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Bayerns Kultusministerium begrüßt, dass BLLV sich bewusst als Partner gegen rechte Gewalt ausgesprochen hat
München, 03.02.2012 Das Bayerische Kultusministerium begrüßt es, dass sich der BLLV heute deutlich als Partner in der Erziehung gegen rechte Gewalt ausgesprochen hat - wie dies die anderen Lehrerverbände, nämlich Bayerischer Realschullehrerverband und Bayerischer Philologenverband, ja bereits jüngst in Zusammenhang mit den Planungen der NPD-Jugend in Landshut getan haben.
An Bayerns Schulen gehört das Aufarbeiten der Geschichte des totalitären Systems sowie das Einüben von Demokratie und Toleranz zu den Kernzielen der Bildungs- und Erziehungsarbeit.
In Bayern ist deshalb der Unterricht in den Fächern Geschichte und Sozialkunde in allen Schularten fest und nachhaltig verankert.
Zusätzliche Stunden sind, wie es der BLLV fordert, pädagogisch sicher immer sinnvoll. Allerdings sollten sich Befürworter einer Ausweitung von Fächern über die bereits vorhandenen Stundenzahlen hinaus darüber klar werden, dass Bildung sich nicht nur auf gesellschaftspolitische Themen beschränken kann. Auch sprachliche, naturwissenschaftliche und musisch-kreative Bildung haben einen hohen Stellenwert, den man angesichts der jungen Menschen mit ihren Talenten und Interessen sowie den gesellschaftlichen Anforderungen nicht in Frage stellen darf. Das Kultusministerium hält die Stundentafeln für die einzelnen Schularten für ausgewogen. Die dazugehörigen Lehrpläne sind von erfahrenen Lehrkräften selbst entwickelt worden.
Mit Unverständnis reagiert das Ministerium auf die Aussagen des BLLV-Präsidenten Wenzel, dass in den "etablierten Schulsystemen Konkurrenz und Ausgrenzung dominieren". Im Mittelpunkt der Arbeit der Lehrkräfte in Bayern steht es, die jungen Menschen zu fordern und zu fördern. Die Werteerziehung einschließlich der Anstrengungen, eine Ausgrenzung von jungen Menschen bereits im Keim zu ersticken, gehört dazu.
Der Anteil der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist in den beiden Ländern Baden-Württemberg und Bayern (5,6 Prozent) am niedrigsten. Es ist ein Ziel des Kultusministeriums, diesen Anteil weiter zu senken.
An Bayerns Schulen gehört das Aufarbeiten der Geschichte des totalitären Systems sowie das Einüben von Demokratie und Toleranz zu den Kernzielen der Bildungs- und Erziehungsarbeit.
In Bayern ist deshalb der Unterricht in den Fächern Geschichte und Sozialkunde in allen Schularten fest und nachhaltig verankert.
Zusätzliche Stunden sind, wie es der BLLV fordert, pädagogisch sicher immer sinnvoll. Allerdings sollten sich Befürworter einer Ausweitung von Fächern über die bereits vorhandenen Stundenzahlen hinaus darüber klar werden, dass Bildung sich nicht nur auf gesellschaftspolitische Themen beschränken kann. Auch sprachliche, naturwissenschaftliche und musisch-kreative Bildung haben einen hohen Stellenwert, den man angesichts der jungen Menschen mit ihren Talenten und Interessen sowie den gesellschaftlichen Anforderungen nicht in Frage stellen darf. Das Kultusministerium hält die Stundentafeln für die einzelnen Schularten für ausgewogen. Die dazugehörigen Lehrpläne sind von erfahrenen Lehrkräften selbst entwickelt worden.
Mit Unverständnis reagiert das Ministerium auf die Aussagen des BLLV-Präsidenten Wenzel, dass in den "etablierten Schulsystemen Konkurrenz und Ausgrenzung dominieren". Im Mittelpunkt der Arbeit der Lehrkräfte in Bayern steht es, die jungen Menschen zu fordern und zu fördern. Die Werteerziehung einschließlich der Anstrengungen, eine Ausgrenzung von jungen Menschen bereits im Keim zu ersticken, gehört dazu.
Der Anteil der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist in den beiden Ländern Baden-Württemberg und Bayern (5,6 Prozent) am niedrigsten. Es ist ein Ziel des Kultusministeriums, diesen Anteil weiter zu senken.
München, 03.02.2012 "Der Bayerische Philologenverband sieht die Notwendigkeit, die bestehende Eigenverantwortung von Schulen zu optimieren und auszubauen. Um die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums weiterhin zu gewährleisten, müssen wir vom Bestehenden ausgehen und klar machen, dass zusätzliche Ressourcen für verbesserte Führungsstrukturen unabdingbar sein werden. Die Lehrkräfte an den Schulen gilt es bei dem Projekt der erweiterten Schulleitung von Anfang an mit einzubeziehen", führt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt aus. Bisherige Rückmeldungen belegen, dass nur etwa 60 Prozent der Betroffenen den bisherigen Vorschlägen positiv gegenüberstehen.
Funktionenkatalog ein Garant für die Qualität des bayerischen Gymnasiums!
Es ist unbestritten, dass ein großer Teil der hohen Qualität des bayerischen Gymnasiums auf die exzellente fachwissenschaftliche Ausbildung der bayerischen Philologen und auf die ständige Qualitätssicherung des Unterrichts durch die Fachbetreuer zurückzuführen ist. "Bei der Umsetzung von mehr Eigenverantwortung kann es nicht darum gehen, nur Fachbetreuerstellen mit Leitungsstellen zu tauschen, es muss vielmehr um Qualitätsentwicklung insgesamt gehen!", so Schmidt. "eine notwendige Weiterentwicklung darf Bewährtes nicht gefährden!"
Keine zusätzlichen Führungsaufgaben zum Nulltarif!
Unser oberster Dienstherr hat mit der Schaffung des neuen Dienstrechts, beispielsweise durch eine massive Erhöhung der Zahl der zu Beurteilenden, eine Fülle neuer zeitintensiver Aufgaben geschaffen. Eine kostenneutrale Übernahme solch zusätzlicher Führungsaufgaben ist illusorisch: "Überlastete Führungskräfte können weder motivieren noch als Vorbilder dienen", gibt Schmidt zu bedenken, "deswegen benötigen Lehrkräfte, die mit Führungsaufgaben betraut und in der Qualitätssicherung tätig sind, ein ausreichendes Zeitkontingent für ihre Tätigkeit."
Die Einführung des G 8 war ein beispielloser Kraftakt in der jüngeren bayerischen Schulgeschichte, der viele Kolleginnen und Kollegen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht hat", so Schmidt, "wir benötigen deswegen eine behutsame und maßvolle Weiterentwicklung der bestehenden Führungsstrukturen in enger Abstimmung mit den Betroffenen".
