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Redaktion 18.08.2010
Berlin, 18.08.2010 Die Bundesregierung will mit dem Bundesprogramm "Lokale Bildungsbündnisse" Kinder fördern, die von Bildungsarmut bedroht sind. Das schreibt sie in ihrer Antwort (17/2730) auf eine Kleine Anfrage (17/2607) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Qualitätsverbesserung im Bildungswesen.

Die Bundesregierung will mit dem Bundesprogramm "Lokale Bildungsbündnisse" Kinder fördern, die von Bildungsarmut bedroht sind. Das schreibt sie in ihrer Antwort (17/2730) auf eine Kleine Anfrage (17/2607) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Qualitätsverbesserung im Bildungswesen. Das Bundesprogramm befände sich derzeit in der Phase der Konzeptionierung und Planung, heißt es darin. Die Bundesmittel sollten für zusätzliche außerschulische Bildungsmaßnahmen zur individuellen Förderung von Kindern im Grundschulalter verwendet werden.

Weiterhin berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort unter anderem, dass das Familienministerium im Rahmen der Qualifizierungsoffensive für Deutschland "Aufstieg durch Bildung" ein Programm zur Stärkung der außerschulischen Jugendbildung und der Jugendsozialarbeit plane. Es werde voraussichtlich im Jahr 2013 beginnen.

Im Bundesarbeitsministerium würden derzeit zudem Konzepte für eigenständige Kinderregelbedarfe und gesonderte Leistungen zur Deckung bildungs- und teilhabespezifischer Bedarfe von Kindern und Jugendlichen entwickelt.

Hinsichtlich des geplanten nationalen Stipendienprogramms schreibt die Bundesregierung, dass sie mit dem Regierungsentwurf für den Haushalt 2011 Vorsorge getroffen habe, um ein erfolgreiches Anlaufen des Programms zu gewährleisten.

Der Koalitionsvertrag für die 17. Wahlperiode sehe außerdem Maßnahmen zu besseren Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen und Qualifikationen vor. So solle für den Zuständigkeitsbereich des Bundes ein Rechtsanspruch auf ein Verfahren verankert werden, in dem geprüft wird, ob und in welchem Maße im Ausland erworbene Abschlüsse und Qualifikationen deutschen Ausbildungen entsprechen.
Redaktion 19.07.2010
Berlin, 19.07.2010 Zu dem erfolgreichen Volksentscheid gegen die Einführung der Primarschule in Hamburg hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem Sprecher der Elterninitiative, Dr. Walter Scheuerl, herzlich gratuliert. "Das ist ein phantastisches Votum für den Erhalt eines leistungsfähigen Gymnasiums, das in dieser Klarheit mit fast 60 Prozent Zustimmung für die Vorlage der Bürgerinitiative nicht erwartet werden konnte", sagte der Verbandsvorsitzende.

Meidinger erinnerte daran, dass eine Viertelmillion an Steuermitteln in die Gegenkampagne des Senats geflossen und das Hamburger Straßenbild in den letzten Wochen von den großformatigen Plakaten der Reformbefürworter geprägt gewesen sei. "Vom Hamburger Bürgervotum geht ein Signal für ganz Deutschland und an alle Landesregierungen aus, endlich von sinnlosen, teuren und unnützen Strukturreformen die Finger zu lassen und sich auf Steigerung der Unterrichtsqualität, intensive Frühförderung, mehr Ganztagsschulen und bessere pädagogische Rahmenbedingungen zu konzentrieren. Es gibt in Deutschland keine gesellschaftliche Mehrheit für ein sogenanntes 'längeres gemeinsames Lernen', dessen Nutzen überdies von allen renommierten empirischen Bildungsforschern bezweifelt wird. Bereits bei der großen Allensbach-Umfrage zum Reformbedarf an deutschen Schulen im Frühjahr standen die Forderungen nach kleinen Klassen und weniger Unterrichtsausfall bei den Befragten ganz oben, die Forderungen nach einer Verlängerung der Grundschulzeit aber weit hinten. Die Bildungspolitik sollte sich endlich an den Wünschen der Bevölkerungsmehrheit orientieren!", betonte Meidinger.

