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Redaktion 08.08.2010
Mainz, 06.08.2010 Mit der Ernennung von 17 Grundschulen und 8 weiterführenden Schulen zu neuen Schwerpunktschulen wird zum Schuljahr 2010/2011 das landesweite Netz von Schulen, die Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine gezielte Unterstützung bieten und gleichzeitig einen gemeinsamen Schulbesuch mit nicht behinderten Schülerinnen und Schülern ermöglichen, noch enger geknüpft. "Das Konzept der Schwerpunktschulen hat eine hohe Bedeutung, weil damit über die in sehr vielen Schulen erfolgreichen Einzelintegrationsmaßnahmen hinaus gemeinsamer Unterricht wohnortnah und qualitativ hochwertig angeboten werden kann. Der Ausbau dieses Netzes ist auch ein Bestandteil des Aktionsplans zur Umsetzung der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, den die Landesregierung in einer bundesweiten Vorreiterrolle im März auf den Weg gebracht hat", unterstrich der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Michael Ebling.

Zum kommenden Schuljahr nehmen damit 113 Grundschulen und 80 Schulen der Sekundarstufe I landesweit gleichzeitig Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen in allen Klassenstufen auf. Darüber hinaus wird gemeinsamer Unterricht noch in weiteren sechs Schulen der Sekundarstufe I angeboten, die im Schuljahr 2010/2011 keine Schülerinnen und Schüler in der 5. Klassenstufe mehr aufnehmen, jedoch die bestehenden Klassenstufen weiterführen. Der erweiterte pädagogische Auftrag, gemeinsamen Unterricht als Schwerpunktschule anzubieten, bleibt auch bei der Zusammenführung von Schulen im Rahmen der Schulstrukturreform in der Sekundarstufe I erhalten, so dass das wohnortnahe Angebot gesichert ist. In Schwerpunktschulen wird individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht durch zusätzliche Personalzuweisungen für Förderschullehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sichergestellt.
Redaktion 27.05.2010
Mainz, 27.05.2010 "Das neue System zur Entlastung von Eltern bei der Anschaffung von Schulbüchern ist erfolgreich gestartet." Das hielt Bildungsministerin Doris Ahnen heute nach Abschluss der offiziellen Anmeldefrist zur neuen Schulbuchausleihe fest. Hauptziele der Neuregelungen bei der Lernmittelfreiheit seien, alle Eltern, die bislang auf Grund ihres niedrigen Einkommens von Lernmittelgutscheinen profitiert hätten, von finanziellen Belastungen bei der Anschaffung von Schulbüchern – einschließlich der Arbeitshefte und Atlanten – völlig freizustellen und allen anderen Eltern, die Chance zu geben, über die freiwillige Teilnahme an einem Schulbuchausleihsystem gegen Entgelt bis zu zwei Dritteln der Anschaffungskosten für Schulbücher zu sparen.

"Beide Ziele sind nach dem heutigen Stand beim Start des neuen Unterstützungssystems erreicht, das im Startjahr bekanntlich nur für die Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 bis 10 gilt,", hielt die Bildungsministerin fest.

Nach dem aktuellen Stand sei für mehr als 54.000 Kinder von Eltern mit niedrigem Einkommen die Teilnahme an der kostenlosen Ausleihe von Schulbüchern und Arbeitshefte bewilligt worden. Dies entspreche einem Anteil von 22,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I. Die Möglichkeit einer Entlastung über den völlig neuen Weg der Ausleihe gegen Entgelt hätten darüber hinaus fast 74.500 Eltern genutzt. Dies entspreche einer Teilnahmequote von knapp 31 Prozent.