Funktionenkatalog ein Garant für die Qualität des bayerischen Gymnasiums!
Es ist unbestritten, dass ein großer Teil der hohen Qualität des bayerischen Gymnasiums auf die exzellente fachwissenschaftliche Ausbildung der bayerischen Philologen und auf die ständige Qualitätssicherung des Unterrichts durch die Fachbetreuer zurückzuführen ist. "Bei der Umsetzung von mehr Eigenverantwortung kann es nicht darum gehen, nur Fachbetreuerstellen mit Leitungsstellen zu tauschen, es muss vielmehr um Qualitätsentwicklung insgesamt gehen!", so Schmidt. "eine notwendige Weiterentwicklung darf Bewährtes nicht gefährden!"
Keine zusätzlichen Führungsaufgaben zum Nulltarif!
Unser oberster Dienstherr hat mit der Schaffung des neuen Dienstrechts, beispielsweise durch eine massive Erhöhung der Zahl der zu Beurteilenden, eine Fülle neuer zeitintensiver Aufgaben geschaffen. Eine kostenneutrale Übernahme solch zusätzlicher Führungsaufgaben ist illusorisch: "Überlastete Führungskräfte können weder motivieren noch als Vorbilder dienen", gibt Schmidt zu bedenken, "deswegen benötigen Lehrkräfte, die mit Führungsaufgaben betraut und in der Qualitätssicherung tätig sind, ein ausreichendes Zeitkontingent für ihre Tätigkeit."
Die Einführung des G 8 war ein beispielloser Kraftakt in der jüngeren bayerischen Schulgeschichte, der viele Kolleginnen und Kollegen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht hat", so Schmidt, "wir benötigen deswegen eine behutsame und maßvolle Weiterentwicklung der bestehenden Führungsstrukturen in enger Abstimmung mit den Betroffenen".
Düsseldorf, 03.02.2012 Mit scharfer Kritik reagiert der nordrhein-westfälische Philologen-Verband auf die von der Landesregierung geschaffene Möglichkeit, erst in der 4. Grundschulklasse verbindliche Ziffernnoten auf Zeugnissen zu geben.
Erneut wird damit eine schulpraktische Regelung aus der letzten Legislaturperiode zurückgenommen. Ebenso wie bei ´Kopfnoten`, der eröffneten Rückkehr zu Schuleinzugsbereichen und der Abschaffung verbindlicher Grundschulgutachten erfolgt ein weiterer Schritt hin zur Diskontinuität in der Schulpolitik. Verlässlichkeit und Kontinuität sehen anders aus!
"Mit dieser Regelung stößt man das Tor weiter auf in Richtung Beliebigkeit im Umgang mit Qualifikationsstandards. Da Grundschulen unterschiedlich verfahren, wird die Vergleichbarkeit schulischer Leistungen außerordentlich erschwert. Auch macht der extrem späte Zeitpunkt der Ziffernnotengebung die Entscheidungsfindung für Eltern und Schüler beim Übergang zu weiterführenden Schulen nicht leichter!", kommentiert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, die Änderung der Ausbildungsordnung Grundschule.
Der Philologen-Verband lehnt diese Form einer veränderten ´Feedback-Kultur` ab. Er warnt mit Nachdruck davor, Ziffernnoten auch in den weiterführenden Schulen zu dämonisieren. Schülerinnen und Schüler haben in der Regel keine Probleme mit Ziffernnoten. Die bisherigen Grundschul-Regelungen waren kind-, altersgemäß und pädagogisch sinnvoll.
"Es darf nicht Schule machen, dass wir den Zeitpunkt hinausschieben, zu dem transparente Leistungsangaben und -vergleiche erfolgen. Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf bestätigende, ermutigende, motivierende und vor allem ehrliche Rückmeldungen!", so Peter Silbernagel.
Erneut wird damit eine schulpraktische Regelung aus der letzten Legislaturperiode zurückgenommen. Ebenso wie bei ´Kopfnoten`, der eröffneten Rückkehr zu Schuleinzugsbereichen und der Abschaffung verbindlicher Grundschulgutachten erfolgt ein weiterer Schritt hin zur Diskontinuität in der Schulpolitik. Verlässlichkeit und Kontinuität sehen anders aus!
"Mit dieser Regelung stößt man das Tor weiter auf in Richtung Beliebigkeit im Umgang mit Qualifikationsstandards. Da Grundschulen unterschiedlich verfahren, wird die Vergleichbarkeit schulischer Leistungen außerordentlich erschwert. Auch macht der extrem späte Zeitpunkt der Ziffernnotengebung die Entscheidungsfindung für Eltern und Schüler beim Übergang zu weiterführenden Schulen nicht leichter!", kommentiert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, die Änderung der Ausbildungsordnung Grundschule.
Der Philologen-Verband lehnt diese Form einer veränderten ´Feedback-Kultur` ab. Er warnt mit Nachdruck davor, Ziffernnoten auch in den weiterführenden Schulen zu dämonisieren. Schülerinnen und Schüler haben in der Regel keine Probleme mit Ziffernnoten. Die bisherigen Grundschul-Regelungen waren kind-, altersgemäß und pädagogisch sinnvoll.
"Es darf nicht Schule machen, dass wir den Zeitpunkt hinausschieben, zu dem transparente Leistungsangaben und -vergleiche erfolgen. Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf bestätigende, ermutigende, motivierende und vor allem ehrliche Rückmeldungen!", so Peter Silbernagel.
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Neue abl-Präsidentin Ursula Lay: "Übertritt nach der Grundschule: Elternwille oder Grundschulgutachten? – Die Antwort ist eindeutig!"
München, 03.02.2012 Zu der neuerlich von den Gesamtschulideologen entfachten Diskussion äußert sich die turnusgemäß seit Jahresbeginn amtierende neue abl-Präsidentin Ursula Lay: "Die Diskussionen über das Übertrittsverfahren nach der vierten Jahrgangsstufe in Bayern nehmen kein Ende. Die Gesamtschulbefürworter sehen in der Freigabe des Elternwillens ein gutes Instrument, das differenzierte Schulwesen auszuhebeln zumal ideologisch gefärbte Standpunkte und gesellschaftspolitische Vorstellungen die Beurteilung entscheidend mit beeinflussen."
Der Übergang von einer Schulart in die andere habe, so die Präsidentin, hohe Bedeutung für die Entwicklung des Kindes und müsse sorgfältig vorbereitet werden. Darin seien sich Bildungsexperten, Lehrer- und Elternverbände und Politiker einig. Sowohl Eltern (natürliches Recht auf Erziehung) als auch Schule tragen die Verantwortung auf Grund der unterschiedlichen Begabungen der Kinder, den richtigen Bildungsweg zu sichern.
"Die abl distanziert sich ganz deutlich davon, allein die Eltern darüber entscheiden zu lassen, welche weiterführende Schule ihr Kind besuchen soll", so die Präsidentin Ursula Lay.