Der DPhV-Vorsitzende betrachtet den Volksentscheid nicht nur als Misstrauensvotum gegenüber dem Senat, sondern gegenüber dem Gebaren der gesamten Hamburger Legislative, die sich mit ihrem früheren einstimmigen Beschluss für die Primarschule offensichtlich sehr weit von dem entfernt habe, was die Bürgerinnen und Bürger vor Ort empfänden und anstrebten. Er betonte: "Es ist höchste Zeit für eine dauerhafte Absage aller im Parlament vertretenen Hamburger Parteien an eine ideologiegeleitete Bildungs- und Schulpolitik, wie sie in den letzten beiden Jahren die Schulbehörde von Senatorin Christa Goetsch betrieben hat. Die Lehre für andere Bundesländer lautet: Die Bevölkerungsmehrheit akzeptiert es nicht, wenn zugunsten nicht belegter Wirkungen einer längeren Grundschulzeit die erfolgreichste Schulart Deutschlands, das Gymnasium, schrittweise geschwächt und kaputt gemacht werden soll." Meidinger kündigte an, dass der Philologenverband mithilfe breiter Bündnisse sich nun verstärkt darauf konzentrieren werde, im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Thüringen die Benachteiligung und Schwächung von Gymnasien und die Verlängerung von Grundschulzeiten zu verhindern.

Ausgehend vom Hamburger Volksentscheid stellte er die Forderung auf, dass die Bildungspolitik in allen Bundesländern in den nächsten 10 Jahren auf umstrittene, überflüssige Struktureingriffe, die auf keinen breiten gesellschaftlichen Konsens stießen, verzichten und sich auf die nach PISA 2000 von der Kultusministerkonferenz vereinbarten Handlungsfelder konzentrieren solle.

Die Kritik an der angeblich zu geringen Wahlbeteiligung beim Volksentscheid wies Meidinger zurück: "Die Wahlbeteiligung war so hoch wie bei der letzten Europawahl. Angesichts der Tatsache, dass in Hamburg Urlaubszeit ist und nur 20 Prozent der Wahlberechtigten schulpflichtige Kinder haben, von denen wiederum nur ein Teil direkt betroffen gewesen wäre, sind 40 Prozent Wahlbeteiligung ein sehr guter Wert. Es ist toll, dass es der Initiative gelungen ist, eine echte Bürgerbewegung der Basis zu werden und so viele Hamburger für dieses wichtige Thema zu interessieren und zu mobilisieren! Jetzt gibt es die Chance für Hamburg, aber auch für andere Bundesländer, einen dauerhaften Schulfrieden zu bekommen, dazu gehört auch, Schulen, Lehrer und Schüler endlich in Ruhe ihre Arbeit machen zu lassen. "
Redaktion 25.03.2010
München, 25.03.2010 Der SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann fordert den Stopp der sogenannten Gelenkklassen an bayerischen Schulen. Sie sollen nach dem Willen der Staatsregierung den Druck vor dem Übertritt in weiterführende Schulen verringern.

Aus der Sicht Pfaffmanns ist dies nicht der Fall, sondern vielmehr das Gegenteil: "Damit treiben CSU und FDP die Selektion von Schülerinnen und Schülern auf die Spitze, jetzt wird Druck von der dritten bis in die fünfte Klasse gemacht", so Pfaffmann nach einem Bericht des Kultusministeriums heute im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags.

