11. Jahrgangsstufen verlangen Schülern und Lehrern viel ab / Stundenerhöhungen führen zu unzumutbaren Belastung
München, 12.10.2009 Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Vorsitzenden der Gymnasialeltern Bayern e.V., Ulrike Köllner, vor einer Zunahme von Burnout- Symptomen bayerischer Gymnasiasten gewarnt. "Viele Schülerinnen und Schüler sind bereits wenige Wochen nach Schulbeginn erschöpft, müde und ausgebrannt", erklärten beide heute in München. Besonders hart sei der schulische Alltag für die derzeitigen Schüler/innen der 11. Jahrgangsstufen, der erste G8-Jahrgang, der in die Oberstufe eingetreten ist: "Die Anforderungen, die die Oberstufenreform an die jungen Menschen stellt, sind hoch", sagte Köllner. "Jugendliche haben zum Teil bis zu viermal pro Woche erst um 17 Uhr Schulende und müssen häufig nach langen Schulwegen auch noch Hausaufgaben und Unterrichtsvorbereitungen erledigen." Auch Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien stehen unter Druck: "Ihre Arbeitsbedingungen haben sich aufgrund der hohen Schülerzahlen sowie des Mangels an qualifizierten Fachlehrern/innen extrem verschlechtert." Darauf wies der Leiter der Fachgruppe Gymnasium im BLLV, Roland Kirschner, hin.
Bayerische Gymnasiasten elfter Klassen sind mit Schuljahresbeginn in die sog. "Qualifikationsphase", Q11, eingetreten. Zuvor nannte sie sich Kollegstufe. "Hatten die Vorgänger der Q11-Jahrgänge in der Kollegstufe (K12) gut 28 Unterrichtsstunden pro Woche, beläuft sich das Pensum der Schüler/innen, die die neue Qualifikationsphase Q11 besuchen, auf bis zu 38 Stunden", rechnet Kirschner, der selbst eine Q11- Klasse im Fach Mathematik unterrichtet, vor.
Bei den meisten liege die Anzahl der Wochenstunden bei etwa 35 Stunden. Vorgeschrieben seien insgesamt 132 Jahreswochenstunden in den vier Halbjahren - also durchschnittlich 33 pro Halbjahr. "Viele meiner Schülerinnen und Schüler haben dreimal Nachmittagsunterricht, manche auch viermal, von Montag bis Donnerstag, teilweise bis 17 Uhr. Da bleibt nicht viel Zeit für Vor- und Nachbereitung des Unterrichtsstoffes. Zeit für außerschulische Betätigungen wie Sporttreiben oder Engagement in politischen oder sozialen Gruppen wie Umweltschutz oder Jugendarbeit ist kaum noch vorhanden." Als Mathematiklehrer habe er oft ein schlechtes Gewissen, die Schülerinnen und Schüler mit Hausaufgaben zu entlassen: "Die jungen Leute sind nach einem so anstrengenden und langen Schultag einfach platt. Da geht nicht mehr viel. Sie wollen sich ausruhen, sind müde und erschöpft. Viele verbringen fast ihre komplette Freizeit mit der Vorbereitung auf den Unterricht. Das kann auf Dauer krank machen", warnt Kirschner.
Durch die hohe Zahl an verpflichtend zu belegenden Fächern haben die Schüler/innen zudem weniger Möglichkeiten, ihre individuellen Stärken und Interessen in der Oberstufe zu pflegen. "Die dazu eingeführten Projekt- und Wissenschaftsseminare sind jeweils nur mit zwei Stunden pro Woche vorgesehen und liegen aus organisatorischen Gründen meistens am Ende des Nachmittags. Zwei Stunden pro Woche sind für Projektarbeit aber zu wenig", stellte Kirschner fest und merkte an, "dass Schüler und Lehrer deutlich mehr Zeit in diese Fächer investieren müssen. Zeit, die dann für die Vor- und Nachbereitung anderer Fächer nicht mehr zur Verfügung steht."
Köllner wies darauf hin, dass außerunterrichtliche Aktivitäten, häufig die Höhepunkte im Schulleben, aufgrund des extremen Anstiegs der Belastung für die Schüler in Gefahr seien. "So findet beispielsweise am Münchner Pestalozzi-Gymnasium alle zwei Jahre ein großes Oberstufen-Musicalprojekt statt. Doch in diesem Schuljahr ist unter den 43 Schülern, die sich dafür gemeldet haben, ein einziger aus der Q11. Bisher war die 11. Klasse am Pestalozzi- Gymnasium aber die am stärksten vertretene Jahrgangsstufe beim Musical." Die Elternbeiratsvorsitzende und Sprecherin der Gymnasialeltern in Bayern befürchtet: "Vermutlich müssen wir solche Projekte in Zukunft einstampfen."
Schüler und Lehrer brauchen schnell Entlastung, forderten Köllner, Kirschner und Wenzel. "Der Lehrplandruck, die Prüfungsdichte, die hohe Stundenzahl bei gleichzeitig extrem hohen Anforderungen sowie die ständige Leistungsbewertung durch Noten müssen abgebaut werden." Im Mittelpunkt müsse eine neue Qualität des Unterrichts stehen. Ziel muss sein, möglichst vielen jungen Menschen möglichst vielfältige und wertvolle Kompetenzen zu vermitteln. Der Schulalltag sei so zu organisieren, dass es feste Lern- und Freizeitphasen gibt - im Übrigen auch für Lehrerinnen und Lehrer, denn sie sind aufgrund hoher Unterrichts- und Vorbereitungszeiten nicht weniger belastet.
Erneut wiederholte Wenzel daher die BLLV- Forderung, möglichst viele Gymnasien zu rhythmisierten Ganztagsschulen auszubauen. "Gymnasien dürfen nicht von Leistungs- und Prüfungsdruck beherrscht werden, der Schüler und Lehrer krank macht."
München, 12.10.2009 Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Vorsitzenden der Gymnasialeltern Bayern e.V., Ulrike Köllner, vor einer Zunahme von Burnout- Symptomen bayerischer Gymnasiasten gewarnt. "Viele Schülerinnen und Schüler sind bereits wenige Wochen nach Schulbeginn erschöpft, müde und ausgebrannt", erklärten beide heute in München. Besonders hart sei der schulische Alltag für die derzeitigen Schüler/innen der 11. Jahrgangsstufen, der erste G8-Jahrgang, der in die Oberstufe eingetreten ist: "Die Anforderungen, die die Oberstufenreform an die jungen Menschen stellt, sind hoch", sagte Köllner. "Jugendliche haben zum Teil bis zu viermal pro Woche erst um 17 Uhr Schulende und müssen häufig nach langen Schulwegen auch noch Hausaufgaben und Unterrichtsvorbereitungen erledigen." Auch Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien stehen unter Druck: "Ihre Arbeitsbedingungen haben sich aufgrund der hohen Schülerzahlen sowie des Mangels an qualifizierten Fachlehrern/innen extrem verschlechtert." Darauf wies der Leiter der Fachgruppe Gymnasium im BLLV, Roland Kirschner, hin.
Bayerische Gymnasiasten elfter Klassen sind mit Schuljahresbeginn in die sog. "Qualifikationsphase", Q11, eingetreten. Zuvor nannte sie sich Kollegstufe. "Hatten die Vorgänger der Q11-Jahrgänge in der Kollegstufe (K12) gut 28 Unterrichtsstunden pro Woche, beläuft sich das Pensum der Schüler/innen, die die neue Qualifikationsphase Q11 besuchen, auf bis zu 38 Stunden", rechnet Kirschner, der selbst eine Q11- Klasse im Fach Mathematik unterrichtet, vor.
Bei den meisten liege die Anzahl der Wochenstunden bei etwa 35 Stunden. Vorgeschrieben seien insgesamt 132 Jahreswochenstunden in den vier Halbjahren - also durchschnittlich 33 pro Halbjahr. "Viele meiner Schülerinnen und Schüler haben dreimal Nachmittagsunterricht, manche auch viermal, von Montag bis Donnerstag, teilweise bis 17 Uhr. Da bleibt nicht viel Zeit für Vor- und Nachbereitung des Unterrichtsstoffes. Zeit für außerschulische Betätigungen wie Sporttreiben oder Engagement in politischen oder sozialen Gruppen wie Umweltschutz oder Jugendarbeit ist kaum noch vorhanden." Als Mathematiklehrer habe er oft ein schlechtes Gewissen, die Schülerinnen und Schüler mit Hausaufgaben zu entlassen: "Die jungen Leute sind nach einem so anstrengenden und langen Schultag einfach platt. Da geht nicht mehr viel. Sie wollen sich ausruhen, sind müde und erschöpft. Viele verbringen fast ihre komplette Freizeit mit der Vorbereitung auf den Unterricht. Das kann auf Dauer krank machen", warnt Kirschner.
