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Redaktion 10.03.2010
Magdeburg, 09.03.2010 Jugend debattiert in Sachsen-Anhalt soll auch im nächsten Schuljahr wachsen: Jetzt können weitere Schulen in das Netzwerk aufgenommen werden. Rund 2.100 Schüler und 80 Lehrer an 18 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb Jugend debattiert Sachsen-Anhalt beteiligt. Bundesweit nehmen 90.000 Schüler und 4.500 Lehrer an rund 660 Schulen teil. Mit einer Unterrichtsreihe und einem bundesweiten Wettbewerb bringt Jugend debattiert Rhetorik in die Schule: Das Projekt fördert die sprachliche und politische Bildung ebenso wie die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung von Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8.

Jugend debattiert ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Kooperationspartner sind die Kultusministerkonferenz und das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt. Interessierte Schulen finden weitere Informationen zur Teilnahme im Internet unter www.jugend-debattiert.de/teilnahme. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2010 über das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt möglich.

"Wir wollen mit diesem Projekt das Demokratieverständnis fördern", sagt Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz. "Gleichzeitig wird der Wettbewerb Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich mit politischen Sachverhalten auseinanderzusetzen und dabei neue Erkenntnisse und Sichtweisen zu gewinnen, um für sich einen Standpunkt zu formulieren und zu vertreten. Jugend debattiert leistet einen wichtigen Beitrag zur Kultur des Dialogs", so Olbertz.

"Wir freuen uns sehr, dass durch das Engagement des Kultusministeriums jetzt noch mehr Schulen in Sachsen-Anhalt bei Jugend debattiert mitmachen können" , so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Projektpartner. "Jugend debattiert regt die Jugendlichen zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie an: Die Schülerinnen und Schüler lernen aufmerksam zuzuhören, kritische Fragen zu stellen und überzeugend zu präsentieren. Deshalb ist es uns so wichtig, dass Debattieren bereits in der Schule geübt wird."

Jugend debattiert wendet sich an alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ab Klasse 8 und kann in vielen Schulfächern eingesetzt werden. Mindestens zwei Lehrkräfte der Schule, die sich an Jugend debattiert beteiligen möchten, sollten eine Fortbildung zum Jugend debattiert-Lehrer besuchen. Die Fortbildungen werden von besonders erfahrenen und dafür ausgebildeten Projektlehrkräften, sogenannten Lehrer-Trainern, durchgeführt. In den Fortbildungen wird vermittelt, wie das Debattieren im Unterricht eingeführt und eingesetzt werden kann. Alle Jugend debattiert-Schulen arbeiten schulartübergreifend in Regionalverbünden zusammen.

In einer Debatte bei Jugend debattiert äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen politischen und schulischen Streitfragen. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position – pro oder contra – darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Bewertet wird die Debatte nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Debatten finden in zwei Altersgruppen statt: den Klassen 8 bis 10 und den Jahrgangsstufen 11 bis 13.

Jugend debattiert verbindet Wettbewerb mit Training. Für die Schülerinnen und Schüler beginnt Jugend debattiert mit einer Unterrichtsreihe in der Klasse. Anschließend folgt der Wettbewerb, zunächst in der Schule, dann im Regionalverbund und schließlich auf Landesebene. Die besten acht Schüler, die sich zuvor auf Regionalverbundsebene durchsetzen, debattieren am 22. März beim Landesfinale in Magdeburg. Regional- und Landessieger gewinnen jeweils ein Seminar zur Vorbereitung auf die nächste Stufe des Wettbewerbs. Die vier Landesbesten vertreten Sachsen-Anhalt dann beim Bundesfinale, das dieses Jahr am 20. Juni mit Bundespräsident Horst Köhler, dem Schirmherrn von Jugend debattiert, in Berlin stattfindet.

Was sich die Schüler und Schülerinnen in Unterricht und Seminar erarbeiten, trägt auch über den Wettbewerb hinaus: Jugend debattiert stärkt die kommunikativen Fähigkeiten, verbessert die Urteilsbildung und gibt mehr Sicherheit im Auftreten, auch bei Prüfungen und Bewerbungen.

Interessierte Schulen erhalten Informationen zur Teilnahme an Jugend debattiert und zum Fortbildungsangebot beim Landesbeauftragten für Jugend debattiert in Sachsen-Anhalt. Die Kontaktdaten sind im Internet unter www.jugend-debattiert.de/teilnahme zu finden.

