Stuttgart, 25.08.2010 Noch haben die Schüler Ferien, und doch weisen die Dekorationen in den Schaufenstern der Schreibwarengeschäfte und Schulbuchläden schon deutlich auf den nahenden Schulbeginn hin. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg rät Eltern, beim Kauf von Unterrichtsmaterialien mehr auf Klasse statt auf Masse im Ranzen zu achten und damit den Schülern die Arbeit zu erleichtern. Farbstifte, deren Spitzen beim Malen ständig abbrechen, sorgen für Frust statt Lust im Zeichenunterricht.
In den Schreibwarengeschäften und in den Supermarktketten hat man sich bereits auf den bevorstehenden Schulanfang eingestellt. Entsprechend dekorierte Schaufenster, Sondertische und bunte Prospekte machen Eltern klar, für was sie in den nächsten Tagen Geld auszugeben haben; denn trotz gesetzlich verankerter Lernmittelfreiheit müssen etliche Unterrichtsmaterialien von den Erziehungsberechtigten eingekauft und finanziert werden. "Das geht ganz schön ins Geld", versichert der VBE-Sprecher, vor allem wenn man zum ersten Mal einen Schüler komplett mit Ranzen, Sportzeug, Mäppchen, Zeichenblock, Malkasten mit Pinseln und diversen Farbstiften auszurüsten habe.
Der VBE empfiehlt Eltern, für das kommende Schuljahr nur die Arbeitsmaterialien zu besorgen, die auch wirklich benötigt werden, und bei den Produkten mehr auf Klasse statt auf Masse im Ranzen zu achten. "Fünf oder sechs qualitativ höherwertige Farbstifte sind besser als das spottbillige XXL-Jumbopaket mit 48 Buntstiften, bei denen aber ständig die minderwertigen Minen abbrechen und beim Schüler so viel schneller Frust statt Lust beim Malen hervorrufen", weiß der VBE-Sprecher.
Bei der Auswahl des neuen Ranzens lassen sich Schüler in der Regel auf keine Diskussionen mit den Eltern ein und wollen nur die Modelle, deren Designs gerade voll im Trend liegen. Schulranzen mit Mustern aus dem Vorjahr gibt es im Handel häufig mit erheblichen Preisnachlässen. Eltern von "modebewussten" Erstklässlern haben jedoch kaum Chancen, ihren Kindern diese wesentlich günstigeren "Auslaufmodelle" für den Schulbeginn schmackhaft zu machen. Sogar bei Schulanfängern gibt es schon Prestigedenken und einen Gruppenzwang.
In den Schreibwarengeschäften und in den Supermarktketten hat man sich bereits auf den bevorstehenden Schulanfang eingestellt. Entsprechend dekorierte Schaufenster, Sondertische und bunte Prospekte machen Eltern klar, für was sie in den nächsten Tagen Geld auszugeben haben; denn trotz gesetzlich verankerter Lernmittelfreiheit müssen etliche Unterrichtsmaterialien von den Erziehungsberechtigten eingekauft und finanziert werden. "Das geht ganz schön ins Geld", versichert der VBE-Sprecher, vor allem wenn man zum ersten Mal einen Schüler komplett mit Ranzen, Sportzeug, Mäppchen, Zeichenblock, Malkasten mit Pinseln und diversen Farbstiften auszurüsten habe.
Der VBE empfiehlt Eltern, für das kommende Schuljahr nur die Arbeitsmaterialien zu besorgen, die auch wirklich benötigt werden, und bei den Produkten mehr auf Klasse statt auf Masse im Ranzen zu achten. "Fünf oder sechs qualitativ höherwertige Farbstifte sind besser als das spottbillige XXL-Jumbopaket mit 48 Buntstiften, bei denen aber ständig die minderwertigen Minen abbrechen und beim Schüler so viel schneller Frust statt Lust beim Malen hervorrufen", weiß der VBE-Sprecher.
Bei der Auswahl des neuen Ranzens lassen sich Schüler in der Regel auf keine Diskussionen mit den Eltern ein und wollen nur die Modelle, deren Designs gerade voll im Trend liegen. Schulranzen mit Mustern aus dem Vorjahr gibt es im Handel häufig mit erheblichen Preisnachlässen. Eltern von "modebewussten" Erstklässlern haben jedoch kaum Chancen, ihren Kindern diese wesentlich günstigeren "Auslaufmodelle" für den Schulbeginn schmackhaft zu machen. Sogar bei Schulanfängern gibt es schon Prestigedenken und einen Gruppenzwang.
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VBE verärgert: Kultusministerium nutzt die Gutmütigkeit der Kooperationslehrerinnen Kindergarten-Schule aus
Stuttgart, 04.08.2010 Alle Verantwortlichen haben mittlerweile erkannt, wie wichtig die solide Förderung der Kleinen im Kindergarten und eine verlässliche Kooperation mit der Grundschule ist. Immer mehr Bildungshäuser entstehen, um Bildung und Erziehung aus einem Guss zu ermöglichen. Wo Kindergärten und Schulen getrennt sind, ist eine dauerhafte Kooperation der Lehrerinnen mit den Erzieherinnen umso wichtiger. Beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) ist man ziemlich verärgert, dass diese wertvolle Arbeit für ein Kosten sparendes "Vergelt`s Gott!" getan werden muss.