Durch die hohe Zahl an verpflichtend zu belegenden Fächern haben die Schüler/innen zudem weniger Möglichkeiten, ihre individuellen Stärken und Interessen in der Oberstufe zu pflegen. "Die dazu eingeführten Projekt- und Wissenschaftsseminare sind jeweils nur mit zwei Stunden pro Woche vorgesehen und liegen aus organisatorischen Gründen meistens am Ende des Nachmittags. Zwei Stunden pro Woche sind für Projektarbeit aber zu wenig", stellte Kirschner fest und merkte an, "dass Schüler und Lehrer deutlich mehr Zeit in diese Fächer investieren müssen. Zeit, die dann für die Vor- und Nachbereitung anderer Fächer nicht mehr zur Verfügung steht."
Köllner wies darauf hin, dass außerunterrichtliche Aktivitäten, häufig die Höhepunkte im Schulleben, aufgrund des extremen Anstiegs der Belastung für die Schüler in Gefahr seien. "So findet beispielsweise am Münchner Pestalozzi-Gymnasium alle zwei Jahre ein großes Oberstufen-Musicalprojekt statt. Doch in diesem Schuljahr ist unter den 43 Schülern, die sich dafür gemeldet haben, ein einziger aus der Q11. Bisher war die 11. Klasse am Pestalozzi- Gymnasium aber die am stärksten vertretene Jahrgangsstufe beim Musical." Die Elternbeiratsvorsitzende und Sprecherin der Gymnasialeltern in Bayern befürchtet: "Vermutlich müssen wir solche Projekte in Zukunft einstampfen."
Schüler und Lehrer brauchen schnell Entlastung, forderten Köllner, Kirschner und Wenzel. "Der Lehrplandruck, die Prüfungsdichte, die hohe Stundenzahl bei gleichzeitig extrem hohen Anforderungen sowie die ständige Leistungsbewertung durch Noten müssen abgebaut werden." Im Mittelpunkt müsse eine neue Qualität des Unterrichts stehen. Ziel muss sein, möglichst vielen jungen Menschen möglichst vielfältige und wertvolle Kompetenzen zu vermitteln. Der Schulalltag sei so zu organisieren, dass es feste Lern- und Freizeitphasen gibt - im Übrigen auch für Lehrerinnen und Lehrer, denn sie sind aufgrund hoher Unterrichts- und Vorbereitungszeiten nicht weniger belastet.
Erneut wiederholte Wenzel daher die BLLV- Forderung, möglichst viele Gymnasien zu rhythmisierten Ganztagsschulen auszubauen. "Gymnasien dürfen nicht von Leistungs- und Prüfungsdruck beherrscht werden, der Schüler und Lehrer krank macht."
Budget wesentlich erhöht - Kultusministerium weist Einschätzung der LEV zurück
München, 26.05.2009 Die Einschätzung der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV), dass Klassenfahrten am achtjährigen Gymnasium zurückgingen, trifft nicht zu. Dies stellt das Kultusministerium richtig. Fakt ist vor allem: Das Kultusministerium stellt mehr Geld für die Klassenfahrten zur Verfügung.
Dies wurde Gymnasien und Verbänden im Dezember 2008 mitgeteilt. Kritik wurde seither nicht mehr geäußert. Über Anzahl und Dauer von Klassenfahrten entscheiden die Schulen eigenverantwortlich. Der Elternbeirat wirkt hierbei mit. Das Budget, das das Kultusministerium für die Reisekosten der Lehrkräfte bei Klassenfahrten zur Verfügung stellt, wurde seit dem Jahr 2007 mehr als verdoppelt. Für die Jahre 2009 und 2010 steht jedem Gymnasium ein gegenüber 2008 um 40% erhöhtes Budget für die Reisekosten für Schülerwanderungen und Studienfahrten zur Verfügung, so dass auch für zusätzliche Fahrten im Rahmen der parallelen Oberstufen des acht- und neunjährigen Gymnasiums vorgesorgt werden konnte.
München, 26.05.2009 Die Einschätzung der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV), dass Klassenfahrten am achtjährigen Gymnasium zurückgingen, trifft nicht zu. Dies stellt das Kultusministerium richtig. Fakt ist vor allem: Das Kultusministerium stellt mehr Geld für die Klassenfahrten zur Verfügung.
Dies wurde Gymnasien und Verbänden im Dezember 2008 mitgeteilt. Kritik wurde seither nicht mehr geäußert. Über Anzahl und Dauer von Klassenfahrten entscheiden die Schulen eigenverantwortlich. Der Elternbeirat wirkt hierbei mit. Das Budget, das das Kultusministerium für die Reisekosten der Lehrkräfte bei Klassenfahrten zur Verfügung stellt, wurde seit dem Jahr 2007 mehr als verdoppelt. Für die Jahre 2009 und 2010 steht jedem Gymnasium ein gegenüber 2008 um 40% erhöhtes Budget für die Reisekosten für Schülerwanderungen und Studienfahrten zur Verfügung, so dass auch für zusätzliche Fahrten im Rahmen der parallelen Oberstufen des acht- und neunjährigen Gymnasiums vorgesorgt werden konnte.
Düsseldorf, 13.05.2009 In Elternkreisen kursieren Vorstellungen, dass man den einzelnen nordrhein-westfälischen Gymnasien die Wahl zwischen einem 9-jährigen und einem 8-jährigen Bildungsgang ermöglichen solle. Auch die Oppositionsparteien wollen nicht mehr wahrhaben, dass sie vor dieser Legislaturperiode die Schulzeitverkürzung an Gymnasien beschlossen haben. Die SPD-Landesvorsitzende, Hannelore Kraft, kündigt an, das Abitur nach acht Jahren wieder rückgängig machen zu wollen.
Hierzu erklärt der nordrhein-westfälische Philologen-Verband: Wir brauchen eine Optimierung, keine Fragmentarisierung des gymnasialen Bildungsweges! Mit uns wird es keine Aufspaltung der gymnasialen Standards geben, keine Gymnasien 1. und 2. Ordnung und keine Splittung in zwei Gymnasialniveaus!
Gemeinsam mit der Landeselternschaft der Gymnasien, der Rheinischen und der Westfälischen Direktorenvereinigungen sowie dem Schulministerium hat der Philologen-Verband bereits mehrfach bessere pädagogische Rahmenbedingungen zur Umsetzung der gymnasialen Schulzeitverkürzung erreicht.
"Mit der Zersplitterung der Gymnasialstrukturen würde man ein heilloses Organisationschaos provozieren. Wir brauchen eine schrittweise Verbesserung der Begleitmaßnahmen. Hierzu zählen auch mehr Lehrerstellen, da sich de facto an allen Gymnasien die Unterrichtszeiten in den Nachmittag hinein ausgeweitet haben", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes NW.
"Wir werden in Nordrhein-Westfalen keinen Alleingang einer 2-Wege-Schulzeitverkürzung gehen und damit einen Weg, der in keinem anderen Bundesland zur Zeit praktiziert wird."
Den Oppositionsparteien wirft der Philologen-Verband vor, zur Vereinheitlichungspolitik der Sekundarstufe I zurückkehren zu wollen. SPD und GRÜNE sehen darüber hinaus auch die Amputation der gymnasialen Oberstufe auf 2 Jahre vor.
Wir nehmen die Elternsorgen wegen der gewachsenen Schülerbelastung sehr ernst. Keinesfalls will der Philologen-Verband die Bedenken und Ängste wegdiskutieren. Unzweifelhaft müssen noch vorhandene Schwachstellen der Schulzeitverkürzung schrittweise aufgearbeitet werden. Bisher jedenfalls haben die Gymnasien hierbei Hervorragendes ohne Qualitätseinbußen geleistet.
"Das Rad der Geschichte aber lässt sich nicht zurückdrehen, will man nicht einen großen pädagogischen Schaden provozieren!", so Peter Silbernagel.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Klaus Schwung
Pressesprecher
info@phv-nw.de
Hierzu erklärt der nordrhein-westfälische Philologen-Verband: Wir brauchen eine Optimierung, keine Fragmentarisierung des gymnasialen Bildungsweges! Mit uns wird es keine Aufspaltung der gymnasialen Standards geben, keine Gymnasien 1. und 2. Ordnung und keine Splittung in zwei Gymnasialniveaus!
Gemeinsam mit der Landeselternschaft der Gymnasien, der Rheinischen und der Westfälischen Direktorenvereinigungen sowie dem Schulministerium hat der Philologen-Verband bereits mehrfach bessere pädagogische Rahmenbedingungen zur Umsetzung der gymnasialen Schulzeitverkürzung erreicht.
"Mit der Zersplitterung der Gymnasialstrukturen würde man ein heilloses Organisationschaos provozieren. Wir brauchen eine schrittweise Verbesserung der Begleitmaßnahmen. Hierzu zählen auch mehr Lehrerstellen, da sich de facto an allen Gymnasien die Unterrichtszeiten in den Nachmittag hinein ausgeweitet haben", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes NW.
"Wir werden in Nordrhein-Westfalen keinen Alleingang einer 2-Wege-Schulzeitverkürzung gehen und damit einen Weg, der in keinem anderen Bundesland zur Zeit praktiziert wird."
Den Oppositionsparteien wirft der Philologen-Verband vor, zur Vereinheitlichungspolitik der Sekundarstufe I zurückkehren zu wollen. SPD und GRÜNE sehen darüber hinaus auch die Amputation der gymnasialen Oberstufe auf 2 Jahre vor.
