Düsseldorf, 27.08.2010 Die Pressekonferenz von Schulministerin Sylvia Löhrmann zum Schuljahresauftakt hat wenig neue Erkenntnisse gebracht. Die Gemeinschaftsschule soll als eierlegende Wollmilchsau der rot-grünen Minderheitsregierung die demografischen und sozialen Probleme des Landes lösen – und das natürlich ohne Verluste bei der Bildungsqualität. Ob das gelingt, hält lehrer nrw für höchst fraglich.
Die Vorgaben sind vage. In Klasse 5 und 6 soll gemeinsam gelernt werden, danach entscheiden Schulen und Schulträger, ob integrativ oder in unterschiedlichen Schulzweigen weiter unterrichtet wird. Da das integrative Modell einen geringeren finanziellen und personellen Aufwand erfordern dürfte, ist klar, wohin die Reise geht: "Der Weg zur Einheitsschule ist vorgezeichnet, weil die Kommunen im Zweifel nicht nach Bildungsqualität, sondern nach Kassenlage entscheiden werden", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw. "Bedauerlich ist, dass ausgerechnet die schwarz-gelbe Vorgängerregierung mit dem §25 des Schulgesetzes für diese Entwicklung das Einfallstor geöffnet hat, das Rot-Grün jetzt natürlich gern und geschickt nutzt."
Aus Sicht der Realschulen ist festzuhalten, dass diese Schulform mit einer steigenden Übergangsquote (von 28,4 auf 29 Prozent) erneut ihren großen Stellenwert bei Eltern und Schüler unter Beweis gestellt hat. Das ausdrückliche Bekenntnis von Ministerin Löhrmann zu allen Schulformen (Zitat: "Wir schließen von Landesseite keine Schule und schaffen auch keine Schulform ab") begrüßt lehrer nrw. Natürlich muss sichergestellt werden, dass andere Schulformen nicht durch eine zu befürchtende und implizit auch angekündigte Bevorzugung der neuen Gemeinschaftsschule nicht ausbluten.
Nicht geäußert hat sich die Ministerin zu den Rahmenbedingungen an den Schulen. Kleinere Klassen, Entlastungen der Lehrkräfte und eine attraktivere Besoldung sind nur einige Beispiele für dringend benötigte Verbesserungen.
Jochen Smets, Pressesprecher
Bei Rückfragen steht Ihnen die Vorsitzende von lehrer nrw, Brigitte Balbach, zur Verfügung: Tel. 0211/1640971 oder mobil 0172/9018766.
Die Vorgaben sind vage. In Klasse 5 und 6 soll gemeinsam gelernt werden, danach entscheiden Schulen und Schulträger, ob integrativ oder in unterschiedlichen Schulzweigen weiter unterrichtet wird. Da das integrative Modell einen geringeren finanziellen und personellen Aufwand erfordern dürfte, ist klar, wohin die Reise geht: "Der Weg zur Einheitsschule ist vorgezeichnet, weil die Kommunen im Zweifel nicht nach Bildungsqualität, sondern nach Kassenlage entscheiden werden", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw. "Bedauerlich ist, dass ausgerechnet die schwarz-gelbe Vorgängerregierung mit dem §25 des Schulgesetzes für diese Entwicklung das Einfallstor geöffnet hat, das Rot-Grün jetzt natürlich gern und geschickt nutzt."
Aus Sicht der Realschulen ist festzuhalten, dass diese Schulform mit einer steigenden Übergangsquote (von 28,4 auf 29 Prozent) erneut ihren großen Stellenwert bei Eltern und Schüler unter Beweis gestellt hat. Das ausdrückliche Bekenntnis von Ministerin Löhrmann zu allen Schulformen (Zitat: "Wir schließen von Landesseite keine Schule und schaffen auch keine Schulform ab") begrüßt lehrer nrw. Natürlich muss sichergestellt werden, dass andere Schulformen nicht durch eine zu befürchtende und implizit auch angekündigte Bevorzugung der neuen Gemeinschaftsschule nicht ausbluten.