Seit Jahren führen Lehrerinnen die Kooperation mit den Kindergärten zum Nulltarif durch. Für diese wertvolle Tätigkeit gab es einmal eine Anrechnungsstunde auf das Deputat der Lehrerinnen. Um den Haushalt des Landes zu entlasten, wurde diese Anrechnung ersatzlos gestrichen. Trotzdem üben die Grundschullehrerinnen die Kooperation weiterhin aus - jedoch ohne zeitliche Entlastung -, da es sich in der Praxis gezeigt hat, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschule für den späteren Schulerfolg der Kinder von großer Bedeutung ist und die Schulen den guten Kontakt zwischen den beiden Institutionen im Interesse der Kinder fördern wollen. Das nutzt die Behörde aus.
Bereits im Vorfeld können bei den Kindern möglicherweise später auftretende Schwierigkeiten erkannt und rechtzeitig gemeinsam mit den Erzieherinnen nach Lösungswegen gesucht werden. Das mehrmalige Aufsuchen der ´Vorschüler` im Kindergarten durch die Kooperationslehrerin, der Gedankenaustausch zwischen Erzieherin und Lehrerin sowie die Elternberatung und die Elternabende noch vor der Einschulung haben sich als erfolgreiche Instrumente der Kooperation erwiesen. "Es kann jedoch nicht sein, dass diese gute Arbeit von den Lehrerinnen weiterhin lediglich für ein ´Vergelt`s Gott!` geleistet wird", schimpft VBE-Chef Rudolf Karg. Mittlerweile dürfte auch jedem Politiker klar sein, wie wichtig und nötig die Kooperation Grundschule-Kindergarten sei. Diese Erkenntnis, die sogar bis zum Kultusministerium vorgedrungen sei, sollte sich aber endlich wieder in einer spürbaren Anerkennung der Leistung, also in einer zeitlichen Entlastung der Pädagoginnen, niederschlagen, fordert der VBE-Chef. Wenn schon der Ergänzungsbereich Schulleitern keinen Gestaltungsspielraum mehr lasse, müssen diese Kooperationsstunden im Organisationserlass ausgewiesen werden.
Seit Jahren führen Lehrerinnen die Kooperation mit den Kindergärten zum Nulltarif durch. Für diese wertvolle Tätigkeit gab es einmal eine Anrechnungsstunde auf das Deputat der Lehrerinnen. Um den Haushalt des Landes zu entlasten, wurde diese Anrechnung ersatzlos gestrichen. Trotzdem üben die Grundschullehrerinnen die Kooperation weiterhin aus - jedoch ohne zeitliche Entlastung -, da es sich in der Praxis gezeigt hat, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschule für den späteren Schulerfolg der Kinder von großer Bedeutung ist und die Schulen den guten Kontakt zwischen den beiden Institutionen im Interesse der Kinder fördern wollen. Das nutzt die Behörde aus.
Bereits im Vorfeld können bei den Kindern möglicherweise später auftretende Schwierigkeiten erkannt und rechtzeitig gemeinsam mit den Erzieherinnen nach Lösungswegen gesucht werden. Das mehrmalige Aufsuchen der ´Vorschüler` im Kindergarten durch die Kooperationslehrerin, der Gedankenaustausch zwischen Erzieherin und Lehrerin sowie die Elternberatung und die Elternabende noch vor der Einschulung haben sich als erfolgreiche Instrumente der Kooperation erwiesen. "Es kann jedoch nicht sein, dass diese gute Arbeit von den Lehrerinnen weiterhin lediglich für ein ´Vergelt`s Gott!` geleistet wird", schimpft VBE-Chef Rudolf Karg. Mittlerweile dürfte auch jedem Politiker klar sein, wie wichtig und nötig die Kooperation Grundschule-Kindergarten sei. Diese Erkenntnis, die sogar bis zum Kultusministerium vorgedrungen sei, sollte sich aber endlich wieder in einer spürbaren Anerkennung der Leistung, also in einer zeitlichen Entlastung der Pädagoginnen, niederschlagen, fordert der VBE-Chef. Wenn schon der Ergänzungsbereich Schulleitern keinen Gestaltungsspielraum mehr lasse, müssen diese Kooperationsstunden im Organisationserlass ausgewiesen werden.
Dortmund, 12.07.2010 "Der VBE unterstützt die erklärte Absicht der Koalitionspartner, für die Gründung von Gemeinschaftsschulen eine Kultur der Ermöglichung zu schaffen", erklärt der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann zur Unterzeichnung des Koalitionsvertrags. "Der VBE wird die künftige Landesregierung auf diesem Weg kritisch-konstruktiv begleiten."
In der vergangenen Legislaturperiode konnte der VBE bei zahlreichen Veranstaltungen mit Schulträgern immer wieder feststellen, dass in den Kommunen unabhängig von den politischen Mehrheiten vor Ort große Innovationsbereitschaft besteht und bereits Konzepte vorliegen. Deren Umsetzung wurde aber von der schwarz-gelben Landesregierung fünf Jahre lang nicht zugelassen.
