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Redaktion 30.08.2010
Berlin, 30.08.2010 Rund 53.000 Erstklässler an knapp 1000 Grundschulen in Berlin und Brandenburg erhielten am 30. August 2010 zum Start ihrer Schullaufbahn eine Bio-Brotbox. Die Schauspielerin Marion Kracht überreichte den Schulanfängern der Hermann-Sander-Grundschule in Berlin-Neukölln persönlich wieder verwendbare gelben Dosen mit Frühstückszutaten in Bio-Qualität. Am Vortag hatte die Bio-Brotbox-Botschafterin auch geholfen, die Boxen bei der Packaktion in Berlin zu befüllen.

"Ein gesundes Frühstück ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder gut in den Tag starten und sich in der Schule konzentrieren können. Ich weiß das aus der Erfahrung mit meinen beiden Söhnen, die in die Schule gehen. Für meine Familie kaufe ich nur Bio. Ich bin überzeugt, dass das die beste Ernährung für mich und meine Lieben ist", erklärt Marion Kracht ihr Engagement für gesunde Kinderernährung.

Zusammen mit Marion Kracht verteilten Berlins Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher, der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und rbb-Programmdirektorin Dr. Claudia Nothelle Bio-Brotboxen. Die Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH Bio-Brotbox, Hilde Fauland-Weckmann, und Bio-Brotbox-Initiator Joachim Weckmann (Märkisches Landbrot) informierten über das Projekt, das 2002 in Berlin und 2006 in Brandenburg startete.

Mit der Bio-Brotbox-Aktion machen rund 45 meist mittelständische Unternehmen aus Berlin und Brandenburg darauf aufmerksam, wie wichtig ein tägliches Frühstück für erfolgreiches Lernen ist. Trotz der Wirtschaftskrise finanzieren diese Unternehmen gemeinsam mit 350.000 Euro die diesjährige Bio-Brotbox-Aktion. Das Projekt kommt damit gänzlich ohne Steuergelder aus.

Am Sonntag, den 29. August, hatten in aller Frühe rund 600 freiwillige Helferinnen und Helfer die 53.000 Boxen in der Leerguthalle des Bio-Großhändlers Terra Naturkost in Berlin-Neukölln gepackt. Frühstückszutaten aus ökologischer Landwirtschaft und Informationen zu gesunder Ernährung wanderten in die gelben Brotdosen: eine Scheibe Brot aus Berliner Vollkornbäckereien, eine Möhre, ein süßer und ein pikanter Aufstrich, eine Käse-Ecke, eine Müsliportion, ein Sesamriegel, Rosinen, Kinder-Tee und ein Fruchtsaft. Ein Milchgutschein, der im Bioladen eingelöst werden kann, Informationen über die Aktion, ein Bio-Einkaufsführer für Berlin und Brandenburg und eine Einladung zu einem Kindertheaterstück über gesundes Essen runden den Inhalt der Box ab.

Prominente Unterstützer der Bio-Brotbox-Aktion packten tatkräftig mit: Schauspielerin und Patin der Aktion Marion Kracht, Berlins Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher, der Brandenburger Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger und der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky leisteten ganze Arbeit. Am Packtisch lernten sie die Vorstände und Geschäftsführer zahlreicher Partnerunternehmen kennen, die die Bio-Brotbox-Aktion ermöglichen.

www.berlin-brandenburg.bio-brotbox.de
Redaktion 18.08.2010
Potsdam, 18.08.2010 Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute in seiner traditionellen Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn in Potsdam aktuelle Informationen und die Neuerungen zum anstehenden Schuljahr vorgestellt.

Lehrereinstellungen
Bildungsminister Rupprecht zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei – wie geplant – 400 Lehrkräfte zu Schuljahresbeginn einzustellen. Weitere 50 würden im Lauf des Schuljahres folgen. Damit sei die Unterrichtsversorgung im Schuljahr gesichert, erklärte Rupprecht. "Die Schulen sind ausreichend mit Lehrpersonal ausgestatte – ich gehe davon aus, dass der Unterricht überall planmäßig beginnen kann." Damit ist bereits ein Drittel der im Koalitionsvertrag eröffneten Möglichkeiten zur Einstellung von 1250 Lehrkräften umgesetzt. Besonders erfreulich sei, so Rupprecht, dass "ein großer Teil der neu eingestellten Lehrkräfte im Land Brandenburg ausgebildet ist und viele jüngere Kolleginnen und Kollegen unter 35 Jahren insbesondere die Grundschulen kommen."

