Mainz, 08.03.2010 Die Vorbereitungen für das Schulbuchausleih-System, das zum Beginn des kommenden Schuljahres für alle Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) bereit stehen soll, laufen auf Hochtouren. Mit der Versendung eines Informationsblattes an die Schulen für die Eltern jetziger und angehender Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ist jetzt ein weiterer Schritt zur Umstellung getan.
Nach der Devise "Leihen leicht gemacht" wird in dem Flyer den Eltern, die an der Schulbausleihe gegen ein Nutzungsentgelt teilnehmen wollen, Schritt für Schritt erklärt, was sie dazu wann, wo und wie tun müssen, welche Hilfestellungen es gibt und wie sie an weitergehende Informationen herankommen können.
"Die Umstellung bei der Lernmittelfreiheit auf ein Ausleihsystem ist ein großes Vorhaben, das vor allem die Eltern in Rheinland-Pfalz weiter entlasten soll. Mit der Gebührenbefreiung der Kindergärten, der für Eltern kostenlosen Ganztagsschule in Angebotsform und der Gebührenfreiheit für das Erststudium entlastet das Land allein auf dem Bildungssektor Eltern und Familien spürbar. Ich hoffe, dass möglichst viele Eltern schulpflichtiger Kinder in den weiterführenden Schulen von der Schulbuchausleihe Gebrauch machen werden", unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen. Sie verwies darauf, dass die Kinder von Eltern mit niedrigen Einkommen, die bislang Lernmittelgutscheine beziehen konnten, an der Ausleihe kostenlos teilnehmen. Anträge dazu, die bereits von den Schulen verteilt worden waren, könnten noch bis zum 15. März eingereicht werden, hielt die Bildungsministerin fest.
Am 29. April fällt dann der Startschuss für die Anmeldung zur Schulbuchausleihe gegen Entgelt. Ein wesentlicher Zugangsweg dabei läuft über die Internet-Plattform www.LMF-online.rlp.de, die bereits für die Schulträger und die Schulen geöffnet wurde und auch Hintergrundinformationen für Eltern enthält. Dort ist auch der neue Informationsflyer, der in den Sprachen Deutsch, Türkisch und Russisch aufgelegt wurde, zu finden.
Nach der Devise "Leihen leicht gemacht" wird in dem Flyer den Eltern, die an der Schulbausleihe gegen ein Nutzungsentgelt teilnehmen wollen, Schritt für Schritt erklärt, was sie dazu wann, wo und wie tun müssen, welche Hilfestellungen es gibt und wie sie an weitergehende Informationen herankommen können.
"Die Umstellung bei der Lernmittelfreiheit auf ein Ausleihsystem ist ein großes Vorhaben, das vor allem die Eltern in Rheinland-Pfalz weiter entlasten soll. Mit der Gebührenbefreiung der Kindergärten, der für Eltern kostenlosen Ganztagsschule in Angebotsform und der Gebührenfreiheit für das Erststudium entlastet das Land allein auf dem Bildungssektor Eltern und Familien spürbar. Ich hoffe, dass möglichst viele Eltern schulpflichtiger Kinder in den weiterführenden Schulen von der Schulbuchausleihe Gebrauch machen werden", unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen. Sie verwies darauf, dass die Kinder von Eltern mit niedrigen Einkommen, die bislang Lernmittelgutscheine beziehen konnten, an der Ausleihe kostenlos teilnehmen. Anträge dazu, die bereits von den Schulen verteilt worden waren, könnten noch bis zum 15. März eingereicht werden, hielt die Bildungsministerin fest.
Am 29. April fällt dann der Startschuss für die Anmeldung zur Schulbuchausleihe gegen Entgelt. Ein wesentlicher Zugangsweg dabei läuft über die Internet-Plattform www.LMF-online.rlp.de, die bereits für die Schulträger und die Schulen geöffnet wurde und auch Hintergrundinformationen für Eltern enthält. Dort ist auch der neue Informationsflyer, der in den Sprachen Deutsch, Türkisch und Russisch aufgelegt wurde, zu finden.
Bildungsbündnis Rheinland-Pfalz - Bettina Dickes: Die Unzufriedenheit bekommt einen Namen
Mainz, 29.01.2010 Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Bettina Dickes, begrüßt die Gründung des Bildungsbündnisses Rheinland-Pfalz. Der Zusammenschluss von Elterninitiativen und Verbänden hat sich und seine Ziele heute in Mainz vorgestellt.
Das Bündnis setzt sich für eine Reduktion des Unterrichtsausfalls, die Verbesserung der Unterrichtsqualität, kleinere Klassen sowie den Erhalt einer differenzierten Schullandschaft ein. Die Landesregierung habe auf diese Forderungen bisher keine Reaktionen gezeigt, so Dickes.
Dieser landesweite Einsatz von Eltern und Lehrern mache die Unzufriedenheit mit der Bildungspolitik der Landesregierung sehr deutlich. In den letzten Monaten habe sich die Zahl der Elterninitiativen für bessere Bildung in Rheinland-Pfalz spürbar vermehrt. Dass sich jetzt sogar ein landesweites Bündnis formiere, zeige jedoch eine ganz neue Qualität der Unzufriedenheit. Diese Stimmen könne die Landesregierung nicht mehr überhören.
"Für die Landesregierung ist es ein Armutszeugnis, wenn ein Protest dieser Größenordnung auf die Missstände in unseren Schulen hinweist. Nachhaltige Bildungspolitik ist für Ministerin Doris Ahnen ein Fremdwort. Schon zu lange verschließt sie die Augen vor der Realität und bietet nur bildungspolitisches Flickwerk. Das Thema Schülerbeförderung, eine nicht zu Ende gedachte Realschule plus, fehlende Konzepte zur Verbesserung der Unterrichtsqualität und der individuellen Förderung lassen die Defizite offen zu Tage treten. Die Eltern und Lehrer haben von stets neuen Projekten und Reformen ohne spürbare qualitative Verbesserung endgültig die Nase voll. Auch die heute von Ministerin Doris Ahnen angekündigte Ausweitung der Ausbildungskapazitäten für angehende Gymnasiallehrerinnen und –lehrer verfehlt das Klassenziel. Zum 1. Februar 2010 wurden wieder mehrere Hundert Bewerber für ein Referendariat abgelehnt, die unsere Schulen dringend benötigen. Es wird Zeit für einen bildungspolitischen Neuanfang mim Land."
http://www.cdu.landtag.rlp
Mainz, 29.01.2010 Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Bettina Dickes, begrüßt die Gründung des Bildungsbündnisses Rheinland-Pfalz. Der Zusammenschluss von Elterninitiativen und Verbänden hat sich und seine Ziele heute in Mainz vorgestellt.
Das Bündnis setzt sich für eine Reduktion des Unterrichtsausfalls, die Verbesserung der Unterrichtsqualität, kleinere Klassen sowie den Erhalt einer differenzierten Schullandschaft ein. Die Landesregierung habe auf diese Forderungen bisher keine Reaktionen gezeigt, so Dickes.
Dieser landesweite Einsatz von Eltern und Lehrern mache die Unzufriedenheit mit der Bildungspolitik der Landesregierung sehr deutlich. In den letzten Monaten habe sich die Zahl der Elterninitiativen für bessere Bildung in Rheinland-Pfalz spürbar vermehrt. Dass sich jetzt sogar ein landesweites Bündnis formiere, zeige jedoch eine ganz neue Qualität der Unzufriedenheit. Diese Stimmen könne die Landesregierung nicht mehr überhören.
"Für die Landesregierung ist es ein Armutszeugnis, wenn ein Protest dieser Größenordnung auf die Missstände in unseren Schulen hinweist. Nachhaltige Bildungspolitik ist für Ministerin Doris Ahnen ein Fremdwort. Schon zu lange verschließt sie die Augen vor der Realität und bietet nur bildungspolitisches Flickwerk. Das Thema Schülerbeförderung, eine nicht zu Ende gedachte Realschule plus, fehlende Konzepte zur Verbesserung der Unterrichtsqualität und der individuellen Förderung lassen die Defizite offen zu Tage treten. Die Eltern und Lehrer haben von stets neuen Projekten und Reformen ohne spürbare qualitative Verbesserung endgültig die Nase voll. Auch die heute von Ministerin Doris Ahnen angekündigte Ausweitung der Ausbildungskapazitäten für angehende Gymnasiallehrerinnen und –lehrer verfehlt das Klassenziel. Zum 1. Februar 2010 wurden wieder mehrere Hundert Bewerber für ein Referendariat abgelehnt, die unsere Schulen dringend benötigen. Es wird Zeit für einen bildungspolitischen Neuanfang mim Land."
http://www.cdu.landtag.rlp
Mainz, 10.12.2009 "Mit den 49 jetzt für das Schuljahr 2010/2011 erteilten Optionen zur Errichtung neuer Ganztagsschulen in Angebotsform können dann 536 Schulen im Land unter den im Ganztagsschulprogramm des Landes festgelegten Rahmenbedingungen ein zusätzliches Bildungsangebot an vier Tagen in der Woche jeweils zwischen 8 und 16 Uhr machen. Vorausgesetzt alle ausgewählten Schulen lösen ihre Option ein und können im März genügend verpflichtende Anmeldungen für das Schuljahr 2010/2011 nachweisen, wären dann rund 38 Prozent aller knapp 1.400 allgemeinbildenden Schulen Ganztagsschulen in Angebotsform." Das betonte Bildungsministerin Doris Ahnen, die heute die neuesten Entscheidungen im Rahmen des 2001 vom Land gestarteten Ganztagsschulprogramms bekannt gab.
"Die bislang vier Auswahlrunden in dieser Legislaturperiode haben alle gezeigt, dass das Ganztagsschulprogramm, in dem das Land Schulen und Schulträgern neben einer hundertprozentigen Finanzierung des pädagogischen Personals auch eine deutliche Unterstützung bei notwendigen räumlichen Erweiterungen zusichert, weiter sehr gefragt ist. Schulen und Schulträger bereiten die Vorhaben gut vor und legen mit den Beteiligten vor Ort pädagogische Konzepte fest, die hohe Qualitätsansprüche erfüllen", sagte Doris Ahnen. Erfahrungen aus den bereits bestehenden Ganztagsschulen in Angebotsform sowie die verschiedenen Informationsangebote von den pädagogischen Serviceeinrichtungen, der Schulbehörde und des Ministeriums würden dabei in großem Umfang genutzt. Im Ergebnis habe es zu jedem Antragstermin in dieser Legislaturperiode rund doppelt so viele Bewerbungen wie Optionschancen gegeben. "Und erfreulicherweise wird das hochwertige Bildungsangebot weit über die Landesgrenzen hinaus als vorbildlich anerkannt", so die Bildungsministerin.
Mit insgesamt 27 Optionen seien auch bei diesem Bewerbungstermin wieder deutlich mehr als die Hälfte aller Errichtungsoptionen für neue Ganztagsschulen in Angebotsform für Grundschulen ausgesprochen worden. "Nach den Festlegungen im Regierungsprogramm für diese Legislaturperiode wurde sämtlichen Anträgen aus Verbandsgemeinden oder verbandsfreien Gemeinden entsprochen, in denen es noch kein Ganztagsschulangebot im Grundschulbereich gibt. Damit werden im Schuljahr 2010/2011 fast 85 Prozent aller Verbandsgemeinden oder verbandsfreien Gemeinden mindestens eine Ganztagsgrundschule haben", betonte Doris Ahnen. Da Ganztagsgrundschulen auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Grundschulbezirken aufnehmen könnten, liege der Versorgungsgrad der Schülerinnen und Schüler sogar deutlich über 90 Prozent. Zudem hätten neben zehn Realschulen plus auch sechs Gymnasien, drei Integrierte Gesamtschulen und drei Förderschulen eine Errichtungsoption als Ganztagsschule in Angebotsform für das Schuljahr 2010/2011 erhalten.