"Eine Kultur der Ermöglichung heißt nach Ansicht des VBE auch, dass Schulen und Schulträger im Rahmen der Eigenverantwortung den notwendigen Spielraum erhalten", so Beckmann. "Darüber hinaus ist es gut, dass keine Schulform von dem nötigen Reformprozess ausgenommen werden soll."
Der VBE weist aber auch darauf hin, dass die künftige Landesregierung für die entsprechenden Rahmenbedingungen sorgen muss. Dazu gehören gezielte Fortbildungen ebenso wie kleinere Klassen, eine aufgabenbezogene Gestaltung der Lehrerarbeitszeit sowie eine gerechte Bezahlung der Lehrkräfte.
In der vergangenen Legislaturperiode konnte der VBE bei zahlreichen Veranstaltungen mit Schulträgern immer wieder feststellen, dass in den Kommunen unabhängig von den politischen Mehrheiten vor Ort große Innovationsbereitschaft besteht und bereits Konzepte vorliegen. Deren Umsetzung wurde aber von der schwarz-gelben Landesregierung fünf Jahre lang nicht zugelassen.
"Eine Kultur der Ermöglichung heißt nach Ansicht des VBE auch, dass Schulen und Schulträger im Rahmen der Eigenverantwortung den notwendigen Spielraum erhalten", so Beckmann. "Darüber hinaus ist es gut, dass keine Schulform von dem nötigen Reformprozess ausgenommen werden soll."
Der VBE weist aber auch darauf hin, dass die künftige Landesregierung für die entsprechenden Rahmenbedingungen sorgen muss. Dazu gehören gezielte Fortbildungen ebenso wie kleinere Klassen, eine aufgabenbezogene Gestaltung der Lehrerarbeitszeit sowie eine gerechte Bezahlung der Lehrkräfte.
Stuttgart, 07.07.2010 Das letzte (zehnte) Schuljahr und die Mehrzügigkeit unterscheiden die neuen Werkrealschulen von den Hauptschulen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg sieht aufgrund der zwei völlig verschiedenen Türschilder für Schulen, die ihre Schüler nach dem gleichen Bildungsplan unterrichten, einen eindeutigen Wettbewerbsnachteil für die damit noch einmal herabgestuften Hauptschulen gegenüber den vom Namen her auf neu gemachten Werkrealschulen.
Schüler, die ein nicht voll ausgebautes Gymnasium - ein Progymnasium - besuchen, können dort kein Abitur ablegen, dürfen sich aber trotzdem Gymnasiasten nennen. Schüler die nach dem Bildungsplan der Werkrealschule unterrichtet werden, jedoch an einer Schule ohne zehntes Schuljahr ohne "Oberstufe", sind, heißen unverständlicherweise nicht Werkrealschüler, sondern Hauptschüler.
Das neue Schulgesetz ruft immer mehr Unmut im Land hervor, kommt doch für die an sich schon benachteiligten Hauptschüler ein weiterer Nachteil hinzu.
Schüler, die in einer zweizügigen Schule (mit a- und b-Klassen) nach dem Bildungsplan der Werkrealschule unterrichtet werden, gelten als Werkrealschüler. Gibt es aber nicht so viele Schüler am Ort, so dass nur ein Zug zustande kommt - der nach fünf Jahren abschließt -, heißen diese Kinder und Jugendlichen Hauptschüler. Werkrealschüler, die nach fünf Jahren die Werkrealschule verlassen, gehen mit einem Hauptschulabschluss trotzdem als Werkrealschüler ab.
Warum diese Sprachverwirrung sein muss, verstehen immer weniger Menschen. Den VBE erreichen Schreiben von Hauptschulen, die das Etikett "Werkrealschule" auch haben möchten, weil ihre Schüler nach dem Bildungsplan der Werkrealschule unterrichtet werden. Diese Schulen bitten das Kultusministerium, analog zu den Progymnasien ohne Oberstufe die Bezeichnung "Werkrealschule mit externem 10. Schuljahr" – oder: ohne zehntes Schuljahr – führen zu dürfen, um die Hauptschüler nicht noch einmal gegenüber den Werkrealschülern herabzustufen, Schüler, die es beim Kampf um einen Ausbildungsplatz sowieso in der Regel schwerer haben als (Werk-)Realschüler und Gymnasiasten.
Schüler, die ein nicht voll ausgebautes Gymnasium - ein Progymnasium - besuchen, können dort kein Abitur ablegen, dürfen sich aber trotzdem Gymnasiasten nennen. Schüler die nach dem Bildungsplan der Werkrealschule unterrichtet werden, jedoch an einer Schule ohne zehntes Schuljahr ohne "Oberstufe", sind, heißen unverständlicherweise nicht Werkrealschüler, sondern Hauptschüler.
Das neue Schulgesetz ruft immer mehr Unmut im Land hervor, kommt doch für die an sich schon benachteiligten Hauptschüler ein weiterer Nachteil hinzu.