Beide Gruppen könnten allerdings bis zum Schuljahresbeginn auch noch weiter wachsen. Zum einen würden derzeit noch Anträge auf eine kostenfreie Teilnahme am Ausleihsystem von den Schulträgern bearbeitet. Zum anderen hätten die rund 3.800 Schülerinnen und Schüler in Gemeinsamen Orientierungsstufen, deren Schullaufbahnentscheidung noch ausstehe, Anfang Juli noch eine Chance, sich für die Schulbuchausleihe gegen Entgelt anzumelden. Zahlreiche Rückmeldungen bescheinigten, dass die Anmeldung zu der neuen Schulbuchausleihe über die vom Landesmedienzentrum betriebene Internetplattform von Eltern als sehr übersichtlich und einfach gelobt werde, hielt Doris Ahnen fest. Das System werde im Schuljahr 2011/2012 auf die Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II erweitert, in der Eltern mit niedrigem Einkommen – wie auch in den Grundschulen – für das kommende Schuljahr noch Lernmittelgutscheine erhalten.
Redaktion 28.04.2010
Mainz, 28.04.2010 "Das System der Schulbuchausleihe in Rheinland-Pfalz, das am morgigen Donnerstag mit der Öffnung des Elternportals einen wichtigen weiteren Schritt vorankommt, ist vom Konzept her so unbürokratisch und benutzerfreundlich wie kein anderes Ausleihsystem bundesweit. Für die jetzt vereinzelt in den Medien und – erneut – vom Philologenverband heraufbeschworenen Befürchtungen gibt es keinen sachlichen Anlass." Das unterstrich Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß, die zugleich die Forderung des Gymnasiallehrerverbands zurückwies, den eingeschlagenen Weg zu einer breit angelegten stärkeren Entlastung von Eltern durch eine Schulbuchausleihe jetzt zu verlassen.

"Mit der Öffnung des Elternportals auf der Internetplattform www.LMF-online.rlp.de werden alle Eltern von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 bis 10 in fünf ganz einfachen Schritten die Schulbücher für ihre Kinder per Ausleihe bestellen können. Dabei wird den Eltern automatisch ein auf ihr jeweiliges Kind bereits fertig zugeschnittenes Schulbuchpaket mit einer Gegenüberstellung von regulärem Anschaffungspreis und fälligem Ausleihentgelt präsentiert und sie können sich frei dafür entscheiden, ob sie an der entgeltlichen Ausleihe teilnehmen möchten oder nicht. Kinder von Eltern mit niedrigen Einkommen erhalten Bücher und Arbeitshilfen ohnehin kostenlos ausgeliehen", hielt die Staatssekretärin fest. Eltern, die keinen privaten Zugang zu einem Internetanschluss hätten, könnten sich an die jeweiligen Schulträger und Schulen wenden. Wie einfach und unbürokratisch dieser Weg sei, zeige die beigefügte Broschüre, deren Verteilung an die Schulen vor einer Woche begonnen habe.
Redaktion 26.04.2010
Mainz, 26.04.2010 Unter dem Motto "Mit Büchern wächst man besser" erhalten Eltern von Neugeborenen nun schon kurz nach der Geburt ein Startpaket zur frühen Sprach- und Leseförderung. In der Stadtbücherei Frankenthal eröffnete Bildungs- und Jugendstaatssekretärin Vera Reiß gemeinsam mit dem Frankenthaler Oberbürgermeister, Theo Wieder, heute die neue Initiative "Bücherminis" des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz, an der sich zunächst landesweit 51 Bibliotheken beteiligen.

"Mit dieser Aktion soll sichergestellt werden, dass die Eltern von Anfang an einen verlässlichen und unabhängigen Partner haben, der sie bei der Sprach- und Leseförderung und auch darüber hinaus bei der Erziehung und Gesundheitsvorsorge mit Literatur und anderen Materialien unterstützt", unterstrich die Staatssekretärin.

Das Landesbibliothekszentrum hat gemeinsam mit der Arbeitsgruppe "Lesespaß aus der Bücherei" das Startpaket konzipiert, in dem sich eine mehrsprachige Elternbroschüre, ein Bilderbuch, ein Mobile mit Motiven aus dem Bilderbuch sowie Buchtipps für die Eltern finden. Außerdem erhalten die Eltern einen Gutschein zur kostenlosen Büchereibenutzung für ein Jahr. "Kinder lernen die Grundlagen der Sprache sehr früh und es ist jedes Mal ein Wunder, ihnen dabei zuzusehen. Mit dem Sprechen- und später dem Lesenlernen erhalten sie die Basis für ihren weiteren Lebens- und Bildungsweg. Dieses Projekt hilft dabei, allen Kindern gleichermaßen einen guten Start und gute Chancen zu verschaffen, weil es Eltern bei der Unterstützung ihrer Kinder auf diesem Weg sehr früh eine kompetente Hilfestellung gibt", sagte Vera Reiß.