Das komplette Ganztagsangebot an den Schulen im Land sei allerdings noch deutlich größer als die Zahl der Schulen nach dem Landesprogramm vermuten lasse, erinnerte Bildungsministerin Ahnen. Mehr als zwei Drittel aller allgemeinbildenden Schulen machten zum Schuljahr 2010/2011 voraussichtlich Ganztagsangebote, wenn man zu den Ganztagsschulen in Angebotsform noch die "verpflichtenden Ganztagsschulen", an denen grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schule ein Ganztagsangebot wahrnehmen, die G8-Ganztagsgymnasien, die in der Orientierungsstufe in der Angebotsform und ab Klasse 7 dann als verpflichtende Ganztagsschulen geführt werden, und die "offenen Ganztagsschulen" hinzurechne, in denen Schülerinnen und Schüler sich täglich neu für das Ganztagsangebot entscheiden könnten, das an mindestens drei Tagen pro Woche vorgehalten werde.
Hintergrundinformationen zum Ganztagsschulprogramm in Rheinland-Pfalz:
Ganztagsschulen in Angebotsform machen an mindestens vier Tagen pro Woche ein schulisches Angebot von 8 bis 16 Uhr. Interessierte Schulen bewerben sich – unterstützt von ihren Schulträgern – um die Aufnahme in das Programm. Die Auswahl erfolgt nach der Qualität der vorgelegten Ganztagsschulkonzepte sowie regional und nach Schularten ausgewogen.
Mit der Errichtungsoption haben die Schulen, die sich für die Aufnahme in das Ganztagsschulprogramm des Landes beworben haben, den ersten Schritt erfolgreich gemeistert. Im Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2010/2011 müssen – wie schon in den Vorjahren auch – Grundschulen nun mindestens 36 Schülerinnen und Schüler, Schulen der Sekundarstufe I mindestens 54 Anmeldungen und die Förderschulen mindestens 26 Schülerinnen und Schüler für die verpflichtende Teilnahme am Ganztagsschulangebot über das gesamte kommende Schuljahr hinweg nachweisen. Diese Regeln zum Anmeldeverfahren, die 2001 entwickelt worden sind, gelten auch für die Realschulen plus, die zum Zeitpunkt der Ganztagsschulauswahl noch im Entstehen begriffen sind. Diese müssen allerdings zusätzlich noch 51 Ganztagsschulanmeldungen für die 5. Jahrgangsstufe erreichen. Werden diese Werte erreicht oder überschritten, kann der jeweiligen Schule endgültig grünes Licht für den Start zum nächsten Schuljahresbeginn – im jetzigen Fall also zum 1. August 2010 – gegeben werden. Diese Vergabe der Errichtungsgenehmigungen erfolgt in aller Regel Mitte März.
"Die bislang vier Auswahlrunden in dieser Legislaturperiode haben alle gezeigt, dass das Ganztagsschulprogramm, in dem das Land Schulen und Schulträgern neben einer hundertprozentigen Finanzierung des pädagogischen Personals auch eine deutliche Unterstützung bei notwendigen räumlichen Erweiterungen zusichert, weiter sehr gefragt ist. Schulen und Schulträger bereiten die Vorhaben gut vor und legen mit den Beteiligten vor Ort pädagogische Konzepte fest, die hohe Qualitätsansprüche erfüllen", sagte Doris Ahnen. Erfahrungen aus den bereits bestehenden Ganztagsschulen in Angebotsform sowie die verschiedenen Informationsangebote von den pädagogischen Serviceeinrichtungen, der Schulbehörde und des Ministeriums würden dabei in großem Umfang genutzt. Im Ergebnis habe es zu jedem Antragstermin in dieser Legislaturperiode rund doppelt so viele Bewerbungen wie Optionschancen gegeben. "Und erfreulicherweise wird das hochwertige Bildungsangebot weit über die Landesgrenzen hinaus als vorbildlich anerkannt", so die Bildungsministerin.
Mit insgesamt 27 Optionen seien auch bei diesem Bewerbungstermin wieder deutlich mehr als die Hälfte aller Errichtungsoptionen für neue Ganztagsschulen in Angebotsform für Grundschulen ausgesprochen worden. "Nach den Festlegungen im Regierungsprogramm für diese Legislaturperiode wurde sämtlichen Anträgen aus Verbandsgemeinden oder verbandsfreien Gemeinden entsprochen, in denen es noch kein Ganztagsschulangebot im Grundschulbereich gibt. Damit werden im Schuljahr 2010/2011 fast 85 Prozent aller Verbandsgemeinden oder verbandsfreien Gemeinden mindestens eine Ganztagsgrundschule haben", betonte Doris Ahnen. Da Ganztagsgrundschulen auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Grundschulbezirken aufnehmen könnten, liege der Versorgungsgrad der Schülerinnen und Schüler sogar deutlich über 90 Prozent. Zudem hätten neben zehn Realschulen plus auch sechs Gymnasien, drei Integrierte Gesamtschulen und drei Förderschulen eine Errichtungsoption als Ganztagsschule in Angebotsform für das Schuljahr 2010/2011 erhalten.
Das komplette Ganztagsangebot an den Schulen im Land sei allerdings noch deutlich größer als die Zahl der Schulen nach dem Landesprogramm vermuten lasse, erinnerte Bildungsministerin Ahnen. Mehr als zwei Drittel aller allgemeinbildenden Schulen machten zum Schuljahr 2010/2011 voraussichtlich Ganztagsangebote, wenn man zu den Ganztagsschulen in Angebotsform noch die "verpflichtenden Ganztagsschulen", an denen grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schule ein Ganztagsangebot wahrnehmen, die G8-Ganztagsgymnasien, die in der Orientierungsstufe in der Angebotsform und ab Klasse 7 dann als verpflichtende Ganztagsschulen geführt werden, und die "offenen Ganztagsschulen" hinzurechne, in denen Schülerinnen und Schüler sich täglich neu für das Ganztagsangebot entscheiden könnten, das an mindestens drei Tagen pro Woche vorgehalten werde.
Hintergrundinformationen zum Ganztagsschulprogramm in Rheinland-Pfalz:
Ganztagsschulen in Angebotsform machen an mindestens vier Tagen pro Woche ein schulisches Angebot von 8 bis 16 Uhr. Interessierte Schulen bewerben sich – unterstützt von ihren Schulträgern – um die Aufnahme in das Programm. Die Auswahl erfolgt nach der Qualität der vorgelegten Ganztagsschulkonzepte sowie regional und nach Schularten ausgewogen.
Mit der Errichtungsoption haben die Schulen, die sich für die Aufnahme in das Ganztagsschulprogramm des Landes beworben haben, den ersten Schritt erfolgreich gemeistert. Im Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2010/2011 müssen – wie schon in den Vorjahren auch – Grundschulen nun mindestens 36 Schülerinnen und Schüler, Schulen der Sekundarstufe I mindestens 54 Anmeldungen und die Förderschulen mindestens 26 Schülerinnen und Schüler für die verpflichtende Teilnahme am Ganztagsschulangebot über das gesamte kommende Schuljahr hinweg nachweisen. Diese Regeln zum Anmeldeverfahren, die 2001 entwickelt worden sind, gelten auch für die Realschulen plus, die zum Zeitpunkt der Ganztagsschulauswahl noch im Entstehen begriffen sind. Diese müssen allerdings zusätzlich noch 51 Ganztagsschulanmeldungen für die 5. Jahrgangsstufe erreichen. Werden diese Werte erreicht oder überschritten, kann der jeweiligen Schule endgültig grünes Licht für den Start zum nächsten Schuljahresbeginn – im jetzigen Fall also zum 1. August 2010 – gegeben werden. Diese Vergabe der Errichtungsgenehmigungen erfolgt in aller Regel Mitte März.
Schulträger können jetzt Fachoberschule beantragen
Mainz, 05.11.2009 Das Bildungsministerium informiert in diesen Tagen die Schulträger und Schulen über das Verfahren der Beantragung einer Fachoberschule (FOS) im organisatorischen Verbund mit der Realschule plus. Die Antragsfrist für die Landkreise und kreisfreien Städte läuft bis 31.03.2010. Nur Schulen, die im Sommer dieses Jahres Realschule plus geworden sind, können nach Genehmigung des Antrags durch die Schulbehörde 2011 mit ihrer Fachoberschule starten.
Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) hat in den Realschulen plus ein großes Interesse an der Erweiterung um eine Oberstufe festgestellt. Er sieht in der FOS ein echtes "Plus". Der VDR erwartet, dass die Schulträger die Möglichkeit für eine Aufwertung ihrer Realschulen plus nutzen werden und damit auch zur Entlastung der häufig überlaufenen Gymnasien beitragen.
Die Eltern setzen hohe Erwartungen in den so geschaffenen durchgängigen praxisbezogenen Bildungsgang von der Klasse 5 bis zum Fachabitur. Durch die enge Verzahnung zwischen beruflicher und allgemeiner Bildung versprechen sie sich zu Recht bessere Berufschancen für ihre Kinder und zwar unabhängig davon, ob sich eine Ausbildung im dualen System (Lehre) oder ein Fachhochschulstudium anschließt.
Für die Wirtschaft ergibt sich gerade in der Zeit zunehmenden Bewerbermangels die Chance, durch das gelenkte Praktikum in Klasse 11, geeignete Nachwuchskräfte zu finden und intensiv kennen zu lernen.
Um der neuen Schulform Realschule plus eine erfolgreiche Zukunft zu sichern, ist es nach Ansicht des VDR-Landesvorsitzenden Bernd Karst erforderlich, überall dort Fachoberschulen zu genehmigen, wo eine ausreichende Zahl qualifizierter Interessenten dauerhaft gewährleistet ist. Dabei gilt jedoch der Grundsatz "Qualität vor Quantität". Der VDR fordert das Ministerium und die Schulträger auf, für den Start des neuen Bildungsganges bestmögliche personelle und sächliche Voraussetzungen zu schaffen.
Mainz, 05.11.2009 Das Bildungsministerium informiert in diesen Tagen die Schulträger und Schulen über das Verfahren der Beantragung einer Fachoberschule (FOS) im organisatorischen Verbund mit der Realschule plus. Die Antragsfrist für die Landkreise und kreisfreien Städte läuft bis 31.03.2010. Nur Schulen, die im Sommer dieses Jahres Realschule plus geworden sind, können nach Genehmigung des Antrags durch die Schulbehörde 2011 mit ihrer Fachoberschule starten.
Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) hat in den Realschulen plus ein großes Interesse an der Erweiterung um eine Oberstufe festgestellt. Er sieht in der FOS ein echtes "Plus". Der VDR erwartet, dass die Schulträger die Möglichkeit für eine Aufwertung ihrer Realschulen plus nutzen werden und damit auch zur Entlastung der häufig überlaufenen Gymnasien beitragen.
Die Eltern setzen hohe Erwartungen in den so geschaffenen durchgängigen praxisbezogenen Bildungsgang von der Klasse 5 bis zum Fachabitur. Durch die enge Verzahnung zwischen beruflicher und allgemeiner Bildung versprechen sie sich zu Recht bessere Berufschancen für ihre Kinder und zwar unabhängig davon, ob sich eine Ausbildung im dualen System (Lehre) oder ein Fachhochschulstudium anschließt.
Für die Wirtschaft ergibt sich gerade in der Zeit zunehmenden Bewerbermangels die Chance, durch das gelenkte Praktikum in Klasse 11, geeignete Nachwuchskräfte zu finden und intensiv kennen zu lernen.
Um der neuen Schulform Realschule plus eine erfolgreiche Zukunft zu sichern, ist es nach Ansicht des VDR-Landesvorsitzenden Bernd Karst erforderlich, überall dort Fachoberschulen zu genehmigen, wo eine ausreichende Zahl qualifizierter Interessenten dauerhaft gewährleistet ist. Dabei gilt jedoch der Grundsatz "Qualität vor Quantität". Der VDR fordert das Ministerium und die Schulträger auf, für den Start des neuen Bildungsganges bestmögliche personelle und sächliche Voraussetzungen zu schaffen.
Mainz, 13.10.2009 "Der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren geht im Land mit hohem Tempo voran. Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der in den Kindertagesstätten genehmigten Plätze um rund 25 Prozent geklettert. Seit der Einigung von Bund und Ländern auf einen deutlichen Ausbau dieser Angebote mit dem Kinderförderungsgesetz (KiföG) im Jahr 2007 liegt der Anstieg bei rund 60 Prozent und seit dem Startschuss für das Landesprogramm ,Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ im Jahr 2005 hat sich die Zahl mehr als verdreifacht", betonte Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen heute in Mainz bei der Vorstellung der neuesten Daten aus der "Kita-Statistik" des Landes, die Ende August erhoben worden waren.
