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Redaktion 28.08.2010
Saarbrücken, 27.08.2010 Pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres 2010/2011 hat die Koordinierungsstelle der Gesamtlandeselternvertretung am Landesinstitut für Pädagogik und Medien ihr neues Fortbildungsprogramm für Eltern veröffentlicht. Ziel des Programms ist es, das Lernumfeld von Schülerinnen und Schülern durch Bildungsangebote für Eltern zum Thema "Erziehen und Lernen" zu verbessern. Denn der Lernerfolg der Kinder ist wesentlich vom außerschulischen Umfeld abhängig – und das wird besonders von den Eltern geprägt. Das Programmheft ist an allen saarländischen Schulen erhältlich. Die Veranstaltungen sind in der Regel kostenlos.

Schwerpunkte des Jahresprogramms sind neben klassischen Informationsveranstaltungen beispielsweise zur Lese-Rechtschreibschwäche Angebote zu den Themen "Cyber-Mobbing" und "Soziale Netzwerke im Internet". Darüber hinaus werden spezielle Seminare für gewählte Elternvertreterinnen und Elternvertreter angeboten, die Kenntnisse und Anregungen für die Ausübung des Amtes vermitteln.

Weitere Informationen zur Elternschule finden sich auch im Internet unter www.elternschule.saarland.de.
Redaktion 16.06.2010
Saarbrücken, 16.06.2010 Zum dritten Mal haben die Stiftung Demokratie Saarland und die Landeselterninitiative für Bildung zusammen mit der Gesamtlandesschüler-, der Gesamtlandeselternvertretung und diesmal auch dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien den mit 20.000 Euro dotierten "Saarländischen Schulpreis" ausgeschrieben. Alle 316 allgemeinbildenden Schulen bekommen in diesen Tagen Post.

Gesucht werden herausragende Schulen, "denen bei allen Schwierigkeiten und aller Unterschiedlichkeit ihrer Rahmenbedingungen Besonderes gelingt, die es nämlich schaffen, für Leistung und Kreativität zu begeistern, Lernfreude und Lebensmut zu stärken und zu Fairness und Verantwortung zu erziehen", teilten die Veranstalter mit. An solchen Schulen tue sich im Alltäglichen oder auch in mutigen Unternehmungen viel mehr als die Öffentlichkeit wisse. Der Schulpreis diene dazu, auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen, sie anzuerkennen und sie für andere Schulen wirksam werden zu lassen. "Wir wollen den Möglichkeitssinn wecken und Impulse in der Schulentwicklung im Saarland setzen. Und wir freuen uns, dass Bildungsminister Klaus Kessler den Schulpreis förderlich begleiten will", sagte der Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung, Bernhard Strube. Als erste Preisträger für vorbildliche pädagogische Leistungen und gute schulische Praxis hatte die Jury aus Wissenschaft und Praxis im Jahr 2008 die Maria-Montessori-Grundschule Saarbrücken Russhütte und 2009 die Saarbrücker Grundschule Am Ordensgut ausgezeichnet.

Die Jury des Saarländischen Schulpreises
-Irmela Freigang, Ministerialrätin a.D., ehemalige Leiterin des Referates für Gesamtschulen u.a. im Ministerium für Bildung des Saarlandes; Saarbrücken
-Prof. Dr. Ulrich Herrmann, ehemaliger Professor für Pädagogik und Leiter des Seminars für Pädagogik an der Universität Ulm; Tübingen
-Ingrid Kaiser, ehemalige pädagogische Leiterin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, Schulberaterin; Frankfurt
-Dr. Ulrike-Marie Krause, Universität des Saarlandes, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Persönlichkeitsentwicklung und Erziehung; Saarbrücken
-Prof. Dr. Jörg Schlömerkemper, ehemaliger Professor für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift PÄDAGOGIK; Göttingen
-Gerd Wagner, ehemaliger Leiter der Gesamtschule Bellevue Saarbrücken und Vorsitzender der Schulleiter an Gesamtschulen des Saarlandes; Illingen
Qualitätsbereiche und Qualitätskriterien
Grundlage des Saarländischen Schulpreises ist ein umfassendes Bildungsverständnis, das in sechs Qualitätsbereichen zum Ausdruck kommt: Qualität des Lernens, individuelle Förderung/Umgang mit Vielfalt, Schule als Gemeinwesen, Schulklima, Schule als lernende Organisation und Leistung der Schülerinnen und Schüler. Jede Schule hat ihre lebendige Gestalt. Es geht beim Saarländischen Schulpreis nicht darum, die richtige Schule zu finden, sondern Schulen, die ihre Entwicklung vorangebracht haben, Schulen, die mit dem in den Qualitätskriterien skizzierten Leitbild verwandt sind. Für eine Beteiligung ist es nicht notwendig, dass eine Schule in allen Qualitätsbereichen herausragend ist. Es sind auch nicht nur aktuelle Ergebnisse entscheidend. Der Weg, die Hürden, die eine Schule überwunden und die Unterstützung, die sie erfahren hat, sowie der Ausblick auf ihre weitere Entwicklung und die Ideen, wie auch andere Schulen von dieser Erfahrung profitieren können, sind ebenfalls von Bedeutung.