"Wer dies fordert und behauptet, Bildungschancen würden verhindert, stellt die fachliche Kompetenz, die Beratungskompetenz und Autorität der Grundschullehrkräfte in Frage und verschließt die Augen vor den Ergebnissen der empirischen Forschung. Diese und schulpraktische Erfahrungen belegen, dass die Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte insgesamt weit objektiver sind als die elterlichen Bildungsaspirationen", so Ursula Lay weiter. Lehrkräfte ziehen Leistungen und Noten als Grundlage für die Erteilung einer Empfehlung heran. Spätestens in der 3. Jahrgangsstufe beginnt eine intensive Beratung der Eltern. Das Übertrittszeugnis enthält neben den Noten auch genaue Aussagen zum Lern-, Arbeits-, und Sozialverhalten des Kindes. Beschrieben werden Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit.
Die Neugestaltung des Übertrittsverfahrens in den letzten Jahren sieht ein weitaus größeres Mitspracherecht der Eltern vor, was endlich offen diskutiert werden muss. Die zahlreichen Rückkehrer aus Realschule und Gymnasium an die Mittelschulen belegen, dass nicht alle Eltern eben immer objektiv die richtige Schulart für ihr Kind wählen. "Wenn Eltern allein frei entscheiden können, nimmt vielleicht der Druck in der Grundschule ab", sagt Ursula Lay, "man muss sich allerdings ernsthaft fragen, wer denn diesen Druck tatsächlich aufbaut. Es sind doch jene, die den Eltern fatalerweise einreden wollen, dass das Kind keine Zukunft mehr hat, wenn es den Übertritt zumindest an die Realschule nicht schafft. Das ist unverantwortliche Panikmache. Wir wollen nicht noch mehr Rückkehrer an die Mittelschule", so die abl-Präsidentin, "diese Jugendlichen sind oft demotiviert, leistungsunwillig und haben die Bereitschaft zum Lernen auf Grund des Scheiterns verloren. Effektives Lernen setzt Neugierde des Lernenden voraus. Motivation, Chance auf Erfolg und ein gesundes Maß an Herausforderung stellen die Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen dar.
Die richtige Schulwahl soll Wiederholen, Schulabbrechen und Schulversagen vermeiden. Diese Entscheidung dürfen wir nicht alleine den Eltern überlassen. Die Lehrkräfte in der Grundschule verfügen über eine hohe Diagnosefähigkeit und Beratungskompetenz. Die intensive Beratung der Eltern bei der Schullaufbahn stellt sicher, dass jedem Kind der Bildungsweg offen steht, der seiner Begabung und Bildungsfähigkeit entspricht," schließt Ursula Lay, die als Grund- und Hauptschullehrerin über einen großen Erfahrungsschatz verfügt.
ARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERISCHER LEHRERVERBÄNDE
Für den Inhalt verantwortlich:
Ansprechpartner: Ursula Lay, abl-Präsidentin, Landesvorsitzende der KEG, Tel. 0151 46127384
Der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von rund 60 000 Lehrkräften.
Der Übergang von einer Schulart in die andere habe, so die Präsidentin, hohe Bedeutung für die Entwicklung des Kindes und müsse sorgfältig vorbereitet werden. Darin seien sich Bildungsexperten, Lehrer- und Elternverbände und Politiker einig. Sowohl Eltern (natürliches Recht auf Erziehung) als auch Schule tragen die Verantwortung auf Grund der unterschiedlichen Begabungen der Kinder, den richtigen Bildungsweg zu sichern.
"Die abl distanziert sich ganz deutlich davon, allein die Eltern darüber entscheiden zu lassen, welche weiterführende Schule ihr Kind besuchen soll", so die Präsidentin Ursula Lay.
"Wer dies fordert und behauptet, Bildungschancen würden verhindert, stellt die fachliche Kompetenz, die Beratungskompetenz und Autorität der Grundschullehrkräfte in Frage und verschließt die Augen vor den Ergebnissen der empirischen Forschung. Diese und schulpraktische Erfahrungen belegen, dass die Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte insgesamt weit objektiver sind als die elterlichen Bildungsaspirationen", so Ursula Lay weiter. Lehrkräfte ziehen Leistungen und Noten als Grundlage für die Erteilung einer Empfehlung heran. Spätestens in der 3. Jahrgangsstufe beginnt eine intensive Beratung der Eltern. Das Übertrittszeugnis enthält neben den Noten auch genaue Aussagen zum Lern-, Arbeits-, und Sozialverhalten des Kindes. Beschrieben werden Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit.
Die Neugestaltung des Übertrittsverfahrens in den letzten Jahren sieht ein weitaus größeres Mitspracherecht der Eltern vor, was endlich offen diskutiert werden muss. Die zahlreichen Rückkehrer aus Realschule und Gymnasium an die Mittelschulen belegen, dass nicht alle Eltern eben immer objektiv die richtige Schulart für ihr Kind wählen. "Wenn Eltern allein frei entscheiden können, nimmt vielleicht der Druck in der Grundschule ab", sagt Ursula Lay, "man muss sich allerdings ernsthaft fragen, wer denn diesen Druck tatsächlich aufbaut. Es sind doch jene, die den Eltern fatalerweise einreden wollen, dass das Kind keine Zukunft mehr hat, wenn es den Übertritt zumindest an die Realschule nicht schafft. Das ist unverantwortliche Panikmache. Wir wollen nicht noch mehr Rückkehrer an die Mittelschule", so die abl-Präsidentin, "diese Jugendlichen sind oft demotiviert, leistungsunwillig und haben die Bereitschaft zum Lernen auf Grund des Scheiterns verloren. Effektives Lernen setzt Neugierde des Lernenden voraus. Motivation, Chance auf Erfolg und ein gesundes Maß an Herausforderung stellen die Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen dar.
Die richtige Schulwahl soll Wiederholen, Schulabbrechen und Schulversagen vermeiden. Diese Entscheidung dürfen wir nicht alleine den Eltern überlassen. Die Lehrkräfte in der Grundschule verfügen über eine hohe Diagnosefähigkeit und Beratungskompetenz. Die intensive Beratung der Eltern bei der Schullaufbahn stellt sicher, dass jedem Kind der Bildungsweg offen steht, der seiner Begabung und Bildungsfähigkeit entspricht," schließt Ursula Lay, die als Grund- und Hauptschullehrerin über einen großen Erfahrungsschatz verfügt.
ARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERISCHER LEHRERVERBÄNDE
Für den Inhalt verantwortlich:
Ansprechpartner: Ursula Lay, abl-Präsidentin, Landesvorsitzende der KEG, Tel. 0151 46127384
Der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von rund 60 000 Lehrkräften.
