Düsseldorf, 03.02.2012 Mit scharfer Kritik reagiert der nordrhein-westfälische Philologen-Verband auf die von der Landesregierung geschaffene Möglichkeit, erst in der 4. Grundschulklasse verbindliche Ziffernnoten auf Zeugnissen zu geben.
Erneut wird damit eine schulpraktische Regelung aus der letzten Legislaturperiode zurückgenommen. Ebenso wie bei ´Kopfnoten`, der eröffneten Rückkehr zu Schuleinzugsbereichen und der Abschaffung verbindlicher Grundschulgutachten erfolgt ein weiterer Schritt hin zur Diskontinuität in der Schulpolitik. Verlässlichkeit und Kontinuität sehen anders aus!
"Mit dieser Regelung stößt man das Tor weiter auf in Richtung Beliebigkeit im Umgang mit Qualifikationsstandards. Da Grundschulen unterschiedlich verfahren, wird die Vergleichbarkeit schulischer Leistungen außerordentlich erschwert. Auch macht der extrem späte Zeitpunkt der Ziffernnotengebung die Entscheidungsfindung für Eltern und Schüler beim Übergang zu weiterführenden Schulen nicht leichter!", kommentiert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, die Änderung der Ausbildungsordnung Grundschule.
Der Philologen-Verband lehnt diese Form einer veränderten ´Feedback-Kultur` ab. Er warnt mit Nachdruck davor, Ziffernnoten auch in den weiterführenden Schulen zu dämonisieren. Schülerinnen und Schüler haben in der Regel keine Probleme mit Ziffernnoten. Die bisherigen Grundschul-Regelungen waren kind-, altersgemäß und pädagogisch sinnvoll.
"Es darf nicht Schule machen, dass wir den Zeitpunkt hinausschieben, zu dem transparente Leistungsangaben und -vergleiche erfolgen. Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf bestätigende, ermutigende, motivierende und vor allem ehrliche Rückmeldungen!", so Peter Silbernagel.
Erneut wird damit eine schulpraktische Regelung aus der letzten Legislaturperiode zurückgenommen. Ebenso wie bei ´Kopfnoten`, der eröffneten Rückkehr zu Schuleinzugsbereichen und der Abschaffung verbindlicher Grundschulgutachten erfolgt ein weiterer Schritt hin zur Diskontinuität in der Schulpolitik. Verlässlichkeit und Kontinuität sehen anders aus!
"Mit dieser Regelung stößt man das Tor weiter auf in Richtung Beliebigkeit im Umgang mit Qualifikationsstandards. Da Grundschulen unterschiedlich verfahren, wird die Vergleichbarkeit schulischer Leistungen außerordentlich erschwert. Auch macht der extrem späte Zeitpunkt der Ziffernnotengebung die Entscheidungsfindung für Eltern und Schüler beim Übergang zu weiterführenden Schulen nicht leichter!", kommentiert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, die Änderung der Ausbildungsordnung Grundschule.
Der Philologen-Verband lehnt diese Form einer veränderten ´Feedback-Kultur` ab. Er warnt mit Nachdruck davor, Ziffernnoten auch in den weiterführenden Schulen zu dämonisieren. Schülerinnen und Schüler haben in der Regel keine Probleme mit Ziffernnoten. Die bisherigen Grundschul-Regelungen waren kind-, altersgemäß und pädagogisch sinnvoll.
"Es darf nicht Schule machen, dass wir den Zeitpunkt hinausschieben, zu dem transparente Leistungsangaben und -vergleiche erfolgen. Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf bestätigende, ermutigende, motivierende und vor allem ehrliche Rückmeldungen!", so Peter Silbernagel.
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Neue abl-Präsidentin Ursula Lay: "Übertritt nach der Grundschule: Elternwille oder Grundschulgutachten? – Die Antwort ist eindeutig!"
München, 03.02.2012 Zu der neuerlich von den Gesamtschulideologen entfachten Diskussion äußert sich die turnusgemäß seit Jahresbeginn amtierende neue abl-Präsidentin Ursula Lay: "Die Diskussionen über das Übertrittsverfahren nach der vierten Jahrgangsstufe in Bayern nehmen kein Ende. Die Gesamtschulbefürworter sehen in der Freigabe des Elternwillens ein gutes Instrument, das differenzierte Schulwesen auszuhebeln zumal ideologisch gefärbte Standpunkte und gesellschaftspolitische Vorstellungen die Beurteilung entscheidend mit beeinflussen."
