Erfuhrt, 02.08.2010 Anlässlich des am morgigen 3. August 2010 stattfindenden Forums zur Lehrergesundheit hat die GEW die Gesundheitssituation der Lehrerinnen und Lehrer unter die Lupe genommen. Wie aus den Zahlen, die der von AOK und Springer-Verlag herausgegebene Fehlzeiten-Report veröffentlicht, abzulesen ist, ist der Krankenstand im Bereich Erziehung und Unterricht im Zeitraum 2007 bis 2009 von 6 % auf 6,6 % angestiegen und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt (5,6 %).
Die Fälle, in den es zur Arbeitsunfähigkeit kommt, sind zwar um 5,7 % gesunken, die Dauer der Erkrankung nimmt jedoch in hohem Maße zu (von 6,1 auf 7,1 Tage pro Krankheitsfall). Den Fehlzeiten-Reporten ist ebenfalls zu entnehmen, dass der Krankenstand mit dem Alter zunimmt und besonders bei der Arbeit in Kindertageseinrichtungen gestiegen ist. Besonders häufig werden Beschäftigte im Bereich Erziehung und Unterricht wegen Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden krank geschrieben. Die Zahl der psychischen Erkrankungen haben zugenommen und liegen mit 10 % (Grundschulen) bzw. 11,7 % (Kindergärten und Vorschulen) deutlich über dem Branchendurchschnitt mit 8,6 %.
Die GEW Thüringen schließt aus den veröffentlichten Zahlen, dass insbesondere das Phänomen der alternden Belegschaft in den Schulen nicht ausreichend beachtet wird. Um die Beschäftigten in der intensiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wirksam entlasten und vor Erkrankungen schützen zu können, müssten die Einrichtungen dauerhaft über eine personelle Reserve verfügen können. Zur Zeit werden krankheitsbedingte Ausfälle über Mehrarbeit in den Kollegien ausgeglichen, was häufig weitere Fehlzeiten zur Folge hat.
Die besondere Häufigkeit von Atemwegserkrankungen und Erkrankung des Magen-Darm-Traktes liegt durchaus an der engen Arbeit mit den Schützlingen. Ansteckende Erkrankungen können sich dadurch leichter ausbreiten. Die GEW Thüringen verweist jedoch darauf, dass den psychischen Belastungen häufig Beschwerden im Verdauungssystem vorausgehen, ehe die richtige Diagnose gestellt wird. Zudem hält es die GEW Thüringen für notwendig, das Thema "Gesunde Schule" nicht nur auf die Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler zu projizieren, sondern auf die Schule als Gesamtheit und damit auch die Lehrkräfte einzubeziehen. Dazu gehören neben einer gesundheitsbewussten Schulspeisung auch genügend Bewegungsangebote im Schulalltag und Raum zur Stress- und Konfliktbewältigung. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender psychischer Belastungen bedeutet die gesunde Schule, die Arbeitsbedingungen an den Bildungseinrichtungen mit in den Blick zu nehmen. Wichtig sei auch, Lehrergesundheit zum Thema schulischer Fortbildung zu machen. Dabei müsse es vor allem darum gehen, Gesundheit nicht länger als die Abwesenheit von Krankheit wahrzunehmen, sondern als Lebenszustand, den es herzustellen und zu bewahren gilt.
Die Fälle, in den es zur Arbeitsunfähigkeit kommt, sind zwar um 5,7 % gesunken, die Dauer der Erkrankung nimmt jedoch in hohem Maße zu (von 6,1 auf 7,1 Tage pro Krankheitsfall). Den Fehlzeiten-Reporten ist ebenfalls zu entnehmen, dass der Krankenstand mit dem Alter zunimmt und besonders bei der Arbeit in Kindertageseinrichtungen gestiegen ist. Besonders häufig werden Beschäftigte im Bereich Erziehung und Unterricht wegen Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden krank geschrieben. Die Zahl der psychischen Erkrankungen haben zugenommen und liegen mit 10 % (Grundschulen) bzw. 11,7 % (Kindergärten und Vorschulen) deutlich über dem Branchendurchschnitt mit 8,6 %.
Die GEW Thüringen schließt aus den veröffentlichten Zahlen, dass insbesondere das Phänomen der alternden Belegschaft in den Schulen nicht ausreichend beachtet wird. Um die Beschäftigten in der intensiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wirksam entlasten und vor Erkrankungen schützen zu können, müssten die Einrichtungen dauerhaft über eine personelle Reserve verfügen können. Zur Zeit werden krankheitsbedingte Ausfälle über Mehrarbeit in den Kollegien ausgeglichen, was häufig weitere Fehlzeiten zur Folge hat.
Die besondere Häufigkeit von Atemwegserkrankungen und Erkrankung des Magen-Darm-Traktes liegt durchaus an der engen Arbeit mit den Schützlingen. Ansteckende Erkrankungen können sich dadurch leichter ausbreiten. Die GEW Thüringen verweist jedoch darauf, dass den psychischen Belastungen häufig Beschwerden im Verdauungssystem vorausgehen, ehe die richtige Diagnose gestellt wird. Zudem hält es die GEW Thüringen für notwendig, das Thema "Gesunde Schule" nicht nur auf die Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler zu projizieren, sondern auf die Schule als Gesamtheit und damit auch die Lehrkräfte einzubeziehen. Dazu gehören neben einer gesundheitsbewussten Schulspeisung auch genügend Bewegungsangebote im Schulalltag und Raum zur Stress- und Konfliktbewältigung. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender psychischer Belastungen bedeutet die gesunde Schule, die Arbeitsbedingungen an den Bildungseinrichtungen mit in den Blick zu nehmen. Wichtig sei auch, Lehrergesundheit zum Thema schulischer Fortbildung zu machen. Dabei müsse es vor allem darum gehen, Gesundheit nicht länger als die Abwesenheit von Krankheit wahrzunehmen, sondern als Lebenszustand, den es herzustellen und zu bewahren gilt.