Nicht geäußert hat sich die Ministerin zu den Rahmenbedingungen an den Schulen. Kleinere Klassen, Entlastungen der Lehrkräfte und eine attraktivere Besoldung sind nur einige Beispiele für dringend benötigte Verbesserungen.
Jochen Smets, Pressesprecher
Bei Rückfragen steht Ihnen die Vorsitzende von lehrer nrw, Brigitte Balbach, zur Verfügung: Tel. 0211/1640971 oder mobil 0172/9018766.
Hannover, 27.08.2010 Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR) sieht die vielfältigen Äußerungen lokaler CDU-Politiker mit großer Sorge. So sind aus Sicht des VNL/VDR die Vorschläge der Celler CDU für die Schullandschaft in Stadt und Landkreis Celle nicht überzeugend und wenig zukunftsorientiert. "Man kann nicht die Einheitsschule fordern und damit lediglich die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule meinen, da muss schon mehr geboten werden", so Manfred Busch, VNL/VDR - Landesvorsitzender.
Erschreckend findet der VNL/VDR die Unkenntnis einiger CDU-Lokalpolitiker, die als Neuerung und Vorteil der "neuen" Schulform den Erwerb des Erweiterten Sekundarabschlusses anpreisen, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigen soll. Diesen Abschluss gibt es bereits seit Jahrzehnten an allen Realschulen und Hauptschulen mit 10. Klasse. Insbesondere an Realschulen wird diese Möglichkeit seit jeher erfolgreich von den Absolventinnen und Absolventen genutzt.
"Die CDU auf Landesebene wie vor Ort muss darauf achten, dass sie ein klares und unverwechselbares schulpolitisches Profil zurückgewinnt. Vielfalt darf nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden", so Busch abschließend.
Manfred Busch, Landesvorsitzender VNL/VDR Niedersachsen
Postfach 12 31
29315 Hermannsburg
Tel. 0 50 52/9 41 73
Fax 0 50 52/9 41 74
Telefon dienstlich:0 51 41/4 48 11 / 4 82 62 00
Handy: 0151/12 33 57 55
eMail: busch-hermannsburg@t-online.de
Erschreckend findet der VNL/VDR die Unkenntnis einiger CDU-Lokalpolitiker, die als Neuerung und Vorteil der "neuen" Schulform den Erwerb des Erweiterten Sekundarabschlusses anpreisen, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigen soll. Diesen Abschluss gibt es bereits seit Jahrzehnten an allen Realschulen und Hauptschulen mit 10. Klasse. Insbesondere an Realschulen wird diese Möglichkeit seit jeher erfolgreich von den Absolventinnen und Absolventen genutzt.
"Die CDU auf Landesebene wie vor Ort muss darauf achten, dass sie ein klares und unverwechselbares schulpolitisches Profil zurückgewinnt. Vielfalt darf nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden", so Busch abschließend.
Manfred Busch, Landesvorsitzender VNL/VDR Niedersachsen
Postfach 12 31
29315 Hermannsburg
Tel. 0 50 52/9 41 73
Fax 0 50 52/9 41 74
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Hannover, 16.05.2010 Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR ist sehr besorgt über die in den letzten Tagen sowohl landes- wie bundesweit geführten Diskussionen über Kürzungen im Bildungsbereich. "Sparen bei der Bildung ist verantwortungslos und falsch. Sparen bei der Bildung ist schädlich für die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unser Land", so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender. Vor einer solch rückwärtsgewandten Politik muss eindringlich gewarnt werden.
Der VNL/VDR sieht in dem von Ministerpräsident Wulff im Dezember letzten Jahres angekündigten "Zukunftsvertrag" eine Chance, in Zeiten klammer Kassen für Niedersachsen bessere Bildung langfristig für alle zu verwirklichen. Maßnahmen wie die Wiederbesetzung aller freiwerdenden Lehrerstellen, kleinere Klassen, bessere Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrkräfte helfen allen, um nur einige zu benennen. Niedersachsen muss bildungspolitisch zukunftsfähig bleiben.
