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Redaktion 28.11.2010
München, 26.11.2010 "Hauptsache eine Alternative, die Qualität ist unwichtig! Dieses Politikverständnis sollte man in der Bildungspolitik längst hinter sich gelassen haben", meint Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes, vor allem im Interesse der Kinder und Jugendlichen.

"In Denkendorf und Kipfenberg scheint es darum zu gehen, koste es, was es wolle, eine Alternative zum sehr erfolgreichen bayerischen Schulwesen zu präsentieren. Dort geht es einigen nicht um die Zukunftsfähigkeit unserer jungen Menschen, denn die dort vorgeschlagenen angeblichen Alternativen sind in anderen Bundesländern längst gescheitert und haben dort zu einem Kahlschlag in der Bildungsqualität geführt. Bayerische Bürgermeister können doch nicht ernsthaft anstreben, die Kinder ihrer Gemeinden zu Versuchskaninchen zu machen, wohl wissend, dass diese Kinder deutlich schlechter ausgebildet werden und das zu erheblich höheren Kosten." Natürlich könne man sich damit Gehör verschaffen und sich damit medienwirksam profilieren. Aber der Preis dafür sei, laut Huber, viel zu hoch. Denn alle, die die Gemeinschaftsschulpläne verfolgen, tragen ihre politische Profilierung auf dem Rücken der Kinder aus und können, auch wenn man dafür so genannte Bildungsexperten präsentiert, nicht gut durchdacht sein, weil man nur in jene Bundesländer schauen muss, in denen diese aktiv waren. Dort ist das Bildungswesen für Jahrzehnte gelähmt und Steuergelder werden für unsinnige Umstrukturierungen vergeudet. Bei den Schülern kommt nur eines an: Schlechtere Förderung."

Zwar findet Huber es verständlich, dass die Bevölkerung in Gemeinden wie Denkendorf und Kipfenberg sich Gedanken macht, wie Schule unter den örtlichen Gegebenheiten sinnvoll gestaltet werden kann, aber wenn die Chancen auf gute Bildung sich dadurch für alle verschlechtern, dann stimme etwas nicht.

Im Gegensatz zur ´Alternative um der Alternative willen´ habe das gegliederte bayerische Schulwesen keinen Selbstzweck zu erfüllen, betont der Verbandsvorsitzende Huber, es ist alternativlos. Das vielgliedrige Schulwesen ist das richtige Modell – für ganz Bayern, stellt er unmissverständlich klar. Die Menschen sollten sich nicht von Polit-Taktikern, die das Blaue vom Himmel versprechen, missbrauchen lassen. Sie nützten die Sehnsucht der Menschen nach einer einfachen Lösung für alle Probleme aus. Huber: "Bayern braucht keine Druiden, sondern Politiker, die Realitäten erkennen. Die ´perfekte Schule´, in der alle Schüler das gleiche Niveau haben, ist – wie das kleine gallische Dorf, das den Römern trotzt – eine Utopie. Schüler sind nicht alle gleich, sie brauchen möglichst differenzierte Angebote, um ihre Talente zu entfalten."

Wie die Bevölkerung in Denkendorf und Kipfenberg erkannt hätten, gehe es in der Tat nicht um eine Parteiendiskussion, sondern um das Wohl der Schülerinnen und Schüler, und das liege, betont Huber, bestimmt nicht in der sozialromantischen Idee einer Schule von Gleichen. "Regierende und Oppositionspolitiker sollten Fortschritt nicht mit Struktur-veränderungsaktionismus verwechseln, und sich dann auch noch einbilden, sie seien damit besonders innovativ."

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Redaktion 21.11.2010
München, 21.11.2010 Die Einrichtung einer professionell begleiteten Berufseinstiegsphase im Anschluss an das zweijährige Referendariat gehört zu den Forderungen bayerischer Lehrerverbände, um die "Professionalität und Qualität" der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu stärken.

Zu Beginn einer gleichnamigen Fachtagung zur Lehrerbildung, zu der vier bayerische Lehrerverbände Fachleute am Samstag an die TU München eingeladen hatten, stellte der amtierende Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) Max Schmidt selbstbewusst fest: "Unsere Lehrerbildung befindet sich im Bundesvergleich auf hohem Niveau. Inzwischen ist unbestritten, dass die guten Ergebnisse bayerischer Schüler bei nationalen und internationalen Vergleichstests auch auf den hohen Qualifikationsgrad der Lehrerschaft zurückzuführen sind. Bei der Ausbildung seiner Pädagogen muss der Freistaat daher das Rad nicht neu erfinden."

