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Redaktion 13.07.2009
Sprachfördercamps in den Ferien - und ich kann einfach mehr!
Berlin, 13.07.2009 Wie können Schülerinnen und Schüler, die mehrsprachig aufwachsen, in der deutschen Sprache so gut gefördert werden, dass sie die sprachlichen Anforderungen in der Sekundarstufe I erfüllen können?

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Die Erfahrungen zeigen, dass selbst junge Menschen mit guten Kenntnissen der Alltagssprache an ihre Leistungsgrenzen stoßen, wenn im Unterricht zunehmend Bildungs- und Fachsprache angewendet wird. Durch die Sommercamps wollen wir die Deutschkenntnisse von Schülerinnen und Schülern, die mehrsprachig aufwachsen, so verbessern, dass sie die sprachlichen Anforderungen in der Oberschule erfüllen und einen höherwertigen Schulabschluss erreichen können."

Das Land Berlin fördert seit 2005 ein Projekt der Stiftung Mercator zur Sprachförderung an 19 Schulen, das Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache durch gezielte Sprachförderung einen höherwertigen Schulabschluss ermöglichen soll.

Für die Sommercamps/Sommerschulen wurden von Frau Prof. Dr. Rösch (Bremer Sprachcamp) drei Sprachkonzepte entwickelt. Ein DaZ Schreibprojekt für die 7./8.Jahrgangsstufe und ein Konzept für den 9./10.Jahrgang Berufsorientierung. Neu ist das erweiterte Sprachkonzept Vorbereitung auf den MSA. Mit dem Schwerpunkt auf die 4. Prüfungskomponente (Präsentation, Fach- und Bildungssprache)

In den Sommerferien 2009 werden mehrere Sprachkurse in Kooperation mit der Stiftung Mercator und Freien Trägern der Jugendarbeit durchgeführt:

Deutsch intensiv lernen Sprachförderung mit kreativen Workshops
Dieses Angebot richtet sich an Grundschüler der 6. Klasse und der Sekundarstufe I 7.-10.Klassenstufe)

10-tägiges sprachbetontes Sommercamps -Schreibwerkstatt/Berufsorientierung, Vorbereitung auf den MSA und Kreativworkshop (Fotoworkshop, Band- und Rapworkshop) - mit der gelben Villa (Kreativ- und Bildungszentrum) in Berlin Kreuzberg

Start: 20.7.09 bis 31.07.09, Kosten 40,00€, Anmeldung 76 76 50 0,
www.die-gelbe-villa.de

Deutschkenntnisse verbessern & aufs Gymnasium vorbereiten
ibbw (Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V.)

8-tägiges Sprachcamp im Kinder-, Jugendzentrum "Naunynritze" in Kreuzberg Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Schüler und Schüler/innen, die auf das Gymnasium wechseln. Sprachförderunterricht und Workshops. Das Camp wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung durchgeführt und aus Mitteln des Landes Berlin und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Start: 19.8.09 bis 28.08.09, Kosten 40,00€; Anmeldung www.ibbw.de/anmeldung/camp-berlin

Es sind noch Plätze frei. Anmeldung beim Träger.

Redaktion 03.07.2009
Minister Müller: "Bildung ist Voraussetzung für Integration"
Erfurt, 03.07.2009 Der Kreis der Thüringer START-Stipendiaten wird zum neuen Schuljahr erneut wachsen: Acht talentierte, leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund werden in das START-Stipendienprogramm aufgenommen und ab dem 1. August 2009 gefördert. Die diesjährigen Stipendiaten kommen aus Syrien, Indien, der Türkei, Vietnam und der Ukraine. Mit ihnen werden insgesamt 20 junge Migranten durch das START-Programm im Freistaat unterstützt. Das teilte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) heute mit.

Kultusminister Müller begrüßt die Förderung: "Gute Bildung ist die Voraussetzung für Erfolg in Schule und Beruf und somit auch für Integration. Daher brauchen gerade Kinder mit Migrationshintergrund unsere Unterstützung. Unverzichtbar sind dabei starke Partner, die mit dem START-Programm begabten und gesellschaftlich engagierten jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bessere Bildungschancen eröffnen. Ich danke allen Beteiligten für das große Engagement."

