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Redaktion 28.08.2010
München, 24.08.2010 Das Bayerische Kultusministerium treibt die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an den Regelschulen voran und setzt damit die UN-Behindertenrechtekonvention Schritt für Schritt um.

Die erste entscheidende Weichenstellung dazu hatte das Bayerische Kabinett bereits im Sommer 2009 vorgenommen. Einmalig in Deutschland ist auch, dass in Bayern Parlamentarier aller Fraktionen in einer Arbeitsgruppe zusammenarbeiten, um hier optimale Maßnahmen zur Förderung der Integration zu erreichen.

Das Staatsministerium arbeitet dabei auch eng mit der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Irmgard Badura, den Verbänden zusammen.

Am 3. August 2010 hat der Ministerrat auf Initiative von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ein konkretes Konzept beschlossen, in dem anhand konkreter Eckpunkte dargestellt wird, wie dieses Ziel im Sinne des inklusiven Anspruchs der Konvention aus Sicht der Staatsregierung am besten erreicht werden kann. Dieses Konzept wird dem Bayerischen Landtag vorgelegt. "Im Oktober stellen wir unser Konzept den Verbänden vor", so der Kultusminister.

Das Kultusministerium nimmt erfreut zur Kenntnis, dass der Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) die gleiche Zielrichtung anvisiert; schade, dass er dabei das bisher Erreichte nicht ausreichend würdigt. Raum für Diskussionen über den konkreten Inhalt des Konzepts wird es im weiteren Verlauf des Verfahrens geben.
Redaktion 17.08.2010
München, 17.08.2010 Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern weitere GrundschullehrerInnen einzustellen. "Die Staatsregierung hat zum kommenden Schuljahr gerade 614 GrundschullehrerInnen von 2200 LehramtsanwärterInnen eingestellt, dabei hat eine Anfrage der Grünen ergeben, dass derzeit rund 1200 Lehrerstellen an den bayerischen Volksschulen nicht besetzt sind", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. So gebe es 512 Stellen, die nicht besetzt seien und weitere 717 Stellen, die derzeit gesperrt seien.

"Die Situation an vielen Grundschulen hat sich verschlechtert. Trotz insgesamt rückläufiger Schülerzahlen werden vielerorts zum neuen Schuljahr Klassen zu großen Klassen zusammengelegt oder Kombiklassen gebildet, weil die LehrerInnen vor Ort fehlen." Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass entsprechend der Schülerzahlen die Lehrerzuweisungen gesenkt werden könnten. "Weniger Schülerinnen und Schüler bedeuten nicht weniger Klassen; außerdem brauchen wir zusätzliche LehrerInnen, etwa als zweite Lehrkraft in der Klasse für die individuelle Förderung", so Gehring,

Vor diesem Hintergrund sei es nicht nachvollziehbar, wenn rund 1600 junge GrundschullehrerInnen auf der Straße stünden und 1200 Stellen nicht besetzt seien. Die Landtagsgrünen fordern daher die Staatsregierung auf, vor Beginn des Schuljahres nachzubessern und die freien Stellen unverzüglich zu besetzen. "Knickrigkeit der Staatsregierung auf Kosten der Kinder und der jung ausgebildeten LehrerInnen können und dürfen wir uns nicht leisten."

Simone Paulmichl
Pressesprecherin, Leiterin der Pressestelle
Tel. 089/4126-2734
Fax 089/4126-1762
simone.paulmichl@gruene-fraktion-bayern.de

Dr. Beate Kellermann
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel. 089/4126-2736
Fax 089/4126-1762
beate.kellermann@gruene-fraktion-bayern.de
http://www.gruene-fraktion-bayern.de
Redaktion 17.08.2010
München, 17.08.2010 Mit Beschluss des Bayerischen Landtags vom 22. April 2010 wurde die Staatsregierung gebeten, dem Landtag ein Konzept zur Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems im Sinne der UN-Behindertenrechtekonvention vorzulegen. Dieser Auftrag ist ausgeführt; das Kultusministerium wird das Konzept der Staatsregierung nun dem Bayerischen Landtag zuleiten.