Brandenburgisches Ausbildungsförderungsgesetz
Bildungsminister Rupprecht begrüßte den Start des brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetzes. "Gute Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen", betonte Rupprecht. "Zentrales Ziel der Landesausbildungsförderung ist es, Anreize für Bildungsanstrengungen zu schaffen. Wir wollen, dass mehr Kinder aus einkommensschwachen Familien das Abitur oder die Fachhochschulreife erreichen und so Aufstiegschancen durch Bildung erhalten. Dafür bekommen sie künftig während des Besuchs der gymnasialen Oberstufe eine finanzielle Unterstützung vom Land. Ich bin überzeugt, dass diese Förderung gepaart mit der Möglichkeit, auch weiterhin nach 13 Jahren das Abitur ablegen zu können, mehr jungen Menschen ein Abitur ermöglichen wird. Zudem ist zu erwarten, dass eine Reihe von jungen Menschen durch die materielle Unterstützung mehr Zeit haben wird, sich auf ihre schulischen Aufgaben zu konzentrieren. Bessere Abiturnoten werden die Folge sein." Anspruch auf das brandenburgische "Schüler-BAföG" haben Schülerinnen und Schüler, die ab dem neuen Schuljahr erstmals eine gymnasiale Oberstufe oder einen zweijährigen vollzeitschulischen Bildungsgang der Fachoberschule besuchen. Sie erhalten – je nach Höhe des Eltern-Einkommens – 50 oder 100 Euro pro Monat für zusätzliche Bildungsausgaben wie Fachliteratur, Exkursionen, den Kauf von Computertechnik oder Theaterbesuche. Dafür stellt das Land im Jahr 2010 rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Anträge sind ab sofort bei den zuständigen Ämtern der Landkreise und kreisfreien Städte, in den Schulen oder im Internet unter www.mwfk.brandenburg.de oder www.mbjs.brandenburg.de abrufbar.

Personalkostenbudgets als Instrument zur Unterrichtsabsicherung
Ab diesem Schuljahr können die Schulen einen Teil ihrer Vertretungsreserve in ein Personalkostenbudget umwandeln, um damit bei Unterrichtsausfall geeignetes Personal wie etwa pensionierte Lehrer vorübergehend zu beschäftigen. "Mit dieser Regelung können Schulen eigenverantwortlich, schnell und unbürokratisch Vertretungsunterricht in guter Qualität organisieren", so der Minister. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Darstellung der Unterrichtsabsicherung transparenter werde. "Die Schulen werden beginnend mit diesem Schuljahr die Maßnahmen zur Unterrichtsabsicherung in den Schulporträts detaillierter und differenzierter darstellen." So können sich Eltern und Schüler im Internet sowohl über Gründe für die Vertretung – etwa Krankheit oder schulorganisatorische Maßnahmen – als auch überMaßnahmen, mit denen Schulen den Unterrichtsausfall bekämpfen, informieren.

Maßnahmen nach dem Ländervergleich
"Nach dem enttäuschenden Abschneiden Brandenburgs beim Ländervergleich in den Fächern Deutsch und Englisch im Juni 2010", erläuterte Bildungsminister Rupprecht, "werden wir die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler in diesen Fächern deutlich stärken und die Lehrkräfte und Schulen durch Fortbildungs- und Beratungsangebote wirksamer unterstützen." Die einzelnen Vorhaben sollen Teil eines Gesamtkonzepts sein, das mit der Unterstützung einer Expertenrunde entwickelt werde, die von Prof. Olaf Köller (Leiter des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und der Mathematik in Kiel und Projektleiter des Ländervergleichs) geleitet wird. Minister Rupprecht führte weiter aus: "Wir brauchen klare Vorgaben zu den Mindeststandards, die Schüler in einzelnen Jahrgangsstufen erreicht haben müssen, wir brauchen einen verbindlichen Grundwortschatz, den die Grundschüler in den ersten vier Jahren erwerben und anwenden sollen und auch verbindliche Lektüreempfehlungen. Ich möchte Grundschulen die Möglichkeit zu flexiblerem Umgang mit der Stundentafel geben - dadurch hätten sie mehr Zeit für Übungsphasen zur Verbesserung der Basiskompetenzen. Und wir werden regelmäßiger als bisher das Erreichen der Standards überprüfen."