Das START-Stipendienprogramm will leistungsstarken und gesellschaftlich engagierten Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit verbunden bessere Chancen für eine berufliche Karriere bieten. In Thüringen wurde das Stipendium, das die START-Stiftung gGmbH, die Deutsche Bank Stiftung, die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, das Thüringer Kultusministerium und die WWK Kinderstiftung als gemeinsame Bildungsinitiative anbieten, in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben. Die Stipendiaten profitieren dabei nicht nur von der materiellen Förderung, die aus 100 Euro Bildungsgeld monatlich und einem Laptop mit Internetanschluss besteht. Besonders wertvoll ist bei START die ideelle Förderung der Stipendiaten, die sich aus regionalen und überregionalen Bildungsseminaren zusammensetzt und eine intensive pädagogische Betreuung einschließt. Die Themen der Seminare sind breit gefächert und umfassen die Bereiche Persönlichkeitsbildung, Berufsorientierung, Politik und Gesellschaft, Natur und Technik, Sport, Kunst sowie Musik.
Redaktion 25.05.2009
Kultusminister Ludwig Spaenle beim Startschuss des Projekts "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" der Stiftung Mercator - In München, Regensburg und Augsburg unterrichten Studierende Migrantenkinder
München, 25.05.2009 "Kinder aus Migrantenfamilien werden zusätzlich fachlich und sprachlich gefördert und Studierende sammeln dabei erste Erfahrungen als Lehrkräfte. Sie sind somit beide Gewinner des Mercator-Projekts, eine echte win-win-Situation, die dem Freistaat dient und zu mehr Bildungsgerechtigkeit beiträgt." Dies betonte heute Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle beim Besuch der Münchner Hauptschule am Winthirplatz beim offiziellen Startschuss für das Projekt.

Studierende unterrichten als "Förderlehrer" an der Hauptschule am Winthirplatz sowie an acht weiteren Münchner Schulen. Sie werden dabei durch Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München angeleitet. Die in Essen ansässige Stiftung Mercator stellt bundesweit 10 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. Die drei Standorte in Bayern werden mit rund 500.000 Euro von der Stiftung gefördert, ferner vom Freistaat Bayern und der Stadt München.

"Der Stiftung Mercator ist es wichtig, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Durch die Evaluation des Projekts konnten wir erstmals in einer Studie belegen, dass sich die Leistungen der Förderschüler durch den Förderunterricht deutlich verbessern. Gleichzeitig fühlen sich die Lehramtsstudierenden durch die Unterrichtspraxis besser auf ihren zukünftigen Beruf vorbereitet. Der Erfolg des Konzepts bestärkt uns darin, das Modell "Förderunterricht" weiterzuentwickeln und fortzuführen", erklärt Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.

"Wir müssen die jungen Menschen mit Migrationshintergrund intensiver als bisher fördern", sagte Minister Spaenle. Er verwies dabei auf die zahlreichen Anstrengungen, die der Freistaat zur Sprachförderung der Migrantenkinder leistet. Vorkurse in Kindergärten, Übergangsklassen, Deutschförderklassen und Deutschförderkurse gehören dazu. "Sprache ist für mich der Schlüssel zum Erfolg junger Menschen in Schule, Gesellschaft und Beruf", so der Minister.

"Wir wollen Kindern mit Migrationshintergrund besser gerecht werden"
"Nur mit einer intensiven Sprachförderung und weitergehenden Anstrengungen zur sozialen und kulturellen Integration können wir den Kindern mit Migrationshintergrund besser gerecht werden. Nur so können wir ihre Begabungen besser entwickeln helfen und zugleich den Bedürfnissen unserer Gesellschaft entsprechen", ergänzte der Minister. Mit dem vergleichsweise schlechten Abschneiden von Kindern aus Migrantenfamilien in internationalen Studien zum Bildungserfolg will sich Minister Spaenle nicht abfinden. "Hier besteht Handlungsbedarf."

In München sind Schüler von drei Haupt- und zwei Realschulen sowie vier Gymnasien in das Mercator-Projekt eingebunden. Der Förderunterricht wird darüber hinaus an 27 Schulen in Augsburg und Regensburg umgesetzt. Allein im laufenden Jahr werden rund 220 Schüler mit Migrationshintergrund in Kleingruppen an den Regensburger Schulen von Studierenden sprachlich und fachlich zusätzlich gefördert.

