Erfurt, 22.11.2010 Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, wirbt heute in Halle (Saale) für das neue Thüringer Schulgesetz. "Thüringen etabliert die Thüringer Gemeinschaftsschule als eine gleichberechtigte Schulart", erklärt Matschie. Damit habe die Thüringer Landesregierung ein gutes Vorbild für mehr Bildungsgerechtigkeit geschaffen. Die Gemeinschaftsschule stehe für längeres gemeinsames Lernen bis mindestens zur achten Klasse und bestmögliche individuelle Förderung. Sie bringe moderne pädagogische Konzepte in den Schulalltag und setze damit einen wichtigen Impuls für eine neue Schulkultur.
Mit Blick auf das Thema der Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung "Herkunft = Zukunft?" macht der Minister deutlich, dass Herkunft nicht der entscheidende Faktor für die Zukunft eines Menschen sein dürfe. "Der schulische Erfolg muss von der sozialen Herkunft abgekoppelt werden. Noch sind Bildungschancen ungerecht verteilt. Die Ursache liegt in der frühen Trennung der Kinder in verschiedene Schullaufbahnen nach der vierten Klasse. Das wollen wir mit der Thüringer Gemeinschaftsschule überwinden. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist das neue Thüringer Schulgesetz", so Matschie.
Weitere Informationen zur Thüringer Gemeinschaftsschule unter: www.thueringer-gemeinschaftsschule.de.
Mit Blick auf das Thema der Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung "Herkunft = Zukunft?" macht der Minister deutlich, dass Herkunft nicht der entscheidende Faktor für die Zukunft eines Menschen sein dürfe. "Der schulische Erfolg muss von der sozialen Herkunft abgekoppelt werden. Noch sind Bildungschancen ungerecht verteilt. Die Ursache liegt in der frühen Trennung der Kinder in verschiedene Schullaufbahnen nach der vierten Klasse. Das wollen wir mit der Thüringer Gemeinschaftsschule überwinden. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist das neue Thüringer Schulgesetz", so Matschie.
Weitere Informationen zur Thüringer Gemeinschaftsschule unter: www.thueringer-gemeinschaftsschule.de.
Erfurt, 25.08.2010 "Die enge Verzahnung von universitärer Ausbildung und Praxis ist eine wichtige Voraussetzung für gut ausgebildete und motivierte Lehrer", erklärte Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, vor dem Tag der Lehrerbildung. Insbesondere das Jenaer Modell der Lehrerbildung stärke die Praxisanteile und werde so den Ansprüchen an eine praxisnahe Lehrerausbildung gerecht. Der Tag der Lehrerbildung wird vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien veranstaltet. Im Mittelpunkt steht die bessere Betreuung von Praktikanten, Lehramtsanwärtern und Berufseinsteigern.
Matschie weiter: "Von gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern hängt ganz entscheidend der Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler ab. Die Voraussetzung dafür schaffen wir in Thüringen mit dem deutschlandweit einmaligen Jenaer Modell der Lehrerausbildung. Insbesondere das Praxissemester integriert Lehramtsstudierende noch besser in das Schulleben und unterstützt sie bei ersten eigenen Unterrichtsversuchen. Um unsere Lehramtsstudenten immer besser auf das spätere Berufsleben vorzubereiten, entwickeln wir das Erfolgsmodell gemeinsam gezielt weiter."
Das Jenaer Modell der Lehrerbildung wurde ab 2007 nach einer zweijährigen Planungsphase vom Zentrum für Lehrerbildung und Didaktikforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeführt. Nach einer zweijährigen Erprobung im Rahmen eines Blockpraktikums haben mit Beginn des Schuljahrs 2009/10 erstmals alle Lehramtsstudierenden der Friedrich-Schiller-Universität im 5. bzw. 6. Semester ein von der Universität Jena und den Thüringer Schulen betreutes fünfmonatiges Praktikum aufgenommen. Prämiert wurde das Modell 2010 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Weitere Informationen zum Jenaer Modell der Lehrerbildung unter: www.uni-jena.de/Zentrum_fuer_Lehrerbildung_und_Didaktikforschung.html.