Der Frankenthaler Oberbürgermeister Theo Wieder freute sich, dass zahlreiche Aktionspartner bei der Umsetzung der Initiative helfen und begrüßte Vertreter aus Kinderarztpraxen, Kindertagesstätten, Geburtsstationen, Einwohnermeldeämtern und Bibliotheken zum Startschuss für die "Bücherminis". Als besonderer Ehrengast war dabei die Künstlerin Lila L. Leiber anwesend, die neben zahlreichen Kinderbüchern und Wimmelbildern auch das Bilderbuch und die Begleitmaterialien für die "Bücherminis" illustriert hat.

Dr. Lothar Maurer, der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Rheinland-Pfalz, erläuterte in seinem Vortrag zur Sprachentwicklung von Kleinkindern, wie Kinder – auch durch Sprache – die Welt entdecken. Da die Grundlagen für die zentralen Kompetenzen Sprechen und Lesen schon in den ersten Lebensjahren gelegt würden, blicke er mit Freude auf das Projekt, sagte Maurer.

Um möglichst viele Eltern mit Neugeborenen zu erreichen, werden die "Büchermini-Startpakete" über die zuständigen Einwohnermeldeämter, die Geburtsstation eines Krankenhauses oder über Kinderarztpraxen verteilt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.buecherminis.de

Bücherminis – Teilnehmerbibliotheken (Stand April 2010)

Gemeindebücherei Albersweiler
Stadtbücherei Annweiler am Trifels
Stadtbücherei Bad Ems
Gemeindebücherei Bobenheim-Roxheim
Gemeindebücherei Contwig
Gemeindebücherei Dausenau
Stadtbücherei Diez
Zentralbücherei der Verbandsgemeinde, Dirmstein
Verbandsgemeinde-Bücherei Eisenberg (Pfalz)
Evangelische Öffentliche Bücherei Ellern
Gemeindebücherei Elmstein
Evangelische Öffentliche Bücherei Flacht
Stadtbücherei Frankenthal (Pfalz)
Katholische Öffentliche Bücherei St. Sebastian Friesenhagen
Gemeindebücherei Geiselberg
Katholische Öffentliche Bücherei St. Stephan Grafschaft-Leimersdorf
Stadtbücherei Hachenburg
Katholische Öffentliche Bücherei Mariä Heimsuchung Höhn
Gemeindebücherei Igel
Stadtbücherei Ingelheim
Stadtbibliothek Kirchheimbolanden
Stadtbibliothek Konz
Städtische Bücherei Lahnstein
Gemeindebücherei Laurenburg
Katholische Öffentliche Bücherei St. Stephanus Lutzerath
Stadtbücherei Neustadt an der Weinstraße
Katholische Öffentliche Bücherei St. Mauritius und Gefährten Niederfischbach
Katholische Öffentliche Bücherei Maria Himmelfahrt Nistertal
Evangelische Öffentliche Bücherei Ober-Kostenz
Gemeindebücherei Offenbach/Queich
Stadtbücherei Oppenheim
Stadtbücherei Pirmasens
Katholische Öffentliche Bücherei St. Markus Ransbach-Baumbach
Mediathek Römerberg
Stadtbücherei Selters
Stadtbibliothek Speyer
Gemeindebücherei Sprendlingen
Katholische Öffentliche Bücherei St. Wendelin Stahlhofen
Öffentliche Bücherei Stromberg
Gemeindebücherei Thaleischweiler-Fröschen
Katholische Öffentliche Bücherei St. Peter Trier-Ehrang
Gemeindebücherei Waldmohr
Gemeindebücherei Waldsee
Zentralbücherei Waldfischbach-Burgalben
Gemeindebücherei Wallmerod
Gemeindebücherei Weilerbach
Gemeindebücherei Winnweiler
Stadtbücherei Wittlich
Katholische Öffentliche Bücherei St. Bonifatius Worms-Abenheim
Katholische Öffentliche Bücherei Zornheim