Im Zusammenhang mit dem KiföG und der Bildung des Bundessondervermögens "für Investitionen in den Betreuungsausbau" haben Bund und Länder eine Steigerung der Versorgungsquote bei den Angeboten für Kinder unter drei Jahren auf 35 Prozent bundesweit für das Jahr 2013 vereinbart. Mit mehr als 19.900 genehmigten Plätzen für Kinder unter drei Jahren stünden in den Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz aktuell für 20,5 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe Möglichkeiten für eine frühe Förderung und für eine qualifizierte Betreuung zur Verfügung, hielt Doris Ahnen fest. Nach den bundesweiten Maßstäben – dabei werden zu den Plätzen in Krippen, Kindergärten und anderen Kindertagesstätten auch noch die öffentlich vermittelten Tagespflegeplätze hinzugezählt – liege die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren im Land sogar bei knapp 22 Prozent.
Ausbau läuft mit hohem pädagogischem Anspruch
Beim Ausbau der Betreuungsangebote in den Kindertagesstätten setzten die Träger erfreulicherweise auf pädagogisch hochwertige Lösungen, stellte die Ministerin fest. Nicht zuletzt durch die vom Land finanziell unterstützte Personalaufstockung in den Kindergärten bei der geregelten Öffnung von Kindergartengruppen für zweijährige Kinder erfolge die Ausweitung der Betreuungsangebote vor allem in so genannten altersgemischten Angeboten. "Das Bild vom ,typischen´ Kindergarten hat sich grundlegend verändert. Vor dem Start des rheinland-pfälzischen Kindertagesstättenprogramms ,Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ wurden die Kindergärten zu 85 Prozent ausschließlich durch die Jahrgangsgruppen der 3-Jährigen, 4-Jährigen und 5-Jährigen geprägt. Heute ist die individuelle, gemeinsame Bildung und Erziehung von Kindern verschiedener Altersgruppen in mehr als zwei Dritteln aller Kindergärten Alltag – und ganz überwiegend funktioniert das hervorragend", unterstrich die Bildungs- und Jugendministerin. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang auch, dass die bereits vor dem landesweiten Kindertagesstättenprogramm eingeräumte Möglichkeit der Aufnahme von bis zu zwei jüngeren Kindern in eine Kindergartengruppe ohne eine Aufstockung beim Personal rückläufig sei.
Der Zuwachs an Plätzen für Kinder unter drei Jahren finde allerdings nicht nur in den Kindergärten durch die verstärkte Aufnahme von Zweijährigen statt. Auch die Platzzahlen in Krippengruppen seien in den letzten beiden Kalenderjahren deutlich gestiegen. "Von August 2007 bis August 2008 lag die Zunahme bei rund 500 Plätzen landesweit, von August 2008 bis August 2009 wuchs die Zahl um weitere 600 Betreuungsmöglichkeiten auf mehr als 4.150 Krippenplätze", bilanzierte Doris Ahnen.
Qualität früher Bildungs- und Erziehungsangebote steigern
Parallel zur Quantität werde in Rheinland-Pfalz auch die Qualität der Angebote für Kinder unter drei Jahren weiter vorangetrieben, so die Bildungs- und Jugendministerin. Das zeige sich schon daran, dass die Träger in den Kindertagesstätten mit zuletzt rund 22.000 Personen über 2.000 Erzieherinnen, Erzieher oder andere pädagogische Fachkräfte mehr beschäftigten als zwei Jahre zuvor. "Die qualitative Weiterentwicklung zeigt sich vor allem aber auch darin, dass das Niveau der pädagogischen Qualifizierung der Beschäftigten in den Kindertagesstätten stetig weiter verbessert wird. Die hohe Fortbildungsbereitschaft der Erzieherinnen und Erzieher ist beeindruckend und eine deutliche Bestätigung des vom Land seit drei Jahren mit jährlich zwei Millionen Euro geförderten Fortbildungsprogramms", betonte Doris Ahnen. Zwischen 2006 und 2008 seien bei fast 3.600 Weiterbildungsmaßnahmen mehr als 57.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gezählt worden, 2009 kämen nach dem derzeitigen Stand weitere 1.200 Fortbildungsseminare und -kurse dazu. Im Mittelpunkt von mehr als 800 der insgesamt 4.800 Weiterbildungsmaßnahmen hätten dabei die Themen "Umgang mit altersgemischten Gruppen", "Zweijährige im Kindergarten" oder "Krippenpädagogik" gestanden. "Dass die Bedeutung der besonderen pädagogischen Ansätze für Kinder unter drei Jahren in den Kindertagesstätten und bei den Fortbildungsträgern erkannt wird, zeigt auch die Tatsache, dass der Anteil dieser Themen am gesamten Weiterbildungsangebot von Jahr zu Jahr größer geworden ist", sagte die Ministerin.
Von Landesseite aus werde daneben die Unterstützung von Trägern bei der Planung von Neubau- oder Umbaumaßnahmen für Kinder unter drei Jahren ausgeweitet, ergänzte Doris Ahnen. Mit dem Projekt "KinderRäume" würden aktuell Fotos und Planskizzen beispielhafter Neu- und Umgestaltungen von Räumen, die speziell für Kinder dieser Altersgruppe gedacht seien, zusammengetragen. Diese "best-practice-Beispiele" sollten dann unter anderem auf dem Kita-Server (www.kita.bildung-rp.de) vorgestellt werden. Damit sollten den Trägern Tipps und Anregungen gegeben werden, wie Aufenthalts-, Spiel- oder Ruheräume, in denen Krippengruppen oder aber altersgemischte Gruppen betreut werden, unter Berücksichtigung neuester pädagogischer, psychologischer, medizinischer, architektonischer und bautechnischer Erkenntnisse sinnvoll ausgestaltet werden könnten.
Ausbautempo weiter hochhalten
"Vor dem Hintergrund des ab August 2010 in Rheinland-Pfalz geltenden Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz für zweijährige Kinder und des mit dem Kinderförderungsgesetz für das Jahr 2013 festgeschriebenen Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder ab dem ersten Geburtstag müssen und wollen wir gemeinsam mit den Trägern der Kindertagesstätten das eingeschlagene Ausbautempo auch weiterhin hoch halten", betonte Doris Ahnen. Mitte 2007 waren für den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren in Kindertagesstätten und in der Tagespflege in Rheinland-Pfalz für den Zeitraum bis zum Jahr 2013 insgesamt 103 Millionen Euro aus der Bundeskasse und weitere 13,5 Millionen Euro aus der Landeskasse bereitgestellt worden. Hinzu kämen beträchtliche Eigenmittel der Kommunen, merkte die Ministerin anerkennend an. Mit den kommunalen Spitzenverbänden als Vertreter der Trägerseite sei vereinbart: Gegenüber dem Stand von 2007 sollten mit diesen Geldern rund 19.000 zusätzliche Plätze in Kindertagesstätten und in der Tagespflege neu geschaffen und finanziert werden.
"Der neueste Zwischenstand bei der Umsetzung dieser Vereinbarungen zeigt, dass durch die Unterstützung von Umwandlungen vorhandener Kita-Plätze sowie die Förderung von Neu- und Umbaumaßnahmen insgesamt 7.330 neue Plätze für Kinder unter drei Jahren 2008 und 2009 bereits entstanden sind oder in naher Zukunft noch entstehen", betonte Doris Ahnen. Mehr als 27,3 Millionen Euro seien dafür bereits insgesamt bewilligt worden. Die aktuellen Anzeichen sprächen dafür, dass das Tempo sogar gesteigert werde. Allein zwischen dem 1. April und dem 1. September dieses Jahres seien aus dem Sondervermögen des Bundes durch das Landesjugendamt Investitionskostenzuschüsse in Höhe von 15 Millionen Euro für die Schaffung zusätzlicher U-3-Plätze bewilligt worden. Vielfach zeige sich dabei, dass nach einer Phase, in der die meisten Träger ihr Platzangebot für Kinder unter drei Jahren durch die Umwidmung nicht benötigter Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren oder durch kleinere Erweiterungen bestehender Einrichtungen gesteigert hätten, nun verstärkt größere Erweiterungen oder gar Neubaumaßnahmen speziell für Kinder unter drei Jahren in Angriff genommen würden.
"Die Entwicklungen in der Kindertagesstättenstatistik zeigen deutlich, welch große Anstrengungen die kommunalen und die freien Träger von Kindertagesstätten sowie die örtlichen Jugendämter unternehmen, um das Angebot in der frühkindlichen Erziehung, Bildung und Betreuung weiter zu verbessern", lobte Bildungs- und Jugendministerin Ahnen und ergänzte: "Die Landesregierung wird diese Anstrengungen auch weiterhin nach Kräften unterstützen. Mit dem Kindertagesstättenprogramm ,Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ und mit den im März 2008 gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbarten Regelungen zum weiteren Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren nach dem Kinderförderungsgesetz sind dafür sehr gute Grundlagen vorhanden."
Mehr Informationen zur Kindertagesstättenpolitik in Rheinland-Pfalz finden sich im Internet unter: www.kita.bildung-rp.de
Im Zusammenhang mit dem KiföG und der Bildung des Bundessondervermögens "für Investitionen in den Betreuungsausbau" haben Bund und Länder eine Steigerung der Versorgungsquote bei den Angeboten für Kinder unter drei Jahren auf 35 Prozent bundesweit für das Jahr 2013 vereinbart. Mit mehr als 19.900 genehmigten Plätzen für Kinder unter drei Jahren stünden in den Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz aktuell für 20,5 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe Möglichkeiten für eine frühe Förderung und für eine qualifizierte Betreuung zur Verfügung, hielt Doris Ahnen fest. Nach den bundesweiten Maßstäben – dabei werden zu den Plätzen in Krippen, Kindergärten und anderen Kindertagesstätten auch noch die öffentlich vermittelten Tagespflegeplätze hinzugezählt – liege die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren im Land sogar bei knapp 22 Prozent.
Ausbau läuft mit hohem pädagogischem Anspruch
Beim Ausbau der Betreuungsangebote in den Kindertagesstätten setzten die Träger erfreulicherweise auf pädagogisch hochwertige Lösungen, stellte die Ministerin fest. Nicht zuletzt durch die vom Land finanziell unterstützte Personalaufstockung in den Kindergärten bei der geregelten Öffnung von Kindergartengruppen für zweijährige Kinder erfolge die Ausweitung der Betreuungsangebote vor allem in so genannten altersgemischten Angeboten. "Das Bild vom ,typischen´ Kindergarten hat sich grundlegend verändert. Vor dem Start des rheinland-pfälzischen Kindertagesstättenprogramms ,Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ wurden die Kindergärten zu 85 Prozent ausschließlich durch die Jahrgangsgruppen der 3-Jährigen, 4-Jährigen und 5-Jährigen geprägt. Heute ist die individuelle, gemeinsame Bildung und Erziehung von Kindern verschiedener Altersgruppen in mehr als zwei Dritteln aller Kindergärten Alltag – und ganz überwiegend funktioniert das hervorragend", unterstrich die Bildungs- und Jugendministerin. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang auch, dass die bereits vor dem landesweiten Kindertagesstättenprogramm eingeräumte Möglichkeit der Aufnahme von bis zu zwei jüngeren Kindern in eine Kindergartengruppe ohne eine Aufstockung beim Personal rückläufig sei.
Der Zuwachs an Plätzen für Kinder unter drei Jahren finde allerdings nicht nur in den Kindergärten durch die verstärkte Aufnahme von Zweijährigen statt. Auch die Platzzahlen in Krippengruppen seien in den letzten beiden Kalenderjahren deutlich gestiegen. "Von August 2007 bis August 2008 lag die Zunahme bei rund 500 Plätzen landesweit, von August 2008 bis August 2009 wuchs die Zahl um weitere 600 Betreuungsmöglichkeiten auf mehr als 4.150 Krippenplätze", bilanzierte Doris Ahnen.