Einzelne Vorhaben befinden sich bereits in der Umsetzung:

-Deutschunterricht: Ein gemeinsam mit Thüringen erarbeitetes Lesestrategie-Set mit Materialien, Hilfen und Anleitungen für den Unterricht wird erstmals landesweit eingesetzt.
-Weiterentwicklung des Englischunterrichts: Brandenburg wird gemeinsam mit anderen ostdeutschen Ländern in den kommenden Monaten ein länderübergreifendes Fortbildungskonzept zur Förderung der Sprachkompetenz von Englisch-Lehrkräften entwickeln. Dazu sollen auch Kontakte zur Universität Potsdam und Universität Viadrina Frankfurt (Oder), zu Muttersprachlern an Volkshochschulen und zur Partnerregion Nordirland genutzt werden. Zur besseren Überprüfung der Schülerleistungen wird die Prüfung im Fach Englisch am Ende der Jahrgangsstufe 10 ab dem Schuljahr 2011/2012 um einen zentralen Hörverstehenstest erweitert.
-Aufgabenportal auf dem Berlin-Brandenburgischen Bildungsserver: Durch das LISUM wird ein Aufgabenportal aufgebaut, das der Information der Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler über standardbasierte Aufgaben anhand von konkreten Beispielen dient.
-Aufsuchende Beratung: Beginnend mit dem neuen Schuljahr werden verteilt über alle sechs Schulämter Schulen mit besonderem Entwicklungsbedarf kontinuierlich über mindestens zwei Jahre von acht regionalen Teams begleitet. Gemeinsam mit den Lehrkräften der betroffenen Schulen und den Schulleitungen sollen Konzepte, die sich aus konkreten Problemlagen der Schulen ergeben, entwickelt und umgesetzt werden.
Ganztagsprogramm wird fortgesetzt
Das Ganztagsprogramm wird fortgesetzt. Zum Schuljahr 2010/2011 wurden 14 Grundschulen, 13 Oberschulen und drei Gesamtschulen neu in das Ganztagsprogramm aufgenommen. Damit unterbreiten dann 194 der 445 Grundschulen (44 Prozent) und 143 der 215 weiterführenden Schulen (67 Prozent) in der Sekundarstufe I Ganztagsangebote. Außerdem arbeiten 21 Förderschulen mit Ganztagsangeboten. In diesem Schuljahr startet zudem erstmals eine Evaluation der Qualität der Ganztagsangebote in Brandenburg. Erste Ergebnisse werden Ende des Jahres 2011 vorliegen.

Gemeinsame Aufgaben für die 10. Klasse-Prüfungen mit Berlin
Im Mai 2011 werden in Berlin und Brandenburg erstmals gleiche Aufgaben in den zentralen Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss im Fach Mathematik eingesetzt. Die gemeinsamen Aufgaben sind ein weiterer Schritt zur einheitlichen Bildungsregion Berlin-Brandenburg. Bereits im vergangenen Jahr hatten erstmals länderübergreifend schriftliche Abiturprüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch stattgefunden.

Neue Rahmenlehrpläne für Geschichte und Politische Bildung
Ab diesem Schuljahr gelten neue Rahmenlehrpläne für die Fächer Geschichte und Politische Bildung in der Sekundarstufe I für alle Schülerinnen und Schüler an Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien. In ihnen ist verbindlich geregelt, dass Schüler ab Klasse 7 in unterschiedlichen thematischen Kontexten Kenntnisse zur DDR-Geschichte erwerben sollen. In diesem Zusammenhang ist künftig auch der Besuch von außerschulischen Lernorten eine verbindliche Vorgabe. Bei der Überarbeitung der Rahmenlehrpläne wurde neben Lehrkräften, Fachberatern und Experten aus Wissenschaft und Verbänden, auch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, einbezogen. Zu Beginn des Schuljahres erhalten die Schulen in Berlin und Brandenburg zudem neues Material zum Thema DDR. Die Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin und das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) haben eine Arbeitsmappe zum Thema "Opposition und Repression in der DDR" herausgegeben.

20 Jahre Land Brandenburg
Anlässlich des 20. Jubiläums des Landes Brandenburg sind die Schulen aufgerufen, dieses Jubiläum vom 04. bis 09. Oktober 2010 mit Projekttagen zu begleiten. Dazu hat das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg ein Portal für den Austausch von Ideen und zur Veröffentlichung von Projektergebnissen sowie mit Informationen und Anregungen für die Planung der Projekttage eingerichtet, das ständig aktualisiert wird. Auf dem Bildungsserver gibt es Daten und Fakten zur Geografie, Geschichte und Politik des Landes, Links zu Projekten, Veranstaltungen und Aktivitäten rund um das Jubiläum sowie konkrete unterrichtsbezogene Hinweise und Literatur-Tipps.

