Frankenthal, 18.02.2010 Die Nachricht vom schrecklichen Mord an einem Kollegen an einer Ludwigshafener Berufsschule durch einen ehemaligen Schüler hat fassungsloses Entsetzen ausgelöst. Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) trauert mit den Angehörigen des Opfer und bringt sein Mitgefühl auch gegenüber dem Kollegium und der Schülerschaft Schule zum Ausdruck.
Das kaltblütige Verbrechen stellt uns alle vor Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen, sobald Lähmung und Erschütterung überwunden sind.
Der VDR hofft, dass bei der öffentlichen Diskussion nicht erneut der Täter ins Blickfeld des Interesses rückt. "Allzu leichtfertig schieben große Teile unserer Gesellschaft die Verantwortung für schlechte Noten den Lehrkräften zu," so der VDR-Pressesprecher Wolfgang Häring. Auf solchem Nährboden könnten "Rachegedanken" blühen.
www.realschule-vdr.de
Das kaltblütige Verbrechen stellt uns alle vor Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen, sobald Lähmung und Erschütterung überwunden sind.
Der VDR hofft, dass bei der öffentlichen Diskussion nicht erneut der Täter ins Blickfeld des Interesses rückt. "Allzu leichtfertig schieben große Teile unserer Gesellschaft die Verantwortung für schlechte Noten den Lehrkräften zu," so der VDR-Pressesprecher Wolfgang Häring. Auf solchem Nährboden könnten "Rachegedanken" blühen.
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Artikel:
Landesrealschultag in Bad Salzdetfurth: Realschullehrkräfte befürchten Schwächung des Realschulbildungsganges
Ideelle und materielle Aufwertung des Lehrerberufs gefordert - Für bessere Rahmenbedingungen an Schulen - Warnung vor zweigliedrigem Schulwesen
Bad Salzdetfurth, 17.09.2009 Die Delegierten des 23. Landesrealschultages in Bad Salzdetfurth wenden sich entschieden gegen eine Schwächung des Realschulbildungsganges. "Durch die neu geschaffene Möglichkeit, in den kombinierten Haupt- und Realschulen bis auf die Hauptfächer gemeinsamen Unterricht bis Klasse 7 zu erlauben, wird der Realschulbildungsgang ernsthaft qualitativ gefährdet. Einen Gewinner gibt es auf alle Fälle: das Land. Wird gemeinsamer Unterricht erteilt, spart man mal so eben 20 Lehrerstunden pro Klasse ein, die dem System Haupt- und Realschule im Allgemeinen, aber nicht der Schule vor Ort zu Gute kommen sollen", so Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender.
Die Klassen sind oftmals zu groß - und das bei einer steigenden Anzahl nicht-empfohlener Schülerinnen und Schüler. Fairerweise sei angemerkt, dass Bayern noch höhere Klassenstärken kennt, Bayern kennt jedoch keinen absolut freien Elternwillen wie Niedersachsen ihn hat. Dabei will keiner die nicht-empfohlenen Schülerinnen und Schüler einfach wieder zurückschicken oder abschieben. Gerade diese Schülerinnen und Schüler bedürfen einer besonderen Förderung, damit sie doch noch ihr Wunschziel, den Realschulabschluss, erreichen können. Hierfür sind zusätzliche Stunden für eine individuelle Förderung dieser Schülerinnen dringend nötig.
Die Probleme der Hauptschule machen die Versuchung groß, sie einfach "zu kassieren" und sie in die Realschule zu überführen und - wie in anderen Bundesländern teilweise vorgesehen - ein zweigliedriges Schulsystem einzuführen. "Hier das Gymnasium, dort die Stadtteilschule oder die Gemeinschaftsschule oder wie immer diese Schulform auch genannt wird. Das geht auf Dauer nicht gut, das lehnen wir entschieden ab. Die Zweigliedrigkeit führt über kurz oder lang zum Einheitsschulsystem. Wir brauchen regional intelligente Lösungen", so Busch.
Mit Sorge blicken die in Bad Salzdetfurth zusammengekommenen Lehrkräfte auf den inzwischen spürbaren Lehrermangel in bestimmten Fächern wie in den Naturwissenschaften und in den Sprachen, insbesondere in Französisch. "Der Lehrerberuf muss sowohl ideell als auch materiell eine Aufwertung erfahren", so Busch.
Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender Niedersachsen
Bad Salzdetfurth, 17.09.2009 Die Delegierten des 23. Landesrealschultages in Bad Salzdetfurth wenden sich entschieden gegen eine Schwächung des Realschulbildungsganges. "Durch die neu geschaffene Möglichkeit, in den kombinierten Haupt- und Realschulen bis auf die Hauptfächer gemeinsamen Unterricht bis Klasse 7 zu erlauben, wird der Realschulbildungsgang ernsthaft qualitativ gefährdet. Einen Gewinner gibt es auf alle Fälle: das Land. Wird gemeinsamer Unterricht erteilt, spart man mal so eben 20 Lehrerstunden pro Klasse ein, die dem System Haupt- und Realschule im Allgemeinen, aber nicht der Schule vor Ort zu Gute kommen sollen", so Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender.
Die Klassen sind oftmals zu groß - und das bei einer steigenden Anzahl nicht-empfohlener Schülerinnen und Schüler. Fairerweise sei angemerkt, dass Bayern noch höhere Klassenstärken kennt, Bayern kennt jedoch keinen absolut freien Elternwillen wie Niedersachsen ihn hat. Dabei will keiner die nicht-empfohlenen Schülerinnen und Schüler einfach wieder zurückschicken oder abschieben. Gerade diese Schülerinnen und Schüler bedürfen einer besonderen Förderung, damit sie doch noch ihr Wunschziel, den Realschulabschluss, erreichen können. Hierfür sind zusätzliche Stunden für eine individuelle Förderung dieser Schülerinnen dringend nötig.