Qualität früher Bildungs- und Erziehungsangebote steigern
Parallel zur Quantität werde in Rheinland-Pfalz auch die Qualität der Angebote für Kinder unter drei Jahren weiter vorangetrieben, so die Bildungs- und Jugendministerin. Das zeige sich schon daran, dass die Träger in den Kindertagesstätten mit zuletzt rund 22.000 Personen über 2.000 Erzieherinnen, Erzieher oder andere pädagogische Fachkräfte mehr beschäftigten als zwei Jahre zuvor. "Die qualitative Weiterentwicklung zeigt sich vor allem aber auch darin, dass das Niveau der pädagogischen Qualifizierung der Beschäftigten in den Kindertagesstätten stetig weiter verbessert wird. Die hohe Fortbildungsbereitschaft der Erzieherinnen und Erzieher ist beeindruckend und eine deutliche Bestätigung des vom Land seit drei Jahren mit jährlich zwei Millionen Euro geförderten Fortbildungsprogramms", betonte Doris Ahnen. Zwischen 2006 und 2008 seien bei fast 3.600 Weiterbildungsmaßnahmen mehr als 57.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gezählt worden, 2009 kämen nach dem derzeitigen Stand weitere 1.200 Fortbildungsseminare und -kurse dazu. Im Mittelpunkt von mehr als 800 der insgesamt 4.800 Weiterbildungsmaßnahmen hätten dabei die Themen "Umgang mit altersgemischten Gruppen", "Zweijährige im Kindergarten" oder "Krippenpädagogik" gestanden. "Dass die Bedeutung der besonderen pädagogischen Ansätze für Kinder unter drei Jahren in den Kindertagesstätten und bei den Fortbildungsträgern erkannt wird, zeigt auch die Tatsache, dass der Anteil dieser Themen am gesamten Weiterbildungsangebot von Jahr zu Jahr größer geworden ist", sagte die Ministerin.
Von Landesseite aus werde daneben die Unterstützung von Trägern bei der Planung von Neubau- oder Umbaumaßnahmen für Kinder unter drei Jahren ausgeweitet, ergänzte Doris Ahnen. Mit dem Projekt "KinderRäume" würden aktuell Fotos und Planskizzen beispielhafter Neu- und Umgestaltungen von Räumen, die speziell für Kinder dieser Altersgruppe gedacht seien, zusammengetragen. Diese "best-practice-Beispiele" sollten dann unter anderem auf dem Kita-Server (www.kita.bildung-rp.de) vorgestellt werden. Damit sollten den Trägern Tipps und Anregungen gegeben werden, wie Aufenthalts-, Spiel- oder Ruheräume, in denen Krippengruppen oder aber altersgemischte Gruppen betreut werden, unter Berücksichtigung neuester pädagogischer, psychologischer, medizinischer, architektonischer und bautechnischer Erkenntnisse sinnvoll ausgestaltet werden könnten.
Ausbautempo weiter hochhalten
"Vor dem Hintergrund des ab August 2010 in Rheinland-Pfalz geltenden Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz für zweijährige Kinder und des mit dem Kinderförderungsgesetz für das Jahr 2013 festgeschriebenen Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder ab dem ersten Geburtstag müssen und wollen wir gemeinsam mit den Trägern der Kindertagesstätten das eingeschlagene Ausbautempo auch weiterhin hoch halten", betonte Doris Ahnen. Mitte 2007 waren für den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren in Kindertagesstätten und in der Tagespflege in Rheinland-Pfalz für den Zeitraum bis zum Jahr 2013 insgesamt 103 Millionen Euro aus der Bundeskasse und weitere 13,5 Millionen Euro aus der Landeskasse bereitgestellt worden. Hinzu kämen beträchtliche Eigenmittel der Kommunen, merkte die Ministerin anerkennend an. Mit den kommunalen Spitzenverbänden als Vertreter der Trägerseite sei vereinbart: Gegenüber dem Stand von 2007 sollten mit diesen Geldern rund 19.000 zusätzliche Plätze in Kindertagesstätten und in der Tagespflege neu geschaffen und finanziert werden.
"Der neueste Zwischenstand bei der Umsetzung dieser Vereinbarungen zeigt, dass durch die Unterstützung von Umwandlungen vorhandener Kita-Plätze sowie die Förderung von Neu- und Umbaumaßnahmen insgesamt 7.330 neue Plätze für Kinder unter drei Jahren 2008 und 2009 bereits entstanden sind oder in naher Zukunft noch entstehen", betonte Doris Ahnen. Mehr als 27,3 Millionen Euro seien dafür bereits insgesamt bewilligt worden. Die aktuellen Anzeichen sprächen dafür, dass das Tempo sogar gesteigert werde. Allein zwischen dem 1. April und dem 1. September dieses Jahres seien aus dem Sondervermögen des Bundes durch das Landesjugendamt Investitionskostenzuschüsse in Höhe von 15 Millionen Euro für die Schaffung zusätzlicher U-3-Plätze bewilligt worden. Vielfach zeige sich dabei, dass nach einer Phase, in der die meisten Träger ihr Platzangebot für Kinder unter drei Jahren durch die Umwidmung nicht benötigter Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren oder durch kleinere Erweiterungen bestehender Einrichtungen gesteigert hätten, nun verstärkt größere Erweiterungen oder gar Neubaumaßnahmen speziell für Kinder unter drei Jahren in Angriff genommen würden.
"Die Entwicklungen in der Kindertagesstättenstatistik zeigen deutlich, welch große Anstrengungen die kommunalen und die freien Träger von Kindertagesstätten sowie die örtlichen Jugendämter unternehmen, um das Angebot in der frühkindlichen Erziehung, Bildung und Betreuung weiter zu verbessern", lobte Bildungs- und Jugendministerin Ahnen und ergänzte: "Die Landesregierung wird diese Anstrengungen auch weiterhin nach Kräften unterstützen. Mit dem Kindertagesstättenprogramm ,Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ und mit den im März 2008 gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbarten Regelungen zum weiteren Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren nach dem Kinderförderungsgesetz sind dafür sehr gute Grundlagen vorhanden."
Mehr Informationen zur Kindertagesstättenpolitik in Rheinland-Pfalz finden sich im Internet unter: www.kita.bildung-rp.de
Eltern rheinland-pfälzischer Schülerinnen und Schüler können etwas aufatmen – eine finanzielle Entlastung beim Schulbuchkauf ist in Sicht
Mainz, 09.10.2009 "Endlich werden auch SchülerInnen von Berufsoberschulen und Höheren Berufsfachschulen miteinbezogen, somit können weitere 14.000 SchülerInnen aus einkommensschwachen Familien kostenlos Lernmittel beziehen", so Sonja Schmahl aus dem Landesvorstand der LSV.
"Wir begrüßen das vorgeschlagene System der Lernmittelausleihe. Dennoch si9t die Eigenbeteiligung von etwa einem Drittel des Ladenpreises pro Schuljahr noch deutlich zu hoch", so Jan Theisen, Außenreferent der LSV. "Bildung muss kostenlos sein. Das Vorliegende darf nur eine Etappe sein."
"Es ist nicht fair, dass das Ausleihsystem für Grundschulen erst zum Schuljahr 2012/ 2013 eingeführt werden soll. Gerade hier sollte es Eltern schnell möglich sein, die Schulbücher ihrer Kinder auszuleihen, damit das gesparte Geld in die gezielte Frühförderung ihrer Kinder investiert werden kann", so Ronja Gestrich aus dem Landesvorstand.
"Unsere Bildungsministerin will eine Mehrbelastung von Einkommensschwachen ausschließen. Dennoch stellt die vorgeschlagene Regelung zunächst genau dies dar, weil mit der Entlastung von Einkommensstarken der Landesetat belastet wird. Nur wenn die Finanzierung des Ausleihsystems dies vernünftig ausgleicht, kann der Vorschlag ein Gewinn für alle, ein Gewinn für das Bildungssystem in Rheinland-Pfalz, sein", so Matthias Köberlein, Pressereferent der LSV.
Mainz, 09.10.2009 "Endlich werden auch SchülerInnen von Berufsoberschulen und Höheren Berufsfachschulen miteinbezogen, somit können weitere 14.000 SchülerInnen aus einkommensschwachen Familien kostenlos Lernmittel beziehen", so Sonja Schmahl aus dem Landesvorstand der LSV.
"Wir begrüßen das vorgeschlagene System der Lernmittelausleihe. Dennoch si9t die Eigenbeteiligung von etwa einem Drittel des Ladenpreises pro Schuljahr noch deutlich zu hoch", so Jan Theisen, Außenreferent der LSV. "Bildung muss kostenlos sein. Das Vorliegende darf nur eine Etappe sein."
"Es ist nicht fair, dass das Ausleihsystem für Grundschulen erst zum Schuljahr 2012/ 2013 eingeführt werden soll. Gerade hier sollte es Eltern schnell möglich sein, die Schulbücher ihrer Kinder auszuleihen, damit das gesparte Geld in die gezielte Frühförderung ihrer Kinder investiert werden kann", so Ronja Gestrich aus dem Landesvorstand.
"Unsere Bildungsministerin will eine Mehrbelastung von Einkommensschwachen ausschließen. Dennoch stellt die vorgeschlagene Regelung zunächst genau dies dar, weil mit der Entlastung von Einkommensstarken der Landesetat belastet wird. Nur wenn die Finanzierung des Ausleihsystems dies vernünftig ausgleicht, kann der Vorschlag ein Gewinn für alle, ein Gewinn für das Bildungssystem in Rheinland-Pfalz, sein", so Matthias Köberlein, Pressereferent der LSV.
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RP: "Gesunde Schule Rheinland-Pfalz" – Techniker Krankenkasse und Bildungsministerium prämieren Projekte zur Sucht- und Gewaltprävention
Mainz / Ingelheim, 05.10.2009 Der Wettbewerb "Gesunde Schule" geht in die zweite Runde: Nachdem im vergangenen Jahr Projekte ausgezeichnet wurden, die sich besonders um ein gesundheitsbewusstes Schulumfeld bemühten, liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Themenbereich Sucht- und Gewaltprävention. Unter dem Motto "Starke Klasse - Gesunde Schule" suchen das rheinland-pfälzische Bildungsministerium und die Techniker Krankenkasse (TK) Konzepte mit Vorbildcharakter. Insgesamt winken Preisgelder in Höhe von 8.000 Euro.
Der offizielle Startschuss für den landesweiten Wettbewerb fiel heute im Sebastian-Münster-Gymnasium in Ingelheim. Vera Reiß, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium betonte bei der Auftaktveranstaltung: "Wir wollen die Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit sowie das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen verstärkt fördern. Deshalb suchen wir Schulkonzepte, die nachhaltig diese Lebenskompetenzen stärken."
Für Anneliese Bodemar, Leiterin der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, sind Projekte zur Suchtprävention ein wichtiges Anliegen: "Fast 20.000 Mal wurden in 2008 Kinder und Jugendliche in Deutschland mit einem Vollrausch ins Krankenhaus eingeliefert. Damit hat sich die Zahl seit dem Jahr 2000 etwa verdoppelt. Leider glauben viele Kinder und Jugendliche noch immer Alkohol und andere Drogen seien cool, machen erwachsen und selbstbewusst. Mit diesen Irrtümern wollen wir aufräumen und suchen deshalb auch Konzepte die Alkohol- und Drogenmissbrauch bekämpfen."
Bis zum 15. Dezember können die Schulen ihre Projekte einreichen. Eine Jury wird im Anschluss die Preisträger auswählen. Das beste Schulprojekt erhält als Auszeichnung 5.000 Euro, der zweite Platz 2.000 Euro, der dritte Platz wird mit 1.000 Euro belohnt. Die überreichten Gelder sind in bestehende oder neue Gesundheitsprojekte zu investieren.
Ab sofort können die Vorschläge formlos schriftlich bei der TK eingereicht werden. Interessierte Schulen können sich unter www.tk-online.de/lv-rheinlandpfalz über den Förderpreis "Gesunde Schule Rheinland-Pfalz 2009" und die Preiskriterien informieren.
Der offizielle Startschuss für den landesweiten Wettbewerb fiel heute im Sebastian-Münster-Gymnasium in Ingelheim. Vera Reiß, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium betonte bei der Auftaktveranstaltung: "Wir wollen die Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit sowie das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen verstärkt fördern. Deshalb suchen wir Schulkonzepte, die nachhaltig diese Lebenskompetenzen stärken."
Für Anneliese Bodemar, Leiterin der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, sind Projekte zur Suchtprävention ein wichtiges Anliegen: "Fast 20.000 Mal wurden in 2008 Kinder und Jugendliche in Deutschland mit einem Vollrausch ins Krankenhaus eingeliefert. Damit hat sich die Zahl seit dem Jahr 2000 etwa verdoppelt. Leider glauben viele Kinder und Jugendliche noch immer Alkohol und andere Drogen seien cool, machen erwachsen und selbstbewusst. Mit diesen Irrtümern wollen wir aufräumen und suchen deshalb auch Konzepte die Alkohol- und Drogenmissbrauch bekämpfen."