Matschie weiter: "Von gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern hängt ganz entscheidend der Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler ab. Die Voraussetzung dafür schaffen wir in Thüringen mit dem deutschlandweit einmaligen Jenaer Modell der Lehrerausbildung. Insbesondere das Praxissemester integriert Lehramtsstudierende noch besser in das Schulleben und unterstützt sie bei ersten eigenen Unterrichtsversuchen. Um unsere Lehramtsstudenten immer besser auf das spätere Berufsleben vorzubereiten, entwickeln wir das Erfolgsmodell gemeinsam gezielt weiter."
Das Jenaer Modell der Lehrerbildung wurde ab 2007 nach einer zweijährigen Planungsphase vom Zentrum für Lehrerbildung und Didaktikforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeführt. Nach einer zweijährigen Erprobung im Rahmen eines Blockpraktikums haben mit Beginn des Schuljahrs 2009/10 erstmals alle Lehramtsstudierenden der Friedrich-Schiller-Universität im 5. bzw. 6. Semester ein von der Universität Jena und den Thüringer Schulen betreutes fünfmonatiges Praktikum aufgenommen. Prämiert wurde das Modell 2010 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Weitere Informationen zum Jenaer Modell der Lehrerbildung unter: www.uni-jena.de/Zentrum_fuer_Lehrerbildung_und_Didaktikforschung.html.
Erfurt, 28.04.2010 Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, weist die Kritik des Gemeinde- und Städtebundes bezüglich der Kita-Finanzierung zurück. "Das Land übernimmt alle mit dem neuen Gesetz entstehenden Kosten", unterstreicht Matschie.
Der Freistaat Thüringen stelle in diesem Jahr insgesamt 449,5 Millionen Euro für die Kindertagesstätten bereit, während es im vergangenen Jahr 406 Millionen Euro waren. "Das sind 43,5 Millionen Euro mehr als 2009. Um den Kommunen Sicherheit zu geben, hat das Land ihnen außerdem eine Spitzabrechnung der tatsächlichen Kosten zugesagt." Damit sei das neue Kita-Gesetz absolut seriös finanziert.
Matschie forderte die Kommunalverbände zu einer redlichen Debatte auf. Dazu gehöre anzuerkennen, dass für die Finanzierung der Kindergärten vom Land nicht weniger, sondern mehr Geld ausgereicht wird. Die Kommunen dürften das neue Gesetz daher nicht für eine Erhöhung der Beiträge missbrauchen. "Ich fordere die Städte und Gemeinden auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Elternbeiträge konstant zu halten", so Matschie. Sollten sie dennoch erhöht werden, dann sei der Grund dafür nicht das Kita-Gesetz, sondern die konjunkturell bedingt schlechte Einnahmesituation der Kommunen. Matschie: "Es gehört zur Ehrlichkeit, das den Bürgern zu sagen und nicht das Land zum Sündenbock zu machen."
Der Freistaat Thüringen stelle in diesem Jahr insgesamt 449,5 Millionen Euro für die Kindertagesstätten bereit, während es im vergangenen Jahr 406 Millionen Euro waren. "Das sind 43,5 Millionen Euro mehr als 2009. Um den Kommunen Sicherheit zu geben, hat das Land ihnen außerdem eine Spitzabrechnung der tatsächlichen Kosten zugesagt." Damit sei das neue Kita-Gesetz absolut seriös finanziert.
Matschie forderte die Kommunalverbände zu einer redlichen Debatte auf. Dazu gehöre anzuerkennen, dass für die Finanzierung der Kindergärten vom Land nicht weniger, sondern mehr Geld ausgereicht wird. Die Kommunen dürften das neue Gesetz daher nicht für eine Erhöhung der Beiträge missbrauchen. "Ich fordere die Städte und Gemeinden auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Elternbeiträge konstant zu halten", so Matschie. Sollten sie dennoch erhöht werden, dann sei der Grund dafür nicht das Kita-Gesetz, sondern die konjunkturell bedingt schlechte Einnahmesituation der Kommunen. Matschie: "Es gehört zur Ehrlichkeit, das den Bürgern zu sagen und nicht das Land zum Sündenbock zu machen."