Die Probleme der Hauptschule machen die Versuchung groß, sie einfach "zu kassieren" und sie in die Realschule zu überführen und - wie in anderen Bundesländern teilweise vorgesehen - ein zweigliedriges Schulsystem einzuführen. "Hier das Gymnasium, dort die Stadtteilschule oder die Gemeinschaftsschule oder wie immer diese Schulform auch genannt wird. Das geht auf Dauer nicht gut, das lehnen wir entschieden ab. Die Zweigliedrigkeit führt über kurz oder lang zum Einheitsschulsystem. Wir brauchen regional intelligente Lösungen", so Busch.
Mit Sorge blicken die in Bad Salzdetfurth zusammengekommenen Lehrkräfte auf den inzwischen spürbaren Lehrermangel in bestimmten Fächern wie in den Naturwissenschaften und in den Sprachen, insbesondere in Französisch. "Der Lehrerberuf muss sowohl ideell als auch materiell eine Aufwertung erfahren", so Busch.
Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender Niedersachsen
23.08.09 (pm) Am ersten Schultag besucht Bildungsministerin Doris Ahnen die integrative Realschule plus am Scharlachberg und die kooperative Rochus-Realschule plus in Bingen. Sie gibt damit den Startschuss für 122 Realschulen plus und für die Schulstrukturreform in Rheinland-Pfalz insgesamt. Die beiden in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Realschulen haben ein jeweils eigenes Profil. Die unterschiedlichen Angebote an einem Schulstandort tragen zu einer erhöhten Wahlfreiheit bei.
Die Luftballons, die die Schülerinnen und Schüler der Rochus-Realschule plus aufsteigen lassen, sind ein Symbol für die Aufstiegsorientierung. Ministerin Ahnen will die neue Schulform zum Erfolg führen. Die Lehrerinnen und Lehrer und der Verband der Realschullehrer (VDR) werden sie im Interesse der Jugendlichen dabei unterstützen.
Der VDR-Landesvorsitzende und Schulleiter an der Rochus-Realschule plus Bingen, Bernd Karst, erklärt, dass seine Schule aus eigener Initiative bewusst den frühesten Startzeitpunkt gewählt habe. Man wolle „ein starkes Plus“ hinzugewinnen, nämlich die Einrichtung einer Oberstufe in Form der zweijährigen Fachoberschule bereits ab 2011. So könnten Schüler, die jetzt in die Klasse 9 kommen, bereits 2013 die Fachhochschulreife erwerben. Das Fachabitur ermöglicht neben vielen zusätzlichen Chancen den direkten Zugang zur Fachhochschule. Der Bedarf an diesem Abschluss und der Erwartungsdruck der Elternschaft seien ausgesprochen hoch.
Der Landkreis Mainz-Bingen als Schulträger der Rochus-Realschule plus hat zur Einrichtung einer Fachoberschule bereits mehrfach seine volle Unterstützung zugesagt. Ein entsprechend positives Signal erhoffe sich die Schulgemeinschaft auch von Ministerin Ahnen, so Schulleiter Bernd Karst.
Die Luftballons, die die Schülerinnen und Schüler der Rochus-Realschule plus aufsteigen lassen, sind ein Symbol für die Aufstiegsorientierung. Ministerin Ahnen will die neue Schulform zum Erfolg führen. Die Lehrerinnen und Lehrer und der Verband der Realschullehrer (VDR) werden sie im Interesse der Jugendlichen dabei unterstützen.
Der VDR-Landesvorsitzende und Schulleiter an der Rochus-Realschule plus Bingen, Bernd Karst, erklärt, dass seine Schule aus eigener Initiative bewusst den frühesten Startzeitpunkt gewählt habe. Man wolle „ein starkes Plus“ hinzugewinnen, nämlich die Einrichtung einer Oberstufe in Form der zweijährigen Fachoberschule bereits ab 2011. So könnten Schüler, die jetzt in die Klasse 9 kommen, bereits 2013 die Fachhochschulreife erwerben. Das Fachabitur ermöglicht neben vielen zusätzlichen Chancen den direkten Zugang zur Fachhochschule. Der Bedarf an diesem Abschluss und der Erwartungsdruck der Elternschaft seien ausgesprochen hoch.
Der Landkreis Mainz-Bingen als Schulträger der Rochus-Realschule plus hat zur Einrichtung einer Fachoberschule bereits mehrfach seine volle Unterstützung zugesagt. Ein entsprechend positives Signal erhoffe sich die Schulgemeinschaft auch von Ministerin Ahnen, so Schulleiter Bernd Karst.
Mainz, 20.08.2009 "Wenn die Strukturreform erfolgreich werden soll, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen", mahnt der Landesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) Bernd Karst. Die zum neuen Schuljahr startende Realschule plus beginnt nämlich gleich mit einem Lehrkräfte-Minus. Selbst wenn die befristeten Arbeitsverträge mit nicht voll ausgebildeten Vertretungskräften einbezogen werden, liegt das Versor¬gungsdefizit nach Berechnungen des VDR bei den Realschulen, den Realschulen plus und den Integrierten Gesamtschulen zwischen 2 und 4 %.
In der schwierigen Phase des Umbaus des Schulsystems ist über die volle Unterrichtsversorgung hinaus eine Reserve erforderlich. Diese ist bei unerwartet notwendigen Differenzierungs- und Individualisierungsma߬nahmen unentbehrlich. Außerdem wäre damit flexibel auf temporäre Ausfälle durch Krankheiten oder Schulfahrten zu reagieren.
