DGB NRW unterstützt Förderkonzept für lernbehinderte Jugendliche
Düsseldorf, 04.03.2009 Der DGB NRW begrüßt die Initiative des Arbeitsministers zur Integration von Lernbehinderten in Ausbildung und Arbeit. "Wir haben das Konzept im Ausbildungskonsens gemeinsam mit den Partnern erarbeitet. Die frühzeitige Begleitung durch Lotsen bietet die Möglichkeit, den Anteil der Jugendlichen, die trotz vorhandener Fördermöglichkeiten durch alle Raster fallen, deutlich zu reduzieren", sagte Guntram Schneider, der Vorsitzende des DGB NRW, heute in Düsseldorf. Das Engagement des Arbeitsministers biete zudem die Chance, die Anforderungen für den Umgang mit so genannten Lernbehinderten stärker in in den Focus der Öffentlichkeit zu rücken.
Allerdings müsse das Thema grundsätzlich betrachtet werden. "Das Förderschulsystem ist die letzte Stufe eines viel zu selektiven Schulwesens. Das Ausgrenzen und Aussortieren führt die Jugendlichen häufig in eine Sackgasse." Nur ein Viertel der Lernbehinderten in NRW erreiche einen Hauptschulabschluss. Dabei erfolge die Zuweisung zu dieser Schulform häufig schichtspezifisch; der Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund sei überproportional hoch. "Schüler lernen nicht nur vom Lehrer, sondern auch vom Mitschüler. An den Förderschulen entstehen anreizarme Lernmilieus. Das kann nicht funktionieren", gab der DGB-Vorsitzende zu bedenken. Guntram Schneider verwies auf Artikel 24 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, den auch die Bundesregierung ratifiziert habe. Darin ist vorgesehen, dass Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam zu beschulen sind. Hierzu müsse die Schulministerin ein schlüssiges Konzept vorlegen. Der Gewerkschafter erinnerte daran, dass die Behindertenbeauftragte der Landesregierung Angelika Gemkow (CDU) bereits im Januar gefordert hatte, die Förderschulen zu reduzieren und den gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nichtbehinderten voran zu treiben.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Barbara Hemkes
Pressesprecherin
DGB NRW
Abt. Grundsatz/Presse und Öffentlichkeitsarbeit/Medienpolitik
Friedrich-Ebert-Str. 34 - 38
40210 Düsseldorf
E-Mail barbara.hemkes@dgb.de
Mobil 0151 12628044
Telefon 0211 3683-119 Fax 0211 3683-159
Düsseldorf, 04.03.2009 Der DGB NRW begrüßt die Initiative des Arbeitsministers zur Integration von Lernbehinderten in Ausbildung und Arbeit. "Wir haben das Konzept im Ausbildungskonsens gemeinsam mit den Partnern erarbeitet. Die frühzeitige Begleitung durch Lotsen bietet die Möglichkeit, den Anteil der Jugendlichen, die trotz vorhandener Fördermöglichkeiten durch alle Raster fallen, deutlich zu reduzieren", sagte Guntram Schneider, der Vorsitzende des DGB NRW, heute in Düsseldorf. Das Engagement des Arbeitsministers biete zudem die Chance, die Anforderungen für den Umgang mit so genannten Lernbehinderten stärker in in den Focus der Öffentlichkeit zu rücken.
Allerdings müsse das Thema grundsätzlich betrachtet werden. "Das Förderschulsystem ist die letzte Stufe eines viel zu selektiven Schulwesens. Das Ausgrenzen und Aussortieren führt die Jugendlichen häufig in eine Sackgasse." Nur ein Viertel der Lernbehinderten in NRW erreiche einen Hauptschulabschluss. Dabei erfolge die Zuweisung zu dieser Schulform häufig schichtspezifisch; der Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund sei überproportional hoch. "Schüler lernen nicht nur vom Lehrer, sondern auch vom Mitschüler. An den Förderschulen entstehen anreizarme Lernmilieus. Das kann nicht funktionieren", gab der DGB-Vorsitzende zu bedenken. Guntram Schneider verwies auf Artikel 24 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, den auch die Bundesregierung ratifiziert habe. Darin ist vorgesehen, dass Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam zu beschulen sind. Hierzu müsse die Schulministerin ein schlüssiges Konzept vorlegen. Der Gewerkschafter erinnerte daran, dass die Behindertenbeauftragte der Landesregierung Angelika Gemkow (CDU) bereits im Januar gefordert hatte, die Förderschulen zu reduzieren und den gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nichtbehinderten voran zu treiben.