Schüler, die in einer zweizügigen Schule (mit a- und b-Klassen) nach dem Bildungsplan der Werkrealschule unterrichtet werden, gelten als Werkrealschüler. Gibt es aber nicht so viele Schüler am Ort, so dass nur ein Zug zustande kommt - der nach fünf Jahren abschließt -, heißen diese Kinder und Jugendlichen Hauptschüler. Werkrealschüler, die nach fünf Jahren die Werkrealschule verlassen, gehen mit einem Hauptschulabschluss trotzdem als Werkrealschüler ab.
Warum diese Sprachverwirrung sein muss, verstehen immer weniger Menschen. Den VBE erreichen Schreiben von Hauptschulen, die das Etikett "Werkrealschule" auch haben möchten, weil ihre Schüler nach dem Bildungsplan der Werkrealschule unterrichtet werden. Diese Schulen bitten das Kultusministerium, analog zu den Progymnasien ohne Oberstufe die Bezeichnung "Werkrealschule mit externem 10. Schuljahr" – oder: ohne zehntes Schuljahr – führen zu dürfen, um die Hauptschüler nicht noch einmal gegenüber den Werkrealschülern herabzustufen, Schüler, die es beim Kampf um einen Ausbildungsplatz sowieso in der Regel schwerer haben als (Werk-)Realschüler und Gymnasiasten.
Dortmund, 05.07.2010 "Dass SPD und Grüne einen parteiübergreifenden Konsens für eine Schulreform in NRW suchen wollen, hält der VBE für den richtigen Weg", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann die heutige Pressekonferenz der künftigen Koalitionspartner.
"Der VBE hatte in den vergangenen Jahren die Fraktionen des Landtags immer wieder aufgefordert, diesen Weg zu gehen."
Der VBE steht hinter den Plänen von SPD und Grünen, in NRW Gemeinschaftsschulen einzurichten. Der Weg zum längeren gemeinsamen Lernen braucht aus Sicht des VBE Zeit und kann nicht durch ein sofortiges Umlegen des Schalters erfolgen.
"Gemeinschaftsschulen müssen unter Beteiligung von Kommunen, Eltern und Lehrern von unten wachsen", so Beckmann. "Dass die Bereitschaft vorhanden ist, sich auf diese Veränderung einzulassen, zeigen die bereits vorhandenen Initiativen in NRW. Wir freuen uns, dass diese nun endlich eine Chance bekommen sollen."
"Der VBE hatte in den vergangenen Jahren die Fraktionen des Landtags immer wieder aufgefordert, diesen Weg zu gehen."
Der VBE steht hinter den Plänen von SPD und Grünen, in NRW Gemeinschaftsschulen einzurichten. Der Weg zum längeren gemeinsamen Lernen braucht aus Sicht des VBE Zeit und kann nicht durch ein sofortiges Umlegen des Schalters erfolgen.
"Gemeinschaftsschulen müssen unter Beteiligung von Kommunen, Eltern und Lehrern von unten wachsen", so Beckmann. "Dass die Bereitschaft vorhanden ist, sich auf diese Veränderung einzulassen, zeigen die bereits vorhandenen Initiativen in NRW. Wir freuen uns, dass diese nun endlich eine Chance bekommen sollen."
Freiburg, 08.06.2010 Die Leiterin des Referates "Schulleitung" beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) Südbaden, Amanda Kanstinger (Freiburg), stellt grundsätzlich positiv fest, dass die Landesregierung Baden-Württemberg noch nicht zu den Vorreitern des Sparens im Bildungsbereich gehört. Noch seien uns die Worte des abtretenden hessischen Ministerpräsidenten im Ohr, dass "Sparen bei der Bildung" angesagt sei. In Bayern sollen 1000 Lehrerstellen gestrichen werden. Umso erfreulicher sei es, dass die Landesregierung Baden-Württemberg - vielleicht auch im Vorfeld der Wahlen - solche verbalen Bekundungen in der Öffentlichkeit möglichst vermeide.
Schaue man aber genauer in die Praxis, so Kanstinger, dann habe an manchen Orten das Sparen bereits begonnen. Wie Kultusministerin Marion Schick kürzlich im Auditorium maximum in Freiburg zugeben musste, habe die Lehrerversorgung im Pflichtbereich deutlichen Vorrang vor der Aufstockung der Mittel für die Lehrbeauftragten an Schulen. Deshalb mussten bereits jetzt einige Lehrbeauftragte entlassen werden, andere bekommen nach den Sommerferien ihren Laufpass.
Neu komme hinzu, dass Versorgungslücken bei Ausfall von Lehrkräften im ländlichen Bereich in Kauf genommen werden. In den vergangenen Jahren konnten Lehramtsanwärter nach der 2. Dienstprüfung ihre Unterrichtszeit mit Angestelltenverträgen aufstocken und so bis zu 12 Stunden mehr unterrichten. Dadurch konnte mancher Unterrichtsausfall vermieden oder abgemildert werden. Nach der neuen Verwaltungsvorschrift vom 22. März 2010 (K.u.U vom 8. April 2010), so Amanda Kanstinger, sei dies künftig aber nur noch für Anwärter an Realschulen und für Studienreferendare (Gymnasien) möglich, Grund-, Haupt- und Sonderschulen bleiben außen vor. Obwohl auch in städtischen Gebieten nur der Pflichtbereich abgedeckt sei, werden Krankheitsfälle auch dort Lücken reißen.