1. Qualität des Lernens
Lernen ist weniger nur rezeptiv, fremdgesteuert und einseitig kognitiv gestaltet, sondern mehr als üblich an Erfahrung, (Selbst)Erprobung, Bewährung und Ernstfall gebunden, auch unter Einbeziehung außerschulischer Lernorte. Übung und Systematik ergänzen sich mit Erlebnis und Erfahrung. Schülerinnen und Schüler übernehmen teilweise selbst die Verantwortung für ihr Lernen. Der Unterricht und die Arbeit der Lehrenden wird auf Grund neuer Erkenntnisse kontinuierlich verbessert.

2. Individuelle Förderung, Umgang mit Vielfalt
Die Schule erkennt die Individualität der Einzelnen an; sie fördert die Kreativität, Eigenverantwortung und den Eigensinn der Kinder und Jugendlichen. Die Unterrichtsgestaltung ist auf die individuellen Anforderungen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. Die Schule geht produktiv mit den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen und Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler um. Sie trägt wirksam zum Ausgleich von Benachteiligungen bei, aber auch zur sozial-integrativen Anerkennung von Unterschieden.

3. Schule als Gemeinwesen
Die Schule ist selbst Vorbild der Gemeinschaft, zu der und für die sie erzieht. Selbständigkeit und Verantwortung, Solidarität und Hilfsbereitschaft, Empathie und Zuwendung werden im Alltag gelebt. Mitwirkung und demokratisches Engagement, Eigeninitiative und Gemeinsinn werden in der Schule und über die Schule hinaus gefordert und umgesetzt. Die Schule pflegt pädagogisch fruchtbare Beziehungen zu außerschulischen Personen und Institutionen (z.B. sind Träger der Jugendhilfe und sozialen Arbeit, sportlich und kulturell tätige Vereine, ansässige Berufe und Betriebe, Künstler usw. einbezogen).

4. Schulklima
Das Klima der Schule ist von gegenseitigem Respekt, Lernfreude und Anstrengungsbereitschaft geprägt. Eltern bringen sich besonders ein. Die Schule ist einladend, freundlich und anregend gestaltet. Ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche den ganzen Tag über gern und gut leben und lernen können, an dem Lehrer gern arbeiten, zu dem Eltern gern hingehen. Ein Ort, der für die Menschen und ihre Bildung Wertschätzung ausdrückt.

5. Schule als lernende Organisation
Mit dem gleichen Ernst lernt die Schule selbst und arbeitet selbständig an sich, wie sie es den Kindern und Jugendlichen vermittelt. Sie hat neue und ergebnisorientierte Formen von Zusammenarbeit sowie Management etabliert und fördert Motivation und Professionalität ihrer Lehrenden planvoll.

6. Leistung
Die Schule erzielt - gemessen an ihrer Ausgangslage - besondere Schülerleistungen in den Grundfächern (Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen), in Naturwissenschaften, im musisch-künstlerischen Bereich (z.B. Theater, Kunst, Musik oder Tanz), ggf. in Gesellschaftswissenschaften, im Sport oder in anderen wichtigen Bereichen (z.B. Projektarbeit, Wettbewerbe). Die Schülerinnen und Schüler können im Team arbeiten und Arbeitsergebnisse mit Medien präsentieren.