Um zu verdeutlichen, wie die einzelnen Punkte des Konzepts konkret in schulrechtliche Normen umgesetzt werden können, wird dem Bayerischen Landtag zusätzlich ein entsprechender Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser Gesetzentwurf erleichtert dem Parlament eine zielgerichtete Diskussion im Interesse der Betroffenen, um eine zeitnahe Umsetzung der UN-Konvention zu ermöglichen. Der Gesetzentwurf ist somit ein "Serviceangebot" für die Beratungen des Parlaments und stellt "in keiner Weise eine Vorfestlegung oder eine Missachtung des Parlaments dar", zeigt sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle erstaunt über eine Pressemitteilung der SPD-Fraktion. Das Parlament ist Herr des Verfahrens.

Von einer Missachtung des Parlaments kann daher keine Rede sein. Im Gegenteil: Minister Dr. Spaenle unterstützt den Bayerischen Landtag bei dem Vorhaben, inklusiven Unterricht an Bayerns Schulen schon ab dem Schuljahr 2011/2012 zu ermöglichen. Konzept und zugehöriger Gesetzentwurf können nach der parlamentarischen Sommerpause in der interfraktionellen Arbeitsgruppe und in den zuständigen parlamentarischen Gremien beraten werden, wie mit der Arbeitsgruppe vor der Sommerpause besprochen wurde. Dabei hofft Minister Dr. Spaenle, dass sich die Fraktionen zu diesem wichtigen Thema auf gemeinsame Inhalte verständigen können. Die UN-Behindertenrechtekonvention soll schrittweise und auf Basis eines möglichst breiten Konsenses umgesetzt werden. Wenig hilfreich ist es daher, vor den parlamentarischen Beratungen zum Konzept mit Einzelmeinungen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Gleichzeitig ruft Minister Dr. Spaenle als amtierender Präsident der Kultusministerkonferenz dazu auf, dass auf nationaler Ebene Einigkeit über grundlegende Empfehlungen zum inklusiven Unterricht im Sinn der UN-Konvention gefunden werden.
Redaktion 27.07.2010
München, 27.07.2010 Am kommenden Freitag, 30. Juli 2010, erhalten rund 1,8 Millionen bayerische Schülerinnen und Schüler, darunter etwa 400.000 an beruflichen Schulen, ihr Jahreszeugnis. "Auf der Basis des Zeugnisses können Schüler und Eltern die Ergebnisse im Schuljahr 2009/2010 sachlich analysieren. Dabei können sehr viele Kinder und Jugendliche auch mit ihren Noten zufrieden sein", so der Kultusminister.

Wichtig ist, dass Eltern auch auf weniger erfreuliche Bewertungen besonnen reagieren und ihren Kindern Unterstützung geben. "Unabhängig davon, wie das Zeugnis ausfällt, sollten sich Eltern als Begleiter für ihre Kinder sehen und ihnen mit Rat und Tat vertrauensvoll zur Seite stehen", so der Minister. "Dank der hohen Durchlässigkeit unseres Schulsystems bestehen viele unterschiedliche Bildungswege, die den einzelnen Schüler für Beruf und Gesellschaft qualifizieren können", fügte der Minister an. Bei Schwierigkeiten rät Minister Spaenle Eltern dazu, sich zunächst an die jeweiligen Lehrkräfte zu wenden. Diese kennen die Kinder und ihre Begabungen sehr gut. Neben den Lehrkräften sind auch die Mitarbeiter der Staatlichen Schulberatungsstellen kompetente Ansprechpartner. Kultusminister Dr. Spaenle wünscht den Schülerinnen und Schülern mit ihren Familien sowie den Lehrkräften eine schöne Ferienzeit. Den Absolventinnen und Absolventin der Schulen, die nun eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen, wünscht der Minister viel Erfolg.