Ein weiteres Handicap beim Start in das neue Schuljahr sieht der VDR in der unvollständigen Besetzung der Leitungsfunktionen. So ist das eigens geschaffene Amt des Pädagogischen Koordinators in den Schulleitungen der Realschule plus bisher in kaum einer Schule besetzt. Außerdem ist die Zukunft von Schulleitungsmitgliedern, die durch Zusammenschluss von Schulen "überzählig" geworden sind, z.T. noch immer ungeklärt.
Die Besoldung aller Lehrkräfte der Realschulen plus in der Besoldungs¬gruppe A 13 ist nach Ansicht des Verbandes eine logische Konsequenz aus der Schulstrukturreform. Der VDR fordert darüber hinaus die Zuordnung der Realschullehrerschaft zur Laufbahn des Höheren Dienstes. Nur mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und einer attraktiven Besoldung könne man erreichen, dass der sich abzeichnende Lehrermangel nicht dramatische Formen annimmt.
Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Landesverband Rheinland-Pfalz
In der schwierigen Phase des Umbaus des Schulsystems ist über die volle Unterrichtsversorgung hinaus eine Reserve erforderlich. Diese ist bei unerwartet notwendigen Differenzierungs- und Individualisierungsma߬nahmen unentbehrlich. Außerdem wäre damit flexibel auf temporäre Ausfälle durch Krankheiten oder Schulfahrten zu reagieren.
Ein weiteres Handicap beim Start in das neue Schuljahr sieht der VDR in der unvollständigen Besetzung der Leitungsfunktionen. So ist das eigens geschaffene Amt des Pädagogischen Koordinators in den Schulleitungen der Realschule plus bisher in kaum einer Schule besetzt. Außerdem ist die Zukunft von Schulleitungsmitgliedern, die durch Zusammenschluss von Schulen "überzählig" geworden sind, z.T. noch immer ungeklärt.
Die Besoldung aller Lehrkräfte der Realschulen plus in der Besoldungs¬gruppe A 13 ist nach Ansicht des Verbandes eine logische Konsequenz aus der Schulstrukturreform. Der VDR fordert darüber hinaus die Zuordnung der Realschullehrerschaft zur Laufbahn des Höheren Dienstes. Nur mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und einer attraktiven Besoldung könne man erreichen, dass der sich abzeichnende Lehrermangel nicht dramatische Formen annimmt.
Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Landesverband Rheinland-Pfalz
Inhalte wichtiger als Strukturen - Verschlechterung der Lern- und Arbeitsbedingungen - Fächerspezifischer Lehrermangel
Hannover, 03.08.2009 Der Verband Deutscher Realschullehrer Niedersachsen (VDR) hofft, dass im neuen Schuljahr endlich wieder die Inhalte und nicht mehr die Strukturen von Schule im Vordergrund stehen werden. "Es wird Zeit, dass nach teilweise sehr emotional geführten Schulstrukturdebatten die inhaltlichen Fragen wieder in den Vordergrund treten. Schule ist so gut wie ihr Unterricht", so Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender.
Die Lern- und Arbeitsbedingungen werden jedoch durch das von der Landesregierung beschlossene "Maßnahmepaket zur Sicherung der Unterrichtsversorgung" sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler verschlechtert. Der neugefasste Klassenbildungserlass führt an den be-troffenen Schulen zu hohen Klassenfrequenzen und zu Unruhe. Dabei ist die Ankündigung der Senkung der Klassenfrequenzen nach dem Doppelabiturjahrgang 2011 nur ein sehr schwacher Trost. Auch im neuen Schuljahr bleibt der fächerspezifische Mangel an den Haupt- und Realschulen bestehen, auch wenn die meisten ausgeschriebenen Lehrerstellen noch rechtzeitig vor dem Schulbeginn besetzt werden konnten. Jedoch konnte nicht jede Stelle mit fachlich geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden. Es wird für die Zukunft noch schwieriger werden, geeignete Lehrkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Hier wird sich weiterhin die unzureichende Attraktivität des Lehrerberufs in Niedersachsen negativ bemerkbar machen.
Im neuen Schuljahr müssen die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Stärkung des gegliederten Schulwesens konkretisiert und so ausgestaltet werden, dass sie zum nächsten Schuljahr in Kraft treten können. Dazu gehört die für die Realschule geplante Profilbildung. "Es gibt noch großen Klärungsbedarf bei der Ausgestaltung der Profilbildung an Realschulen, der VDR bietet hierbei seinen Sachverstand an", so Busch.
Verantwortlich i. S. d. Presserechts: Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender, Postfach 12 31, 29315 Hermannsburg.
Hannover, 03.08.2009 Der Verband Deutscher Realschullehrer Niedersachsen (VDR) hofft, dass im neuen Schuljahr endlich wieder die Inhalte und nicht mehr die Strukturen von Schule im Vordergrund stehen werden. "Es wird Zeit, dass nach teilweise sehr emotional geführten Schulstrukturdebatten die inhaltlichen Fragen wieder in den Vordergrund treten. Schule ist so gut wie ihr Unterricht", so Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender.
Die Lern- und Arbeitsbedingungen werden jedoch durch das von der Landesregierung beschlossene "Maßnahmepaket zur Sicherung der Unterrichtsversorgung" sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler verschlechtert. Der neugefasste Klassenbildungserlass führt an den be-troffenen Schulen zu hohen Klassenfrequenzen und zu Unruhe. Dabei ist die Ankündigung der Senkung der Klassenfrequenzen nach dem Doppelabiturjahrgang 2011 nur ein sehr schwacher Trost. Auch im neuen Schuljahr bleibt der fächerspezifische Mangel an den Haupt- und Realschulen bestehen, auch wenn die meisten ausgeschriebenen Lehrerstellen noch rechtzeitig vor dem Schulbeginn besetzt werden konnten. Jedoch konnte nicht jede Stelle mit fachlich geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden. Es wird für die Zukunft noch schwieriger werden, geeignete Lehrkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Hier wird sich weiterhin die unzureichende Attraktivität des Lehrerberufs in Niedersachsen negativ bemerkbar machen.