Der Übergang von einer Schulart in die andere habe, so die Präsidentin, hohe Bedeutung für die Entwicklung des Kindes und müsse sorgfältig vorbereitet werden. Darin seien sich Bildungsexperten, Lehrer- und Elternverbände und Politiker einig. Sowohl Eltern (natürliches Recht auf Erziehung) als auch Schule tragen die Verantwortung auf Grund der unterschiedlichen Begabungen der Kinder, den richtigen Bildungsweg zu sichern.
"Die abl distanziert sich ganz deutlich davon, allein die Eltern darüber entscheiden zu lassen, welche weiterführende Schule ihr Kind besuchen soll", so die Präsidentin Ursula Lay.
"Wer dies fordert und behauptet, Bildungschancen würden verhindert, stellt die fachliche Kompetenz, die Beratungskompetenz und Autorität der Grundschullehrkräfte in Frage und verschließt die Augen vor den Ergebnissen der empirischen Forschung. Diese und schulpraktische Erfahrungen belegen, dass die Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte insgesamt weit objektiver sind als die elterlichen Bildungsaspirationen", so Ursula Lay weiter. Lehrkräfte ziehen Leistungen und Noten als Grundlage für die Erteilung einer Empfehlung heran. Spätestens in der 3. Jahrgangsstufe beginnt eine intensive Beratung der Eltern. Das Übertrittszeugnis enthält neben den Noten auch genaue Aussagen zum Lern-, Arbeits-, und Sozialverhalten des Kindes. Beschrieben werden Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit.
Die Neugestaltung des Übertrittsverfahrens in den letzten Jahren sieht ein weitaus größeres Mitspracherecht der Eltern vor, was endlich offen diskutiert werden muss. Die zahlreichen Rückkehrer aus Realschule und Gymnasium an die Mittelschulen belegen, dass nicht alle Eltern eben immer objektiv die richtige Schulart für ihr Kind wählen. "Wenn Eltern allein frei entscheiden können, nimmt vielleicht der Druck in der Grundschule ab", sagt Ursula Lay, "man muss sich allerdings ernsthaft fragen, wer denn diesen Druck tatsächlich aufbaut. Es sind doch jene, die den Eltern fatalerweise einreden wollen, dass das Kind keine Zukunft mehr hat, wenn es den Übertritt zumindest an die Realschule nicht schafft. Das ist unverantwortliche Panikmache. Wir wollen nicht noch mehr Rückkehrer an die Mittelschule", so die abl-Präsidentin, "diese Jugendlichen sind oft demotiviert, leistungsunwillig und haben die Bereitschaft zum Lernen auf Grund des Scheiterns verloren. Effektives Lernen setzt Neugierde des Lernenden voraus. Motivation, Chance auf Erfolg und ein gesundes Maß an Herausforderung stellen die Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen dar.
Die richtige Schulwahl soll Wiederholen, Schulabbrechen und Schulversagen vermeiden. Diese Entscheidung dürfen wir nicht alleine den Eltern überlassen. Die Lehrkräfte in der Grundschule verfügen über eine hohe Diagnosefähigkeit und Beratungskompetenz. Die intensive Beratung der Eltern bei der Schullaufbahn stellt sicher, dass jedem Kind der Bildungsweg offen steht, der seiner Begabung und Bildungsfähigkeit entspricht," schließt Ursula Lay, die als Grund- und Hauptschullehrerin über einen großen Erfahrungsschatz verfügt.
ARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERISCHER LEHRERVERBÄNDE
Für den Inhalt verantwortlich:
Ansprechpartner: Ursula Lay, abl-Präsidentin, Landesvorsitzende der KEG, Tel. 0151 46127384
Der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von rund 60 000 Lehrkräften.
Der Übergang von einer Schulart in die andere habe, so die Präsidentin, hohe Bedeutung für die Entwicklung des Kindes und müsse sorgfältig vorbereitet werden. Darin seien sich Bildungsexperten, Lehrer- und Elternverbände und Politiker einig. Sowohl Eltern (natürliches Recht auf Erziehung) als auch Schule tragen die Verantwortung auf Grund der unterschiedlichen Begabungen der Kinder, den richtigen Bildungsweg zu sichern.