Berufsfreude ist eng an gute schulische Rahmenbedingungen gekoppelt / Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) zum Weltlehrertag der Vereinten Nationen am 5. Oktober
Stuttgart, 02.10.2009 Mit vielen Aktionen von Eltern, Schulträgern und Partnern der Schule wird in diesem Jahr wieder der Weltlehrertag begangen und mit facettenreichen Veranstaltungen der engagierte Einsatz von Lehrern gewürdigt. "Das ist ein kleines Zeichen der verdienten Anerkennung unserer zunehmend schwerer gewordenen Arbeit an den Schulen und ganz besonders auch an den Gymnasien des Landes", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur, mit dem Hinweis, dass sich die Würdigung der beachtlichen Unterrichtsarbeit und Erziehungsleistung unserer Lehrerinnen und Lehrer nicht nur auf einen Tag im Jahr beschränken sollte. Saur: "Eigentlich ist jeder Schultag auch ein Tag der Lehrerinnen und Lehrer, die tagtäglich unter den kritischen Blicken einer an guten Unterrichtsergebnissen interessierten Öffentlichkeit ihr Bestes geben."
Der Philologenverband Baden-Württemberg begrüßt, dass auch von der Schulbehörde herausgestellt wird, dass Lehrer "den Schlüssel für unsere Zukunft" in der Hand halten, ihn "mit Verantwortung, Engagement und Augenmaß" verwalten und dass diese Herausforderung von den Lehrerinnen und Lehrern angenommen und gemeistert wird. "Wir wären dankbar, wenn diese Auffassung auch in der Öffentlichkeit und von den Medien so wahrgenommen würde", so der Kommentar von Bernd Saur. "Nur mit breiter Unterstützung aller an Bildung Interessierten können Bildungs- und Erziehungsziele erreicht werden; Politiker, Medien und auch Eltern tragen eine Mitverantwortung."
Damit der Lehrerberuf an Attraktivität gewinnt und insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern qualifizierter Lehrernachwuchs in den nächsten Jahren gewonnen werden kann, müssen die schulischen Rahmenbedingungen, der Arbeits- und Gesundheitsschutz, die Besoldung und das Lehrerimage in der Öffentlichkeit verbessert werden. PhV-Chef Saur weist darauf hin, dass die Arbeit des Lehrers nicht mit dem Unterrichtsschluss endet. Erst in der unterrichtsfreien Zeit beginnen zeitaufwändige Korrekturen, die Vorbereitung für professionelle Unterrichtsstunden, Gespräche mit Schülern, Eltern, Kollegen und Überlegungen, mit welchen Methoden sich Unterrichtsinhalte am besten vermitteln lassen.
Die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer besteht in erster Linie darin, Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsbildung, Kritik- und Urteilsfähigkeit zu fördern, Grundlagen zu schaffen, dass sie Lehrzeit und Studium erfolgreich bewältigen können. Saur: "Es geht aber ganz wesentlich auch darum, dass den Schülern mit Herz, Hand und Verstand Allgemeinbildung, historische Zusammenhänge, sprachliche Grundlagen und ethisch-moralische Werte und Kulturtechniken vermittelt werden, die sie befähigen, später im Beruf und in der Familie Verantwortung zu tragen, Herausforderungen und Gefahren für Mensch und Umwelt zu erkennen und sich in einer komplizierter und globaler gewordenen Welt zurechtzufinden."
Bernd Saur: "Wir wünschen uns zum Weltlehrertag, dass wir Lehrer in der Gesellschaft und in den Medien für diese Arbeit mehr Anerkennung, mehr Verständnis, Wertschätzung und Unterstützung erhalten. Wir wünschen uns kleinere Klassen, insgesamt bessere Arbeitsbedingungen, einen guten Arbeits- und Gesundheitsschutz und eine Verringerung der zu hohen Unterrichtsverpflichtung, damit mehr Zeit für individuelle Förderung und Betreuung zur Verfügung steht."
Stuttgart, 02.10.2009 Mit vielen Aktionen von Eltern, Schulträgern und Partnern der Schule wird in diesem Jahr wieder der Weltlehrertag begangen und mit facettenreichen Veranstaltungen der engagierte Einsatz von Lehrern gewürdigt. "Das ist ein kleines Zeichen der verdienten Anerkennung unserer zunehmend schwerer gewordenen Arbeit an den Schulen und ganz besonders auch an den Gymnasien des Landes", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur, mit dem Hinweis, dass sich die Würdigung der beachtlichen Unterrichtsarbeit und Erziehungsleistung unserer Lehrerinnen und Lehrer nicht nur auf einen Tag im Jahr beschränken sollte. Saur: "Eigentlich ist jeder Schultag auch ein Tag der Lehrerinnen und Lehrer, die tagtäglich unter den kritischen Blicken einer an guten Unterrichtsergebnissen interessierten Öffentlichkeit ihr Bestes geben."
Der Philologenverband Baden-Württemberg begrüßt, dass auch von der Schulbehörde herausgestellt wird, dass Lehrer "den Schlüssel für unsere Zukunft" in der Hand halten, ihn "mit Verantwortung, Engagement und Augenmaß" verwalten und dass diese Herausforderung von den Lehrerinnen und Lehrern angenommen und gemeistert wird. "Wir wären dankbar, wenn diese Auffassung auch in der Öffentlichkeit und von den Medien so wahrgenommen würde", so der Kommentar von Bernd Saur. "Nur mit breiter Unterstützung aller an Bildung Interessierten können Bildungs- und Erziehungsziele erreicht werden; Politiker, Medien und auch Eltern tragen eine Mitverantwortung."
Damit der Lehrerberuf an Attraktivität gewinnt und insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern qualifizierter Lehrernachwuchs in den nächsten Jahren gewonnen werden kann, müssen die schulischen Rahmenbedingungen, der Arbeits- und Gesundheitsschutz, die Besoldung und das Lehrerimage in der Öffentlichkeit verbessert werden. PhV-Chef Saur weist darauf hin, dass die Arbeit des Lehrers nicht mit dem Unterrichtsschluss endet. Erst in der unterrichtsfreien Zeit beginnen zeitaufwändige Korrekturen, die Vorbereitung für professionelle Unterrichtsstunden, Gespräche mit Schülern, Eltern, Kollegen und Überlegungen, mit welchen Methoden sich Unterrichtsinhalte am besten vermitteln lassen.
