2 Millionen Euro kommen von der Europäischen Union und 25,5 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen. Bislang wurden aus diesem Budget 888 Projekte mit 78 Millionen Euro für insgesamt 45.800 Teilnehmer unterstützt.

Nähere Informationen zu dem Ideenwettbewerb sind auf www.sachsen-macht-schule.de/esf zu finden.

Ein Projekt des 2. Ideenwettbewerbs von 2008 kann im Lichthof des Kultusministeriums vom 10. Oktober bis zum 28. Oktober 2011 bestaunt werden. Für die Ausstellung des Projektes "BEDENKEN. Vergangenheit begreifen - Zukunft in die Hände nehmen" kooperierte die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden mit der JugendKunstschule. Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus 13 Dresdner Schulen beschäftigten sich intensiv mit der jüngeren deutschen Vergangenheit und untersuchten die Geschichte der ehemaligen Haftanstalt an der Bautzner Straße. Zu sehen sind im Lichthof grafische Werke der Kunstgruppe. Die Ausstellung ist frei zugänglich und kann von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr besichtigt werden. Zur Eröffnung am 12. Oktober 2011, um 14.30 Uhr, sind Sie herzlich eingeladen.
Redaktion 30.09.2011
Dresden, 28.09.2011 Der Kita-Dienstleistungspreis "Für Kinder gemacht – an Eltern gedacht" ist heute (28. September 2011) in der Kita "Spielparadies" in Hoyerswerda verliehen worden. Die Schirmherrschaft hat Kultusminister Roland Wöller übernommen: "Auf den Anfang kommt es an. Hier müssen Eltern, Erzieher, öffentliche Hand und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, um das Fundament für eine erfolgreiche Bildungskarriere unserer Kinder zu legen. Um so mehr freue ich mich, dass die sächsischen Kitas so flexibel auf die Wünsche der Eltern eingehen und einen großen Beitrag für ein familienfreundliches Sachsen leisten, in dem Familie und Beruf besser vereinbar wird."

Prämiert wurden drei Kindertageseinrichtungen aus dem Landesdirektionsbezirk Dresden, die die flexibelsten und modernsten Konzepte eingereicht haben. Ausgelobt wird der Preis von der Deutschen Kreditbank AG (DKB) Niederlassung Dresden in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Dresden.

Insgesamt haben sich 141 Kitas aus dem Landesdirektionsbezirk Dresden beworben. Eine Jury aus insgesamt vier Personen, je ein Vertreter des Sächsischen Kultusministeriums, des Sächsischen Sozialministeriums, der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) und der Deutschen Kreditbank AG (DKB), hat die besten drei Kitas ermittelt.
Auswahlkriterien waren:

Länge der Öffnungszeiten, Öffnungszeiten während der gesamten Ferienzeiten, gesicherte Alternativbetreuung während der Schließzeiten, Möglichkeit von individuell vereinbarten Betreuungszeiten, Integration von Kindern mit Behinderungen, Betreuung von Geschwisterkindern, besondere Angebote für Eltern, Betreuung in Ausnahmefällen und Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen.

Der Kita-Dienstleistungspreis ist eingebettet in die "Allianz für Familien". Diese sächsische Allianz bündelt Partner aus Politik und Wirtschaft, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Es gibt sie seit 2008 und die Federführung liegt beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Mehr Informationen zur Allianz finden Sie hier: www.familie.sachsen.de/allianz-fuer-familien.html
Redaktion 20.03.2011
Dresden, 17.03.2011 Im Sinne einer bewegungsfreundlichen Schule beabsichtigt das Kultusministerium Schülerinnen und Schüler zu Schulsportassistenten auszubilden. Sie lernen im Rahmen der Ausbildung schulsportliche Veranstaltungen gemeinsam mit den Sportlehrkräften vorzubereiten und durchzuführen. Den Schülerinnen und Schülern wird die Möglichkeit gegeben Verantwortungsbewusstsein zu zeigen, soziale Kompetenz weiterzuentwickeln und sich für ihre Schule zu engagieren. Für Viele kann auch so der Einstieg für eine Übungsleiterausbildung vorbereitet und die Grundlage für ein zukünftiges Wirken im Ehrenamt gelegt werden. Im Rahmen der außerunterrichtlichen Angebote soll nunmehr ein erster Schritt unternommen werden.