"Die Zwistigkeiten einiger Unionspolitiker mit Frau Merkel dürfen nicht dazu führen, dass Kinder die Leidtragenden der Finanzkrise werden. Es kann es nicht oft genug gesagt werden: Bildung ist unser einziges Kapital für die Zukunft, sie ist jedoch nicht zum Nulltarif zu bekommen. Alle müssen sich den Herausforderungen der Zukunft stellen", so Busch abschließend.
www.vnl-vdr.de/
Der VNL/VDR sieht in dem von Ministerpräsident Wulff im Dezember letzten Jahres angekündigten "Zukunftsvertrag" eine Chance, in Zeiten klammer Kassen für Niedersachsen bessere Bildung langfristig für alle zu verwirklichen. Maßnahmen wie die Wiederbesetzung aller freiwerdenden Lehrerstellen, kleinere Klassen, bessere Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrkräfte helfen allen, um nur einige zu benennen. Niedersachsen muss bildungspolitisch zukunftsfähig bleiben.
"Die Zwistigkeiten einiger Unionspolitiker mit Frau Merkel dürfen nicht dazu führen, dass Kinder die Leidtragenden der Finanzkrise werden. Es kann es nicht oft genug gesagt werden: Bildung ist unser einziges Kapital für die Zukunft, sie ist jedoch nicht zum Nulltarif zu bekommen. Alle müssen sich den Herausforderungen der Zukunft stellen", so Busch abschließend.
www.vnl-vdr.de/
Frankenthal, 28.04.2010 Der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) Bernd Karst wurde beim 22. Bundesrealschultag in Essen zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden wiedergewählt. Seinen Arbeitsschwerpunkt im neuen VDR-Bundesvorstand sieht der Rektor der Rochus-Realschule plus Bingen in einem weiteren Ausbau der Zusammenarbeit der Realschulen mit der Wirtschaft. Die Delegierten aus allen Bundesländern wählten Jürgen Böhm aus Bayern zum Bundesvorsitzenden.
Die in Rheinland-Pfalz in Form der Fachoberschule vorgesehene Realschuloberstufe wurde von den Realschullehrkräften positiv bewertet und als Modell für die anderen Bundesländer angesehen.
In mehreren Anträgen forderten die Delegierten endlich auch in Rheinland-Pfalz die sonst überall selbstverständliche Abschlussprüfung einzuführen.
Der Kongress in der Kulturhauptstadt 2010 Essen stand unter dem doppelt zu verstehenden Motto "Realschule bildet die Mitte". Der Präsident der Kultusministerkonferenz Dr. Ludwig Spaenle und die nordrhein-westfälische Kultusministerin Barbara Sommer legten in ihren Ansprachen ein Bekenntnis zum Realschulbildungsgang ab, der auch in neuen Kooperationsformen in der gewohnten Qualität erhalten bleiben müsse.
Wolfgang Häring
Pressereferent
Herm.-Mündler-Str. 28
67227 Frankenthal
Tel. 06233-42895
mobil 01717108509
Fax 06233-341386
mail: Haering.Wolfgang@vdr-rlp.de
Internet: www.realschule-vdr.de
Die in Rheinland-Pfalz in Form der Fachoberschule vorgesehene Realschuloberstufe wurde von den Realschullehrkräften positiv bewertet und als Modell für die anderen Bundesländer angesehen.
In mehreren Anträgen forderten die Delegierten endlich auch in Rheinland-Pfalz die sonst überall selbstverständliche Abschlussprüfung einzuführen.