Im neuen Schuljahr müssen die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Stärkung des gegliederten Schulwesens konkretisiert und so ausgestaltet werden, dass sie zum nächsten Schuljahr in Kraft treten können. Dazu gehört die für die Realschule geplante Profilbildung. "Es gibt noch großen Klärungsbedarf bei der Ausgestaltung der Profilbildung an Realschulen, der VDR bietet hierbei seinen Sachverstand an", so Busch.
Verantwortlich i. S. d. Presserechts: Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender, Postfach 12 31, 29315 Hermannsburg.
Publicity statt seriöser Meinungsbefragung
München, 15.07.2009 "Herr Wenzel brüstet sich damit, angeblich mehrere Tausend Stimmen für sein Grundschul-Konzept gewonnen zu haben, und will dieses erneut medienwirksam vermarkten", kommentiert Anton Huber, der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), die Aktivitäten des Volksschullehrerpräsidenten.
"Dabei sprechen uns ständig Lehrer, Schulleiter, Eltern und Politiker darauf an, dass diese Inhalte nicht mitgetragen werden und die Art und Weise der Verbreitung der Inhalte" nicht seriös ist," so Huber weiter.
Wer wollte nicht gern unterschreiben, wenn für unsere Kleinen mehr Lehrer gefordert werden? Dass mit dieser Unterschrift auch ganz andere Forderungen unterstützt wurden, kann nur im Kleinstgedruckten entdeckt werden. Hier, kaum entzifferbar, stehen auch die Forderungen nach der Freigabe des Elternwillens, dem Einheitslehrer und nach längerer gemeinsamer Schulzeit. Handelte es sich um einen Vertragsabschluss, würde der Gesetzgeber einschreiten. Huber hält dies für unlauteren Stimmenfang.
Außerdem hält Huber es für äußerst bedenklich, wenn vom BLLV in Kindergärten oder bei der Einschreibung für die erste Klasse an der Grundschule Unterschriften gesammelt werden. Und wenn Mitglieder der Schulleitung auf offiziellem Schulpapier die Eltern bewusst falsch informieren, um Werbung für BLLV-Konzepte zu machen, dann ist dies eine äußerst bedenkliche, undemokratische Vorgehensweise. "Eine solche Vorgehensweise ist unseriös, die Aussagekraft der Befragungsergebnisse kann nur in Frage gestellt werden", fasst Huber zusammen. Dies sowie der Unmut über die ständige Diffamierung in der Öffentlichkeit zeigen sich auch im folgenden Brief eines BLLV-Mitglieds, der nachstehend beigefügt ist.(Siehe rechte Spalte.)
Ansprechpartner brlv:
Vorsitzender: Anton Huber, Handy 0171/8 29 01 93, brlv-Presse: Stefanie Kretzschmar, Handy 0177 / 8 23 83 37, Karin Springl, Handy 0160 / 7 17 85 66
München, 15.07.2009 "Herr Wenzel brüstet sich damit, angeblich mehrere Tausend Stimmen für sein Grundschul-Konzept gewonnen zu haben, und will dieses erneut medienwirksam vermarkten", kommentiert Anton Huber, der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), die Aktivitäten des Volksschullehrerpräsidenten.
"Dabei sprechen uns ständig Lehrer, Schulleiter, Eltern und Politiker darauf an, dass diese Inhalte nicht mitgetragen werden und die Art und Weise der Verbreitung der Inhalte" nicht seriös ist," so Huber weiter.
Wer wollte nicht gern unterschreiben, wenn für unsere Kleinen mehr Lehrer gefordert werden? Dass mit dieser Unterschrift auch ganz andere Forderungen unterstützt wurden, kann nur im Kleinstgedruckten entdeckt werden. Hier, kaum entzifferbar, stehen auch die Forderungen nach der Freigabe des Elternwillens, dem Einheitslehrer und nach längerer gemeinsamer Schulzeit. Handelte es sich um einen Vertragsabschluss, würde der Gesetzgeber einschreiten. Huber hält dies für unlauteren Stimmenfang.
Außerdem hält Huber es für äußerst bedenklich, wenn vom BLLV in Kindergärten oder bei der Einschreibung für die erste Klasse an der Grundschule Unterschriften gesammelt werden. Und wenn Mitglieder der Schulleitung auf offiziellem Schulpapier die Eltern bewusst falsch informieren, um Werbung für BLLV-Konzepte zu machen, dann ist dies eine äußerst bedenkliche, undemokratische Vorgehensweise. "Eine solche Vorgehensweise ist unseriös, die Aussagekraft der Befragungsergebnisse kann nur in Frage gestellt werden", fasst Huber zusammen. Dies sowie der Unmut über die ständige Diffamierung in der Öffentlichkeit zeigen sich auch im folgenden Brief eines BLLV-Mitglieds, der nachstehend beigefügt ist.(Siehe rechte Spalte.)
Ansprechpartner brlv:
Vorsitzender: Anton Huber, Handy 0171/8 29 01 93, brlv-Presse: Stefanie Kretzschmar, Handy 0177 / 8 23 83 37, Karin Springl, Handy 0160 / 7 17 85 66
Frankenthal, 09.07.2009 Mit dem von Bildungsministerin Doris Ahnen heute vorgestellten Eckpunkten der Fachoberschule als Oberstufe der Realschule plus wurde eine langjährige Forderung des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) erfüllt. Seit Jahren bemühe sich sein Verband um einen direkten Hochschulzugang für die Absolventen der Realschule, so VDR-Landesvorsitzender Bernd Karst. Der Erfolg und die Akzeptanz der neuen Schulart Realschule plus hänge ganz entscheidend von diesem Angebot ab.