Zu den bewährten Erfolgsgaranten der Lehrerbildung gehören nach Ansicht der Lehrerverbände fol­gende Charakteristika:

-Die Lehrerausbildung erfolgt in Bayern in zwei Phasen: Die erste, wissenschaftliche Phase findet an der Universität statt, die zweite in Form eines 24 Monate dauernden Vorbereitungsdienstes an den Schulen.

-Die Lehrerbildung erfolgt von Beginn an schulartbezogen.

-Das Studium umfasst Fachwissenschaften, Fachdidaktiken, Erziehungswissenschaften und Praktika.

-Die Gewichtung von Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Erziehungswissenschaften variiert je nach den spezifischen Anforderungen der einzelnen Schularten.

-Neben einem Ersten Staatsexamen oder dem Master sichert das Zweite Staatsexamen als Abschluss der Lehramtsausbildung die Qualität und Vergleichbarkeit.

Dennoch, so sind sich Vertreter von 45.000 bayerischen Pädagogen einig, müsse die Lehrerbildung in Bayern weiterentwickelt werden, um den hohen Qualitätsstandard zu halten. Zur Begründung der For­derung nach einer institutionalisierten Berufseinstiegsphase sagte abl-Präsident Schmidt: "Sie kann Berufsanfängern wertvolle Hilfen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten des realen Berufsalltags bie­ten. Denn zwei Jahre Referendariat sind unverzichtbar, aber nicht genug, um den über die Jahre gestiegenen beruflichen Anforderungen dauerhaft gewachsen zu sein. Dies sollte einhergehen mit einer adäquaten Absenkung der Unterrichtsverpflichtung."

Kritik an Sparplänen: Lehrer nicht billiger, sondern besser machen

An den als Referenten geladenen Vorsitzenden des Hochschulausschusses im Bayerischen Landtag Bernd Sibler gewandt, übte Schmidt deutliche Kritik an den jüngsten Sparideen der bayerischen Staatsregierung: "Anstatt zu überlegen, wie man Lehrer billiger macht, sollte die Politik mit uns gemeinsam darüber nachdenken, wie man sie besser macht! Mit Ihren Ausführungen zum Sinn des Staatsexamens haben Sie heute dafür ein gutes Beispiel gegeben – Ich hoffe, dass es positiv abfärbt!"

Der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (ABL) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen (VLB) und die Katholische Erziehergemeinschaft (KEG) an.

Für den Inhalt verantwortlich: Peter Missy, Pressesprecher des bpv, Tel. 0172/ 848 33 99
Redaktion 19.07.2010
München, 19.07.2010 Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes, begrüßt "das klare ´Nein´ der Hamburger zur Schulreform", und hofft, dass dieses Ergebnis auch im Saarland und in Nordrhein-Westfalen die Bevölkerung motiviert, die leeren Versprechungen der Politik aufzudecken. "Visionen sind wichtig, aber sie müssen sich auch an der Realität und an der Bildungswissenschaft messen lassen. Viele Hamburger Bürgerinnen und Bürger haben dies erkannt und den Reformplänen des schwarz-grünen Senats eine Abfuhr erteilt". Die Politik könne nicht einfach "an den Menschen vorbeiregieren", und auf deren Kosten ihre utopischen Vorstellungen einer gleichförmigen Gesellschaft zu verwirklichen suchen, so Huber weiter.

Statt zu reformieren um des Reformieren willens, müsse die Politik das gesellschaftliche Vertrauen in das bestehende differenzierte System stärken, meint Huber. "Wenn das differenzierte Schulsystem gesellschaftlichen Rückhalt erfährt, Verlässlichkeit und Kontinuität in die Bildungspolitik einkehren, können die Jugendlichen Selbstvertrauen aufbauen" – der Grundbaustein für Motivation und letztendlich Erfolg.

So wirke sich zum Beispiel das gute Ansehen der Realschule in Bayern äußerst positiv auf die Qualität dieser Schulformen aus. "In Bayern hat man erkannt, dass es bei rechtzeitiger Wahl passgenauer Bildungsangebote nach der 4. Klasse nicht um eine elitäre negative Selektion geht, sondern um den bestmöglichen Bildungsweg für den einzelnen Schüler. Die Wahlmöglichkeit soll den Jugendlichen ihren Weg erleichtern". Solange das differenzierte Schulsystem wie in Bayern konsequent Übertrittsmöglichkeiten schaffe, sei die 4. Klasse eben nicht "lebensbestimmend", die schulische Laufbahn zu jeder Zeit offen für Veränderung. Das differenzierte Schulsystem eröffne so nicht nur mehr Möglichkeiten, sondern sei am Ende auch ´gerechter´ als die Gemeinschaftsschule – nicht nur kindgerechter, sondern am Ende auch chancengerechter.