Wir brauchen Schulen, in denen Kinder und Jugendliche alle wichtigen Bildungserfahrungen machen, alle ihre Fähigkeiten und Begabungen entwickeln können. Wir brauchen Schulen, in denen Kinder und Jugendliche erfahren, dass ihr Lernen hilfreich begleitet, ihre Arbeit wertgeschätzt, ihre Leistung gesehen und gewürdigt wird.

Wir brauchen Schulen, die an sich selbst hohe Anforderungen stellen, sich an den eigenen Maßstäben orientieren und an ihnen ihre Arbeit selbstkritisch prüfen. Wir brauchen Schulen, in denen Kinder lernen, mit Unterschieden zu leben, und in denen sie so angenommen werden, wie sie sind, ohne beschämt oder für ihr Anderssein "bestraft" zu werden.

Wir brauchen Schulen, in denen die – nach wie vor riesige – Ungleichheit der Bildungschancen so weit wie möglich abgebaut wird.

Wir brauchen Schulen, in denen die Möglichkeiten eines guten Zusammenlebens von Erwachsenen und Heranwachsenden institutionell gesichert sind. Denn wir wollen, dass unsere Kinder zu lebenszuversichtlichen, verantwortlichen, politikfähigen Bürgerinnen und Bürgern unseres demokratischen Gemeinwesens heranwachsen.

Projektleitung
Bernhard Strube, Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung e.V., Saarbrücken, Telefon: 0163 2819959, E-Mail: Bernhard.Strube@t-online.de , Bernd Rauls, Geschäftsführer der Stiftung Demokratie Saarland, Saarbrücken Telefon: 0681 90626-12, E-Mail: b.rauls@stiftung-demokratie-saarland.de
c/o Stiftung Demokratie Saarland, Bismarckstraße 99, 66121 Saarbrücken Telefon: 0681 90626-10, Telefax: 0681 90626-25
Redaktion 25.03.2010
Saarbrücken, 25.03.2010 Unter Teilnahme von Stephan Körner, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, hat heute Morgen in der Römerhalle in Dillingen die Abschlussveranstaltung des Grundschulprojektes "Schulkinder machen Zukunft" stattgefunden. Das Projekt startete im August 2009 und wurde von dem saarländischen Bildungsministerium und der Agentur "Ländlicher Raum" gefördert.

Schulkinder aus Saarbrücken, Namborn und Dillingen haben in den vergangenen Monaten ihre Dörfer und Stadtteile untersucht, Politik gemacht, Traumdörfer gebaut und konkrete Veränderungswünsche auf den Weg gebracht. Auf diese Weise haben sie ihren Lebensort in all seinen Facetten kennengelernt und erfahren, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist.

Körner zeigte sich bei der Präsentation der Projektergebnisse beeindruckt: "Klassische Themen des Sachunterrichts wurden in den einzelnen Projektumsetzungen kreativ und anschaulich vermittelt. Die Kinder konnten erleben, dass es lohnenswert ist, sich in sein Lebensumfeld mit eigenen Ideen und Wünschen einzubringen."
Redaktion 24.03.2010
Saarbrücken, 24.03.2010 "Die Arbeiten an der neuen Stundentafel des achtjährigen Gymnasiums sind abgeschlossen." Dies teilte der saarländische Bildungsminister Klaus Kessler heute Mittag in Saarbrücken mit.

"Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Stellungnahmen von Verbänden und Gremien ausgewertet und das endgültige Konzept der neuen G8-Stundentafel ausgearbeitet. Die Stundentafel wird voraussichtlich am 8. April im Amtsblatt veröffentlicht und tritt zum Schuljahr 2010/2011 in Kraft. Die erforderlichen Vorbereitungen im Bereich der Lehrpläne werden bis dahin abgeschlossen sein", kündigte Kessler an.

Laut Kessler sind die zentralen Eckpunkte des Entwurfes zur neuen G8-Stundentafel, wie er Anfang März der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, bei den Verbänden und Gremien auf breite Zustimmung gestoßen. Das bedeutet im Einzelnen:

-eine gleichmäßigere Verteilung der Kernfächer-Stunden auf die Klassenstufen

-keine sechsstündigen Fächer mehr in der Klassenstufe 5

-kein einstündiger Unterricht mehr in Pflichtfächern

-eine zusätzliche Stunde für Klassenlehrer in Klassenstufe 5

Kessler hob jedoch hervor, dass mehrere konstruktive Vorschläge der Verbände und Gremien bei der Erarbeitung der neuen G8-Stundentafel aufgegriffen wurden. Dies beträfe unter anderem das Fach Sozialkunde. "Nach Auswertung der fachlichen Stellungnahmen habe ich entschieden, dass das Fach Sozialkunde in der Klassenstufe 10 nicht abgewählt werden kann", hielt Kessler fest. "Zudem wird das Fach Geschichte durchgehend unterrichtet werden, die Lücke in Klassenstufe 9 wurde geschlossen. Das Fach Biologie wird stärker als bisher vorgesehen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Profilbereich einbezogen werden."
Redaktion 23.03.2010
Saarbrücken, 23.03.2010 Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, und der bildungspolitische Sprecher, Ulrich Commerçon, reagieren auf Beschwerden der Eltern wegen steigender Ausleihgebühren bei der Schulbuchausleihe. "Wir fordern die Landesregierung auf, zum nächsten Schuljahr eine wirkliche Lernmittelfreiheit einzuführen", so die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.

"Das bürokratische Ausleihsystem war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Bereits bei der Einführung haben wir darauf hingewiesen, dass die Lernmittelfreiheit der gerechteste und vernünftigste Weg ist. Dass die Gebühren für die Schulbuchausleihe jetzt drastisch steigen sollen, beweist, dass die damalige Landesregierung zu keinem Zeitpunkt ein durchdachtes Konzept entwickelt hatte", so Cornelia Hoffmann-Bethscheider.

Ein regelrechter Skandal sei es, wenn Bildungsminister Kessler nun auch noch versucht, den Schulen den Schwarzen Peter zuzuschieben. "Es darf nicht sein, dass an Schulen der gleichen Schulform unterschiedliche Gebühren erhoben werden. Sollen die Schulleiter an Brennpunktschulen ihren Schülern etwa schlechtere oder weniger Lernmittel zur Verfügung stellen, weil die Eltern sich halt nicht mehr leisten können Oder ist der Bildungsminister wirklich bereit zu akzeptieren, dass Eltern mit geringen Einkommen für ihre Kinder die Schule mit den niedrigsten Schulbuchgebühren aussuchen müssen?", so Ulrich Commerçon abschließend.

Das ohnehin bürokratische Ausleihsystem dürfe nicht zu allem Überfluss auch noch wie ein Flickenteppich von Schule zu Schule unterschiedliche Gebühren verlangen und die dramatische soziale Auslese in unserem Bildungssystem weiter verschärfen.

Die Jamaika-Koalition habe versprochen, an der Bildung nicht zu sparen. Dann muss sie jetzt damit Ernst machen und wirklich Lernmittelfreiheit umsetzen. www.spd-fraktion-saar.de
Redaktion 12.02.2010
Saarbrücken, 12.02.2010 Die Schulbuchausleihe im Saarland wird im Schuljahr 2010/2011 fortgesetzt. Dies teilte Bildungsminister Klaus Kessler heute (12. Februar 2010) auf einer Pressekonferenz in Saarbrücken mit. "Das Ausleihen von Schulbüchern ist ein wirkungsvolles Mittel, um Familien bei der Beschaffung der Lernmittel finanziell zu entlasten. Auf diese Weise mindern wir den Einfluss der sozialen Herkunft auf die schulische Entwicklung eines Kindes", hob Kessler hervor. Die Erstbeschaffung von Schulbüchern hat das Bildungsministerium mit 12,4 Millionen Euro finanziert. "Dies ist eine große Investition in die Bildung unserer Kinder", hielt Kessler fest.

An der Schulbuchausleihe können alle Schülerinnen und Schüler an den saarländischen Schulen teilnehmen.

Die Anmeldung muss an den allgemeinbildenden Schulen bis zum 1. Mai 2010 erfolgen. Was berufsbildende Schulformen (z. B. Fachoberschulen oder Berufsfachschulen) betrifft, läuft die Anmeldung bis zum Beginn der Sommerferien. Das Anmeldeformular erhält man an der Schule, die im Schuljahr 2010/2011 besucht wird.

An jeder Schule wird es eine einheitliche Ausleihgebühr geben. Der Betrag ist auf dem Anmeldeformular eingetragen. Die Ausleihgebühr von förderberechtigten Schülerinnen und Schülern übernimmt das Land.