"Auf dem Land hingegen sieht es ganz schlimm aus", weiß die Referatsleiterin. "Dort sind die Wartelisten leer und Unterricht wird entfallen, weil niemand mehr eingestellt und jetzt das einzelne Deputat auch nicht mehr ´aufgestockt´ werden kann. Für die Anwärter an Realschulen habe man eine größere Bürokratie vorgeschoben, so dass erst nach genauer Prüfung Zusatzstunden vergeben werden. Angesichts des Personalmangels in der Schulverwaltung kann man nur hoffen, dass ein solcher Antrag schneller genehmigt wird als der Erkrankte wieder gesund sei, hofft die Referatsleiterin.
Für die Schulleitungen hingegen kommen schwierige Zeiten, weil sie der erste Ansprechpartner für Dritte sind, wenn die Unterrichtsversorgung nicht klappe. Abhilfe könnten sie aber auch nicht schaffen, wenn kein Ersatz für Unterrichtsausfälle genehmigt werde.
Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Landesbezirk Südbaden
Josef Klein
Tel. 07765/8108
e-mail: vbe-loe@web.de www.vbe-suedbaden.de
Schaue man aber genauer in die Praxis, so Kanstinger, dann habe an manchen Orten das Sparen bereits begonnen. Wie Kultusministerin Marion Schick kürzlich im Auditorium maximum in Freiburg zugeben musste, habe die Lehrerversorgung im Pflichtbereich deutlichen Vorrang vor der Aufstockung der Mittel für die Lehrbeauftragten an Schulen. Deshalb mussten bereits jetzt einige Lehrbeauftragte entlassen werden, andere bekommen nach den Sommerferien ihren Laufpass.
Neu komme hinzu, dass Versorgungslücken bei Ausfall von Lehrkräften im ländlichen Bereich in Kauf genommen werden. In den vergangenen Jahren konnten Lehramtsanwärter nach der 2. Dienstprüfung ihre Unterrichtszeit mit Angestelltenverträgen aufstocken und so bis zu 12 Stunden mehr unterrichten. Dadurch konnte mancher Unterrichtsausfall vermieden oder abgemildert werden. Nach der neuen Verwaltungsvorschrift vom 22. März 2010 (K.u.U vom 8. April 2010), so Amanda Kanstinger, sei dies künftig aber nur noch für Anwärter an Realschulen und für Studienreferendare (Gymnasien) möglich, Grund-, Haupt- und Sonderschulen bleiben außen vor. Obwohl auch in städtischen Gebieten nur der Pflichtbereich abgedeckt sei, werden Krankheitsfälle auch dort Lücken reißen.
"Auf dem Land hingegen sieht es ganz schlimm aus", weiß die Referatsleiterin. "Dort sind die Wartelisten leer und Unterricht wird entfallen, weil niemand mehr eingestellt und jetzt das einzelne Deputat auch nicht mehr ´aufgestockt´ werden kann. Für die Anwärter an Realschulen habe man eine größere Bürokratie vorgeschoben, so dass erst nach genauer Prüfung Zusatzstunden vergeben werden. Angesichts des Personalmangels in der Schulverwaltung kann man nur hoffen, dass ein solcher Antrag schneller genehmigt wird als der Erkrankte wieder gesund sei, hofft die Referatsleiterin.
Für die Schulleitungen hingegen kommen schwierige Zeiten, weil sie der erste Ansprechpartner für Dritte sind, wenn die Unterrichtsversorgung nicht klappe. Abhilfe könnten sie aber auch nicht schaffen, wenn kein Ersatz für Unterrichtsausfälle genehmigt werde.
Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Landesbezirk Südbaden
Josef Klein
Tel. 07765/8108
e-mail: vbe-loe@web.de www.vbe-suedbaden.de
Stuttgart, 01.06.2010 Die Schule zu schwänzen ist für manchen Schüler heute nichts Ungewöhnliches. Experten gehen von rund fünf bis zehn Prozent aus. Erschreckend sei jedoch das mangelnde Unrechtsbewusstsein der Ertappten, bemängelt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. Häufig werde von den Eltern der Schwänzer der Nährboden für dieses letztendlich den Schüler selbst schädigende Fehlverhalten gelegt: durch Schwindeleien.
Bisweilen zeigen Eltern durch ihr schlechtes Vorbild, dass Schule für sie nicht wichtig ist. Wenn vor oder nach Ferienblöcken der Familienurlaub eigenmächtig verlängert und das Fehlen der Kinder beim Klassenlehrer von den Eltern mit "Krankheit" entschuldigt wird, lernen die Schüler von ihren Erziehungsberechtigten, dass man mit Lug und Trug seinen Kopf durchsetzen kann. "Wenn die Kinder später dieses Tricksen dann auch für sich in Anspruch nehmen, sind die Eltern plötzlich hellauf entsetzt", weiß der VBE-Sprecher. Wenn Eltern dann damit konfrontiert werden, dass ihr Kind die Schule schwänzt, fallen sie häufig aus allen Wolken und fragen sich, warum ausgerechnet ihr Kind gegen Recht und Ordnung verstoße.
