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Redaktion 11.03.2009
Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen einzigen Studienplatz unbesetzt zu lassen"
Landtag stimmt Staatsvertrag zur Hochschulzulassung zu
Dresden, 11.03.2009 "Es ist nicht länger zu akzeptieren, dass in begehrten Studienfächern Studienplätze frei bleiben. Das Chaos bei der Zulassung zum Studium muss endlich ein Ende haben", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute in Dresden. Der Sächsische Landtag hatte zuvor dem Staatsvertrag zur Errichtung einer gemeinsamen Einrichtung für Hochschulzulassung zugestimmt. Damit stehe der Errichtung dieser Servicestelle nun auch aus sächsischer Sicht nichts mehr im Wege.

Derzeit wird die Ausschreibung für die Entwicklung eines neuen Serviceverfahrens vorbereitet. Das neue Verfahren soll bei der Bewerbung eines Abiturienten an mehreren Hochschulstandorten Mehrfachzulassungen und die damit verbundene Blockade von Mangel-Studienplätzen verhindern. Wissenschaftsministerin Dr. Stange forderte die sächsischen Hochschulen auf, sich künftig an dem neuen Zulassungsservice zu beteiligen. Nur dann könne das neue Verfahren auch wirklich Entlastung für die Bewerber und für die Hochschulen bringen und dem Durcheinander ein Ende bereiten. "Sachsen steht aufgrund der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahren vor einer schwierigen Situation", so Dr. Stange. "Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen einzigen Studienplatz unbesetzt zu lassen."


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Pressesprecherin
Eileen Mägel
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presse@smwk.sachsen.de
Redaktion 03.02.2009
Berlin, 03.02.2009 Nach aktuellen Berechnungen des FiBS sind 100.000 Studienplätze mehr notwendig, als bisher im Rahmen des Hochschulpakts II veranschlagt. Die Zahl an Studienberechtigten wächst in den nächsten fünf Jahren auf 490.000. Bei unveränderter Studierneigung kann die Studienanfängerzahl damit auf bis zu 437.000 ansteigen.

Jüngste Vorausberechnungen des Berliner Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) zur Studienanfängerzahl, die sich an den Wanderungsbewegungen und der gestiegenen Studierneigung der letzten Jahre orientieren, zeigen erheblichen politischen Handlungsbedarf auf. Dabei berechnet das FiBS mit seinem Simulationsmodell EduSim© zwei Szenarien zu voraussichtlichen Studierquoten und Studienplatzbedarf.

Geht man in einem unteren Szenario von einer Studierquote von 75 Prozent der Studienberechtigten aus, dann übersteigt die Studienanfängerzahl im Jahr 2011 die Marke von 400.000 und erreicht ihr Maximum im Jahr 2013 mit 410.000 Studienanfänger/innen. Dieses Szenario dürfte jedoch die voraussichtliche Entwicklung unterschätzen, da bereits die Studienanfängerzahl des vergangenen Jahres mit 385.000 über diesem Szenario liegt.

Aus diesem Grund wurde ergänzend ein höheres 80 Prozent-Szenario berechnet, das nur geringfügig über den Ist-Werten für 2008 liegt. Danach dürfte die Studienanfängerzahl bereits in diesem Jahr die Marke von 400.000 Studienanfängern erreichen und bis 2013 auf 437.000 ansteigen.

"Unsere Prognose hat erhebliche Konsequenzen für die laufenden Verhandlungen über den Hochschulpakt", erläutert Dr. Dieter Dohmen, Direktor des FiBS. "In den bisherigen Planungen wird von 265.000 zusätzlichen Studienanfängerplätzen für Jahre 2011 bis 2015 ausgegangen. Diese Zahl liegt jedoch nur kaum über unserer unteren Prognose, die angesichts der jüngsten Entwicklungen zu niedrig erscheint. Geht man daher von der obere Prognose aus, dann wären bis zu 370.000 zusätzliche Studienplätze für diesen Zeitraum erforderlich, also 100.000 mehr als die Wissenschaftsminister der Länder bisher zugrunde legen."

Die Prognose wurde anhand des FiBS-eigenen Simulationsmodells EduSim© erstellt, das Politik und Wirtschaft als Grundlage für Bedarfsplanung und Kostenkalkulation dient.

Nach Berechnungen der Kultusministerkonferenz steigt die Zahl der Studienberechtigten in den kommenden Jahren gegenüber dem vergangenen Jahr (ca. 448.000) noch einmal deutlich auf knapp 493.000 an. Ursächlich hierfür ist die demografische Entwicklung sowie die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre bis zum Abitur. Vor diesem Hintergrund war in den vergangenen Jahren von einem deutlichen Anstieg der Studierendenzahlen ausgegangen worden.

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Birgitt A. Cleuvers
Tel: +49 (0) 30-84 71 22 3-0
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E-Mail: b.cleuvers@fibs.eu
Redaktion 01.12.2008
Wiesbaden, 01.12.2008 Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben im Studienjahr 2008 rund 385 500 Erstsemester ein Studium in Deutschland aufgenommen. Die Studienanfängerquote - das ist der Anteil Studienanfängerinnen und -anfänger an der gleichaltrigen Bevölkerung - liegt für das Studienjahr 2008 bei 39%. Sie erreicht damit einen neuen Höchststand. Das bildungspolitische Ziel, 40% eines Altersjahrgangs für ein Hochschulstudium zu gewinnen, wird also beinahe realisiert.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Erstimmatrikulierten um 7%. An den Universitäten betrug die Zunahme 3%, an den Fachhochschulen sogar knapp 13%. In fast allen Bundesländern ist eine deutliche Zunahme der Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die höchsten Steigerungen meldeten das Saarland (15%), Brandenburg und Hessen (jeweils 14%) sowie Hamburg (12%). Lediglich in Sachsen (- 2%) und Bremen (- 0,2%) ist eine rückläufige Tendenz erkennbar.

Für vier ausgewählte technisch orientierte Studienbereiche liegen erste vorläufige Informationen über die Studierenden vor, die 2008 ein entsprechendes Fachstudium aufnahmen. Rund 41 600 Studierende begannen 2008 mit dem Studium im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik (+ 11%). 32 100 schrieben sich erstmalig im Studienbereich Informatik ein (+ 4%), 17 400 in der Elektrotechnik (+ 4%) und 9 900 im Bereich Bauingenieurwesen (+ 11%).

Im gerade begonnenen Wintersemester 2008/2009 sind an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 2,01 Millionen Studierende eingeschrieben. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von knapp 4%. Damit wird erstmals seit dem Wintersemester 2003/2004 wieder die Zwei-Millionen-Grenze überschritten. Der Anteil der Studentinnen liegt unverändert bei 48%. 1,41 Millionen (70%) Frauen und Männer studieren an Universitäten oder vergleichbaren Hochschulen, 603 700 (30%) an Fach- oder Verwaltungsfachhochschulen.

Weitere Auskünfte gibt: Thomas Feuerstein, Telefon: (0611) 75-4140, E-Mail: hochschulstatistik@destatis.de



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