Bis zum 15. Dezember können die Schulen ihre Projekte einreichen. Eine Jury wird im Anschluss die Preisträger auswählen. Das beste Schulprojekt erhält als Auszeichnung 5.000 Euro, der zweite Platz 2.000 Euro, der dritte Platz wird mit 1.000 Euro belohnt. Die überreichten Gelder sind in bestehende oder neue Gesundheitsprojekte zu investieren.
Ab sofort können die Vorschläge formlos schriftlich bei der TK eingereicht werden. Interessierte Schulen können sich unter www.tk-online.de/lv-rheinlandpfalz über den Förderpreis "Gesunde Schule Rheinland-Pfalz 2009" und die Preiskriterien informieren.
Beginn des Schuljahres 2009/2010
Mainz, 24.08.2009 Den Schuljahresbeginn 2009/2010 in Rheinland-Pfalz prägt eine grundlegende Weichenstellung: Mit dem Start von 122 Realschulen plus, die Haupt- und Realschulen zusammenführen, beginnt die praktische Umsetzung der Schulstrukturreform mit mehr Durchlässigkeit und vielen Aufstiegsmöglichkeiten. Nach Abschluss der Schulstrukturreform wird es spätestens im Schuljahr 2013/2014 neben den Gymnasien nur noch Realschulen plus und Integrierte Gesamtschulen geben, die mehrere Bildungsgänge unter einem Dach vereinen. "Mit der Strukturreform soll das schulische Bildungsangebot mit Blick auf die demografischen Entwicklungen zukunftsfest gemacht werden und wir wollen damit bessere Qualifikationen für Ausbildung, Studium und Beruf schaffen. Die Durchlässigkeit und die Aufstiegsmöglichkeiten werden deutlich erhöht, weil jedes Kind und jeder Jugendliche die Chance haben soll, seine Talente und Neigungen möglichst gut zu entwickeln. Die Schulstrukturreform ist somit auch ein tragender Pfeiler der Anstrengungen der Landesregierung, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu entkoppeln", unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute zum ersten Schultag des Schuljahres 2009/2010 anlässlich von Besuchen in der neuen Realschule plus am Scharlachberg (Integrative Realschule) und in der Rochus-Realschule plus (Kooperative Realschule) in Bingen.
Mehr Durchlässigkeit, mehr Aufstiegsorientierung
Nicht nur die verbindliche gemeinsame Orientierungsstufe in der Realschule plus, sondern auch die Angleichung der Stundentafeln in allen Orientierungsstufen der weiterführenden Schulen machten es einfacher, die Entscheidung über den späteren Bildungsgang länger offen zu halten, betonte die Bildungsministerin. Die 122 Realschulen plus, die heute den Unterricht aufnähmen, eröffneten zudem zusätzliche Möglichkeiten der individuellen Förderung und des Aufstiegs zu höheren Bildungsabschlüssen, die es bisher so nicht gegeben habe. Die Stärkung der Angebote im Wahlpflichtbereich mit den Fächern Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialwesen sowie Technik und Naturwissenschaft, die ab der sechsten Klassenstufe wirksam wird, verbessere zusammen mit der Verstärkung der Berufsorientierung als Unterrichtsprinzip die Vorbereitung auf die berufliche Ausbildung sowie das Berufsleben und stoße auch in der Wirtschaft auf breite Zustimmung. Die klare Aufstiegsorientierung zugunsten der Schülerinnen und Schüler in beiden Formen der Realschule plus – also sowohl in der integrativen als auch in der kooperativen Form – und die Fachoberschule, die ab 2011 mit Realschulen plus an ausgewählten Standorten verbunden und den Erwerb der Fachhochschulreife ermöglichen werde, öffneten neue Wege zu höheren Bildungsabschlüssen. "Dass das Konzept der Realschule plus bei Eltern, Schülerinnen und Schülern gut ankommt, zeigt die Tatsache, dass für die 31 neugebildeten Realschulen plus schon zum Anmeldetermin im März deutlich mehr als 3.250 Schülerinnen und Schüler angemeldet worden waren", stellte Doris Ahnen fest. Insgesamt besuchen die fünften Klassen der heute startenden 122 Realschulen plus mehr als 8.500 Schülerinnen und Schüler. Die immer wieder geäußerte Behauptung, mit dieser Einführung steige der Andrang auf die Gymnasien, sei dabei von den Fakten widerlegt worden.
Ergänzt werde die Strategie der Landesregierung für mehr Durchlässigkeit und mehr Aufstiegschancen durch den parallel betriebenen weiteren Ausbau der Integrierten Gesamtschulen und der Angebote an berufsbildenden Schulen, die zur Fachhochschulreife oder zur Hochschulreife führten. Doris Ahnen unterstrich: "Der Start von fünf neuen beruflichen Gymnasien und einer neuen Berufsoberschule II zum neuen Schuljahr zeigt, dass wir insgesamt ein Angebot für Schülerinnen und Schüler schaffen wollen, das ihnen nach dem Erwerb der Mittleren Reife verschiedene Optionen zum Erwerb höherer Schulabschlüsse bietet und das sich an den unterschiedlichen Neigungen und Fähigkeiten orientiert." Die Bildungsministerin erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die berufsbildenden Schulen auch eine ganze Reihe von Aufstiegswegen für Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit der Berufsreife anbieten.
Gute Rahmenbedingungen – nicht nur für neue Schulen
"Ein zentrales Anliegen bei der Konzeption der Schulstrukturreform war es, durch gute Rahmenbedingungen zu garantieren, dass die damit für die Schülerinnen und Schüler verfolgten Ziele auch erreicht werden können. Daneben gelten die Anstrengungen der Landesregierung aber auch weiterhin der Verbesserung der Rahmenbedingungen in allen Schulen", betonte die Ministerin weiter. Mit neuen Vorgaben für die Lehrerstundenzuweisung und die Unterrichtsorganisation sowie mit einem Stundenpool für die Umsetzung schuleigener Förderkonzepte würden die neuen Realschulen plus ebenso unterstützt wie mit der abgesenkten Klassenmesszahl in der verbindlichen gemeinsamen Orientierungsstufe auf maximal 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse. Dafür seien im laufenden Schuljahr 55 Stellen eingesetzt worden. "Positiv wirkt sich darüber hinaus für mehr als zwei Drittel aller neuen Realschulen plus sicherlich aus, dass sie als Ganztagsschulen in Angebotsform bereits sehr gute personelle Rahmenbedingungen haben", merkte Doris Ahnen an.
Zeichen für die erfolgreichen Bemühungen um gute Rahmenbedingungen für die Schulen seien auch, dass für das neue Schuljahr landesweit deutlich mehr als 1.000 Lehrerinnen und Lehrer von der Schulaufsicht eingestellt worden seien, rund 900 davon zum 1. August und 119 bereits im Vorgriff zu den Einstellungsterminen im Februar und Mai. Um langfristig den Nachwuchs an Lehrkräften abzusichern würden zudem im neuen Schuljahr die Ausbildungskapazitäten an den Studienseminaren für Gymnasialreferendare um insgesamt 120 Plätze erweitert. In allen Studienseminaren zusammen hätten zum 1. August insgesamt 880 Personen die Ausbildung aufgenommen.
Erwähnt werden müsse in diesem Zusammenhang auch, dass es durch gezielte zusätzliche Stellenzuweisungen gelungen sei, in den Eingangsklassen der Grundschulen die maximale Klassengröße zu reduzieren, merkte die Ministerin an. Von zwei Schulen abgesehen, in denen Raumprobleme dies verhinderten, gebe es keine Eingangsklasse mehr mit mehr als 28 Schülerinnen und Schüler – zum allergrößten Teil seien die Klassen deutlich kleiner.
Zu den Rahmenbedingungen, die mit dem neuen Schuljahr verbessert würden, zähle nicht zuletzt die Neuregelung der Schülerbeförderung, die nicht nur Schülerinnen und Schüler der neuen Realschulen plus betreffen, die keinen Eigenanteil zahlten. Es sei auch für Schülerinnen und Schüler der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen die Freibetragsgrenze für den Eigenanteil nach oben gesetzt worden. "Die Neuregelung bei der Schülerbeförderung entlastet Eltern und Erziehungsberechtigte", unterstrich Doris Ahnen. Das Land werde dafür die Zuweisungen an die Städte und Kreise als Träger der Schülerbeförderung stufenweise aufstocken um bis zu rund 15 Millionen Euro pro Jahr im Endausbau.
Mehr Förderangebote für Schülerinnen und Schüler
"Das zentrale Ziel der Bildungspolitik im Land ist und bleibt es, die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler weiter zu verbessern und die Angebote dafür stetig auszubauen", hielt Bildungsministerin Ahnen fest. Mit der Konzeption der Realschule plus sei daher das Projekt "Keine/r ohne Abschluss" entwickelt worden, um den Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne einen Abschluss in Form der Berufsreife weiter zu senken. Schülerinnen und Schülern, die nach der neunten Klassenstufe diesen Abschluss nicht erreicht hätten, werde dabei in kleinen Lerngruppen ein Zusatzangebot in verpflichtender Ganztagsform gemacht, das durch eine intensive Verknüpfung mit der Praxis in Betrieben und mit fächerübergreifender Projektarbeit gekennzeichnet sei. All dies solle insbesondere dabei helfen, soziale Kompetenzen zu stärken, die im Arbeitsleben erwartet werden, und fächerspezifische Schwächen aufzuarbeiten. Dieses Projekt laufe mit dem neuen Schuljahr in der kooperativ organisierten Realschule plus in Ramstein-Miesenbach sowie in der integrativ arbeitenden Realschule plus in Ransbach-Baumbach an und solle insgesamt in 10 Realschulen plus erprobt werden.
Weiter fortgesetzt werde der Ausbau der Ganztagsschulen in Angebotsform, die in allen Schularten der allgemeinbildenden Schulen eingerichtet würden, hielt Doris Ahnen weiter fest. Ebenso wichtig wie die quantitative Steigerung seien dem Land dabei die hohen qualitativen Maßstäbe, an denen weiter festgehalten werde. Im achten Jahr des Ganztagsschulprogramms des Landes steige die Zahl um 55 Schulen auf jetzt 504 Ganztagsschulen in Angebotsform, in denen mehr als 54.000 Schülerinnen und Schüler die zusätzlichen Angebote zur differenzierten Förderung nutzten. Zusammen mit anderen Formen der schulischen Ganztagsbetreuung erhielten nach den aktuellen Rückmeldungen insgesamt landesweit sogar mehr als 75.000 Schülerinnen und Schüler über den Rahmen der herkömmlichen Halbtagsschule hinaus Lern- und Förderangebote. Ein besonderes Ganztagsschulangebot seien die Ganztagsgymnasien mit achtjährigem Bildungsgang (G8GTS), in denen Schülerinnen und Schüler die optimale Förderung erhalten könnten, um die Anforderungen des verkürzten Bildungsgangs zu bewältigen, so die Ministerin. Deren Zahl steige mit dem Schuljahresbeginn durch vier neue Standorte auf landesweit insgesamt 13.
Spezielle intensive Förderung mit einem Beitrag zur Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen zu verbinden sei schließlich das Ziel, das mit dem Ausbau des Netzes von Schwerpunktschulen verknüpft werde. Deren Zahl steige mit dem neuen Schuljahr um 9 Grundschulen und 4 weiterführende Schulen weiter an. Damit hätten Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf die Möglichkeit in landesweit 172 Schulen (96 Grundschulen und 76 Schulen der Sekundarstufe I) gemeinsam mit anderen Kindern zu lernen und dabei von Förderschullehrkräften sowie pädagogischen Fachkräften im Unterricht gezielt betreut und unterstützt zu werden.