Pressekontakt:

Cornelia Reichel
Information/Kommunikation
Tel. 069/660 756 162
E-Mail: ReichelC@ghst.de

Markus Bissinger
Jugend debattiert
Pressearbeit
Tel. 0163/81 84 956
E-Mail: m.bissinger@t-online.de

Jugend debattiert im Internet: www.jugend-debattiert.de
Redaktion 22.02.2010
Magdeburg, 22.02.2010 Insgesamt fünf Schülerzeitungen werden heute von Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz ausgezeichnet. Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr im Kultusministerium (Haus 32, Raum 116). Diese fünf im vergangenen Jahr gegründeten Schülerzeitungen haben die Jury mit ihrem Konzept besonders beeindruckt und erhalten vom Kultusministerium eine Startförderung von bis zu 200 Euro. Am Wettbewerb beteiligten sich zwölf Redaktionen.

"Schülerzeitungen bieten jungen Menschen die Chance, sich frühzeitig im Umgang mit den Medien zu üben und sogar das journalistische Handwerk zu erlernen", sagt Minister Olbertz. "So können Schülerinnen und Schüler Verantwortungsbewusstsein und Medienkompetenz hinsichtlich ihrer Berichterstattung entwickeln. In den vergangenen Jahren haben sich diese kleinen Zeitungen zu einem wichtigen Bestandteil der demokratischen Schulkultur entwickelt."

Deshalb hat das Kultusministerium gemeinsam mit dem Verband junger Medienmacher in Sachsen-Anhalt (fjp>media) ein Förderprogramm zur Unterstützung von neu gegründeten Schülerzeitungen aufgelegt. Die Sieger-Redaktionen können bei dem Verband eine einmalige Starthilfe von bis zu 200 Euro beantragen, die vom Kultusministerium übernommen wird. Damit sollen beispielsweise Weiterbildungen, Handbücher oder die Anschaffung neuer Technik finanziert werden. Des Weiteren bekommen die jungen Redakteure Schülerzeitungshandbücher und Bildungsgutscheine überreicht, die zur Teilnahme an einem journalistischen Workshop berechtigen.

Redaktion 10.11.2009
Zahl der Sekundarschüler ohne Abschluss stark gesunken
Magdeburg, 10.11.2009 Im Schuljahr 2008/09 verließen 18.461 Schülerinnen und Schüler die allgemein bildende Schule, davon 7.057 mit Hoch- und Fachhochschulreife, 7.000 mit Realschulabschluss und 1.422 mit Hauptschulabschluss. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Schulstatistik 1.982 Abgänge lagen unterhalb des Hauptschulabschlusses; davon machten 799 Schülerinnen und Schüler den LB-Abschluss und 376 verließen die GB-Schule. 807 Schülerinnen und Schüler beendeten die Schule mit einem Abgangszeugnis* und damit ohne Abschluss.

Der Anteil der Sekundarschüler ohne Abschluss an der Gesamtzahl der Abgänger unterhalb des Hauptschulabschlusses beträgt 26,4 Prozent. Im Vergleich zum Schuljahr 2001/02 mit 50,9 Prozent hat er sich nahezu halbiert. "Zurückzuführen ist der Erfolg der Sekundarschulen bei der Entwicklung ihrer Abgängerzahlen vor allem auf eine zunehmende Sensibilisierung der Lehrkräfte, der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern für den hohen Stellenwert eines erfolgreichen Schulabschlusses", sagte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

Die Vielzahl der Maßnahmen gegen das Schulversagen an den Sekundarschulen beginnt zu wirken. Seit dem Schuljahr 2006/2007 arbeiten die Sekundarschulen mit veränderten Stundentafeln. Der Schwerpunkt liegt auf der Erhöhung der Pflichtstundenzahl in den Kernfächern sowie in den Bereichen Lernmethoden und Wirtschaft-Technik-Hauswirtschaft. Seit dem Schuljahr 2005/2006 werden den Schulen zusätzliche Stunden zur Förderung abschlussgefährdeter Schüler zugewiesen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Anzahl der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss leiste das "Produktive Lernen in Schule und Betrieb" (PL). Durch eine zweijährige Förderung in dieser besonderen Lernform wurden an den 23 PL-Standortschulen in Sachsen-Anhalt 239 Schülerinnen und Schüler, die im Regelsystem voraussichtlich keinen Schulabschluss erreicht hätten, zu einem erfolgreichen Abschluss des Bildungsganges geführt.