Zur Ausgestaltung der FOS hat der VDR dem Ministerium folgende Forderungen unterbreitet:
1. Einrichtung der FOS:
- Die Fachoberschule muss an allen Standorten eingerichtet werden, an denen dauerhaft mit einer ausreichenden Zahl von qualifizierten Interessenten gerechnet werden kann.
- Die Genehmigung der FOS an der Realschule plus darf nicht nach dem "Windhundprinzip" erfolgen.
- Den Schulen muss bei Beantragung einer FOS ein Initiativrecht eingeräumt werden.
2. Ausgestaltung der FOS:
- Mit der Entwicklung eines Konzepts in enger Kooperation zwischen Berufs- und Realschullehrkräften muss sofort begonnen werden. Lehrkräfte aus der Praxis müssen dabei beteiligt werden.
- Eine Verzahnung von berufs- und allgemeinbildenden Inhalten bzw. von S I und S II im Rahmen der Wahlpflichtfächer muss Ziel der Struktur sein.
- Die Leistungen der Schüler, die zur FOS zugelassen werden wollen, müssen den zu erwartenden Anforderungen entsprechen.
3. Fachschwerpunkte der FOS:
- Bei der Ausgestaltung der Schwerpunkte sollten den Schulen eigene Gestaltungsspielräume ermöglicht werden, um regionale Aspekte besser berücksichtigen zu können.
- Verwandte Bereiche sollten verbunden werden, z.B. Technik – Naturwissenschaft.
4. Lehrkräfte:
- Programme für die berufsbegleitende Weiterbildung von Haupt- und Realschullehrkräften mit dem Ziel des Erwerbs der Lehrbefähigung für die Fachoberschule müssen angeboten werden. Lehrkräfte, die sich dieser Mühe unterziehen, müssen entlastet werden.
- Die Qualifizierungsmaßnahmen müssen umgehend beginnen, damit zum Start 2011 ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung stehen.
- Bei Einsatz der Lehrkräfte in der S II müssen auch die Besoldung und der Umfang der Unterrichtsverpflichtung angepasst werden.
Hintergrund:
Mit der Fachoberschule an der Realschule plus wird ein zusätzlicher, attraktiver Weg geschaffen, um nach der 10. Klasse höhere Bildungsabschlüsse zu erreichen. Die Fachoberschule führt unter Einschluss eines gelenkten Praktikums in zwei Jahren zur Fachhochschulreife und ermöglicht so neben dem Übergang in eine berufliche Ausbildung den Zugang zur Fachhochschule. Wer will, kann über die Berufsoberschule II in einem weiteren Jahr die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erwerben. Die Realschule plus führt somit in 13 Schuljahren in Verbindung mit einer starken Berufsorientierung zu einem mit dem Gymnasium gleichwertigen Abitur. Selbstverständlich stehen den Schülerinnen und Schülern der Realschule plus nach der 10. Klasse wie bisher alle weiteren Ausbildungswege offen: Berufsausbildung, Übergang in die gymnasiale Oberstufe oder die weiter- und höherqualifizierenden Angebote der berufsbildenden Schulen.
Quelle: Informationsschrift des Bildungsministeriums zur Realschule plus
Kontakt zu dieser Meldung:
Wolfgang Häring, Pressereferent, Herm.-Mündler-Str. 28, 67227 Frankenthal Tel. 06233-42895, mail: Haering.Wolfgang@vdr-rlp.de
Zur Ausgestaltung der FOS hat der VDR dem Ministerium folgende Forderungen unterbreitet:
1. Einrichtung der FOS:
- Die Fachoberschule muss an allen Standorten eingerichtet werden, an denen dauerhaft mit einer ausreichenden Zahl von qualifizierten Interessenten gerechnet werden kann.
- Die Genehmigung der FOS an der Realschule plus darf nicht nach dem "Windhundprinzip" erfolgen.
- Den Schulen muss bei Beantragung einer FOS ein Initiativrecht eingeräumt werden.
2. Ausgestaltung der FOS:
- Mit der Entwicklung eines Konzepts in enger Kooperation zwischen Berufs- und Realschullehrkräften muss sofort begonnen werden. Lehrkräfte aus der Praxis müssen dabei beteiligt werden.
- Eine Verzahnung von berufs- und allgemeinbildenden Inhalten bzw. von S I und S II im Rahmen der Wahlpflichtfächer muss Ziel der Struktur sein.
- Die Leistungen der Schüler, die zur FOS zugelassen werden wollen, müssen den zu erwartenden Anforderungen entsprechen.
3. Fachschwerpunkte der FOS:
- Bei der Ausgestaltung der Schwerpunkte sollten den Schulen eigene Gestaltungsspielräume ermöglicht werden, um regionale Aspekte besser berücksichtigen zu können.
- Verwandte Bereiche sollten verbunden werden, z.B. Technik – Naturwissenschaft.
4. Lehrkräfte:
- Programme für die berufsbegleitende Weiterbildung von Haupt- und Realschullehrkräften mit dem Ziel des Erwerbs der Lehrbefähigung für die Fachoberschule müssen angeboten werden. Lehrkräfte, die sich dieser Mühe unterziehen, müssen entlastet werden.
- Die Qualifizierungsmaßnahmen müssen umgehend beginnen, damit zum Start 2011 ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung stehen.
- Bei Einsatz der Lehrkräfte in der S II müssen auch die Besoldung und der Umfang der Unterrichtsverpflichtung angepasst werden.