Erfurt, 17.03.2010 "Eigenverantwortlichkeit und Autonomie der Thüringer Schulen werden in den kommenden Jahren nachhaltig gestärkt." Mit diesen Worten reagiert Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, auf eine aktuelle Studie des Aktionsrats Bildung. "Das ist eine Sache, die alle Schularten angeht. Eigenverantwortliches Wirken stärkt die Motivation bei Lehrern und Schülern und verbessert das schulische Klima genauso wie die Lernergebnisse."
Matschie verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Einführung der Gemeinschaftsschule in Thüringen. "Die neue Schulart wird deutlich mehr Spielraum für jede einzelne Schule eröffnen, vor allem was die pädagogischen Konzepte betrifft. Gemeinschaftsschulen werden in diesem Bereich die Möglichkeit zu ganz unterschiedlichen Ansätzen haben."
Wo sich pädagogische Konzepte frei entfalten können, entstehen nach Matschies Worten größere Handlungsspielräume für die Schulen. "Diese einmalige Chance wollen unsere Schulen nutzen, das zeigen die von Interessenten für die Gemeinschaftsschule bisher schon eingereichten Konzepte." Der Minister verweist außerdem auf die stärkere individuelle Förderung der Schüler in der Gemeinschaftsschule. "Auch das eröffnet mehr Raum für Eigenverantwortung."
Nach Matschies Angaben gibt es bereits jetzt in Thüringen vielfältige Maßnahmen im Rahmen des Entwicklungsvorhabens Eigenverantwortliche Schule, an dem sich bisher knapp die Hälfte aller Schulen des Freistaats beteiligen. "Diese Maßnahmen müssen sowohl qualitativ und als quantitativ ausgebaut werden." Durch die Weiterentwicklung sollen den Schulen mehr Möglichkeiten bei der Ausgestaltung der Lehrpläne sowie in Budget- und Personalfragen eröffnet werden. "Hierbei hat sich in den letzten Jahren noch zu wenig getan", so Matschie.
Matschie verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Einführung der Gemeinschaftsschule in Thüringen. "Die neue Schulart wird deutlich mehr Spielraum für jede einzelne Schule eröffnen, vor allem was die pädagogischen Konzepte betrifft. Gemeinschaftsschulen werden in diesem Bereich die Möglichkeit zu ganz unterschiedlichen Ansätzen haben."
Wo sich pädagogische Konzepte frei entfalten können, entstehen nach Matschies Worten größere Handlungsspielräume für die Schulen. "Diese einmalige Chance wollen unsere Schulen nutzen, das zeigen die von Interessenten für die Gemeinschaftsschule bisher schon eingereichten Konzepte." Der Minister verweist außerdem auf die stärkere individuelle Förderung der Schüler in der Gemeinschaftsschule. "Auch das eröffnet mehr Raum für Eigenverantwortung."
Nach Matschies Angaben gibt es bereits jetzt in Thüringen vielfältige Maßnahmen im Rahmen des Entwicklungsvorhabens Eigenverantwortliche Schule, an dem sich bisher knapp die Hälfte aller Schulen des Freistaats beteiligen. "Diese Maßnahmen müssen sowohl qualitativ und als quantitativ ausgebaut werden." Durch die Weiterentwicklung sollen den Schulen mehr Möglichkeiten bei der Ausgestaltung der Lehrpläne sowie in Budget- und Personalfragen eröffnet werden. "Hierbei hat sich in den letzten Jahren noch zu wenig getan", so Matschie.
Erfurt, 05.03.2010 136 Thüringer Lehrerinnen und Lehrer werden Berufsorientierungskoordinatoren. Dazu absolvieren sie eine einjährige berufsbegleitende Fortbildung, die heute (Freitag) begann. Später werden die Experten die Berufs- und Studienorientierung an ihren Schulen organisieren. Unter Einbeziehung des gesamten Lehrerkollegiums entwickeln sie dann entsprechende Schulkonzepte und setzen diese um. Dazu gehören unter anderem die Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen sowie die Vermittlung und Betreuung von Schülerpraktika.