"Das Angebot für Schülerinnen, Schüler und Eltern ist in diesem Schuljahr noch attraktiver geworden. Ihnen aber auch den Lehrerinnen und Lehrern und den Schulträgern kann ich versichern, dass die Landesregierung in diesem Schuljahr die Ziele bessere Förderung, mehr Chancengleichheit und mehr Aufstiegschancen konsequent weiterverfolgen wird. Die Schulstrukturreform kommt weiter voran. Das haben ja bereits die Entscheidungen kurz vor Beginn der Sommerferien für neue Standorte von Realschulen plus und von Integrierten Gesamtschulen im Schuljahr 2010/2011 gezeigt. 50 neue Realschulen plus und 17 neue Integrierte Gesamtschulen haben für das nächste Schuljahr bereits Errichtungsoptionen erhalten. Diese Optionen müssen nun Anfang kommenden Jahres durch ausreichende Anmeldezahlen noch eingelöst werden. Beim Erreichen dieses Ziels wird sicherlich auch das Beispiel der jetzt bereits an den Start gehenden neuen Schulen durch eine gute und erfolgreiche Arbeit helfen", hielt Bildungsministerin Ahnen abschließend fest.
Mainz, 24.08.2009 Den Schuljahresbeginn 2009/2010 in Rheinland-Pfalz prägt eine grundlegende Weichenstellung: Mit dem Start von 122 Realschulen plus, die Haupt- und Realschulen zusammenführen, beginnt die praktische Umsetzung der Schulstrukturreform mit mehr Durchlässigkeit und vielen Aufstiegsmöglichkeiten. Nach Abschluss der Schulstrukturreform wird es spätestens im Schuljahr 2013/2014 neben den Gymnasien nur noch Realschulen plus und Integrierte Gesamtschulen geben, die mehrere Bildungsgänge unter einem Dach vereinen. "Mit der Strukturreform soll das schulische Bildungsangebot mit Blick auf die demografischen Entwicklungen zukunftsfest gemacht werden und wir wollen damit bessere Qualifikationen für Ausbildung, Studium und Beruf schaffen. Die Durchlässigkeit und die Aufstiegsmöglichkeiten werden deutlich erhöht, weil jedes Kind und jeder Jugendliche die Chance haben soll, seine Talente und Neigungen möglichst gut zu entwickeln. Die Schulstrukturreform ist somit auch ein tragender Pfeiler der Anstrengungen der Landesregierung, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu entkoppeln", unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute zum ersten Schultag des Schuljahres 2009/2010 anlässlich von Besuchen in der neuen Realschule plus am Scharlachberg (Integrative Realschule) und in der Rochus-Realschule plus (Kooperative Realschule) in Bingen.
Mehr Durchlässigkeit, mehr Aufstiegsorientierung
Nicht nur die verbindliche gemeinsame Orientierungsstufe in der Realschule plus, sondern auch die Angleichung der Stundentafeln in allen Orientierungsstufen der weiterführenden Schulen machten es einfacher, die Entscheidung über den späteren Bildungsgang länger offen zu halten, betonte die Bildungsministerin. Die 122 Realschulen plus, die heute den Unterricht aufnähmen, eröffneten zudem zusätzliche Möglichkeiten der individuellen Förderung und des Aufstiegs zu höheren Bildungsabschlüssen, die es bisher so nicht gegeben habe. Die Stärkung der Angebote im Wahlpflichtbereich mit den Fächern Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialwesen sowie Technik und Naturwissenschaft, die ab der sechsten Klassenstufe wirksam wird, verbessere zusammen mit der Verstärkung der Berufsorientierung als Unterrichtsprinzip die Vorbereitung auf die berufliche Ausbildung sowie das Berufsleben und stoße auch in der Wirtschaft auf breite Zustimmung. Die klare Aufstiegsorientierung zugunsten der Schülerinnen und Schüler in beiden Formen der Realschule plus – also sowohl in der integrativen als auch in der kooperativen Form – und die Fachoberschule, die ab 2011 mit Realschulen plus an ausgewählten Standorten verbunden und den Erwerb der Fachhochschulreife ermöglichen werde, öffneten neue Wege zu höheren Bildungsabschlüssen. "Dass das Konzept der Realschule plus bei Eltern, Schülerinnen und Schülern gut ankommt, zeigt die Tatsache, dass für die 31 neugebildeten Realschulen plus schon zum Anmeldetermin im März deutlich mehr als 3.250 Schülerinnen und Schüler angemeldet worden waren", stellte Doris Ahnen fest. Insgesamt besuchen die fünften Klassen der heute startenden 122 Realschulen plus mehr als 8.500 Schülerinnen und Schüler. Die immer wieder geäußerte Behauptung, mit dieser Einführung steige der Andrang auf die Gymnasien, sei dabei von den Fakten widerlegt worden.
Ergänzt werde die Strategie der Landesregierung für mehr Durchlässigkeit und mehr Aufstiegschancen durch den parallel betriebenen weiteren Ausbau der Integrierten Gesamtschulen und der Angebote an berufsbildenden Schulen, die zur Fachhochschulreife oder zur Hochschulreife führten. Doris Ahnen unterstrich: "Der Start von fünf neuen beruflichen Gymnasien und einer neuen Berufsoberschule II zum neuen Schuljahr zeigt, dass wir insgesamt ein Angebot für Schülerinnen und Schüler schaffen wollen, das ihnen nach dem Erwerb der Mittleren Reife verschiedene Optionen zum Erwerb höherer Schulabschlüsse bietet und das sich an den unterschiedlichen Neigungen und Fähigkeiten orientiert." Die Bildungsministerin erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die berufsbildenden Schulen auch eine ganze Reihe von Aufstiegswegen für Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit der Berufsreife anbieten.
Gute Rahmenbedingungen – nicht nur für neue Schulen
"Ein zentrales Anliegen bei der Konzeption der Schulstrukturreform war es, durch gute Rahmenbedingungen zu garantieren, dass die damit für die Schülerinnen und Schüler verfolgten Ziele auch erreicht werden können. Daneben gelten die Anstrengungen der Landesregierung aber auch weiterhin der Verbesserung der Rahmenbedingungen in allen Schulen", betonte die Ministerin weiter. Mit neuen Vorgaben für die Lehrerstundenzuweisung und die Unterrichtsorganisation sowie mit einem Stundenpool für die Umsetzung schuleigener Förderkonzepte würden die neuen Realschulen plus ebenso unterstützt wie mit der abgesenkten Klassenmesszahl in der verbindlichen gemeinsamen Orientierungsstufe auf maximal 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse. Dafür seien im laufenden Schuljahr 55 Stellen eingesetzt worden. "Positiv wirkt sich darüber hinaus für mehr als zwei Drittel aller neuen Realschulen plus sicherlich aus, dass sie als Ganztagsschulen in Angebotsform bereits sehr gute personelle Rahmenbedingungen haben", merkte Doris Ahnen an.
Zeichen für die erfolgreichen Bemühungen um gute Rahmenbedingungen für die Schulen seien auch, dass für das neue Schuljahr landesweit deutlich mehr als 1.000 Lehrerinnen und Lehrer von der Schulaufsicht eingestellt worden seien, rund 900 davon zum 1. August und 119 bereits im Vorgriff zu den Einstellungsterminen im Februar und Mai. Um langfristig den Nachwuchs an Lehrkräften abzusichern würden zudem im neuen Schuljahr die Ausbildungskapazitäten an den Studienseminaren für Gymnasialreferendare um insgesamt 120 Plätze erweitert. In allen Studienseminaren zusammen hätten zum 1. August insgesamt 880 Personen die Ausbildung aufgenommen.
Erwähnt werden müsse in diesem Zusammenhang auch, dass es durch gezielte zusätzliche Stellenzuweisungen gelungen sei, in den Eingangsklassen der Grundschulen die maximale Klassengröße zu reduzieren, merkte die Ministerin an. Von zwei Schulen abgesehen, in denen Raumprobleme dies verhinderten, gebe es keine Eingangsklasse mehr mit mehr als 28 Schülerinnen und Schüler – zum allergrößten Teil seien die Klassen deutlich kleiner.
Zu den Rahmenbedingungen, die mit dem neuen Schuljahr verbessert würden, zähle nicht zuletzt die Neuregelung der Schülerbeförderung, die nicht nur Schülerinnen und Schüler der neuen Realschulen plus betreffen, die keinen Eigenanteil zahlten. Es sei auch für Schülerinnen und Schüler der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen die Freibetragsgrenze für den Eigenanteil nach oben gesetzt worden. "Die Neuregelung bei der Schülerbeförderung entlastet Eltern und Erziehungsberechtigte", unterstrich Doris Ahnen. Das Land werde dafür die Zuweisungen an die Städte und Kreise als Träger der Schülerbeförderung stufenweise aufstocken um bis zu rund 15 Millionen Euro pro Jahr im Endausbau.
Mehr Förderangebote für Schülerinnen und Schüler
"Das zentrale Ziel der Bildungspolitik im Land ist und bleibt es, die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler weiter zu verbessern und die Angebote dafür stetig auszubauen", hielt Bildungsministerin Ahnen fest. Mit der Konzeption der Realschule plus sei daher das Projekt "Keine/r ohne Abschluss" entwickelt worden, um den Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne einen Abschluss in Form der Berufsreife weiter zu senken. Schülerinnen und Schülern, die nach der neunten Klassenstufe diesen Abschluss nicht erreicht hätten, werde dabei in kleinen Lerngruppen ein Zusatzangebot in verpflichtender Ganztagsform gemacht, das durch eine intensive Verknüpfung mit der Praxis in Betrieben und mit fächerübergreifender Projektarbeit gekennzeichnet sei. All dies solle insbesondere dabei helfen, soziale Kompetenzen zu stärken, die im Arbeitsleben erwartet werden, und fächerspezifische Schwächen aufzuarbeiten. Dieses Projekt laufe mit dem neuen Schuljahr in der kooperativ organisierten Realschule plus in Ramstein-Miesenbach sowie in der integrativ arbeitenden Realschule plus in Ransbach-Baumbach an und solle insgesamt in 10 Realschulen plus erprobt werden.
Weiter fortgesetzt werde der Ausbau der Ganztagsschulen in Angebotsform, die in allen Schularten der allgemeinbildenden Schulen eingerichtet würden, hielt Doris Ahnen weiter fest. Ebenso wichtig wie die quantitative Steigerung seien dem Land dabei die hohen qualitativen Maßstäbe, an denen weiter festgehalten werde. Im achten Jahr des Ganztagsschulprogramms des Landes steige die Zahl um 55 Schulen auf jetzt 504 Ganztagsschulen in Angebotsform, in denen mehr als 54.000 Schülerinnen und Schüler die zusätzlichen Angebote zur differenzierten Förderung nutzten. Zusammen mit anderen Formen der schulischen Ganztagsbetreuung erhielten nach den aktuellen Rückmeldungen insgesamt landesweit sogar mehr als 75.000 Schülerinnen und Schüler über den Rahmen der herkömmlichen Halbtagsschule hinaus Lern- und Förderangebote. Ein besonderes Ganztagsschulangebot seien die Ganztagsgymnasien mit achtjährigem Bildungsgang (G8GTS), in denen Schülerinnen und Schüler die optimale Förderung erhalten könnten, um die Anforderungen des verkürzten Bildungsgangs zu bewältigen, so die Ministerin. Deren Zahl steige mit dem Schuljahresbeginn durch vier neue Standorte auf landesweit insgesamt 13.
Spezielle intensive Förderung mit einem Beitrag zur Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen zu verbinden sei schließlich das Ziel, das mit dem Ausbau des Netzes von Schwerpunktschulen verknüpft werde. Deren Zahl steige mit dem neuen Schuljahr um 9 Grundschulen und 4 weiterführende Schulen weiter an. Damit hätten Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf die Möglichkeit in landesweit 172 Schulen (96 Grundschulen und 76 Schulen der Sekundarstufe I) gemeinsam mit anderen Kindern zu lernen und dabei von Förderschullehrkräften sowie pädagogischen Fachkräften im Unterricht gezielt betreut und unterstützt zu werden.
"Das Angebot für Schülerinnen, Schüler und Eltern ist in diesem Schuljahr noch attraktiver geworden. Ihnen aber auch den Lehrerinnen und Lehrern und den Schulträgern kann ich versichern, dass die Landesregierung in diesem Schuljahr die Ziele bessere Förderung, mehr Chancengleichheit und mehr Aufstiegschancen konsequent weiterverfolgen wird. Die Schulstrukturreform kommt weiter voran. Das haben ja bereits die Entscheidungen kurz vor Beginn der Sommerferien für neue Standorte von Realschulen plus und von Integrierten Gesamtschulen im Schuljahr 2010/2011 gezeigt. 50 neue Realschulen plus und 17 neue Integrierte Gesamtschulen haben für das nächste Schuljahr bereits Errichtungsoptionen erhalten. Diese Optionen müssen nun Anfang kommenden Jahres durch ausreichende Anmeldezahlen noch eingelöst werden. Beim Erreichen dieses Ziels wird sicherlich auch das Beispiel der jetzt bereits an den Start gehenden neuen Schulen durch eine gute und erfolgreiche Arbeit helfen", hielt Bildungsministerin Ahnen abschließend fest.