Wir nehmen die Elternsorgen wegen der gewachsenen Schülerbelastung sehr ernst. Keinesfalls will der Philologen-Verband die Bedenken und Ängste wegdiskutieren. Unzweifelhaft müssen noch vorhandene Schwachstellen der Schulzeitverkürzung schrittweise aufgearbeitet werden. Bisher jedenfalls haben die Gymnasien hierbei Hervorragendes ohne Qualitätseinbußen geleistet.
"Das Rad der Geschichte aber lässt sich nicht zurückdrehen, will man nicht einen großen pädagogischen Schaden provozieren!", so Peter Silbernagel.
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Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern e.V., Ulrike Köllner, und BLLV-Präsident Klaus Wenzel fordern Entlastung für Schüler, Eltern und Lehrer / Kompetenzerwerb stärken
München, 11.05.2009 Die Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern e.V. (GyB), Ulrike Köllner, und der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, haben in einer gemeinsamen Presseerklärung kritisiert, dass nur 60% aller Schülerinnen und Schüler, die in ein Gymnasium übertreten, das Abitur erreichen. "Häufig sind dafür immense Investitionen für private Nachhilfe erforderlich", beklagten beide. Sie kritisierten auch den einseitig auf Ziffernnoten und Punkte ausgerichteten Lern- und Leistungsbegriff als "nicht mehr zeitgemäß". "Die Schülerinnen und Schüler eignen sich kurz vor einer Prüfung abfragbares Wissen an, um es danach schnell wieder zu vergessen. Im 21. Jahrhundert darf es nicht mehr nur um das bloße Vermitteln von Lernstoff gehen", betonten sie. Die Heranwachsenden müssten stattdessen in die Lage versetzt werden, selbständig Kompetenzen zu erwerben, Qualifikationen auszubauen, Bildung zu leben und zu erleben. "Wir müssen vom Lehren hin zum Lernen, von der Wissensvermittlung zum Kompetenzerwerb kommen."
Die Situation an den bayerischen Gymnasien bezeichneten Köllner und Wenzel als "nach wie vor unbefriedigend". Immer noch werde das Problem völlig überfrachteter Lehrpläne ignoriert. "An den Lehrplaninhalten hat sich wenig geändert, sie wurden nur marginal gekürzt", stellte Köllner fest. Von einer echten Entlastung könne keine Rede sein, Im Gegenteil: "Die Schüler müssen eine extreme Prüfungsdichte bewältigen. Sie hetzen von einer Extemporale und Schulaufgabe zur nächsten, sie versuchen, die Stofffülle irgendwie zu schaffen und finden kaum noch Zeit, das Gelernte zu reflektieren. Jeder, der Kinder auf dem Gymnasium hat, weiß, wie anstrengend der Alltag dort ist. Viele sind nach ein paar Wochen Schule vollkommen ausgepowert. Für Eltern ist es oft schwer, miterleben zu müssen, wie ihre Kinder versuchen zu funktionieren - und doch scheitern, weil sie trotz aller Bemühungen die hohen Hürden nicht schaffen." Der Besuch eines Gymnasiums bedeute für viele Familien nicht nur finanzielle Einbußen, "sondern auch Leid, Frust und vielfach auch Streit", sagte Köllner.
Aus Sicht Wenzels leiden auch viele Gymnasiallehrer/innen unter den vorherrschenden Strukturen: "In den heutigen Massenbetrieben wird es für sie immer schwieriger, zu einzelnen Schülern Beziehungen aufzubauen - obwohl der Lehrerberuf ein Beziehungsberuf ist. Wenn sie pro Vormittag drei bis fünfmal vor einer anderen Klasse stehen, kann das nicht gelingen. Individuelle Lernfortschritte einzelner Schüler können sie kaum noch erfassen. Ich höre auch immer öfter, dass sie es leid sind, die ihnen anvertrauten Schüler wieder aussortieren zu müssen, wenn die Leistungen nicht genügen."
Die GyB-Vorsitzende und Wenzel machten auf die steigenden Kosten aufmerksam, die für den Besuch eines bayerischen Gymnasiums inzwischen erforderlich sind: neben den immensen finanziellen Aufwendungen für die Nachhilfe - "ohne sie geht in vielen Fällen am Gymnasium gar nichts mehr" - kommen noch weitere Ausgaben für den Schulbesuch hinzu: Unterrichtsmaterialien, Klassenfahrten, Exkursionen, Ausstattung für Sportunterricht und vieles mehr. Richtig teuer ist die Ausstattung für den Computer zu Hause. Für ältere Schülerinnen und Schüler unabkömmlich, denn Referate, Facharbeiten und die dafür erforderliche Recherche erfolgt hauptsächlich am PC. "Ein erfolgreiches Abitur wird mehr und mehr zur Frage des Einkommens der Eltern", bemängelte Köllner. Sie schätzt die Kosten für Nachhilfe pro Schüler zwischen 50 und 150 Euro pro Monat.
Gemeinsam mit dem BLLV forderte die GyB- Vorsitzende Staatsregierung und Kultusministerium auf, Fördermöglichkeiten zu schaffen, die Nachhilfe überflüssig machen. Außerdem müssen ausreichend bedarfsgerechte rhythmisierte Ganztagsangebote geschaffen werden, damit die Schüler nach der Schule wirklich frei haben und keine Hausaufgaben erledigen müssen. "Es wird zwar viel darüber gesprochen, Eltern, die einen Ganztagsplatz für ihr Kind suchen, finden jedoch in der Regel keinen, weil das Angebot in Bayern der Nachfrage immer noch meilenweit hinterherhinkt", sagte Köllner. Außerdem müssten die Schülerinnen und Schüler rasch entlastet werden. "In einem ersten Schritt müssen die Lehrpläne neu konzipiert und deutlich verschlankt werden."
Pressekontakt zu dieser Meldung
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
Andrea Schwarz, Pressereferentin
Telefon: (0 89) 72 10 01 - 29
Telefax: (0 89) 72 10 01 - 55
eMail: bllv@bllv.de
Internet: www.bllv.de
München, 11.05.2009 Die Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern e.V. (GyB), Ulrike Köllner, und der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, haben in einer gemeinsamen Presseerklärung kritisiert, dass nur 60% aller Schülerinnen und Schüler, die in ein Gymnasium übertreten, das Abitur erreichen. "Häufig sind dafür immense Investitionen für private Nachhilfe erforderlich", beklagten beide. Sie kritisierten auch den einseitig auf Ziffernnoten und Punkte ausgerichteten Lern- und Leistungsbegriff als "nicht mehr zeitgemäß". "Die Schülerinnen und Schüler eignen sich kurz vor einer Prüfung abfragbares Wissen an, um es danach schnell wieder zu vergessen. Im 21. Jahrhundert darf es nicht mehr nur um das bloße Vermitteln von Lernstoff gehen", betonten sie. Die Heranwachsenden müssten stattdessen in die Lage versetzt werden, selbständig Kompetenzen zu erwerben, Qualifikationen auszubauen, Bildung zu leben und zu erleben. "Wir müssen vom Lehren hin zum Lernen, von der Wissensvermittlung zum Kompetenzerwerb kommen."
Die Situation an den bayerischen Gymnasien bezeichneten Köllner und Wenzel als "nach wie vor unbefriedigend". Immer noch werde das Problem völlig überfrachteter Lehrpläne ignoriert. "An den Lehrplaninhalten hat sich wenig geändert, sie wurden nur marginal gekürzt", stellte Köllner fest. Von einer echten Entlastung könne keine Rede sein, Im Gegenteil: "Die Schüler müssen eine extreme Prüfungsdichte bewältigen. Sie hetzen von einer Extemporale und Schulaufgabe zur nächsten, sie versuchen, die Stofffülle irgendwie zu schaffen und finden kaum noch Zeit, das Gelernte zu reflektieren. Jeder, der Kinder auf dem Gymnasium hat, weiß, wie anstrengend der Alltag dort ist. Viele sind nach ein paar Wochen Schule vollkommen ausgepowert. Für Eltern ist es oft schwer, miterleben zu müssen, wie ihre Kinder versuchen zu funktionieren - und doch scheitern, weil sie trotz aller Bemühungen die hohen Hürden nicht schaffen." Der Besuch eines Gymnasiums bedeute für viele Familien nicht nur finanzielle Einbußen, "sondern auch Leid, Frust und vielfach auch Streit", sagte Köllner.
Aus Sicht Wenzels leiden auch viele Gymnasiallehrer/innen unter den vorherrschenden Strukturen: "In den heutigen Massenbetrieben wird es für sie immer schwieriger, zu einzelnen Schülern Beziehungen aufzubauen - obwohl der Lehrerberuf ein Beziehungsberuf ist. Wenn sie pro Vormittag drei bis fünfmal vor einer anderen Klasse stehen, kann das nicht gelingen. Individuelle Lernfortschritte einzelner Schüler können sie kaum noch erfassen. Ich höre auch immer öfter, dass sie es leid sind, die ihnen anvertrauten Schüler wieder aussortieren zu müssen, wenn die Leistungen nicht genügen."