Weitere Möglichkeiten biete das ESF-Programm "Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs". Es umfasst ein Netzwerk von regionalen Ansprechpartnern, bildungsbezogenen Unterstützungsangeboten und Schulsozialarbeit. Dieses Programm hat zum Ziel, bis 2012/2013 die Quote der Schulabgänger ohne oder unterhalb des Hauptschulabschlusses gegenüber dem Wert von 2004/05 (12%) auf mindestens 8,6% zu senken.

* Abgangszeugnisse erhalten Schüler, die eine allgemeinbildende Schule (außer für Geistigbehinderte) besucht, aber deren Abschlussziel nicht erreicht haben.

Redaktion 05.10.2009
Magdeburg, 05.10.2009 Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) in Halle initiierte ein eLearning-Projekt "Kompetenzorientiertes Arbeiten mit Lernplattformen in Sachsen-Anhalt". Bis zum 15. November 2009 werden zwanzig Sekundarschulen gesucht, die sich an diesem Projekt beteiligen möchten.

Mit dem Modellversuch soll an den Schulen internetbasiertes, zeit- und ortsunabhängiges Lehren und Lernen auf einer bereits vorhandenen oder einer zentral zur Verfügung gestellten Lernplattform eingerichtet bzw. ausgebaut werden. Speziell aufbereitete eLearning-Inhalte für Informatik ferne Fächer, wie z. B. Deutsch, Geographie, Biologie und Fremdsprachen werden erarbeitet und erprobt. Das Projekt ist so angelegt, dass auch Aussagen über die Kompetenzentwicklung (z. B. Medien-, Lern- und Methodenkompetenz) von Schülerinnen und Schülern in diesen Fächern getroffen werden können.

Bewerbungen zur Teilnahme am Modellversuch werden vom 26.10. bis 15.11.2009 in der Webschule (www.webschule.bildung-lsa.de) online entgegen genommen. Dort sind auch weitere Informationen zum Projekt und Terminen zu finden.

Redaktion 02.10.2009
Öffentliche Ringvorlesung in Halle/ Saale im Wintersemester 2009/2010
Magdeburg, 01.10.2009 Das Thema Ganztagsschule ist in aller Munde. Die Serviceagentur "Ganztägig lernen" Sachsen-Anhalt, eine Kooperation des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, hat aus diesem Grund gemeinsam mit dem Zentrum für Schul- und Bildungsforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Ringvorlesung "Das Einmaleins der Ganztagsschule" vorbereitet. Ziel ist es, vielfältige Infor­mationen zur Ganztagsschulentwicklung in Sachsen-Anhalt, deutschlandweit aber auch im Ländervergleich systematisch zu betrachten.

Ab dem 13.10.2009 öffnet die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 14-tägig zunächst bis zum 26.01.2010 von 18.00 bis 19.30 Uhr ihren Hörsaal für Teilnehmende, deren Interes­se aus beruflichem oder zivilgesellschaftlichem Engagement auf Ganztagsschule gerichtet ist. Unterschiedliche Referenten/-innen aus Praxis und Wissenschaft vermitteln in dieser Vor­lesungsreihe Erfahrungen und Erkenntnisse zum Thema Ganztagsschulentwicklung. Die Zu­hörer/-innen erfahren unter anderem, welche Chancen der Ganztag bietet, Kinder individuell zu fördern oder mit Partnern aus dem Bereich Jugendhilfe zu kooperieren. Weitere Themen sind z. B.: Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit von Schule mit dem Umfeld und was macht einen gelungenen Tagesablauf einer Ganztagsschule aus?

Das detaillierte Veranstaltungsprogramm und weitere Informationen finden Sie unter:

www.sachsen-anhalt.ganztaegig-lernen.de

Zur Serviceagentur "Ganztägig lernen" Sachsen-Anhalt:
Die Serviceagentur "Ganztägig lernen" fördert Schulentwicklungsprozesse beim Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen in Sachsen-Anhalt. Bei der Entwicklung und Sicherung von Qualität steht sie den Schulen unterstützend zur Seite und begleitet sie in ihrer Multiplika­torenrolle beim Vermitteln guter Ganztagsschulpraxis von Lehrkräften für Lehrkräfte. Darüber hinaus fördert sich die Kooperation von Ganztagsschulen mit außerschulischen Partnern.

