Münster, 10.11.2009 Der in Münster ansässige Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. konnte Ende vergangener Woche auf seiner Fachtagung in Hannover mehrere Großspenden entgegennehmen. Den Anfang machte die Ernst Klett Sprachen GmbH, die 12.000 Bücher zur Verfügung gestellt hat. Einen Großteil der gewichtigen Spende – immerhin drei Tonnen – machen Unterrichtsmaterialien und leicht lesbare Texte aus. "Klett ist Partner der ersten Stunde und unterstützt mit Spenden und Sponsoring die Alphabetisierung seit 20 Jahren", so Peter Hubertus, Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung.
Eine Geldspende in Höhe von 11.000 Euro stellte die E-Plus-Gruppe zur Verfügung. Diesen Betrag haben Mitarbeiter des Unternehmens bei Radrennen und Läufen als "Kilometergeld" sportlich erarbeitet. Für den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung, der vor 25 Jahren gegründet wurde, sind Geldspenden überlebenswichtig, so Peter Hubertus. "Für verschiedene Aufgabenbereiche gibt es keine öffentlichen Gelder. Dazu gehört auch das Alfa-Telefon, an das sich Menschen mit Lese- und Schreibproblemen wenden können."
Aus Anlass seines zehnjährigen Firmenjubiläums stellte Jokers, der Spezialanbieter für Restauflagen und Sonderausgaben aus Augsburg, dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. 10.000 Euro als Spende zur Verfügung. Durch den Verkauf einer eigens aufgelegten Sonderausgabe des Kalenders "Lesende Frauen" kamen weitere 12.000 Euro zusammen, so dass Geschäftsleiter Wolf Nikrand einen Scheck über 22.000 Euro überreichen konnte.
Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V., der seit 25 Jahren in der Alphabetisierung tätig ist, stellte aus seinem privaten Portemonnaie der Alfa-Stiftung 2.500 Euro zur Verfügung. Der Betrag soll dazu verwendet werden, Erwachsenen einen Zuschuss für den Besuch von Lese- und Schreibkursen zu bezahlen. "Es gibt in Deutschland immer noch kein flächendeckendes, bezahlbares und intensives Kursangebot für Erwachsene, die lesen und schreiben lernen wollen", so Peter Hubertus.
Ansprechpartner
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Peter Hubertus (Geschäftsführer)
Tel. +49 (0)2 51.49 09 96-0
bundesverband@alphabetisierung.de
www.alphabetisierung.de
Eine Geldspende in Höhe von 11.000 Euro stellte die E-Plus-Gruppe zur Verfügung. Diesen Betrag haben Mitarbeiter des Unternehmens bei Radrennen und Läufen als "Kilometergeld" sportlich erarbeitet. Für den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung, der vor 25 Jahren gegründet wurde, sind Geldspenden überlebenswichtig, so Peter Hubertus. "Für verschiedene Aufgabenbereiche gibt es keine öffentlichen Gelder. Dazu gehört auch das Alfa-Telefon, an das sich Menschen mit Lese- und Schreibproblemen wenden können."
Aus Anlass seines zehnjährigen Firmenjubiläums stellte Jokers, der Spezialanbieter für Restauflagen und Sonderausgaben aus Augsburg, dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. 10.000 Euro als Spende zur Verfügung. Durch den Verkauf einer eigens aufgelegten Sonderausgabe des Kalenders "Lesende Frauen" kamen weitere 12.000 Euro zusammen, so dass Geschäftsleiter Wolf Nikrand einen Scheck über 22.000 Euro überreichen konnte.
Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V., der seit 25 Jahren in der Alphabetisierung tätig ist, stellte aus seinem privaten Portemonnaie der Alfa-Stiftung 2.500 Euro zur Verfügung. Der Betrag soll dazu verwendet werden, Erwachsenen einen Zuschuss für den Besuch von Lese- und Schreibkursen zu bezahlen. "Es gibt in Deutschland immer noch kein flächendeckendes, bezahlbares und intensives Kursangebot für Erwachsene, die lesen und schreiben lernen wollen", so Peter Hubertus.