Thüringens Staatssekretär für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Roland Merten, der an der Auftaktveranstaltung teilnahm, begrüßte das Vorhaben: "Eine praxisnahe Berufs- und Studienorientierung mit individueller Beratung ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium. Die bedarfsgerechte und am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt orientierte Vorbereitung auf das Berufsleben ist auch Ziel der Fortbildungsmaßnahme für Berufsorientierungskoordinatoren. Mit diesem weiteren Baustein unserer fächerübergreifenden Berufsorientierung machen wir unsere Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft."
Ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Fortbildung ist das Praxismodul. Es bietet Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, die Wirtschafts-, Arbeits- und Berufswelt außerhalb der Schule kennenzulernen. Es kann als Blockpraktikum oder an einzelnen Tagen absolviert werden. Der Umfang beträgt 40 Stunden.
Thüringens Staatssekretär für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Roland Merten, der an der Auftaktveranstaltung teilnahm, begrüßte das Vorhaben: "Eine praxisnahe Berufs- und Studienorientierung mit individueller Beratung ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium. Die bedarfsgerechte und am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt orientierte Vorbereitung auf das Berufsleben ist auch Ziel der Fortbildungsmaßnahme für Berufsorientierungskoordinatoren. Mit diesem weiteren Baustein unserer fächerübergreifenden Berufsorientierung machen wir unsere Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft."
Ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Fortbildung ist das Praxismodul. Es bietet Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, die Wirtschafts-, Arbeits- und Berufswelt außerhalb der Schule kennenzulernen. Es kann als Blockpraktikum oder an einzelnen Tagen absolviert werden. Der Umfang beträgt 40 Stunden.
Minister Matschie: "Chance auf eine bessere Schule wird genutzt" Erfurt, 24.02.2010 Prof. Dr. Wolfgang Melzer, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Schulpädagogik und Grundschulpädagogik an der Technischen Universität Dresden, unterstützt das Thüringer Modell der Gemeinschaftsschule. Auf der heutigen Auftaktveranstaltung in Erfurt, an der rund 80 Vertreter von Schulen, Schulämtern und Schulträgern teilnahmen, hob er die Bedeutung des längeren gemeinsamen Lernens hervor. Dies bringe deutlich mehr Bildungsgerechtigkeit. Voraussetzung dafür seien ein entwicklungsfähiges Schülerpotenzial, ein professionelles Lehrerkollegium und ein Unterstützungsnetzwerk.
Aufgabe des Unterstützungsnetzwerks sei es, Schulentwicklungsberatung und wissenschaftliche Begleitung bereit zu stellen, so Melzer. Zudem müsse ein systematischer und regelmäßiger Erfahrungsaustausch über Konzepte und Entwicklungen gewährleistet werden. In der Pflicht seien dabei unter anderem das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, die Staatlichen Schulämter und die Schulträger. Ausdrücklich lobte Melzer, dass der notwendige Organisations- und Aktionsrahmen bereits vom Ministerium konzipiert wurde.
Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, machte deutlich, dass das Ziel der Schulreform eine neue Schulkultur sei. Diese müsse von unten wachsen und gewollt sein. Gute Schule könne nur dort gelingen, wo alle Beteiligten vom Konzept der Thüringer Gemeinschaftsschule überzeugt seien. Die Gemeinschaftsschule eröffne die Chance, die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft zu verringern, die Förderschulquote zu senken und eine individuellere Förderung zu ermöglichen. Diese Chance auf eine bessere Schule werde genutzt. Dass Thüringen mit der Gemeinschaftsschule auf dem richtigen Weg sei, habe Prof. Melzer aus wissenschaftlicher Sicht heute bestätigt.