Eine gemeinsame Initiative des Deutschen Sportlehrerverbandes Sachsen-Anhalts und dem Kultusministerium beabsichtigt, den Schulen die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Schulsportassistenten an den Schulen zu empfehlen. Im Schuljahr 2011/2012 ist modellhaft die Erprobung mit einigen Schulen geplant. Sie erfolgt durch Sportlehrerinnen und Sportlehrer der Schule und kann durch Trainer, Übungsleiter und Verantwortliche der KSB, SSB, der Vereine sowie des DRK unterstützt werden.

"Das Projekt stellt erneut die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Kultusministerium und dem Sportlehrerverband unter Beweis", erklärte Bildungsstaatssekretär Winfried Willems.

Der Einsatz von ausgebildeten Schülerinnen und Schüler als Schulsportassistentin/Schulsportassistent kann eine Bereicherung des Schulalltags sein. Unter der Anleitung und Aufsicht von erfahrener Pädagoginnen und Pädagogen erwächst die Möglichkeit, sie in Arbeitsgemeinschaften, Wettkämpfen oder in Teilen des obligatorischen Sportunterrichts gestaltend einzubinden. Durch einen erfolgreichen Einsatz als Sportassistent können die Schülerinnen und Schüler Anerkennung erfahren. Die Tätigkeit trägt dazu bei, dass ihre Eigenverantwortung und ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden und hat Vorbildwirkung.
Redaktion 11.05.2010
Dresden (11. Mai 2010) In einem Spitzengespräch unter Leitung von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich haben Finanzminister Prof. Georg Unland und Kultusminister Prof. Roland Wöller ihren gemeinsamen Lösungsvorschlag zur Weiterbeschäftigung von Mittel- und Gymnasiallehrern in Sachsen unterbreitet.

Danach wird es keine Zwangsteilzeit bei Lehrkräften in Sachsen geben. Die erforderlichen Mittel zur Finanzierung werden im Haushalt des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK) in den kommenden Jahren zur Verfügung gestellt.

Ministerpräsident Tillich erwartet, dass durch geeignete Maßnahmen im Haushalt des SMK die Voraussetzungen geschaffen werden, dass künftig 130 junge Lehrerinnen und Lehrer jährlich in Sachsen an Mittelschulen und Gymnasien eingestellt werden können.

Der Ministerpräsident hat die beiden Ressorts beauftragt, dem Kabinett dazu einen entsprechenden Haushaltsvorschlag zu unterbreiten.
Redaktion 11.02.2010
Finanzminister Georg Unland und Kultusminister Roland Wöller haben heute die Vertreter der Lehrergewerkschaften über das Ergebnis der Befragung zur freiwilligen Teilzeitarbeit von
Mittelschul- und Gymnasiallehrern informiert. Beide Minister bedankten sich für die Mitwirkung. Im Ergebnis der Befragung haben knapp die Hälfte (49%) der Lehrkräfte ihre Bereitschaft zu befristeter bzw. unbefristeter Teilzeit erklärt. Derzeit arbeiten 13.600 Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien Teilzeit (84 Prozent). Der dazu abgeschlossene Bezirkstarifvertrag (BTV) aus dem Jahr 2005 läuft am 31. Juli dieses Jahres aus. Trotz dieser hohen Teilzeitbereitschaft bedeutet dies im laufenden Haushalt einen nicht gedeckten Mehrbedarf von knapp 1 000 Stellen. Dies entspricht Mehrkosten in den kommenden beiden Schuljahren von ca. 96 Millionen Euro. Diese Situation erschwert den erwünschten Einstellungskorridor für junge Lehrer. Zur vertieften Erörterung dieser Problemlage lädt der Finanzminister die Tarifpartner zeitnah zu Sondierungsgesprächen ein.

Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland: Vor dem Hintergrund eines reduzierten Haushaltvolumens in
2011 von rund 1,7 Milliarden Euro sind die absehbaren Mehrkosten nicht auffangbar. Ich gehe mit der Erwartung in die Gespräche, dass wir gemeinsam eine Lösung erarbeiten werden.

Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller: Augenmerk liegt auf der langfristigen Sicherung des Lehrerbedarfs. Dazu ist es wichtig, dass wir jungen ausgebildeten Lehrern die Chance auf Beschäftigung bieten. Wir müssen mehr junge Lehrer als bisher einstellen! Neueinstellungen sind jedoch nur möglich, wenn das Solidarprinzip unter den Lehrern weiter Bestand hat. Ein nennenswerter Einstellungskorridor auch für diese beiden Schularten ist für mich entscheidend.
Es ist mir wichtig zu betonen, dass die Unterrichtsversorgung im Freistaat - wie bisher auch - gewährleistet ist.
Redaktion 13.01.2010
Wissenschaftsministerin von Schorlemer: "Ein Studium in Sachsen ist die richtige Entscheidung!"
Dresden, 12.01.2010 Das breite Studienangebot und die gute Ausstattung der Universitäten, Fachhochschulen, Kunsthochschulen und Studienakademien sprechen für den Studienstandort Sachsen, erklärte Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer anlässlich des Tags der offenen Tür an den sächsischen Hochschulen und Studienakademien. Studiengebührenfreiheit und ein günstiges Betreuungsverhältnis von Lehrenden zu Studierenden macht studieren in Sachsen attraktiv. Abiturienten, die sich für ein Studium in Sachsen entscheiden haben gute Berufsaussichten. Schon jetzt warnen Fachleute vor dem drohenden Fachkräftemangel in Wirtschaft und Wissenschaft.

Alle 15 staatlichen Hochschulen und die sieben staatlichen Studienakademien beteiligen sich am 14. Januar am Tag der offenen Tür.

Wissenschaftsministerin von Schorlemer: "In Sachsen werden rund 570 Studienfächer angeboten, ich bin mir sicher, jeder Abiturient findet hier sein Wunschstudium." Für die jungen Leute sei die Entscheidung für ein Studium ein grundlegender Schritt und mit vielen Fragen verbunden. Die Beratung vor Ort sei deshalb eine wichtige Entscheidungshilfe.

Am Tag der offenen Tür an den Hochschulen sind die Abiturientinnen und Abiturienten eingeladen, sich über Studienfächer bei Führungen, Vorträgen oder Probevorlesungen zu informieren. Die jetzigen Abiturienten gehören zu den geburtenschwachen Jahrgängen nach der Wende. Schlossen 2009 noch 11.700 Schüler mit einem Abitur ab, werden es 2010 voraussichtlich nur rund 8.100 sein.

Mehr Informationen zum Studium in Sachsen gibt es unter: www.pack-dein-studium.de und www.studieren.sachsen.de.
Redaktion 05.01.2010
Dresden, 05.01.2010 Für das Austauschprogramm "Brigitte-Sauzay" können sich noch bis zum 15. Januar französischlernende Schüler der neunten Klasse bewerben. Bisher haben sich 24 Interessenten – davon 20 Mädchen - angemeldet. Kultusminister Roland Wöller forderte besonders die Jungen auf, die Chance eines solchen Schüleraustausches wahrzunehmen. "Ein Schüleraustausch ist nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern bietet auch wertvolle Erfahrungen. Die Jugendlichen lernen die Sprache und die Kultur des Gastlandes kennen. Der Blick über den Tellerrand ist wichtiger Bestandteil der Völkerverständigung und lässt das eigene Land mit anderen Augen sehen", erklärte Wöller. Bewerbungen sind direkt an das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport, Referat 25, PF 100 910, 01079 Dresden zu richten.

Das Austauschprogramm richtet sich an Schüler, die seit mindestens zwei Jahren Französisch lernen und bereits ein gutes Sprachniveau haben. Die Dauer des Aufenthaltes variiert zwischen acht Wochen und drei Monaten, je nach individueller Absprache. Das Besondere des Brigitte-Sauzay-Programms ist der individuelle Austausch. Jeder sächsische Schüler bzw. jede Schülerin hat einen konkreten französischen Partner bzw. eine Partnerin. Gemeinsam besuchen sie zunächst die Schule in Sachsen, um danach gemeinsam Schule und Alltag in Frankreich zu erleben. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass die Anzahl der Jungen und Mädchen jeweils genau zusammen passt.