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Berufsorientierungsklassen eröffnen Schülern eine zweite Chance zum Hauptschulabschluss und unterstützen den Übergang in den Beruf
München, 30.09.2011 Erste Erfahrungen aus dem Modellversuch "Berufsorientierungsklassen", der im Schuljahr 2009/2010 an 12 bayerischen Standorten gestartet wurde, liegen nun vor. Dieser Schulversuch richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen, welche die Jahrgangsstufe 9 freiwillig wiederholen und hierzu die "Berufsorientierungsklassen" besuchen. Außerdem sind Schülerinnen und Schüler der Berufsschule daran beteiligt, die sich im kooperativen Berufsvorbereitungsjahr (BVJ/k) befinden. Die jungen Menschen beider Bildungsangebote verfolgen das Ziel, den Übergang in eine Ausbildung zu meistern und - falls er ihnen noch fehlt - den erfolgreichen oder qualifizierenden Hauptschulabschluss zu erreichen.
"Berufsorientierungsklassen eröffnen jungen Menschen eine zweite Chance zum Schulabschluss und unterstützen sie im Übergang in den Beruf. Die eindrucksvollen Abschlussquoten und Erfolge beim Übergang junger Menschen in eine Ausbildung haben gezeigt, wie gewinnbringend eine enge Kooperation von Mittelschule und Berufsschule ist", zeigte sich Kultusminister Spaenle beeindruckt von den ersten Erfahrungen im Schulversuch "Berufsorientierungsklassen".
Folgende Gestaltungselemente haben zum Erfolg der Kooperation von B-Klasse und BVJ/k beigetragen:
Im regulären Unterricht unterrichten sowohl Lehrkräfte der Mittelschule als auch Lehrkräfte der Berufsschule; hierbei werden die Schülerinnen und Schüler in allgemeinbildenden Fächern primär von Lehrkräften der Mittelschule unterrichtet. In Unterrichtsfächern mit fachpraktischen und fachtheoretischen Inhalten unterrichten überwiegend Berufsschullehrkräfte.
Schülerinnen und Schüler sammeln in intensiven Praktika, welche fasst 50 % der Unterrichtszeit umfassen, Berufserfahrung und werden während dieser Zeit von Sozialpädagogen unterstützt.
Über 90 % der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler konnten am Schuljahresende 2010/11 den erfolgreichen Hauptschulabschluss vorweisen, über 50 % sogar den qualifizierenden Hauptschulabschluss. Im selben Schuljahr gelingt es rund 72 % der Schülerinnen und Schüler in den B-Klassen, einen beruflichen oder schulischen Anschluss zu finden.
Gerade von der Bündelung der Kompetenzen beider Schulen können die jungen Menschen profitieren. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler können durch die Kooperation beider Bildungsangebote den angestrebten schulischen Abschluss erreichen und den Übergang in eine Ausbildung schaffen. "Wenn wir die enge Zusammenarbeit von Mittelschule, Berufsschule und Betrieben fortführen und unsere Bemühungen zur Vermittlung von jungen Menschen in Ausbildung weiter ausbauen, haben wir gute Chancen, die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Bayern von unter 4 % nochmals zu senken. Wenn es darüber hinaus gelingt, Schülerinnen und Schülern, welche bislang ohne Schulabschluss sind, durch ein intensives Angebot der Mittelschulen, wie hier in den B-Klassen zu einem Schulabschluss zu führen, sind wir unserem Ziel einen großen Schritt näher: Wir möchten jedem Kind in Bayern schulische und berufliche Perspektiven eröffnen", bezog sich Dr. Ludwig Spaenle auf die Anstrengungen der Bildungspolitik in Bayern.
"Berufsorientierungsklassen eröffnen jungen Menschen eine zweite Chance zum Schulabschluss und unterstützen sie im Übergang in den Beruf. Die eindrucksvollen Abschlussquoten und Erfolge beim Übergang junger Menschen in eine Ausbildung haben gezeigt, wie gewinnbringend eine enge Kooperation von Mittelschule und Berufsschule ist", zeigte sich Kultusminister Spaenle beeindruckt von den ersten Erfahrungen im Schulversuch "Berufsorientierungsklassen".
Folgende Gestaltungselemente haben zum Erfolg der Kooperation von B-Klasse und BVJ/k beigetragen:
Im regulären Unterricht unterrichten sowohl Lehrkräfte der Mittelschule als auch Lehrkräfte der Berufsschule; hierbei werden die Schülerinnen und Schüler in allgemeinbildenden Fächern primär von Lehrkräften der Mittelschule unterrichtet. In Unterrichtsfächern mit fachpraktischen und fachtheoretischen Inhalten unterrichten überwiegend Berufsschullehrkräfte.
Schülerinnen und Schüler sammeln in intensiven Praktika, welche fasst 50 % der Unterrichtszeit umfassen, Berufserfahrung und werden während dieser Zeit von Sozialpädagogen unterstützt.
Über 90 % der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler konnten am Schuljahresende 2010/11 den erfolgreichen Hauptschulabschluss vorweisen, über 50 % sogar den qualifizierenden Hauptschulabschluss. Im selben Schuljahr gelingt es rund 72 % der Schülerinnen und Schüler in den B-Klassen, einen beruflichen oder schulischen Anschluss zu finden.
Gerade von der Bündelung der Kompetenzen beider Schulen können die jungen Menschen profitieren. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler können durch die Kooperation beider Bildungsangebote den angestrebten schulischen Abschluss erreichen und den Übergang in eine Ausbildung schaffen. "Wenn wir die enge Zusammenarbeit von Mittelschule, Berufsschule und Betrieben fortführen und unsere Bemühungen zur Vermittlung von jungen Menschen in Ausbildung weiter ausbauen, haben wir gute Chancen, die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Bayern von unter 4 % nochmals zu senken. Wenn es darüber hinaus gelingt, Schülerinnen und Schülern, welche bislang ohne Schulabschluss sind, durch ein intensives Angebot der Mittelschulen, wie hier in den B-Klassen zu einem Schulabschluss zu führen, sind wir unserem Ziel einen großen Schritt näher: Wir möchten jedem Kind in Bayern schulische und berufliche Perspektiven eröffnen", bezog sich Dr. Ludwig Spaenle auf die Anstrengungen der Bildungspolitik in Bayern.
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Nach 1. Staatsexamen Wechsel zwischen Lehramt Gymnasium und Lehramt Berufliche Schulen möglich - Bewerbung bis 31. März 2011
München, 16.03.2011 An den beruflichen Schulen besteht derzeit in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik ein gewisser Lehrermangel. Im September 2011 wird daher insgesamt 24 Absolventen der Ersten Lehramtsprüfung des Lehramts an Gymnasien der Fächerverbindungen Deutsch/Englisch, Deutsch/Sozialkunde, Englisch/Sozialkunde sowie Mathematik/Physik ermöglicht, in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen einzutreten.