Aufgabe des Unterstützungsnetzwerks sei es, Schulentwicklungsberatung und wissenschaftliche Begleitung bereit zu stellen, so Melzer. Zudem müsse ein systematischer und regelmäßiger Erfahrungsaustausch über Konzepte und Entwicklungen gewährleistet werden. In der Pflicht seien dabei unter anderem das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, die Staatlichen Schulämter und die Schulträger. Ausdrücklich lobte Melzer, dass der notwendige Organisations- und Aktionsrahmen bereits vom Ministerium konzipiert wurde.
Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, machte deutlich, dass das Ziel der Schulreform eine neue Schulkultur sei. Diese müsse von unten wachsen und gewollt sein. Gute Schule könne nur dort gelingen, wo alle Beteiligten vom Konzept der Thüringer Gemeinschaftsschule überzeugt seien. Die Gemeinschaftsschule eröffne die Chance, die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft zu verringern, die Förderschulquote zu senken und eine individuellere Förderung zu ermöglichen. Diese Chance auf eine bessere Schule werde genutzt. Dass Thüringen mit der Gemeinschaftsschule auf dem richtigen Weg sei, habe Prof. Melzer aus wissenschaftlicher Sicht heute bestätigt.
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GEW Thüringen: "Mehr Demokratie, mehr Qualität in der Bildung und verbesserte Partizipation"
Die GEW fordert einen Aufbruch in der Thüringer Hochschullandschaft
Erfurt, 08.02.2010 Die GEW-Thüringen setzt Erwartungen in den 1. Hochschulgipfel der Thüringer Landesregierung und sieht diese in der Pflicht, die Hochschulen stärker zu unterstützen. Die Bildungsgewerkschaft fordert in einer konzertierten Aktion einen Aufbruch in der Thüringer Hochschullandschaft - hin zu Demokratie, mehr Qualität in der Bildung und zu verbesserter Partizipation.
Wenn der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, zum Hochschulgipfel einlädt, um mit Rektoren, Präsidenten, Vorsitzenden der Hochschulräte, Studierendensprechern, Personalräten, Gleichstellungsbeauftragten und den Gewerkschaften GEW und ver.di u.a. bisherige Ergebnisse des Bologna-Prozesses zu diskutieren, dann müssen nach der kritischen Analyse der Thüringer Situation auch Entscheidungen zur Verbesserung der Lage der Studierenden und der Hochschulen erfolgen. Die GEW hat dazu klare Ansagen an die Thüringer Landesregierung.
Gegenwärtig studieren an Thüringens Hochschulen etwa 50.000 junge Frauen und Männer, das sind etwa 340 % der 1991/92 in Thüringen Studierenden (GEW-Erhebung vom Dezember 2009). Für ihre Ausbildung stehen aber nur noch etwa 80 % der Stellen der Jahre 1991/92 zur Verfügung. Unter diesen Rahmenbedingungen leidet die Qualität der Ausbildung. Das Schönreden der Verhältnisse trat in den letzten Jahren an die Stelle kompetenter Hochschul- und Finanzpolitik. Die Entwicklung der Studierendenzahlen und die "verkorkste" Umsetzung des Bologna-Prozesses erfordern deshalb ganz dringend, den Personalbereich an den Hochschulen auszubauen. Die Hochschulen brauchen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die finanziellen Mittel für eine aufgabengerechte Personalstruktur und Personalausstattung.
Die Qualität der Lehre und der Betreuung der Studierenden darf nicht weiter absinken. Denn gute Studienbedingungen beeinflussen ganz entscheidend die individuelle Dauer des Studiums und auch den Start ins Berufsleben. Die Umsetzung des Bologna-Prozesses bedarf dringender Veränderungen, er muss reformiert werden.
"Die GEW", so der Landesvorsitzende Jürgen Röhreich, "begrüßt die Absicht der Thüringer Landesregierung, mit den Hochschulen, den Gewerkschaften, den Personalräten und den Studierendenvertretern einen konstruktiven Dialog zur Verbesserung der Hochschuldemokratie einzuleiten."
Nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft GEW baut Hochschulautonomie auf demokratischen Entscheidungsstrukturen innerhalb der Hochschulen auf. Autonomie der Hochschulen, Freiheit der Wissenschaft bedeuten Freiheit in Verantwortung vor der Gesellschaft. Staat und Gesellschaft können sich dabei nicht aus der Verantwortung für die Hochschulen zurückziehen. Deswegen wird die GEW bei der Evaluation des Thüringer Hochschulgesetzes darauf drängen, dass der Gesetzgeber mit der anstehenden Gesetzesnovelle die Chance zu einer Redemokratisierung der Hochschulen nutzt. Denn mit der in letzten Jahren versuchten und zum Teil auch erreichten Umgestaltung der Hochschulen in unternehmerisch geführte Einrichtungen wurden die demokratische akademische Mitbestimmung und Mitwirkung immer weiter deformiert.
Erfurt, 08.02.2010 Die GEW-Thüringen setzt Erwartungen in den 1. Hochschulgipfel der Thüringer Landesregierung und sieht diese in der Pflicht, die Hochschulen stärker zu unterstützen. Die Bildungsgewerkschaft fordert in einer konzertierten Aktion einen Aufbruch in der Thüringer Hochschullandschaft - hin zu Demokratie, mehr Qualität in der Bildung und zu verbesserter Partizipation.
Wenn der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, zum Hochschulgipfel einlädt, um mit Rektoren, Präsidenten, Vorsitzenden der Hochschulräte, Studierendensprechern, Personalräten, Gleichstellungsbeauftragten und den Gewerkschaften GEW und ver.di u.a. bisherige Ergebnisse des Bologna-Prozesses zu diskutieren, dann müssen nach der kritischen Analyse der Thüringer Situation auch Entscheidungen zur Verbesserung der Lage der Studierenden und der Hochschulen erfolgen. Die GEW hat dazu klare Ansagen an die Thüringer Landesregierung.
Gegenwärtig studieren an Thüringens Hochschulen etwa 50.000 junge Frauen und Männer, das sind etwa 340 % der 1991/92 in Thüringen Studierenden (GEW-Erhebung vom Dezember 2009). Für ihre Ausbildung stehen aber nur noch etwa 80 % der Stellen der Jahre 1991/92 zur Verfügung. Unter diesen Rahmenbedingungen leidet die Qualität der Ausbildung. Das Schönreden der Verhältnisse trat in den letzten Jahren an die Stelle kompetenter Hochschul- und Finanzpolitik. Die Entwicklung der Studierendenzahlen und die "verkorkste" Umsetzung des Bologna-Prozesses erfordern deshalb ganz dringend, den Personalbereich an den Hochschulen auszubauen. Die Hochschulen brauchen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die finanziellen Mittel für eine aufgabengerechte Personalstruktur und Personalausstattung.
Die Qualität der Lehre und der Betreuung der Studierenden darf nicht weiter absinken. Denn gute Studienbedingungen beeinflussen ganz entscheidend die individuelle Dauer des Studiums und auch den Start ins Berufsleben. Die Umsetzung des Bologna-Prozesses bedarf dringender Veränderungen, er muss reformiert werden.
"Die GEW", so der Landesvorsitzende Jürgen Röhreich, "begrüßt die Absicht der Thüringer Landesregierung, mit den Hochschulen, den Gewerkschaften, den Personalräten und den Studierendenvertretern einen konstruktiven Dialog zur Verbesserung der Hochschuldemokratie einzuleiten."
Nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft GEW baut Hochschulautonomie auf demokratischen Entscheidungsstrukturen innerhalb der Hochschulen auf. Autonomie der Hochschulen, Freiheit der Wissenschaft bedeuten Freiheit in Verantwortung vor der Gesellschaft. Staat und Gesellschaft können sich dabei nicht aus der Verantwortung für die Hochschulen zurückziehen. Deswegen wird die GEW bei der Evaluation des Thüringer Hochschulgesetzes darauf drängen, dass der Gesetzgeber mit der anstehenden Gesetzesnovelle die Chance zu einer Redemokratisierung der Hochschulen nutzt. Denn mit der in letzten Jahren versuchten und zum Teil auch erreichten Umgestaltung der Hochschulen in unternehmerisch geführte Einrichtungen wurden die demokratische akademische Mitbestimmung und Mitwirkung immer weiter deformiert.