Mainz, 20.08.2009 Unmissverständlich zurückgewiesen hat Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß die Kritik des Verbands der Realschullehrer (VDR) an der aktuellen Umsetzung der Schulstrukturreform. "Die Rahmenbedingungen stimmen. Die Realschulen plus haben eine gute personelle Ausstattung durch zusätzliche Lehrerwochenstundenzuweisungen und durch einen Stundenpool für die individuelle Förderung. Damit kann der Heterogenität der Schülerschaft Rechnung getragen werden", unterstrich Vera Reiß.
Die Einstellung von Lehrkräften laufe seit Monaten auf Hochtouren und dauere bis in diese Tage an. Wie in jedem Jahr seien verlässliche Angaben zur Unterrichtsversorgung der allgemeinbildenden Schulen erst möglich, wenn die Erhebungen zur offiziellen Schulstatistik in allen Schulen abgeschlossen seien. Das heißt konkret, dass bis zum 10. September die entsprechenden Daten in den Schulen erhoben und nach der Auswertung – wie üblich – im Herbst veröffentlicht würden. Allerdings zeichne sich schon jetzt ab, dass auch in diesem Schuljahr eine insgesamt gute Unterrichtsversorgung erreicht werden kann.
Besonderes Augenmerk sei auch auf die möglichst schnelle Besetzung der Schulleitungsmitglieder in Realschulen plus gelegt worden. Dies sei auch bis auf wenige Fälle, in denen noch entsprechende Fristen laufen, erfolgreich gelungen. "Mit Nachdruck zurückgewiesen wird die Behauptung, die Klärung der Zukunft von bisherigen Schulleiterinnen und Schulleitern, die nicht zu Schulleitern von neuen Realschulen plus werden, werde vernachlässigt. Gerade dieser Aspekt war und ist dem Ministerium sehr wichtig. Für nahezu alle Betroffenen sind bereits einvernehmliche Lösungen gefunden", betonte die Staatssekretärin abschließend.
Die Einstellung von Lehrkräften laufe seit Monaten auf Hochtouren und dauere bis in diese Tage an. Wie in jedem Jahr seien verlässliche Angaben zur Unterrichtsversorgung der allgemeinbildenden Schulen erst möglich, wenn die Erhebungen zur offiziellen Schulstatistik in allen Schulen abgeschlossen seien. Das heißt konkret, dass bis zum 10. September die entsprechenden Daten in den Schulen erhoben und nach der Auswertung – wie üblich – im Herbst veröffentlicht würden. Allerdings zeichne sich schon jetzt ab, dass auch in diesem Schuljahr eine insgesamt gute Unterrichtsversorgung erreicht werden kann.
Besonderes Augenmerk sei auch auf die möglichst schnelle Besetzung der Schulleitungsmitglieder in Realschulen plus gelegt worden. Dies sei auch bis auf wenige Fälle, in denen noch entsprechende Fristen laufen, erfolgreich gelungen. "Mit Nachdruck zurückgewiesen wird die Behauptung, die Klärung der Zukunft von bisherigen Schulleiterinnen und Schulleitern, die nicht zu Schulleitern von neuen Realschulen plus werden, werde vernachlässigt. Gerade dieser Aspekt war und ist dem Ministerium sehr wichtig. Für nahezu alle Betroffenen sind bereits einvernehmliche Lösungen gefunden", betonte die Staatssekretärin abschließend.
Bildungsministerin Ahnen: Große Akzeptanz für Schulstrukturreform
50 neue Realschulen plus und 17 neue IGSen zum Schuljahr 2010/11
Mainz, 09.07.2009 "Die Schulstrukturreform in Rheinland-Pfalz, die zum kommenden Schuljahr erstmals ihre Wirkung entfaltet, kommt mit Riesenschritten voran. Für das Schuljahr 2010/2011 wurden insgesamt 102 Anträge auf Errichtung einer Realschule plus oder einer Integrierten Gesamtschule (IGS) vorgelegt. Dies zeigt, dass die Vorgaben für das neue System der weiterführenden Schulen auf hohe Akzeptanz stoßen und mit hoher Wahrscheinlichkeit auf freiwilliger Basis – vor 2013 – umgesetzt sein werden." Dies unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen bei der Vorstellung der neuen Entscheidungen zur Schulstruktur in Rheinland-Pfalz.
"50 Realschulen plus sowie 17 Integrierte Gesamtschulen im Land erhalten für das übernächste Schuljahr nun eine Errichtungsoption", kündigte die Ministerin an. Es sei sehr positiv, dass im konstruktiven Zusammenwirken von Schulträgern, Schulen und Schulaufsicht und weitgehend auf der Basis von Schulentwicklungsplänen in einem recht kurzen Zeitraum so viele Anträge zur Weiterentwicklung der Schulstruktur vor Ort zustande gekommen seien. "Ich bin zuversichtlich, dass die jetzt erteilten Errichtungsoptionen auch eingelöst werden und dass die neuen Schulen zum Schuljahresstart 2010/2011 an den Start gehen können", sagte Doris Ahnen. Um als Realschule plus starten zu können, müssen sich beim Aufnahmeverfahren für die Orientierungsstufe im Februar 2010 mindestens 51 Schülerinnen und Schüler anmelden, damit die Schule die im Schulgesetz vorgeschriebene Mindestzügigkeit von drei Klassen pro Jahrgangsstufe erfüllt. Bei Integrierten Gesamtschulen liegen die Hürden höher: Die Schulen müssen einerseits bei den Anmeldezahlen eine solide Vierzügigkeit sowie die für die individuelle Förderung in dieser Schulart notwendige Heterogenität mit angemessenen Anteilen an leistungsstärkeren und leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern erreichen. Mit der jetzigen, frühzeitigen Optionsentscheidung hätten die Schulen Gelegenheit, die Eltern frühzeitig und umfassend über die neuen Angebote zu informieren, betonte die Bildungsministerin.
Zur Erinnerung: Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 starten 122 Schulen landesweit in der neuen Schulart Realschule plus. 31 davon entstanden aus bisherigen Haupt- und Realschulen neu, zudem wurden 91 bisherige Regionale Schulen und Duale Oberschulen in Realschulen plus umgewandelt. Mit gutem Erfolg: Die Anmeldezahlen insbesondere für die neu gebildeten Realschulen plus für das kommende Schuljahr lagen teilweise sogar über den Zahlen der Vorgängerschulen im Schuljahr 2008/2009. Die Zahl der Integrierten Gesamtschulen, deren Errichtung mit dem Schulstrukturgesetz erleichtert wurde, erhöht sich zum kommenden Schuljahr um zehn neue Standorte auf dann 35 Integrierte Gesamtschulen.
Antragstermin für die Errichtung neuer Integrierter Gesamtschulen zum Schuljahr 2010/2011 war der 31. März, Antragsschluss für neue Realschulen plus war in diesem Jahr der 31. Mai 2009. In Zukunft sollen Errichtungsoptionen für alle weiterführenden allgemeinbildenden Schularten – also für Realschulen plus, Integrierte Gesamtschulen und für Gymnasien – sowie für die Wahlbildungsgänge an den beruflichen Schulen einheitlich bis zum 31. März beantragt werden können, um so eine regional gut abgestimmte Schulentwicklung weiter zu unterstützen.
Option für 50 neue Realschulen plus
"Das Rahmenkonzept für die neue Schulart Realschule plus wird von vielen Schulen und Schulträgern offenkundig als attraktive Chance zur Weiterentwicklung des schulischen Angebots vor Ort eingestuft", unterstrich die Bildungsministerin mit Blick auf die Bilanz des aktuellen Antragsverfahrens:
63 Anträge für Realschulen plus wurden vorgelegt.
50 Errichtungsoptionen werden erteilt,
davon werden 28 Realschulen plus aus zwei Schulen zusammengeführt (in der Regel aus einer Hauptschule und einer Realschule)
und 22 Realschulen plus entwickeln sich aus einer Vorgängerschule (13 aus einer Hauptschule und 9 aus einer Realschule).
31 Realschulen plus werden in kooperativer Form arbeiten und bilden nach der für alle Realschulen plus verbindlichen gemeinsamen Orientierungsstufe abschlussbezogene Klassen.
19 Realschulen plus werden in integrativer Form arbeiten und unterrichten die Schülerinnen und Schüler über die Klassenstufen 5 und 6 hinaus gemeinsam.
Option für 17 neue Integrierte Gesamtschulen
Die Dynamik der Weiterentwicklung der Schulstruktur sei auch an den Antragszahlen für die Errichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) abzulesen, sagte Doris Ahnen weiter. 39 Anträge auf Errichtung einer IGS seien für das Schuljahr 2010/2011 von den Schulträgern gestellt worden. Beim Entscheidungsprozess werde von der Schulaufsicht neben dem Elterninteresse auch die Wahrscheinlichkeit für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe mitgeprüft. "Nach sehr gründlicher Abwägung werden daher nun für das Schuljahr 2010/2011 insgesamt 17 Errichtungsoptionen für neue Integrierte Gesamtschulen vergeben", kündigte die Bildungsministerin an.
"Schulträgern, Schulen und Schulaufsicht gilt mein Dank für die sehr engagierte und konstruktive Arbeit bei der Weiterentwicklung der Schulstruktur. Dies zeigt: Es wird landesweit mit Hochdruck daran gearbeitet, das Bildungsangebot der weiterführenden Schulen qualitativ weiterzuentwickeln und auf Dauer demographiefest zu machen. Besonders erfreulich ist, dass nach dieser Antragsrunde nahezu die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte die Überführung von Haupt- und Realschulen in andere Schularten abschließen können", betonte Doris Ahnen. Die Dynamik des Prozesses zeige sich auch daran, dass zum Schuljahr 2010/2011 nur noch 39 staatliche Haupt- und 22 Realschulen in der alten Form Schülerinnen und Schüler aufnähmen. Für einzelne vorliegende Anträge, bei denen noch Klärungsbedarf bestehe, werde zudem eine Nachfrist bis zum 30. September 2009 eröffnet, fügte sie hinzu. Dies gelte insbesondere für die Konzepte in den Städten Worms, Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken sowie für bisherige Hauptschul- beziehungsweise Realschul-Standorte, die jetzt nicht als IGS-Standort vorgesehen seien und für eine gegebenenfalls noch zu beantragende vierzügige IGS in Hermeskeil. Deshalb könne sich die Zahl der Optionen für neue Schulen zum Schuljahr 2010/2011 noch erhöhen.
Pädagogische Ausgestaltung der Realschule plus steht
Neben der quantitativen Umsetzung seien auch die qualitative Entwicklung der neuen Schulstruktur und insbesondere die Ausgestaltung des pädagogischen Angebots in der Realschule plus auf einem sehr guten Weg, hielt Bildungsministerin Ahnen weiter fest. So seien mit einer Neufassung der Übergreifenden Schulordnung und den Verwaltungsvorschriften zu Unterrichtsorganisation und Stundentafel in der Realschule plus auch die nachgeordneten rechtlichen Bestimmungen an die Neuregelungen des Schulstrukturgesetzes angepasst. Ein wichtiger Baustein für das Profil der Realschule plus sei bekanntlich die Stärkung der Angebote im Wahlpflichtbereich. Der Organisationsrahmen dafür sei mittlerweile festgelegt und finde breite Zustimmung bei sämtlichen Beteiligten – auch in der Wirtschaft. Für die Fächer Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialwesen, Technik und Naturwissenschaft sowie die Unterrichtsprinzipien Berufsorientierung, ökonomische Bildung und informatische Bildung seien jeweils Curriculum-Entwürfe für die Klassenstufe 6 bis 10 erarbeitet worden, die die Arbeitsgrundlage für die künftige kompetenzorientierte Ausrichtung darstellten. Für die Klassenstufe 6 stünden für die Schulen bereits konkrete Unterrichtsbeispiele und Handreichungen im Internet bereit.
