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Redaktion 25.08.2009
Schulnetz stabil - 200 Lehrkräfte werden neu eingestellt
Potsdam, 25.08.2009 Im Schuljahr 2009/2010 werden im Land Brandenburg ca. 278.000 Schülerinnen und Schüler die Schulen besuchen, im Schuljahr 2008/2009 waren es noch rund 291.000. Damit verringert sich die Gesamtschülerzahl um ca.13.000.

In der Primarstufe lernen ca. 119.300 Schülerinnen und Schüler. Das sind etwa 400 Schüler mehr als im Schuljahr 2008/2009 mit 118.928. Die Einschulungen befinden sich mit ca. 19.500 auf der Höhe der Vorjahre und werden sich auch in den nächsten Jahren in dieser Größenordnung bewegen.

In der Sekundarstufe I ist nach den starken Rückgängen der vergangenen Jahre erstmals wieder ein signifikanter Anstieg um ca. 12.000 auf ca. 77.000 Schülerinnen und Schüler zu verzeichnen. Dagegen setzt sich in der gymnasialen Oberstufe der Rückgang um ca. 14.000 auf ca. 21.000 Schülerinnen und Schüler noch fort.

Auch an den beruflichen Schulen (ohne berufliche Gymnasien) des Landes ist im Schuljahr 2009/2010 ein weiteres deutliches Absinken der Schülerzahlen zu be­obachten. Mit ca. 57.700 werden die beruflichen Schulen rund 11.000 Schülerinnen und Schüler weniger haben als im Vorjahr mit 68.800. Wie in der gymnasialen Oberstufe sind die geburtenschwachen Jahrgänge hier Ursache des kontinuierlichen Rückgangs.

Die Zahl der Vollzeit-Lehrerstellen liegt im Schuljahr 2009/2010 bei ca. 16.700. Das sind etwa 600 weniger als im Schuljahr 2008/2009. Auf die Zahl der Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen bezogen, wird sich die Ausstattung mit Vollzeit-Lehrerstellen für den Unterricht im Vergleich zum Vorjahr von 15,7 auf 15,5 leicht verbessern. Trotz des noch bestehenden Lehrerüberhangs werden im Land Brandenburg zu Beginn bzw. auch noch im Verlauf des kommenden Schuljahres im Rahmen des Einstellungskorridors ca. 200 Lehrkräfte neu eingestellt.

Entwicklungen im brandenburgischen Schulnetz - öffentliche Schulen
Das Brandenburger Schulnetz setzt sich im allgemeinbildenden öffentlichen Bereich im Schuljahr 2009/2010 folgendermaßen zusammen:

446 Grundschulen (einschl. Grundschulteilen an Grund- und Oberschulen oder Grund- und Gesamtschulen),
121 Oberschulen,
21 Gesamtschulen,
77 Gymnasien,
18 berufliche Gymnasien an OSZ,
90 F"rderschulen.

Am Ende des Schuljahres 2008/2009 wurden 4 Grundschulen, 3 Gymnasien und 2 Oberschulen aufgelöst. Die Schließungen im Grundschulbereich sind in erster Linie auf schulstrukturelle Maßnahmen der Schulträger zurückzuführen. In allen anderen Fällen handelt es sich um länger geplante Entwicklungen. Die genannten Schulen bzw. Schulstufen laufen schon seit mehreren Jahren aus. In einzelnen Regionen im Berliner Umland steigen die Schülerzahlen inzwischen wieder so stark an, dass zwei Gymnasien sowie eine Grundschule und ein Grundschulteil an einer Oberschule neu errichtet werden müssen. Eine Oberschule wurde wegen der starken Nachfrage in eine Gesamtschule gewandelt.

Ausblick
Im Grundschulbereich wird es keine demografiebedingten Schließungen mehr geben. Gleiches gilt für die Sekundarstufe I. Hier laufen am Ende des Schuljahres 2009/2010 zwar noch zwei Oberschulen und zwei Gymnasien aus, die aber alle schon seit mehreren Jahren keine Klassen mehr aufgenommen haben. Eine Gesamtschule, die im Schuljahr 2009/2010 keine Jahrgangsstufe 11 einrichten kann, wird im darauffolgenden Schuljahr in eine Oberschule gewandelt.