Redaktion 07.04.2010
Mainz, 07.04.2010 Internationale Bildungsstudien zeigen, dass Jungen größere Probleme beim Sinn erfassenden Lesen und bei der Verarbeitung von Textinhalten haben als Mädchen (Prüfung des Leseverständnisses). In verschiedenen Feldern der Pädagogik, vor allem aber im Bereich der Leseförderung, werden daher seit einiger Zeit verstärkt Konzepte entwickelt, um gerade Jungen stärker für Sprache und für das geschriebene Wort zu begeistern und ihre Kompetenzen auf diesem Sektor zu verbessern. Einen ganz besonderen Ansatz verfolgt die Kampagne "Leselust in Rheinland-Pfalz", die vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur und einer ganzen Reihe von Partnern getragen wird, jetzt mit dem neuen "Projekt: Poetry-Slam", einem Dichterwettstreit für Jungen und junge Männer.

Bildungs- und Kulturministerin Doris Ahnen unterstrich: "Die so genannten Poetry Slams üben gerade auf junge Männer eine große Faszination aus. Das Verfassen und die Darbietung eigener Texte bei solchen Veranstaltungen können sich sehr positiv auf die Ausdrucksfähigkeit, das Sprachgefühl, den Wortschatz und überhaupt auf die sprachliche Kompetenz auswirken. Sie sollen das Interesse an Sprache bei Jugendlichen fördern und ihnen neue Zugänge auch zur Literatur öffnen. Diese Zugänge will das Land mit Poetry-Slam-Workshops an Schulen und einem großen Slam-Finale im November in Mainz weiter öffnen."

Als "Poetry-Slam" wird ein Dichterwettstreit bezeichnet, bei dem die Teilnehmer mit eigenen Texten unter Vorgabe eines Zeitlimits (5 bis 10 Minuten) gegeneinander antreten und das Publikum darüber entscheidet, wer den Sieg davonträgt.

Unter der Organisationshoheit des LiteraturBüro Mainz wird der bekannte Slam-Poet Ken Yamamoto, der in Mainz als freier Autor lebt, Schülern (aber auch interessierten Schülerinnen) in landesweit sechs Workshops Tipps und Hinweise geben, wie sie in einem Poetry Slam eigene Erlebnisse, Gefühle und Erfahrungen zu interessanten Kompositionen weiterverarbeiten und präsentieren können. Die Besten aus den regionalen Slam-Workshops kommen dann im November in Mainz bei einer großen Abschlussveranstaltung zusammen. Neben diesen geladenen Interpreten haben allerdings auch alle anderen Interessierten die Möglichkeit, sich bis zu Beginn der Veranstaltung in eine offene Teilnehmerliste einzutragen Der Gewinner (oder die Gewinnerin) dieser Veranstaltung darf dann das Land bei dem bundesweiten "national slam" als so genannter "U-20-Nominierter" (bzw. U-20-Nominierte) vertreten.

"Ein Markenzeichen der Kampagne ,Leselust in Rheinland-Pfalz´ ist es, dass sie auf unterschiedlichste Art und Weise für das Lesen wirbt. Die Lese-Scouts in Schulen, der Wettbewerb ,Mit Leselust auf Klassenfahrt´, die Jurierung durch Jugendliche beim Jugendbuchpreis ,Goldene Leslie´, die unterschiedlichen Aktivitäten beim ,Lesespaß aus der Bücherei´ oder beim landesweiten ,Lesesommer´ – die verschiedenen Aktionen sprechen Kinder und Jugendliche an. Das Echo ist durchweg positiv. Das hoffe ich auch für die neueste Aktion – das Projekt: Poetry-Slam", hielt Doris Ahnen fest.

Informationen auch im Internet unter: www.leselust-rlp.de/projekt-poetry.php
Fragen, Kommentare oder Anregungen zu dem Projekt bitte richten an: poetryslam.mainz@googlemail.com
Redaktion 19.03.2010
Mainz, 19.03.2010 Das Netz von "Entdeckertag"-Grundschulen landesweit wird zum Beginn des Schuljahres 2010/2011 um drei weitere Standorte erweitert.