Künftig sollen Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, die im Zwischenzeugnis der fünften Jahrgangsstufe mindestens einen Notendurchschnitt von 2,33 haben, in den Genuss einer besonderen Förderung kommen. Die anderen Schüler nicht. Auch in der Realschule soll es ein solches Selektionsverfahren geben. Aus Sicht des SPD-Bildungssprechers ist dies "pädagogischer Irrsinn, der sofort gestoppt werden muss". "Das einzige, was wirklich hilft, ist eine längere gemeinsame Schulzeit mit mehr individueller Förderung für alle. Das ist der bessere, weil kindgerechte Weg", so Pfaffmann.

bayernspd-landtag.de
Redaktion 21.12.2009
Landesbezirk Südbaden / Freiburg, 21.12.2009 "Ein wirklicher Aufbruch in der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungspolitik in Europa ist nicht zu erkennen. Hatten sich die Staats- und Regierungschefs vor zehn Jahren nicht vorgenommen, Europa zum innovativsten, wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum zu machen?", sagte Bundespräsident Köhler anlässlich der diesjährigen Verleihung des Karlspreises in Aachen am heutigen Sonntag.

Damit, so Ekkehard Gabriel, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) in Südbaden, stelle sich nach Roman Herzog mit seiner "Ruck-Rede" im Jahre 1997 zum zweiten Mal ein Bundespräsident an die Seite derer, die berechtigterweise deutliche Verbesserungen für den Bereich Bildung fordern.

Der VBE verkenne nicht, dass Kultusminister Helmut Rau und große Teile des Landeskabinetts sowie der Landtagsabgeordneten die aller-drastischten Einschnitte bei der Bildungspolitik verhindern. Dennoch könne sich ein Berufsverband wie der VBE weitere Verbesserungen in der Bildungslandschaft vorstellen. Noch immer sei es mit Klassengrößen von bis zu 32 Schülerinnen und Schülern den Lehrkräften kaum möglich, die unterschiedlichsten Charaktere in einer Klasse ausreichend und gleichzeitig zu fördern. Auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz für Lehrkräfte erführe durch kleinere Klassen eine deutliche Verbesserung.

Gabriel: "Ein Aufbruch in der Bildungslandschaft Baden-Württembergs bedeutet auch, den Schulen mehr Personal zur Verfügung zu stellen. Berufs- und Sonderschulen sind seit Jahren sträflich unterversorgt. In den anderen Schularten werden die Lehrkräfte am unterst möglichen Level ausgerichtet, so dass jede Abwesenheit einer Lehrkraft die Schulverwaltung vor teilweise unlösbare Probleme stellt. Wenn dann entstehende Versorgungslöcher mit nicht pädagogisch ausgebildetem Personal gestopft werden, hört für den VBE der Spaß auf", stellt Gabriel fest. Die hohe Anzahl der Krankheitsverträge schon zu Beginn eines Schuljahres lasse vermuten, dass die knappe Einstellungsrate ein hausgemachtes Sparprogramm sind. Mit dem Ansinnen von Köhlers Rede in Aachen sei das nicht in Einklang zu bringen, ist Gabriel überzeugt. Er forderte die in der Bildungspolitik Verantwortlichen auf, im Sinne des Bundespräsidenten umzudenken.

Redaktion 21.09.2009
Berlin, 21.09.2009 "Lediglich Bildungs-Feuerwerke zünden die Parteien derzeit im Wahlkampf", kritisiert VBE- Bundesvorsitzender Udo Beckmann. "Die höchste Staatsverschuldung aller Zeiten und die beschlossene Schuldenbremse lassen befürchten, dass nach der Wahl nur Nebel übrigbleibt." Von keiner Partei gebe es ein positives Signal, die Finanzierung von Bildung als Investition in die Haushalte einzustufen, erinnert Beckmann. "Die vor einem knappen Jahr ausgerufene Bildungsrepublik Deutschland ist zurzeit nicht substantieller als eine Fata Morgana."