Die GyB-Vorsitzende und Wenzel machten auf die steigenden Kosten aufmerksam, die für den Besuch eines bayerischen Gymnasiums inzwischen erforderlich sind: neben den immensen finanziellen Aufwendungen für die Nachhilfe - "ohne sie geht in vielen Fällen am Gymnasium gar nichts mehr" - kommen noch weitere Ausgaben für den Schulbesuch hinzu: Unterrichtsmaterialien, Klassenfahrten, Exkursionen, Ausstattung für Sportunterricht und vieles mehr. Richtig teuer ist die Ausstattung für den Computer zu Hause. Für ältere Schülerinnen und Schüler unabkömmlich, denn Referate, Facharbeiten und die dafür erforderliche Recherche erfolgt hauptsächlich am PC. "Ein erfolgreiches Abitur wird mehr und mehr zur Frage des Einkommens der Eltern", bemängelte Köllner. Sie schätzt die Kosten für Nachhilfe pro Schüler zwischen 50 und 150 Euro pro Monat.
Gemeinsam mit dem BLLV forderte die GyB- Vorsitzende Staatsregierung und Kultusministerium auf, Fördermöglichkeiten zu schaffen, die Nachhilfe überflüssig machen. Außerdem müssen ausreichend bedarfsgerechte rhythmisierte Ganztagsangebote geschaffen werden, damit die Schüler nach der Schule wirklich frei haben und keine Hausaufgaben erledigen müssen. "Es wird zwar viel darüber gesprochen, Eltern, die einen Ganztagsplatz für ihr Kind suchen, finden jedoch in der Regel keinen, weil das Angebot in Bayern der Nachfrage immer noch meilenweit hinterherhinkt", sagte Köllner. Außerdem müssten die Schülerinnen und Schüler rasch entlastet werden. "In einem ersten Schritt müssen die Lehrpläne neu konzipiert und deutlich verschlankt werden."
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Artikel:
"Bayerisches Gymnasium macht die Schüler fit für Hochschule, Arbeitswelt und Gesellschaft!"
Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Versammlung der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Forchheim - Gymnasium wertvoller Bildungs- und Lebensraum
Forchheim / München, 23.03.2009 "Das bayerische Gymnasium ist ein wertvoller Bildungs- und Lebensraum, in dem die Lehrkräfte die Schüler fit machen für Hochschule, Arbeitswelt und Gesellschaft." So beschrieb der Bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Mitgliederversammlung der Bayerischen Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien heute in Forchheim die Realität des achtjährigen Gymnasiums. Natürlich gebe es beim achtjährigen Gymnasium auch Probleme, die der Kultusminister aber in einem offenen Dialog mit den Beteiligten angehen.
Für den Kultusminister steht fest: "Beim achtjährigen Gymnasium handelt es sich heute um ein zeitgemäßes Gesamtkonzept". Dieses stärke die Kompetenzen der Schüler in Kernfächern wie Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften sowie Geschichte und Politischer Bildung. Es baue die individuelle Förderung der jungen Leute aus, ermögliche ihnen die Profilbildung und vermittle ihnen eine Ausbildung, die auf die Anforderungen von Hochschule und Arbeitswelt zugeschnitten sei. Dabei spielen das Projektseminar zur Studien- und Berufsorientierung und das wissenschaftspropädeutische Seminar eine zentrale Rolle.
Im achtjährigen Gymnasium könne sich der junge Mensch zu einer Persönlichkeit mit vielfältigen personalen und sozialen Kompetenzen und einem Wertefundament entwickeln, zu einer Person, die solide Kenntnisse und Fertigkeiten in zentralen Wissensgebieten mitbringe. Zum Schuljahr 2009/2010 erreichen die Schüler seines ersten Jahrgangs, also rund 30.000 Jugendliche, die zweijährige Oberstufe.
Mit dem neuen Übertrittsverfahren, das die Elternverantwortung stärkt, und günstigeren Bedingungen für Schüler, die von einer anderen Schulart in die 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums wechseln wollen, erhöhe der Freistaat die Durchlässigkeit. Er eröffne Schülern unabhängig von ihrem familiären Hintergrund zusätzliche Bildungschancen. "Wir wollen allen Kindern, die für das Gymnasium geeignet sind, die Tür in dieses hinein öffnen", so der Minister. Die Ganztagsangebote, die auf der Grundlage des Bildungsgipfels vom 11. Februar ausgebaut werden sollen, erhöhen für ihn die Bildungschancen von Kindern, die eine solche Förderung benötigen. Mit Hilfe der Intensivierungsstunden, für die der Freistaat allein 1.300 Lehrerstellen bereit stelle, würden die Schüler besser individuell gefördert. Entsprechend sei die Wiederholerquote am Gymnasium von 2,7 Prozent im Jahr 2003 auf 1,7 Prozent im Jahr 2008 gesunken - und das bei einer höheren Übertrittsquote von Schülern zum Gymnasium pro Jahrgang, wies der Minister den Vorwurf der zunehmenden Selektion des neuen bayerischen Gymnasiums zurück. "Mit dieser Legende muss endlich Schluss sein", so der Minister abschließend.
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Pressestelle
Salvatorstr. 2
80333 München
Tel. 089/2186-2106
Fax: 089/2186-2881
pressekm@stmuk.bayern.de
Forchheim / München, 23.03.2009 "Das bayerische Gymnasium ist ein wertvoller Bildungs- und Lebensraum, in dem die Lehrkräfte die Schüler fit machen für Hochschule, Arbeitswelt und Gesellschaft." So beschrieb der Bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Mitgliederversammlung der Bayerischen Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien heute in Forchheim die Realität des achtjährigen Gymnasiums. Natürlich gebe es beim achtjährigen Gymnasium auch Probleme, die der Kultusminister aber in einem offenen Dialog mit den Beteiligten angehen.
Für den Kultusminister steht fest: "Beim achtjährigen Gymnasium handelt es sich heute um ein zeitgemäßes Gesamtkonzept". Dieses stärke die Kompetenzen der Schüler in Kernfächern wie Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften sowie Geschichte und Politischer Bildung. Es baue die individuelle Förderung der jungen Leute aus, ermögliche ihnen die Profilbildung und vermittle ihnen eine Ausbildung, die auf die Anforderungen von Hochschule und Arbeitswelt zugeschnitten sei. Dabei spielen das Projektseminar zur Studien- und Berufsorientierung und das wissenschaftspropädeutische Seminar eine zentrale Rolle.
Im achtjährigen Gymnasium könne sich der junge Mensch zu einer Persönlichkeit mit vielfältigen personalen und sozialen Kompetenzen und einem Wertefundament entwickeln, zu einer Person, die solide Kenntnisse und Fertigkeiten in zentralen Wissensgebieten mitbringe. Zum Schuljahr 2009/2010 erreichen die Schüler seines ersten Jahrgangs, also rund 30.000 Jugendliche, die zweijährige Oberstufe.
Mit dem neuen Übertrittsverfahren, das die Elternverantwortung stärkt, und günstigeren Bedingungen für Schüler, die von einer anderen Schulart in die 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums wechseln wollen, erhöhe der Freistaat die Durchlässigkeit. Er eröffne Schülern unabhängig von ihrem familiären Hintergrund zusätzliche Bildungschancen. "Wir wollen allen Kindern, die für das Gymnasium geeignet sind, die Tür in dieses hinein öffnen", so der Minister. Die Ganztagsangebote, die auf der Grundlage des Bildungsgipfels vom 11. Februar ausgebaut werden sollen, erhöhen für ihn die Bildungschancen von Kindern, die eine solche Förderung benötigen. Mit Hilfe der Intensivierungsstunden, für die der Freistaat allein 1.300 Lehrerstellen bereit stelle, würden die Schüler besser individuell gefördert. Entsprechend sei die Wiederholerquote am Gymnasium von 2,7 Prozent im Jahr 2003 auf 1,7 Prozent im Jahr 2008 gesunken - und das bei einer höheren Übertrittsquote von Schülern zum Gymnasium pro Jahrgang, wies der Minister den Vorwurf der zunehmenden Selektion des neuen bayerischen Gymnasiums zurück. "Mit dieser Legende muss endlich Schluss sein", so der Minister abschließend.
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München, 20.02.2009 Acht bayerische Gymnasien haben im Zeitraum von 2005 bis 2008 am Projekt "Zentrum für Schulqualität - Center of Excellence" teilgenommen. Heute hat Bayerns Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber gemeinsam mit Professor Werner Wiater (Universität Augsburg), Ulrich Pokern, Geschäftsführer Klett-Verlag, und Boris Hackl, Geschäftsführer Stiftung Bildungspakt Bayern, die Ergebnisse des Projektes "Zentrum für Schulqualität – Center of Excellence" in München vorgestellt.