Sprachförderung als ein Teil eines umfassenden Integrationskonzepts
Für Minister Spaenle fügt sich das Projekt "Förderunterricht" der Stiftung Mercator sehr gut in seine Anstrengungen ein, "die Teilhabechancen für Kinder aus Migrantenfamilien deutlich zu erhöhen." Dazu hatte der Minister im März dieses Jahres ein "Gesamtkonzept zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund" vorgelegt. Es umfasst Maßnahmen, Schüler mit Migrationshintergrund in der deutschen Sprache zu fördern und sie beim Übergang in den Ausbildungsmarkt zu begleiten. Mit geeigneten Maßnahmen sollen interkulturelle Kompetenzen aufgebaut, die soziale und kulturelle Integration erleichtert und dabei zu Werten und Demokratie erzogen werden. Auch Islamischer Unterricht für muslimische Kinder im Rahmen eines Modellversuchs gehört zu dem Gesamtkonzept.

Redaktion 08.04.2009
Berlin, 08.04.2009 Zur Forderung der CSU, die Auszahlung des Betreuungsgeldes mit der Teilnahme an Integrationskursen zu verbinden, erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Miriam GRUSS:
Mit seiner Forderung unterstellt der CSU-Politiker Johannes Singhammer ausländischen Familien, sie würden ihre Kinder nicht ausreichend betreuen. Statt die Integration zu fördern, stigmatisiert die CSU diese Familien und ihre Kinder.

Ostern steht zwar vor der Tür, dennoch macht sich Singhammer zu viele Gedanken über ungelegte Eier: Die endgültige Entscheidung für oder gegen das Betreuungsgeld wird erst 2013 gefällt.

Die FDP-Bundestagsfraktion lehnt das Betreuungsgeld seit jeher ab. Wir fordern stattdessen die Einführung von Bildungs- und Betreuungsgutscheinen.

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FDP-Bundestagsfraktion
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Redaktion 02.03.2009
Münster, 02.03.2009 Das Urteil des baden-württembergischen Verwaltungsgerichts, einem Türken wegen Analphabetismus die Einbürgerung zu verweigern, ist nach Aussage des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. problematisch. Wenn der Einbürgerungstest wegen fehlender Lesekenntnisse nicht durchgeführt werden kann, könnten die Fragen vorgelesen werden.

"Analphabetismus allein ist kein hinreichendes Indiz für fehlendes Wissen, schon gar nicht für mangelnde Integrationsbereitschaft", so Peter Hubertus, Geschäftsführer des Verbandes. Die Messlatte zur Einbürgerung werde zudem unverhältnismäßig hoch gelegt, wenn von Migrantinnen und Migranten verlangt wird, "Formulare und sonstige Schriftstücke in deutscher Sprache selbstständig zu lesen und zu verstehen", wie es die Richter fordern. Gerade amtliche Schreiben seien häufig recht schwierig zu verstehen. Die erste PISA-Studie hat nachgewiesen, dass zehn Prozent der getesteten Jugendlichen deutlich niedrige Leseanforderungen nicht bewältigen konnten. Gleichwohl gäbe es immer noch nicht ausreichend viele Alphabetisierungskurse in Deutschland. Besonders intensive Lernmöglichkeiten für Menschen ohne Arbeit fehlen. Informationen über Lese- und Schreibkurse für Erwachsene gibt es – auch anonym – beim Alfa-Telefon unter 0251/53 33 44.

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Peter Hubertus
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Geschäftsstelle
Berliner Platz 8-10
48143 Münster
Tel.: (02 51) 4909960
E-Mail an Peter Hubertus
Redaktion 23.01.2009
Bildungsministerin übergibt Bewilligungsbescheid für Projekt
Kiel, 23.01.2009 Das Land Schleswig-Holstein wird sich auch künftig verstärkt in der Sprachförderung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund engagieren. "Wir tun viel für die Chancengleichheit dieser Kinder, etwa mit unserem Sprachförderkonzept, das schon in den Kitas ansetzt, oder mit dem Programm "Niemanden zurücklassen", das jetzt noch einmal ausgeweitet wird", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (23. Januar) in Kiel bei der Übergabe eines Bewilligungsbescheides für das MERCATOR I-Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund".

Initiiert wurde es bundesweit von der Stiftung Mercator in Essen, die insgesamt 10 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt hat. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Förderunterricht zu einem wesentlichen Bestandteil des Sprachförderangebots entwickelt und wird seit dem laufenden Schuljahr vom Bildungsministerium weitergeführt.