Die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer besteht in erster Linie darin, Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsbildung, Kritik- und Urteilsfähigkeit zu fördern, Grundlagen zu schaffen, dass sie Lehrzeit und Studium erfolgreich bewältigen können. Saur: "Es geht aber ganz wesentlich auch darum, dass den Schülern mit Herz, Hand und Verstand Allgemeinbildung, historische Zusammenhänge, sprachliche Grundlagen und ethisch-moralische Werte und Kulturtechniken vermittelt werden, die sie befähigen, später im Beruf und in der Familie Verantwortung zu tragen, Herausforderungen und Gefahren für Mensch und Umwelt zu erkennen und sich in einer komplizierter und globaler gewordenen Welt zurechtzufinden."
Bernd Saur: "Wir wünschen uns zum Weltlehrertag, dass wir Lehrer in der Gesellschaft und in den Medien für diese Arbeit mehr Anerkennung, mehr Verständnis, Wertschätzung und Unterstützung erhalten. Wir wünschen uns kleinere Klassen, insgesamt bessere Arbeitsbedingungen, einen guten Arbeits- und Gesundheitsschutz und eine Verringerung der zu hohen Unterrichtsverpflichtung, damit mehr Zeit für individuelle Förderung und Betreuung zur Verfügung steht."
Artikel:
VBE fragt besorgt: Ist bei den meisten Lehrern das Frischesiegel wirklich schon abgelaufen?
Stuttgart, 19.07.2009 Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg bestätigt durch Inaugenscheinnahme, dass das, was eine EU-Studie zum Altersdurchschnitt der Lehrer herausgefunden hat, von der Statistik her zwar richtig ist, wehrt sich jedoch dagegen, dass Pädagogen aufgrund des Alters diskriminiert und deren Leistungen abgewertet werden. "Ab wann ist ein Lehrer unterhalb der Pensionsgrenze - die demnächst sogar angehoben werden soll(!) - zu alt zum Unterrichten?", fragt der VBE-Landesvorsitzende Rudolf Karg und versichert, dass das Alter der Pädagogen allein wohl kein wissenschaftlich haltbares Qualitätsmerkmal für eine gute oder schlechte Schule sei.
Bei der Vorstellung der jüngsten Studienergebnisse durch den EU-Bildungskommissar Ján Figel und Stanislav Ranguelov rückte das überdurchschnittlich hohe Alter deutscher Lehrkräfte wieder einmal in den Fokus der Berichterstattung. Der VBE wehrt sich dagegen, das Alter der Lehrer mit Unterrichtsqualität gleichzusetzen. "Es gibt geistig unbewegliche Dreißigjährige und hellwache, hoch motivierte Sechziger", stellt Karg fest. Moderner und erfolgreicher Unterricht sei keine Frage des Alters, sondern das Produkt einer guten Aus- und Fortbildung, der Einstellung, des Engagements und der Vorbereitung.
Während früher vor allem ältere Lehrkräfte mit entsprechender Erfahrung berufliche und gesellschaftliche Anerkennung fanden, gehöre man heute im Zeitalter des Jugendlichkeitswahns mit den ersten Falten schon fast zum alten Eisen, schimpft der VBE-Chef. Die Schulen benötigten keine "aufgehübschten Botox-Pädagogen", sondern solche mit Herz und Verstand, die die Kinder und Jugendlichen verstehen und ihnen helfen, eigenverantwortliche, mündige Bürger zu werden. Dabei spiele weniger das Alter der Lehrer eine Rolle als vielmehr deren Einstellung und wie sie von der Gesellschaft behandelt werden.
Natürlich sei es zwingend und dringend notwendig, dass junge Lehrkräfte in den Schuldienst eingestellt werden, ergänzt Karg, man sollte jedoch aufhören, lang gedienten Lehrern immer wieder vorzuhalten, dass ihr Frischesiegel abgelaufen sei und sie daher nicht mehr richtig für die Schule zu gebrauchen seien. Gedankenlose Menschen würden mitunter sogar von der "Vergreisung" der Kollegien sprechen, was älteren, von Schülern geachteten Lehrern sehr weh tun müsse.
Bei der Vorstellung der jüngsten Studienergebnisse durch den EU-Bildungskommissar Ján Figel und Stanislav Ranguelov rückte das überdurchschnittlich hohe Alter deutscher Lehrkräfte wieder einmal in den Fokus der Berichterstattung. Der VBE wehrt sich dagegen, das Alter der Lehrer mit Unterrichtsqualität gleichzusetzen. "Es gibt geistig unbewegliche Dreißigjährige und hellwache, hoch motivierte Sechziger", stellt Karg fest. Moderner und erfolgreicher Unterricht sei keine Frage des Alters, sondern das Produkt einer guten Aus- und Fortbildung, der Einstellung, des Engagements und der Vorbereitung.
Während früher vor allem ältere Lehrkräfte mit entsprechender Erfahrung berufliche und gesellschaftliche Anerkennung fanden, gehöre man heute im Zeitalter des Jugendlichkeitswahns mit den ersten Falten schon fast zum alten Eisen, schimpft der VBE-Chef. Die Schulen benötigten keine "aufgehübschten Botox-Pädagogen", sondern solche mit Herz und Verstand, die die Kinder und Jugendlichen verstehen und ihnen helfen, eigenverantwortliche, mündige Bürger zu werden. Dabei spiele weniger das Alter der Lehrer eine Rolle als vielmehr deren Einstellung und wie sie von der Gesellschaft behandelt werden.
Natürlich sei es zwingend und dringend notwendig, dass junge Lehrkräfte in den Schuldienst eingestellt werden, ergänzt Karg, man sollte jedoch aufhören, lang gedienten Lehrern immer wieder vorzuhalten, dass ihr Frischesiegel abgelaufen sei und sie daher nicht mehr richtig für die Schule zu gebrauchen seien. Gedankenlose Menschen würden mitunter sogar von der "Vergreisung" der Kollegien sprechen, was älteren, von Schülern geachteten Lehrern sehr weh tun müsse.