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Thüringen: Matschie begrüßt Einigung der Fraktionen zu Kindergartengesetz – Durchbruch für mehr Betreuungsqualität
Erfurt, 21.01.2010 Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, hat die Einigung der Landtagsfraktionen von SPD und CDU auf den Gesetzentwurf für ein neues Kindergartengesetz begrüßt. "Das ist ein Durchbruch für mehr Qualität der Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen und ein wichtiger Impuls für eine noch bessere frühkindliche Bildung." Die Koalition habe ein zentrales Versprechen aus dem Koalitionsvertrag eingelöst und sich trotz der angespannten Haushaltssituation als handlungsfähig erwiesen.
Der Einigung sei eine intensive politische Debatte vorausgegangen, an der sich nicht nur die Parteien, sondern auch Eltern in ganz Thüringen und ihre Interessenvertreter beteiligt hätten. "Ihr Eintreten für mehr Erzieherinnen in unseren Kindergärten und eine bessere Betreuung hat sich ausgezahlt. Die Ziele des Volksbegehrens für eine bessere Familienpolitik sind erreicht", betont Matschie.
Der Minister lobt den Willen der Landtagsfraktionen zur Einigung. Gerade die Frage der Finanzierung der zusätzlichen Erzieherinnenstellen, für die rund 100 Millionen Euro aufgebracht werden müssen, sei angesichts der konjunkturbedingten Einnahmeverluste des Landes schwierig gewesen. "Dennoch haben wir darauf geachtet, dass durch die Neuregelung die Kommunen von den Eltern keine höheren Kindergartenbeiträge erheben müssen."
Nach dem von den Fraktionen erzielten Durchbruch wird das Gesetz in der kommenden Woche in erster Lesung im Thüringer Landtag behandelt.
Der Einigung sei eine intensive politische Debatte vorausgegangen, an der sich nicht nur die Parteien, sondern auch Eltern in ganz Thüringen und ihre Interessenvertreter beteiligt hätten. "Ihr Eintreten für mehr Erzieherinnen in unseren Kindergärten und eine bessere Betreuung hat sich ausgezahlt. Die Ziele des Volksbegehrens für eine bessere Familienpolitik sind erreicht", betont Matschie.
Der Minister lobt den Willen der Landtagsfraktionen zur Einigung. Gerade die Frage der Finanzierung der zusätzlichen Erzieherinnenstellen, für die rund 100 Millionen Euro aufgebracht werden müssen, sei angesichts der konjunkturbedingten Einnahmeverluste des Landes schwierig gewesen. "Dennoch haben wir darauf geachtet, dass durch die Neuregelung die Kommunen von den Eltern keine höheren Kindergartenbeiträge erheben müssen."
Nach dem von den Fraktionen erzielten Durchbruch wird das Gesetz in der kommenden Woche in erster Lesung im Thüringer Landtag behandelt.
Prüfstein: Floatingverhandlungen
Erfurt, 01.10.2009 Die SPD hat sich entschieden, obwohl es die Spatzen schon von den Dächern pfiffen. "Wir können nur hoffen, dass die SPD den Mut und die Kraft für Entscheidungen hat, die den Charakter von Richtungsänderungen tragen," sagte Thüringens GEW-Vorsitzender Jürgen Röhreich als Reaktion auf die Entscheidung für Schwarz-Rot.
Weiter sagte Röhreich: "Alles was die SPD im Wahlkampf versprochen hat, muss sie nun gegenüber der CDU halten können. Das betrifft aus unserer Sicht auch die bildungspolitischen Ziele. Erster Prüfstein sind für die GEW die Floatingverhandlungen, die demnächst geführt werden müssen." Ansonsten wird die neue Regierungspartei merken, dass der Wind in Thüringen sehr kalt wehen kann.