Schulschwänzen kann Schülern von deren Erziehungsberechtigten auch regelrecht antrainiert werden. Eltern, die ihr Kind bei kleinsten Befindlichkeitsstörungen oder gar nur Unlustgefühlen nicht zum Unterricht schicken und es wegen "Krankheit" entschuldigen, bereiten dem späteren Schulschwänzen den Nährboden. Mit zunehmendem Alter nehmen sich diese verwöhnten Kinder schon bei den geringsten zu erwartenden Schwierigkeiten ihre Auszeit, um der unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen. Die Hemmschwelle, sich selbst zu beurlauben, sinkt, die Fehlzeiten werden häufiger und länger. Jetzt setze ein Teufelskreis ein, beklagt der VBE-Sprecher. Denn durch die längere Abwesenheit bekämen die Schüler immer weniger vom Unterrichtsstoff mit, schrieben noch schlechtere Noten, und der Schulverdruss werde verstärkt. Schüler, die sich für ihr Verhalten noch schämten, trauten sich ohne pädagogische Unterstützung nicht in die Klasse zurück. Die Folge sei weiteres Schwänzen. Der soziale Abstieg manifestiere sich. Es sei ein offenes Geheimnis, so der VBE-Sprecher, dass viele jugendliche Kriminelle ihre "Karriere" mit Schuleschwänzen begonnen haben.
Bisweilen zeigen Eltern durch ihr schlechtes Vorbild, dass Schule für sie nicht wichtig ist. Wenn vor oder nach Ferienblöcken der Familienurlaub eigenmächtig verlängert und das Fehlen der Kinder beim Klassenlehrer von den Eltern mit "Krankheit" entschuldigt wird, lernen die Schüler von ihren Erziehungsberechtigten, dass man mit Lug und Trug seinen Kopf durchsetzen kann. "Wenn die Kinder später dieses Tricksen dann auch für sich in Anspruch nehmen, sind die Eltern plötzlich hellauf entsetzt", weiß der VBE-Sprecher. Wenn Eltern dann damit konfrontiert werden, dass ihr Kind die Schule schwänzt, fallen sie häufig aus allen Wolken und fragen sich, warum ausgerechnet ihr Kind gegen Recht und Ordnung verstoße.
Schulschwänzen kann Schülern von deren Erziehungsberechtigten auch regelrecht antrainiert werden. Eltern, die ihr Kind bei kleinsten Befindlichkeitsstörungen oder gar nur Unlustgefühlen nicht zum Unterricht schicken und es wegen "Krankheit" entschuldigen, bereiten dem späteren Schulschwänzen den Nährboden. Mit zunehmendem Alter nehmen sich diese verwöhnten Kinder schon bei den geringsten zu erwartenden Schwierigkeiten ihre Auszeit, um der unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen. Die Hemmschwelle, sich selbst zu beurlauben, sinkt, die Fehlzeiten werden häufiger und länger. Jetzt setze ein Teufelskreis ein, beklagt der VBE-Sprecher. Denn durch die längere Abwesenheit bekämen die Schüler immer weniger vom Unterrichtsstoff mit, schrieben noch schlechtere Noten, und der Schulverdruss werde verstärkt. Schüler, die sich für ihr Verhalten noch schämten, trauten sich ohne pädagogische Unterstützung nicht in die Klasse zurück. Die Folge sei weiteres Schwänzen. Der soziale Abstieg manifestiere sich. Es sei ein offenes Geheimnis, so der VBE-Sprecher, dass viele jugendliche Kriminelle ihre "Karriere" mit Schuleschwänzen begonnen haben.
Stuttgart, 28.05.2010 Wenn der Bundesvorsitzende der Schüler-Union, Younes Ouaqasse, in einem dpa-Gespräch süffisant über Lehrer sagt, dass diese "ja angeblich so viel zu tun haben", will er sich mit einem solch polemischen Ausspruch wohl einen starken Abgang verschaffen, wenn er am Sonntag den Vorsitz der größten politischen Schüler-Organisation Deutschlands auf der Bundesschülertagung in Mannheim abgibt. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg hält diese Generalabrechnung mit der Lehrerschaft für unangemessen und eines Vorsitzenden nicht würdig, selbst wenn er eine noch sehr junge Klientel vertritt.