Adressen staatlicher Schulberatungsstellen

Oberbayern-Ost (Freising, Erding, Ebersberg, Miesbach und das übrige östliche Oberbayern)
Beetzstr. 4
81679 München
Tel. 089 982955110; E-Mail info@sbost.de


Oberbayern-West (Pfaffenhofen, Starnberg, Fürstenfeldbruck, Dachau, Bad Tölz-Wolfratshausen und das übrige westliche Oberbayern)
Beetzstr. 4
81679 München
Tel. 089 982955120; E-Mail sbwest@t-online.de


München (Stadt und Landkreis)
Pündterplatz 5/III
80803 München
Tel. 089 38384950; E-Mail info@sbmuenchen.bayern.de


Niederbayern
Seligenthalerstr. 36
84034 Landshut
Tel. 0871 430310; E-Mail info@sbndb.de


Oberpfalz
Weinweg 2
93049 Regensburg
Tel. 0941 22036; E-Mail sbopf@schulberatung-oberpfalz.de


Oberfranken
Theaterstr. 8
95028 Hof
Tel. 09281 1400360; E-Mail mail@sb-ofr.de


Mittelfranken
Sulzbacher Str. 45
90489 Nürnberg
Tel. 0911 5867610; E-Mail sbmfr@t-online.de


Unterfranken
Ludwigkai 4
97072 Würzburg
Tel. 0931 7945410; E-Mail mail@schulberatung-unterfranken.de


Schwaben
Hallstr. 9
86150 Augsburg
Tel. 0821 509160; E-Mail sbschw@as-netz.de

Redaktion 19.07.2010
München, 19.07.2010 Als "klares Signal für individuelle Förderung in einem differenzierten Schulwesen" wertet Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle das Ergebnis des Volksentscheids in Hamburg.

"Die Bürgerinnen und Bürger haben hier der Einheitsschule ein klares Nein entgegengesetzt. Sie haben sich aber zugleich für mehr individuelle Förderung in einem mehrgliedrigen Schulwesen ausgesprochen", so Minister Spaenle, der in diesem Jahr auch als Präsident der Kultusministerkonferenz amtiert.

"Das Hamburger Ergebnis ist eine gute Nachricht für die Schülerinnen und Schüler, da ein differenziertes Schulwesen die Kinder und Jugendlichen mit ihren Talenten und Begabungen besser fördern kann", führte der Minister aus. Entscheidend sei, dass die Durchlässigkeit hoch ausgeprägt sei. Dies habe auch der Ländervergleich bewiesen, bei dem das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 in allen Ländern untersucht hat. Bei diesem hatten Schülerinnen und Schüler aus Ländern mit einem differenzierten Schulwesen wie Bayern und Baden-Württemberg am besten abgeschnitten.
Redaktion 12.07.2010
München, 12.07.2010 Quer durch Bayern dürfen Schülerinnen und Schüler mit einer Note 1 im Zeugnis am 2. August 2010 kostenlos Zug fahren. Die DB Regio Bayern schenkt ihnen in Kooperation mit dem Kultusministerium einen Tag lang freie Fahrt in allen Regionalzügen.

Am heutigen Montag stellte Kultusminister Dr. Spaenle die Schüleraktion "Freie Fahrt für 1er-Schüler" zusammen mit Norbert Klimt, Vorsitzendem der Regionalleitung bei DB Regio Bayern, vor. "Gleich zu Beginn der Ferien werden die bayerischen Schülerinnen und Schüler für ihre Einser im Zeugnis belohnt. "Freie Fahrt für 1er Schüler" ist eine erfreuliche Anerkennung schulischer Leistungen. Mit ihrem Zeugnis und einem Ausweis in der Tasche können die Schülerinnen und Schüler mit einem Ausflug quer durch Bayern in die Ferien starten. Ob sie nun Freunde besuchen, eine Stadt besichtigen oder einfach nur unsere schöne bayerische Landschaft genießen - sie haben sich einen schönen Tag verdient", so der Kultusminister.

Norbert Klimt, Vorsitzender der Regionalleitung bei DB Regio Bayern: "Auch 2010 wollen wir eifrige Schülerinnen und Schüler für ihre Lernbereitschaft und Ausdauer belohnen. Deshalb spendiert DB Regio Bayern ihnen einen Tag lang freie Fahrt. Wir danken unseren Partnern für die tatkräftige Unterstützung. Und natürlich wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start in die Sommerferien".

Am Montag, 2. August 2010, können Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen mit mindestens einer Note 1 bzw. entsprechender Punktezahl oder einem sehr guten Verbalgutachten (Erstklässler bzw. Schüler weiterer Schulformen ohne Vergabe von Noten) im diesjährigen Jahres- bzw. Abschlusszeugnis in allen Regionalzügen von DB Regio Bayern (IRE, RE, RB, S) von 0:00 Uhr - 24:00 Uhr kostenlos fahren. Es sind beliebig viele Fahrtunterbrechungen erlaubt. Die Note "Sehr gut" kann auch durch eine Kopie des Zeugnisses in Verbindung mit einem gültigen Personal-, Kinder- oder Schülerausweis nachgewiesen werden.

