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Redaktion 30.08.2010
Berlin, 30.08.2010 Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, sollten sich umgehend bei der Bundesagentur für Arbeit melden. Informationen zum Thema Berufsausbildung gibt es bei der Telefonaktion am Dienstag, den 31. August 2010, von 16 bis 18 Uhr bei der "Leipziger Volkszeitung".

Die Zahlen der Arbeitsagenturen und der Industrie-, Handels- und Handwerkskammern zeigen, dass es zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres in vielen Ausbildungsberufen noch unbesetzte Ausbildungsplätze gibt. Trotzdem haben nicht alle ausbildungswilligen Jugendlichen eine Lehrstelle. Alle, die jetzt noch keinen Ausbildungsplatz haben, sollten sich so schnell wie möglich an die Bundesagentur für Arbeit wenden.

Auch für Jugendliche mit nicht so guten Schulabschlüssen gibt es durch Nachvermittlungsaktionen noch Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder eine vorbereitende betriebliche Einstiegsqualifizierung. Junge Menschen, die in den letzten Jahren kein Ausbildungsangebot erhielten, sollten ebenfalls die gute Situation am Ausbildungsmarkt nutzen und von dem Beratungsangebot Gebrauch machen.

Die Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit und der Wirtschaft sind aber auch Ansprechpartner für die Betriebe, die ihre angebotene Ausbildungsplätze nicht besetzen konnten. Denn die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist wegen des spürbaren demografischen Wandels und der guten konjunkturellen Entwicklung hoch.

Zu all diesen Fragen informieren Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit sowie der Kammern von Wirtschaft und Handwerk sowie ein Vertreter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung.

Die Expertinnen und Experten erreichen Sie unter den Rufnummern:

Tel. 0341 2155 871 Agentur für Arbeit Leipzig
Tel. 0341 2155 872 Industrie- und Handelskammer Leipzig
Tel. 0341 2155 873 Handwerkskammer Leipzig
Redaktion 27.07.2010
Berlin, 27.07.2010 Einen passenden Ausbildungsplatz zu finden, ist nicht leicht. Schwierig wird dies vor allem für Jugendliche, die nur ein schlechtes Abschlusszeugnis oder gar keinen Schulabschluss vorweisen können. Gerade diesen jungen Leuten hilft seit einigen Jahren die Einstiegsqualifizierung (EQ).

Im Herbst letzten Jahres starteten die Deutsche Telekom und die Bundesagentur für Arbeit (BA) das Modellprojekt "Meine Chance - Ich starte durch". 61 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz erhielten die Möglichkeit, ein Jahrespraktikum bei der Telekom zu absolvieren.

Ziel war und ist, junge Menschen ohne berufliche Perspektive in eine Ausbildungsstelle zu vermitteln. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus.

Kein Talent soll ungenutzt bleiben
Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom, sagte in Berlin, von den 61 gestarteten Jugendlichen würden 50 jetzt in ein festes Ausbildungsverhältnis übernommen. "42 von ihnen gehen sogar direkt in das zweite Ausbildungsjahr über."

Für das BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt steht fest: "Jeder Jugendliche bringt etwas mit - keiner ist talentfrei. Unsere Aufgabe ist es, ihre Begabung zu suchen, zu fördern und sie auf ihren Weg in den Beruf so gut wie möglich zu unterstützen."

Unternehmen müssen sich angesichts des demografischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftemangels künftig verstärkt um gering qualifizierte Jugendliche bemühen. Gegenwärtig gibt es in Deutschland rund 300.000 arbeitslose Jugendliche, davon hat jeder Zweite keine Berufsausbildung. Über die Hälfte ist in Hartz IV.