Ansprechpartner
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Peter Hubertus (Geschäftsführer)
Tel. +49 (0)2 51.49 09 96-0
bundesverband@alphabetisierung.de
www.alphabetisierung.de
Berlin, 04.09.2009 Der Deutsche Volkshochschulverband e.V. (dvv) hilft funktionalen Analphabeten, am 27. September 2009 wählen zu gehen.
Anlässlich des Weltalphabetisierungstages am 8. September 2009 erhebt der dvv über das Internet-Lernportal "www.ich-will-lernen.de" eine Stichprobe, die klären soll, wie viele funktionale Analphabeten auf Grund unzureichender Lesekompetenz nicht an der Bundestagswahl am 27. September teilnehmen können. Gleichzeitig werden für das Lernportal bis zum 5. September spezielle Lerneinheiten inklusive Audiounterstützung produziert, die den Stimmzettel für die Wahl erläutern und das Wahlverfahren erklären. Funktionale Analphabeten können sich hier anonym und in einem geschützten Raum mit den Wahlunterlagen vertraut machen und das Wählen regelrecht üben.
Damit wird eine wichtige Hilfestellung für funktionale Analphabeten geschaffen, sich an der Bundestagswahl zu beteiligen. Darüber hinaus bietet der dvv den funktionalen Analphabeten die Unterstützung der Volkshochschulen bei der Beantragung von Briefwahlunterlagen an. Beim Ausfüllen des Stimmzettels erhalten die Betroffenen Hilfe von den kommunalen Wahlämtern.
Der Bundeswahlleiter hat seine Unterstützung für dieses Projekt angekündigt und die Autorisierung der Lerneinheiten in Aussicht gestellt.
Anlässlich des Weltalphabetisierungstages am 8. September 2009 erhebt der dvv über das Internet-Lernportal "www.ich-will-lernen.de" eine Stichprobe, die klären soll, wie viele funktionale Analphabeten auf Grund unzureichender Lesekompetenz nicht an der Bundestagswahl am 27. September teilnehmen können. Gleichzeitig werden für das Lernportal bis zum 5. September spezielle Lerneinheiten inklusive Audiounterstützung produziert, die den Stimmzettel für die Wahl erläutern und das Wahlverfahren erklären. Funktionale Analphabeten können sich hier anonym und in einem geschützten Raum mit den Wahlunterlagen vertraut machen und das Wählen regelrecht üben.
Damit wird eine wichtige Hilfestellung für funktionale Analphabeten geschaffen, sich an der Bundestagswahl zu beteiligen. Darüber hinaus bietet der dvv den funktionalen Analphabeten die Unterstützung der Volkshochschulen bei der Beantragung von Briefwahlunterlagen an. Beim Ausfüllen des Stimmzettels erhalten die Betroffenen Hilfe von den kommunalen Wahlämtern.
Der Bundeswahlleiter hat seine Unterstützung für dieses Projekt angekündigt und die Autorisierung der Lerneinheiten in Aussicht gestellt.
Münster, 02.03.2009 Das Urteil des baden-württembergischen Verwaltungsgerichts, einem Türken wegen Analphabetismus die Einbürgerung zu verweigern, ist nach Aussage des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. problematisch. Wenn der Einbürgerungstest wegen fehlender Lesekenntnisse nicht durchgeführt werden kann, könnten die Fragen vorgelesen werden.