Lehrer müssen sich nach Überzeugung der Schüler-Union an Wochenenden und in den Ferien fortbilden lassen, damit die Fortbildung keine Unterrichtszeit raubt. Damit vertreten die jungen Menschen genau das, was auch dem baden-württembergischen Finanzminister und dem Landeselternbeirat ständig am Herzen liegt: Eine Verringerung des Unterrichtsausfalls durch die Lehrerfortbildung. Bei über 100 000 Lehrkräften in Baden-Württemberg würden die Akademien jedoch schnell an ihre Grenzen stoßen, wenn sie Kurse für Pädagogen ausschließlich an Wochenenden und in den Ferien anböten. Ganz abgesehen davon, dass auch Lehrer nach einer arbeitsreichen Woche, ein Anrecht auf ein Wochenende haben, das oft genug für Korrekturen und zur Unterrichtsvorbereitung genutzt werden muss.
Wenn der 21-jährige Bundesvorsitzende der Schüler-Union nun behauptet, dass auf hohem Niveau gejammert werde, weil "Lehrer ja angeblich so viel zu tun haben", bedient er sich genau jener Stammtischparolen, die man glaubte, angesichts zunehmender Probleme in der Schule in der öffentliche Debatte über die Arbeit der Lehrer mittlerweile überwunden zu haben. Natürlich könne man über den Zeitpunkt, wann Lehrerfortbildung stattfinden solle, geteilter Meinung sein, versichert der VBE-Sprecher, man könne dies aber in einer Form tun, die zeigt, dass man den Einsatz der Pädagogen grundsätzlich wertschätzt, und nicht auf die schnodderige Art eines Spätpubertierenden, der pauschal alle Lehrer süffisant in die Pfanne haut nach dem Motto: "Die tun ja eh nichts, die spielen nur." Damit reiht sich Younes Ouaqasse nahtlos in die Reihe der Politiker ein, die Lehrer öffentlich als "faule Säcke" und "faule Hunde" diffamiert haben.
Lehrer müssen sich nach Überzeugung der Schüler-Union an Wochenenden und in den Ferien fortbilden lassen, damit die Fortbildung keine Unterrichtszeit raubt. Damit vertreten die jungen Menschen genau das, was auch dem baden-württembergischen Finanzminister und dem Landeselternbeirat ständig am Herzen liegt: Eine Verringerung des Unterrichtsausfalls durch die Lehrerfortbildung. Bei über 100 000 Lehrkräften in Baden-Württemberg würden die Akademien jedoch schnell an ihre Grenzen stoßen, wenn sie Kurse für Pädagogen ausschließlich an Wochenenden und in den Ferien anböten. Ganz abgesehen davon, dass auch Lehrer nach einer arbeitsreichen Woche, ein Anrecht auf ein Wochenende haben, das oft genug für Korrekturen und zur Unterrichtsvorbereitung genutzt werden muss.
Wenn der 21-jährige Bundesvorsitzende der Schüler-Union nun behauptet, dass auf hohem Niveau gejammert werde, weil "Lehrer ja angeblich so viel zu tun haben", bedient er sich genau jener Stammtischparolen, die man glaubte, angesichts zunehmender Probleme in der Schule in der öffentliche Debatte über die Arbeit der Lehrer mittlerweile überwunden zu haben. Natürlich könne man über den Zeitpunkt, wann Lehrerfortbildung stattfinden solle, geteilter Meinung sein, versichert der VBE-Sprecher, man könne dies aber in einer Form tun, die zeigt, dass man den Einsatz der Pädagogen grundsätzlich wertschätzt, und nicht auf die schnodderige Art eines Spätpubertierenden, der pauschal alle Lehrer süffisant in die Pfanne haut nach dem Motto: "Die tun ja eh nichts, die spielen nur." Damit reiht sich Younes Ouaqasse nahtlos in die Reihe der Politiker ein, die Lehrer öffentlich als "faule Säcke" und "faule Hunde" diffamiert haben.
München, 15.05.2010 Auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München erklärte heute der stellvertretende VBE-Bundesvorsitzende Klaus Wenzel: "Wir müssen weg von dem Glauben, Kinder seien qua Geburt für bestimmte Schulformen vorgesehen. Als überzeugter Katholik glaube ich an die Dreifaltigkeit Gottes, aber eine Dreifaltigkeit der Begabungen gibt es nicht."
Wenzel sprach sich "für ein Schulsystem aus, das Bildungswege und auch Abschlüsse so lange wie möglich offen hält". Die Grundschule müsse eine Kinder-Schule sein dürfen und nicht zur Zuliefereinrichtung für das Gymnasium verkommen. Weiter betonte der stellvertretende VBE-Bundesvorsitzende: "Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer haben es satt, die schulische Laufbahn neunjähriger Kinder voraussehen zu müssen und damit die Beziehungen zu Kindern und Eltern zu belasten. Das ständige Aus- und Umsortieren ist nicht nur pädagogisch unsinnig und psychologisch fragwürdig, es funktioniert auch nicht." Wenzel zog das Fazit: "Die Schule muss zu den Kindern passen und nicht umgekehrt. Wer sich an einem christlichen Menschenbild orientiert, setzt Kinder nicht unter Druck und gönnt ihnen längeres gemeinsames Lernen unter förderfreundlichen Bedingungen."