Neben DB Regio Bayern beteiligen sich unter anderem auch die Bayerische Oberlandbahn GmbH, die Bayerische Regiobahn GmbH, die Regental Bahnbetriebs GmbH, die Vogtlandbahn GmbH und die Erfurter Bahn an der Aktion. Ebenso können sich die 1er-Schüler auf eine Fahrt in den Verkehrsverbünden MVV (München) und VGN (Nürnberg) freuen. Zusätzlich gilt die Schüler-Aktion für einige Strecken, die zum Teil nicht in Bayern liegen wie beispielsweise die Außerfernbahn nach Reutte sowie nach Ulm.

Marion Vogtstellvertretende
Pressesprecherin
Bayerisches Kultusministerium
Tel. 089 2186-2108

Franz Lindemaier
Sprecher Bayern
DB, Mobility Networks Logistics
Tel. 089 1308-1498
Redaktion 02.07.2010
München, 02.07.2010 Ein überaus positives Fazit zog Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zum Abschluss der Bayern-Tour des mobilen Labors BIOTechnikum, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert wurde. Mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst war das BIOTechnikum unter dem Motto "Leben erforschen - Zukunft gestalten" drei Wochen lang in Bayern unterwegs.

"Dabei konnten unsere Schülerinnen und Schüler als Nachwuchsforscher der Wissenschaft hautnah begegnen und beeindruckende praktische Erfahrungen sammeln", erklärte Spaenle. Dies sei neben mehreren Initiativen, die Bayern zur Stärkung der naturwissenschaftlichen Fächer gestartet habe, ein "weiterer spürbarer Anschub für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)."

Im mobilen BIOTechnikum - einem doppelstöckigen Truck mit kompletter Laboreinrichtung - konnten die Teilnehmer selbst Experimente durchführen und mit erfahrenen Wissenschaftlern über biotechnologische Erkenntnisse, Verfahren und Anwendungsgebiete diskutieren. Zugleich lernten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Berufsfelder auf dem Gebiet dieser Schlüsseltechnologie kennen. "Damit wurde für unsere jungen Leute das in der Schule Gelernte real erlebbar - eine ideale Verbindung zwischen Theorie und Praxis", freute sich der Minister.

An insgesamt acht Standorten in allen bayerischen Regierungsbezirken hatte das BIOTechnikum in den vergangenen Wochen Station gemacht. Dabei nahmen rund 500 Schülerinnen und Schüler an biotechnologischen Praktika teil. Unter Anleitung von professionellen Wissenschaftlern isolierten sie im Labor unter anderem das Erbmaterial DNA aus Bakterien oder Mundschleimhautzellen, bestimmten die Virenlast fiktiver Patienten oder bauten mit Hilfe von Hibiskustee eine Solarzelle aus Pflanzenfarbstoffen.

Da das BIOTechnikum auch der Öffentlichkeit zugänglich war, haben in Bayern etwa 10.000 Interessierte das Angebot des Mobillabors genutzt und vertiefte Eindrücke in die alltägliche Arbeit von Bio-Wissenschaftlern gewonnen.
Redaktion 02.07.2010
Münchberg / München, 02.07.2010 Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat die Jacob-Ellrod-Realschule Gefrees und das Gymnasium Münchberg zum kommenden Schuljahr zu Partnerschulen des Wintersports ernannt. Die Region "Fichtelgebirge" wird auf der Basis der besonderen Förderarbeit dieser beider Schulen als elftes sog. regionales Partnerzentrum des Wintersports (PZW) zum kommenden Schuljahr 2010/11 in das Netzwerk der Partnerzentren aufgenommen. Die Ernennung erfolgte in Abstimmung mit dem Bayerischen und Deutschen Skiverband und basiert auch auf der intensiven Zusammenarbeit mit den Sportverbänden, u. a. im Bereich des Langlaufs.