MÜNCHEN. Das Angebot richtet sich an Absolventen mit einem hohen Bezug zur beruflichen Bildung (z.B. mit abgeschlossener Berufsausbildung).
Die Absolventen durchlaufen den regulären Vorbereitungsdienst des Lehramts an beruflichen Schulen an Seminar- und Einsatzschulen und werden für den Unterricht sowohl an der Berufsschule als auch an der Beruflichen Oberschule (Fachober- und Berufsoberschule) qualifiziert. Nach Abschluss der Zweiten Staatsprüfung erhalten diese die Befähigung für berufliche Schulen.
Aufgrund des Lehrermangels in den obigen Fächern kann von günstigen Einstellungsmöglichkeiten ausgegangen werden. Bei Übernahme in den staatlichen Schuldienst können die Bewerber bei Vorliegen der beamtenrechtlichen Voraussetzungen unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe zum Studienrat (Eingangsamt A 13) ernannt werden.
Die Bewerbungen sind bis spätestens 31. März 2011zu richten an:
Bayerisches Staatsministerium für
Unterricht und Kultus
Ref. VII.2
80327 München
Vorzulegen sind die vollständigen Anmeldeunterlagen zum Vorbereitungsdienst des Lehramts an beruflichen Schulen (Antragsformulare können angefordert werden bei birgit.maag@stmuk.bayern.de ), ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben sowie ggf. entsprechende Arbeits- oder Ausbildungsnachweise.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.km.bayern.de
MÜNCHEN. Das Angebot richtet sich an Absolventen mit einem hohen Bezug zur beruflichen Bildung (z.B. mit abgeschlossener Berufsausbildung).
Die Absolventen durchlaufen den regulären Vorbereitungsdienst des Lehramts an beruflichen Schulen an Seminar- und Einsatzschulen und werden für den Unterricht sowohl an der Berufsschule als auch an der Beruflichen Oberschule (Fachober- und Berufsoberschule) qualifiziert. Nach Abschluss der Zweiten Staatsprüfung erhalten diese die Befähigung für berufliche Schulen.
Aufgrund des Lehrermangels in den obigen Fächern kann von günstigen Einstellungsmöglichkeiten ausgegangen werden. Bei Übernahme in den staatlichen Schuldienst können die Bewerber bei Vorliegen der beamtenrechtlichen Voraussetzungen unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe zum Studienrat (Eingangsamt A 13) ernannt werden.
Die Bewerbungen sind bis spätestens 31. März 2011zu richten an:
Bayerisches Staatsministerium für
Unterricht und Kultus
Ref. VII.2
80327 München
Vorzulegen sind die vollständigen Anmeldeunterlagen zum Vorbereitungsdienst des Lehramts an beruflichen Schulen (Antragsformulare können angefordert werden bei birgit.maag@stmuk.bayern.de ), ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben sowie ggf. entsprechende Arbeits- oder Ausbildungsnachweise.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.km.bayern.de
München, 27.01.2011 Erst kürzlich wurde auf der Klausurtagung in St. Quirin trotz wachsender Staatseinnahmen eine Absenkung der Eingangsbesoldung für die bayerischen Beamten beschlossen. "Auch die Beamten sollen ihren Beitrag zur Konsolidierung des bayerischen Staatshaushaltes leisten", hieß es von oberster Stelle. Nun müssen die bayerischen Junglehrerinnen und -lehrer einen erneuten Nackenschlag hinnehmen: Nach Bekanntgabe der Einstellungszahlen werden zum Schulhalbjahr im Februar mehrere hundert hoch qualifizierte Gymnasiallehrkräfte kein Stellenangebot erhalten. Nach Jahren des Studiums und zweijährigem Referendariat ist für sie erst einmal Endstation.
Für eine solche Einstellungspolitik fehlt den Betroffenen jegliches Verständnis: Unzählige Stundenausfälle, große Klassen mit häufig mehr als 30 Schülerinnen und Schülern und fehlende Unterrichtsstunden für eine echte individuelle Förderung lassen das Lernen am Gymnasium für Kinder und damit auch für Lehrkräfte immer mehr zu einer Zumutung werden. Wissenslücken der Schülerinnen und Schüler werden in der Folge durch private Nachhilfe finanziert. Diese geht dann nicht mehr auf Kosten des Staates, sondern der Eltern.
Das Ministerium begründet seine Einstellungspolitik mit den begrenzten finanziellen Mitteln, ohne dabei auf die Folgen dieser Bildungspolitik zu schauen. Der Fachkräftemangel, der vor allem der Industrie in den kommenden Jahren zu schaffen machen wird, ist nicht zuletzt eine Folge der Misswirtschaft im Bildungsbereich. Ein Land, dessen einzige Ressource die Bildung seiner Bürger ist, darf auf diesem Sektor nicht sparen. Eine bestmögliche Bildung und Ausbildung für alle Kinder und Jugendlichen muss an erster Stelle stehen! Und was macht die Politik? Entscheiden sich junge Abiturientinnen und Abiturienten für ein Lehramtsstudium, müssen sie nach Beendigung ihres Studiums immer häufiger feststellen, dass sie angeblich nicht gebraucht werden. "Sie werden durch Sparmaßnahmen ihrer Zukunft in Bayern beraubt", so Evelyn Westphal, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ) im BLLV. Nicht selten stellen andere Bundesländer diese Lehrkräfte an ihren Schulen ein. Schließlich sparen sie sich deren Ausbildung und bekommen quasi frei Haus hoch qualifizierte Lehrer.
Wenn nur ein Bruchteil der Milliarden Euro, die in den vergangenen Jahren in Banken und andere Kreditinstitute gepumpt wurden, den Bildungseinrichtungen zur Verfügung stünden, müsste einem um die Zukunft des bayerischen Bildungssystems nicht bange sein. Doch anstatt den Bildungseinrichtungen die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, werden finanzielle Zuwendungen an der einen Schulart gestrichen, um die Löcher an einer anderen Stelle notdürftig zu stopfen. Die Schularten dürfen aber nicht gegeneinander ausgespielt werden! So wäre es beispielsweise fatal, ebenfalls dringend benötigte Stellen an Grundschulen einzusparen, denn gerade hier ist eine intensive Förderung der heterogenen Schülerschaft unverzichtbar, um allen Kindern bestmögliche Startchancen zu ermöglichen. Nicht nachvollziehbar ist, dass im Herbst letzten Jahres über 1600 Grundschullehrerinnen und -lehrer keine Planstelle bekommen haben!
Für eine solche Einstellungspolitik fehlt den Betroffenen jegliches Verständnis: Unzählige Stundenausfälle, große Klassen mit häufig mehr als 30 Schülerinnen und Schülern und fehlende Unterrichtsstunden für eine echte individuelle Förderung lassen das Lernen am Gymnasium für Kinder und damit auch für Lehrkräfte immer mehr zu einer Zumutung werden. Wissenslücken der Schülerinnen und Schüler werden in der Folge durch private Nachhilfe finanziert. Diese geht dann nicht mehr auf Kosten des Staates, sondern der Eltern.