Im Bereich der gymnasialen Oberstufen gehen die Schülerzahlen in den nächsten Jahren zwar noch weiter zurück. 75 Gymnasien sind jedoch langfristig stabil und bieten das 12-jährige Abitur an. Darüber hinaus kann der 13-jährige Bildungsgang zum Abitur an 20 Gesamtschulen und 18 beruflichen Gymnasien infolge einer Absenkung der Mindestschülerzahlen gesichert werden, so dass hier landesweit ein erreichbares Angebot besteht.

Fazit
Der Prozess der Anpassung des Schulnetzes an die demografische Entwicklung ist im Bereich der allgemeinbildenden Schulen weitgehend abgeschlossen. Im engeren Verflechtungsraum mit Berlin müssen in den nächsten Jahren mit dem Anstieg der Schülerzahlen sogar weitere Schulen neu errichtet werden.

Zuwächse bei Schulen in freier Trägerschaft
Das Netz der allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft wird im Schuljahr 2009/2010 nach vorläufigen Daten insgesamt 125 Schulen umfassen. Im vergangenen Jahr waren es 114 Schulen. Dabei handelt es sich um

58 Grundschulen (vorher 53),
22 Gymnasien (keine Änderung),
34 weiterführende Schulen in der Sekundarstufe I ( vorher 28),
11 Förderschulen (keine Änderung).

Redaktion 05.06.2009
Stuttgart, 04.06.2009 Keine Hauptschule soll geschlossen werden, wenn die Kommune es nicht will, versicherte vor gar nicht so langer Zeit der Kultusminister. Über die Schließung oder Zusammenlegung von Hauptschulen beschließt somit der Gemeinderat. Am Sonntag geben Bürgerinnen und Bürger ihre Stimmen ab, um zu entscheiden, wie sich der neue Gemeinderat jeweils zusammen­setzt. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) fordert alle Wahlberech­tigten auf, von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und auf jeden Fall wählen zu gehen.

Mehr als die Hälfte aller Hauptschulen im Land sind lediglich einzügig. Das Konzept der neuen Werkrealschule ab dem Schuljahr 2010/11 sieht jedoch min­destens eine Zweizügigkeit vor. Deshalb werden wohl etliche Hauptschulen ge­schlossen werden, andere nehmen Nachbarschulen auf, um die Zweizügigkeit zu erreichen. Über diese Maßnahmen entscheidet der Gemeinderat respektive der Stadtrat. So werden aus Kommunalpolitiker ganz schnell Bildungspolitiker, stellt der VBE-Sprecher fest und fordert alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf, am kommenden Wahlsonntag bei der Stimmabgabe zu berücksichti­gen, welchen Gemeinderatskandidaten Schulen, Kindergärten und Bildung be­sonders wichtig sind.

Ganz falsch sei es, so der VBE-Sprecher, aus Resignation oder Protest nicht zur Wahl zu gehen. Gerade bei der Kommunalwahl, die in Baden-Württemberg eine echte Persönlichkeitswahl ist, sei es wichtig, die richtigen Verantwortlichen an den Ratstisch zu bringen.

Da die Kommunen auch für die Kindergärten verantwortlich sind, ist es nach Auffassung des VBE unumgänglich, dass der Bildungs- und Erziehungsbereich in den Kommunalparlamenten das nötige Gewicht bekommt und von dafür offe­nen aufgeschlossenen Personen vertreten wird. Eine Wahlbeteiligung unter der 50-Prozent-Marke wäre kein gutes Zeugnis für verantwortungsvolle, mündige Bürgerinnen und Bürger, mahnt der VBE-Sprecher.

Redaktion 13.05.2009
Magdeburg, 13.05.2009 Bezogen auf einen Artikel des Magazins "Focus Schule" über die sinkende Zahl der Schulen in Deutschland hat ddp berichtet, Sachsen-Anhalt sei am stärksten betroffen.