Huber abschließend: "Aus dem Hamburger Ergebnis lässt sich die Forderung der Bürger ableiten, zu realer, an den Bedürfnissen der Menschen orientierter Politik zurückzukehren. Sicherlich wird es auch dazu beitragen, bei den Regierungsparteien in Bayern entsprechende Gedankenspiele aufzugeben. Das ist gut für Bayern, das ist gut für Bayerns Schüler."

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Redaktion 14.06.2010
München, 14.06.2010 Der Bayerische Realschullehrerverband (brlv) sieht in den insgesamt positiven Umfrageergebnissen des Kultusministeriums eine gewisse Entlastung bei den Grundschulen, verweist aber auf die diesjährigen hohen Übertrittszahlen an die Realschulen. "Der erneute Rekordzuwachs von rund 3 500 Schülern dokumentiert die unverändert hohe gesellschaftliche Akzeptanz der Schulart, verlangt allerdings auch Konsequenzen hinsichtlich einer Aufstockung der Lehrerstellen an den Realschulen", sagte der Verbandsvorsitzende Anton Huber. Nach den Berechnungen des brlv benötigt der Realschulbereich mindestens 310 zusätzliche Stellen, um wenigstens den aktuellen Stand einer nur mäßigen Grundversorgung sicher zu stellen.

Nur logisch sei es, die zusätzlichen Planstellen an diejenige Schulart zu geben, die ohnehin am schlechtesten versorgt ist und den größten Schülerzuwachs hat, begründete Huber seine Forderung. Mehr Lehrkräfte wären auch aus pädagogischen Gründen erforderlich, um qualitätsorientierte Bildung und individuelle Förderung zu gewährleisten. Dies werde von der Politik immer wieder in Aussicht gestellt und von Eltern und Schülern zu Recht erwartet. "Die personelle Unterversorgung der Realschulen muss auch deshalb gestoppt werden", betont Huber. Er erinnert daran, dass die Realschulen nach wie vor die höchsten Klassenstärken haben und hier bisher eine Verbesserung "eher im Schneckentempo" erfolgt sei.

Verärgert zeigte sich der Verbandsvorsitzende über die erneut starke Differenz der tatsächlichen Anmeldezahlen zur amtlichen Prognose in der Landesamtsstatistik 2008, die sogar von einer Schülerabnahme an den Realschulen von 100 Schülern ausgeht. "Die darauf basierende Planstellenberechnung benachteiligt die Realschulen, weil sie kurzfristige politische Entscheidungen nicht berücksichtigen kann." sagte Huber.

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Redaktion 27.05.2010
München, 27.05.2010 Der brlv lehnt das jüngst wieder von der Bayern-SPD vorgetragene Bildungskonzept der sogenannten Gemeinschaftsschule mit Nachdruck ab. Der brlv-Vorsitzende Anton Huber warnte vehement davor, dieses überholte Schulkonzept der bayerischen Bevölkerung als pädagogische Innovation zu verkaufen. "Hinter dem Begriff der Gemeinschaftsschule verbirgt sich nämlich nichts anderes als die "alte" Gesamtschule, die in Deutschland längst gescheitert ist", kritisierte er.

Abgesehen von den enormen Kosten einer Bildungsreform im Sinne dieses Konzepts für Bayern und der damit verbundenen Zerstückelung der erfolgreichen Realschulen durch Verteilung der Schüler auf kleine Hauptschulstandorte kritisierte Huber den mangelnden Blick für schulische Realitäten.

SPD-Bildungsexperten wären nach Auffassung des brlv gut beraten, die PISA - Untersuchungen endlich zur Kenntnis zu nehmen, sagte Huber. Dort zeige sich mit größter Deutlichkeit, dass Realschüler und Gymnasiasten an den Gesamtschulen viel zu wenig gefördert werden. Huber führte nochmals Zahlen zum Beleg an: Beim PISA - Test 2006 lagen die Gesamtschulen in Deutschland in den Naturwissenschaften mit 477 Punkten weit abgeschlagen hinter den bayerischen Realschulen (563 Punkte) und Gymnasien (619 Punkte). Darüber hinaus sei es aber auch von größter Bedeutung, dass die Bundesländer mit zweigliedrigen Systemen das Niveau der bayerischen Realschulen nicht erreichen konnten.