"Anfang März erhalten alle Eltern einen Info-Brief, der das Ausleihverfahren ausführlich beschreibt und Auskunft darüber erteilt, welche Personen von der Ausleihgebühr freigestellt sind. Dennoch möchte ich alle Eltern darum bitten, sich bei Fragen so früh wie möglich an das Lehrpersonal oder an die Schulbuchkoordinatoren der jeweiligen Schule zu wenden", so Kessler.

Weitere Informationen zur Schulbuchausleihe gibt es auch im Internet unter:

www.saarland.de/60063.htm
Redaktion 07.01.2010
Saarbrücken, 06.01.2010 In 36 Bibliotheken und zahlreichen Buchhandlungen ist das Lesedino-Gewinnspiel 2010 gestartet. Dies teilten der Minister für Bundesangelegenheiten, Kultur und Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber, und die Vorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband Saarland, Brigitte Gode, am Mittwoch (6.1.10) mit.

"Im Rahmen dieses schon traditionellen Gewinnspiels haben erstmals saarländische Kinder die Möglichkeit, nicht nur tolle Preise zu gewinnen, sondern auch das Lesedino-Buch des Jahres auszuwählen", erklärte Minister Rauber. "Die Autorin oder der Autor des ausgewählten Buches wird einen Preis der Landesregierung in Höhe von 2.500,-- € erhalten, und der Verlag darf mit dem Titel Lesedino-Buch des Jahres 2010 werben."

Frau Gode und Herr Minister Rauber forderten alle Kinder zwischen acht und zwölf Jahren auf, sich an der Jury zu beteiligen.

Die Stimmzettel gibt es in 36 Bibliotheken und zahlreichen Buchhandlungen. Dort können die Stimmzettel auch wieder – spätestens am 31. März 2010 – abgegeben werden.

"Kinder haben – auch was Bücher angeht – häufig einen etwas anderen Geschmack als Erwachsene. Daher war es uns wichtig, dass die Kinder selbst das Lesedino-Buch des Jahres auswählen", so Minister Rauber.

Zur Auswahl stehen alle 22 Bücher, die für das Lesedino-Gewinnspiel ausgewählt wurden. Diese Bücher warten in Bibliotheken darauf, gelesen zu werden.

Beteiligen können sich selbstverständlich aber auch die Kinder, die einen der Titel besitzen oder sich einen der Titel in einer Buchhandlung kaufen.

Die Vorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband Saarland erläuterte, dass nach dem Probelauf in diesem Jahr die Staatskanzlei und der Landesverband gemeinsam entscheiden werden, ob es bei dieser ganz offenen Form der Jury auch für die Zukunft bleibt oder ob sich für die Auswahl z.B. Leseclubs in den Bibliotheken bilden sollen.

Minister Rauber und Brigitte Gode dankten den Verlagen, die mit Büchern das Lesedino-Gewinnspiel unterstützen, den Bibliotheken, die sich an diesem Projekt im Netzwerk MEHR LESEN beteiligen, sowie Barbara Renno vom Saarländischen Rundfunk und Susanne Brenner von der Saarbrücker Zeitung, die auch Titel für die Auswahlliste vorgeschlagen haben.

Redaktion 07.12.2009
Wegfall der verbindlichen Empfehlungen für den Schulartwechsel zu begrüßen
Saarbrücken, 07.12.2009 "Der Wegfall der verbindlichen Empfehlungen der Grundschullehrkräfte kann zu einer Entspannung der Unterrichtssituation in der Klassenstufe 4 führen," erklärt der Vorsitzende der LEV Gymnasien Joachim Klesen. "Die Schülerinnen und Schüler waren doch in hohem Maße einem Leistungsdruck gerade in dem ersten Halbjahr der Klasse 4 ausgesetzt, wenn der Übergang auf das Gymnasium beabsichtigt war. Wir erwarten, dass sich diese Situation ein wenig entspannen wird."

Der freie Elternwille bringt aber auch ein großes Maß an Verantwortung für die Eltern bei der Wahl der Schulform für ihr Kind mit sich. "Ein qualifizierter Entwicklungsbericht kann den Eltern sicherlich die Entscheidungsfindung erleichtern, aber nicht abnehmen. Die Eltern werden auch in Zukunft in den meisten Fällen gut beraten sein, die Empfehlung des Grundschulpädagogen bei ihrer Entscheidungsfindung im Interesse ihres Kindes zu berücksichtigen", so Klesen.