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport unterstützt das Programm als Vermittler zwischen Schule und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW). Die Teilnahme am Austausch beruht auf der privaten Initiative. Die Verantwortung liegt deshalb bei Eltern und Schülern. Auch die Kosten müssen privat getragen werden, allerdings übernimmt das DFJW einen Fahrtkostenzuschuss. Seit Jahren pflegt das sächsische Kultusministerium partnerschaftliche Kontakte zu Frankreich, insbesondere zur Region Bretagne.

Weitere Informationen sowie Anmeldeunterlagen unter: www.sachsen-macht-schule.de.

Redaktion 01.12.2009
Kunstministerin Prof. von Schorlemer: "Ein Museumsbesuch soll so selbstverständlich sein wie ein Einkaufsbummel"
Dresden, 01.12.2009 "Sachsen besitzt ein reiches kulturelles Erbe – für diesen Schatz wollen wir auch die junge Generation begeistern. In Museen werden junge Menschen zum Lernen ´verführt`, sie vermitteln dabei mehr als reines Wissen: Museen sind Orte kultureller Bildung. Der kostenfreie Eintritt wird daher hoffentlich viele Kinder und Jugendliche animieren, mit der Klasse oder gemeinsam mit ihren Familien die attraktiven Angebote in unseren Museen zu nutzen", sagte heute Sachsens Kunstministerin Prof. von Schorlemer aus Anlass des Starts des freien Eintritts in die staatlichen Museen des Freistaates für Kinder und Jugendliche. "Ein Museumsbesuch sollte so selbstverständlich in den Alltag integriert werden wie ein Einkaufsbummel."

Der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist im Grünen Gewölbe, in der Schatzkammer, im Kupferstich-Kabinett, im Münzkabinett, in der Gemäldegalerie Alter Meister, in der Rüstkammer, in der Porzellansammlung, im Mathematisch-Physikalischen Salon, in der Galerie Neue Meister, in der Skulpturensammlung, im Kunstgewerbemuseum, im Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung, im Grassi-Museum für Völkerkunde zu Leipzig, im Museum für Völkerkunde Dresden, im Völkerkundemuseum Herrnhut und im Landesmuseum für Vorgeschichte ab heute kostenlos.

Redaktion 22.09.2009
Unterrichten in der Ferne
Dresden, 22.09.2009 Sächsische Lehrkräfte sind auf dem ganzen Globus gefragt. Insgesamt 92 Lehrer aus Sachsen arbeiten derzeit im Ausland. 81 davon sind Auslandsdienstkräfte an Deutschen und Europäischen Schulen weltweit. Ihr Auslandseinsatz führt sie zum Beispiel in Länder wie China, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Südafrika, Aserbaidschan, Mexiko oder Peru. Aber auch in europäischen Ländern sind sächsische Lehrer aktiv. Allein in der Tschechischen Republik und in Polen arbeiten vier.

Einige Pädagogen setzen ihre Kenntnisse und Erfahrungen auf besonderen Posten ein. So sind die Schulleiter der Deutschen Schule im Silicon Valley (USA) und der Grundschule einer Deutschen Schule in Rom (Italien) sächsische Lehrerexporte.

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung der deutschen Sprache arbeiten derzeit elf der 92 sächsischen Lehrer in den mittel- und osteuropäischen Staaten, sowie in Staaten der ehemaligen Sowjetunion und China. Es handelt sich dabei um Deutsch- und Fremdsprachenlehrer, die vor Ort an einheimischen Schulen Deutsch bzw. im deutschsprachigen Fachunterricht andere Fächer (z.B. Mathematik) unterrichten.

Ein solch außergewöhnlicher Arbeitseinsatz ist auch für ausländische Lehrer im Fremdsprachenunterricht in Sachsen möglich. 80 Fremdsprachenassistenten aus acht Ländern (Polen, Tschechien, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Kanada, USA, Spanien und Russland) assistieren und arbeiten gegenwärtig an sächsischen Schulen.