Der Kongress in der Kulturhauptstadt 2010 Essen stand unter dem doppelt zu verstehenden Motto "Realschule bildet die Mitte". Der Präsident der Kultusministerkonferenz Dr. Ludwig Spaenle und die nordrhein-westfälische Kultusministerin Barbara Sommer legten in ihren Ansprachen ein Bekenntnis zum Realschulbildungsgang ab, der auch in neuen Kooperationsformen in der gewohnten Qualität erhalten bleiben müsse.
Wolfgang Häring
Pressereferent
Herm.-Mündler-Str. 28
67227 Frankenthal
Tel. 06233-42895
mobil 01717108509
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mail: Haering.Wolfgang@vdr-rlp.de
Internet: www.realschule-vdr.de
Essen, 26.04.2010 Die rund 120 Delegierten des Verbandes Deutscher Realschullehrer haben zum Abschluss des Bundesrealschultages in Essen eine Resolution verabschiedet. Sie fordert die Parteien in Nordrhein-Westfalen vor der Landtagswahl am 9. Mai auf, die Realschulen zu erhalten und weiterzuentwickeln:
"Die Delegierten der 22. VDR-Bundesvertreterversammlung fordern die nordrhein-westfälischen Landtagsparteien angesichts der Wahlen vom 9. Mai d.J. mit Nachdruck auf, der großen Akzeptanz und dem hohen Ansehen der Realschule in der Elternschaft, in Industrie, Handwerk und Verwaltung, im weiterführenden Schulwesen und allen übrigen gesellschaftlichen Bereichen Rechnung zu tragen. Sie richten an sie den Appell, alles dafür zu tun, dass die nordrhein-westfälischen Realschulen auch in Zukunft ihren pädagogischen und gesellschaftspolitischen Auftrag erfüllen können."
VDR-Pressesprecher
Jochen Smets
An der Kapelle 44
41372 Niederkrüchten
Telefon 02163/990000
Fax 02163/990002
E-Mail: jochen.smets@t-online.de
"Die Delegierten der 22. VDR-Bundesvertreterversammlung fordern die nordrhein-westfälischen Landtagsparteien angesichts der Wahlen vom 9. Mai d.J. mit Nachdruck auf, der großen Akzeptanz und dem hohen Ansehen der Realschule in der Elternschaft, in Industrie, Handwerk und Verwaltung, im weiterführenden Schulwesen und allen übrigen gesellschaftlichen Bereichen Rechnung zu tragen. Sie richten an sie den Appell, alles dafür zu tun, dass die nordrhein-westfälischen Realschulen auch in Zukunft ihren pädagogischen und gesellschaftspolitischen Auftrag erfüllen können."
VDR-Pressesprecher
Jochen Smets
An der Kapelle 44
41372 Niederkrüchten
Telefon 02163/990000
Fax 02163/990002
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München, 18.03.2010 Der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv) Anton Huber warnte vor überzogenen Forderungen nach Autonomie der einzelnen Schule in Bayern. Er bezog sich dabei auf das neue Gutachten des "Aktionsrates Bildung", der vom Verband der Bayerischen Wirtschaft finanziert wird. Für Bayerns Realschulen ist der Spielraum hinsichtlich selbständiger Schule mittlerweile sehr groß.
Insbesondere verwahrte sich Huber gegen die Behauptung, Schulen mit größeren Freiheiten erbrächten bessere Schülerleistungen. Man müsse sich fragen, so der brlv-Vorsitzende, warum der "Aktionsrat Bildung", immerhin ein Gremium mit wissenschaftlichem Anspruch, die PISA-Ergebnisse nicht mehr zur Kenntnis nimmt. Denn dort ist gerade Bayern mit den angeblich geringen Freiheiten seiner Schulen mit an der Spitze, während das gelobte Land Nordrhein-Westfalen nicht gerade zu den Besten gehört. Auch bei deutschlandweiten Schüler-Wettbewerben sind bekanntlich die bayerischen Schüler und Schülerinnen besonders erfolgreich.
