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Redaktion 20.08.2009
Berlin, 20.08.2009 "Auch der heute vorgestellte Bildungsmonitor bedeutet keine Absolution für die Bundesländer", warnt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann und kritisiert, das Länderranking basiere auf einem Sammelsurium von quantitativen Kriterien.

"Ungeachtet dessen bestätigt der IW-Bericht die altbekannten Schwachstellen des Bildungssystems", bekräftigt Beckmann. Dies seien zu wenig und für viele Eltern zu teure vorschulische Bildung, zu wenig echte Ganztagsschulen, zu viele Schulabbrecher, zu wenig gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Schülern sowie der gravierende Lehrermangel.

Beckmann betont weiter: "Pädagogische Verbesserungen sind vor allem durch großen Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer und nicht durch zusätzliche Bildungsinvestitionen erreicht worden. Ebenso haben sich die Arbeitsbedingungen an den Schulen nicht verbessert." ­

Hintergrund: Die Ländervergleichsstudie "Bildungsmonitor" wird seit 2004 im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, deren Hauptfinanzier die Arbeitgeberorganisation Gesamtmetall ist, durchgeführt.
Redaktion 20.08.2009
Kultusminister Rau: Studie bescheinigt dem Land Fortschritte bei Förderinfrastruktur und Integration
Stuttgart, 20.08.2009 Kultusminister Helmut Rau MdL hat das Abschneiden Baden-Württembergs beim diesjährigen Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft als "sehr positiv" bezeichnet. Rau wörtlich: "Unser Land bewegt sich konstant auf einem hohen Niveau. Wir gehören zu der Gruppe von Spitzenreitern, die bildungspolitisch in Deutschland die Richtung vorgeben."

Die Wissenschaftler bescheinigten dem Südwesten erneut besondere Stärken in der beruflichen Bildung, bei der Bekämpfung von Bildungsarmut (geringer Anteil von "Risikoschülern") und der Effizienz der Bildungsausgaben. Besonders erfreulich sei, so der Kultusminister weiter, dass die Studie auch Fortschritte bei der Förderinfrastruktur festgestellt habe. Kein anderes Land habe hier in den letzten fünf Jahren mehr zulegen können als Baden-Württemberg. Auch bei der schulischen Integration von Migrantenkindern schneide der Südwesten in der Studie besser ab als noch im Vorjahr. "Die Ergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", betonte Rau.
Redaktion 20.08.2009
"Mehr Chancen für Schüler in Niedersachsen"
Hannover, 20.08.2009 Der Bildungsmonitor 2009 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bescheinigt Niedersachsen im Ländervergleich einen konsequenten Fortschritt. Gemeinsam mit Bayern konnte zu den drei Erstplatzierten weiter aufgeschlossen werden.

"Wir haben in Niedersachsen die höchsten Bildungsausgaben in der Geschichte unseres Landes. Die Studie bescheinigt uns, dass die Ausgaben im Bildungssystem deutlich stärker gestiegen sind als alle sonstigen Ausgaben", sagte Heister-Neumann. "Wir bieten Schülerinnen und Schülern Chancen für ihre Zukunft. Wir haben die Abschlussquote deutlich erhöht. Bundesweit sind wir Vorreiter, wenn es um die Chance geht, an den berufsbildenden Schulen Abschlüsse nachzuholen. Auch beim Anteil der vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträge liegt Niedersachsen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und damit auf Platz drei im Ländervergleich", so Heister-Neumann. "Unser Ziel lautet: Keiner darf verloren gehen. Der Bildungsmonitor bescheinigt uns, dass wir hier auf einem guten Weg sind."

Das Ganztagsangebot wurde als stark ausbaufähig bezeichnet. Hierbei lagen aber die Zahlen von 2007 zugrunde. "Wir haben gerade zum Schuljahresbeginn 2009/2010 die Ganztagsschulangebote auf 880 Schulen ausgeweitet. Dies ist eine Steigerung von 33 Prozent. Wir werden dies auch konsequent weiterführen", sagte Heister-Neumann.
Redaktion 20.08.2009
Bayern investiert kraftvoll in Bildung
München, 20.08.2009 "Bayern investiert auf hohem Niveau in Bildung. Damit machen wir deutlich, dass uns die Ausbildung unserer jungen Menschen sehr wichtig ist." So kommentierte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2009, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln heute vorgelegt hat.

