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Redaktion 06.04.2009
Berlin, 06.04.2009 Der Hochschulpakt muss fortgesetzt werden, um für die steigende Zahl von Studierenden angemessene Studienbedingungen zu gewährleisten und damit auch den Akademikerbedarf der Zukunft zu sichern. Darin sind sich alle Länder einig. Deshalb soll der Hochschulpakt in der Sondersitzung der GWK am 22.04.09 von den Wissenschaftsministerinnen und -ministern aus Ländern und Bund beschlossen und den Ministerpräsidenten zur endgültigen Entscheidung zugeleitet werden. Dies teilten die Sprecherin der A-Länder, Doris Ahnen (Rheinland-Pfalz), und der Sprecher der B-Länder, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz (Sachsen-Anhalt), nach einem Treffen der kurzfristig eingesetzten Ministerarbeitsgruppe am vergangenen Freitag in Berlin mit.

Bundesweit sollen in den Jahren 2011-2015 insgesamt 275.400 zusätzliche Studienanfänger gegenüber den Anfängerzahlen des Jahres 2005 an den Hochschulen aufgenommen werden. Die Mittel des Hochschulpaktes werden je zur Hälfte von der Ländergemeinschaft und vom Bund getragen. Die Ausgangssituation und die Aufbauleistungen sind in den Ländern jedoch unterschiedlich.

So verpflichten sich die neuen Länder, ihre Studienkapazitäten trotz der Folgen eines drastischen Geburtenrückgangs aufrecht zu erhalten. Hierfür erhalten sie aus den Mitteln des Hochschulpaktes eine Pauschale in Höhe von 5 %, die der Bund um weitere 5% aufstockt. Auch für die Stadtstaaten, deren Studienanfängerzahl die Zahl der eigenen Hochschulzugangsberechtigten deutlich übersteigt, gibt es eine Sonderregelung. Für Bremen mit dem höchsten Wanderungssaldo gilt nunmehr eine um 7% abgesenkte Referenzlinie bezogen auf das Jahr 2005, in Berlin und Hamburg wird die Referenzlinie um 5% abgesenkt. Alle über die Referenzlinien hinausgehenden Studienanfängerplätze, sofern sie tatsächlich besetzt sind, werden aus Mitteln des Hochschulpaktes gefördert. Dasselbe gilt für die Haltelinien der neuen Länder. Berlin soll darüber hinaus aufgrund seiner überproportional in der Medizinerausbildung vorgehaltenen Studienplätze an der Pauschale für die neuen Länder partizipieren.

Die unterschiedlichen Wanderungssalden zwischen den alten Flächenländern haben dagegen keine Berücksichtigung in dem Verteilungsmodell gefunden.

Pressekontakt zu dieser Meldung
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz
Pressestelle
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn
Telefon: 0228-5402-0
Fax: 0228-5402-150
Email: gwk@gwk-bonn.de
Redaktion 01.12.2008
Berlin, 01.12.2008 DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: "Jetzt in ausreichend Studienplätze und soziale Infrastruktur investieren"
Meyer auf der Heyde: Schulabsolventenzahl stärker gestiegen als Studienanfänger
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) freut sich über die gestiegene Zahl von Studienanfängern, mahnt Bund und Länder aber, Hochschulen und Studentenwerke nun nachhaltig auszubauen. "Sonst bleibt der erfreulich hohe Stand von Studienanfängern ein Zwischenhoch", erklärte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde in einer ersten Stellungnahme.

Meyer auf der Heyde: "Die deutsche Hochschulpolitik darf jetzt nicht die Hände in den Schoß legen. Die Arbeit beginnt erst. Die geburtenstarken Jahrgänge und die doppelten Abiturjahrgänge werden in den kommenden Jahren die Studierquote nur dann nachhaltig nach oben treiben, wenn jetzt die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das Signal an alle jungen Menschen in Deutschland muss sein: Studiert, die Hochschultüren stehen für Euch weit offen!"

Meyer auf der Heyde fordert Bund und Länder auf, angesichts der erfreulichen Entwicklung nun den Hochschulpakt II ausreichend zu finanzieren und ihn mit den dringend erforderlichen Investitionen in die soziale Infrastruktur bzw. die Studentenwerke zu flankieren: "Wir müssen jetzt die Bedingungen schaffen für noch mehr Studierende in Deutschland. Dazu gehören ausreichend Studienplätze. Dazu gehört aber auch ausreichend campusnaher Wohnraum, günstige Verpflegung und vor allem Beratung, zum Beispiel zur Studienfinanzierung."

In die Freude über die stark gestiegenen Erstsemesterzahlen streut Meyer auf der Heyde ein Körnchen Skepsis: "So erfreulich der Anstieg der Studienanfängerzahlen in den Jahren 2007 und 2008 auch ist: Gegenüber 2003 beträgt die Steigerung gerade mal 2,1 %, die der Schulabsolventen mit Hochschulzugangsberechtigung schätzungsweise jedoch 20%!"

Redaktion 01.12.2008
Warmer Finanzregen für Berlin: 4000 Studienanfängerplätze mehr als im Hochschulpakt vereinbart
Berlin, 01.12.2008 Die Berliner Hochschulen haben zum Wintersemester 2008/09 23.555 Studienanfänger aufgenommen, wie das Statistische Bundesamt heute vorläufig bekannt gegeben hat. Damit hat das Land seine im Hochschulpakt 2020 übernommenen Verpflichtungen nicht nur erfüllt, sondern einen zusätzlichen Beitrag zu fairen Studierchancen geleistet.

Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Berlin hat sich im Hochschulpakt 2020 verpflichtet in den Jahren 2007-2010 jährlich 19.500 Studienanfängerplätze bereit zu stellen. Im Jahr 2007 lagen wir rund 2800 Plätze über der Vereinbarung, im Jahr 2008 sind es sogar 4000 Plätze mehr. Dies ist ein Grund zur Freude für die Stadt Berlin. Denn die jungen Menschen bringen Dynamik und Kreativität in unsere Stadt."

Auf der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 27. Oktober 2008 hatten sich Bund und Länder auf die Abrechnungsmodalitäten für den Hochschulpakt geeinigt: "Es ist gut, dass wir Klarheit haben. 2010 wird spitz abgerechnet und Berlin erhält für jeden über 19.500 hinausgehenden zusätzlichen Studienanfänger zusätzliche Mittel aus dem Hochschulpakt. Der Ausbau der Studienplätze lohnt sich damit auch finanziell für Berlin", so Senator Zöllner.

Für den zusätzlichen Ausbau in den Jahren 2007 und 2008 wird das Land Berlin einen zweistelligen Millionenbetrag zusätzlich bei der Endabrechnung ab dem Jahr 2010 erhalten.

Wissenschaftssenator Zöllner: "Die Ergebnisse für 2007 und 2008 zeigen, dass mit einer richtigen politischen Prioritätensetzung die Weichen zur Öffnung der Hochschulen gestellt werden können. Berlin hat dies mit Ausbildungsoffensive des Masterplans und der damit verbundenen qualitativen und quantitativen Verbesserung gemacht. Ich danke den Hochschulen für Ihre zusätzlichen Anstrengungen".

Für die Fortsetzung des Hochschulpaktes hat Berlin klare Ziele: "Bund und Länder sind sich einig, dass die Fortsetzung genutzt werden muss, um grundlegende Änderungen vorzunehmen. Wir wollen, dass es einen nachfrageorientierten Ansatz gibt. Länder, die ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und eine hohe Studierendenquote erreichen, müssen belohnt werden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dies bei einer Vereinbarung berücksichtigt wird", so Zöllner.



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