Die Aussage der Nachrichtenagentur, dass von 1997 bis 2007 rund 63 Prozent der Schulen geschlossen worden seien, ist nicht nachvollziehbar. Die Zahl der allgemein bildenden Schulen (einschließlich Förderschulen) sank zwischen den Schuljahren 1997/98 und 2007/08 auf 62,7 Prozent des Ausgangswertes, d.h. um 37,3 Prozent.

Im selben Zeitraum ging die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf Grund des demografischen Einbruchs um 44,7 Prozent zurück, nämlich von 330.568 auf 182.717 (ohne Schülerinnen und Schüler im Abendgymnasium, im Kolleg und der Abendsekundarschule).

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Redaktion 22.04.2009
Grüne: Kultusminister hat bei Kooperationsschulen versagt – keine Lösungen für den ländlichen Raum in Sicht
München, 22.04.2009 Die Grünen im Bayerischen Landtag werfen Kultusminister Spaenle Versagen bei den Kooperationsmodellen vor. "Hier hätte der Kultusminister eine Chance gehabt, endlich etwas gegen das Schulsterben im ländlichen Raum zu tun, aber leider bleiben er und die CSU den hoffnungslos veralteten Strukturen der getrennten Schularten verhaftet", so der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.

Die Kooperationsschulen böten keine Lösungen für die Hauptschulen im ländlichen Raum. "Keines der vor Ort entwickelten Modelle, die etwa einen Realschulzweig an einer Hauptschule vorsehen, hat bei diesen Vorgaben eine Chance. Es geht nicht darum, dass jetzt zweizügige Realschulen gegründet werden müssen – wir brauchen keine neuen Schulen, wir haben Hauptschulen, die halb leer stehen."

Thomas Gehring warnte, dass die Enttäuschung bei den BürgermeisterInnen, SchulleiterInnen und Eltern riesen groß sei: "Diese Enttäuschung wird zum Sturm der Entrüstung werden und der wird die CSU im ländlichen Raum voll treffen."

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Redaktion 16.02.2009
Meidinger: "Nicht nur in Beton, sondern in qualitätsorientierte Innovationen investieren!"
Berlin, 16.02.2009 Bei der Umsetzung des 17 Milliarden Euro umfassenden Konjunkturprogramms für die Sanierung von Schulen, Hochschulen und anderen öffentlichen Gebäuden sowie Infrastrukturmaßnahmen dürfe das Geld nicht nur in ohnehin geplante, lediglich vorgezogene Baumaßnahmen fließen. Stattdessen müsse unbedingt darauf geachtet werden, dass die damit finanzierten Maßnahmen einer nachhaltigen Qualitätsverbesserung des deutschen Bildungswesens dienten und tatsächlich zusätzliche Investitionen seien, so der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, in Berlin.

Wörtlich sagte er: "Nach unserem Eindruck versuchen gegenwärtig viele Kommunen und Bundesländer in erster Linie, bereits geplante Baumaßnahmen mithilfe des Konjunkturprogramms vorzuziehen. Wenn diese Entlastung dazu führt, dass die in den kommunalen und landesbezogenen Haushalten frei werdenden Investitionsmittel in bildungsferne Bereiche fließen, dann ist das nicht der Effekt, den wir uns vorstellen. Wir wollen, dass es eine echte Verbesserung der Rahmenbedingungen an deutschen Schulen gibt, zum Beispiel durch den flächendeckenden Ausbau von angemessen ausgestatteten Lehrerarbeitsplätzen an allen Schulen, welcher angesichts der Ausweitung von Ganztagsschulangeboten dringend erforderlich ist. Auch die Ausstattung von Schulen mit modernen elektronischen Unterrichtsmedien wie Smartboards, Beamern und moderner Software ist ein drängendes Desiderat!"

Meidinger unterstützte auch die Forderung, den umfassenden Zugang von Lehrern und Schülern zu so genannten Onlineportalen, die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen, allen Schulen zu finanzieren und zur Verfügung zu stellen. "Wir dürfen bei der Bildung nicht nur in Beton, wir müssen vor allem in qualitätsorientierte Innovationen investieren!", sagte der Verbandsvorsitzende.