Berlin, 15.07.2009 Die Lehrerbildung war ein Schwerpunktthema des Senats der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gestern in Bonn. "Die Hochschulen übernehmen zunehmend Verantwortung für die Lehrerbildung und geben ihr den Platz, der ihr im Interesse der Studierenden, der Schülerinnen und Schüler und der Gesellschaft insgesamt zukommen muss", sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel heute vor der Presse in Berlin. "Nachdem die HRK für die Neugestaltung der Lehrerbildung im Jahr 2006 grundlegende Orientierungen verabredet hatte, konnten wir nun konkrete Modelle diskutieren, die diese Ansprüche einlösen."
Das Konzept der "School of Education" der TU München stellte deren Präsident Professor Dr. Wolfgang Herrmann dem HRK-Senat vor. Dort wird die Lehrerbildung in einer eigenen neuen Fakultät zusammengeführt, Bildungsforschung integriert und eine enge Verbindung mit den Fachwissenschaften wie mit der Schulpraxis hergestellt. HRK-Präsidentin Wintermantel sagte, die TU München habe mit diesen Strukturentscheidungen ein bemerkenswertes und beispielhaftes Bekenntnis zur Lehrerbildung abgegeben.
Die Lehrerbildungsexpertin Prof. Doris Lemmermöhle, Universität Göttingen, verdeutlichte im HRK-Senat, wie sehr sich die Lehrerbildung in den vergangenen Jahren durch gewandelte Arbeitsweisen der Schulen, aber auch durch neue Erkenntnisse der Schul- und Unterrichtsforschung verändert hat. "Dafür entwickeln die Universitäten nicht nur inhaltliche Konzepte, sondern auch Organisationsformen, die die Qualität der Lehrerbildung sichern und verbessern. Das können auch fakultätsübergreifende Zentren für Lehrerbildung und Schulforschung sein wie etwa in Göttingen oder Paderborn", erläuterte Wintermantel. "Wichtig ist, dass wir die Lehrerbildung nachhaltig als zentrale Aufgabe der Hochschulen mit besonderen Anforderungen an alle beteiligten Fakultäten verankern. Die HRK wird der Lehrerbildung auch weiterhin hohe Aufmerksamkeit widmen."
Das Konzept der "School of Education" der TU München stellte deren Präsident Professor Dr. Wolfgang Herrmann dem HRK-Senat vor. Dort wird die Lehrerbildung in einer eigenen neuen Fakultät zusammengeführt, Bildungsforschung integriert und eine enge Verbindung mit den Fachwissenschaften wie mit der Schulpraxis hergestellt. HRK-Präsidentin Wintermantel sagte, die TU München habe mit diesen Strukturentscheidungen ein bemerkenswertes und beispielhaftes Bekenntnis zur Lehrerbildung abgegeben.
Die Lehrerbildungsexpertin Prof. Doris Lemmermöhle, Universität Göttingen, verdeutlichte im HRK-Senat, wie sehr sich die Lehrerbildung in den vergangenen Jahren durch gewandelte Arbeitsweisen der Schulen, aber auch durch neue Erkenntnisse der Schul- und Unterrichtsforschung verändert hat. "Dafür entwickeln die Universitäten nicht nur inhaltliche Konzepte, sondern auch Organisationsformen, die die Qualität der Lehrerbildung sichern und verbessern. Das können auch fakultätsübergreifende Zentren für Lehrerbildung und Schulforschung sein wie etwa in Göttingen oder Paderborn", erläuterte Wintermantel. "Wichtig ist, dass wir die Lehrerbildung nachhaltig als zentrale Aufgabe der Hochschulen mit besonderen Anforderungen an alle beteiligten Fakultäten verankern. Die HRK wird der Lehrerbildung auch weiterhin hohe Aufmerksamkeit widmen."
Artikel:
Hessen: Kultusministerin Henzler begrüßt Fraktionsentwürfe zu Schul- und Lehrerbildungsgesetz
Wiesbaden, 13.05.2009 Kultusministerin Dorothea Henzler hat zu Beginn der aktuellen Plenarrunde die beiden Gesetzentwürfe der Fraktionen von CDU und FDP zur Änderung des Schulgesetzes und des Lehrerbildungsgesetzes ausdrücklich begrüßt. "Damit können nun zügig alte Baustellen beseitigt werden, denn es gibt Rechtssicherheit bei den G8-Nachbesserungen und dem Quereinstieg in den Lehrerberuf", sagte sie am Dienstag in Wiesbaden. Gleichzeitig würden mit den Gesetzentwürfen Projekte verwirklicht, die zu mehr Qualität und zu mehr Selbstständigkeit der Schulen beitrügen. "Als Ergebnis der ersten 100 Tage Regierungsarbeit können wir mit dem Erreichten sehr zufrieden sein."
Mit dem vorliegenden Schulgesetzentwurf werde, so die Ministerin, das 11-Punkte-Programm für Nachbesserungen im verkürzten gymnasialen Bildungsgang rechtsfest gemacht. Den Schulen sei es dadurch möglich, in eigener Verantwortung Entscheidungen zu treffen über die Grundsätze des Wahlunterrichts sowie über die Verteilung des Unterrichts im Rahmen der Kontingent-Stundentafeln auf die einzelnen Jahrgangsstufen und Unterrichtsfächer. Auf diese Weise könnten die Belastungen für die Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs verringert werden.
Die im Gesetzentwurf vorgesehene Vorverlegung der Schulanmeldung auf März/April werde es vom Schuljahr 2010/2011 an ermöglichen, die äußerst erfolgreichen Vorlaufkurse zur Sprachförderung auf zwölf Monate zu verlängern. "Damit werden die Kinder künftig noch besser auf den Schulstart vorbereitet."