Eckpunkte für die Fachoberschule an der Realschule
Konkretisiert sei mittlerweile auch der pädagogische und organisatorische Rahmen für die künftigen Fachoberschulen, die – organisatorisch verbunden mit einer Realschule plus – in einem zweijährigen Bildungsgang zur Fachhochschulreife führen. Rheinland-pfälzische Fachoberschulen sollten in der Regel zweizügig geführt werden und könnten Angebote in drei Fachrichtungen vorhalten: Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit sowie Technik (mit dem Schwerpunkt Metalltechnik oder Technische Informatik). Diese drei Fachrichtungen bauten auf den Lernbereichen im Wahlpflichtangebot der Realschule plus auf, erklärte die Ministerin. Das Konzept zeige, dass mit dem Verbund aus Realschule plus und Fachoberschule ein attraktives Konzept für höhere Bildungsabschlüsse entstehe. "Wir können den Eltern sagen, die Realschule plus ist ein aufstiegsorientiertes und gleichberechtigtes Bildungsangebot, das ebenfalls bis zur Hochschulreife führen kann", fasste die Bildungsministerin zusammen.
Bis zum November gingen den Schulträgern und Schulen ausführliche Unterlagen zum Antragsverfahren zu. Die ersten Fachoberschulen könnten dann – wie im Gesetz zur Einführung der neuen Schulstruktur vorgesehen – im Schuljahr 2011/12 starten. Fragen der Qualifizierung von Lehrkräften für den Unterricht an der Fachoberschule würden in einer Arbeitsgruppe mit Lehrerverbänden und Lehrergewerkschaften geklärt.
"Alles in allem zeigt dies: Die Kommunen und das Land arbeiten zielstrebig und erfolgreich daran, Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern ein Bildungsangebot zu machen, das die Chancen von jungen Leuten verbessert, zu mehr Chancengleichheit beiträgt und zugleich zukunftsfest ist", sagte Doris Ahnen abschließend.
50 neue Realschulen plus und 17 neue IGSen zum Schuljahr 2010/11
Mainz, 09.07.2009 "Die Schulstrukturreform in Rheinland-Pfalz, die zum kommenden Schuljahr erstmals ihre Wirkung entfaltet, kommt mit Riesenschritten voran. Für das Schuljahr 2010/2011 wurden insgesamt 102 Anträge auf Errichtung einer Realschule plus oder einer Integrierten Gesamtschule (IGS) vorgelegt. Dies zeigt, dass die Vorgaben für das neue System der weiterführenden Schulen auf hohe Akzeptanz stoßen und mit hoher Wahrscheinlichkeit auf freiwilliger Basis – vor 2013 – umgesetzt sein werden." Dies unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen bei der Vorstellung der neuen Entscheidungen zur Schulstruktur in Rheinland-Pfalz.
"50 Realschulen plus sowie 17 Integrierte Gesamtschulen im Land erhalten für das übernächste Schuljahr nun eine Errichtungsoption", kündigte die Ministerin an. Es sei sehr positiv, dass im konstruktiven Zusammenwirken von Schulträgern, Schulen und Schulaufsicht und weitgehend auf der Basis von Schulentwicklungsplänen in einem recht kurzen Zeitraum so viele Anträge zur Weiterentwicklung der Schulstruktur vor Ort zustande gekommen seien. "Ich bin zuversichtlich, dass die jetzt erteilten Errichtungsoptionen auch eingelöst werden und dass die neuen Schulen zum Schuljahresstart 2010/2011 an den Start gehen können", sagte Doris Ahnen. Um als Realschule plus starten zu können, müssen sich beim Aufnahmeverfahren für die Orientierungsstufe im Februar 2010 mindestens 51 Schülerinnen und Schüler anmelden, damit die Schule die im Schulgesetz vorgeschriebene Mindestzügigkeit von drei Klassen pro Jahrgangsstufe erfüllt. Bei Integrierten Gesamtschulen liegen die Hürden höher: Die Schulen müssen einerseits bei den Anmeldezahlen eine solide Vierzügigkeit sowie die für die individuelle Förderung in dieser Schulart notwendige Heterogenität mit angemessenen Anteilen an leistungsstärkeren und leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern erreichen. Mit der jetzigen, frühzeitigen Optionsentscheidung hätten die Schulen Gelegenheit, die Eltern frühzeitig und umfassend über die neuen Angebote zu informieren, betonte die Bildungsministerin.
Zur Erinnerung: Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 starten 122 Schulen landesweit in der neuen Schulart Realschule plus. 31 davon entstanden aus bisherigen Haupt- und Realschulen neu, zudem wurden 91 bisherige Regionale Schulen und Duale Oberschulen in Realschulen plus umgewandelt. Mit gutem Erfolg: Die Anmeldezahlen insbesondere für die neu gebildeten Realschulen plus für das kommende Schuljahr lagen teilweise sogar über den Zahlen der Vorgängerschulen im Schuljahr 2008/2009. Die Zahl der Integrierten Gesamtschulen, deren Errichtung mit dem Schulstrukturgesetz erleichtert wurde, erhöht sich zum kommenden Schuljahr um zehn neue Standorte auf dann 35 Integrierte Gesamtschulen.
Antragstermin für die Errichtung neuer Integrierter Gesamtschulen zum Schuljahr 2010/2011 war der 31. März, Antragsschluss für neue Realschulen plus war in diesem Jahr der 31. Mai 2009. In Zukunft sollen Errichtungsoptionen für alle weiterführenden allgemeinbildenden Schularten – also für Realschulen plus, Integrierte Gesamtschulen und für Gymnasien – sowie für die Wahlbildungsgänge an den beruflichen Schulen einheitlich bis zum 31. März beantragt werden können, um so eine regional gut abgestimmte Schulentwicklung weiter zu unterstützen.
Option für 50 neue Realschulen plus
"Das Rahmenkonzept für die neue Schulart Realschule plus wird von vielen Schulen und Schulträgern offenkundig als attraktive Chance zur Weiterentwicklung des schulischen Angebots vor Ort eingestuft", unterstrich die Bildungsministerin mit Blick auf die Bilanz des aktuellen Antragsverfahrens:
63 Anträge für Realschulen plus wurden vorgelegt.
50 Errichtungsoptionen werden erteilt,
davon werden 28 Realschulen plus aus zwei Schulen zusammengeführt (in der Regel aus einer Hauptschule und einer Realschule)
und 22 Realschulen plus entwickeln sich aus einer Vorgängerschule (13 aus einer Hauptschule und 9 aus einer Realschule).
31 Realschulen plus werden in kooperativer Form arbeiten und bilden nach der für alle Realschulen plus verbindlichen gemeinsamen Orientierungsstufe abschlussbezogene Klassen.
19 Realschulen plus werden in integrativer Form arbeiten und unterrichten die Schülerinnen und Schüler über die Klassenstufen 5 und 6 hinaus gemeinsam.
Option für 17 neue Integrierte Gesamtschulen
Die Dynamik der Weiterentwicklung der Schulstruktur sei auch an den Antragszahlen für die Errichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) abzulesen, sagte Doris Ahnen weiter. 39 Anträge auf Errichtung einer IGS seien für das Schuljahr 2010/2011 von den Schulträgern gestellt worden. Beim Entscheidungsprozess werde von der Schulaufsicht neben dem Elterninteresse auch die Wahrscheinlichkeit für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe mitgeprüft. "Nach sehr gründlicher Abwägung werden daher nun für das Schuljahr 2010/2011 insgesamt 17 Errichtungsoptionen für neue Integrierte Gesamtschulen vergeben", kündigte die Bildungsministerin an.
"Schulträgern, Schulen und Schulaufsicht gilt mein Dank für die sehr engagierte und konstruktive Arbeit bei der Weiterentwicklung der Schulstruktur. Dies zeigt: Es wird landesweit mit Hochdruck daran gearbeitet, das Bildungsangebot der weiterführenden Schulen qualitativ weiterzuentwickeln und auf Dauer demographiefest zu machen. Besonders erfreulich ist, dass nach dieser Antragsrunde nahezu die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte die Überführung von Haupt- und Realschulen in andere Schularten abschließen können", betonte Doris Ahnen. Die Dynamik des Prozesses zeige sich auch daran, dass zum Schuljahr 2010/2011 nur noch 39 staatliche Haupt- und 22 Realschulen in der alten Form Schülerinnen und Schüler aufnähmen. Für einzelne vorliegende Anträge, bei denen noch Klärungsbedarf bestehe, werde zudem eine Nachfrist bis zum 30. September 2009 eröffnet, fügte sie hinzu. Dies gelte insbesondere für die Konzepte in den Städten Worms, Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken sowie für bisherige Hauptschul- beziehungsweise Realschul-Standorte, die jetzt nicht als IGS-Standort vorgesehen seien und für eine gegebenenfalls noch zu beantragende vierzügige IGS in Hermeskeil. Deshalb könne sich die Zahl der Optionen für neue Schulen zum Schuljahr 2010/2011 noch erhöhen.
Pädagogische Ausgestaltung der Realschule plus steht
Neben der quantitativen Umsetzung seien auch die qualitative Entwicklung der neuen Schulstruktur und insbesondere die Ausgestaltung des pädagogischen Angebots in der Realschule plus auf einem sehr guten Weg, hielt Bildungsministerin Ahnen weiter fest. So seien mit einer Neufassung der Übergreifenden Schulordnung und den Verwaltungsvorschriften zu Unterrichtsorganisation und Stundentafel in der Realschule plus auch die nachgeordneten rechtlichen Bestimmungen an die Neuregelungen des Schulstrukturgesetzes angepasst. Ein wichtiger Baustein für das Profil der Realschule plus sei bekanntlich die Stärkung der Angebote im Wahlpflichtbereich. Der Organisationsrahmen dafür sei mittlerweile festgelegt und finde breite Zustimmung bei sämtlichen Beteiligten – auch in der Wirtschaft. Für die Fächer Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialwesen, Technik und Naturwissenschaft sowie die Unterrichtsprinzipien Berufsorientierung, ökonomische Bildung und informatische Bildung seien jeweils Curriculum-Entwürfe für die Klassenstufe 6 bis 10 erarbeitet worden, die die Arbeitsgrundlage für die künftige kompetenzorientierte Ausrichtung darstellten. Für die Klassenstufe 6 stünden für die Schulen bereits konkrete Unterrichtsbeispiele und Handreichungen im Internet bereit.
Eckpunkte für die Fachoberschule an der Realschule
Konkretisiert sei mittlerweile auch der pädagogische und organisatorische Rahmen für die künftigen Fachoberschulen, die – organisatorisch verbunden mit einer Realschule plus – in einem zweijährigen Bildungsgang zur Fachhochschulreife führen. Rheinland-pfälzische Fachoberschulen sollten in der Regel zweizügig geführt werden und könnten Angebote in drei Fachrichtungen vorhalten: Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit sowie Technik (mit dem Schwerpunkt Metalltechnik oder Technische Informatik). Diese drei Fachrichtungen bauten auf den Lernbereichen im Wahlpflichtangebot der Realschule plus auf, erklärte die Ministerin. Das Konzept zeige, dass mit dem Verbund aus Realschule plus und Fachoberschule ein attraktives Konzept für höhere Bildungsabschlüsse entstehe. "Wir können den Eltern sagen, die Realschule plus ist ein aufstiegsorientiertes und gleichberechtigtes Bildungsangebot, das ebenfalls bis zur Hochschulreife führen kann", fasste die Bildungsministerin zusammen.
Bis zum November gingen den Schulträgern und Schulen ausführliche Unterlagen zum Antragsverfahren zu. Die ersten Fachoberschulen könnten dann – wie im Gesetz zur Einführung der neuen Schulstruktur vorgesehen – im Schuljahr 2011/12 starten. Fragen der Qualifizierung von Lehrkräften für den Unterricht an der Fachoberschule würden in einer Arbeitsgruppe mit Lehrerverbänden und Lehrergewerkschaften geklärt.
"Alles in allem zeigt dies: Die Kommunen und das Land arbeiten zielstrebig und erfolgreich daran, Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern ein Bildungsangebot zu machen, das die Chancen von jungen Leuten verbessert, zu mehr Chancengleichheit beiträgt und zugleich zukunftsfest ist", sagte Doris Ahnen abschließend.