Im Zuge des MERCATOR I-Projekts werden Kinder nichtdeutscher Erstsprache der Sekundarstufe I (5.- 10. Klasse) in allen Bildungsgängen gefördert. Vom Schuljahr 2005/06 bis einschließlich Schuljahr 2007/08 wurde es von der Stiftung Mercator und dem Innenministerium finanziert. "Wir haben diesen Anstoß aufgenommen und werden ihn nun weiterentwickeln, denn Deutschland braucht die Begabungen aller Kinder. Damit ist die Chance verbunden, das Projekt enger mit den schulischen Instrumenten zu verknüpfen, die besonders den Kindern mit Migrationshintergrund das Lernen erleichtern sollen", so Erdsiek-Rave weiter. Hierzu gehöre insbesondere die Arbeit in den landesweit 54 DaZ-Zentren. Die Deutsch-als-Zweitsprache-Zentren sind enge Kooperationen von Schulen, die schulartübergreifend Sprachförderangebote. MERCATOR I wird in diese Netzwerkarbeit eingebunden.

Die Bildungsministerin dankte der Stiftung Mercator und allen Beteiligten, die den Stein für das MERCATOR I-Projekt in Schleswig-Holstein ins Rollen gebracht haben. Träger im nördlichsten Bundesland ist die Landsarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände. An deren Vorsitzenden Georg Falterbaum übergab die Ministerin heute den ersten Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 70.000 Euro rückwirkend zum 1.8.2008. Auch für das Jahr 2009 ist die Finanzierung des Projektes gesichert.

"Wir freuen uns, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und der Stiftung Mercator nun mit dem Bildungsministerium fortsetzen können. Dadurch rückt der Bildungsaspekt des Projektes noch mehr in den Vordergrund", sagte Falterbaum. "Ein Ziel für die Zukunft ist es, die Sprachförderung in der Oberstufe gerade im berufsbildenden Bereich auszubauen."

Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator sagte: "Unser erklärtes Ziel ist es, erfolgreiche Modelle in die Fläche zu tragen Deswegen freuen wir uns sehr über die Entscheidung des Ministeriums, unser Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" weiter fortzusetzen".

Aktuell nehmen mehr als 400 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in 50 Schulen in Schleswig-Holstein außerhalb des Regelunterrichts am Sprachförderunterricht des MERCATOR I-Projektes teil. Der Förderunterricht findet in Kleingruppen von 8-10 Schülern statt und ist kostenfrei. Durchgeführt wird er von derzeit 70 von den Universitäten Kiel und Flensburg fachlich ausgebildeten und begleiteten Studentinnen und Studenten (davon ca. 25 Prozent mit Migrationshintergrund) der Universitäten in Flensburg, Kiel, Hamburg und Lüneburg, sowie der Fachhochschule in Kiel. Der Schwerpunkt der Förderung liegt in der Vermittlung der Unterrichtssprache Deutsch in allen Schulfächern. Die Schülerinnen und Schüler werden pädagogisch betreut und gezielt unterstützt, die Eltern werden beraten. Das Projekt wird in intensiver Kooperation mit den beteiligten Schulen und Migrationsberatungsstellen durchgeführt.

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Pressestelle des Ministeriums für Bildung und Frauen
Sven Runde
Telefon: 0431/988-5805
Fax: 0431/988-5815
Anschrift: Brunswiker Straße 16-22
24105 Kiel
E-Mail: pressestelle@mbf.landsh.de
Redaktion 08.01.2009
Berlin, 08.01.2009(hib/CHE) Der Bundesrat fordert die Einrichtung spezieller Integrationskurse für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Diese sollen parallel Schülern mit Migrationshintergrund angeboten werden, die sich in der letzten Klasse der Haupt-, Real-, oder Förderschule befinden. Ziel soll es sein, neben dem Schulabschluss durch berufsbezogene Sprachförderung und berufsbezogene Informationsbausteine die Ausbildungsfähigkeit dieser Jugendlichen zu verbessern.

In seinem Gesetzentwurf (16/11386) weist der Bundesrat auf die überdurchschnittlich großen Probleme Jugendlicher hin, deren Erstsprache nicht Deutsch ist und die deshalb mit besonderen Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu kämpfen hätten. Eine gezielte und frühzeitige Beratung und Förderung dieser Jugendlichen könne einen wesentlichen Beitrag zu einem erfolgreichen Übergang von der Schule in die Ausbildung leisten, schreibt die Länderkammer. Mit ihrem Gesetzentwurf soll durch eine gezielte Änderung des Aufenthaltsgesetzes und der Integrationskursverordnung die Einrichtung solcher Kurse ermöglicht werden.