Der von Minister Kessler vorgelegte Verordnungsentwurf sieht allerdings keine Regelung vor, die den Kindern mit Empfehlungen der Grundschulpädagogen einen Platz am Gymnasium sichert. Die Verordnung sieht nur ein Losverfahren vor, wenn die Aufnahmekapazität am Gymnasium überschritten wird. "Die LEV Gymnasien fordert daher, dass jedenfalls in diesem Fall durch die Aufnahmeverordnung Kindern mit einer Gymnasialempfehlung ein Platz am Gymnasium gesichert wird."

Landes Eltern Vertretung der Gymnasien im Saarland
Geschäftsstelle der LEV
Hohenzollernstr. 60
66117 Saarbrücken
Tel.: 0681 - 5017241
s.gabrysch@bildung.saarland.de
Vorsitzender Joachim Klesen
j.klesen@gmx.net
www.eltern-saarland.de
Redaktion 24.08.2009
Saarbrücken, 24.08.2009 Ministerpräsident Peter Müller hat am ersten Tag des neuen Schuljahres gemeinsam mit Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, die Erweiterte Realschule (ERS) in Illingen besucht. Symbolisch haben beide den Schülerinnen und Schülern der fünf Eingangsklassen ihre Buchpakete überreicht und den Startschuss zum Schuljahr 2009/2010 gegeben.

Mit der Einführung des Schulbuchausleihsystems hat die Landesregierung einen weiteren Schritt zur Entlastung saarländischer Eltern gemacht. Landesweit haben rund 80 Prozent der Eltern das Angebot angenommen und beteiligen sich mit ihren Kindern an der Schulbuchausleihe. Das Leihsystem ersetzt das bisherige System der Schulbuchförderung, das Zuschüsse zu den Schulbuchkosten lediglich für bedürftige Eltern vorsah. Bisher hat das Land knapp zehn Millionen Euro in die Erstbeschaffung der Buchpakete an allgemein bildenden Schulen investiert. Gemeinsam mit den Schulträgern wurde die notwendige Infrastruktur geschaffen.

"Eine solche Ausleihe einzurichten, erfordert nicht nur den Einsatz der Landesregierung, auch Schulen und Schulträger sind gefragt", sagt Ministerpräsident Peter Müller, "mein herzlicher Dank geht deshalb an alle Beteiligten, neben den Schulen und den Schulträgern auch an die Koordinatoren und die Packer vor Ort. Sie haben einen großen Anteil dazu beigetragen, dass dieses System in zehn Monaten erfolgreich installiert werden konnte." Saarlandweit sind 256 Schulbuchkoordinatoren im Einsatz, hunderte befristete Beschäftigungsverhältnisse in Ausleihteams wurden geschaffen. An der Schulbuchausleihe nehmen rund 70.000 Schülerinnen und Schüler teil, für sie wurden rund 700.000 Bücher bestellt.

An der ERS Illingen nehmen 614 von 740 Schülerinnen und Schülern an der Ausleihe teil. In der Regel kostet die Teilnahme 55 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch hier die Eltern vom Leihentgelt befreit. Während der Ferien hatte eine Schulbuchkoordinatorin gemeinsam mit drei Helferinnen die mehr als 6000 Bücher und Arbeitshefte registriert und verpackt. Dazu war vorübergehend die Schülerbibliothek ausgeräumt worden. Rechtzeitig in der ersten Schulwoche werden nach und nach alle Schülerinnen und Schüler ihre Pakete erhalten.

Die Erweiterte Realschule Illingen ist die größte ERS des Saarlandes. 115 Kinder wechselten zum neuen Schuljahr aus den Grundschulen der Gemeinde und des Umlandes in die Klassenstufe 5. Sie werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 5 in der Außenstelle auf der Lehm unterrichtet – Tür an Tür mit den Kindern der dortigen Grundschule. Die ERS Illingen kooperiert mit dem benachbarten Illtalgymnasium.