Verbesserung der frühkindlichen Förderung
Um die Qualität der Bildungsarbeit und der individuellen Förderung in rund 1.500 Kindertagesstätten zu erhöhen, investiert das Land Brandenburg zusätzlich mehr als 36 Millionen Euro pro Jahr. Damit wird der Betreuungs¬schlüssel in den Einrichtungen deutlich verbessert: für die Unter-Dreijährigen auf eine Erzieherin für sechs Kinder (vorher 1 zu 7), für die Drei- bis Sechsjährigen auf eine Erzieherin für zwölf Kinder (vorher 1 zu 13). Dadurch werden landesweit rund 900 zusätzliche Stellen für Erzieherinnen geschaffen. Die Änderung des Kita-Gesetzes tritt am 01. Oktober 2010 in Kraft. Parallel dazu wurde die Kita-Personalverord¬nung geändert. Zur Deckung des künftigen Fachkräftebedarfs wird der qualifizierte Seiteneinstieg – unter anderem durch die Möglichkeit einer tätigkeitsbegleitenden Ausbildung – in Kindertagesstätten erleichtert. Künftig können verstärkt Menschen mit unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Hintergründen in den Kitas arbeiten – damit haben Kitas die Möglichkeit, ihre Profile zu schärfen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Neuerungen gibt es im Internet unter:
www.mbjs.brandenburg.de

http://www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de
Redaktion 05.07.2010
Potsdam, 05.07.2010 Rund 280.000 Schülerinnen und Schüler der 937 brandenburgischen Schulen erhalten am Mittwoch, den 07. Juli 2010 ihre Zeugnisse. Bildungsminister Holger Rupprecht verweist anlässlich dieses Termins darauf, dass sich der Wert eines Menschen nicht nach Zeugnisnoten bemisst. Er empfiehlt den Eltern, regelmäßig mit ihren Kindern über die Schule und die erreichten Leistungen zu sprechen. "Wenn alle sich im Klaren darüber sind, was mit den Zeugnissen auf sie zukommt, hilft das, Angst vor den Zeugnissen abzubauen."

Selbst bei bösen Überraschungen sollten Kinder nicht verurteilt und bestraft werden, so Rupprecht. "Stattdessen sollte man gemeinsam mit den Kindern und der Schule besprechen und verabreden, was künftig getan werden kann, um die Leistungen zu verbessern." Wichtig für alle Eltern am Zeugnisausgabetag: "Lassen Sie die Kinder mit ihren Sorgen nicht im Stich. Wenden Sie sich im Krisenfall an eine der Kummernummern", so die Empfehlung des Bildungsministers.

Den Kindern und Jugendlichen, die den Zeugnissen und dem Nachhauseweg mit Sorgen entgegensehen, empfiehlt Rupprecht, "sich an eine Lehrerin oder einen Lehrer ihres Vertrauens zu wenden". Beratung und Hilfe vor, während und nach der Zeugniserteilung gewähren aber auch die Staatlichen Schulämter, die dort angegliederten Schulpsychologischen Beratungsstellen sowie Erziehungsberatungsstellen und die Kinder- und Jugendnotdienste im Land Brandenburg.

Erster Tag der diesjährigen Sommerferien im Land Brandenburg ist Donnerstag, der 07. Juli, letzter Ferientag ist Samstag, der 21. August. Der erste Schultag nach den Ferien ist Montag, der 23. August 2010.

Adressen und Telefonnummern:

Über die Staatlichen Schulämter sind die Telefonnummern der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen erhältlich: www.schulaemter.brandenburg.de

Erziehungs- und Familienberatungsstellen, deren Adressen und Telefonnummern sind bei den Jugendämtern und über die Internetseiten des Landesjugendamtes erhältlich: www.lja.brandenburg.de

Die überregionalen Kinder- und Jugendtelefone sind alle unter der folgenden gebührenfreien Nummer zu erreichen: 0800 - 111 0 333

-Zuständig für West-Brandenburg:
Kinder- und Jugendtelefon in Potsdam
c/o Diakonisches Werk Potsdam e.V.

-Zuständig für Süd-Brandenburg:
Kinder- und Jugendtelefon in Senftenberg
c/o Deutscher Kinderschutzbund, OV Senftenberg

-Zuständig für Nord-Ost-Brandenburg:
Kinder- und Jugendtelefon in Frankfurt (Oder)
c/o Independent Living e.V., Frankfurt (Oder)
Redaktion 27.06.2010
Potsdam, 25.06.2010 Bildungsminister Holger Rupprecht lobt das ausgezeichnete Ergebnis der diesjährigen Einser-Abiturienten. Insgesamt 161 Abiturientinnen und Abiturienten brandenburgischer Schulen haben in diesem Schuljahr ihr Abitur mit 1,0 bestanden. Das entspricht 1,46 Prozent aller 11.009 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13.

"Das ist der höchste Anteil bislang", freut sich Rupprecht. Er gratuliert jedem "Einskommanuller" mit einer Urkunde. "Dieses ausgezeichnete Abiturergebnis ist nicht nur Ausdruck von Fleiß und einer guten Lerneinstellung der Schülerinnen und Schüler. Um es erreichen zu können, benötigen die begabten Schülerinnen und Schüler auch die zusätzliche Unterstützung und Motivation durch ihre Lehrkräfte", so Minister Rupprecht.