"Mit dem Projekt setzen wir ein klares Zeichen für eine Qualitätsentwicklung, die in besonderer Weise dem gymnasialen Bildungsanspruch Rechnung trägt", betonte Kultusstaatssekretär Dr. Huber. Ziel des Projektes ist es, Gymnasien mit hervorragenden methodisch-didaktischen Konzepten auszuzeichnen und zu fördern. Aufgrund der guten Erfahrungen sollen in Zukunft möglichst viele Schulen selbst den Weg der Centers of Excellence beschreiten. "Nun geht es darum, die vielen positiven Erfahrungen, die wir mit den ´Zentren für Schulqualität´ gemacht haben, in die Fläche zu tragen. Wir werden deshalb alle bayerischen Gymnasien dazu aufrufen, sich in Anlehnung an das Projekt "Center of Excellence" fachlich noch stärker zu profilieren ", fügte Staatssekretär Huber hinzu.
Künftig können bayerische Gymnasien somit ein Gütesiegel für die eigene Schule erwerben, zum Beispiel "Gymnasium mit besonderer Förderung im künstlerischen Bereich".
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"Mit dem Projekt setzen wir ein klares Zeichen für eine Qualitätsentwicklung, die in besonderer Weise dem gymnasialen Bildungsanspruch Rechnung trägt", betonte Kultusstaatssekretär Dr. Huber. Ziel des Projektes ist es, Gymnasien mit hervorragenden methodisch-didaktischen Konzepten auszuzeichnen und zu fördern. Aufgrund der guten Erfahrungen sollen in Zukunft möglichst viele Schulen selbst den Weg der Centers of Excellence beschreiten. "Nun geht es darum, die vielen positiven Erfahrungen, die wir mit den ´Zentren für Schulqualität´ gemacht haben, in die Fläche zu tragen. Wir werden deshalb alle bayerischen Gymnasien dazu aufrufen, sich in Anlehnung an das Projekt "Center of Excellence" fachlich noch stärker zu profilieren ", fügte Staatssekretär Huber hinzu.
Künftig können bayerische Gymnasien somit ein Gütesiegel für die eigene Schule erwerben, zum Beispiel "Gymnasium mit besonderer Förderung im künstlerischen Bereich".
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Unterstützung vom Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gegen die Ablehnung der Bildungsministerin
Saarbrücken, 20.02.2009 Die Landeselterninitiative für Bildung hat am 13. Oktober 2008 auf der Grundlage des Saarländischen Informationsfreiheitsgesetzes Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer gebeten, die Ergebnisse aus dem Notenvergleich G8/G9 am Ende des Schuljahres 2007/2008 zur Verfügung zu stellen. Und zwar für jedes Gymnasium die Gesamtdurchschnittsnote für den G 8- und G 9-Jahrgang und für die einzelnen Fächer die Landesdurchschnittsnote des G 8- und G 9-Jahrgangs. Am 3. Dezember 2008 ging die Ablehnung ein, mit der Begründung des Ministeriums, dass es Zahlen im Einzelnen nicht weitergeben könne, da dies Rückschlüsse auf Einzelkurse, Lehrer und Schüler zuließe und damit das Datenschutzgesetz verletzt würde.
Das Informationsfreiheitsgesetz gewährt, so die Begründung, "einen allgemeinen Anspruch auf Informationszugang" und kommt somit dem "Wunsch der Menschen nach mehr Mitsprache, mehr Transparenz und mehr bürgerschaftlicher Kontrolle des Verwaltungshandelns" nach. Und weiter die Begründung: Der Anspruch auf Informationszugang "ist geeignet, die aktive und kritische Beteiligung an der Entwicklung unseres Gemeinwesens zu fördern ... Mit dieser Entwicklung geht ein gewandeltes Staats- und Verwaltungsverständnis einher, nach dem der Staat dem Mensch nicht mehr ausschließlich autoritär, sondern zunehmend konsensorientiert gegenübertritt".
Wir waren der Auffassung, dass Datenschutzinteressen nicht verletzt würden, wenn uns Durchschnittsnoten eines Jahrgangs mitgeteilt würden. Deshalb haben wir den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Roland Lorenz, eingeschaltet. Herr Lorenz hat am 20. Januar 2009 dem Ministerium geschrieben, die begehrten Informationen seien lediglich und unzweifelhaft statistische Ergebnisse der Auswertung von Zeugnissen. Und weiter: "Der Notenvergleich G8/G9 wurde erstellt, um durch eine Detailbetrachtung eventuelle Schwachstellen aufzudecken und gezielt Unterstützung anzubieten. Die Daten wurden somit aus verwaltungstechnischen Gründen erhoben, um von Seiten des Bildungsministeriums steuernd eingreifen und auf Befürchtungen betroffener Schüler und Eltern reagieren zu können. Ich bitte daher, dem Antragsteller die gewünschten Informationen zukommen zu lassen und mich entsprechend zu informieren." Der Brief des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit ist im Anhang beigefügt.
Bis heute hat das Ministerium die Informationen nicht herausgegeben, deshalb haben wir inzwischen Widerspruch eingelegt.
Auch nicht akzeptabel ist für uns, dass die Ministerin die für die Zukunft der Schüler und die Bewertung der Erfahrungen mit dem G 8 entscheidenden Abiturnoten der beiden Jahrgänge nicht mehr vergleichen lassen will.
Die Landeselterninitiative für Bildung ist an den Unterlagen aus verschiedenen Gründen interessiert:
a) Die Schüler des Doppelabiturjahrganges G8/G9 gaben bei der Anfang Dezember 2008 vorgestellten Befragung der LEV Gymnasien folgende Durchschnittsnoten an: G8 - 2,64 (740 Schüler des G8); G9 - 2,47 (941 Schüler des G9). Das ist ein Fünftel Note im 6er-System und genau der Unterschied zwischen Abitur mit 2 oder 3. Die Angaben des Ministeriums zum Notenvergleich in einer Pressemitteilung vom Oktober 2008 lauteten, die Differenz läge bei einem Neuntel im 15er-System.
b) Uns interessiert, an welchen Gymnasien der Unterschied groß ist, denn wir wollen sehen, ob dort tatsächlich Fördermaßnahmen ergriffen wurden.
c) Uns interessiert, wie denn der Notenunterschied in den sog. Kernfächern aussieht. Z.B. in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Deutsch und Fremdsprache. Die Befragung der LEV Gymnasien hat ja einen hohen Nachhilfebedarf der G8-Schüler ergeben, und dort in Mathe, Englisch und Chemie.
d) Wir wollen die Ergebnisse kennen, um mit beurteilen zu können, wenn das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (Berlin) in seinem Gutachten zu den Erfahrungen mit dem G8 im Saarland die schulische Situation der G 8-Schüler bewertet. Dieses Gutachten liegt dem Ministerium inzwischen vor. Wir haben gefordert, dass es veröffentlicht und auch uns nach dem Informationsfreiheitsgesetz komplett zur Verfügung gestellt wird.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Bernhard Strube
Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung e.V.
Fasanenweg 3a
66129 Saarbrücken
Telefon: 06805 21010
Handy: 0163 2819959
Bernhard.Strube@t-online.de
Saarbrücken, 20.02.2009 Die Landeselterninitiative für Bildung hat am 13. Oktober 2008 auf der Grundlage des Saarländischen Informationsfreiheitsgesetzes Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer gebeten, die Ergebnisse aus dem Notenvergleich G8/G9 am Ende des Schuljahres 2007/2008 zur Verfügung zu stellen. Und zwar für jedes Gymnasium die Gesamtdurchschnittsnote für den G 8- und G 9-Jahrgang und für die einzelnen Fächer die Landesdurchschnittsnote des G 8- und G 9-Jahrgangs. Am 3. Dezember 2008 ging die Ablehnung ein, mit der Begründung des Ministeriums, dass es Zahlen im Einzelnen nicht weitergeben könne, da dies Rückschlüsse auf Einzelkurse, Lehrer und Schüler zuließe und damit das Datenschutzgesetz verletzt würde.
Das Informationsfreiheitsgesetz gewährt, so die Begründung, "einen allgemeinen Anspruch auf Informationszugang" und kommt somit dem "Wunsch der Menschen nach mehr Mitsprache, mehr Transparenz und mehr bürgerschaftlicher Kontrolle des Verwaltungshandelns" nach. Und weiter die Begründung: Der Anspruch auf Informationszugang "ist geeignet, die aktive und kritische Beteiligung an der Entwicklung unseres Gemeinwesens zu fördern ... Mit dieser Entwicklung geht ein gewandeltes Staats- und Verwaltungsverständnis einher, nach dem der Staat dem Mensch nicht mehr ausschließlich autoritär, sondern zunehmend konsensorientiert gegenübertritt".
Wir waren der Auffassung, dass Datenschutzinteressen nicht verletzt würden, wenn uns Durchschnittsnoten eines Jahrgangs mitgeteilt würden. Deshalb haben wir den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Roland Lorenz, eingeschaltet. Herr Lorenz hat am 20. Januar 2009 dem Ministerium geschrieben, die begehrten Informationen seien lediglich und unzweifelhaft statistische Ergebnisse der Auswertung von Zeugnissen. Und weiter: "Der Notenvergleich G8/G9 wurde erstellt, um durch eine Detailbetrachtung eventuelle Schwachstellen aufzudecken und gezielt Unterstützung anzubieten. Die Daten wurden somit aus verwaltungstechnischen Gründen erhoben, um von Seiten des Bildungsministeriums steuernd eingreifen und auf Befürchtungen betroffener Schüler und Eltern reagieren zu können. Ich bitte daher, dem Antragsteller die gewünschten Informationen zukommen zu lassen und mich entsprechend zu informieren." Der Brief des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit ist im Anhang beigefügt.