Im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Integrierten Gesamtschulen (IGS) wies die Ministerin darauf hin, dass es eine Zweizügigkeit für zukünftig einzurichtende IGS nicht mehr geben werde. "Die IGS bildet im Gegensatz zur Haupt- und Realschule drei Bildungsgänge ab, das muss sich auch in der Zügigkeit widerspiegeln." Wie die Schule intern differenziere, bleibe ihr weiterhin selbst überlassen, sagte die Ministerin. "Aber da sie Anspruch auf Vermittlung gymnasialer Bildung erhebt, muss das auch nach außen sichtbar sein."
Bei den Änderungen am Lehrerbildungsgesetz handele es sich um Korrekturen, die insbesondere im Bereich des Quereinstiegs, aber auch bei der Notentabelle für das Erste und Zweite Staatsexamen vorgenommen werden müssten. Für den Quereinstieg in den Lehrerberuf werde, so Henzler, mit dem Gesetzentwurf nun die vom Verwaltungsgericht geforderte rechtliche Grundlage geschaffen. Der jahrelangen Kritik an der Notentabelle werde mit einer neuen Tabelle begegnet, die die Notenverteilung im oberen Leistungsbereich gerechter abbilde. Die Ministerin kündigte an, nach Lösungen für die Studierenden zu suchen, die durch die alte Tabelle benachteiligt würden.
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Susanne Rothenhöfer
Pressesprecherin
Tel: 0611 / 368 - 2006
Fax: 0611 / 368 - 2096
E-Mail: pressestelle@hkm.hessen.de
Mit dem vorliegenden Schulgesetzentwurf werde, so die Ministerin, das 11-Punkte-Programm für Nachbesserungen im verkürzten gymnasialen Bildungsgang rechtsfest gemacht. Den Schulen sei es dadurch möglich, in eigener Verantwortung Entscheidungen zu treffen über die Grundsätze des Wahlunterrichts sowie über die Verteilung des Unterrichts im Rahmen der Kontingent-Stundentafeln auf die einzelnen Jahrgangsstufen und Unterrichtsfächer. Auf diese Weise könnten die Belastungen für die Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs verringert werden.
Die im Gesetzentwurf vorgesehene Vorverlegung der Schulanmeldung auf März/April werde es vom Schuljahr 2010/2011 an ermöglichen, die äußerst erfolgreichen Vorlaufkurse zur Sprachförderung auf zwölf Monate zu verlängern. "Damit werden die Kinder künftig noch besser auf den Schulstart vorbereitet."
Im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Integrierten Gesamtschulen (IGS) wies die Ministerin darauf hin, dass es eine Zweizügigkeit für zukünftig einzurichtende IGS nicht mehr geben werde. "Die IGS bildet im Gegensatz zur Haupt- und Realschule drei Bildungsgänge ab, das muss sich auch in der Zügigkeit widerspiegeln." Wie die Schule intern differenziere, bleibe ihr weiterhin selbst überlassen, sagte die Ministerin. "Aber da sie Anspruch auf Vermittlung gymnasialer Bildung erhebt, muss das auch nach außen sichtbar sein."
Bei den Änderungen am Lehrerbildungsgesetz handele es sich um Korrekturen, die insbesondere im Bereich des Quereinstiegs, aber auch bei der Notentabelle für das Erste und Zweite Staatsexamen vorgenommen werden müssten. Für den Quereinstieg in den Lehrerberuf werde, so Henzler, mit dem Gesetzentwurf nun die vom Verwaltungsgericht geforderte rechtliche Grundlage geschaffen. Der jahrelangen Kritik an der Notentabelle werde mit einer neuen Tabelle begegnet, die die Notenverteilung im oberen Leistungsbereich gerechter abbilde. Die Ministerin kündigte an, nach Lösungen für die Studierenden zu suchen, die durch die alte Tabelle benachteiligt würden.
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Berlin, 27.03.2009 Zu den Ergebnissen der Umfrage zum Lehrerbild erklärt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Die Umfrage belegt, was wir spätestens seit PISA und IGLU schon wissen: Bei der Qualität unseres Bildungssystems liegt so einiges im Argen. Nun klagen auch Deutschlands Eltern zu Recht über zu viel Unterrichtsausfall und zu große Klassen. Dadurch wird die notwendige individuelle Förderung der Kinder immens erschwert.
Wenn außerdem mehr als zwei Drittel aller befragten Eltern bemängeln, dass die Schulen die Jugendlichen nicht ausreichend auf das Berufsleben vorbereiten, dann geht dies weit über die oftmals bei Bildungspolitikern festzustellende Erwartung an das Bildungssystem hinaus: Schulen dürfen nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern müssen auch ein Ort der Vorbereitung auf das Leben sein, Neugier und Wissensdurst fördern, den Schülerinnen und Schülern aber auch das selbstständige Aneignen von Wissen und die Fähigkeit zur Problemlösung mit auf den Weg geben.
Eine Voraussetzung für eine gute Bildung und stärkere individuelle Förderung ist eine verbesserte Aus- und Fortbildung der Pädagoginnen und Pädagogen sowie eine Aufwertung des Lehrerberufs. Hier müssen die Länder endlich ihre Hausaufgaben machen und die Ausbildung der Lehrkräfte so gestalten, dass sie in eine verbesserte Unterrichtsqualität mündet.
Bildung ist sowohl eine Frage der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft als auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Denn eines ist klar: Eine gute Bildungspolitik ist der beste Weg aus der blockierten Gesellschaft heraus in eine durchlässige. Das Aufstiegsversprechen muss auch endlich für Kinder aus unteren sozialen Schichten gelten. Es reicht eben nicht aus, bloß in Beton zu investieren, in den Köpfen der Kinder liegt unsere Zukunft.
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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundesvorstand
Jens Althoff, Pressesprecher, Platz vor dem Neuen Tor 1, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30/28442-130, Fax: +49 (0)30/28442-234
E-Mail: presse (at) gruene.de
"Die Umfrage belegt, was wir spätestens seit PISA und IGLU schon wissen: Bei der Qualität unseres Bildungssystems liegt so einiges im Argen. Nun klagen auch Deutschlands Eltern zu Recht über zu viel Unterrichtsausfall und zu große Klassen. Dadurch wird die notwendige individuelle Förderung der Kinder immens erschwert.