Diese Tatsachen sind offensichtlich auch den Eltern bekannt, ergänzte Huber. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo die Möglichkeit der Wahl zwischen Gesamtschule und Schulen des gegliederten Schulsystems besteht, haben gerade Realschulen und Gymnasien unvermindert großen Zulauf. "Dass selbst namhafte Vertreter der dortigen SPD für ihre eigenen Kinder das gegliederte Schulsystem bevorzugen, sollte der Bayern-SPD doch zu denken geben!", schloss Huber.

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Redaktion 03.05.2010
München, 03.05.2010 Anlässlich der Ausstellung der diesjährigen Zeugnisse an den Grundschulen zum Übertritt an die weiterführenden Schulen hob der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Anton Huber, die hohe Zuverlässigkeit der dort getroffenen Schullaufbahnempfehlungen hervor.

"Wer sich mit einer Eignung für die Realschule im Übertrittszeugnis bei uns anmeldet, wird den Bildungsgang in aller Regel auch erfolgreich durchlaufen. Sicherlich sehen wir bei einem Notendurchschnitt von 2,66 weiterhin eine bedingte Eignung und bei einem Schnitt von 3,00 und schlechter große Schwierigkeiten für eine erfolgreiche Schullaufbahn an der Realschule." sagte er. Für Anton Huber liegt der Grund auf der Hand. Die Lehrkräfte der Grundschule können aufgrund umfassender pädagogischer Beobachtung und Diagnostik eine aussagekräftige Schullaufbahnempfehlung geben. Als Beleg führte der Verbandschef auch die Praxiserfahrungen von Realschullehrkräften an. Aus einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Verbandes bei Lehrkräften der Realschule zum Thema Übertritt geht hervor, dass 80 Prozent der Lehrkräfte das Votum der abgebenden Grundschule für zutreffend halten.

Huber verwies in diesem Zusammenhang auf die zweite Möglichkeit für Schüler und Schülerinnen, die Eignung für den Realschulbesuch über einen erfolgreichen Probeunterricht zu erhalten. An die Eltern sprach er die dringende Empfehlung aus, den Übertritt an die Realschule nicht erzwingen zu wollen. Er betonte:"Lassen Sie sich nicht von gewissen Bildungsexperten einreden, dass ohne Realschulabschluss die Berufs- und Lebenschancen verbaut seien." Gerade im gegliederten Schulwesen gebe es viele gut ausgebaute Alternativen. Die neu eingeführte Mittelschule, die Wirtschaftsschule und die M-Zweige an Hauptschulen bieten attraktive Möglichkeiten insbesondere nach Klasse 6 bis Klasse 9 zu einem mittleren Bildungsabschluss zu kommen, ebenso die beruflichen Schulen mit dem Qualifizierenden Berufsschulabschluss (Quabi). Weitere Bildungswege bis hin zur Hochschule stehen dann offen.

Die Anmeldung an Realschulen findet statt in der Zeit vom 10. bis 14. Mai 2010. Der Probeunterricht wird an den Realschulen vom 18. bis 20. Mai 2010 durchgeführt.

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Redaktion 10.02.2010
Bayerischer Realschullehrerverband (brlv) äußert massive Kritik an der Abkehr vom Leistungsprinzip in der Schule
München, 10.02.2010 "Auch wenn es die Einheitsschulmissionare immer noch nicht wahrhaben wollen, weil sie von Schule nichts verstehen, wollen unsere Kinder und Jugendlichen Leistung in der Schule zeigen und dafür von uns Erwachsenen eine Rückmeldung haben. Wer dieses pädagogische Grundprinzip missachtet, Noten und das Zwischenzeugnis abschaffen will, handelt unverantwortlich und erzieht Generationen von jungen Menschen für ein Dasein in der sozialen Hängematte. Deshalb treten wir Realschullehrkräfte für Leistung in der Schule ein. Wir blenden unsere jungen Menschen nicht mit leeren Versprechen, die unsere Kinder in einer globalisierten Welt nicht zukunftsfähig machen." Mit dieser scharfen Kritik reagiert der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands Anton Huber, auf die jüngsten Äußerungen von einigen Eltern und Lehrern, den Leistungsanspruch an die bayerischen Schülerinnen und Schülern weiter zu senken.

"Bisher waren wir in dem Glauben, dass in Bayern lediglich ein Lehrerverband der Kuschelpädagogik verfallen ist und zumindest die Eltern an den Gymnasien zum Leistungsanspruch stehen, aber auch diese sind ganz offensichtlich der Sozialromantik unterlegen." so Huber und weiter: "Hierbei von einem Akt für politische Bildung zu sprechen, ist mehr als kühn."