"Die Partnerschulen des Wintersports in Gefrees und Münchberg eröffnen talentierten Nachwuchssportlern eine Chance, die Belange der Schule und des Leistungssports sehr gut zu vereinbaren", so der Minister. Die jungen Athleten werden dabei schulisch durch die Realschule in Gefrees und das Gymnasium in Münchberg, sportlich durch Mitarbeiter der Sportverbände besonders gefördert.

Neben dem neuen Partnerzentrum des Wintersports im Fichtelgebirge bestehen bereits zehn Partnerzentren, vor allem in Oberbayern mit nun insgesamt 30 Schulen. Besonders talentierten und erfolgreichen Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen des Wintersports eröffnet sich auch die Möglichkeit, eine Eliteschule für den Wintersport zu besuchen.
Redaktion 14.06.2010
Lauf, 14.06.2010 Der Bayerische Elternverband (BEV) sieht im Gegensatz zu Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle keine nennenswerten Vorzüge in der Neuregelung des Übertritts. "Gegen eine bessere Beratung schon ab der 3. Jahrgangsstufe haben wir nichts einzuwenden", betont Maria Lampl, stellvertretende Landesvorsitzende des BEV.

"Informationsveranstaltungen zu diesem frühen Zeitpunkt sollten aber keinesfalls dazu dienen, bereits Empfehlungen für die weitere Schullaufbahn zu geben." Die stärkere Betonung des Elternwillens bei der Wahl der weiterführenden Schule komme nur marginale Bedeutung zu. Denn einzig und alleine, wenn der Probeunterricht mit den Noten 4/4 in Mathematik und Deutsch bestanden wurde, haben die Eltern nach der neuen Regelung eine Entscheidungsbefugnis. Dies treffe aber nur auf sehr wenige zu, so dass die Bezeichnung "Stärkung des Elternwillens" deutlich zu hoch gegriffen sei.

Der Übertritt an sich verursache zu viel Druck auf Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Da die Neuerungen des Kultusministers nur minimal seien, könnten sie dieses Problem nicht aus der Welt schaffen. Anstatt unnötige Umfragen zu erheben, fordert der Bayerische Elternverband die Regierung im Freistaat auf, endlich die unerbittliche Selektion, die mit dem viel zu frühen Übertritt einher geht, zu beenden. In die Erhebung zur Neuregelung des Übertritts von Grundschülern auf die weiterführenden Schulen wurde der BEV, der der einzige schulartübergreifende Elternverband in Bayern ist, vom Kultusministerium übrigens nicht eingebunden.
Redaktion 14.06.2010
Lauf, 14.06.2010 Der Bayerische Elternverband (BEV) sieht im Gegensatz zu Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle keine nennenswerten Vorzüge in der Neuregelung des Übertritts. "Gegen eine bessere Beratung schon ab der 3. Jahrgangsstufe haben wir nichts einzuwenden", betont Maria Lampl, stellvertretende Landesvorsitzende des BEV.

"Informationsveranstaltungen zu diesem frühen Zeitpunkt sollten aber keinesfalls dazu dienen, bereits Empfehlungen für die weitere Schullaufbahn zu geben." Die stärkere Betonung des Elternwillens bei der Wahl der weiterführenden Schule komme nur marginale Bedeutung zu. Denn einzig und alleine, wenn der Probeunterricht mit den Noten 4/4 in Mathematik und Deutsch bestanden wurde, haben die Eltern nach der neuen Regelung eine Entscheidungsbefugnis. Dies treffe aber nur auf sehr wenige zu, so dass die Bezeichnung "Stärkung des Elternwillens" deutlich zu hoch gegriffen sei.

Der Übertritt an sich verursache zu viel Druck auf Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Da die Neuerungen des Kultusministers nur minimal seien, könnten sie dieses Problem nicht aus der Welt schaffen. Anstatt unnötige Umfragen zu erheben, fordert der Bayerische Elternverband die Regierung im Freistaat auf, endlich die unerbittliche Selektion, die mit dem viel zu frühen Übertritt einher geht, zu beenden. In die Erhebung zur Neuregelung des Übertritts von Grundschülern auf die weiterführenden Schulen wurde der BEV, der der einzige schulartübergreifende Elternverband in Bayern ist, vom Kultusministerium übrigens nicht eingebunden.


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