Redaktion 16.06.2010
Potsdam, 16.06.2010 Bildungsminister Holger Rupprecht gratuliert Nina Keutel, Collin Winter und Malin Winter aus dem Humboldt-Gymnasium Eichwalde (Landkreis Dahme-Spreewald) zum Gewinn des bundesweiten Geschichtswettbewerbs "History-Award 2010" mit ihrem Projekt "Memory: Zwei Seiten - eine Geschichte. Sandmännchens Erben".

"Die Schüler haben sich mit bemerkenswertem Engagement mit der jüngsten Vergangenheit auseinandergesetzt - diese Auseinandersetzung ist auch 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution äußerst wichtig", macht Rupprecht klar. "Vom Historiker und Schriftsteller Golo Mann stammt das Zitat: 'Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht in den Griff bekommen' - das gilt auch und ganz besonders für die Kenntnis der jüngsten Geschichte. Ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Jugendlichen erfahren, wie das Leben in der DDR aussah und welche Schattenseiten die DDR hatte, die viele ihrer Eltern miterlebt haben. Und ich wünsche mir, dass die Lehrkräfte im Land Brandenburg offen und engagiert an das Thema herangehen." Doch die Auseinandersetzung mit 40 Jahren SED-Diktatur ende nicht in Schule und Elternhaus, so Rupprecht. "Sie ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

Die drei Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8, 9 und 12 haben sich gemeinsam mit Hortkindern, dem Verein "Kind und Kegel" und Zeitzeugen des Fernsehens in ihrem Medien-Projekt mit der Bedeutung des Fernsehens von der Großelterngeneration bis zu sich selbst auseinandergesetzt, dabei wird das Sandmännchen Symbol für Anschauungen, Werte und Normen mehrerer Generationen in Ost und West. Das Zeitzeugen-Memory ermöglicht spielerische Gespräche und Geschichtsbetrachtungen zwischen den Generationen.

Der Geschichtswettbewerb "History-Award" wird vom Dokumentationssender HISTORY und den Zeitschriften FOCUS-SCHULE und P.M. HISTORY veranstaltet. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 7. bis 13. Jahrgangsstufe, die sich mit geschichtlichen Themen auseinandersetzen wollen. Das Motto des diesjährigen bundesweiten Schülerwettbewerbs hieß "Oma, Opa ? wie war das damals eigentlich? Prägende Vorbilder, Werte und Ereignisse im Generationenvergleich". Die Eichwalder Jugendlichen erhielten schon 2009 den ersten Preis des "History Award".

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.focus-schule.de
Redaktion 08.06.2010
Potsdam, 08.06.2010 Bildungsminister Holger Rupprecht gratuliert den Siegern des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen – Landesstufe Region Süd-Ost zu ihren hervorragenden Fremdsprachenkenntnissen. Das Lernen von Fremdsprachen sei der Schlüssel zum Erfolg in einer globalisierten Welt und fördere den kulturellen Austausch, so Minister Rupprecht. "Zudem fordern Schülerwettkämpfe wie der Bundeswettbewerb Fremdsprachen Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen zu Höchstleistungen und zum Leistungsvergleich heraus."

Siegerinnen im Einzelwettbewerb wurden Denise Seidel vom Brandenbur¬ger von-Saldern-Gymnasium in Russisch und Adele Pißarek vom Leichhardt-Gymnasium Cottbus in Englisch. Denise Seidel erhielt schon im vergangenen Jahr den 1. Landespreis für ihre Russisch-Kenntnisse. Adele Pißarek wird das Land Brandenburg beim Sprachenturnier im Rahmen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen vom 16 bis 19. September 2010 im sächsischen Meißen vertreten.

Im Gruppenwettbewerb konnten die Klasse 7 L des Evangelischen Gymnasiums Potsdam-Hermannswerder in Englisch und Latein sowie die Klasse 6 d der Grundschule Cottbus-Sielow in Englisch erste Plätze belegen. Die 7. Klasse des Potsdamer Gymnasiums erhielt für ihr Theaterstück "veni – vidi – vici" in Latein und Englisch zudem den Sonderpreis des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck.

Drei Sonderpreise des Bildungsministeriums gingen an die Klasse 6 d der Grundschule Cottbus-Sielow für den selbstgedrehten Film "At all costs" sowie an die Klasse 7/1 des Friedrich Anton von Heinitz-Gymnasium Rüdersdorf (Landkreis Märkisch-Oderland) in Französisch und die Klasse 5 des Sängerstadt-Gymnasiums Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster) in Englisch.

Die Preise werden am Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 10.00 Uhr im Humboldt-Gymnasium, Schmellwitzer Weg 2, 03044 Cottbus, von einem Mitarbeiter des Bildungsministeriums verliehen. Die Würdigung der Leistungen in der Region West-Nord findet am 06. Juli 2010 in Eberswalde (Landkreis Barnim) statt (die Sieger werden später bekannt gegeben).