Minister Spaenle ergänzte: "Wir stellen uns den auch im Bildungsmonitor für Bayern aufgezeigten Herausforderungen. So unternehmen wir große Anstrengungen, etwa im Ausbau von Ganztagsschulen. So haben wir allein zum Schuljahr 2008/2009 die Anzahl der gebundenen Ganztagszüge an Bayerns Schulen von 223 auf 411 an-gehoben und damit fast verdoppelt", so der Minister. "Im neuen Schuljahr 2009/2010 werden weitere 220 Ganztagszüge aufgebaut", konkretisierte der Minister seine Aussage. Sowohl der Ausbau der gebundenen, als auch der offenen Ganztagsangebote wird in Bayern konsequent fortgesetzt.

"Gerade mit dem Doppelhaushalt 2009/2010 und damit zusätzlichen 2700 Lehrerstellen hat der Freistaat seine Anstrengungen für eine zukunftsorientierte Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler nochmals deutlich verstärkt", so der Minister.

Das Bildungswesen in Bayern erzielt im Bildungsmonitor 2009 ebenso wie bereits 2008 insgesamt einen sehr guten Platz im Spitzenfeld. Besonders gut schneidet der Freistaat bei den Aufwendungen pro Schüler ab (Rang 2) wie auch bei der Effizienz des Mitteleinsatzes (Rang 1). Beim wesentlichen Punkt der "Schulqualität" belegt das bayerische Bildungswesen Rang zwei.

Hohe Schulqualität in Bayern als Basis für Chancen junger Menschen
"Die Schulqualität - und die ist die Grundlage für die Chancen junger Menschen im Beruf und im Leben - genießt bei uns absolute Priorität", so Minister Spaenle. Dabei ist es ihm ein zentrales Anliegen, nach seinem Grundsatz "Qualität und Gerechtigkeit" auch die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schularten für die Schüler auszubauen. "Mit der Neuregelung des Übertritts und zusätzlichen Förderangeboten an den weiterführenden Schulen, aber auch durch die Kooperationsmodelle von Haupt- und Realschule gehen wir hier ab dem kommenden Schuljahr einen konsequenten Weg", so der Minister.

"Die Berufliche Oberschule, an der Schüler das Fachabitur und das Abitur erwerben können, hat sich mittlerweile als wichtige Ergänzung zum Gymnasium als Weg zur Hochschule in Bayern etabliert", ergänzte Minister Spaenle. Im Frühjahr hatte der Minister zudem eine Konzeption zur besonderen Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund vorlegt, die nun umgesetzt wird.

So wird z.B. die "Mittelschule" durch ihre starke Berufsorientierung den Schülerinnen und Schüler noch mehr Perspektiven auf dem Ausbildungsmarkt eröffnen. Der Bildungsmonitor bescheinigt Bayern bereits jetzt, dass der Freistaat den Jugendlichen die "besten Startchancen für einen erfolgreichen Übergang in den Arbeitsmarkt" bietet.

Rankings haben je eigene Schwerpunkte
"Wir arbeiten stetig daran, die Bildungssituation für unsere Kinder und Jugendlichen weiter zu verbessern. Deshalb nehme ich Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten durchweg ernst. Auch haben viele Maßnahmen, die wir bereits beschlossen haben und die deutliche Wirkungen zeigen, etwa der massive Ausbau der Ganztagsschulen, im Bildungsmonitor noch nicht den Niederschlag gefunden, weil die Daten vor allem aus dem Jahr 2007 stammen", so Minister Spaenle abschließend.
Redaktion 20.08.2009
Ergebnisse des Wirtschafts-Leistungschecks sind Ansporn
Kiel, 20.08.2009 Schleswig-Holstein ist in Sachen Bildung und Hochschulbildung weiterhin auf dem richtigen Weg. Das geht aus dem "Bildungsmonitor 2009" (Datengrundlage: 2006/07) hervor, einer bundesweiten Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zum nunmehr vierten Mal vorgelegt hat.