Bis heute hat das Ministerium die Informationen nicht herausgegeben, deshalb haben wir inzwischen Widerspruch eingelegt.
Auch nicht akzeptabel ist für uns, dass die Ministerin die für die Zukunft der Schüler und die Bewertung der Erfahrungen mit dem G 8 entscheidenden Abiturnoten der beiden Jahrgänge nicht mehr vergleichen lassen will.
Die Landeselterninitiative für Bildung ist an den Unterlagen aus verschiedenen Gründen interessiert:
a) Die Schüler des Doppelabiturjahrganges G8/G9 gaben bei der Anfang Dezember 2008 vorgestellten Befragung der LEV Gymnasien folgende Durchschnittsnoten an: G8 - 2,64 (740 Schüler des G8); G9 - 2,47 (941 Schüler des G9). Das ist ein Fünftel Note im 6er-System und genau der Unterschied zwischen Abitur mit 2 oder 3. Die Angaben des Ministeriums zum Notenvergleich in einer Pressemitteilung vom Oktober 2008 lauteten, die Differenz läge bei einem Neuntel im 15er-System.
b) Uns interessiert, an welchen Gymnasien der Unterschied groß ist, denn wir wollen sehen, ob dort tatsächlich Fördermaßnahmen ergriffen wurden.
c) Uns interessiert, wie denn der Notenunterschied in den sog. Kernfächern aussieht. Z.B. in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Deutsch und Fremdsprache. Die Befragung der LEV Gymnasien hat ja einen hohen Nachhilfebedarf der G8-Schüler ergeben, und dort in Mathe, Englisch und Chemie.
d) Wir wollen die Ergebnisse kennen, um mit beurteilen zu können, wenn das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (Berlin) in seinem Gutachten zu den Erfahrungen mit dem G8 im Saarland die schulische Situation der G 8-Schüler bewertet. Dieses Gutachten liegt dem Ministerium inzwischen vor. Wir haben gefordert, dass es veröffentlicht und auch uns nach dem Informationsfreiheitsgesetz komplett zur Verfügung gestellt wird.
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Bernhard Strube
Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung e.V.
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66129 Saarbrücken
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Handy: 0163 2819959
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Verständigung auf weitere sinnvolle Begleitmaßnahmen
Düsseldorf, 12.02.2009 Genau ein Jahr nach ihrer ersten Gesprächsrunde zur Umsetzung der Schulzeitverkürzung in Nordrhein-Westfalen trafen der Philologen-Verband, die Landeselternschaft der Gymnasien, die Rheinische und Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung sowie der Staatssekretär des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und weitere Vertreter des Ministeriums erneut zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen.
Erfreut bilanzierten die Teilnehmer, dass die damaligen Absprachen zügig umgesetzt wurden. Hierzu zählen u.a. die organisatorischen Regelungen des Nachmittagsunterrichts und die Verteilung der Förderstunden, Vorgaben zu Klassenarbeiten und Hausaufgaben, die Erstellung von "Musterlehrplänen" und neue Schulbuchkonzeptionen sowie die Vorgaben zur Mittagspause und der Wunsch nach Ausweitung von Ganztagsschulangeboten bei den Gymnasien.
Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer begrüßten grundsätzlich die Vorgaben, da sie den organisatorischen und pädagogischen Erfordernissen entsprachen. Dabei verkennt keiner, dass der Umsetzungsprozess nicht "automatisch" abläuft. Reibungsverluste sowie schwierige Konstellationen an einzelnen Schulen sind nach wie vor vorhanden.
Wenn auch die Umsetzung der Schulzeitverkürzung insgesamt von einer größeren Gelassenheit geprägt ist, so sind sich doch alle Gesprächspartner darin einig, dass weitere notwendige Unterstützungsmaßnahmen erforderlich sind. Insbesondere ist die Belastungssituation für die Schülerinnen und Schüler nach wie vor ernst zu nehmen. Mit weiteren praktischen Verbesserungen bei der Umsetzung lassen sich Sorgen und Verunsicherungen deutlich reduzieren. Diesem Ziel sind alle Teilnehmer der "G8-Runde" verpflichtet.
Sie verständigen sich daher auf folgende weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen:
Uneingeschränkt stehen alle Gesprächsteilnehmer zur Grundsatzentscheidung für das 8-jährige Gymnasium. Kategorisch werden Bestrebungen abgelehnt, die Leitentscheidung für die einzelnen Gymnasien freizugeben oder an der Einzelschule alternativ unterschiedlich lange Bildungswege parallel einzurichten. Dies führe nicht nur zu einer Vielzahl neuer organisatorischer Probleme sondern provoziere auch die Einschätzung, dass es Gymnasien erster und zweiter Ordnung gebe. Verwischungen und Vermischungen klarer struktureller Vorgaben lösen keine Probleme - vielmehr schaffen sie neue.
Die Schnittstelle des Englischunterrichts in der Grundschule im Übergang zu den weiterführenden Schulen kann noch optimiert werden. Das Ministerium sagt eine Überprüfung der Kompetenzerwartungen für die Grundschulen zu. Mit der Präzisierung der Anforderungen werden die recht unterschiedlichen Ausgangssituationen eingeschränkt und die Weiterführung der Sprache wird produktiver.
Regionale Maßnahmen zur Qualifikationserweiterung sollen Probleme des Übergangs von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen fachspezifisch stärker als bisher in den Blick nehmen. Dabei sollen die Zusammenarbeit und der Dialog von Englisch-Lehrkräften aus Grundschulen und weiterführenden Schulen ausgeweitet und systematisch vernetzt werden. Bei Fortbildungsveranstaltungen für Teilnehmer aus Grundschulen und weiterführenden Schulen könnten gemeinsam erarbeitete Unterrichtssequenzen thematische Abstimmungserfordernisse unterstützen. Diesem Ziel kann auch die Ermöglichung gegenseitiger Unterrichtsbesuche dienen.
Das Erlernen der zweiten Fremdsprache stellt für viele Kinder eine besondere Leistungsherausforderung dar. Die Förderstunden der Schule sollen hier verstärkt eingesetzt werden. Ebenso verständigen sich die Gesprächsteilnehmer darauf, dass Unterstützungsmaßnahmen gezielt Probleme aufnehmen, die sich vor allem beim Fach Französisch zeigen. Den Eltern sollten intensivere Informationen zu den Fremdsprachen zukommen. Mit Verlagen soll konkret verhandelt werden, die Unterrichtsmaterialentwicklung für die zweite Fremdsprache mehr als bisher auf jüngere Schülerinnen und Schüler abzustimmen.
Betont wird, dass auch bei bilingualen Bildungsgängen die vorgegebenen Grenzwerte bei der Stundentafel nicht überschritten werden dürfen. Die Ausweitung des Stundenvolumens infolge des bilingualen Zweiges darf keine unzulässige Kumulation durch die gleichzeitige Inanspruchnahme von Förderstunden erfahren.
Mit mehreren Broschüren und Informationsschriften über das Konzept und über die Struktur der Schulzeitverkürzung sollen alle Betroffenen noch intensiver als bisher informiert werden.
In Handreichungen werden die häufig gestellten Fragen und Problemstellungen genannt und entsprechend beantwortet.
Es besteht die Erwartung, dass die Mittel aus dem Konjunkturpaket II für den Bildungsbereich (ca. 1,4 Mrd. Euro) insbesondere zur Umsetzung von notwendigen Investitionen bei der Ganztagsoffensive genutzt werden.
Modelle und Anregungen zur organisatorischen Umsetzung von Ganztagskonzepten an Gymnasien sollen publiziert werden.
Über die Erstellung von "Musterlehrplänen" hinaus sollen zur Unterstützung der unterrichtlichen Arbeit Hilfestellungen zur Umsetzung der Kernlehrpläne gegeben werden. Dabei wird Wert darauf gelegt, deutlich zu machen, dass sich die Konzentration und Straffung des Unterrichtsstoffes in einem schulzeitverkürztem Gymnasium letztlich auf alle Jahrgangsstufen bezieht.
U.a. soll dies auch Gegenstand in Schulleiterbesprechungen sein. Eine effiziente Verzahnung der Arbeit der Fachberater mit den Mitgliedern von Kompetenzteams soll ebenso diesem Anliegen Rechnung tragen.
Mit der Ausweitung der Stundentafel ergeben sich Veränderungen bei der Hausaufgaben-Praxis.
Die Gesprächsteilnehmer empfehlen, sich wegen der Ausweitung der Stundentafel an allen Schulformen mit allen Beteiligten und vor allem in den Fachkonferenzen über den Umfang der Hausaufgaben und ihre Einbindung in den Unterricht konstruktiv und transparent auszutauschen.