Am Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Land Brandenburg hatten sich insgesamt 554 Schülerinnen und Schüler in Gruppen- und Einzelwettbewerben beteiligt, darunter 20 Gruppen mit 240 Schülerinnen und Schülern sowie 311 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einzelwettbewerbe. Das Spektrum der Beiträge reichte von Übersetzungen über selbst verfasste Texte bis zu Theateraufführungen. Es gab Beiträge in den Sprachen Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Polnisch und Latein.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist Teil des Begabtenförderungspro¬gramms der Bundesregierung und der entsprechenden Programme der Landesregierungen. Gefördert wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Die Kultus- und Bildungsminister der Länder unterstützen den Wettbewerb. Der Wettbewerb wird jährlich vom Verein Bildung und Begabung e.V. in Bonn ausgerichtet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft unterstützt. Das Bildungsministerium Brandenburg unterstützt den Wettbewerb mit 2.600 Euro.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de.
Redaktion 18.05.2010
Potsdam, 18.05.2010 Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam und das brandenburgische Bildungsministerium rufen zu Bewerbungen für das HPI-Schülerkolleg auf. Bis zum 31. Mai 2010 können sich interessierte und begabte Jugendliche mit einem Motivationsschreiben und ihrem Halbjahreszeugnis für das Kolleg bewerben. Es startet nach den Sommerferien ins zweite Jahr. Sein Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II auf dem Gebiet der modernen Informationstechnologien und ihrer Grundlagen aus Mathematik und Informatik zu fördern.

Wie im laufenden Schuljahr werden die Kolleg-Teilnehmer auch künftig in drei Arbeitsgemeinschaften zusammen kommen. Jede AG hat maximal 20 Mitglieder. Betreuer sind wissenschaftliche Mitarbeiter des HPI sowie Informatik- und Mathematiklehrer. Die 14-täglichen Treffen finden jeweils nachmittags am HPI in Potsdam-Babelsberg statt.

"Eine Umfrage ergab, dass 73 Prozent der Teilnehmer geneigt sind, später ein Studium im Bereich Informationstechnologie aufzunehmen", berichtet HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. 90 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass ihnen das HPI-Schülerkolleg Spaß gemacht habe. Meinel erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass ein erfolgreich absolviertes Studium in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auch künftig exzellente Jobchancen biete.

Holger Rupprecht, Brandenburgs Minister für Bildung, Jugend und Sport, erklärte, die Schülerakademie des HPI sei ein gutes und auch ein gut gelingendes Beispiel für Begabungsförderung in der Kooperation zwischen universitärem Raum und Schule. "Die Ausbildung junger Menschen in Naturwissenschaften und Technik ist heutzutage ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft", so der Minister. "Know-how in den MINT-Fächern ist längst eine Schlüsselressource."

Im ersten Jahr des HPI-Schülerkollegs hatten die Teilnehmer aus der Sekundarstufe I zum Beispiel gelernt, wie man durch grafische Programmierung mobile Roboter steuern und mit programmierbaren Elektronikbauteilen Umweltdaten messen und verarbeiten kann. Die AG der Sekundarstufe II begab sich mit Mathematik auf die Suche nach den Erfolgsstrategien von Computerspielen und programmierte eine digitale Version des Brettspiels Reversi. Außerdem wurden Mikrochips entworfen, die für Taschenrechner und Keyboards geeignet sind.

Interessierte können sich beim HPI, Postfach 900460, 14440 Potsdam, unter dem Stichwort "HPI-Schülerkolleg" anmelden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hpi.uni-potsdam.de/studium/schuelerakademie.html

Redaktion 01.04.2010
Potsdam, 01.04.2010 Am kommenden Dienstag, den 06. April 2010 starten die diesjährigen Lern- und Feriencamps für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten im Land Brandenburg. In diesem Schuljahr bieten erstmalig die drei Regionalpartner der "Initiative Oberschule" (IOS) Lern- und Feriencamps für rund 60 Schüler in Götz (Landkreis Potsdam-Mittelmark), in Eberswalde (Landkreis Barnim) sowie in einem Schullandheim bei Grünheide (Landkreis Oder-Spree) an, um sie bei der Erlangung eines Schulabschlusses gezielt zu unterstützen.

Bildungsminister Holger Rupprecht verspricht sich viel von den Feriencamps. "Rund zehn Prozent aller Schülerinnen und Schüler verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss – das ist nicht akzeptabel." Die Feriencamps würden bereits existierende Projekte wie die `Initiative Oberschule` oder Angebote für Schulverweigerer sinnvoll ergänzen, so der Bildungsminister. "Ziel ist es, den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern durch die Feriencamps mit besonderem pädagogischem Konzept und einer anschließenden kontinuierlichen Begleitung in der eigenen Schule die Versetzung bzw. einen Schulabschluss zu erleichtern."