"Wir nehmen erfreut zur Kenntnis, dass wir uns in der Punktwertung verbessert haben, bedauern aber, dass wir zugleich im Vergleich aller Länder zurückgefallen sind", sagte Bildungs- und Wissenschaftsstaatssekretär Jost de Jager heute (20. August) in Kiel. Die Studie bewertet, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet. Die Qualität des Bildungssystems - beispielsweise im Hinblick auf den Lernerfolg - wird dabei nicht bewertet

Schleswig-Holstein wird in dem Bericht insbesondere für die hohe Priorität bei den Ausgaben für Bildung im Landeshaushalt gelobt und auch dafür, dass den jungen Menschen während ihrer Bildungskarriere wenig Zeit verloren geht, etwa durch Klassen-Wiederholungen. Auch bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge gehört Schleswig-Holstein laut Bildungsmonitor zu den führenden Ländern. "Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass wir den aktuellen Bildungsherausforderungen mit den richtigen Konzepten begegnen", so de Jager. "Mit dem Umbau des Schulsystems hin zu mehr individueller Förderung können die Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale noch besser ausschöpfen."

Allerdings zeige die Studie auch, dass Schleswig-Holstein in einigen Bereichen noch steigerungsfähig sei. "Diese Hinweise nehmen wir ernst und sehen sie als Ansporn, noch besser zu werden. Wir müssen uns beispielsweise auf dem Gebiet der Internationalisierung deutlich weiterentwickeln, auch wenn hier zuletzt schon einiges auf den Weg gebracht worden ist", sagte de Jager. So sei der Englischunterricht in der 3. und 4. Klasse inzwischen flächendeckend eingeführt.
Redaktion 20.08.2009
Mecklenburg-Vorpommern erreicht stärkste Verbesserung aller Länder
Schwerin, 20.08.2009 Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern Henry Tesch sagte zu den Ergebnissen des Bildungsmonitors 2009: "Seit meinem Amtsantritt 2006 habe ich mich für die Selbstständige Schule eingesetzt und wir haben vieles im Bildungsbereich in Bewegung gebracht. Mit dem neuen Schulgesetz, das Anfang dieses Jahres vom Landtag beschlossen wurde, haben wir nun den gesetzlichen Handlungsrahmen für die Selbstständige Schule geschaffen. Es ist mir ein zentrales Anliegen, die Schulqualität ständig zu verbessern.

Schon jetzt ist absehbar, dass die schülerbezogene Mittelzuweisung einen positiven Qualitätsschub in der Schule ausgelöst hat, denn wie nie zuvor haben sich alle Schulen im Land sehr intensiv mit ihren Schulprogrammen auseinandergesetzt. Der heute vorgelegte Bildungsmonitor 2009 ist ein von externen Gutachtern, dem Institut der deutschen Wirtschaft aus Köln, erstellter Beleg für die Qualitätsverbesserung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir haben stärkste Verbesserung aller Länder im vergangenen Jahr erreicht. Mit dem von mir vorgeschlagenen Junglehrerprogramm und den zusätzlichen Finanzmitteln im Doppelhaushalt 2010/2011 können wir die Rahmenbedingungen für Schule noch weiter ausbauen und verbessern."

"Das Konzept der ganzheitlichen Bildung – von der frühkindlichen Bildung über die schulische Bildung zur Berufsausbildung bzw. Studium weiter zur Erwachsenbildung und politischen Bildung – greift jetzt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bündelung der Aufgaben in meinem Ministerium ist die Grundlage für den Erfolg beim Bildungsmonitor. Wir müssen diesen Weg weiter konsequent verfolgen. Es freut mich sehr, dass wir bei der Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten (Handlungsfeld: Integration) so gut abgeschnitten haben. Die immer wieder erhobenen Vorwürfe einzelner Interessenvertreter und politischer Gruppierungen sind damit widerlegt. Natürlich sehe ich auch die Defizite in den Handlungsfeldern "Berufliche Bildung", "Akademisierung" und "Ausgabenpriorisierung". Hier werden wir konsequent dran arbeiten und Verbesserungen schaffen." so Tesch weiter.