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Redaktion 21.01.2009
Zwei-Säulen-Schulsystem geht in die falsche Richtung
Hannover, 21.01.2009 Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen, Eberhard Brandt, kritisiert die Ankündigung aus der Landesregierung und ihren Landtagsfraktionen, die Krise der Hauptschule durch die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen lösen zu wollen. Brandt weist zugleich das Kompromissangebot des SPD-Landesvorsitzenden Duin an die Landesregierung scharf zurück, der sich laut Pressemeldungen für ein Zwei-Säulenmodell ausgesprochen hatte, bei dem Gesamtschulen abgeschafft und mit Haupt- und Realschulen zusammengelegt werden sollen.

Gerade in den letzten Wochen habe sich gezeigt, dass Eltern bei Befragungen von Schulträgern eine IGS als Alternative zu einer Haupt- und Realschule bevorzugen. Das entscheidende Argument sei für die Eltern, die in der Vergangenheit auf die Realschule gesetzt hätten: Heute ist es fast unmöglich, von der Realschule auf das Gymnasium zu kommen. Das war früher anders. Daher suchen immer mehr Eltern eine Schule, die vor Ort erreichbar ist, die alle Bildungsgänge enthält und dadurch den direkten Weg zum Abitur bietet. Durch den Rückgang der Schülerzahlen – in einigen Landkreisen um 40 Prozent – können viele Gemeinden eine Schule nur dann aufrechterhalten, wenn möglichst viele Kinder von der Grundschule in die örtliche Sekundarstufe I gehen und nicht den Weg zum Kreisgymnasium wählen. Der GEW-Chef ist beeindruckt von den Daten und den Überlegungen zur Schulentwicklung, die ihm Schulträger vorgelegt haben.

Schon in dem letzten halben Jahr, in dem das Gesamtschulgründungsverbot aufgehoben ist, haben Schulträger in der Regel mit Partei übergreifenden Mehrheiten 16 Anträge zur Errichtung neuer Gesamtschulen eingereicht. 10 sind bereits genehmigt "Das ist mehr als wir für möglich hielten", so der GEW-Landesvorsitzende. Mindestens 30 weitere Schulträger haben Eltern erfolgreich befragt oder bereiten gerade die Befragung vor. So hat die Stadt Emden gerade bekannt gegeben, dass mehr als 60% der Eltern eine IGS wünschen. Der Trend halte an. Er sei in den Landkreisen so massiv, dass auch Bürgermeister mit CDU-Mehrheiten bei der GEW ihr Interesse an Gesamtschulen anmelden und um Unterstützung bitten. "Das ist eine neue Erfahrung und Aufgabe für uns", so Brandt. Er sei sicher, dass Bürgermeister und Landräte innerhalb der CDU im wohlverstandenen Interesse ihrer Bürger und Wähler für eine realistische Wende in der Schulpolitik der Landesregierung sorgen werden. Die Schulträger ließen sich heutzutage das Recht auf eigene Gestaltung des Schulangebots einschließlich des Rechts auf Gesamtschulen nicht mehr verwehren. Weil ideologische Gründe nicht mehr zählten, wollen Schulträger auch eine IGS mit vier Parallelklassen, im Ausnahmefall auch mit drei Zügen einrichten dürfen.

Die bisher vorliegenden Absichtserklärungen des Ministerpräsidenten, der Kultusministerin, von CDU- und FDP-Landtagsfraktion, die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen auf dem Wege einer Erlassänderung zu gestatten, bezeichnet Brandt als Schritt in die falsche Richtung. Bezeichnend sei, dass die Koalition vor allem wegen der Personalkosten eine billige Lösung suche und weiter an ihren ideologischen Dogmen festhalte.

Als völlig unverständlich bezeichnet Brandt die Vorstellung des SPD-Landesvorsitzenden Duin, der sich für ein Zwei-Säulen-Schulsystem in Niedersachsen ausgesprochen hatte. "Duin steht im Widerspruch zu den Aussagen der SPD- Fraktion im Landtag, die sich eindeutig für neue Gesamtschulen ausspricht und deren Gründung erleichtern will." Brandt hofft, dass die Landtagsfraktion hier Klartext reden wird.