Das Ministerium begründet seine Einstellungspolitik mit den begrenzten finanziellen Mitteln, ohne dabei auf die Folgen dieser Bildungspolitik zu schauen. Der Fachkräftemangel, der vor allem der Industrie in den kommenden Jahren zu schaffen machen wird, ist nicht zuletzt eine Folge der Misswirtschaft im Bildungsbereich. Ein Land, dessen einzige Ressource die Bildung seiner Bürger ist, darf auf diesem Sektor nicht sparen. Eine bestmögliche Bildung und Ausbildung für alle Kinder und Jugendlichen muss an erster Stelle stehen! Und was macht die Politik? Entscheiden sich junge Abiturientinnen und Abiturienten für ein Lehramtsstudium, müssen sie nach Beendigung ihres Studiums immer häufiger feststellen, dass sie angeblich nicht gebraucht werden. "Sie werden durch Sparmaßnahmen ihrer Zukunft in Bayern beraubt", so Evelyn Westphal, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ) im BLLV. Nicht selten stellen andere Bundesländer diese Lehrkräfte an ihren Schulen ein. Schließlich sparen sie sich deren Ausbildung und bekommen quasi frei Haus hoch qualifizierte Lehrer.
Wenn nur ein Bruchteil der Milliarden Euro, die in den vergangenen Jahren in Banken und andere Kreditinstitute gepumpt wurden, den Bildungseinrichtungen zur Verfügung stünden, müsste einem um die Zukunft des bayerischen Bildungssystems nicht bange sein. Doch anstatt den Bildungseinrichtungen die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, werden finanzielle Zuwendungen an der einen Schulart gestrichen, um die Löcher an einer anderen Stelle notdürftig zu stopfen. Die Schularten dürfen aber nicht gegeneinander ausgespielt werden! So wäre es beispielsweise fatal, ebenfalls dringend benötigte Stellen an Grundschulen einzusparen, denn gerade hier ist eine intensive Förderung der heterogenen Schülerschaft unverzichtbar, um allen Kindern bestmögliche Startchancen zu ermöglichen. Nicht nachvollziehbar ist, dass im Herbst letzten Jahres über 1600 Grundschullehrerinnen und -lehrer keine Planstelle bekommen haben!
München, 18.01.2011 Die Grünen im Bayerischen Landtag weisen die Zahlenspiele von Kultusminister Spaenle zum Lehrer- und Lehrerinnenbedarf als Milchmädchenrechnung zurück.
"Auch wenn die Zahlen der Schülerinnen und Schüler insgesamt zurück gehen, werden die Aufgaben für die Lehrerinnen und Lehrer immer größer. Wenn immer mehr Schulen Ganztagsangebote anbieten, brauchen wir auch mehr LehrerInnen", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. Die bisherige Einstellungspolitik sei unflexibel und führe zu absurden Situationen. "Ob jemand eine Stelle bekommt, hängt nicht von seinen Fähigkeiten ab, sondern davon in welchem Halbjahr er sein Examen macht." Statt der bisherigen Einstellung nach Bedarfsprognose fordern die Landtagsgrünen mehr Lehrerinnen und Lehrer für einen Pool, aus dem sich dann die Schulen je nach aktuellem Bedarf bedienen könnten.
"Auch wenn die Zahlen der Schülerinnen und Schüler insgesamt zurück gehen, werden die Aufgaben für die Lehrerinnen und Lehrer immer größer. Wenn immer mehr Schulen Ganztagsangebote anbieten, brauchen wir auch mehr LehrerInnen", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. Die bisherige Einstellungspolitik sei unflexibel und führe zu absurden Situationen. "Ob jemand eine Stelle bekommt, hängt nicht von seinen Fähigkeiten ab, sondern davon in welchem Halbjahr er sein Examen macht." Statt der bisherigen Einstellung nach Bedarfsprognose fordern die Landtagsgrünen mehr Lehrerinnen und Lehrer für einen Pool, aus dem sich dann die Schulen je nach aktuellem Bedarf bedienen könnten.
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Gymnasium hat umfassenden Bildungsauftrag: Studierfähigkeit, ganzheitliche Bildung und Persönlichkeitsentwicklung
München, 10.12.2010 Als "Benchmark für Bildungsqualität in Deutschland" bezeichnete heute Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in München das bayerische Gymnasium bei der Eröffnung eines Symposiums. Rund 200 Hochschullehrer, Schulleiter, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Elternvertreter diskutieren heute in München auf Einladung des Bayerischen Kultusministeriums unter dem Leitwort "Bildungsauftrag, Qualitätsanspruch und Perspektiven" die Zukunft des Gymnasiums in Bayern.
Das Gymnasium sei der "Königsweg, aber nicht der einzige Weg zur Hochschulreife", so der Kultusminister. Über 15 Wege können Schülerinnen und Schüler in dem durchlässigen Bildungswesen in Bayern die Hochschulzugangsberechtigung erwerben. Der Weg über die Fach- und Berufsoberschule habe an Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler in jüngster Zeit spürbar zugenommen und er weise ein "Leistungsniveau auf, dass sich sehen lassen kann". Besonderheit des Gymnasiums sei der durchgängige Bildungsweg für junge Menschen mit dem Anspruch auf eine vertiefte Allgemeinbildung und mit hohen kognitiven Anforderungen.
Jede Schulart im differenzierten bayerischen Bildungswesen habe ihren "eigenen Spirit", so der Minister. Das Gymnasium verfolgt für Dr. Spaenle das Ziel, junge Leute auf die allgemeine Hochschulreife vorzubereiten. Mit dieser ist für den Minister Studierfähigkeit, Bildung in einem ganzheitlichen Sinne mit stark kognitivem Ansatz sowie eine umfassende Persönlichkeitsbildung verbunden. Dabei spiele für die Zukunft die Frage der Stärkung der Profile eine wichtige Rolle, nannte der Minister Gymnasien mit Vorbildfunktion in Würzburg durch Kooperation mit Spitzenmusikern und in Gauting durch Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München. "Selbstverständlich gibt es auch für das Gymnasium konkrete Handlungsaufträge wie z. B. das Thema Leseförderung, die wir konsequent angehen", so der Minister. Auch die Förderung der besonders begabten jungen Leute werde weiterentwickelt.
Mit Hilfe eines umfassenden Monitoring und einer Prozesssteuerung werde das Ministerium auch weiterhin den Weg der Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums an den Schulen aktiv begleiten. Dabei gehe es auch um die Frage der Belastung der Schülerinnen und Schüler. Die Schulfamilie habe sich bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums "nicht immer wohlgefühlt". Aber hier sei man auf einem guten Weg.