Der heute veröffentliche Bildungsmonitor 2009, der seit 2004 vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) jährlich erstellt wird, zeigt für Mecklenburg-Vorpommern die stärkste Verbesserung innerhalb eines Jahres. Danach verbesserte sich Mecklenburg-Vorpommern um sechs Plätze auf Platz 10. Untersucht werden 13 verschiedene Handlungsfelder. Die größten Verbesserungen gegenüber 2008 sind in den Handlungsfeldern Integration (+34,7%), Zeiteffizienz (+20,4%) und Forschungsorientierung (+19,4%).

Weitere Informationen zur Studie: www.insm-bildungsmonitor.de
Redaktion 20.08.2009
Müller: "Ausgezeichnete Betreuungsbedingungen und hohe Bildungsausgaben"
Erfurt, 20.08.2009 Der heute veröffentlichte Bildungsmonitor 2009 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bescheinigt Thüringen im Länder-Ranking einen hervorragenden zweiten Platz. Damit rückt der Freistaat einen Platz nach vorn. Mit Sachsen und Thüringen bilden die beiden ostdeutschen Freistaaten das Spitzencluster im Ländervergleich. Sachsen und Thüringen haben in den letzten fünf Jahren auch die größten Zuwächse erzielt.

Thüringen liegt im Dynamik-Ranking ebenfalls auf Platz 2. In den Handlungsfeldern "Betreuungsbedingungen" und "Ausgabenpriorisierung" rangiert Thüringen sogar auf Platz 1. Die Betreuungsbedingungen an den Schulen sind ausgezeichnet, so das Urteil der Autoren der Studie. Das ostdeutsche Spitzencluster Sachsen und Thüringen liegt auch im Handlungsfeld MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) deutlich oberhalb des für Deutschland ermittelten Werts. Die Hochschulen in beiden Bundesländern können als die Nachwuchsschmieden für Ingenieure angesehen werden, stellt die Studie fest.

Dazu erklärt Kultusminister Bernward Müller (CDU): "Seit 19 Jahren steht Thüringen für eine vernünftige und zukunftsweisende Bildungspolitik mit Augenmaß. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems wird vom Bildungsmonitor 2009 erneut bestätigt. Mit den höchsten Bildungsausgaben, der besten Schüler-Lehrer-Relation und ausgezeichneten Betreuungsbedingungen baut der Freistaat seine Spitzenposition in Deutschland weiter aus. Das leistungsfähige gegliederte Thüringer Schulsystem bietet für jeden Schüler die richtige Schule. Statt auf die Einheitsschule und somit auf die Abschaffung des Gymnasiums setzen wir auf Kontinuität, Verlässlichkeit und auf die bestmögliche individuelle Förderung. Die Landesregierung ist für das gemeinsame Lernen und den gemeinsamen Unterricht in einem differenzierten Schulwesen. Wir wollen nicht eine Schule für alle, sondern für jeden die richtige Schule."