Hintergrund:
Mit der Fachoberschule an der Realschule plus wird ein zusätzlicher, attraktiver Weg geschaffen, um nach der 10. Klasse höhere Bildungsabschlüsse zu erreichen. Die Fachoberschule führt unter Einschluss eines gelenkten Praktikums in zwei Jahren zur Fachhochschulreife und ermöglicht so neben dem Übergang in eine berufliche Ausbildung den Zugang zur Fachhochschule. Wer will, kann über die Berufsoberschule II in einem weiteren Jahr die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erwerben. Die Realschule plus führt somit in 13 Schuljahren in Verbindung mit einer starken Berufsorientierung zu einem mit dem Gymnasium gleichwertigen Abitur. Selbstverständlich stehen den Schülerinnen und Schülern der Realschule plus nach der 10. Klasse wie bisher alle weiteren Ausbildungswege offen: Berufsausbildung, Übergang in die gymnasiale Oberstufe oder die weiter- und höherqualifizierenden Angebote der berufsbildenden Schulen.
Quelle: Informationsschrift des Bildungsministeriums zur Realschule plus
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VBE unterstützt Vorstoß der evangelischen Kirchen
Dortmund, 30.03.2009 "Die Vorschläge, die die evangelischen Kirchen dem Schulministerium übergeben haben, sind nahezu identisch mit denen des VBE", so Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW. "Wir freuen uns, dass auch aus dieser Richtung Unterstützung für mehr gemeinsames Lernen und eine Abkehr von der vermeintlich begabungsgerechten Zuordnung neunjähriger Kinder zu getrennten Schulformen kommt."
Wie die evangelischen Kirchen, so ist auch der VBE der Auffassung, dass die Schulstruktur in NRW die Anforderungen an ein gerechtes und leistungsförderndes Schulsystem nicht erfüllt. Bereits im Mai 2005 hat der VBE deshalb ein Konzept vorgelegt, auf dessen Grundlage bislang getrennte Schulformen zusammengeführt werden können. Dieses Konzept der Allgemeinen Sekundarschule wird unter dem Begriff "Gemeinschaftsschule" weit über NRW hinaus diskutiert und in Schleswig-Holstein, Sachsen und Berlin bereits umgesetzt.
"Eine weitreichende Schulreform wird ohne ein Überdenken der althergebrachten Strukturen nicht möglich sein", so Beckmann. "Die Landesregierung muss sich dieser Diskussion endlich stellen, damit NRW nicht vollends den Anschluss verliert."
Pressekontakt zu dieser Meldung
Christel Jungmann
Bildungsreferentin
Verband Bildung und Erziehung (VBE e.V)
Westfalendamm 247
44141 Dortmund
Tel.: 0231 / 42 57 57 - 18
Fax: 0231 / 42 57 57 - 10
www.vbe-nrw.de
Dortmund, 30.03.2009 "Die Vorschläge, die die evangelischen Kirchen dem Schulministerium übergeben haben, sind nahezu identisch mit denen des VBE", so Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW. "Wir freuen uns, dass auch aus dieser Richtung Unterstützung für mehr gemeinsames Lernen und eine Abkehr von der vermeintlich begabungsgerechten Zuordnung neunjähriger Kinder zu getrennten Schulformen kommt."
Wie die evangelischen Kirchen, so ist auch der VBE der Auffassung, dass die Schulstruktur in NRW die Anforderungen an ein gerechtes und leistungsförderndes Schulsystem nicht erfüllt. Bereits im Mai 2005 hat der VBE deshalb ein Konzept vorgelegt, auf dessen Grundlage bislang getrennte Schulformen zusammengeführt werden können. Dieses Konzept der Allgemeinen Sekundarschule wird unter dem Begriff "Gemeinschaftsschule" weit über NRW hinaus diskutiert und in Schleswig-Holstein, Sachsen und Berlin bereits umgesetzt.
"Eine weitreichende Schulreform wird ohne ein Überdenken der althergebrachten Strukturen nicht möglich sein", so Beckmann. "Die Landesregierung muss sich dieser Diskussion endlich stellen, damit NRW nicht vollends den Anschluss verliert."
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Staatssekretärin Vera Reiß stellt Konzept auf dem VDR-Fachkongress vor
Mainz / Ingelheim, 30.03.2009 Auf dem Fachkongress "Realschule plus-gemeinsam gut starten" des Realschullehrerverbandes (VDR) in Ingelheim hat Staatssekretärin Vera Reiß über Einzelheiten der neuen Struktur informiert. Diese orientiert sich zwar an den Wahlpflichtfächern der bisherigen Realschule, ist aber auch auf die künftige Fachoberschule abgestimmt.
In ihrer Rede vor 152 Lehrkräften aus Realschulen, Hauptschulen und Regionalen Schulen stellte die Staatssekretärin die wesentlichen Vorgaben zum Wahlpflichtfachbereich wie folgt dar:
Neben der zweiten Fremdsprache Französisch werden die Lernbereiche Wirtschaft und Verwaltung, Technik und Naturwissenschaften sowie Hauswirtschaft und Sozialwesen in den Klassenstufen 7 bis 10 mindestens zweistündig angeboten.
Berufsorientierung, ökonomische Bildung und informatische Bildung werden Unterrichtsprinzipien in den Wahlpflichtfächern. Selbstverständlich sollte jede Schule überprüfen, wie diese Unterrichtsprinzipien auch in anderen Fächern greifen können.
Über die Vorgaben hinaus können schuleigene Lernbereiche angeboten werden. Diesen Gestaltungsspielraum können die Schulen nutzen, um die o.g. Bereiche zu verstärken oder weitere Schwerpunkte wie Informationstechnologie, Darstellendes Spiel , Sport o.ä. zu setzen.