Probleme des fachspezifischen Lehrerbedarfs stellen an Gymnasien eine große Herausforderung dar. Das Land wird weiterhin alles unternehmen, um diesem Problem zu begegnen. Landeselternschaft, Direktorenvereinigungen und Philologen-Verband anerkennen die diesbezüglichen Anstrengungen der Landesregierung.
Die Gesprächsteilnehmer vereinbaren die Fortsetzung der Gesprächsrunde.
gez. Gabriela Custodis Landeselternschaft der Gymnasien
gez. Konrad Großmann Rheinische Direktorenvereinigung
gez. Dr. Luise Berg-Ehlers Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung
gez. Peter Silbernagel Philologen-Verband NW
Gemeinsame Presseerklärung von:
Landeselternschaft der Gymnasien in NW e.V., Vorsitzende: Gabriela Custodis, Karlstraße 14, 40210 Düsseldorf
Rheinische Direktorenvereinigung, Friedrich-Rückert-Gymn., Vorsitzender: Konrad Großmann, Rückertstr. 6, 40470 Düsseldorf
Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung, Vorsitzende: Dr. Luise Berg-Ehlers, Graf-Engelbert-Schule, Königsallee 77/79, 44789 Bochum
Philologen-Verband NW, Vorsitzender: Peter Silbernagel, Graf-Adolf-Str. 84, 40210 Düsseldorf
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Klaus Schwung
Pressesprecher
info@phv-nw.de
Düsseldorf, 12.02.2009 Genau ein Jahr nach ihrer ersten Gesprächsrunde zur Umsetzung der Schulzeitverkürzung in Nordrhein-Westfalen trafen der Philologen-Verband, die Landeselternschaft der Gymnasien, die Rheinische und Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung sowie der Staatssekretär des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und weitere Vertreter des Ministeriums erneut zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen.
Erfreut bilanzierten die Teilnehmer, dass die damaligen Absprachen zügig umgesetzt wurden. Hierzu zählen u.a. die organisatorischen Regelungen des Nachmittagsunterrichts und die Verteilung der Förderstunden, Vorgaben zu Klassenarbeiten und Hausaufgaben, die Erstellung von "Musterlehrplänen" und neue Schulbuchkonzeptionen sowie die Vorgaben zur Mittagspause und der Wunsch nach Ausweitung von Ganztagsschulangeboten bei den Gymnasien.
Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer begrüßten grundsätzlich die Vorgaben, da sie den organisatorischen und pädagogischen Erfordernissen entsprachen. Dabei verkennt keiner, dass der Umsetzungsprozess nicht "automatisch" abläuft. Reibungsverluste sowie schwierige Konstellationen an einzelnen Schulen sind nach wie vor vorhanden.
Wenn auch die Umsetzung der Schulzeitverkürzung insgesamt von einer größeren Gelassenheit geprägt ist, so sind sich doch alle Gesprächspartner darin einig, dass weitere notwendige Unterstützungsmaßnahmen erforderlich sind. Insbesondere ist die Belastungssituation für die Schülerinnen und Schüler nach wie vor ernst zu nehmen. Mit weiteren praktischen Verbesserungen bei der Umsetzung lassen sich Sorgen und Verunsicherungen deutlich reduzieren. Diesem Ziel sind alle Teilnehmer der "G8-Runde" verpflichtet.
Sie verständigen sich daher auf folgende weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen:
Uneingeschränkt stehen alle Gesprächsteilnehmer zur Grundsatzentscheidung für das 8-jährige Gymnasium. Kategorisch werden Bestrebungen abgelehnt, die Leitentscheidung für die einzelnen Gymnasien freizugeben oder an der Einzelschule alternativ unterschiedlich lange Bildungswege parallel einzurichten. Dies führe nicht nur zu einer Vielzahl neuer organisatorischer Probleme sondern provoziere auch die Einschätzung, dass es Gymnasien erster und zweiter Ordnung gebe. Verwischungen und Vermischungen klarer struktureller Vorgaben lösen keine Probleme - vielmehr schaffen sie neue.
Die Schnittstelle des Englischunterrichts in der Grundschule im Übergang zu den weiterführenden Schulen kann noch optimiert werden. Das Ministerium sagt eine Überprüfung der Kompetenzerwartungen für die Grundschulen zu. Mit der Präzisierung der Anforderungen werden die recht unterschiedlichen Ausgangssituationen eingeschränkt und die Weiterführung der Sprache wird produktiver.
Regionale Maßnahmen zur Qualifikationserweiterung sollen Probleme des Übergangs von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen fachspezifisch stärker als bisher in den Blick nehmen. Dabei sollen die Zusammenarbeit und der Dialog von Englisch-Lehrkräften aus Grundschulen und weiterführenden Schulen ausgeweitet und systematisch vernetzt werden. Bei Fortbildungsveranstaltungen für Teilnehmer aus Grundschulen und weiterführenden Schulen könnten gemeinsam erarbeitete Unterrichtssequenzen thematische Abstimmungserfordernisse unterstützen. Diesem Ziel kann auch die Ermöglichung gegenseitiger Unterrichtsbesuche dienen.
Das Erlernen der zweiten Fremdsprache stellt für viele Kinder eine besondere Leistungsherausforderung dar. Die Förderstunden der Schule sollen hier verstärkt eingesetzt werden. Ebenso verständigen sich die Gesprächsteilnehmer darauf, dass Unterstützungsmaßnahmen gezielt Probleme aufnehmen, die sich vor allem beim Fach Französisch zeigen. Den Eltern sollten intensivere Informationen zu den Fremdsprachen zukommen. Mit Verlagen soll konkret verhandelt werden, die Unterrichtsmaterialentwicklung für die zweite Fremdsprache mehr als bisher auf jüngere Schülerinnen und Schüler abzustimmen.
Betont wird, dass auch bei bilingualen Bildungsgängen die vorgegebenen Grenzwerte bei der Stundentafel nicht überschritten werden dürfen. Die Ausweitung des Stundenvolumens infolge des bilingualen Zweiges darf keine unzulässige Kumulation durch die gleichzeitige Inanspruchnahme von Förderstunden erfahren.
Mit mehreren Broschüren und Informationsschriften über das Konzept und über die Struktur der Schulzeitverkürzung sollen alle Betroffenen noch intensiver als bisher informiert werden.
In Handreichungen werden die häufig gestellten Fragen und Problemstellungen genannt und entsprechend beantwortet.
Es besteht die Erwartung, dass die Mittel aus dem Konjunkturpaket II für den Bildungsbereich (ca. 1,4 Mrd. Euro) insbesondere zur Umsetzung von notwendigen Investitionen bei der Ganztagsoffensive genutzt werden.
Modelle und Anregungen zur organisatorischen Umsetzung von Ganztagskonzepten an Gymnasien sollen publiziert werden.
Über die Erstellung von "Musterlehrplänen" hinaus sollen zur Unterstützung der unterrichtlichen Arbeit Hilfestellungen zur Umsetzung der Kernlehrpläne gegeben werden. Dabei wird Wert darauf gelegt, deutlich zu machen, dass sich die Konzentration und Straffung des Unterrichtsstoffes in einem schulzeitverkürztem Gymnasium letztlich auf alle Jahrgangsstufen bezieht.
U.a. soll dies auch Gegenstand in Schulleiterbesprechungen sein. Eine effiziente Verzahnung der Arbeit der Fachberater mit den Mitgliedern von Kompetenzteams soll ebenso diesem Anliegen Rechnung tragen.
Mit der Ausweitung der Stundentafel ergeben sich Veränderungen bei der Hausaufgaben-Praxis.
Die Gesprächsteilnehmer empfehlen, sich wegen der Ausweitung der Stundentafel an allen Schulformen mit allen Beteiligten und vor allem in den Fachkonferenzen über den Umfang der Hausaufgaben und ihre Einbindung in den Unterricht konstruktiv und transparent auszutauschen.
Probleme des fachspezifischen Lehrerbedarfs stellen an Gymnasien eine große Herausforderung dar. Das Land wird weiterhin alles unternehmen, um diesem Problem zu begegnen. Landeselternschaft, Direktorenvereinigungen und Philologen-Verband anerkennen die diesbezüglichen Anstrengungen der Landesregierung.
Die Gesprächsteilnehmer vereinbaren die Fortsetzung der Gesprächsrunde.
gez. Gabriela Custodis Landeselternschaft der Gymnasien
gez. Konrad Großmann Rheinische Direktorenvereinigung
gez. Dr. Luise Berg-Ehlers Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung
gez. Peter Silbernagel Philologen-Verband NW
Gemeinsame Presseerklärung von:
Landeselternschaft der Gymnasien in NW e.V., Vorsitzende: Gabriela Custodis, Karlstraße 14, 40210 Düsseldorf
Rheinische Direktorenvereinigung, Friedrich-Rückert-Gymn., Vorsitzender: Konrad Großmann, Rückertstr. 6, 40470 Düsseldorf
Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung, Vorsitzende: Dr. Luise Berg-Ehlers, Graf-Engelbert-Schule, Königsallee 77/79, 44789 Bochum
Philologen-Verband NW, Vorsitzender: Peter Silbernagel, Graf-Adolf-Str. 84, 40210 Düsseldorf
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Erster zusätzlicher Studienseminarstandort liegt in der Südpfalz
Mainz, 30.01.2009 Die Ausbildungskapazitäten für angehende Gymnasiallehrerinnen und -lehrer werden beginnend mit dem neuen Schuljahr ab 1. August 2009 ausgeweitet. Der erste von insgesamt drei geplanten neuen Seminarstandorten soll die Region Südpfalz abdecken. Er wird als Teildienststelle des Studienseminars Speyer voraussichtlich in Landau angesiedelt. Das teilte Bildungsministerin Doris Ahnen jetzt mit.
