Berlin, 26.05.2009 "In der Sekundarstufe und auch in der Grundschule muss das Augenmerk viel mehr als bisher auf das Problem geschlechtsbezogener Leistungsunterschiede gelegt werden", sagt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann aus Anlass der heute bekannt gewordenen PISA-Sonderauswertung der OECD. Beckmann macht zugleich klar, der VBE halte nichts von einer Einschränkung koedukativen Unterrichts. Vielmehr müsse das gemeinsame Lernen von Mädchen und Jungen so organisiert werden, dass Stärken und Schwächen nicht in geschlechtsbezogene Vorurteile mündeten.
Beckmann betont: "In der Lehreraus- und -fortbildung muss mehr als bisher auch der Aspekt geschlechterbezogener Pädagogik aufgenommen werden. Es genügt nicht, wenn die Kultusminister das Prinzip des individuellen Förderns und Forderns verkünden. Es müssen auch gezielte Angebote für Lehrerinnen und Lehrer gemacht werden."
Als "gravierendes Problem" bezeichnet der VBE-Bundesvorsitzende "die unausgewogene Zusammensetzung der Lehrerschaft nach Geschlecht". "Der Lehrerberuf entwickelt sich inzwischen in allen Schulformen immer mehr zu einem reinen Frauenberuf", so Beckmann. "Besonders in Grundschulen gibt es immer mehr Kollegien, die ausschließlich weiblich sind. Ebenso sind in Kindergärten Erzieher die absolute Ausnahme. Wenn man dann noch bedenkt, dass immer mehr Kinder bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen, haben Schülerinnen und Schüler über lange Jahre fast nur weiblichen Kontakt. Das kann keine Pädagogik ausgleichen." Beckmann abschließend: "Berufe im Bildungsbereich müssen von der Gesellschaft eine hohe Anerkennung erfahren, damit sie von beiden Geschlechtern gleichermaßen angewählt werden."
Beckmann betont: "In der Lehreraus- und -fortbildung muss mehr als bisher auch der Aspekt geschlechterbezogener Pädagogik aufgenommen werden. Es genügt nicht, wenn die Kultusminister das Prinzip des individuellen Förderns und Forderns verkünden. Es müssen auch gezielte Angebote für Lehrerinnen und Lehrer gemacht werden."
Als "gravierendes Problem" bezeichnet der VBE-Bundesvorsitzende "die unausgewogene Zusammensetzung der Lehrerschaft nach Geschlecht". "Der Lehrerberuf entwickelt sich inzwischen in allen Schulformen immer mehr zu einem reinen Frauenberuf", so Beckmann. "Besonders in Grundschulen gibt es immer mehr Kollegien, die ausschließlich weiblich sind. Ebenso sind in Kindergärten Erzieher die absolute Ausnahme. Wenn man dann noch bedenkt, dass immer mehr Kinder bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen, haben Schülerinnen und Schüler über lange Jahre fast nur weiblichen Kontakt. Das kann keine Pädagogik ausgleichen." Beckmann abschließend: "Berufe im Bildungsbereich müssen von der Gesellschaft eine hohe Anerkennung erfahren, damit sie von beiden Geschlechtern gleichermaßen angewählt werden."
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SH: Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Nationale und internationale Studien geben Impulse für Reformen
Kiel, 12.12.2008 Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat im schleswig-holsteinischen Landtag für einen angemessenen Umgang mit der Bildungsstudie PISA geworben. "Wir sind auf nationale und internationale Vergleiche angewiesen, um Schlussfolgerungen für das eigene Handeln zu ziehen", sagte sie heute (11. Dezember) in Kiel. PISA habe das Bewusstsein für die Bedeutung von Bildung erheblich verstärkt und Impulse für überfällige Reformen gegeben. Sie machte jedoch deutlich, dass PISA sowie IGLU keine "Erklärungen frei Haus" lieferten. Erdsiek-Rave: "Die Studien beschreiben und messen und bedürfen der sorgfältigen Interpretation. Hysterische und voreilige Interpretationen sind überflüssig." Es zeige sich jedoch einmal mehr, wie notwendig es gewesen sei, im vergangenen Jahr mit der Schulreform entscheidende Weichen im Bildungssystem zu stellen. "PISA 2006 ist der letzte Blick auf die alten Verhältnisse."