Wenzel sprach sich "für ein Schulsystem aus, das Bildungswege und auch Abschlüsse so lange wie möglich offen hält". Die Grundschule müsse eine Kinder-Schule sein dürfen und nicht zur Zuliefereinrichtung für das Gymnasium verkommen. Weiter betonte der stellvertretende VBE-Bundesvorsitzende: "Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer haben es satt, die schulische Laufbahn neunjähriger Kinder voraussehen zu müssen und damit die Beziehungen zu Kindern und Eltern zu belasten. Das ständige Aus- und Umsortieren ist nicht nur pädagogisch unsinnig und psychologisch fragwürdig, es funktioniert auch nicht." Wenzel zog das Fazit: "Die Schule muss zu den Kindern passen und nicht umgekehrt. Wer sich an einem christlichen Menschenbild orientiert, setzt Kinder nicht unter Druck und gönnt ihnen längeres gemeinsames Lernen unter förderfreundlichen Bedingungen."
Stuttgart, 11.05.2010 Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt es, dass die Landesregierung mit dem Förderprogramm "Singen-Bewegen-Sprechen" den Grundschulkindern nicht nur die Flötentöne beibringen möchte, sondern die Bedeutung der Musik wieder mehr in den Vordergrund rücken möchte. Ein folgerichtiger Schritt wäre es auch, die in den Fächerverbünden MeNuK und MSG "untergegangene" Musik wieder zu einem eigenständigen Unterrichtsfach zu machen.
Nach der Bildungsplanreform 2004 sind in der Grundschule Musik, Kunst und Handarbeit im Fach "MeNuK" (Mensch, Natur und Kultur) aufgegangen. In der Hauptschule wurden Musik, Sport und Kunst zum Fächerverbund "MSG" zusammengefasst. Somit gibt es nach der Einführung der neuen Bildungspläne die Fächer Musik und Bildende Kunst an Grund- Haupt- und Werkrealschulen überhaupt nicht mehr.
Da die Musik in den Fächerverbünden aufgegangen oder - je nach Standpunkt - untergegangen sei, lasse sich jetzt auch der Bedarf an professionellen Musikpädagogen amtlicherseits besser kaschieren, moniert der VBE-Sprecher. Aus gutem Grund sei das Fach Musik weder an der Realschule noch am Gymnasium vom Stundenplan verschwunden, da grundsätzlich ein solides Basiswissen notwendig sei, bevor man interdisziplinär arbeiten könne.
Völlig unverständlich ist, dass trotz neuem Fächerverbund seit 2006 wieder die beste Note aus Musik, Sport und Kunst (von Fächern, die es nun eigentlich gar nicht mehr gibt!) im Hauptschulzeugnis ausgewiesen werden muss und nur dieser Teilbereich der Gesamtnote versetzungsrelevant ist.
Schon seither galten Musik, Sport und Bildende Kunst aus Sicht vieler lediglich als schmückendes Beiwerk, als Erholung für die vom "richtigen" Lernen in den Hauptfächern gestressten Schüler. Das Bündeln zu Fächerverbünden habe diesen Trend verstärkt, auch wenn in der Summe keine einzige Stunde gegenüber der alten Stundentafel verloren gegangen sei, beklagt der VBE-Sprecher. Der musisch-ästhetische Bereich habe an den meisten Schulen aber weiter an Bedeutung verloren und das mache diese spürbar ärmer.
Nach der Bildungsplanreform 2004 sind in der Grundschule Musik, Kunst und Handarbeit im Fach "MeNuK" (Mensch, Natur und Kultur) aufgegangen. In der Hauptschule wurden Musik, Sport und Kunst zum Fächerverbund "MSG" zusammengefasst. Somit gibt es nach der Einführung der neuen Bildungspläne die Fächer Musik und Bildende Kunst an Grund- Haupt- und Werkrealschulen überhaupt nicht mehr.
Da die Musik in den Fächerverbünden aufgegangen oder - je nach Standpunkt - untergegangen sei, lasse sich jetzt auch der Bedarf an professionellen Musikpädagogen amtlicherseits besser kaschieren, moniert der VBE-Sprecher. Aus gutem Grund sei das Fach Musik weder an der Realschule noch am Gymnasium vom Stundenplan verschwunden, da grundsätzlich ein solides Basiswissen notwendig sei, bevor man interdisziplinär arbeiten könne.
Völlig unverständlich ist, dass trotz neuem Fächerverbund seit 2006 wieder die beste Note aus Musik, Sport und Kunst (von Fächern, die es nun eigentlich gar nicht mehr gibt!) im Hauptschulzeugnis ausgewiesen werden muss und nur dieser Teilbereich der Gesamtnote versetzungsrelevant ist.
Schon seither galten Musik, Sport und Bildende Kunst aus Sicht vieler lediglich als schmückendes Beiwerk, als Erholung für die vom "richtigen" Lernen in den Hauptfächern gestressten Schüler. Das Bündeln zu Fächerverbünden habe diesen Trend verstärkt, auch wenn in der Summe keine einzige Stunde gegenüber der alten Stundentafel verloren gegangen sei, beklagt der VBE-Sprecher. Der musisch-ästhetische Bereich habe an den meisten Schulen aber weiter an Bedeutung verloren und das mache diese spürbar ärmer.