Ärgerlich ist es für Anton Huber insbesondere, dass unter dem Vorwand einer größeren Schulautonomie der Weg zu einem zweigliedrigen Schulsystem geebnet werden soll, wie von der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Renate Will erneut gefordert. Dass eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen aber nur unter deutlichen Qualitätsverlusten für die Realschulen möglich ist, sollte den Verband der Bayerischen Wirtschaft durchaus interessieren, gelten doch Realschüler in Bayern als besonders gut ausgebildet für den Lehrstellen-Markt.
Insbesondere verwahrte sich Huber gegen die Behauptung, Schulen mit größeren Freiheiten erbrächten bessere Schülerleistungen. Man müsse sich fragen, so der brlv-Vorsitzende, warum der "Aktionsrat Bildung", immerhin ein Gremium mit wissenschaftlichem Anspruch, die PISA-Ergebnisse nicht mehr zur Kenntnis nimmt. Denn dort ist gerade Bayern mit den angeblich geringen Freiheiten seiner Schulen mit an der Spitze, während das gelobte Land Nordrhein-Westfalen nicht gerade zu den Besten gehört. Auch bei deutschlandweiten Schüler-Wettbewerben sind bekanntlich die bayerischen Schüler und Schülerinnen besonders erfolgreich.
Ärgerlich ist es für Anton Huber insbesondere, dass unter dem Vorwand einer größeren Schulautonomie der Weg zu einem zweigliedrigen Schulsystem geebnet werden soll, wie von der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Renate Will erneut gefordert. Dass eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen aber nur unter deutlichen Qualitätsverlusten für die Realschulen möglich ist, sollte den Verband der Bayerischen Wirtschaft durchaus interessieren, gelten doch Realschüler in Bayern als besonders gut ausgebildet für den Lehrstellen-Markt.
Frankenthal, 18.02.2010 Die Nachricht vom schrecklichen Mord an einem Kollegen an einer Ludwigshafener Berufsschule durch einen ehemaligen Schüler hat fassungsloses Entsetzen ausgelöst. Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) trauert mit den Angehörigen des Opfer und bringt sein Mitgefühl auch gegenüber dem Kollegium und der Schülerschaft Schule zum Ausdruck.
Das kaltblütige Verbrechen stellt uns alle vor Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen, sobald Lähmung und Erschütterung überwunden sind.
Der VDR hofft, dass bei der öffentlichen Diskussion nicht erneut der Täter ins Blickfeld des Interesses rückt. "Allzu leichtfertig schieben große Teile unserer Gesellschaft die Verantwortung für schlechte Noten den Lehrkräften zu," so der VDR-Pressesprecher Wolfgang Häring. Auf solchem Nährboden könnten "Rachegedanken" blühen.
www.realschule-vdr.de
Das kaltblütige Verbrechen stellt uns alle vor Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen, sobald Lähmung und Erschütterung überwunden sind.
Der VDR hofft, dass bei der öffentlichen Diskussion nicht erneut der Täter ins Blickfeld des Interesses rückt. "Allzu leichtfertig schieben große Teile unserer Gesellschaft die Verantwortung für schlechte Noten den Lehrkräften zu," so der VDR-Pressesprecher Wolfgang Häring. Auf solchem Nährboden könnten "Rachegedanken" blühen.
www.realschule-vdr.de
Artikel:
Landesrealschultag in Bad Salzdetfurth: Realschullehrkräfte befürchten Schwächung des Realschulbildungsganges
Ideelle und materielle Aufwertung des Lehrerberufs gefordert - Für bessere Rahmenbedingungen an Schulen - Warnung vor zweigliedrigem Schulwesen
Bad Salzdetfurth, 17.09.2009 Die Delegierten des 23. Landesrealschultages in Bad Salzdetfurth wenden sich entschieden gegen eine Schwächung des Realschulbildungsganges. "Durch die neu geschaffene Möglichkeit, in den kombinierten Haupt- und Realschulen bis auf die Hauptfächer gemeinsamen Unterricht bis Klasse 7 zu erlauben, wird der Realschulbildungsgang ernsthaft qualitativ gefährdet. Einen Gewinner gibt es auf alle Fälle: das Land. Wird gemeinsamer Unterricht erteilt, spart man mal so eben 20 Lehrerstunden pro Klasse ein, die dem System Haupt- und Realschule im Allgemeinen, aber nicht der Schule vor Ort zu Gute kommen sollen", so Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender.