Wenn außerdem mehr als zwei Drittel aller befragten Eltern bemängeln, dass die Schulen die Jugendlichen nicht ausreichend auf das Berufsleben vorbereiten, dann geht dies weit über die oftmals bei Bildungspolitikern festzustellende Erwartung an das Bildungssystem hinaus: Schulen dürfen nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern müssen auch ein Ort der Vorbereitung auf das Leben sein, Neugier und Wissensdurst fördern, den Schülerinnen und Schülern aber auch das selbstständige Aneignen von Wissen und die Fähigkeit zur Problemlösung mit auf den Weg geben.
Eine Voraussetzung für eine gute Bildung und stärkere individuelle Förderung ist eine verbesserte Aus- und Fortbildung der Pädagoginnen und Pädagogen sowie eine Aufwertung des Lehrerberufs. Hier müssen die Länder endlich ihre Hausaufgaben machen und die Ausbildung der Lehrkräfte so gestalten, dass sie in eine verbesserte Unterrichtsqualität mündet.
Bildung ist sowohl eine Frage der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft als auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Denn eines ist klar: Eine gute Bildungspolitik ist der beste Weg aus der blockierten Gesellschaft heraus in eine durchlässige. Das Aufstiegsversprechen muss auch endlich für Kinder aus unteren sozialen Schichten gelten. Es reicht eben nicht aus, bloß in Beton zu investieren, in den Köpfen der Kinder liegt unsere Zukunft.
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Realschullehrerverband zur Allensbach-Umfrage.
Düsseldorf, 27.03.2009 Vorurteile sind wie Kaugummi – klebrig, hartnäckig und meist ausgelutscht. Nun hat das Allensbach-Institut mal wieder ans Licht gebracht, was die Deutschen über ihre Lehrer denken. Auf den ersten Blick werden einmal mehr die üblichen Klischees bedient: Über zwei Drittel der Befragten finden, dass Lehrer überfordert sind. Mehr als die Hälfte glauben, dass Lehrer zu viel über ihre berufliche Belastung klagen.
Doch die Studie lässt zumindest in Ansätzen auch ein Umdenken erkennen. Nur noch etwa ein Drittel der Bevölkerung glaubt, dass Lehrer viel Freizeit haben und viel Geld verdienen. Dagegen erkennen immer mehr Menschen die Schattenseiten des Berufs: Etwa 60 Prozent sehen, dass Lehrer Erziehungsfehler ausbügeln müssen, die im Elternhaus begangen werden. "Der Lehrerberuf verdient mehr Anerkennung, auch seitens der Politik", kommentiert Brigitte Balbach, Vorsitzende des Realschullehrerverbandes NRW, die Ergebnisse der Studie. "Es ist erfreulich, aber auch bezeichnend, dass Eltern schulpflichtiger Kinder Lehrer in einem besseren Licht sehen, als der Rest der Bevölkerung, der keinen unmittelbaren Bezug zur Schule hat. Alles in allem leisten Lehrer in Deutschland unter oft schwierigen Rahmenbedingungen gute Arbeit. Natürlich gibt es gute und schlechte, motivierte und gleichgültige, begeisterte und überforderte Lehrer. Aber das ist in jedem anderen Beruf genau so", betont Balbach.
Die größten Wünsche der Befragten an Schule sind im Übrigen nicht Sache der Lehrer, sondern der Politik: Kleinere Klassen und weniger Unterrichtsausfall. Da bietet der demografische Wandel enorme Chancen. In Teilbereichen hat die Politik ihre Hausaufgaben bereits gemacht: Das neue Lehrerausbildungsgesetz mit seiner stärkeren Betonung des Praxisbezugs schon während des Studiums ist ein Schritt in die richtige Richtung. Weit hinten auf der Prioritätenliste der Umfrage-Teilnehmer übrigens: Längerer gemeinsamer Unterricht. Offenbar erkennen die Menschen, dass Schulqualität keine Frage von Schulstruktur ist.
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Realschullehrerverband NRW
Graf-Adolf-Straße 84
40210 Düsseldorf
Tel.: 0211-1640-971
Fax: 0211-1640-972
Email: info@rlv-nrw.de
www.rlv-nrw.de
Düsseldorf, 27.03.2009 Vorurteile sind wie Kaugummi – klebrig, hartnäckig und meist ausgelutscht. Nun hat das Allensbach-Institut mal wieder ans Licht gebracht, was die Deutschen über ihre Lehrer denken. Auf den ersten Blick werden einmal mehr die üblichen Klischees bedient: Über zwei Drittel der Befragten finden, dass Lehrer überfordert sind. Mehr als die Hälfte glauben, dass Lehrer zu viel über ihre berufliche Belastung klagen.
Doch die Studie lässt zumindest in Ansätzen auch ein Umdenken erkennen. Nur noch etwa ein Drittel der Bevölkerung glaubt, dass Lehrer viel Freizeit haben und viel Geld verdienen. Dagegen erkennen immer mehr Menschen die Schattenseiten des Berufs: Etwa 60 Prozent sehen, dass Lehrer Erziehungsfehler ausbügeln müssen, die im Elternhaus begangen werden. "Der Lehrerberuf verdient mehr Anerkennung, auch seitens der Politik", kommentiert Brigitte Balbach, Vorsitzende des Realschullehrerverbandes NRW, die Ergebnisse der Studie. "Es ist erfreulich, aber auch bezeichnend, dass Eltern schulpflichtiger Kinder Lehrer in einem besseren Licht sehen, als der Rest der Bevölkerung, der keinen unmittelbaren Bezug zur Schule hat. Alles in allem leisten Lehrer in Deutschland unter oft schwierigen Rahmenbedingungen gute Arbeit. Natürlich gibt es gute und schlechte, motivierte und gleichgültige, begeisterte und überforderte Lehrer. Aber das ist in jedem anderen Beruf genau so", betont Balbach.