Integration statt Isolation
Die Jugendlichen im Telekom-Projekt sind während des Jahrespraktikums voll in die Berufsausbildung integriert und nicht in Sonderprogrammen isoliert. Sie werden in die Ausbildungsbereiche IT-Systemelektroniker, Kaufmann für Bürokommunikation und Einzelhandelskaufmann eingegliedert und durchlaufen dieselben Stationen wie die übrigen Azubis. Außerdem erhalten die Praktikanten neben der persönlichen Betreuung wenn nötig auch eine spezielle Förderung.

Die erfolgreiche Kooperation wird verlängert: Auch im nächsten Ausbildungsjahr ab Herbst 2010 sollen 66 Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen durch ein Langzeitpraktikum bei der Telekom integriert werden. Insgesamt ist das Projekt über vier Jahre angelegt und soll rund 270 jungen Menschen eine Brücke aus der Grundsicherung ins Berufsleben ermöglichen. Sattelberger betont: "Unser Projekt zeigt, dass es sich lohnt, gerade auf den ersten Blick nicht sichtbaren Talenten eine Chance zu geben."

Einstiegsqualifizierung
Das Programm Einstiegsqualifizierung ermöglicht jungen Menschen durch ein betriebliches Praktikum den Zugang zu einer Ausbildung. Zielgruppe sind Jugendliche mit eingeschränkten Vermittlungsperspektiven. Voraussetzung für den Erhalt dieses Jahrespraktikums ist, dass die Jugendlichen im Vorjahr keinen Ausbildungsplatz bekommen haben und sie oder ihre Eltern Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV) beziehen. Während ihres sechs- bis zwölfmonatigen Praktikums sind die Teilnehmer sozialversichert und bekommen Grundkenntnisse für einen anerkannten Ausbildungsberuf vermittelt. Arbeitgeber, die EQ durchführen, können mit einem Zuschuss zur Vergütung in Höhe von bis zu 212 Euro monatlich gefördert werden. Jährlich unterstützt die BA so rund 30.000 Jugendliche. Über 60 Prozent gehen anschließend in eine betriebliche Berufsausbildung über. Die Ausgaben der BA für das Programm beliefen sich 2009 auf 71 Millionen Euro.
Redaktion 07.07.2010
Berlin, 07.07.2010 Anlässlich der Debatte zum Berufsbildungsbericht 2010 erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk MdB:

Der aktuelle Berufsbildungsbericht 2010 stellt unter anderem die Ausbildungssituation von Jugendlichen mit Behinderung dar. 2009 wurden rund 14.000 Ausbildungsverträge mit jungen Menschen mit Behinderung geschlossen, die einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf anstreben. Besonders zu begrüßen ist die Fokussierung auf den ersten Arbeitsmarkt.

Vorrang haben betriebliche Ausbildungen, die zumeist nach einem berufsvorbereitenden Jahr und Begleitung erfolgreich verlaufen. Für diejenigen, die aufgrund einer Behinderung zusätzlichen Unterstützungsbedarf benötigen, stehen außerbetriebliche und wohnortnahe Ausbildungsstätten zur Verfügung.

Dieses Netzwerk beruflicher Ausbildungsmöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit darf keinesfalls ausgedünnt werden. Kurz vor Start des neuen Berufsschuljahres wäre dies ein falsches Signal.
Redaktion 05.07.2010
Bielefeld, 05.07.2010 Mehr Frauen für MINT! Mit dieser Zielsetzung engagiert sich das internationale Technologieunternehmen National Instruments mit der National Instruments Germany GmbH als jüngster Paktpartner beim Nationalen Pakt für mehr Frauen in MINT-Berufen "Komm, mach MINT.". "Wir freuen uns sehr, dass National Instruments Germany als neuer Paktpartner das Bündnis engagiert unterstützt und ihm weitere gezielte Impulse verleiht", betont Susanne Witteriede, Leiterin der Geschäftsstelle Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Frauen "Komm, mach MINT.".