Eine Änderung der aufenthaltsrechtlichen Regelungen könne aus Sicht der Bundesregierung dagegen kein geeignetes Mittel sein, um dieses Ziel zu erreichen. In ihrer Stellungnahme zu dem Vorschlag des Bundesrates betont die Regierung, Integrationskurse seien dazu da, die Eingliederungsbemühungen von Ausländern durch ein Grundangebot zur Integration zu unterstützen. Bei der Idee des Bundesrates handele es sich jedoch um eine schulische Maßnahme, die durch die für das allgemein bildende Schulwesen verantwortlichen Bundesländer im Rahmen ihrer Kulturhoheit selbst umzusetzen seien. Dass es sich hier um eine Landeskompetenz handele werde, schreibt die Regierung weiter, auch im Beitrag der Länder zum Nationalen Integrationsplan deutlich. Dort hätten die Länder sich auf die Selbstverpflichtung verständigt, alle Kinder mit Defiziten in der deutschen Sprache besonders zu fördern.

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Pressekontakt:
hib- heute im Bundestag - Aktuell
Herausgeber: Deutscher Bundestag - Parlamentskorrespondenz
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon-Nummer: 030-227-35642, Fax 030-227-36191

Verantwortlich: Saskia Leuenberger
Redaktionsmitglieder: Dr. Bernard Bode, Claudia Heine, Sebastian Hille, Michael Klein, Hans-Jürgen Leersch, Dr. Volker Müller, Monika Pilath, Annette Sach, Bernadette Schweda, Alexander Weinlein, Siegfried F. Wolf.
Redaktion 17.12.2008
Mixopolis bietet Berufsorientierung für Jugendliche mit Migrationshintergrund
Bonn, 17.12.2008 Mit dem neuen Online-Portal "Mixopolis" präsentiert sich ein weiteres Projekt von Schulen ans Netz e. V. auf der virtuellen Bühne. "Mixopolis" will mit seinen Angeboten die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund fördern. Viele Studien belegen, dass die heutigen Jugendlichen ein großes Interesse an der eigenen beruflichen Zukunftsplanung und ihrer Bildungsbiographie haben. Die vorhandenen Kompetenzen der Jugendlichen sollen daher durch Online-Tools gestärkt, ihr Wissen um die Themenfelder Beruf und Ausbildung erweitert werden, um die Integration in Ausbildung, Studium und Gesellschaft zu verbessern. Neben einem reichhaltigen und aktuellen Informationsangebot rund um die Themen Beruf, Gesellschaft und Jugendkultur stehen den Jugendlichen umfangreiche Online-Trainingsangebote zur Verfügung.

Der neue Ansatz des "E-Mentoring" nimmt bei "Mixopolis" einen zentralen Platz ein. Junge und kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner helfen online bei sämtlichen Fragen der Jugendlichen. Die E-Mentoren bieten als Vorbilder für die Zielgruppe ideale Identifikationsbiographien, mit beeindruckenden Erfahrungen in ihren jeweiligen Themenfeldern. "Mixopolis" möchte die Jugendlichen auch durch zahlreiche Mitmach-Angebote im Bereich der Community motivieren. Die Inhalte werden nicht nur redaktionell vorgegeben, sondern richten sich verstärkt nach den Bedürfnissen und Anregungen der Nutzer.

Um das öffentliche Bewusstsein für Fragen der Interkulturalität zu sensibilisieren, agiert das Projekt mit starken Partnern aus Medien, Wirtschaft, der außerschulischen und beruflichen Jugendbildung sowie Akteuren der Migrantenarbeit.

"Mixopolis" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Weitere Informationen: Dr. Kemal Bozay, Projektleitung Mixopolis; Tel. 0170 - 458 39 68 oder kemal.bozay@schulen-ans-netz.de

Redaktion 16.12.2008
Internationaler Tag der Migranten 18.12.2008
Nürnberg, 16.12.2008 Langzeitarbeitslose Menschen mit Migrationshintergrund haben ganz spezielle Vermittlungshemmnisse. Die Hauptursachen sind hier oft mangelnde Deutschkenntnisse oder nichtanerkannte Schul- und Berufsabschlüsse. Für ihren hohen Anteil an Arbeitslosen mit Migrationshintergrund im SGB II hat die ARGE Düsseldorf zusammen mit dem lokalen Caritasverband deshalb das Projekt MOrie (= Migrantenorientierung) ins Leben gerufen. MOrie ist eine Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahme für Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 25 und 55 Jahren.