Hinweis:
Sächsische Lehrer, die an einer Tätigkeit im Ausland interessiert sind, können sich unter www.auslandsschulwesen.de informieren.
Redaktion 20.08.2009
Müller: "Ausgezeichnete Betreuungsbedingungen und hohe Bildungsausgaben"
Erfurt, 20.08.2009 Der heute veröffentlichte Bildungsmonitor 2009 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bescheinigt Thüringen im Länder-Ranking einen hervorragenden zweiten Platz. Damit rückt der Freistaat einen Platz nach vorn. Mit Sachsen und Thüringen bilden die beiden ostdeutschen Freistaaten das Spitzencluster im Ländervergleich. Sachsen und Thüringen haben in den letzten fünf Jahren auch die größten Zuwächse erzielt.

Thüringen liegt im Dynamik-Ranking ebenfalls auf Platz 2. In den Handlungsfeldern "Betreuungsbedingungen" und "Ausgabenpriorisierung" rangiert Thüringen sogar auf Platz 1. Die Betreuungsbedingungen an den Schulen sind ausgezeichnet, so das Urteil der Autoren der Studie. Das ostdeutsche Spitzencluster Sachsen und Thüringen liegt auch im Handlungsfeld MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) deutlich oberhalb des für Deutschland ermittelten Werts. Die Hochschulen in beiden Bundesländern können als die Nachwuchsschmieden für Ingenieure angesehen werden, stellt die Studie fest.

Dazu erklärt Kultusminister Bernward Müller (CDU): "Seit 19 Jahren steht Thüringen für eine vernünftige und zukunftsweisende Bildungspolitik mit Augenmaß. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems wird vom Bildungsmonitor 2009 erneut bestätigt. Mit den höchsten Bildungsausgaben, der besten Schüler-Lehrer-Relation und ausgezeichneten Betreuungsbedingungen baut der Freistaat seine Spitzenposition in Deutschland weiter aus. Das leistungsfähige gegliederte Thüringer Schulsystem bietet für jeden Schüler die richtige Schule. Statt auf die Einheitsschule und somit auf die Abschaffung des Gymnasiums setzen wir auf Kontinuität, Verlässlichkeit und auf die bestmögliche individuelle Förderung. Die Landesregierung ist für das gemeinsame Lernen und den gemeinsamen Unterricht in einem differenzierten Schulwesen. Wir wollen nicht eine Schule für alle, sondern für jeden die richtige Schule."

Der deutliche Sprung Thüringens im Vergleich zum Vorjahr sei laut Studie vor allem auf die Fortschritte im Handlungsfeld Schulqualität zurückzuführen. Die Thüringer Jugendlichen hätten sich bei PISA-2006 im Bereich Naturwissenschaften gegenüber PISA-2003 signifikant verbessert. Dazu komme, dass die Grundschüler in Thüringen bei IGLU-2006 die besten Leistungen im Vergleich aller Bundesländer erzielten. Ferner hätten sich die Betreuungsbedingungen im Vorschulbereich, an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an den Hochschulen weiter verbessert. Dies gelte gleichermaßen für die Betreuungsrelationen wie für die Klassengrößen. Die Betreuungsbedingungen in Sachsen und Thüringen seien weiterhin über alle Bildungsstufen hinweg die besten in Deutschland. So zähle die Relation zwischen der Anzahl der Schüler und jener der Lehrer, die die Möglichkeiten für eine individuelle Förderung signalisieren, in beiden Ländern bundesweit zu den niedrigsten. Auch die Förderinfrastruktur in Form von Angeboten für Ganztagsbetreuung im Vorschul- und Schulbereich sei in Thüringen mit am besten aufgebaut. Das offene und gebundene Ganztagsangebot erfasse 68 Prozent der Grundschüler, im Bundesschnitt seien es lediglich 15,5 Prozent. In Thüringen sei auch der Anteil der Schüler, die nicht die für eine erfolgreiche Bildungs- und berufliche Laufbahn erforderlichen Kompetenzen aufwiesen, deutlich kleiner als im Bundesschnitt. Lediglich 6,8 Prozent der Grundschüler in Thüringen zählen zu den leseschwachen Schülern. Das ist bundesweit Spitze.

Die Bildungsstudie wurde im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt. Bewertet wurden mehr als 100 Indikatoren. Weitere Informationen sind im Internet unter www.insm.de zu finden.


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