National Instruments (NI) revolutioniert die Art und Weise, wie Ingenieure und Wissenschaftler Design, Prototyperstellung und Serieneinsatz von Systemen für Mess-, Automatisierungs- und Embedded-Anwendungen bewerkstelligen. NI ist einer der weltweiten Marktführer bei eigens für die Mess- und Prüftechnik konzipierter Software wie NI LabVIEW und modularer Hardware. Das im texanischen Austin beheimatete Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 5.000 Mitarbeiter und unterhält Direktvertriebsbüros in mehr als 40 Ländern. In den vergangenen elf aufeinander folgenden Jahren kürte das Wirtschaftsmagazin FORTUNE NI zu einem der 100 arbeitnehmerfreundlichsten Unternehmen in den USA. Der deutschen Niederlassung gelang 2004, 2005, 2008, 2009 und 2010 eine Auszeichnung beim Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber".

Neben den Bereichen Lehre und Ausbildung hat vor allem das Engagement für eine nachhaltige MINT-Bildung einen besonderen Stellenwert bei National Instruments. Global und lokal engagiert sich das Unternehmen mit zahlreichen Initiativen, um Schülerinnen und Schüler für MINT-Themen zu begeistern. Pilotprojekte in Kindergärten, Lehrfortbildungen sowie eigene akademische Programme zur intensiven Zusammenarbeit mit Schulen, Ausbildungsstätten und Hochschulen runden das umfassende Engagement ab. "Als innovations- und technologiebetriebenes Unternehmen können wir auf das Potenzial von jungen Frauen nicht verzichten. Seit Jahren engagieren wir uns deshalb bei wichtigen Projekten wie dem "Girls' Day" und wollen nun als Paktpartner von "Komm´ mach MINT." unseren Beitrag leisten, dass junge Frauen ihre Chancen in MINT-Berufen erfolgreich nutzen können", erklärt Michael Dams, Geschäftsführer der National Instruments Germany GmbH.

Über "Komm, mach MINT."
Komm, mach MINT." - der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien soll das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft verändern. "Komm, mach MINT." ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung" und wurde 2008 auf Initiative von Bundesbildungsministerin Annette Schavan mit dem Ziel gestartet, junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Karrieren in der Wirtschaft zu gewinnen.

Rund 70 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und den Medien unterstützen derzeit diese Zielsetzung mit vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen zur Studien- und Berufsorientierung junger Frauen.

Das Informationsportal www.komm-mach-mint.de bietet einen Überblick über das breite Spektrum von Angeboten zur Gewinnung weiblicher Nachwuchskräfte mit konkreten Tipps, Handlungsempfehlungen und einer bundesweiten Projektlandkarte. Auf ihr können Projekte und Maßnahmen eingetragen werden. Außer den Anstrengungen der Paktpartner finden sich dort auch Initiativen zahlreicher weiterer Akteure. Mit bisher 600 Projekten ist es gelungen, bis heute insgesamt 55.000 Mädchen und jungen Frauen anzusprechen.
Redaktion 08.06.2010
Berlin, 08.06.2010 "Die Konjunkturerholung macht sich auch auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar - er entwickelt sich erfreulich stabil. Bis Ende Mai 2010 registrierten die Industrie- und Handelskammern 131.531 Ausbildungsverträge:

Das sind nur 1,2 Prozent weniger Neuverträge als im Mai 2009 - obwohl die Bewerberzahlen stark sinken. Wir haben in diesem Jahr einen Rückgang bei den Schulabgängern um fast 3 Prozent - im Bereich der Real- und Hauptschulen sogar um 4%. Die Unternehmen reagieren auf die sinkende Zahl von Schulabgängern und schließen inzwischen früher Verträge ab, um sich die besten Azubis und damit die Fachkräfte von morgen zu sichern. Rund 40 Prozent der neuen Ausbildungsverträge sind bereits abgeschlossen. Der demografiebedingte Mangel an Bewerbern wird sich aber sicherlich im Laufe des Jahres bei den Vertragszahlen noch stärker bemerkbar machen. Auch wenn Altbewerber manche Lücke schließen werden, gehe ich deshalb davon aus, dass wir am Jahresende viele Tausend Lehrstellen nicht besetzen können.