Pressekontakt:
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Regionalstelle Sachsen-Anhalt
Sylvia Ruge/ Sandra Otto, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Regionalstelle Sachsen-Anhalt, Edithawinkel 2, 39108 Magdeburg, Tel.: 0391 56 28 77-17/ -24, 0173-64 95 557, sylvia.ruge@dkjs.de / sandra.otto@dkjs.de / www.dkjs.de / www.ganztaegig-lernen.de

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Zentrum für Schul- und Bildungsforschung

Prof. Dr. Hartmut Wenzel, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Zentrum für Schul- und Bildungsforschung, Franckeplatz 1, Haus 31, 06099 Halle/ Saale, Tel.: 0345 55-2 38 35, hartmut.wenzel@paedagogik.uni-halle.de / www.zsb.uni-halle.de

Redaktion 26.05.2009
Beschäftigte von 18 Einrichtungen beteiligen sich
Magdeburg, 26.05.2009 Einen Tag vor der nächsten Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften GEW und ver.di mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) sind in Halle 200 Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in den Streik getreten.

18 Kindertagesstätten des städtischen Eigenbetriebes werden bestreikt, sechs davon haben sich heute zusätzlich zu den ursprünglich aufgerufenen, dem Streikaufruf der Gewerkschaften angeschlossen.

"Die Stimmung unter den Streikenden ist großartig", wird von vor Ort berichtet. Am Nachmittag ist eine Demonstration zum zentralen Verkehrsknotenpunkt der Stadt, dem Riebeckplatz, vorgesehen.

Im Zusammenhang mit den heutigen und für morgen geplanten Arbeitskämpfen an Kindertagesstätten erklärte die Tarifexpertin der GEW Sachsen-Anhalt, Eva Gerth: "Die psychischen und physischen Belastungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst steigen. Die Beschäftigen nehmen die ignorante Haltung der Arbeitgeber nicht länger hin".

Nur 26 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher können sich vorstellen, gesund in Rente zu gehen.

Die Anforderungen werden immer höher, aber die Personalausstattung in den Einrichtungen ist schlecht. Erzieherinnen und Erzieher sollen Kinder besser individuell fördern und die Qualität der Bildung steigern, aber es gibt keine Vor- und Nachbereitungszeit und die Fortbildung kommt zusätzlich am Feierabend und an Wochenenden dazu. Die Folgen sind psychosomatische Erkrankungen und chronische Erschöpfung. Der gesetzliche Gesundheitsschutz reicht für Erzieherinnen und Erzieher nicht aus. Deshalb fordern GEW und ver.di tarifvertragliche Regelungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung im Sozial- und Erziehungsdienst. Außerdem steht eine gerechte Vergütung auf dem Plan.

Redaktion 13.05.2009
Magdeburg, 13.05.2009 Bezogen auf einen Artikel des Magazins "Focus Schule" über die sinkende Zahl der Schulen in Deutschland hat ddp berichtet, Sachsen-Anhalt sei am stärksten betroffen.

Die Aussage der Nachrichtenagentur, dass von 1997 bis 2007 rund 63 Prozent der Schulen geschlossen worden seien, ist nicht nachvollziehbar. Die Zahl der allgemein bildenden Schulen (einschließlich Förderschulen) sank zwischen den Schuljahren 1997/98 und 2007/08 auf 62,7 Prozent des Ausgangswertes, d.h. um 37,3 Prozent.

Im selben Zeitraum ging die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf Grund des demografischen Einbruchs um 44,7 Prozent zurück, nämlich von 330.568 auf 182.717 (ohne Schülerinnen und Schüler im Abendgymnasium, im Kolleg und der Abendsekundarschule).

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Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Referat Presse- und Öffentlichkeitarbeit
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Redaktion 06.04.2009
Chance für Lehrernachwuchs im Nachtragshaushalt vergeben
Magdeburg, 06.04.2009 "Die Enttäuschung bei den Studierenden und Referendaren ist groß", sagte GEW-Landeschef Thomas Lippmann am heutigen Tag mit Blick auf den am Mittwoch im Landtag zur Abstimmung stehenden Nachtragshaushalt.

"Wider besseren Wissens soll dem zukünftigen Lehrermangel nicht vorgebeugt werden", fügte er hinzu. "Damit wird erneut eine Chance verpasst, die Qualität der Schule in Sachsen-Anhalt personell zu sichern."

Die Enttäuschung bei den jungen Kolleginnen und Kollegen sei auch deswegen so groß, weil der Kultusminister den Aussagen der GEW zum zukünftig eintretenden Lehrermangel zugestimmt hatte. Zu Recht hätten sie daraus Hoffnungen auf eine zukunftssichernde Personalpolitik der Landesregierung und ein verändertes Personalentwicklungskonzept abgeleitet.