Die Angebote richten sich speziell an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 oder 9, die mit einer Nichtversetzung oder einem Scheitern beim Schulabschluss rechnen müssen. Die drei IOS-Regionalpartner – der Berufsbildungsverein Eberswalde, der Projektverbund kobra.net "Kooperation in Brandenburg" und die Stiftung SPI / Niederlassung Brandenburg – setzen in Kooperation mit weiteren Partnern ein jeweils eigenes Projekt modellhaft um, mit dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren persönlichen Kompetenzen gestärkt werden sollen. Im Mittelpunkt der Camps soll die Erfahrung stehen, dass Lernen Freude machen kann und für die persönliche Lebensperspektive wichtig ist. Zusätzlich machen die Jugendlichen Erfahrungen zur beruflichen Orientierung z.B. in den Lehrwerkstätten des Zentrums für Gewerbeförderung der Handwerkskammer Potsdam. In zwei der drei Projekte wird in Ergänzung zum Oster-Camp ein zweites mehrtägiges Treffen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Mai bzw. Juni stattfinden.

Die im Camp entwickelten individuellen Lernziele sollen die Jugendlichen nach ihrer Rückkehr an der Schule weiter verfolgen. Dabei werden sie im Rahmen des Projekts von "Bildungscoaches" unterstützt, die die Schülerinnen und Schüler bis zum Schuljahresende individuell betreuen und die Zusammenarbeit mit der Schule, den Eltern und weiteren Partnern fördern.

Die Projekte werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg gefördert. Sie finden im Rahmen der Initiative Oberschule in Kooperation mit weiteren Partnern in den Regionen statt.
Redaktion 11.03.2010
Potsdam, 11.03.2010 Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute im Landtagsausschuss für Bildung, Jugend und Sport angekündigt, dass Schulen künftig flexibler auf Unterrichtsausfall reagieren können. Ab dem kommenden Schuljahr können sie bei den Schulämtern beantragen, dass bis zu ein Prozent ihrer Vertretungsreserve in ein Personalkostenbudget umgewandelt wird. Damit können sie eigen­ständig geeignetes Personal wie etwa pensionierte Lehrer einstellen. "Mit dieser Regelung können Schulen schneller und qualifizierter Vertretungsunterricht in bestimmten Fächern organisieren", so der Minister.

Gleichzeitig kündigte der Bildungsminister an, dass der Umgang mit Unterrichtsausfall transparenter werden soll. "Die Schulen werden den Unterrichtsausfall ab dem kommenden Schuljahr in den Schulporträts detaillierter und differenzierter darstellen." So können Eltern und Schüler dort künftig sowohl Informationen zu Gründen für Unterrichtsausfall - etwa Krankheit, schulorganisatorische Maßnahmen oder elementare Ereignisse - als auch Informationen zu Maßnahmen, mit denen Schulen den Unterrichtsausfall bekämpfen - etwa Nutzung der Vertretungsreserve, Anordnung von Mehrarbeit oder Einsatz von zusätzlichem Personal - abrufen.

Um Schulen bei der Bewältigung von Unterrichtsausfall besser zu unter­stützen, wurde bereits im vergangenen Schuljahr eine "Task Force" im Ministerium eingerichtet, die die Schulen in Einzelfällen berät und gemeinsam mit den Staatlichen Schulämtern nach Lösungen sucht. "Obwohl es uns immer besser gelingt, ausgefallenen Unterricht zu vertreten, wissen wir, dass es an einzelnen Schulen aufgrund von kurzfristigen Krankheitsfällen immer wieder zu unerfreulichem Ausfall von Unterricht kommen kann", so Rupprecht. "Hier brauchen wir kreative Vertretungskonzepte, die schnell und qualifiziert greifen - das Personalkostenbudget ist ein solcher Beitrag dazu."

Im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres konnten 7,4 Prozent des Unterrichts nicht wie vorgesehen erteilt werden. Davon konnte mit einem Anteil von 6,0 Prozent der weit überwiegende Teil vertreten werden, nur 1,4 Prozent fiel ersatzlos aus. In den ersten Halbjahren der vergangenen Schuljahre gab es folgende Vergleichswerte:

2008/09: 7,9 % zur Vertretung angefallen; 6,3 % vertreten; 1,6 % ausgefallen
2007/08: 7,4 % zur Vertretung angefallen; 5,7 % vertreten; 1,7 % ausgefallen
2006/07: 7,3 % zur Vertretung angefallen; 5,2 % vertreten; 2,1 % ausgefallen

Hauptgrund des Ausfalls ist die Erkrankung von Lehrkräften (Schuljahr 2009/10: 72,2 Prozent).
Redaktion 01.03.2010
Potsdam, 01.03.2010 In Brandenburg werden ab sofort wieder gesellschaftlich engagierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für das START-Stipendienprogramm gesucht. Mindestens sechs Stipendienplätze stellt die START-Stiftung - ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung - gGmbH gemeinsam mit vier Partnern für das Schuljahr 2010/11 zur Verfügung.