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Barbara Hemkes
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Kultusminister Dr. Spaenle und Verbandspräsident der bayerischen Bezirke Hölzlein stellen "Gemeinsame Empfehlungen" zu Integrationshelfern an Grund- und Hauptschulen vor
München, 01.12.2008 Der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und der Präsident des Verbandes der bayerischen Bezirke Manfred Hölzlein haben heute in München "Gemeinsame Empfehlungen" zum Einsatz von Integrationshelfern an Grund- und Hauptschulen vorgestellt. Integrationshelfer unterstützen Schülerinnen und Schüler mit Behinderung, die die Regelschule besuchen.
"Mit den erstmals vereinbarten ´Gemeinsamen Empfehlungen´ stärken wir die Einzelintegration von Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung", betonte Kultusminister Dr. Spaenle im Rahmen eines Besuchs der Grundschule an der Ittlingerstraße und der Otto-Steiner-Schule München (Förderzentrum). Er ergänzte: "Die Empfehlungen geben Schulen, Einrichtungen der Sozialhilfe und Erziehungsberechtigten notwendige Informationen an die Hand und sorgen für mehr Transparenz." Wann kann ein Integrationshelfer eingesetzt werden, welche Aufgaben erfüllt er und wer übernimmt die Kosten? Diese und andere Fragen werden beantwortet - eine wichtige Hilfe für die Betroffenen und ein wichtiger Baustein für eine weitere gute Zusammenarbeit zwischen Kultusministerium und Bezirken.
Kultusminister und Verbandspräsident zogen gemeinsam das Fazit: "Es ist wichtig, dass wir zugunsten der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung einen intensiven Dialog auf staatlicher und bezirklicher Ebene führen. Nur gemeinsam können wir Schule so gestalten, dass wir für jedes Kind den richtigen Weg finden und ermöglichen."
Der bayerische Weg heißt "Integration durch Kooperation". Regelschulen und Förderschulen arbeiten in verschiedenen Modellen zusammen, um Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf bestmöglich zu unterstützen.
München, 01.12.2008 Der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und der Präsident des Verbandes der bayerischen Bezirke Manfred Hölzlein haben heute in München "Gemeinsame Empfehlungen" zum Einsatz von Integrationshelfern an Grund- und Hauptschulen vorgestellt. Integrationshelfer unterstützen Schülerinnen und Schüler mit Behinderung, die die Regelschule besuchen.
"Mit den erstmals vereinbarten ´Gemeinsamen Empfehlungen´ stärken wir die Einzelintegration von Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung", betonte Kultusminister Dr. Spaenle im Rahmen eines Besuchs der Grundschule an der Ittlingerstraße und der Otto-Steiner-Schule München (Förderzentrum). Er ergänzte: "Die Empfehlungen geben Schulen, Einrichtungen der Sozialhilfe und Erziehungsberechtigten notwendige Informationen an die Hand und sorgen für mehr Transparenz." Wann kann ein Integrationshelfer eingesetzt werden, welche Aufgaben erfüllt er und wer übernimmt die Kosten? Diese und andere Fragen werden beantwortet - eine wichtige Hilfe für die Betroffenen und ein wichtiger Baustein für eine weitere gute Zusammenarbeit zwischen Kultusministerium und Bezirken.
Kultusminister und Verbandspräsident zogen gemeinsam das Fazit: "Es ist wichtig, dass wir zugunsten der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung einen intensiven Dialog auf staatlicher und bezirklicher Ebene führen. Nur gemeinsam können wir Schule so gestalten, dass wir für jedes Kind den richtigen Weg finden und ermöglichen."
Der bayerische Weg heißt "Integration durch Kooperation". Regelschulen und Förderschulen arbeiten in verschiedenen Modellen zusammen, um Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf bestmöglich zu unterstützen.