Ein Ärgernis ist in diesem Zusammenhang, dass nicht wenige Jugendliche vorsichtshalber bei mehr als einem Unternehmen einen Ausbildungsvertrag unterschreiben, um dann später noch auswählen zu können. Bei unserer aktuellen Ausbildungsumfrage haben rund ein Fünftel der Unternehmen die im vergangenen Jahr Ausbildungsplätze nicht besetzen konnten, angegeben, dass Jugendliche ihre Lehrstelle gar nicht erst angetreten haben. Dieses Vorgehen ist nicht nur schlecht für die betroffenen Betriebe, es geht vor allem zu Lasten schwächerer Schulabgänger und Altbewerber. Ich appelliere daher an die Jugendlichen, die mehr als einen Vertrag abgeschlossen haben, sich für einen Ausbildungsbetrieb zu entscheiden. Dies ist auch ein Gebot der Fairness gegenüber denjenigen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen."
Redaktion 28.04.2010
Berlin, 28.04.2010 Mit Blick auf den Berufsbildungsbericht erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock heute in Berlin: "Die Krise hat den Ausbildungsmarkt erreicht. Nach offiziellen Zahlen suchen noch mehr als 80.000 Jugendliche trotz des Rückgangs an Bewerberinnen und Bewerbern einen Ausbildungsplatz. 50.000 Ausbildungsverträge weniger, das ist ein Alarmsignal. Die Meldung der Arbeitgeber, es mangele an Bewerbern und nicht an Ausbildungsplätzen, ist schlicht falsch.

Vor allem benachteiligte Jugendliche sind die Verlierer der Wirtschafts- und Finanzkrise. Deshalb müssen ausbildungsbegleitende Hilfen zu Regelangeboten für die Betriebe ausgebaut werden. Ausbilder und Lehrer sollen für jeden einzelnen Auszubildenden den Förderbedarf ermitteln. Die Bundesagentur muss ihr Leistungsangebot dazu steigern. Bund und Länder sollten sich an der Finanzierung beteiligen. Mit ausbildungsbegleitenden Hilfen werden Betriebe unterstützt, die jungen Leuten eine Chance geben, die keine brillanten Zeugnisse haben.

Um Jugendlichen mit schlechten Start-Chancen den Einstieg in die Ausbildung zu ebnen, muss die Förderung bereits in der Schule beginnen. Die "Initiative Bildungsketten" der Bundesregierung, bei der Bildungslotsen Jugendlichen ab der 7. Klasse beim Weg in die Ausbildung helfen, ist ein richtiger Ansatz.

Die schlechte Ausbildungsbilanz 2009 zeige einmal mehr die Achillesferse des deutschen Ausbildungssystems. Die Zukunftsperspektiven junger Menschen sind abhängig von der konjunkturellen Lage der Wirtschaft. Dies zeigt sich gerade wieder in der Krise. Mit freundlichen Appellen wird sich die Misere auf dem Ausbildungsmarkt nicht beheben lassen. Entscheidend für den Ausbildungsmarkt wird sein, wie Anreize für mehr betriebliche Ausbildungsplätze unter den schwierigen Bedingungen geschaffen werden können. Hierfür sind Tarifverträge über eine solidarische Finanzierung (z. B. Branchenfonds) notwendig. Das Beispiel der Bauindustrie zeigt, wie ein Umlagesystem ein relativ hohes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen auch in Krisenzeiten sichern kann."
Redaktion 25.03.2010
Bonn, 25.03.2010 Was für viele Schülerinnen und Schüler selbstverständlich ist, sollte auch fester Bestandteil der Berufsausbildung werden: durch Auslandsaufenthalte Kompetenzen zu erwerben und Erfahrungen zu sammeln. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher den ersten derartigen Austausch für Auszubildende verschiedener Bonner Institutionen initiiert und nun die 13 französischen Jugendlichen verabschiedet, die vom 8. bis 26. März in Bonn gearbeitet haben.