Die Klassen sind oftmals zu groß - und das bei einer steigenden Anzahl nicht-empfohlener Schülerinnen und Schüler. Fairerweise sei angemerkt, dass Bayern noch höhere Klassenstärken kennt, Bayern kennt jedoch keinen absolut freien Elternwillen wie Niedersachsen ihn hat. Dabei will keiner die nicht-empfohlenen Schülerinnen und Schüler einfach wieder zurückschicken oder abschieben. Gerade diese Schülerinnen und Schüler bedürfen einer besonderen Förderung, damit sie doch noch ihr Wunschziel, den Realschulabschluss, erreichen können. Hierfür sind zusätzliche Stunden für eine individuelle Förderung dieser Schülerinnen dringend nötig.
Die Probleme der Hauptschule machen die Versuchung groß, sie einfach "zu kassieren" und sie in die Realschule zu überführen und - wie in anderen Bundesländern teilweise vorgesehen - ein zweigliedriges Schulsystem einzuführen. "Hier das Gymnasium, dort die Stadtteilschule oder die Gemeinschaftsschule oder wie immer diese Schulform auch genannt wird. Das geht auf Dauer nicht gut, das lehnen wir entschieden ab. Die Zweigliedrigkeit führt über kurz oder lang zum Einheitsschulsystem. Wir brauchen regional intelligente Lösungen", so Busch.
Mit Sorge blicken die in Bad Salzdetfurth zusammengekommenen Lehrkräfte auf den inzwischen spürbaren Lehrermangel in bestimmten Fächern wie in den Naturwissenschaften und in den Sprachen, insbesondere in Französisch. "Der Lehrerberuf muss sowohl ideell als auch materiell eine Aufwertung erfahren", so Busch.
Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender Niedersachsen
Bad Salzdetfurth, 17.09.2009 Die Delegierten des 23. Landesrealschultages in Bad Salzdetfurth wenden sich entschieden gegen eine Schwächung des Realschulbildungsganges. "Durch die neu geschaffene Möglichkeit, in den kombinierten Haupt- und Realschulen bis auf die Hauptfächer gemeinsamen Unterricht bis Klasse 7 zu erlauben, wird der Realschulbildungsgang ernsthaft qualitativ gefährdet. Einen Gewinner gibt es auf alle Fälle: das Land. Wird gemeinsamer Unterricht erteilt, spart man mal so eben 20 Lehrerstunden pro Klasse ein, die dem System Haupt- und Realschule im Allgemeinen, aber nicht der Schule vor Ort zu Gute kommen sollen", so Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender.
Die Klassen sind oftmals zu groß - und das bei einer steigenden Anzahl nicht-empfohlener Schülerinnen und Schüler. Fairerweise sei angemerkt, dass Bayern noch höhere Klassenstärken kennt, Bayern kennt jedoch keinen absolut freien Elternwillen wie Niedersachsen ihn hat. Dabei will keiner die nicht-empfohlenen Schülerinnen und Schüler einfach wieder zurückschicken oder abschieben. Gerade diese Schülerinnen und Schüler bedürfen einer besonderen Förderung, damit sie doch noch ihr Wunschziel, den Realschulabschluss, erreichen können. Hierfür sind zusätzliche Stunden für eine individuelle Förderung dieser Schülerinnen dringend nötig.