Die GEW hatte zu Beginn der Debatte um den Nachtragshaushalt nochmals auf die Verwerfungen in der Altersstruktur der Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt und den bundesweit entbrannten Kampf um Nachwuchslehrer verwiesen und deshalb eine sofortige Erweiterung des Einstellungskorridors und eine Erweiterung der Ausbildungskapazität für das Referendariat bereits ab 2009 im Rahmen des Nachtragshaushaltes vorgeschlagen. Sie wollte damit Vorkehrungen treffen, um möglichst viele junge Lehrkräfte bis zur Zeit des akuten Mangels ab 2012/13 im Land zu behalten.

Lippmann verwies darauf, dass an den Schulen zunehmend bittere Kalauer unter dem Motto die Runde machen, dass mit den im Nachtragshaushalt gegenfinanzierten vielen Millionen Euro für Baumaßnahmen zwar moderne Klassenzimmer entstünden, die dann aber mangels Lehrkräften leer stehen würden.

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Pressesprecher
Prof. Dr. Hans-Dieter Klein
Tel. 0391 / 73 55 -445
pressedienst@gew-lsa.de
Redaktion 30.03.2009
Magdeburg, 30.03.2009 Das Kultusministerium schreibt 113 Stellen für das Schuljahr 2009/2010 für Lehrkräfte an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen des Landes aus.

Die Ausschreibungen, Informationen zu den Einstellungsvoraussetzungen und der Bewerbungsbogen (zum Herunterladen) finden sich im Internet unter www.mk.sachsen-anhalt.de/lehrerstellen.

Die geplanten Neueinstellungen in den Schuldienst des Landes Sachsen-Anhalt teilen sich auf die einzelnen Schulformen folgendermaßen auf:

Grundschulen 31 Stellen
Sekundarschulen 16 Stellen
Gymnasien 16 Stellen
Gesamtschulen 5 Stellen
Förderschulen 28 Stellen
berufsbildende Schulen 17 Stellen
Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen spätestens bis zum 24. April 2009 beim

Landesverwaltungsamt
Dienstgebäude Magdeburg
Referat 510
Olvenstedter Str. 1-2
39108 Magdeburg

unter Angabe des Kennworts: "Einstellungen in den Schuldienst 2009" eingegangen sein.

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Redaktion 12.03.2009
Magdeburg, 12.03.2009 Am 19. März 2009 findet in Magdeburg die Landesendrunde der 5. Physik-Olympiade statt. 92 Schülerinnen und Schüler aus 38 Gymnasien und zwei Gesamtschulen des Landes Sachsen-Anhalt werden zu diesem Schülerwettbewerb erwartet, der einen hohen Stellenwert in der langfristigen Vorbereitung auf das Auswahlverfahren zur Internationalen Physik-Olympiade hat. Am Nachmittag des Wettbewerbstages wird um 16.00 Uhr die Preisverleihung im Hörsaal 5, Gebäude 16, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg stattfinden.

Die Physik-Olympiade in Sachsen-Anhalt wird in den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 ausgetragen und dient der frühzeitigen Förderung begabter Schülerinnen und Schüler im Fach Physik. Diesmal konnten sich sogar 13 Schülerinnen und Schüler aus dem 7. Schuljahrgang qualifizieren. Sie werden sich mit den Teilnehmern der Stufe 8 im Wettbewerb messen.

Max Griehl (Georg-Cantor-Gymnasium Halle) nimmt bereits zum vierten Mal an der Landesendrunde teil und hat bisher stets einen Preis mit nach Hause genommen. Maximilian König (Georg-Cantor-Gymnasium Halle), Lam Ngo (Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg) und Max Wehrmann (Gymnasium Stadtfeld Wernigerode) wollen ihren 1. Preis aus dem Vorjahr verteidigen.

Besondere Unterstützung erfährt die Physik-Olympiade durch die Fakultät für Naturwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und den Landesförderverein eLeMeNTe e. V. Als Sponsoren unterstützen auch in diesem Jahr die Städtischen Werke Magdeburg GmbH (SWM) und die AZZURRO Semiconductors AG in Magdeburg den Wettbewerb.

Die dreistündige Wettbewerbsklausur wird im Hörsaal 5 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt. Es sind Aufgaben zu lösen, die besondere Anforderungen an das physikalische Denken stellen und kreative Ideen erfordern.

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