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Redaktion 23.12.2008
Stuttgart, 23.12.2008 Anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes fragt man sich beim Ver­band Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, ob Kinder und Jugendliche noch Bücher geschenkt bekommen und diese dann auch gele­sen werden, oder ob die Elektronik das gedruckte Wort bereits fast völlig verdrängt hat. Lehrer beobachten einerseits "Leseratten", die jede Lektüre verschlingen, andererseits Schüler, für die ein Buch höchstens dazu dient, um es unter den Beamer zu legen, damit das Bild optimal projiziert wird.

Die "Stiftung Lesen" hatte kürzlich veröffentlicht, dass jeder vierte Deutsche nie ein Buch lese. "Wenn Erwachsene beim Lesen keine Vorbilder für Kinder sind, braucht man sich über die Leseunlust von Schülern nicht zu wundern", sagt der VBE-Sprecher. Leseförderung beginne schon sehr früh, lange bevor das Kind überhaupt ein Schulhaus von innen gesehen habe. Die Liebe zu Büchern müsse von Eltern, Großeltern oder älteren Geschwistern geweckt werden, die durch Vorlesen Geschichten lebendig machten und das Kleinkind so auf eine sehr an­genehme Art und Weise in die Welt der Buchstaben einführten.

Lehrer, die sich die Zeit nehmen, im Unterricht aus Büchern vorzulesen, "ver­führen" Schüler dazu, sich die Literatur zu Weihnachten oder zum Geburtstag zu wünschen respektive aus der Ortsbücherei auszuleihen und dann selbständig weiter zu lesen. Auch eine ständig präsente Klassenbibliothek mit griffbereiten Nachschlagewerken und spannenden oder lustigen Erzählungen hat einen hohen Aufforderungscharakter für Schüler.

Die Vorbildfunktion der Eltern und Lehrer beim Lesen ist nicht zu unterschät­zen. Kinder sehen sehr wohl, ob sich Erwachsene aus Zeitungen oder Büchern Informationen verschaffen, ob Lesen als unterhaltsam und entspannend empfun­den oder lediglich als Plage angesehen wird; denn auch im Zeitalter von Internet, Fernsehen und interaktiven Schulungsprogrammen am PC bleibt Lesen d i e Grundvoraussetzung allen Lernens.

Pressekontakt zu dieser Meldung
Michael Gomolzig
Telefon 07181-82179
dienstlich: 07151-750310
Fax 07151-7103129

michael.gomolzig@vbe-bw.de
Redaktion 19.12.2008
Bayerischer Realschullehrerverband (brlv) wünscht frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2009
München, 19.12.2008 Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien wünscht der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands Anton Huber den Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie den Lehrkräften ein frohes Weihnachtsfest.

"Ich hoffe, dass Eltern und Kinder diese ruhige, besinnliche Zeit intensiv gemeinsam erleben und genießen können und sich dabei auf die traditionellen Werte besinnen. Auch den Lehrkräften wünsche ich ein paar erholsame unterrichtsfreie Tage, auch wenn die Korrekturbelastung üblicherweise in den Weihnachtsferien, auf Grund des näherrückenden Halbjahres, sehr hoch ist.", sagt Huber.

"Es ist wichtig", so der Vorsitzende weiter, "dass Schüler, Eltern und Lehrer nun Kraft für ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2009 und für das restliche Schuljahr sammeln. Diese Kraft wird leider auch gebraucht, um den ständigen Unkenrufen gegen das gegliederte Schulwesen standzuhalten. Die bayerische Realschule ist eine erfolgreiche Schulart, die von Schülern, Eltern und der Wirtschaft hoch geschätzt wird. Auch 2009 wird der brlv alles daran setzten, die Qualität und die Rahmenbedingungen an den Schulen noch weiter zu verbessern und vor allem die Schulart zu erhalten, um diesem Vertrauen, das der Realschule entgegengebracht wird, gerecht zu werden.

Aber vielleicht können wir dieses Jahr auf ein erneutes Weihnachtswunder hoffen, indem der Stern von Bethlehem der Bildungspolitik den rechten Weg weist, so wie er es vor über 2000 Jahren schon einmal getan hat!", schließt Anton Huber.

Redaktion 01.12.2008
Stuttgart, 01.12.2008 Der Einzelhandel zeigte sich nach Medienberichten über den ersten Ad­ventssamstag zufrieden. Trotz Wirtschaftsflaute und Bankenkrisen waren die Menschen in Kauflaune. Vor allem Geschenke für Kinder seien der Renner gewesen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Würt­temberg warnt davor, im Vorweihnachtsrummel in schön geschmückten Fachgeschäften und verführerisch vollen Warenhäusern einem Kaufrausch zu verfallen ("Jetzt zugreifen – morgen bezahlen!") und wirbt stattdessen dafür, dass Eltern ihren Kindern jetzt wieder mehr Zeit schenken.

Die Advents- und Weihnachtszeit hat immer mehr ihre eigentliche, christliche Bedeu­tung verloren und ist stattdessen zu einer festen Rechengröße in der Jahreskalkulation der Geschäftsleute geworden. Das Motto "Geschenke statt Zeit" hat sich nach Auffas­sung des VBE als besonders negativ für Kinder herausgestellt, die in erster Linie auf emotionale Zuwendung und nicht auf Luxusgüter angewiesen sind. "Weil sich immer mehr Kinder und Jugendliche in virtuelle Lebenswirklichkeiten flüchten, wäre es heute wichtiger denn je, dass Eltern in ihre Söhne und Töchter Zeit investierten und ihnen durch emotionale Zuwendung signalisierten, wie wertvoll und wichtig sie ihnen sind", ermuntert VBE-Chef Rudolf Karg Väter und Mütter, sich in dieser hektischen Tagen bewusst mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen. Fotohandy, Play-Station oder der Multimedia-Computer zu Weihnachten bedeuteten zwar die Erfüllung so manchen Kindertraumes, seien jedoch nie Ersatz für die Gegenwart der Eltern. "Kinder und Jugendliche brauchen Ansprechpartner aus Fleisch und Blut, mit denen sie über alles reden können", sagt Karg.

Energisch wendet sich der VBE gegen brutale Killerspiele auf dem Gabentisch. Selbst wenn es noch immer "Experten" gibt, die abstreiten, dass eine generelle Gefahr von Ballerspielen ausgeht, passen das christliche Fest des Friedens auf Erden und das virtuelle Morden auf dem Monitor irgendwie nicht zusammen. Wenn Eltern Geschenke aussuchen, sollten sie verstärkt darauf achten, pädago­gisch wertvolles Spielzeug zu erwerben, das die Entwicklung der Kinder positiv fördert und Raum für die eigene Kreativität und Fantasie lässt. Spielzeug, das zu Hass, Zerstörung und Gewalt animiert, hat nach Auffassung des VBE unter dem Weihnachtsbaum grundsätzlich nichts verloren.



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