Der VDR begrüßt, dass viele seiner Vorschläge in das neue Konzept aufgenommen wurden, fordert aber nun Weiterbildungsangebote für die Lehrkräfte, die diese Fächer unterrichten werden. Für einzelne Fachbereiche sollten auch entsprechende Lehramtsstudiengänge an den Universitäten eingerichtet werden.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Wolfgang Häring
Pressereferent
Herm.-Mündler-Str. 28
67227 Frankenthal
Tel. 06233-42895
mobil 01717108509
Fax 06233-341386
mail: Haering.Wolfgang@vdr-rlp.de
Internet: www.realschule-vdr.de
Mainz / Ingelheim, 30.03.2009 Auf dem Fachkongress "Realschule plus-gemeinsam gut starten" des Realschullehrerverbandes (VDR) in Ingelheim hat Staatssekretärin Vera Reiß über Einzelheiten der neuen Struktur informiert. Diese orientiert sich zwar an den Wahlpflichtfächern der bisherigen Realschule, ist aber auch auf die künftige Fachoberschule abgestimmt.
In ihrer Rede vor 152 Lehrkräften aus Realschulen, Hauptschulen und Regionalen Schulen stellte die Staatssekretärin die wesentlichen Vorgaben zum Wahlpflichtfachbereich wie folgt dar:
Neben der zweiten Fremdsprache Französisch werden die Lernbereiche Wirtschaft und Verwaltung, Technik und Naturwissenschaften sowie Hauswirtschaft und Sozialwesen in den Klassenstufen 7 bis 10 mindestens zweistündig angeboten.
Berufsorientierung, ökonomische Bildung und informatische Bildung werden Unterrichtsprinzipien in den Wahlpflichtfächern. Selbstverständlich sollte jede Schule überprüfen, wie diese Unterrichtsprinzipien auch in anderen Fächern greifen können.
Über die Vorgaben hinaus können schuleigene Lernbereiche angeboten werden. Diesen Gestaltungsspielraum können die Schulen nutzen, um die o.g. Bereiche zu verstärken oder weitere Schwerpunkte wie Informationstechnologie, Darstellendes Spiel , Sport o.ä. zu setzen.
Der VDR begrüßt, dass viele seiner Vorschläge in das neue Konzept aufgenommen wurden, fordert aber nun Weiterbildungsangebote für die Lehrkräfte, die diese Fächer unterrichten werden. Für einzelne Fachbereiche sollten auch entsprechende Lehramtsstudiengänge an den Universitäten eingerichtet werden.
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Wolfgang Häring
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Internet: www.realschule-vdr.de
Artikel:
Und wer hilft unseren Kindern? Ängste, Suizidgefährdungen und schwierige Familiensituationen bei Schülern
Realschullehrer mahnen dringend zur Aufstockung der Stellen von Schulpsychologen und Beratungslehrern sowie mehr Anrechnungsstunden für eine zentrale pädagogische Aufgabe
München, 20.03.2009 Die aktuellen Ereignisse im Anschluss an den Amoklauf von Winnenden mit vielen Trittbrettfahrern, aber auch mit ernst zu nehmenden Drohungen machen auf erschreckende Weise klar, wie wichtig die Arbeit von Schulpsychologen ist. "Wir leben in einer immer weniger durchschaubaren Welt, in der Kinder und Jugendliche zunehmend Probleme haben, sich zurechtzufinden und in ihrem Umfeld häufig soziale Kälte verspüren", kommentiert Anton Huber, der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), die gegenwärtige Lage, auch an Bayerns Schulen. "Natürlich ist es Unsinn, wenn jemand behauptet, dass man durch mehr Schulpsychologen alleine einen wirksamen Schutz vor Gewalttaten erreichen kann", so Huber. Tatsache bleibe jedoch, dass für die Sorgen und Nöte der Kinder im Schulalltag oft die nötige Zeit fehle und ausgebildete Psychologen an den Schulen Mangelware seien.
"Die Versorgung der Bayerischen Realschulen mit Schulpsychologen und Beratungslehrern ist so miserabel, dass wir dem Beratungsbedarf nicht annähernd gerecht werden können und beratungsbedürftige Schüler und Eltern immer wieder auf Monate später vertrösten müssen", bemängelt brlv-Vorsitzender Huber in einem Arbeitsgespräch mit Mitgliedern des Landesvorstands die Beratungssituation an den Realschulen.
Betrachtet man die Zahlen des Schuljahres 2007/08, zeigt sich insbesondere bei der Versorgung mit Schulpsychologen ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Schularten. Während pro verfügbarer Anrechnungsstunde, d. h. pro Unterrichtsstunde, die ein Schulpsychologe zum Ausgleich weniger Fachunterricht geben muss, an den Volksschulen 231 und an den Gymnasien 293 Schülerinnen und Schüler zu betreuen waren, sind es an den Realschulen 551 Kinder und deren Eltern. Huber mahnte weiterhin: "Man darf aus dem Erfolg unserer Schulart nicht den falschen Schluss ziehen, dass unsere Schülerinnen und Schüler keine Probleme haben. Auch an den Realschulen gibt es Kinder mit Ängsten, Suizidgefährdungen und schwierige Familiensituationen. Wochenlange Wartezeiten sind für betroffene Kinder und Eltern frustrierend und geben ihnen sicher nicht das Gefühl, dass man ihre Probleme ernst nimmt und sich um sie kümmert!"
Es sei nicht in Ordnung, dass die vorhandenen Psychologen wegen Unterbesetzung gut 70 Prozent ihrer Arbeitszeit auf Legasthenie -Tests verwenden müssten und dann keine Zeit mehr für die Betreuung schwieriger Fälle oder die Kooperation mit anderen Beratungs- und Therapieeinrichtungen haben. "Hier muss die Politik dringend handeln und die Mittel für zusätzliche Stellen und Beratungsstunden bereit stellen", forderte Huber.