Die größten Wünsche der Befragten an Schule sind im Übrigen nicht Sache der Lehrer, sondern der Politik: Kleinere Klassen und weniger Unterrichtsausfall. Da bietet der demografische Wandel enorme Chancen. In Teilbereichen hat die Politik ihre Hausaufgaben bereits gemacht: Das neue Lehrerausbildungsgesetz mit seiner stärkeren Betonung des Praxisbezugs schon während des Studiums ist ein Schritt in die richtige Richtung. Weit hinten auf der Prioritätenliste der Umfrage-Teilnehmer übrigens: Längerer gemeinsamer Unterricht. Offenbar erkennen die Menschen, dass Schulqualität keine Frage von Schulstruktur ist.
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Bayerischer Realschullehrerverband (brlv) fordert ernstere Auseinandersetzung mit dem Thema Lehrergesundheit
München, 16.02.2009 "Die in Bayern erneut aufgeflammte Diskussion um die Qualität von Schule und Bildung kann helfen, wichtige Reformen im Bildungswesen anzustoßen", sagt Anton Huber, der Präsident des Bayerischen Realschullehrerverbands. Zugleich warnt er jedoch vor Aktionismus und Scheingefechten um äußere Organisationsformen von Schule. Stattdessen müsse man auf breiter Front versuchen, die Lernbedingungen der Schüler und nicht zuletzt die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in allen Schularten zu verbessern.
"Zu viele ältere Kolleginnen und Kollegen müssen nach wie vor frühzeitig aus dem Schuldienst ausscheiden, weil sie den enormen Belastungen mit zunehmendem Alter nicht mehr gewachsen sind", bemängelte der Verbandschef. Laut einer bekannten Belastungsstudie der Universität Potsdam setzten zu große Klassen, hohe Stundenzahlen, ein erheblicher Lärmpegel und fehlende echte Pausen am Vormittag den Lehrkräften nachweislich hart zu. "Wer da immer nur mit dem Argument kommt, dass eben die falschen Leute Lehrer werden, der soll sich ruhig einmal in einem überfüllten Klassenzimmer mit 30 oder mehr Kindern einen Vormittag lang erholen."
Die Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung könnten laut Huber dabei helfen, Lernumgebungen für Schüler und Lehrer angenehmer zu gestalten. Dringend nötig sei zudem eine Verlängerung der staatlich geförderten Altersteilzeit für Lehrkräfte, um die weitere Zunahme von Dienstunfähigkeiten zu verhindern.
Solche Maßnahmen dürfen die dringend notwendige Absenkung der Klassenstärken aber nicht ersetzen, sondern nur begleiten. "Arbeitsschutzvorschriften, die verhindern, dass das Personal verheizt und ausgebrannt wird, darf es nicht nur in der Wirtschaft geben, wo man längst erkannt hat, dass Qualität gute Arbeitsbedingungen voraussetzt ", schloss Huber.
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Bayerischer Realschullehrerverband
Vorsitzender: Anton Huber
Handy 0171/8 29 01 93
brlv-Presse:
Stefanie Kretzschmar
Handy 0177 / 8 23 83 37
Karin Springl
Handy 0160 / 7 17 85 66
Dachauer Str. 44 b
80335 München
Tel. 089/55 38 76
Fax 089/55 38 19
www.brlv.de
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München, 16.02.2009 "Die in Bayern erneut aufgeflammte Diskussion um die Qualität von Schule und Bildung kann helfen, wichtige Reformen im Bildungswesen anzustoßen", sagt Anton Huber, der Präsident des Bayerischen Realschullehrerverbands. Zugleich warnt er jedoch vor Aktionismus und Scheingefechten um äußere Organisationsformen von Schule. Stattdessen müsse man auf breiter Front versuchen, die Lernbedingungen der Schüler und nicht zuletzt die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in allen Schularten zu verbessern.
"Zu viele ältere Kolleginnen und Kollegen müssen nach wie vor frühzeitig aus dem Schuldienst ausscheiden, weil sie den enormen Belastungen mit zunehmendem Alter nicht mehr gewachsen sind", bemängelte der Verbandschef. Laut einer bekannten Belastungsstudie der Universität Potsdam setzten zu große Klassen, hohe Stundenzahlen, ein erheblicher Lärmpegel und fehlende echte Pausen am Vormittag den Lehrkräften nachweislich hart zu. "Wer da immer nur mit dem Argument kommt, dass eben die falschen Leute Lehrer werden, der soll sich ruhig einmal in einem überfüllten Klassenzimmer mit 30 oder mehr Kindern einen Vormittag lang erholen."
Die Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung könnten laut Huber dabei helfen, Lernumgebungen für Schüler und Lehrer angenehmer zu gestalten. Dringend nötig sei zudem eine Verlängerung der staatlich geförderten Altersteilzeit für Lehrkräfte, um die weitere Zunahme von Dienstunfähigkeiten zu verhindern.
Solche Maßnahmen dürfen die dringend notwendige Absenkung der Klassenstärken aber nicht ersetzen, sondern nur begleiten. "Arbeitsschutzvorschriften, die verhindern, dass das Personal verheizt und ausgebrannt wird, darf es nicht nur in der Wirtschaft geben, wo man längst erkannt hat, dass Qualität gute Arbeitsbedingungen voraussetzt ", schloss Huber.
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Kostenlose GEW-Hotline für Bewerber/innen startet am 26. Januar
Stuttgart, 23.01.2009 Im Februar können in Baden-Württemberg die Lehramtsanwärter/innen und Referendar/innen ihre Bewerbungen für das nächste Schuljahr abgeben. "Während in einigen Schularten und für manche Fächer Lehrerinnen und Lehrer dringend gesucht werden, wird in anderen Schularten wohl gerade die Hälfte der Bewerberinnen und Bewerber ein Einstellungsangebot erhalten. Wer aber alle Bewerbungsmöglichkeiten nutzt, kann seine Chancen deutlich verbessern", sagte am Freitag (23.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die GEW als größte Interessenvertretung der Lehrer/innen in Baden-Württemberg schließt mit ihrer am Montag (26.01.) startenden kostenlosen Telefon-Hotline (Tel. 0800/4390000) zur Lehrereinstellung eine Informationslücke. Die GEW-Expert/innen am Telefon geben unter anderem Informationen zum Einstellungsverfahren, zu den Auswahlkriterien, zum Nachrückverfahren, Vertrtungsverträgen und den Einstellungsperspektiven für das Jahr 2009.