"Analphabetismus allein ist kein hinreichendes Indiz für fehlendes Wissen, schon gar nicht für mangelnde Integrationsbereitschaft", so Peter Hubertus, Geschäftsführer des Verbandes. Die Messlatte zur Einbürgerung werde zudem unverhältnismäßig hoch gelegt, wenn von Migrantinnen und Migranten verlangt wird, "Formulare und sonstige Schriftstücke in deutscher Sprache selbstständig zu lesen und zu verstehen", wie es die Richter fordern. Gerade amtliche Schreiben seien häufig recht schwierig zu verstehen. Die erste PISA-Studie hat nachgewiesen, dass zehn Prozent der getesteten Jugendlichen deutlich niedrige Leseanforderungen nicht bewältigen konnten. Gleichwohl gäbe es immer noch nicht ausreichend viele Alphabetisierungskurse in Deutschland. Besonders intensive Lernmöglichkeiten für Menschen ohne Arbeit fehlen. Informationen über Lese- und Schreibkurse für Erwachsene gibt es – auch anonym – beim Alfa-Telefon unter 0251/53 33 44.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Peter Hubertus
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Geschäftsstelle
Berliner Platz 8-10
48143 Münster
Tel.: (02 51) 4909960
E-Mail an Peter Hubertus
"Analphabetismus allein ist kein hinreichendes Indiz für fehlendes Wissen, schon gar nicht für mangelnde Integrationsbereitschaft", so Peter Hubertus, Geschäftsführer des Verbandes. Die Messlatte zur Einbürgerung werde zudem unverhältnismäßig hoch gelegt, wenn von Migrantinnen und Migranten verlangt wird, "Formulare und sonstige Schriftstücke in deutscher Sprache selbstständig zu lesen und zu verstehen", wie es die Richter fordern. Gerade amtliche Schreiben seien häufig recht schwierig zu verstehen. Die erste PISA-Studie hat nachgewiesen, dass zehn Prozent der getesteten Jugendlichen deutlich niedrige Leseanforderungen nicht bewältigen konnten. Gleichwohl gäbe es immer noch nicht ausreichend viele Alphabetisierungskurse in Deutschland. Besonders intensive Lernmöglichkeiten für Menschen ohne Arbeit fehlen. Informationen über Lese- und Schreibkurse für Erwachsene gibt es – auch anonym – beim Alfa-Telefon unter 0251/53 33 44.
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Peter Hubertus
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Geschäftsstelle
Berliner Platz 8-10
48143 Münster
Tel.: (02 51) 4909960
E-Mail an Peter Hubertus
Artikel:
Bei Alphabetisierung auf dem richtigen Weg - aber es sind noch viele Grundlagen zu schaffen
Bonn, 08.12.2008 Dieser Eindruck entstand auf dem diesjährigen DIE Forum am 1. und 2. Dezember 2008, welches unter dem Motto "Zukunftsfrage Grundbildung - Nationale Fragen im internationalen Diskurs" stand.
Die Menschen, die für Alltag und Berufsleben nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen können, sind seit Jahrzehnten in der öffentlichen und bildungspolitischen Wahrnehmung nur eine Randgruppe. Mit Blick auf die Ergebnisse von PISA und auf Meldungen zur Zunahme von Schulverweigerung und Schulabbruch wird jedoch deutlich, dass es sich um ein Zukunftsthema - auch und gerade für einen Industriestaat - handelt.
Dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE), das schon seit 30 Jahren in Deutschland Fragen von Alphabetisierung untersucht und die Praxis begleitet, ist es mit diesem Forum gelungen, auf bereits existierende Konzepte und Erfahrungen im Ausland aufmerksam zu machen und den Austausch unterschiedlicher Akteure, die sich mit Fragen von Alphabetisierung und Grundbildung beschäftigen, anzuregen.
Die vorgestellten national groß angelegten Alphabetisierungsprogramme seit Ende der 90er Jahre in England, Schottland und Irland erregten wohl den Neid mancher Vertreter aus Deutschland. Doch Deutschland sei mit seiner Strategie "erst forschen, dann handeln" auf dem richtigen Weg, bescheinigten die internationalen Referenten Frau Dr. Schubert vom BMBF während einer Podiumsdiskussion.
Es wurde allerdings auch deutlich, dass in anderen europäischen Ländern längst öffentlich akzeptiert ist, dass es dort Menschen gibt, die nicht ausreichend lesen und schreiben können. Ein wichtiger Effekt ist, dass dann Gelder für die Erwachsenenbildung zur Verfügung gestellt werden und Alphabetisierung nicht nur als Aufgabe der Schule oder der Frühförderung von Kindern gesehen wird. Wie wichtig gerade auch der Einsatz für Erwachsene ist, zeigen Studien aus England, wo die Abhängigkeit der Kinder von den Kompetenzen der Eltern nachgezeichnet und gezeigt wurde, wie sich Verbesserungen bei den Eltern positiv bei den Kindern auswirken.