Auch die Situation der Beratungslehrer, die Eltern und Schüler bei Entscheidungen zur richtigen Schullaufbahn und Berufswahl unterstützen, ist ungünstig: Eine oder zwei Anrechnungsstunden gehen völlig an der Wirklichkeit der tatsächlichen Arbeitsbelastung vorbei. Dabei hätten es laut Huber gerade die Beratungslehrer in der Hand, den Kindern, die mit den Anforderungen ihrer Schule nicht zurechtkommen, neue Perspektiven für einen erfolgreichen Lebensweg aufzuzeigen und so möglichen Frustrationen vorzubeugen.
Zusammenfassend schloss Huber: "Gute Beratung und Fürsorge gibt es nicht in Sparpaketen. Es wäre nur fair, wenn man den bayerischen Realschülern das gleiche Betreuungspaket schnürt, das andere Schularten bereits erhalten haben! Unsere Kinder sollten es wert sein, dass man sich bestmöglich um sie kümmert, vor allem dann, wenn die familiären Verhältnisse sehr schwierig sind!"
Pressekontakt zu dieser Meldung
Bayerischer Realschullehrerverband
Vorsitzender: Anton Huber
Handy 0171/8 29 01 93
brlv-Presse:
Stefanie Kretzschmar
Handy 0177 / 8 23 83 37
Karin Springl
Handy 0160 / 7 17 85 66
Dachauer Str. 44 b
80335 München
Tel. 089/55 38 76
Fax 089/55 38 19
www.brlv.de
info@brlv.de
München, 20.03.2009 Die aktuellen Ereignisse im Anschluss an den Amoklauf von Winnenden mit vielen Trittbrettfahrern, aber auch mit ernst zu nehmenden Drohungen machen auf erschreckende Weise klar, wie wichtig die Arbeit von Schulpsychologen ist. "Wir leben in einer immer weniger durchschaubaren Welt, in der Kinder und Jugendliche zunehmend Probleme haben, sich zurechtzufinden und in ihrem Umfeld häufig soziale Kälte verspüren", kommentiert Anton Huber, der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), die gegenwärtige Lage, auch an Bayerns Schulen. "Natürlich ist es Unsinn, wenn jemand behauptet, dass man durch mehr Schulpsychologen alleine einen wirksamen Schutz vor Gewalttaten erreichen kann", so Huber. Tatsache bleibe jedoch, dass für die Sorgen und Nöte der Kinder im Schulalltag oft die nötige Zeit fehle und ausgebildete Psychologen an den Schulen Mangelware seien.
"Die Versorgung der Bayerischen Realschulen mit Schulpsychologen und Beratungslehrern ist so miserabel, dass wir dem Beratungsbedarf nicht annähernd gerecht werden können und beratungsbedürftige Schüler und Eltern immer wieder auf Monate später vertrösten müssen", bemängelt brlv-Vorsitzender Huber in einem Arbeitsgespräch mit Mitgliedern des Landesvorstands die Beratungssituation an den Realschulen.
Betrachtet man die Zahlen des Schuljahres 2007/08, zeigt sich insbesondere bei der Versorgung mit Schulpsychologen ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Schularten. Während pro verfügbarer Anrechnungsstunde, d. h. pro Unterrichtsstunde, die ein Schulpsychologe zum Ausgleich weniger Fachunterricht geben muss, an den Volksschulen 231 und an den Gymnasien 293 Schülerinnen und Schüler zu betreuen waren, sind es an den Realschulen 551 Kinder und deren Eltern. Huber mahnte weiterhin: "Man darf aus dem Erfolg unserer Schulart nicht den falschen Schluss ziehen, dass unsere Schülerinnen und Schüler keine Probleme haben. Auch an den Realschulen gibt es Kinder mit Ängsten, Suizidgefährdungen und schwierige Familiensituationen. Wochenlange Wartezeiten sind für betroffene Kinder und Eltern frustrierend und geben ihnen sicher nicht das Gefühl, dass man ihre Probleme ernst nimmt und sich um sie kümmert!"
Es sei nicht in Ordnung, dass die vorhandenen Psychologen wegen Unterbesetzung gut 70 Prozent ihrer Arbeitszeit auf Legasthenie -Tests verwenden müssten und dann keine Zeit mehr für die Betreuung schwieriger Fälle oder die Kooperation mit anderen Beratungs- und Therapieeinrichtungen haben. "Hier muss die Politik dringend handeln und die Mittel für zusätzliche Stellen und Beratungsstunden bereit stellen", forderte Huber.
Auch die Situation der Beratungslehrer, die Eltern und Schüler bei Entscheidungen zur richtigen Schullaufbahn und Berufswahl unterstützen, ist ungünstig: Eine oder zwei Anrechnungsstunden gehen völlig an der Wirklichkeit der tatsächlichen Arbeitsbelastung vorbei. Dabei hätten es laut Huber gerade die Beratungslehrer in der Hand, den Kindern, die mit den Anforderungen ihrer Schule nicht zurechtkommen, neue Perspektiven für einen erfolgreichen Lebensweg aufzuzeigen und so möglichen Frustrationen vorzubeugen.
Zusammenfassend schloss Huber: "Gute Beratung und Fürsorge gibt es nicht in Sparpaketen. Es wäre nur fair, wenn man den bayerischen Realschülern das gleiche Betreuungspaket schnürt, das andere Schularten bereits erhalten haben! Unsere Kinder sollten es wert sein, dass man sich bestmöglich um sie kümmert, vor allem dann, wenn die familiären Verhältnisse sehr schwierig sind!"
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