Die Ministerin zeigte sich mit den schleswig-holsteinischen Ergebnissen bei der jüngsten PISA-E-Studie nicht zufrieden. "Die Befunde in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik sind kritisch und erfordern einen besonderen Handlungsbedarf." Das gelte auch für die Lesekompetenz, die in allen Schularten deutlich verbessert werden müsse und die den deutlichsten Zusammenhang zwischen sozialem und ethnischem Hintergrund aufzeige. "Hier müssen alle einen Beitrag leisten: Schule, Eltern, Bibliotheken, Lesepaten und Medien", so Erdsiek-Rave. Kritisch bewertete sie auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit verzögerter Schullaufbahn. Die 15-Jährigen, die in Schleswig-Holstein bei PISA getestet worden sind, waren häufig sitzengeblieben, zurückgestuft oder sind zu spät eingeschult worden - die Quote lag in den Hauptschulen bei 70 Prozent. Das neue Schulgesetz setze mit seiner verstärkten individuellen Förderung auch an dieser Stelle einen notwendigen Schwerpunkt.
"Wir schaffen die Hauptschulen und das Sitzenbleiben ab, um die Schülerinnen und Schüler aus einem weitgehend isolierten Lernumfeld herauszuholen, das oft schon sehr früh von Perspektivlosigkeit gekennzeichnet ist", so die Ministerin weiter. "Der Erfolg dieser Schülerinnen und Schüler muss uns besonders am Herzen liegen. Für sie haben wir über die Schulgesetzänderung vieles auf den Weg gebracht." Dazu gehörten zum Beispiel die vorschulische Sprachförderung, das erfolgreiche Lese-Projekt "Niemanden zurücklassen" oder das Handlungskonzept "Schule & Arbeitswelt", das sich auf die Kompetenzen konzentriere, die für einen erfolgreichen Berufseinstieg nötig seien.
Um die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen in Schleswig-Holstein noch weiter zu verbessern, seien alle gefragt, so viel wie möglich beizusteuern: Land, Bund, die Kommunen und auch die Wirtschaft. Insgesamt seien die zusätzlichen Bildungsinvestitionen des Haushalts 2009/10 ein starkes Signal an die jungen Menschen im Land: Über neue 1100 Lehrerstellen allein in diesen beiden Jahren, die Aufstockung der Hochschulmittel, Investitionsmittel für den Schulbau, der Einstieg in die beitragsfreie Kita und der Ausbau der Betreuungsplätze für unter 3-Jährige. "Das heißt: Mehr Geld für Bildung auf allen Ebenen!"
Die Ministerin zeigte sich mit den schleswig-holsteinischen Ergebnissen bei der jüngsten PISA-E-Studie nicht zufrieden. "Die Befunde in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik sind kritisch und erfordern einen besonderen Handlungsbedarf." Das gelte auch für die Lesekompetenz, die in allen Schularten deutlich verbessert werden müsse und die den deutlichsten Zusammenhang zwischen sozialem und ethnischem Hintergrund aufzeige. "Hier müssen alle einen Beitrag leisten: Schule, Eltern, Bibliotheken, Lesepaten und Medien", so Erdsiek-Rave. Kritisch bewertete sie auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit verzögerter Schullaufbahn. Die 15-Jährigen, die in Schleswig-Holstein bei PISA getestet worden sind, waren häufig sitzengeblieben, zurückgestuft oder sind zu spät eingeschult worden - die Quote lag in den Hauptschulen bei 70 Prozent. Das neue Schulgesetz setze mit seiner verstärkten individuellen Förderung auch an dieser Stelle einen notwendigen Schwerpunkt.
"Wir schaffen die Hauptschulen und das Sitzenbleiben ab, um die Schülerinnen und Schüler aus einem weitgehend isolierten Lernumfeld herauszuholen, das oft schon sehr früh von Perspektivlosigkeit gekennzeichnet ist", so die Ministerin weiter. "Der Erfolg dieser Schülerinnen und Schüler muss uns besonders am Herzen liegen. Für sie haben wir über die Schulgesetzänderung vieles auf den Weg gebracht." Dazu gehörten zum Beispiel die vorschulische Sprachförderung, das erfolgreiche Lese-Projekt "Niemanden zurücklassen" oder das Handlungskonzept "Schule & Arbeitswelt", das sich auf die Kompetenzen konzentriere, die für einen erfolgreichen Berufseinstieg nötig seien.
Um die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen in Schleswig-Holstein noch weiter zu verbessern, seien alle gefragt, so viel wie möglich beizusteuern: Land, Bund, die Kommunen und auch die Wirtschaft. Insgesamt seien die zusätzlichen Bildungsinvestitionen des Haushalts 2009/10 ein starkes Signal an die jungen Menschen im Land: Über neue 1100 Lehrerstellen allein in diesen beiden Jahren, die Aufstockung der Hochschulmittel, Investitionsmittel für den Schulbau, der Einstieg in die beitragsfreie Kita und der Ausbau der Betreuungsplätze für unter 3-Jährige. "Das heißt: Mehr Geld für Bildung auf allen Ebenen!"