Erfurt, 01.10.2009 Die SPD hat sich entschieden, obwohl es die Spatzen schon von den Dächern pfiffen. "Wir können nur hoffen, dass die SPD den Mut und die Kraft für Entscheidungen hat, die den Charakter von Richtungsänderungen tragen," sagte Thüringens GEW-Vorsitzender Jürgen Röhreich als Reaktion auf die Entscheidung für Schwarz-Rot.
Weiter sagte Röhreich: "Alles was die SPD im Wahlkampf versprochen hat, muss sie nun gegenüber der CDU halten können. Das betrifft aus unserer Sicht auch die bildungspolitischen Ziele. Erster Prüfstein sind für die GEW die Floatingverhandlungen, die demnächst geführt werden müssen." Ansonsten wird die neue Regierungspartei merken, dass der Wind in Thüringen sehr kalt wehen kann.
Müller: "Betroffenheit und Anteilnahme"
Erfurt, 17.09.2009 Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) zum heutigen Brandanschlag auf das Ansbacher Gymnasium: "Mit großer Betroffenheit habe ich die Meldungen von der schrecklichen Tat in Ansbach zur Kenntnis nehmen müssen. Die Anteilnahme aller Thüringerinnen und Thüringer gilt den Verletzten und ihren Familien, aber auch allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern.
Nach den schrecklichen Ereignissen am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 wissen wir um die problematische Situation nach einer solchen Tat. Daher bietet das Kultusministerium Hilfe an. Speziell geschulte und in Krisensituationen erfahrene Schulpsychologen aus Thüringen können zur Unterstützung entsandt werden. Entsprechende erste Kontakte wurden aufgenommen."
Um auf solche oder ähnliche Vorfälle angemessen reagieren zu können, wurde im Sommer diesen Jahres in Thüringen der Ordner "Umgang mit Krisen und Notfällen an Schulen", der so genannte Notfallordner, in überarbeiteter Form vorgelegt. Die allen staatlichen Schulen in elektronischer Form zur Verfügung stehende Handreichung ist eine wichtige Unterstützung der Leitung und des Krisenteams der Schule bei der Bewältigung von Krisensituationen. "Die Ereignisse in Erfurt, Freising, Meißen, Emsdetten, Winnenden und jetzt in Ansbach zeigen: Krisen sind allgegenwärtig. Wenn das Unvorstellbare passiert, sind Schritte zur Krisenbewältigung erforderlich. Der Krisenordner soll helfen, plötzlichen und unvorhersehbaren Anforderungen und Belastungen gerecht zu werden", so Minister Müller abschließend.
Erfurt, 17.09.2009 Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) zum heutigen Brandanschlag auf das Ansbacher Gymnasium: "Mit großer Betroffenheit habe ich die Meldungen von der schrecklichen Tat in Ansbach zur Kenntnis nehmen müssen. Die Anteilnahme aller Thüringerinnen und Thüringer gilt den Verletzten und ihren Familien, aber auch allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern.
Nach den schrecklichen Ereignissen am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 wissen wir um die problematische Situation nach einer solchen Tat. Daher bietet das Kultusministerium Hilfe an. Speziell geschulte und in Krisensituationen erfahrene Schulpsychologen aus Thüringen können zur Unterstützung entsandt werden. Entsprechende erste Kontakte wurden aufgenommen."
Um auf solche oder ähnliche Vorfälle angemessen reagieren zu können, wurde im Sommer diesen Jahres in Thüringen der Ordner "Umgang mit Krisen und Notfällen an Schulen", der so genannte Notfallordner, in überarbeiteter Form vorgelegt. Die allen staatlichen Schulen in elektronischer Form zur Verfügung stehende Handreichung ist eine wichtige Unterstützung der Leitung und des Krisenteams der Schule bei der Bewältigung von Krisensituationen. "Die Ereignisse in Erfurt, Freising, Meißen, Emsdetten, Winnenden und jetzt in Ansbach zeigen: Krisen sind allgegenwärtig. Wenn das Unvorstellbare passiert, sind Schritte zur Krisenbewältigung erforderlich. Der Krisenordner soll helfen, plötzlichen und unvorhersehbaren Anforderungen und Belastungen gerecht zu werden", so Minister Müller abschließend.