Hotline-Termine im Internet: www.gew-bw.de
Kostenlose Hotline: Tel. 0800 – 439 00 00
Hotline für Bewerber/innen an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen:
Montag, 26.01. und Dienstag, 27.01., jeweils 16-20 Uhr
Hotline für Bewerber/innen an Gymnasien:
Donnerstag, 29.01., und Freitag, 30.01., jeweils 17-19 Uhr
Hotline für Bewerber/innen an Beruflichen Schulen:
Donnerstag, 29.01., 19-21.30 Uhr
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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Wuerttemberg
Pressestelle - Matthias Schneider
Silcherstr. 7, 70176 Stuttgart
Tel. (0711) 21030-14, Fax: -55
Handy: (0160) 4458395
E-Mail: presse@gew-bw.de
Internet: www.gew-bw.de
Stuttgart, 23.01.2009 Im Februar können in Baden-Württemberg die Lehramtsanwärter/innen und Referendar/innen ihre Bewerbungen für das nächste Schuljahr abgeben. "Während in einigen Schularten und für manche Fächer Lehrerinnen und Lehrer dringend gesucht werden, wird in anderen Schularten wohl gerade die Hälfte der Bewerberinnen und Bewerber ein Einstellungsangebot erhalten. Wer aber alle Bewerbungsmöglichkeiten nutzt, kann seine Chancen deutlich verbessern", sagte am Freitag (23.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die GEW als größte Interessenvertretung der Lehrer/innen in Baden-Württemberg schließt mit ihrer am Montag (26.01.) startenden kostenlosen Telefon-Hotline (Tel. 0800/4390000) zur Lehrereinstellung eine Informationslücke. Die GEW-Expert/innen am Telefon geben unter anderem Informationen zum Einstellungsverfahren, zu den Auswahlkriterien, zum Nachrückverfahren, Vertrtungsverträgen und den Einstellungsperspektiven für das Jahr 2009.
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Experten-Chat am Mittwoch, 21. Januar 2009 von 15.30 bis 17.00 Uhr
Frankfurt am Main, 20.01.2009 "Ist es weiterhin möglich ein Drittfach zu studieren?" Wird es mehr Praxisanteile innerhalb der Ausbildung geben?" "Werden Lehrer künftig eine intensivere pädagogische Ausbildung erfahren?" Diese drei Fragen rund um die Veränderungen des Lehramtstudium werden beim Expertenchat des Deutschen Bildungsservers (www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6716) zum Thema "Bachelor und Master statt Staatsexamen – wie verändert sich die Lehrerausbildung?" (www.bildungsserver.de/link/expertenchat_lehrerausbildung)am Mittwoch, den 21. Januar 2009 von 15.30 bis 17.00 Uhr in jedem Fall diskutiert werden. Denn sie gehören zu den beliebtesten Fragen, die Interessierte seit dem 14. Januar 2009 im Pre-Chat gestellt haben – und an dem sich alle noch bis Mittwoch beteiligen können.
Der Pre-Chat mit einer Übersicht über alle eingegangenen Fragen ist unter www.bildungsserver.de/link/prechat_lehrerausbildung zu finden.
Ausführlichere Hintergrundinformationen zum Thema (www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6738) sowie eine Einführung und die Vorstellung der am Chat teilnehmenden Experten (www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6716) sind auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers zu finden. Hier noch einmal die Experten im Überblick
Dr. Detlef Berntzen, Geschäftsführer des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Münster
Dr. Sabina Bieber, Studienberaterin der Zentralen Studienberatung der Universität Potsdam
Dipl.-Ing. Jan Rathjen, Leiter des Referats Lehre, Studium und Prüfungswesen, Studienreform der Hochschulrektorenkonferenz HRK
Dr. Martin Winter, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, HoF Wittenberg
Bei allen inhaltlichen Fragen rund um den Expertenchat wenden Sie sich bitte an Renate Tilgner, tilgner@dipf.de; Fragen zum Ablauf des Chats oder zum Zugang zur Chatplattform beantwortet Ingo Blees, blees@dipf.de
Frankfurt am Main, 20.01.2009 "Ist es weiterhin möglich ein Drittfach zu studieren?" Wird es mehr Praxisanteile innerhalb der Ausbildung geben?" "Werden Lehrer künftig eine intensivere pädagogische Ausbildung erfahren?" Diese drei Fragen rund um die Veränderungen des Lehramtstudium werden beim Expertenchat des Deutschen Bildungsservers (www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6716) zum Thema "Bachelor und Master statt Staatsexamen – wie verändert sich die Lehrerausbildung?" (www.bildungsserver.de/link/expertenchat_lehrerausbildung)am Mittwoch, den 21. Januar 2009 von 15.30 bis 17.00 Uhr in jedem Fall diskutiert werden. Denn sie gehören zu den beliebtesten Fragen, die Interessierte seit dem 14. Januar 2009 im Pre-Chat gestellt haben – und an dem sich alle noch bis Mittwoch beteiligen können.
Der Pre-Chat mit einer Übersicht über alle eingegangenen Fragen ist unter www.bildungsserver.de/link/prechat_lehrerausbildung zu finden.
Ausführlichere Hintergrundinformationen zum Thema (www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6738) sowie eine Einführung und die Vorstellung der am Chat teilnehmenden Experten (www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6716) sind auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers zu finden. Hier noch einmal die Experten im Überblick
Dr. Detlef Berntzen, Geschäftsführer des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Münster
Dr. Sabina Bieber, Studienberaterin der Zentralen Studienberatung der Universität Potsdam
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Dr. Martin Winter, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, HoF Wittenberg
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