Realschulen reduzieren maßgeblich den Anteil von Risikoschülern - Integrierte Gesamtschulen schneiden im Vergleich sehr schlecht ab
München, 09.12.2008 "Wieder einmal sehen wir uns in unserer Arbeit in Bayern bestätigt", sagt Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv) nach der Veröffentlichung des PISA-Ländervergleichs und der TIMMS-Studie. "Aus den Studien ist klar zu entnehmen, dass das gegliederte Schulwesen, so wie es in Bayern besteht, Schülerinnen und Schüler zu einem guten Bildungsniveau bringt. Bei den bayerischen Realschulen ist der Anteil an Risikoschülern um weit über 12 Prozentpunkte geringer ist als im bayerischen Durchschnitt bzw. weit über 16 Prozentpunkte gegenüber dem Bundes- bzw. OECD-Durchschnitt", so Huber.
Die PISA-E-Studie hat erneut ergeben, dass bayerische Schülerinnen und Schüler mit den Spitzenländern Finnland, Kanada und Korea ohne Probleme mithalten können. "Gerade unsere bayerischen Realschüler schneiden im Vergleich sehr gut ab. So erreichten die Schüler in der naturwissenschaftlichen Kompetenz die gleiche Punktzahl wie der Spitzenreiter Finnland, nämlich 563 Punkte!", so Huber stolz. Der Erfolg des gegliederten Schulwesens in Bayern ist auch an der Tatsache festzumachen, dass nur ein geringer Prozentsatz von Realschülern und Gymnasiasten in Bayern die Kompetenzstufe II im Lesen und in Mathematik nicht erreicht haben. Bundesweit liegt das Nichterreichen hingegen bei 15,7 Prozent. Bestätigt wird die bayerische Bildungspolitik zudem, weil aus der PISA- und der heute veröffentlichten TIMMS-Studie klar hervorgeht, dass die deutschen Integrierten Gesamtschulen die Ergebnisse der Grundschulen noch einmal um bis zu 190 % verschlechtern. "Diese Ergebnisse sollten doch endlich zeigen, dass die längeren gemeinsame Schulzeit, dass die Gesamtschule ein Irrweg ist.", schließt Anton Huber.
München, 09.12.2008 "Wieder einmal sehen wir uns in unserer Arbeit in Bayern bestätigt", sagt Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv) nach der Veröffentlichung des PISA-Ländervergleichs und der TIMMS-Studie. "Aus den Studien ist klar zu entnehmen, dass das gegliederte Schulwesen, so wie es in Bayern besteht, Schülerinnen und Schüler zu einem guten Bildungsniveau bringt. Bei den bayerischen Realschulen ist der Anteil an Risikoschülern um weit über 12 Prozentpunkte geringer ist als im bayerischen Durchschnitt bzw. weit über 16 Prozentpunkte gegenüber dem Bundes- bzw. OECD-Durchschnitt", so Huber.
Die PISA-E-Studie hat erneut ergeben, dass bayerische Schülerinnen und Schüler mit den Spitzenländern Finnland, Kanada und Korea ohne Probleme mithalten können. "Gerade unsere bayerischen Realschüler schneiden im Vergleich sehr gut ab. So erreichten die Schüler in der naturwissenschaftlichen Kompetenz die gleiche Punktzahl wie der Spitzenreiter Finnland, nämlich 563 Punkte!", so Huber stolz. Der Erfolg des gegliederten Schulwesens in Bayern ist auch an der Tatsache festzumachen, dass nur ein geringer Prozentsatz von Realschülern und Gymnasiasten in Bayern die Kompetenzstufe II im Lesen und in Mathematik nicht erreicht haben. Bundesweit liegt das Nichterreichen hingegen bei 15,7 Prozent. Bestätigt wird die bayerische Bildungspolitik zudem, weil aus der PISA- und der heute veröffentlichten TIMMS-Studie klar hervorgeht, dass die deutschen Integrierten Gesamtschulen die Ergebnisse der Grundschulen noch einmal um bis zu 190 % verschlechtern. "Diese Ergebnisse sollten doch endlich zeigen, dass die längeren gemeinsame Schulzeit, dass die Gesamtschule ein Irrweg ist.", schließt Anton Huber.
Bildungsgewerkschaft zu Bildungsstandards
Frankfurt am Main / Berlin, 05.12.2008 "Als Armutszeugnis und Versuch, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen", hat Marianne Demmer, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) zu den Bildungsstandards bezeichnet.