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Redaktion 10.12.2009
München, 10.12.2009 "Die bayerischen Bürgermeister suchen einen pragmatischen Weg für ihre Schulstandorte und wollen keinesfalls den Schülerinnen und Schülern ihrer Gemeinden den Weg zur gewünschten weiterführenden Schule verbauen. Dabei lassen sich die Bürgermeister weder durch aufwändig gestaltete Hochglanzbroschüren, noch durch emotional überfrachtete Falschinformationen blenden", sagt Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), angesichts der sich bei Bürgermeistern stapelnden Broschüren des Volksschullehrerverbands (BLLV), die nur einem Ziel dienen: Die Gesamtschule in Bayern einzuführen, die Hauptschulen und die Realschulen somit zu vernichten und die Gymnasien bis zur Unkenntlichkeit zu verstümmeln.

Es ist daher sehr zu begrüßen, dass auch Kultusminister Dr. Spaenle die vom BLLV gezielt gesetzten Falschinformationen, die in den letzten Monaten massiv an die Bürgermeister herangetragen wurden, nun richtig stellt und in die Offensive geht, so Huber. "Dabei stößt es sicher auch in der Gesellschaft auf Unverständnis, wenn ein Lehrerverband seine eigene Schulart – die Hauptschule – schlecht macht und sie gleich ganz abschaffen möchte."

Huber kündigt an: "Der Bayerische Realschullehrerverband wird zu Beginn des Jahres 2010 eine Informationskampagne starten und die Bürgermeister über die wahren Absichten der BLLV-Funktionäre informieren. Längst geht es nicht mehr um den Erhalt von Schulstandorten, sondern um Besoldungs- und Statusfragen. Dass dieses rein standespolitische Verhalten auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen werden soll, ist nicht akzeptierbar."

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Redaktion 25.09.2009
Umfrage des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv) zeigt Zufriedenheit beim Übertrittsverfahren
München, 24.09.2009 Für viele Fünftklässler hat nun der Schulalltag an einer für sie neuen Schulart – der bayerischen Realschule - begonnen. "Es ist schön zu sehen, wie sich die Fünftklässler über den Wechsel an die Realschulen freuen. Sie sprühen vor Tatendrang, sind stolz auf sich, diesen Schritt gegangen zu sein und sind gespannt auf das, was auf sie zukommt!", sagt der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands Anton Huber.

Diesen Eindruck bestätigen auch Rückmeldungen von Realschülerinnen und Realschülern, die freiwillig im Juli 2009 Fragen zur Schule beantwortet haben: 84% der 627 befragten Schüler gaben dabei an, sich auf den ersten Schultag an der Realschule zu freuen.

"Besonders stolz und zufrieden sind wir darüber", stellt Huber fest, "dass wir dieses positive Bild, das die Schüler von unserer Schulart haben, bewahren können: Denn 83% der Schüler gaben bei der Befragung am Ende der 5. Jahrgangsstufe an, sich gut und schnell an der neuen Schule eingelebt zu haben. Dies liegt bestimmt auch daran, dass wir an den Realschulen darauf bedacht sind, nicht nur auf Qualität und Leistung zu achten, sondern auch das Schulleben und eine positive Lernatmosphäre zu fördern. Auch mit dem veränderten Anspruchsniveau kamen die befragten Schüler gut zurecht, 80% empfanden keinen Leistungs- und Notendruck im negativen Sinne –und auch die Eltern äußerten sich durchweg positiv. Sie bemerkten zwar, dass der Übertritt an die Realschule mit Umstellungen der Arbeitsweise einherging, diese jedoch nicht zu Lasten der Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten gehen."

Durch die Umfrage bestätigt wird auch die Arbeit der Grundschullehrer. "Die Kollegen und Kolleginnen an den Grundschulen führen die Schüler gut an den Übertritt heran. Nur 10% der Eltern und 3% der Schüler fühlten sich nicht ausreichend vorbereitet.

Diese Ergebnisse bestärken uns darin, dass der Zeitpunkt des Wechsels an die Realschule nach der 4. Jahrgangsstufe der richtige ist, denn so werden unsere Kinder optimal, weil differenziert, gefördert. Und dass Schüler Freude an dieser Art des Unterrichtens haben, können wir Realschullehrer jeden Tag beobachten!" so der Vorsitzende abschließend.

Die gesamte Auswertung der Umfrage kann unter www.brlv.de eingesehen werden.

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