Beckmann bekräftigt: "Der VBE erwartet, dass in Bildung ohne Wenn und Aber investiert wird. Bund und Länder haben durch die Föderalismusreform die Verantwortung bekommen, die sie wollten. Nun erwarten wir, dass sie sie endlich wahrnehmen." Die gegenwärtige Krise bedrohe weltweit den Bildungsbereich, so Beckmann. "Deshalb steht der diesjährige Weltlehrertag am 5. Oktober unter dem Motto ´Zukunft gestalten: Jetzt in Bildung investieren!`"

"Familien und Bildungseinrichtungen brauchen unter anderem die Sicherheit, dass für Schulbücher, Kinder- und Jugendzeitschriften, Bücher, Fahrscheine und Eintrittskarten weiterhin der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gilt. Auf keinen Fall darf es zur Abschaffung der ermäßigten Mehrwertsteuer kommen", betont der VBE-Bundesvorsitzende.
Redaktion 05.09.2009
"Mit mehreren Fünfen aufzusteigen wäre eine krasse Fehlinvestition"
Bonn, 04.09.2009 Der Deutsche Lehrerverband (DL) hat die Forderung nach einer gänzlichen Abschaffung des Sitzenbleibens mit Entschiedenheit zurückgewiesen.

Verbandspräsident Josef Kraus sagte dazu:
"Das Problem des Sitzenbleibens und dessen Kosten werden maßlos überschätzt. Die sogenannte Durchfallerquote kann zwar durchaus halbiert werden, wenn man nämlich den Schulen zusätzliche Förderstunden zur Verfügung stellt. Für Schüler aber, die am Ende des Schuljahres in mehreren Kernfächern mangelhafte Leistungen haben, wäre ein Aufstieg in die nächsthöhere Klasse eine krasse Fehlinvestition. Für diese Schüler ist das Wiederholen einer Klasse eine Chance zur Konsolidierung oder auch Impuls zur Korrektur der gesamten Schullaufbahn. Würde das Sitzenbleiben gänzlich abgeschafft, würde im übrigen ein noch größerer Anteil von Schülern sich überhaupt nicht mehr anstrengen wollen, und das Leistungsniveau würde in vielen Klassen sinken."
Redaktion 23.07.2009
Kabinett verabschiedet Bericht zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Berlin, 22.07.2009 "Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode deutliche Impulse gesetzt, um Bildung für nachhaltige Entwicklung fester im Bildungssystem zu verankern", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Berlin. Anlass war der 3. Bericht der Bundesregierung zur "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung", den das Kabinett am Mittwoch verabschiedet hat.

"Bildung für nachhaltige Entwicklung" - was ist das? Im Kern geht es darum, allen Menschen Bildungschancen zu eröffnen und es ihnen zu ermöglichen, sich Wissen, Werte und Verhaltensweisen anzueignen, die für eine zukunftsfähige Gesellschaft erforderlich sind. Wichtige Aspekte dabei sind der verantwortungsbewusste Umgang mit unserer Umwelt, Biodiversität, Klimawandel, Energie, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Der Bericht zeigt, dass in allen Bereichen des Bildungssystems Richtlinien und Empfehlungen zur Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung existieren. Zudem gibt es inzwischen fast Tausend gute Praxisbeispiele. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass eine systematische Etablierung im gesamten Bildungssystem weiter voranschreitet und die Bildungsqualität steigt.

"In den nächsten Jahren ist es sowohl national wie auch international wichtig, eine noch größere Sichtbarkeit von Bildung für nachhaltige Entwicklung zu erreichen", sagte Schavan. "Dafür müssen der Austausch zwischen den beteiligten Staaten weiter intensiviert und auch Beispiele guter Praxis stärker öffentlich gemacht werden."

Zugleich sei es notwendig, noch differenziertere Informationen über die Wirkungsweise von Bildung für nachhaltige Entwicklung zu erhalten. Darüber hinaus sei es erforderlich, mehr über den Transfer von Wissen über nachhaltige Entwicklung sowohl bei den Lehrenden als auch bei den Lernenden zu erfahren. Bildungsforschung - auch in internationaler Vernetzung - ist hierfür ein geeignetes Instrument.