Die Probleme der Hauptschule machen die Versuchung groß, sie einfach "zu kassieren" und sie in die Realschule zu überführen und - wie in anderen Bundesländern teilweise vorgesehen - ein zweigliedriges Schulsystem einzuführen. "Hier das Gymnasium, dort die Stadtteilschule oder die Gemeinschaftsschule oder wie immer diese Schulform auch genannt wird. Das geht auf Dauer nicht gut, das lehnen wir entschieden ab. Die Zweigliedrigkeit führt über kurz oder lang zum Einheitsschulsystem. Wir brauchen regional intelligente Lösungen", so Busch.
Mit Sorge blicken die in Bad Salzdetfurth zusammengekommenen Lehrkräfte auf den inzwischen spürbaren Lehrermangel in bestimmten Fächern wie in den Naturwissenschaften und in den Sprachen, insbesondere in Französisch. "Der Lehrerberuf muss sowohl ideell als auch materiell eine Aufwertung erfahren", so Busch.
Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender Niedersachsen
23.08.09 (pm) Am ersten Schultag besucht Bildungsministerin Doris Ahnen die integrative Realschule plus am Scharlachberg und die kooperative Rochus-Realschule plus in Bingen. Sie gibt damit den Startschuss für 122 Realschulen plus und für die Schulstrukturreform in Rheinland-Pfalz insgesamt. Die beiden in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Realschulen haben ein jeweils eigenes Profil. Die unterschiedlichen Angebote an einem Schulstandort tragen zu einer erhöhten Wahlfreiheit bei.
Die Luftballons, die die Schülerinnen und Schüler der Rochus-Realschule plus aufsteigen lassen, sind ein Symbol für die Aufstiegsorientierung. Ministerin Ahnen will die neue Schulform zum Erfolg führen. Die Lehrerinnen und Lehrer und der Verband der Realschullehrer (VDR) werden sie im Interesse der Jugendlichen dabei unterstützen.
Der VDR-Landesvorsitzende und Schulleiter an der Rochus-Realschule plus Bingen, Bernd Karst, erklärt, dass seine Schule aus eigener Initiative bewusst den frühesten Startzeitpunkt gewählt habe. Man wolle „ein starkes Plus“ hinzugewinnen, nämlich die Einrichtung einer Oberstufe in Form der zweijährigen Fachoberschule bereits ab 2011. So könnten Schüler, die jetzt in die Klasse 9 kommen, bereits 2013 die Fachhochschulreife erwerben. Das Fachabitur ermöglicht neben vielen zusätzlichen Chancen den direkten Zugang zur Fachhochschule. Der Bedarf an diesem Abschluss und der Erwartungsdruck der Elternschaft seien ausgesprochen hoch.
Der Landkreis Mainz-Bingen als Schulträger der Rochus-Realschule plus hat zur Einrichtung einer Fachoberschule bereits mehrfach seine volle Unterstützung zugesagt. Ein entsprechend positives Signal erhoffe sich die Schulgemeinschaft auch von Ministerin Ahnen, so Schulleiter Bernd Karst.
Die Luftballons, die die Schülerinnen und Schüler der Rochus-Realschule plus aufsteigen lassen, sind ein Symbol für die Aufstiegsorientierung. Ministerin Ahnen will die neue Schulform zum Erfolg führen. Die Lehrerinnen und Lehrer und der Verband der Realschullehrer (VDR) werden sie im Interesse der Jugendlichen dabei unterstützen.
Der VDR-Landesvorsitzende und Schulleiter an der Rochus-Realschule plus Bingen, Bernd Karst, erklärt, dass seine Schule aus eigener Initiative bewusst den frühesten Startzeitpunkt gewählt habe. Man wolle „ein starkes Plus“ hinzugewinnen, nämlich die Einrichtung einer Oberstufe in Form der zweijährigen Fachoberschule bereits ab 2011. So könnten Schüler, die jetzt in die Klasse 9 kommen, bereits 2013 die Fachhochschulreife erwerben. Das Fachabitur ermöglicht neben vielen zusätzlichen Chancen den direkten Zugang zur Fachhochschule. Der Bedarf an diesem Abschluss und der Erwartungsdruck der Elternschaft seien ausgesprochen hoch.