Nach dem "Desaster um die Standards für den Hauptschulabschluss" habe die KMK mit ihrem gestrigen Beschluss "Nebelkerzen geworfen". Damit wolle die KMK verschleiern, dass sie sich von der Überprüfung der Hauptschulstandards verabschiedet hat. "Die Kultusminister wollten sich offenbar die Blamage ersparen, bestätigt zu bekommen, dass in manchen Bundesländern weit mehr als 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen an den KMK-Anforderungen scheitern. Damit wird jedoch kein Problem gelöst", unterstrich Demmer.
Die Beteuerungen der KMK, die Hauptschulen verstärkt unterstützen zu wollen, sieht die GEW-Schulexpertin mit größter Skepsis. "Seit 30 Jahren werden immer neue Programme zur Rettung von Hauptschulen verkündet. Seit 30 Jahren verschlechtert sich die Situation der Hauptschulen jedoch dramatisch", sagte Demmer. Statt die Schülerinnen und Schüler "unsinnig früh in Hauptschulen zu schicken" sollten alle Kinder bis zum Ende des neunten oder zehnten Schuljahres gemeinsam unterrichtet werden. Die schwächeren Schülerinnen und Schüler müssten individuell gefördert und unterstützt werden. "Es geht um die Rettung dieser Schüler, nicht um die Rettung eines überholten Schulsystems", betonte die Gewerkschafterin.
Sie lehnte den von den Kultusministern geplanten Bundesländervergleich auf der Grundlage der KMK-Leistungsstandards ab. "Der PISA-Länder-Vergleich war schon ziemlich unsinnig, weil Äpfel mit Birnen verglichen worden sind. Wenn demnächst jedoch nur noch die Mittelwerte der KMK-Leistungsstandards verglichen werden, ist der Unfug perfekt. Die Ländervergleiche fielen dann noch holzschnittartiger aus, als dies bereits bei PISA-E der Fall war", sagte Demmer. Fragen zur sozialen Gerechtigkeit, etwa dem Zugang zum Gymnasium, würden voraussichtlich entfallen. Nach Ansicht Demmers können nur regionale Vergleiche, z.B. von Großstädten mit ähnlicher Sozial- und Bevölkerungsstruktur, einen gewissen Aufschluss über die Wirkung schulpolitischer Konzepte und Maßnahmen geben.
Frankfurt am Main / Berlin, 05.12.2008 "Als Armutszeugnis und Versuch, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen", hat Marianne Demmer, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) zu den Bildungsstandards bezeichnet.
Nach dem "Desaster um die Standards für den Hauptschulabschluss" habe die KMK mit ihrem gestrigen Beschluss "Nebelkerzen geworfen". Damit wolle die KMK verschleiern, dass sie sich von der Überprüfung der Hauptschulstandards verabschiedet hat. "Die Kultusminister wollten sich offenbar die Blamage ersparen, bestätigt zu bekommen, dass in manchen Bundesländern weit mehr als 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen an den KMK-Anforderungen scheitern. Damit wird jedoch kein Problem gelöst", unterstrich Demmer.
Die Beteuerungen der KMK, die Hauptschulen verstärkt unterstützen zu wollen, sieht die GEW-Schulexpertin mit größter Skepsis. "Seit 30 Jahren werden immer neue Programme zur Rettung von Hauptschulen verkündet. Seit 30 Jahren verschlechtert sich die Situation der Hauptschulen jedoch dramatisch", sagte Demmer. Statt die Schülerinnen und Schüler "unsinnig früh in Hauptschulen zu schicken" sollten alle Kinder bis zum Ende des neunten oder zehnten Schuljahres gemeinsam unterrichtet werden. Die schwächeren Schülerinnen und Schüler müssten individuell gefördert und unterstützt werden. "Es geht um die Rettung dieser Schüler, nicht um die Rettung eines überholten Schulsystems", betonte die Gewerkschafterin.
Sie lehnte den von den Kultusministern geplanten Bundesländervergleich auf der Grundlage der KMK-Leistungsstandards ab. "Der PISA-Länder-Vergleich war schon ziemlich unsinnig, weil Äpfel mit Birnen verglichen worden sind. Wenn demnächst jedoch nur noch die Mittelwerte der KMK-Leistungsstandards verglichen werden, ist der Unfug perfekt. Die Ländervergleiche fielen dann noch holzschnittartiger aus, als dies bereits bei PISA-E der Fall war", sagte Demmer. Fragen zur sozialen Gerechtigkeit, etwa dem Zugang zum Gymnasium, würden voraussichtlich entfallen. Nach Ansicht Demmers können nur regionale Vergleiche, z.B. von Großstädten mit ähnlicher Sozial- und Bevölkerungsstruktur, einen gewissen Aufschluss über die Wirkung schulpolitischer Konzepte und Maßnahmen geben.