Prof. Ekkehard Nuissl von Rein, der wissenschaftliche Direktor des DIE, fasste die wichtigsten Ergebnisse des Forums abschließend in zehn Punkten zusammen. Unter anderem empfahl er, viele grundlegende Fragen gründlich wissenschaftlich zu erforschen und die Ergebnisse mit der Politik zu diskutieren. Es stellt sich bei geschätzten 80 Millionen Menschen europaweit die Frage, wie man sie erreicht und zur Kursteilnahme motiviert und wie man sie in die Diskussion und Entwicklung von Programmen einbeziehen kann. Kursleitende müssen sich speziell qualifizieren können und Akteure müssen in Netzwerken gemeinsam auf eine kohärente Strategie hin arbeiten, damit ein sinnvolles Gesamtkonzept entsteht und Gelder sinnvoll an verschiedenen Stellen eingesetzt werden können.
Zum 11. Mal organisierte das DIE ein Forum für Vertreter aus Politik, Praxis und Wissenschaft zum Austausch über Probleme und Strategien aktueller Fragen der Erwachsenenbildung.
Die Menschen, die für Alltag und Berufsleben nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen können, sind seit Jahrzehnten in der öffentlichen und bildungspolitischen Wahrnehmung nur eine Randgruppe. Mit Blick auf die Ergebnisse von PISA und auf Meldungen zur Zunahme von Schulverweigerung und Schulabbruch wird jedoch deutlich, dass es sich um ein Zukunftsthema - auch und gerade für einen Industriestaat - handelt.
Dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE), das schon seit 30 Jahren in Deutschland Fragen von Alphabetisierung untersucht und die Praxis begleitet, ist es mit diesem Forum gelungen, auf bereits existierende Konzepte und Erfahrungen im Ausland aufmerksam zu machen und den Austausch unterschiedlicher Akteure, die sich mit Fragen von Alphabetisierung und Grundbildung beschäftigen, anzuregen.
Die vorgestellten national groß angelegten Alphabetisierungsprogramme seit Ende der 90er Jahre in England, Schottland und Irland erregten wohl den Neid mancher Vertreter aus Deutschland. Doch Deutschland sei mit seiner Strategie "erst forschen, dann handeln" auf dem richtigen Weg, bescheinigten die internationalen Referenten Frau Dr. Schubert vom BMBF während einer Podiumsdiskussion.
Es wurde allerdings auch deutlich, dass in anderen europäischen Ländern längst öffentlich akzeptiert ist, dass es dort Menschen gibt, die nicht ausreichend lesen und schreiben können. Ein wichtiger Effekt ist, dass dann Gelder für die Erwachsenenbildung zur Verfügung gestellt werden und Alphabetisierung nicht nur als Aufgabe der Schule oder der Frühförderung von Kindern gesehen wird. Wie wichtig gerade auch der Einsatz für Erwachsene ist, zeigen Studien aus England, wo die Abhängigkeit der Kinder von den Kompetenzen der Eltern nachgezeichnet und gezeigt wurde, wie sich Verbesserungen bei den Eltern positiv bei den Kindern auswirken.
Prof. Ekkehard Nuissl von Rein, der wissenschaftliche Direktor des DIE, fasste die wichtigsten Ergebnisse des Forums abschließend in zehn Punkten zusammen. Unter anderem empfahl er, viele grundlegende Fragen gründlich wissenschaftlich zu erforschen und die Ergebnisse mit der Politik zu diskutieren. Es stellt sich bei geschätzten 80 Millionen Menschen europaweit die Frage, wie man sie erreicht und zur Kursteilnahme motiviert und wie man sie in die Diskussion und Entwicklung von Programmen einbeziehen kann. Kursleitende müssen sich speziell qualifizieren können und Akteure müssen in Netzwerken gemeinsam auf eine kohärente Strategie hin arbeiten, damit ein sinnvolles Gesamtkonzept entsteht und Gelder sinnvoll an verschiedenen Stellen eingesetzt werden können.
Zum 11. Mal organisierte das DIE ein Forum für Vertreter aus Politik, Praxis und Wissenschaft zum Austausch über Probleme und Strategien aktueller Fragen der Erwachsenenbildung.