"Das differenzierte Schulwesen sichert die Teilhabe- und Chancengerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler am besten, wenn die Durchlässigkeit und die individuelle Förderung als zweite Seite der selben Medaille sichergestellt ist", unterstrich Minister Spaenle. Den Begabungsschatz von jungen Menschen aus allen sozialen Schichten zu heben, beschrieb Minister als eine zentrale Aufgabe der Bildungspolitik. Soziale Startnachteile müssten kompensiert werden.
Prof. Dr. Manfred Prenzel, Dekan der School of Education der Technischen Universität München, warb dafür, die Bildungsressourcen bei jungen Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen zu erschließen. Mit Blick auf die Anforderungen, die die Hochschulen an Studierende stellen, führte der Hochschullehrer aus: Die Hochschulen wünschen sich Abiturientinnen und Abiturienten mit einem Persönlichkeitsprofil, das sie befähigt Probleme konstruktiv zu lösen und selbstständig zu arbeiten. Sie sollten darüber hinaus natürlich auch "kognitiv gut" für das Studium vorbereitet sein.
Das Gymnasium sei der "Königsweg, aber nicht der einzige Weg zur Hochschulreife", so der Kultusminister. Über 15 Wege können Schülerinnen und Schüler in dem durchlässigen Bildungswesen in Bayern die Hochschulzugangsberechtigung erwerben. Der Weg über die Fach- und Berufsoberschule habe an Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler in jüngster Zeit spürbar zugenommen und er weise ein "Leistungsniveau auf, dass sich sehen lassen kann". Besonderheit des Gymnasiums sei der durchgängige Bildungsweg für junge Menschen mit dem Anspruch auf eine vertiefte Allgemeinbildung und mit hohen kognitiven Anforderungen.
Jede Schulart im differenzierten bayerischen Bildungswesen habe ihren "eigenen Spirit", so der Minister. Das Gymnasium verfolgt für Dr. Spaenle das Ziel, junge Leute auf die allgemeine Hochschulreife vorzubereiten. Mit dieser ist für den Minister Studierfähigkeit, Bildung in einem ganzheitlichen Sinne mit stark kognitivem Ansatz sowie eine umfassende Persönlichkeitsbildung verbunden. Dabei spiele für die Zukunft die Frage der Stärkung der Profile eine wichtige Rolle, nannte der Minister Gymnasien mit Vorbildfunktion in Würzburg durch Kooperation mit Spitzenmusikern und in Gauting durch Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München. "Selbstverständlich gibt es auch für das Gymnasium konkrete Handlungsaufträge wie z. B. das Thema Leseförderung, die wir konsequent angehen", so der Minister. Auch die Förderung der besonders begabten jungen Leute werde weiterentwickelt.
Mit Hilfe eines umfassenden Monitoring und einer Prozesssteuerung werde das Ministerium auch weiterhin den Weg der Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums an den Schulen aktiv begleiten. Dabei gehe es auch um die Frage der Belastung der Schülerinnen und Schüler. Die Schulfamilie habe sich bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums "nicht immer wohlgefühlt". Aber hier sei man auf einem guten Weg.
"Das differenzierte Schulwesen sichert die Teilhabe- und Chancengerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler am besten, wenn die Durchlässigkeit und die individuelle Förderung als zweite Seite der selben Medaille sichergestellt ist", unterstrich Minister Spaenle. Den Begabungsschatz von jungen Menschen aus allen sozialen Schichten zu heben, beschrieb Minister als eine zentrale Aufgabe der Bildungspolitik. Soziale Startnachteile müssten kompensiert werden.
Prof. Dr. Manfred Prenzel, Dekan der School of Education der Technischen Universität München, warb dafür, die Bildungsressourcen bei jungen Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen zu erschließen. Mit Blick auf die Anforderungen, die die Hochschulen an Studierende stellen, führte der Hochschullehrer aus: Die Hochschulen wünschen sich Abiturientinnen und Abiturienten mit einem Persönlichkeitsprofil, das sie befähigt Probleme konstruktiv zu lösen und selbstständig zu arbeiten. Sie sollten darüber hinaus natürlich auch "kognitiv gut" für das Studium vorbereitet sein.
München, 10.12.2010 Erneut wendet sich der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) gegen das System der Auslese an bayerischen Schulen und stellt ihm die Forderung nach tatsächlicher individueller Förderung von Schülern entgegen.
In einer entsprechenden Resolution, die der BLLV-Landesausschuss vor kurzem einstimmig verabschiedet hat, stellen die rund 80 Pädagogen fest, dass "der Ausleseauftrag die Schulen beherrscht." Er stehe im Widerspruch zu einer Kultur der individuellen Förderung und führe dazu, dass Bemühungen, dem einzelnen Schüler gerecht zu werden, vielfach in Leere laufen. Die Forderung der Lehrerinnen und Lehrer: In den Mittelpunkt der bayerischen Schul- und Bildungspolitik müsse endlich das einzelne Kind und seine Bedürfnisse gestellt und individuelle Förderung an allen Schulen etabliert werden. Der Landesausschuss, nach den Delegiertentagen das größte Beschlussgremium im BLLV, kommt zweimal pro Jahr zusammen.
Schulen werden in erster Linie als Zuweiser von Lebenschancen wahrgenommen: "Nach fraglichen Kriterien werden dort Leistungen gemessen und Abschlüsse vergeben, die zu weiteren Bildungsgängen berechtigen", erklärte
BLLV-Präsident Klaus Wenzel. "Anders gesagt: Schulen weisen zehnjährigen Kindern Positionen im gesellschaftlichen Gefüge zu."
Die Hauptaufgabe von Lehrkräften scheine inzwischen das Prüfen, Messen und die Vergabe von Zensuren zu sein. Hauptaufgabe der Schüler wiederum sei es, zielorientierte Vorbereitungen auf Prüfungen treffen zu können, und nicht der Erwerb von Kompetenzen. Entscheidend für Eltern und Schüler sei die Note, nicht das Können. Verbindlich für Lehrkräfte seien die Notenschnitte und das durchschnittliche Leistungsniveau der Klasse, nicht aber die individuellen Fördermöglichkeiten bzw. die persönlichen Kompetenzzuwächse der einzelnen Schüler. "Gefragt ist also Durchschnitt, nicht Individualität", fasste Wenzel zusammen.
In der Resolution betont der BLLV ausdrücklich, dass Lehrkräfte das einzelne Kind mit seinen Stärken und Schwächen sehen wollen, es individuell fördern möchten und sich prozess- und kompetenzorientiertes Lernen wünschen. Das aber zähle leider nicht in einem System, das sich vor allem um Übertritte, Zertifikate und Abschlüsse dreht.
"Solange die Hauptaufgabe der Schule Auslese bleibt, solange Lehrkräfte einen Großteil ihrer Energie darauf verwenden müssen, die Eignung oder Nichteignung von Schülern für die einzelnen Schularten möglichst präzise zu erfassen, solange kann sich keine echte Förderkultur etablieren", lautet es in der Resolution weiter.