Ein wichtiger Bezugspunkt für das BMBF ist die gleichnamige Dekade der Vereinten Nationen (2005 bis 2014). Ein Höhepunkt der Dekade war die gemeinsam von der UNESCO und dem BMBF im Frühjahr 2009 in Bonn veranstaltete "Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Weitere Informationen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung finden Sie auf dem Internetportal www.bne-portal.de, das das BMBF gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission eigens für die UN-Dekade eingerichtet hat.

Redaktion 02.03.2009
Einzigartige Partnerschaft von Bund, Kommunen und Stiftungen zeigt erste Erfolge/ 60 Millionen Euro für bessere Bildung in den Kommunen
Berlin, 02.03.2009 "Viele Kreise und Städte haben erkannt, dass Bildung ein entscheidender Standortfaktor ist", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Andreas Storm, MdB, am Montag in Frankfurt. "In den Kommunen durchlaufen die Menschen ihre Bildungsbiographie - von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Weiterbildung. Wir fördern deshalb Projekte, in denen aufeinander abgestimmte Bildungsangebote das lebensbegleitende 'Lernen vor Ort' weiterentwickeln - zum praktischen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger."

Das Programm "Lernen vor Ort" ist ein zentraler Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung, die unter dem Motto "Aufstieg durch Bildung" Bildungsangebote innovationsbereiter Kommunen drei bis fünf Jahre lang fördert. Dafür stellen das BMBF und der Europäische Sozialfonds 60 Millionen Euro zur Verfügung. Ein aus etwa 30 Stiftungen bestehender und eigens gegründeter Stiftungsverbund unterstützt die Kommunen durch Patenschaften. Die Stiftungen stellen ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus erfolgreichen Modellprojekten zur Verfügung, aktivieren das bürgerschaftliche Engagement und stärken die öffentlich-private Kooperation vor Ort.

"Die gemeinsame Initiative des Bundesbildungsministeriums und deutscher Stiftungen ist bereits jetzt sehr erfolgreich, denn es haben sich 150 Standorte aus 15 Bundesländern mit bemerkenswerten Ideenskizzen an der Ausschreibung beteiligt. Dies entspricht einem guten Drittel aller bundesdeutschen Kreise und kreisfreien Städte", so Storm anlässlich der Informations- und Beratungsveranstaltung für diese Kommunen.

Von den eingegangenen Projektskizzen hat die Jury in einem ersten Auswahlschritt 59 Kommunen ausgewählt, die nun bis Anfang Mai Förderanträge ausarbeiten sollen. Bei diesen 59 Kommunen handelt es sich um 33 Kreise und 26 Städte aus den 15 beteiligten Bundesländern. 18 Kommunen liegen in den neuen Ländern und 41 Standorte in den alten Ländern. Großstädte sind ebenso vertreten wie kleine und mittlere Kommunen in Ballungszentren sowie in ländlichen Regionen.

Die Jury wird Anfang Juni 2009 etwa 30 Kommunen für eine Förderung bestimmen. Voraussetzung für die Unterstützung der Einzelprojekte ist die Zustimmung des jeweiligen Sitzlandes. Ab September 2009 werden die Kommunen zunächst für eine Laufzeit von drei Jahren ihre Projekte starten. Besonders erfolgreiche und transferfähige Vorhaben sollen anschließend für zwei Jahre verlängert werden.

Weitere Informationen zum Programm "Lernen vor Ort" finden Sie unter www.lernen-vor-ort.info/

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Pressereferat
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Telefon: (0 18 88) 57 - 50 50
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Redaktion 30.01.2009
Lichterketten in 19 Städten - GEW unterstützt Elterninitiativen für bessere Bildung
Stuttgart, 30.01.2009 Heute Abend protestieren in 19 Städten Baden-Württembergs Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen mit Lichterketten für kleinere Klassen und bessere Förderung von Kindern und Jugendlichen.