Bildungsministerin Doris Ahnen kündigte jetzt in Mainz an: "Mit der Grundschule Oberwinter, der Goetheschule Nord in Ludwigshafen und der Grundschule Hofgartenstraße in Bad Kreuznach, die für hochbegabte Kinder im Grundschul- und auch im Kindergartenalter an einem Tag in der Woche spezielle Angebote machen, wird zum kommenden Schuljahr das Netz der Entdeckertag-Schulen auf dann 13 Standorte im Land erweitert. Die dort bearbeiteten Projekte, Themen und Aufgabenstellungen, die über das Spektrum des eigentlichen Grundschulunterrichts hinausreichen und hauptsächlich in selbstgesteuerten, forschenden Lernprozessen von den Kindern bearbeitet werden, strahlen zudem auch auf andere Grundschulen aus. Elemente aus dem ,Entdeckertag´ werden von immer mehr Grundschulen übernommen."

Die Themen der "Entdeckertage" würden dabei ganz wesentlich von den Kindern selbst bestimmt, unterstrich Doris Ahnen. So gab es an den verschiedenen "Entdeckertag"-Grundschulen bereits Angebote aus den Bereichen Astronomie, Entwicklungshilfe, Physik, Biologie oder auch Fremdsprachen bis hin zu einem Angebot in Chinesisch. Das Konzept des "Entdeckertags" sei es, Angebote für die spezielle Gruppe hochbegabter Kinder mit dem integrativen Ansatz des Lernens in der vertrauten Altersgruppe und Klassengemeinschaft zu verbinden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den "Entdeckertagen", die nach Bewerbungen oder Empfehlungen durch Kindergärten und Grundschulen zuvor in Auswahlverfahren ausgesucht werden, nähmen Aufgaben zur weiteren Bearbeitung auch in ihre eigentlichen "Stammschulen" oder in ihre Kindergärten mit. So profitierten die Kinder dort indirekt ebenfalls von dem Zusatzangebot. Die Bildungs- und Jugendministerin betonte, die Förderung hochbegabter Kinder wirke zudem als weiteres Bindeglied in der Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen.

Die Entdeckertag-Schulen in Rheinland-Pfalz:
Seit dem Schuljahr 2004/2005:
Grundschule Zweibrücken-Mittelbach (Pilotschule)

Seit dem Schuljahr 2007/2008:
Grundschule Forster Kirchspiel in Brohl und Grundschule St. Sebastianus in Ellenz-Poltersdorf (beide Kreis Cochem-Zell), Grundschule Niederbrombach (Kreis Birkenfeld), Dr. Albert-Finck-Grundschule in Neustadt an der Weinstraße

Seit dem Schuljahr 2008/2009:
Ludwig-Schwamb-Grundschule in Mainz

Seit dem Schuljahr 2009/2010:
Grundschule am Königspfad in Göllheim (Donnersbergkreis), Pestalozzi-Grundschule in Kaiserslautern, Grundschule Trier-Ruwer, Pestalozzischule in Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen)

Zum Schuljahr 2010/2011:
Grundschule Hofgartenstraße, Bad Kreuznach, Grundschule Oberwinter, Remagen, Grundschule Goetheschule Nord, Ludwigshafen
Redaktion 17.03.2010
Mainz, 17.03.2010 "Die derzeit vorliegenden Anmeldezahlen für die Realschulen plus (RS plus) im Land sind ein Zeichen dafür, dass die neue Schulform von Schülerinnen, Schülern und deren Eltern gut angenommen wird." Das stellte Bildungsministerin Doris Ahnen heute in einer Aktuellen Stunde im Landtag fest.

An den 56 Schulen, die mit einer Option für die Errichtung einer Realschule plus zum Schuljahr 2010/2011 neu an den Start gehen sollten, seien bis zum 11. März insgesamt fast 5.400 Schülerinnen und Schüler angemeldet gewesen, hielt die Ministerin fest. Das entspreche nahezu der Zahl der Schülerinnen und Schüler, die nach der amtlichen Schulstatistik im laufenden Schuljahr die Eingangsklassen der 89 Vorgängerschulen besuchen (5.484 Schülerinnen und Schüler). Vor dem Hintergrund, dass landesweit ein Rückgang der Schülerzahl in den 5. Jahrgangsstufen um etwa vier Prozent prognostiziert sei, sei dies eine sehr gute Resonanz. Außerdem müsse berücksichtigt werden, dass immerhin 8 Standorte in direkter Nachbarschaft zu neuen Integrierten Gesamtschulen liegen.