Deshalb verwehrt sich der BLLV gegen die vom Kultusminister in Umlauf gebrachte "Mär der individuellen Förderung". "Wir verwehren uns auch
gegen den scheinbaren und konstruierten Gegensatz zwischen individueller Förderung und dem Konstrukt einer Einheitsschule, die niemand ernsthaft fordert." Integrative Schulen ermöglichten vielmehr individuelle Förderung und verhinderten sie nicht.
Der BLLV fordert:
1. Die Schulen vom Sortierauftrag zu befreien und Formen längeren gemeinsamen Lernens zu zulassen.
2. Die Klassen mit einem Lehrer- bzw. Expertenteam auszustatten. Individualität kann nicht durch eine einzige Lehrperson pro Klasse stattfinden.
3. Den Budgetierungsschlüssel vor allem in der Grundschule zu erhöhen, denn: Lehrer brauchen Stunden zur individuellen Förderung. Kleingruppen, Differenzierungsangebote und individuelle Lernbegleitung kosten Zeit.
4. Prozessorientierte und individualisierte Lernfeedbacks, denn ein moderner Lern- und Leistungsbegriff bedeutet kompetenzorientiertes, verständnisintensives, selbstständiges, handlungsorientiertes und soziales Lernen.
5. Die Schaffung von Kleingruppen, Förderkursen, Differenzierungsgruppen oder modularen Niveaustufen, denn: Unterricht zielt auf Leistung. Kinder wollen lernen und leisten, jeder auf seinem individuellen Niveau.
6. Lehrer weitreichend in ihrer Fachlichkeit zu professionalisieren; in der Lehrerbildung muss auf die Differenzierung und Förderung so eingegangen werden, dass berufsfeldorientierte Theoriebildung stattfinden kann.
7. Schulen eigenverantwortlich agieren zu lassen; Individualität darf nicht nur auf den Schüler, sondern muss eben auch auf die Schule bezogen sein. w
Der Wortlaut der BLLV-Resolution ist unter www.bllv.de abrufbar
In einer entsprechenden Resolution, die der BLLV-Landesausschuss vor kurzem einstimmig verabschiedet hat, stellen die rund 80 Pädagogen fest, dass "der Ausleseauftrag die Schulen beherrscht." Er stehe im Widerspruch zu einer Kultur der individuellen Förderung und führe dazu, dass Bemühungen, dem einzelnen Schüler gerecht zu werden, vielfach in Leere laufen. Die Forderung der Lehrerinnen und Lehrer: In den Mittelpunkt der bayerischen Schul- und Bildungspolitik müsse endlich das einzelne Kind und seine Bedürfnisse gestellt und individuelle Förderung an allen Schulen etabliert werden. Der Landesausschuss, nach den Delegiertentagen das größte Beschlussgremium im BLLV, kommt zweimal pro Jahr zusammen.
Schulen werden in erster Linie als Zuweiser von Lebenschancen wahrgenommen: "Nach fraglichen Kriterien werden dort Leistungen gemessen und Abschlüsse vergeben, die zu weiteren Bildungsgängen berechtigen", erklärte
BLLV-Präsident Klaus Wenzel. "Anders gesagt: Schulen weisen zehnjährigen Kindern Positionen im gesellschaftlichen Gefüge zu."
Die Hauptaufgabe von Lehrkräften scheine inzwischen das Prüfen, Messen und die Vergabe von Zensuren zu sein. Hauptaufgabe der Schüler wiederum sei es, zielorientierte Vorbereitungen auf Prüfungen treffen zu können, und nicht der Erwerb von Kompetenzen. Entscheidend für Eltern und Schüler sei die Note, nicht das Können. Verbindlich für Lehrkräfte seien die Notenschnitte und das durchschnittliche Leistungsniveau der Klasse, nicht aber die individuellen Fördermöglichkeiten bzw. die persönlichen Kompetenzzuwächse der einzelnen Schüler. "Gefragt ist also Durchschnitt, nicht Individualität", fasste Wenzel zusammen.
In der Resolution betont der BLLV ausdrücklich, dass Lehrkräfte das einzelne Kind mit seinen Stärken und Schwächen sehen wollen, es individuell fördern möchten und sich prozess- und kompetenzorientiertes Lernen wünschen. Das aber zähle leider nicht in einem System, das sich vor allem um Übertritte, Zertifikate und Abschlüsse dreht.
"Solange die Hauptaufgabe der Schule Auslese bleibt, solange Lehrkräfte einen Großteil ihrer Energie darauf verwenden müssen, die Eignung oder Nichteignung von Schülern für die einzelnen Schularten möglichst präzise zu erfassen, solange kann sich keine echte Förderkultur etablieren", lautet es in der Resolution weiter.
Deshalb verwehrt sich der BLLV gegen die vom Kultusminister in Umlauf gebrachte "Mär der individuellen Förderung". "Wir verwehren uns auch
gegen den scheinbaren und konstruierten Gegensatz zwischen individueller Förderung und dem Konstrukt einer Einheitsschule, die niemand ernsthaft fordert." Integrative Schulen ermöglichten vielmehr individuelle Förderung und verhinderten sie nicht.
Der BLLV fordert:
1. Die Schulen vom Sortierauftrag zu befreien und Formen längeren gemeinsamen Lernens zu zulassen.
2. Die Klassen mit einem Lehrer- bzw. Expertenteam auszustatten. Individualität kann nicht durch eine einzige Lehrperson pro Klasse stattfinden.
3. Den Budgetierungsschlüssel vor allem in der Grundschule zu erhöhen, denn: Lehrer brauchen Stunden zur individuellen Förderung. Kleingruppen, Differenzierungsangebote und individuelle Lernbegleitung kosten Zeit.
4. Prozessorientierte und individualisierte Lernfeedbacks, denn ein moderner Lern- und Leistungsbegriff bedeutet kompetenzorientiertes, verständnisintensives, selbstständiges, handlungsorientiertes und soziales Lernen.
5. Die Schaffung von Kleingruppen, Förderkursen, Differenzierungsgruppen oder modularen Niveaustufen, denn: Unterricht zielt auf Leistung. Kinder wollen lernen und leisten, jeder auf seinem individuellen Niveau.
6. Lehrer weitreichend in ihrer Fachlichkeit zu professionalisieren; in der Lehrerbildung muss auf die Differenzierung und Förderung so eingegangen werden, dass berufsfeldorientierte Theoriebildung stattfinden kann.
7. Schulen eigenverantwortlich agieren zu lassen; Individualität darf nicht nur auf den Schüler, sondern muss eben auch auf die Schule bezogen sein. w
Der Wortlaut der BLLV-Resolution ist unter www.bllv.de abrufbar