"Bis zu fünf Prozent Unterrichtsausfall sind im selbst ernannten Kinderland Baden-Württemberg ein Skandal. Die CDU/FDP-Landesregierung ist mit dem Versprechen angetreten, die Lernbedingungen zu verbessern. Stattdessen erleben Eltern täglich, dass ihre Kinder früher vor der Haustüre stehen, weil ausfallender Unterricht nicht vertreten werden kann", sagte am Freitag (30.01) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Außerdem fällt an Gymnasien, Beruflichen Schulen und Sonderschulen ganzjährig Pflichtunterricht aus.

Die GEW unterstützt die Elternproteste für bessere Bildung und Chancen¬gleichheit in zahlreichen Städten Baden-Württembergs. "Dieser gemeinsame Druck auf Politiker/innen ist Voraussetzung für eine bessere finanzielle und personelle Versorgung aller Schulen", sagte Moritz.

Proteste der Initiative "Schule mit Zukunft" sind in Aalen, Bopfingen, Bruchsal, Esslingen, Freiburg, Göppingen, Heidelberg, Heilbronn, Herrenberg, Konstanz, Kornwestheim, Mannheim, Münsingen, Rastatt, Ravensburg, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart, Tübingen und Waiblingen geplant.

Internetportal Unterrichtsversorgung: www.gew-bw.de
Internetseite der Elternproteste: www.schule-mit-zukunft.com

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Pressestelle - Matthias Schneider
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Internet: www.gew-bw.de
Redaktion 20.01.2009
GEW: Schulsystem auf neue Füße stellen
Stuttgart, 20.01.2009 Die Bildungsgewerkschaft GEW bezeichnet den Beschluss der Landesregierung zur Werkrealschule als "erneutes Beispiel für eine mutlose Bildungspolitik." "Die stärkere berufliche Orientierung durch die Verzahnung mit beruflichen Schulen löst die Probleme nicht. Dadurch kann nicht ausgeglichen werden, dass unsere Schülerinnen und Schüler von Beginn an nicht ausreichend individuell gefördert werden. Auch in der neuen Werkrealschule fehlt Lernzeit, um zum Beispiel in Deutsch, Mathematik und den Schlüsselqualifikationen die notwendigen Kompetenzen zu erwerben", sagte am Dienstag (20.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Werkrealschulen gibt es in Baden-Württemberg bereits seit 15 Jahren. Ihr Abschluss gilt als gleichwertig zum Realschulabschluss, er wird aber von Arbeitgebern schlechter akzeptiert als die Mittlere Reife an Realschulen.

"Anstatt die bekannten Schwächen unseres Schul¬systems vorurteilsfrei unter die Lupe zu nehmen und das Schulsystem grundsätzlich auf neue Füße zu stellen, will es die CDU/FDP-Landesregierung allen recht machen und produziert am laufenden Band Stückwerk", sagte Moritz.

In Europa sortieren allein Deutschland und Österreich die Kinder mit zehn Jahren. Die Übertrittsquote in die Hauptschulen sinkt seit Jahren stetig. In Bremen und Hamburg, im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Rheinland-Pfalz ist bereits Bewegung in die Schulstrukturfrage gekommen. Dort werden zwischen 2009 und 2013 die Hauptschulen abgeschafft. "Kinder würden besser lernen, wenn nicht bereits ab der dritten Klasse der immense Druck der Schullaufbahnentscheidung auf Kindern und Eltern lastet", so Moritz. Die GEW geht davon aus, dass im Kommunalwahlkampf trotz der Entscheidung der Landesregierung das Thema Schulschließungen und Schulentwicklung ein zentrales Thema werden wird.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Wuerttemberg
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