An den Realschulen plus, die im vergangenen Jahr gestartet sind, seien bis zum 11. März insgesamt mehr als 7.900 Schülerinnen und Schüler angemeldet worden. Der Rückgang von gut 300 Schülerinnen und Schülern gegenüber den Anmeldezahlen des Vorjahrs entspreche hier dem landesweit prognostizierten Rückgang von 4 Prozent in der fünften Jahrgangsstufe. Auch im Bereich der Gymnasien zeichne sich im Übrigen ein Rückgang der Anmeldungen um rund 300 Schülerinnen und Schülern ab.

Die Ministerin wies darauf hin, dass Diskussionen und Bewertungen von Anmeldezahlen schwierig seien, da derzeit noch immer nicht alle Viertklässlerinnen und Viertklässler für weiterführende Schulen angemeldet seien. Wie in früheren Jahren sei noch mit einigen Bewegungen bei den Schülerzahlen bis zum Schuljahresanfang zu rechnen – und dies betreffe nicht nur die Realschulen plus.

"Die Eltern von fast 13.300 Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern sind überzeugt, dass das Land ihren Kindern im kommenden Schuljahr mit der Realschule plus eine innovative, auf Förderung und Aufstiegsorientierung bauende Schulart anbietet", hielt die Bildungsministerin fest.
Redaktion 16.03.2010
Mainz, 16.03.2010 Das an fünf Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz laufende Pilotprojekt, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Autonomen Frauennotrufen Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und auch Eltern beraten, um sie für Fälle drohender oder bestehender sexualisierter Gewalt zu sensibilisieren, soll nach Abschluss der Pilotphase landesweit ausgedehnt werden. Das kündigte die rheinland-pfälzische Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen mit Blick auf die Diskussion bei dem in Mainz laufenden Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft an. "Ziel ist es, eine engere Zusammenarbeit von Spezialistinnen und Spezialisten, die sich professionell mit dem Phänomen sexualisierter Gewalt beschäftigen, mit Schulen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zu installieren", sagte Doris Ahnen.

Das Programm, das wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird und an fünf Ganztagsschulen – in Koblenz, Mainz, Simmern, Trier und Zweibrücken – laufe, solle nach Pilotphase und Auswertung der gesammelten Erfahrungen auch an anderen Schulen angeboten werden, so die Bildungs- und Jugendministerin. Das Programm, das für Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 14 Jahren über ein halbes Jahr durchgeführt werde, behandle in jeder Schule in 15 Einheiten von je 90 Minuten neben den Themen sexualisierte Gewalt, Selbstbehauptung und Hilfsmöglichkeiten auch die Themenfelder Geschlechteridentität, Rollenverhalten, Liebe, Partnerschaft und Sexualität allgemein. Bei den Schülerinnen und Schülern gehe es wie in anderen Präventionsprogrammen darum, sie mit den notwendigen Kompetenzen beim Umgang mit sexualisierter Gewalt auszustatten und sie stark zu machen. Im Vorfeld würden die Lehrkräfte der jeweiligen Schulen fortgebildet sowie die Eltern informiert und in das Programm einbezogen.

"Wir haben in Rheinland-Pfalz unter anderem mit einem Netz von zwölf ,Kinder- und Jugendtelefonen´ sowie dem ,Elterntelefon´, die alle vom Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes organisiert werden, sowie mit den ebenfalls zwölf Autonomen Frauennotrufen bereits ein gut ausgebautes Netz an Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche oder deren Eltern", unterstrich Bildungs- und Jugendministerin Ahnen. "Das neue Projekt an Ganztagsschulen soll zum einen dieses Netz ergänzen und zum anderen auch die vorhandenen Hilfsangebote gerade in den Schulen noch bekannter machen."
Redaktion 08.03.2010
Mainz, 08.03.2010 Die Vorbereitungen für das Schulbuchausleih-System, das zum Beginn des kommenden Schuljahres für alle Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) bereit stehen soll, laufen auf Hochtouren. Mit der Versendung eines Informationsblattes an die Schulen für die Eltern jetziger und angehender Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ist jetzt ein weiterer Schritt zur Umstellung getan.