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Richard Lauenstein
GEW-Niedersachsen
Tel. 0511/33804-26
r.lauenstein@gew-nds.de
Redaktion 21.01.2009
Stuttgart, 21.01.2009 Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg sieht in der Einführung der "neuen" Werkrealschule neben der bisherigen Haupt­schule und der Werkrealschule alten Stils langsam eine babylonische Sprachverwirrung aufziehen, die nicht nur Leute vom Fach immer mehr sprachlos werden lässt.

Seit 15 Jahren führen die meisten aller Hauptschulen im Dienstsiegel die Be­zeichnung "Hauptschule mit Werkrealschule", auch wenn sie das zehnte Schul­jahr vor Ort nicht anbieten, sondern lediglich Zusatzunterricht ab der achten Klasse. Ab 2010 soll es nun nach dem Willen der Landesregierung die "neue" Werkrealschule geben, an der auch ein Hauptschulabschluss erworben werden kann. Das bedeutet, dass es künftig Hauptschulen, Hauptschulen mit Werkreal­schule und Werkrealschulen mit Hauptschule geben wird.

Eltern wird die ungeliebte "dritte" Schulart durch solche Wortspielereien nicht schmackhafter gemacht, selbst wenn das inhaltliche Konzept akzeptabel wäre. Bekanntlich gibt es bisher auch kein Werk-Gymnasium. Der Trend weg von der Hauptschule hin zur "echten" Realschule wird weiter anhalten, solange die Werkreal/Hauptschule von Eltern und Ausbildern nicht als echte Angebotsschu­le wahrgenommen und akzeptiert wird.

Die Einrichtung differenzierender Profile ab der achten Klasse der neuen Werk­realschule in "Natur und Technik", "Gesundheit und Soziales" sowie "Wirt­schaft und Informationstechnik" erfolgt augenscheinlich analog zu den Real­schulen, die ab der siebten Klasse die Schüler wählen lassen zwischen "Natur und Technik", "Mensch und Umwelt" sowie der weiteren Fremdsprache "Fran­zösisch". Wenn jedoch bei der Grundschulempfehlung in der vierten Klasse die "neue" Werkrealschule gleichrangig mit der Hauptschule aufgeführt wird und mit dieser Empfehlung auch kein Besuch der "echten" Realschule möglich ist, werden sich die Eltern schon fragen, ob das Ganze nicht nur ein böser Etiket­tenschwindel ist, der alle lediglich ruhig stellen soll, indem man den Betroffenen tüchtig (Schlaf-)Sand in die Augen streut.

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Michael Gomolzig
Telefon 07181-82179
dienstlich: 07151-750310
Fax 07151-7103129
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Redaktion 10.12.2008
Bildungsgewerkschaft zum Deutschen Schulpreis 2008
Frankfurt am Main / Berlin, 10.12.2008 Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gratuliert den Preisträgern des Deutschen Schulpreises 2008. Wir hoffen, dass diese Schulen andere mit ihren innovativen Konzepten anstecken. Unser besonderer Glückwunsch gilt der Wartburg Grundschule in Münster", sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule, heute in Frankfurt a.M.

"Für Eltern gibt der Schulpreis das Signal: Man muss nicht auf private Schulen ausweichen, der Einsatz für gute staatliche Schulen lohnt sich", betonte Demmer. "Endlich erhalten Schulen, die sich um Integration bemühen, die öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung, die sie schon lange verdient haben. Sie entwickeln eine Pädagogik der Vielfalt und leisten mit ihren pädagogischen Innovationen wichtige Schulentwicklungsarbeit."

Die ausgezeichneten Einrichtungen zeigten ein modernes Gesicht von Schule, das sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen kann. Sie beweisen, dass in der individuellen Förderung aller Kinder der Schlüssel zum Schulerfolg liegt. Dass 2008 auch ein Gymnasium unter den besten fünf Schulen ist, deutet darauf hin, dass ein pädagogisches Umdenken nun auch die Gymnasien erreicht. In den vergangenen Jahren sind die Hauptpreise an Grund- und integrierte Gesamtschulen gegangen.