Weitere Informationen zur Schulbuchausleihe stehen im Internet unter www.saarland.de/leihenundlernensaar.htm bereit. Die Schulbuchlisten der ERS Illingen können unter www.ersillingen.de eingesehen werden.
Redaktion 17.08.2009
Saarbrücken, 16.08.2009 Das saarländische Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur bietet Eltern die Möglichkeit, ihre Elterngeldanträge online zu stellen. Das Verfahren "Elterngeld-Online" wurde in den vergangenen Monaten erprobt. Es hat sich bestens bewährt.

Ziel von "Elterngeld-Online" ist es, den Eltern die Beantragung des Elterngeldes im Saarland so einfach und so bequem wie möglich zu machen. Ein wesentliches Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern ist Zeitersparnis beim Umgang mit der Verwaltung. Das Online-Angebot der Elterngeldstelle wird diesem Anliegen gerecht. Es ist jederzeit und überall zugänglich und ermöglicht den Zugriff auf Verwaltungsleistungen unabhängig vom Ort sowie den Öffnungs- und Sprechzeiten. Information, Kommunikation und Datenaustausch können 24 Stunden an sieben Wochentagen im Internet stattfinden. Aufwand für Behördengänge entfällt, so z.B. für die Nachfrage von Informationen oder das Abholen von Formularvordrucken. Anträge können online rund um die Uhr gestellt und schneller bearbeitet werden. Ein solcher Service kommt an.

Familien sparen sehr viel Zeit, da der Onlineantrag (im Vergleich zum Papierformular) wesentlich einfacher und komfortabler ausfüllbar ist. Die Antragstellung erfolgt in Form eines Interviews, durch das interaktiv geführt wird, d.h. die Fragestellungen entwickeln sich aus der Kombination der Einzelangaben. Überflüssige Fragen werden vermieden. Für jeden Antragsteller wird eine auf den Einzelfall abgestimmte Liste mit Anlagen erstellt, welche dieser seinem Antrag beifügen muss. Diese Liste enthält auch die für den Antragsteller maßgeblichen Zeiträume für die Einkommensnachweise (wird online bestimmt aus den Angaben zu Mutterschaftsgeld, Einkommensarten, Veranlagungszeiträumen, ...).

Ein weiterer Vorteil der Online-Antragstellung ergibt sich daraus, dass die vom Antragsteller eingegebenen Daten auf Vollständigkeit, Plausibilität, Konsistenz und Unstimmigkeiten (Ergebniskontrolle) geprüft werden, weshalb der Antragsteller bei fehlerhaften oder unvollständigen Angaben eine Rückmeldung seitens des Online-Verfahrens erhält. Hierdurch wird erreicht, dass weniger fehlerhafte oder unvollständige Anträge in der Elterngeldstelle eingehen, die zeitaufwändige Nachfragen beim Antragsteller zur Folge haben. Eine schnellere Bearbeitung des Antrages durch die Elterngeldstelle wird somit ermöglicht.

Wie funktioniert die Online-Antragstellung?
Der Elterngeldantrag wird von den Nutzern online ausgefüllt, ausgedruckt, unterschrieben und inklusive der erforderlichen Dokumente auf dem Postweg an die Elterngeldstelle gesandt. Der Antrag wird durch den Antragsteller zudem online an die Elterngeldstelle übermittelt, welche die Daten in das Fachverfahren für die Elterngeldbearbeitung übernimmt.

Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer weist darauf hin, dass auch die Bemühungen, die Antragsbearbeitungszeiten für alle diejenigen Antragsteller zu verkürzen, die nach wie vor die Papierform bevorzugen, von Erfolg gekrönt waren. Im Mittel sind die Elterngeldanträge, wenn die Antragsunterlagen vollständig eingereicht werden und nicht besondere Schwierigkeiten in der Fallgestaltung vorliegen, zur Zeit nach drei Wochen bearbeitet. "Familienfreundliches Handeln der Verwaltung bedeutet auch, dass die Leistungen so schnell wie möglich bei den Familien ankommen."

Der Elterngeld-Onlineantrag ist direkt abrufbar unter: https://service.buergerdienste-saar.de/elterngeld/onlineantrag/

Alternativ stehen unter der Internetadresse
www.buergerdienste-saar.de
(nach einer Regionalisierung unter der Rubrik "Behördenleistungen" unter Buchstabe "e" und der Auswahl "Elterngeld") ausführliche Informationen zum Thema Eltergeld sowie sämtliche Formulare zum Download bereit. An dieser Stelle können Sie auch die Online-Antragstellung vornehmen.


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