START in Brandenburg ist eine gemeinsame Bildungsinitiative folgender Partner: Commerzbank-Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Brandenburg (RAA Brandenburg). Bis zum 30. April 2010 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) unter www.start-stiftung.de für die Aufnahme in den nunmehr vierten START-Stipendiatenjahrgang in Brandenburg bewerben.

Ziel von START ist es, Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die gute schulische Leistungen und ein überzeugendes soziales Engagement aufweisen, verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit verbunden bessere Chancen für eine gelungene Integration in unsere Zuwanderungsgesellschaft zu bieten.

"Unser Land braucht Zuwanderer, wenn es sich weiter positiv entwickeln soll", sagt Holger Rupprecht, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. "Mit den START-Stipendien können wir schon heute zeigen, welche Leistungen Kinder aus Zuwandererfamilien erbringen, und einen Beitrag leisten, der auch für sie möglichst große Bildungserfolge möglich macht."

Das Förderprinzip
Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH, erläutert: "Die Ausbildung schulischer und beruflicher Kompetenzen und eine soziale Teilhabe zählen zu den Säulen einer gelungenen Integration. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben hier jedoch häufig schlechtere Ausgangsbedingungen. START möchte diejenigen, die trotz schwieriger Umstände eine hohe Leistungsmotivation und ein ausgeprägtes soziales Engagement zeigen, fördern und motivieren, ihren Weg der Integration weiter zu gehen."

Der Förderumfang
START sieht eine materielle und eine ideelle Förderung der Stipendiaten vor. Die materielle Unterstützung umfasst ein monatliches Bildungsgeld in Höhe von 100 € und einen Laptop mit Internetzugang. Die ideelle Förderung zielt vor allem auf den Zugang zu Themen und Kontakten, die im privaten Rahmen häufig nicht geboten werden können und über das schulische Maß hinausgehen: Neben grundlegenden Bildungsseminaren - z.B. zu den Themen "Demokratie und Partizipation", "Medien in Theorie und Praxis" und "Rhetorik" - können die Stipendiaten Wahlseminare im künstlerisch-kreativen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Bereich belegen. Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung sowie die Vermittlung von Praktika ergänzen das Angebot. Die Stipendiaten profitieren außerdem von einem lebendigen Netzwerk mit anderen Stipendiaten und Alumni. Betreut werden die Stipendiaten in Brandenburg von Karin Wieckhorst, die von der RAA Brandenburg eigens als START-Landeskoordinatorin eingesetzt ist.

Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt, können aber bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert werden. START versteht sich als Bildungsinitiative, die gleichzeitig fördert und fordert. Alfred Roos, Geschäftsführer der RAA Brandenburg, erläutert in Vertretung der START-Partner in Brandenburg: "Mit der Aufnahme in das START-Stipendienprogramm erhalten die Jugendlichen nicht nur besondere Förderimpulse. Spezielle Seminare, Studienfahrten, Besuche kultureller und gesellschaftlicher Einrichtungen, schließlich die Beschreibung und Reflexion ihres weiteren Bildungsweges in Halbjahresberichten fordern weitere Leistungen und Engagement der jungen Menschen heraus."

Der Weg zur Förderung
Zu den Bewerbungsvoraussetzungen für ein START-Stipendium zählen: der Migrationshintergrund der Schüler, ihrer Eltern oder Großeltern, gesellschaftliches Engagement und ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser. Schüler sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung die Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. Die Bewerbung kann online oder per Post erfolgen. Unter www.start-stiftung.de stehen das notwendige Antragsformular sowie weiterführende Informationen bereit.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienprogramm im Jahr 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen rund 100 Kooperationspartner das Programm - Stiftungen aus Deutschland und den USA, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2009/10 werden insgesamt rund 640 Schülerinnen und Schüler aus über 60 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Stipendiaten, die bereits das Abitur abgelegt haben, profitier(t)en 1.000 Stipendiaten von dem Programm. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.

Pressekontakt:
START-Stiftung gGmbH
c/o ICPAHL & GÜTTLER
Silke Güttler
Gluckstr. 27 H
60318 Frankfurt a.M.
Tel.: 0 69-66 12 48 52
Fax: 0 69-66 12 48 53
E-Mail: S.Guettler@icpahl.de


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