Redaktion 05.12.2008
Elisabeth Heister-Neumann: "Die Schulinspektion trägt zur Verbesserung der Schulqualität bei"
Hannover, 05.12.2008 Den ersten Periodischen Bericht der Niedersächsischen Schulinspektion hat die Niedersächsische Kultusministerin heute in Hannover vorgestellt. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Niedersächsischen Schulinspektion, Bert Märkl, präsentierte Elisabeth Heister-Neumann den Bericht im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtages.

"Niedersachsen ist bundesweiter Vorreiter bei der Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität unserer Schulen mittels Inspektoren. Die Niedersächsische Schulinspektion war die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland und ist bis heute die einzige in allen Bundesländern, die unabhängig ist und mit eigenem Personal arbeiten kann. Wir ermöglichen mit dem heute vorgelegten Bericht eine maximale Transparenz bei den Ergebnissen. Besonders erfreulich ist, dass die Inspektion von den Schulen in Niedersachsen selbst als ein Instrument angesehen wird, mit dessen Hilfe sie genaue Wege zur Verbesserung Ihrer Arbeit finden können. Es hat sich schon jetzt erwiesen: Die Schulinspektion in Niedersachsen ist ein wesentlicher Baustein, um die Qualität unseres Schulwesens zu verbessern", betonte Elisabeth Heister-Neumann.

Die Aussagen im Bericht zu den Stärken und Schwächen beziehen sich auf Durchschnittswerte aller inspizierten Schulen. Niedersachsens allgemein bildende Schulen erhalten die besten Bewertungen in den Kriterien "Pädagogisches Klima" des Unterrichts sowie "Schulklima und Schulleben". Die Schulinspektion nimmt in der überwiegenden Zahl der Schulen eine freundliche und konstruktive Arbeitsatmosphäre im Unterricht wahr, in der die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler be-stätigen und ermutigen und ihr Selbstvertrauen unterstützen. Schulen wirken einladend, und in ihnen herrscht ein respekt-voller, freundlicher Umgang der Beteiligten, sodass sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und sonstige Mitarbeiter wohl fühlen.

Die Niedersächsische Kultusministerin sagte, sie werde sich jetzt konsequent dafür einsetzen, den Schulen Instrumente zur Verfügung zu stellen, um Stärken ausbauen und Schwächen minimieren zu können. Elisabeth Heister-Neumann verwies darauf, dass es für die Schulen nach der Inspektion bereits jetzt ein differenziertes Angebot an Beratung und Hilfe gebe. "Wir haben in den letzten Jahren fast 1.200 Lehrkräfte ausgebildet, die als Beraterinnen und Berater unseren Schulen zur Ver-fügung stehen. Es gibt rund 330 Beraterinnen und Berater für Unterrichtsqualität sowie Beraterinnen und Berater für Fragen der Organisation, der Schulentwicklung oder der Qualitätsentwicklung. Alle Schulen unseres Landes verfügen darüber hinaus seit dem 1. Januar 2008 über ein eigenes Budget, mit dem sie Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Arbeit und Qualität finanzieren können. Dieses Budget umfasst landesweit über 10 Mio. Euro. Letztlich haben wir Schulleiterinnen und Schulleiter auf die Leitung der eigenverantwortlichen Schule vorbereitet. Über 2.300 Leiterinnen und Leiter haben sich für die neuen Anforderungen besonders im Bereich Personalführung qualifizieren lassen", sagte die Kultusministerin abschließend.

Im Jahr 2005 hat die Niedersächsische Schulinspektion ihre Arbeit aufgenommen. Mit 53 hauptamtlichen Inspektoren wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren rund 40 Prozent der niedersächsischen Schulen inspiziert. Der 184 Seiten umfassende Bericht samt Grafiken ist abrufbar auf der Seite www.mk.niedersachsen.de im Internet.



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