Die Erfolge von MOrie können sich sehen lassen: Im ersten Bewilligungszeitraum 2006 konnten von 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Das sind ca. 36 Prozent und immerhin 26 Prozent arbeiten jetzt mit mehr als 15 Wochenstunden. Nur 10 haben die Maßnahme damals vorzeitig abgebrochen. 2007 wurden ebenfalls 36 Prozent vermittelt und 2008 waren es bisher ca. 30 Prozent. Und auch wenn die Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht sofort klappt, finden viele Frauen und Männer der Maßnahme im folgenden Jahr einen festen Arbeitsplatz. Die Grundlagen hat das Projekt MOrie gelegt. Enges Coaching und die interkulturelle Kompetenz des eingesetzten Fachpersonals machen das Projekt so erfolgreich.

In drei Phasen werden stabile Zugangsvoraussetzungen für die Integration auf dem Arbeitsmarkt geschaffen: In den ersten 1,5 Monaten werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für zukünftige Aufgaben in der deutschen Sprache, EDV, Bewerbung, Schlüsselqualifikationen etc. qualifiziert. In der zweiten Phase nehmen sie für dreieinhalb Monate eine Beschäftigung auf. Je nach beruflicher Vorbildung kann zwischen Verwaltung, Pflege, Pädagogik, Haustechnik und -wirtschaft gewählt werden. Die dritte Phase ermöglicht über ein einmonatiges Praktikum die Probe aufs Exempel. In 100 Düsseldorfer Unternehmen wird die Möglichkeit geboten, die individuelle Fähigkeit zur Arbeit zu prüfen und sich zu bewähren. Immer wieder erhalten Praktikanten auch gleich einen Arbeitsvertrag, weil ihre Arbeitskraft und Leistungsfähigkeit geschätzt wurde. 30 Absolventen haben bisher sofort nach dem Praktikum einen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag erhalten.

Wer nicht gleich nach der Maßnahme Anschluss findet auf dem Arbeitsmarkt, ist jedoch in der Lage, eine Qualifizierungs- oder Weiterbildungsmaßnahme erfolgreich zu durchlaufen. Mit den entsprechenden Deutschkenntnissen können z.B. erforderliche Bildungsabschlüsse nachgeholt werden.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Redaktion 08.12.2008
Süssmuth: "Einwanderer sind weitaus besser als ihr Ruf"
Bonn, 08.12.2008 Fast 9.000 Einbürgerungsbewerber haben in den Monaten September und Oktober den neu eingeführten Einbürgerungstest an einer Volkshochschule absolviert, davon haben 98% den Test bestanden. "Unsere Zuwanderer kennen sich offenbar in unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung gut aus", kommentiert Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), dieses erfreuliche Ergebnis, "jetzt gilt es, Vorurteile gegenüber Zugewanderten abzubauen und anzuerkennen, dass sie nicht pauschal den bildungs- und gesellschaftsfernen Schichten zugeordnet werden können. Zwar sei davon auszugehen, dass zunächst eher gut integrierte und bildungsnahe Migrantinnen und Migranten den Test abgelegt hätten, dies ändere aber nichts daran, dass sie den wissenschaftlich ausgearbeiteten Test mit Bravour bestanden hätten".

Schätzungsweise 800 Einbürgerungswillige haben sich vor dem Test in 86 Kursen der Volkshochschulen auf die Prüfung vorbereitet. In Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen wurden fast 60% aller Tests durchgeführt.

Über 500 Volkshochschulen sind vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) exklusiv beauftragt worden, den Einbürgerungstest wohnort- und zeitnah durchzuführen. Offenbar wird das Angebot gut angenommen. Bis Ende des Jahres liegen 16.000 weitere Anmeldungen für den Test vor.

Mit den Einbürgerungstests und Einbürgerungskursen setzen die Volkshochschulen ihre bewährte kommunale Bildungsarbeit im Integrationsbereich fort. Seit 2005 haben rund 200.000 Migrantinnen und Migranten an einem Integrationskurs in der Volkshochschule teilgenommen.



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