Der deutliche Sprung Thüringens im Vergleich zum Vorjahr sei laut Studie vor allem auf die Fortschritte im Handlungsfeld Schulqualität zurückzuführen. Die Thüringer Jugendlichen hätten sich bei PISA-2006 im Bereich Naturwissenschaften gegenüber PISA-2003 signifikant verbessert. Dazu komme, dass die Grundschüler in Thüringen bei IGLU-2006 die besten Leistungen im Vergleich aller Bundesländer erzielten. Ferner hätten sich die Betreuungsbedingungen im Vorschulbereich, an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an den Hochschulen weiter verbessert. Dies gelte gleichermaßen für die Betreuungsrelationen wie für die Klassengrößen. Die Betreuungsbedingungen in Sachsen und Thüringen seien weiterhin über alle Bildungsstufen hinweg die besten in Deutschland. So zähle die Relation zwischen der Anzahl der Schüler und jener der Lehrer, die die Möglichkeiten für eine individuelle Förderung signalisieren, in beiden Ländern bundesweit zu den niedrigsten. Auch die Förderinfrastruktur in Form von Angeboten für Ganztagsbetreuung im Vorschul- und Schulbereich sei in Thüringen mit am besten aufgebaut. Das offene und gebundene Ganztagsangebot erfasse 68 Prozent der Grundschüler, im Bundesschnitt seien es lediglich 15,5 Prozent. In Thüringen sei auch der Anteil der Schüler, die nicht die für eine erfolgreiche Bildungs- und berufliche Laufbahn erforderlichen Kompetenzen aufwiesen, deutlich kleiner als im Bundesschnitt. Lediglich 6,8 Prozent der Grundschüler in Thüringen zählen zu den leseschwachen Schülern. Das ist bundesweit Spitze.

Die Bildungsstudie wurde im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt. Bewertet wurden mehr als 100 Indikatoren. Weitere Informationen sind im Internet unter www.insm.de zu finden.
Redaktion 20.08.2009
Saarbrücken, 20.08.2009 Im Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) landet das Saarland mit 64,2 Punkten auf Rang sieben im Vergleich der Bundesländer und verbessert sich gegenüber zum Vorjahr um 2,2 Punkte. Das INSM lobt das Saarland insbesondere bei der Vermeidung von Bildungsarmut, der beruflichen Bildung und der Forschungsorientierung.

In der Forschungsorientierung trägt das Saarland laut dem am (heutigen) Donnerstag (28.08.2009) veröffentlichten Bildungsmonitor in Deutschland am besten zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei und belegt Rang 1 im Bundesvergleich.

Gute Noten gibt es auch bei der Bekämpfung der Bildungsarmut. Dem saarländischen Bildungssystem gelinge es im deutschen Vergleich sehr gut, Bildungsarmut zu vermeiden. Im Jahr 1998 verließen noch 1.182 Schüler die Schulen ohne Abschluss (Abbrecherquote: 10,7 Prozent), 2007 konnte die Zahl auf 847 reduziert werden (7,4 Prozent). Hier belegt das Saarland ebenso einen Spitzenplatz, wie bei der beruflichen Bildung. Rechnerisch standen für 73,9 Prozent der Bevölkerung im entsprechenden Alter betriebliche Ausbildungsstellen zur Verfügung, der Bundesdurchschnitt liegt bei nur 61,1 Prozent.

"Die Studie belegt, dass im Saarland in Bildung und Wissenschaft richtungweisende Maßnahmen auf den Weg gebracht worden ist", sagt Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur. Wurde das Saarland im Jahr 2004 noch mit 47,1 Punkten bewertet, sind es im aktuellen Bildungsmonitor bereits 64,2 Punkte. "Mit unseren jüngsten Maßnahmen zum Schulverbundsystem G9, zur Erhöhung der Durchlässigkeit und zur individuellen Förderung werden wir in Zukunft uns noch weiter im Bildungsmonitor verbessern können", prognostiziert die Ministerin. Denn der Datenstand der Studie ist überwiegend aus dem Jahr 2007.

Als einen Kritikpunkt bemängelt der Bildungsmonitor das geringe Angebot an gebundenen Ganztagsschulen, erfasst dabei aber nicht das nahezu flächendeckende Angebot an Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS). Dagegen erreichte das Saarland nach einer Statistik der Kultusministerkonferenz von 2003 bis 2007 Platz zwei in Deutschland bei der Kombination an freiwilligen und gebundenen Ganztagsschulen. Auch die in Zukunft flächendeckend geplanten Ganztagsklassen finden im Bildungsmonitor noch keine Beachtung. "Auch wenn es beim Ansatz verschiedener Kriterien unterschiedliche Auffassungen gibt, werden wir uns die Kritikpunkte genau anschauen und analysieren", so Ministerin Kramp-Karrenbauer.


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