"Derartige internationale Erfahrungen haben für das Berufsleben einen hohen Wert. Grenzüberschreitende Mobilität spielt im zusammenwachsenden Europa eine immer größere Rolle. Wenn man Jugendlichen die Möglichkeit gibt, Mobilität zu erfahren, entwickeln sie nicht nur ihre interkulturellen und beruflichen Kompetenzen weiter, sondern verbessern auch ihre Chancen im Beruf und am Arbeitsmarkt", würdigte BIBB-Präsident Manfred Kremer die Bereitschaft der insgesamt 26 jungen Leute zum Blick über den Teller-rand beim Abschluss dieses "Pilot-Projektes" in Anwesenheit von Angelica Maria Kappel, Bonner Bürgermeisterin, Jean-Marie Haas, Leiter der Partnerschule aus Forbach in Lothrin¬gen sowie Vertretern der beteiligten deutschen und französischen Institutionen.

Vom 14. September bis 2. Oktober 2009 absolvierten erstmals 13 Auszubildende aus Bonn im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell geförderten Projekts des Deutsch-Französischen Sekretariats für den Austausch in der beruflichen Bildung (DFS) für drei Wochen kaufmännische Praktika in Partnerinstituten im französischen Forbach. Die französischen Jugendlichen arbeiteten und lernten nun mit ihren "Tandem"-Partnerinnen und -Partnern in den beteiligten Bonner Institutionen (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Eisenbahnbundesamt und BIBB). Der Auslandsaufenthalt der Jugendlichen wird durch den europäischen Bildungspass "europass Mobilität" bescheinigt. In diesem Zertifikat, das die Europäische Kommission 2005 geschaffen hat, werden erworbene Qualifikationen und Kompetenzen festgehalten und europaweitanerkannt. Weitere Informationen unter www.bibb.de/de/52596.htm sowie www.europass-info.de

Ansprechpartner im BIBB: Hans-Joachim Kissling, Tel.: 0228/107-2002, E-Mail: kissling@bibb.de
Redaktion 12.03.2010
Bonn, 12.03.2010 Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat auf seiner Frühjahrstagung am 11. März in Bonn den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgelegten Entwurf des Berufsbildungsberichts 2010 beraten und mehrheitlich – gegen die Stimmen der Beauftragten der Arbeitgeber – eine gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf des Berichts beschlossen. Darüber hinaus brachten die Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Länder jeweils eigene Stellungnahmen ein.

Der Berufsbildungsbericht wird im April nach der Verabschiedung durch das Bundeskabinett vom Bundesbildungsministerium veröffentlicht. Gegenstand der Beratungen im Hauptausschuss war der vom BMBF zu verantwortende politische Teil des Berufsbildungsberichts, zu dem das BIBB-Gremium nun Stellung bezog. Ergänzt wird dieser politische Teil durch einen "Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2010 - Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung", den das BIBB in eigener Verantwortung herausgibt und der ebenfalls im kommenden Monat erscheinen wird. Die 2009 erstmals umgesetzte Aufteilung des Berufsbildungsberichts in einen politischen und einen eigenständigen indikatorengestützten Daten-Teil soll die Les- und Nutzbarkeit beider Berichte erhöhen.

Der BIBB-Hauptausschuss hat die gesetzliche Aufgabe, die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung zu beraten. Dazu gehört laut Berufsbildungsgesetz (BBiG)auch die Stellungnahme zum Entwurf des jährlichen Berufsbildungsberichts.