Nach der Devise "Leihen leicht gemacht" wird in dem Flyer den Eltern, die an der Schulbausleihe gegen ein Nutzungsentgelt teilnehmen wollen, Schritt für Schritt erklärt, was sie dazu wann, wo und wie tun müssen, welche Hilfestellungen es gibt und wie sie an weitergehende Informationen herankommen können.

"Die Umstellung bei der Lernmittelfreiheit auf ein Ausleihsystem ist ein großes Vorhaben, das vor allem die Eltern in Rheinland-Pfalz weiter entlasten soll. Mit der Gebührenbefreiung der Kindergärten, der für Eltern kostenlosen Ganztagsschule in Angebotsform und der Gebührenfreiheit für das Erststudium entlastet das Land allein auf dem Bildungssektor Eltern und Familien spürbar. Ich hoffe, dass möglichst viele Eltern schulpflichtiger Kinder in den weiterführenden Schulen von der Schulbuchausleihe Gebrauch machen werden", unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen. Sie verwies darauf, dass die Kinder von Eltern mit niedrigen Einkommen, die bislang Lernmittelgutscheine beziehen konnten, an der Ausleihe kostenlos teilnehmen. Anträge dazu, die bereits von den Schulen verteilt worden waren, könnten noch bis zum 15. März eingereicht werden, hielt die Bildungsministerin fest.

Am 29. April fällt dann der Startschuss für die Anmeldung zur Schulbuchausleihe gegen Entgelt. Ein wesentlicher Zugangsweg dabei läuft über die Internet-Plattform www.LMF-online.rlp.de, die bereits für die Schulträger und die Schulen geöffnet wurde und auch Hintergrundinformationen für Eltern enthält. Dort ist auch der neue Informationsflyer, der in den Sprachen Deutsch, Türkisch und Russisch aufgelegt wurde, zu finden.
Redaktion 29.01.2010
Bildungsbündnis Rheinland-Pfalz - Bettina Dickes: Die Unzufriedenheit bekommt einen Namen
Mainz, 29.01.2010 Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Bettina Dickes, begrüßt die Gründung des Bildungsbündnisses Rheinland-Pfalz. Der Zusammenschluss von Elterninitiativen und Verbänden hat sich und seine Ziele heute in Mainz vorgestellt.

Das Bündnis setzt sich für eine Reduktion des Unterrichtsausfalls, die Verbesserung der Unterrichtsqualität, kleinere Klassen sowie den Erhalt einer differenzierten Schullandschaft ein. Die Landesregierung habe auf diese Forderungen bisher keine Reaktionen gezeigt, so Dickes.

Dieser landesweite Einsatz von Eltern und Lehrern mache die Unzufriedenheit mit der Bildungspolitik der Landesregierung sehr deutlich. In den letzten Monaten habe sich die Zahl der Elterninitiativen für bessere Bildung in Rheinland-Pfalz spürbar vermehrt. Dass sich jetzt sogar ein landesweites Bündnis formiere, zeige jedoch eine ganz neue Qualität der Unzufriedenheit. Diese Stimmen könne die Landesregierung nicht mehr überhören.

"Für die Landesregierung ist es ein Armutszeugnis, wenn ein Protest dieser Größenordnung auf die Missstände in unseren Schulen hinweist. Nachhaltige Bildungspolitik ist für Ministerin Doris Ahnen ein Fremdwort. Schon zu lange verschließt sie die Augen vor der Realität und bietet nur bildungspolitisches Flickwerk. Das Thema Schülerbeförderung, eine nicht zu Ende gedachte Realschule plus, fehlende Konzepte zur Verbesserung der Unterrichtsqualität und der individuellen Förderung lassen die Defizite offen zu Tage treten. Die Eltern und Lehrer haben von stets neuen Projekten und Reformen ohne spürbare qualitative Verbesserung endgültig die Nase voll. Auch die heute von Ministerin Doris Ahnen angekündigte Ausweitung der Ausbildungskapazitäten für angehende Gymnasiallehrerinnen und –lehrer verfehlt das Klassenziel. Zum 1. Februar 2010 wurden wieder mehrere Hundert Bewerber für ein Referendariat abgelehnt, die unsere Schulen dringend benötigen. Es wird Zeit für einen bildungspolitischen Neuanfang mim Land."

http://www.cdu.landtag.rlp


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