Der Landkreis Mainz-Bingen als Schulträger der Rochus-Realschule plus hat zur Einrichtung einer Fachoberschule bereits mehrfach seine volle Unterstützung zugesagt. Ein entsprechend positives Signal erhoffe sich die Schulgemeinschaft auch von Ministerin Ahnen, so Schulleiter Bernd Karst.
Mainz, 20.08.2009 "Wenn die Strukturreform erfolgreich werden soll, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen", mahnt der Landesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) Bernd Karst. Die zum neuen Schuljahr startende Realschule plus beginnt nämlich gleich mit einem Lehrkräfte-Minus. Selbst wenn die befristeten Arbeitsverträge mit nicht voll ausgebildeten Vertretungskräften einbezogen werden, liegt das Versor¬gungsdefizit nach Berechnungen des VDR bei den Realschulen, den Realschulen plus und den Integrierten Gesamtschulen zwischen 2 und 4 %.
In der schwierigen Phase des Umbaus des Schulsystems ist über die volle Unterrichtsversorgung hinaus eine Reserve erforderlich. Diese ist bei unerwartet notwendigen Differenzierungs- und Individualisierungsma߬nahmen unentbehrlich. Außerdem wäre damit flexibel auf temporäre Ausfälle durch Krankheiten oder Schulfahrten zu reagieren.
Ein weiteres Handicap beim Start in das neue Schuljahr sieht der VDR in der unvollständigen Besetzung der Leitungsfunktionen. So ist das eigens geschaffene Amt des Pädagogischen Koordinators in den Schulleitungen der Realschule plus bisher in kaum einer Schule besetzt. Außerdem ist die Zukunft von Schulleitungsmitgliedern, die durch Zusammenschluss von Schulen "überzählig" geworden sind, z.T. noch immer ungeklärt.
Die Besoldung aller Lehrkräfte der Realschulen plus in der Besoldungs¬gruppe A 13 ist nach Ansicht des Verbandes eine logische Konsequenz aus der Schulstrukturreform. Der VDR fordert darüber hinaus die Zuordnung der Realschullehrerschaft zur Laufbahn des Höheren Dienstes. Nur mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und einer attraktiven Besoldung könne man erreichen, dass der sich abzeichnende Lehrermangel nicht dramatische Formen annimmt.
Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Landesverband Rheinland-Pfalz
In der schwierigen Phase des Umbaus des Schulsystems ist über die volle Unterrichtsversorgung hinaus eine Reserve erforderlich. Diese ist bei unerwartet notwendigen Differenzierungs- und Individualisierungsma߬nahmen unentbehrlich. Außerdem wäre damit flexibel auf temporäre Ausfälle durch Krankheiten oder Schulfahrten zu reagieren.
Ein weiteres Handicap beim Start in das neue Schuljahr sieht der VDR in der unvollständigen Besetzung der Leitungsfunktionen. So ist das eigens geschaffene Amt des Pädagogischen Koordinators in den Schulleitungen der Realschule plus bisher in kaum einer Schule besetzt. Außerdem ist die Zukunft von Schulleitungsmitgliedern, die durch Zusammenschluss von Schulen "überzählig" geworden sind, z.T. noch immer ungeklärt.
Die Besoldung aller Lehrkräfte der Realschulen plus in der Besoldungs¬gruppe A 13 ist nach Ansicht des Verbandes eine logische Konsequenz aus der Schulstrukturreform. Der VDR fordert darüber hinaus die Zuordnung der Realschullehrerschaft zur Laufbahn des Höheren Dienstes. Nur mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und einer attraktiven Besoldung könne man erreichen, dass der sich abzeichnende Lehrermangel nicht dramatische Formen annimmt.
Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Landesverband Rheinland-Pfalz