Die mehrheitlich beschlossene gemeinsame Stellungnahme des BIBB-Hauptausschusses zum Entwurf des Berufsbildungsberichts 2010 sowie die jeweiligen Voten der Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Länder im Wortlaut finden Sie unter: www.bibb.de/stellungnahme-bbb10
Redaktion 24.02.2010
Vorübergehende Zulassung von Bewerbern zum Traineeprogramm an Berufsschulen - Bewerbung bis 16. März 2010 möglich
München, 24.02.2010 Voraussichtlich 35 Diplomingenieure (Univ.) oder Master (FH oder Univ.) der Fachrichtungen Elektrotechnik und Maschinenbau können im Rahmen einer Sondermaßnahme im September ein Traineeprogramm für das Lehramt an beruflichen Schulen in Bayern beginnen.

Aufgrund des erhöhten Bedarfs an Bewerbern für das Lehramt an beruflichen Schulen in diesen Fachrichtungen wird unter bestimmten Voraussetzungen der Einstieg in ein Traineeprogramm ermöglicht. Bevorzugt werden Bewerber, welche die Diplomprüfung mit der Note gut oder besser bestanden haben. Bei Beginn der Maßnahme sollen sie das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Die Bewerber durchlaufen zunächst in einem zweijährigen Angestelltenverhältnis (Entgeltgruppe 13 TV-L) ein Traineeprogramm. Wenn sie das Programm erfolgreich abgeschlossen und das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie die sonstigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen (u.a. volle Lehramtsbefähigung) erfüllen, kann eine Übernahme in die Beamtenlaufbahn des höheren Dienstes erfolgen.

Bewerbungen sind bis spätestens 16. März 2010 an folgende Adresse zu richten:

Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Ref. VII.2
80327 München.
Redaktion 23.02.2010
Gute Arbeitsmarktperspektiven für Altenpflegekräfte - Zur Messe "PFLEGE & REHA" vom 23. bis 25. Februar 2010 in Stuttgart
Stuttgart, 23.02.2010 Durch die ansteigende Zahl von älteren Menschen und das für diesen Personenkreis erhöhte Pflegerisiko wird zukünftig ein Mehrbedarf an Pflegepersonal entstehen. Nach einer aktuellen Modellrechnung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg könnte der zusätzliche Bedarf an Pflegepersonal im Land bis zum Jahr 2031 zwischen 60 000 und 89 000 Personen betragen und läge dann bei rund 158 000 bis 187 000 Personen. Vor allem die Nachfrage nach ausgebildeten Pflegekräften wird deutlich steigen. Für diese ergeben sich zukünftig gute Arbeitsmarktperspektiven.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Altenpflegeausbildung in den vergangenen Jahren auf zunehmendes Interesse stieß. Nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlichen Schulstatistik besuchen im laufenden Schuljahr 2009/10 rund 9 000 Personen die Schulen für Altenpflege, das sind so viel wie nie zuvor. Im vorangegangenen Schuljahr waren es mit gut 8 370 Schülerinnen und Schülern 630 weniger. Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte hat sich landesweit die Schülerzahl insgesamt nahezu verdreifacht. Im Schuljahr 1989/90 waren es noch 3 040 Schülerinnen und Schüler.

Rund 7 320 Auszubildende werden im Schuljahr 2009/10 an einer Berufsfachschule für Altenpflege unterrichtet, weitere 960 Schülerinnen und Schüler besuchen eine Berufsfachschule für Altenpflegehilfe. Rund 720 erfahrene Pflegekräfte nutzen die Möglichkeit, an den Fachschulen für Altenpflege zusätzliche Qualifikationen in den Fachrichtungen "Leitung einer Pflegeeinheit" oder "Gerontopsychiatrie" zu erwerben.

Wie in den meisten pflegerischen Berufen überwiegt auch in der Aus- und Weiterbildung zur Altenpflege der Frauenanteil weiterhin deutlich, nach wie vor sind über 80 Prozent der Teilnehmer Frauen. Dagegen hat sich die Altersstruktur der angehenden Altenpflegekräfte deutlich geändert. Waren im Schuljahr 2002/03 noch über die Hälfte der Auszubildenden bereits 25 Jahre alt und älter, sind es im Schuljahr 2008/09 nur noch ein Drittel.



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