"Mit diesem Schritt, dem zu den nächsten Schulhalbjahresterminen weitere zwei Seminarstandorte in der Nordhälfte des Landes folgen werden, macht das Land deutlich, dass es die Verpflichtung zu einer qualitativ hochwertigen Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sehr ernst nimmt und die Ausbildungsmöglichkeiten weiter ausbaut. Wir brauchen trotz zurückgehender Schülerzahlen auch in Zukunft ständig junge, kompetente Lehrerinnen und Lehrer", unterstrich die Ministerin. Erfreulicherweise habe die Zahl der Lehramtsstudierenden in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren insgesamt und auch in besonderen Bedarfsfächern stetig zugenommen. Parallel dazu seien die Seminarkapazitäten kontinuierlich erweitert worden. So sei allein die Zahl der Plätze in den gymnasialen Studienseminaren seit dem Jahr 2000 um 242 auf 645 Plätze gestiegen. Hinzu komme die umfangreiche Ausbildung der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger.
Mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts hatte der Landtag beschlossen, in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 120 Seminarplätze für künftige Gymnasiallehrkräfte neu zu schaffen.
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Pressesprecher
Michael Au
Telefon: 06131-162829
E-Mail: michael.au(at)mbwjk.rlp.de
Wolf-Jürgen Karle
Telefon: 06131-164597
E-Mail: wolf-juergen.karle(at)mbwjk.rlp.de
Pressestelle
Telefax: 06131-162957
E-Mail: presse(at)mbwjk.rlp.de
Mainz, 30.01.2009 Die Ausbildungskapazitäten für angehende Gymnasiallehrerinnen und -lehrer werden beginnend mit dem neuen Schuljahr ab 1. August 2009 ausgeweitet. Der erste von insgesamt drei geplanten neuen Seminarstandorten soll die Region Südpfalz abdecken. Er wird als Teildienststelle des Studienseminars Speyer voraussichtlich in Landau angesiedelt. Das teilte Bildungsministerin Doris Ahnen jetzt mit.
"Mit diesem Schritt, dem zu den nächsten Schulhalbjahresterminen weitere zwei Seminarstandorte in der Nordhälfte des Landes folgen werden, macht das Land deutlich, dass es die Verpflichtung zu einer qualitativ hochwertigen Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sehr ernst nimmt und die Ausbildungsmöglichkeiten weiter ausbaut. Wir brauchen trotz zurückgehender Schülerzahlen auch in Zukunft ständig junge, kompetente Lehrerinnen und Lehrer", unterstrich die Ministerin. Erfreulicherweise habe die Zahl der Lehramtsstudierenden in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren insgesamt und auch in besonderen Bedarfsfächern stetig zugenommen. Parallel dazu seien die Seminarkapazitäten kontinuierlich erweitert worden. So sei allein die Zahl der Plätze in den gymnasialen Studienseminaren seit dem Jahr 2000 um 242 auf 645 Plätze gestiegen. Hinzu komme die umfangreiche Ausbildung der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger.
Mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts hatte der Landtag beschlossen, in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 120 Seminarplätze für künftige Gymnasiallehrkräfte neu zu schaffen.
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Kultusminister Dr. Spaenle verwehrt sich gegen Pauschalkritik am achtjährigen Gymnasium - Kultusminister wertet aber Initiative zur Lehrerbildung der TU positiv
München, 04.12.2008 Das Bayerische Kultusministerium hat die Vorwürfe, die heute der Präsident der Technischen Universität, Prof. Wolfgang A. Herrmann, im Münchner Merkur zum bayerischen Gymnasium geäußert hat, zurückgewiesen.
Das bayerische Gymnasium in der achtjährigen Form ist an Qualität, Allgemeinbildung und Leistung orientiert und zugleich kind- und jugendgerecht. Die Schüler erlangen am Gymnasium auf dieser Grundlage eine vertiefte Allgemeinbildung und die Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten. "Die Konzeption des achtjährigen Gymnasiums braucht Ruhe und Entwicklungsraum, kein Gemäkel in Schlagworten", so Minister Spaenle. Gerade die neue Oberstufe verstärkt die Brücke zu Hochschule und Arbeitswelt, ermöglicht aber zugleich, dass Schüler ihre Talente ausbauen.
Im Frühjahr wurde das bayerische Gymnasium auf der Grundlage der Erfahrungen von Eltern, Lehrkräften, Gymnasialdirektoren, aber auch Eingaben von Fachkonferenzen und Schülern weiter entwickelt. Die Ergebnisse waren eine maßvolle Reduzierung der Inhalte des Lehrplans, eine moderate Absenkung der verpflichtenden Stunden und schulorganisatorische Maßnahmen. Diese Konzeption wurde von Vertretern der Elternschaft, der Philologen und der Direktoren gemeinsam angenommen.
"Pauschalkritik birgt die Gefahr, die Schüler, die jetzt in die Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums eintreten, und ihre Eltern verunsichern. Dies ist verantwortungslos." Minister Spaenles Botschaft ist eindeutig: "Das bayerische Gymnasium ist ein verlässliches Qualitätsmodell." Das setzt kontinuierliche Weiterentwicklung voraus. "Schüler und Eltern können sich auf solide Rahmenbedingungen auf dem Weg zum Abitur auch im achtjährigen Gymnasium verlassen", unterstrich Kultusminister Spaenle. Das Kultusministerium begrüßt die Anstrengungen der TU München in der Lehrerausbildung.
Die Fakten sind selbstredend: Minister Dr. Ludwig Spaenle, der fünf Jahre dem Hochschulausschuss des Landtags vorstand, muss hier nicht auf den Tisch hauen, wie es Prof. Hermann fordert. Vielmehr geht es ihm darum, das Gymnasium auf einer stabilen Grundlage sinnvoll weiter zu entwickeln und dabei die Vermittlung von Kompetenzen weiter zu stärken.
München, 04.12.2008 Das Bayerische Kultusministerium hat die Vorwürfe, die heute der Präsident der Technischen Universität, Prof. Wolfgang A. Herrmann, im Münchner Merkur zum bayerischen Gymnasium geäußert hat, zurückgewiesen.
Das bayerische Gymnasium in der achtjährigen Form ist an Qualität, Allgemeinbildung und Leistung orientiert und zugleich kind- und jugendgerecht. Die Schüler erlangen am Gymnasium auf dieser Grundlage eine vertiefte Allgemeinbildung und die Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten. "Die Konzeption des achtjährigen Gymnasiums braucht Ruhe und Entwicklungsraum, kein Gemäkel in Schlagworten", so Minister Spaenle. Gerade die neue Oberstufe verstärkt die Brücke zu Hochschule und Arbeitswelt, ermöglicht aber zugleich, dass Schüler ihre Talente ausbauen.
Im Frühjahr wurde das bayerische Gymnasium auf der Grundlage der Erfahrungen von Eltern, Lehrkräften, Gymnasialdirektoren, aber auch Eingaben von Fachkonferenzen und Schülern weiter entwickelt. Die Ergebnisse waren eine maßvolle Reduzierung der Inhalte des Lehrplans, eine moderate Absenkung der verpflichtenden Stunden und schulorganisatorische Maßnahmen. Diese Konzeption wurde von Vertretern der Elternschaft, der Philologen und der Direktoren gemeinsam angenommen.
"Pauschalkritik birgt die Gefahr, die Schüler, die jetzt in die Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums eintreten, und ihre Eltern verunsichern. Dies ist verantwortungslos." Minister Spaenles Botschaft ist eindeutig: "Das bayerische Gymnasium ist ein verlässliches Qualitätsmodell." Das setzt kontinuierliche Weiterentwicklung voraus. "Schüler und Eltern können sich auf solide Rahmenbedingungen auf dem Weg zum Abitur auch im achtjährigen Gymnasium verlassen", unterstrich Kultusminister Spaenle. Das Kultusministerium begrüßt die Anstrengungen der TU München in der Lehrerausbildung.
Die Fakten sind selbstredend: Minister Dr. Ludwig Spaenle, der fünf Jahre dem Hochschulausschuss des Landtags vorstand, muss hier nicht auf den Tisch hauen, wie es Prof. Hermann fordert. Vielmehr geht es ihm darum, das Gymnasium auf einer stabilen Grundlage sinnvoll weiter zu entwickeln und dabei die Vermittlung von Kompetenzen weiter zu stärken.