"Die abl distanziert sich ganz deutlich davon, allein die Eltern darüber entscheiden zu lassen, welche weiterführende Schule ihr Kind besuchen soll", so die Präsidentin Ursula Lay.
"Wer dies fordert und behauptet, Bildungschancen würden verhindert, stellt die fachliche Kompetenz, die Beratungskompetenz und Autorität der Grundschullehrkräfte in Frage und verschließt die Augen vor den Ergebnissen der empirischen Forschung. Diese und schulpraktische Erfahrungen belegen, dass die Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte insgesamt weit objektiver sind als die elterlichen Bildungsaspirationen", so Ursula Lay weiter. Lehrkräfte ziehen Leistungen und Noten als Grundlage für die Erteilung einer Empfehlung heran. Spätestens in der 3. Jahrgangsstufe beginnt eine intensive Beratung der Eltern. Das Übertrittszeugnis enthält neben den Noten auch genaue Aussagen zum Lern-, Arbeits-, und Sozialverhalten des Kindes. Beschrieben werden Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit.
Die Neugestaltung des Übertrittsverfahrens in den letzten Jahren sieht ein weitaus größeres Mitspracherecht der Eltern vor, was endlich offen diskutiert werden muss. Die zahlreichen Rückkehrer aus Realschule und Gymnasium an die Mittelschulen belegen, dass nicht alle Eltern eben immer objektiv die richtige Schulart für ihr Kind wählen. "Wenn Eltern allein frei entscheiden können, nimmt vielleicht der Druck in der Grundschule ab", sagt Ursula Lay, "man muss sich allerdings ernsthaft fragen, wer denn diesen Druck tatsächlich aufbaut. Es sind doch jene, die den Eltern fatalerweise einreden wollen, dass das Kind keine Zukunft mehr hat, wenn es den Übertritt zumindest an die Realschule nicht schafft. Das ist unverantwortliche Panikmache. Wir wollen nicht noch mehr Rückkehrer an die Mittelschule", so die abl-Präsidentin, "diese Jugendlichen sind oft demotiviert, leistungsunwillig und haben die Bereitschaft zum Lernen auf Grund des Scheiterns verloren. Effektives Lernen setzt Neugierde des Lernenden voraus. Motivation, Chance auf Erfolg und ein gesundes Maß an Herausforderung stellen die Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen dar.
Die richtige Schulwahl soll Wiederholen, Schulabbrechen und Schulversagen vermeiden. Diese Entscheidung dürfen wir nicht alleine den Eltern überlassen. Die Lehrkräfte in der Grundschule verfügen über eine hohe Diagnosefähigkeit und Beratungskompetenz. Die intensive Beratung der Eltern bei der Schullaufbahn stellt sicher, dass jedem Kind der Bildungsweg offen steht, der seiner Begabung und Bildungsfähigkeit entspricht," schließt Ursula Lay, die als Grund- und Hauptschullehrerin über einen großen Erfahrungsschatz verfügt.
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Ansprechpartner: Ursula Lay, abl-Präsidentin, Landesvorsitzende der KEG, Tel. 0151 46127384
Der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von rund 60 000 Lehrkräften.
Kiel, 28.03.2011 "Selbstverständlich muss sich die Schule im Unterricht mit dem verfassungsmäßigen Auftrag der Bundeswehr auseinandersetzen. Wenn sie gut vorbereitet sind, können dazu auch Truppenbesuche gehören. Im Schieß-Kino haben Schulklassen aber auf keinen Fall was verloren. Das ist pädagogisch nicht zu verantworten", sagte Mathias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Montag, 28. März 2011 in Kiel. Er bezog sich dabei auf ein aktuelles Schreiben des Bildungsministeriums an alle Schulleiterinnen und Schulleiter zur Kooperation zwischen Bundeswehr und Schule.
Der GEW-Landesvorsitzende setzte sich auch kritisch mit der im Schreiben anklingenden engeren Kooperation zwischen Schule und Bundeswehr auseinander: "Wir brauchen keinen verstärkten Einsatz von Wehrdienstberatern in den Schulen. Es liegt nicht im pädagogischen Auftrag der Schule, der Bundeswehr bei der Nachwuchssuche behilflich zu sein. Schulen sind schließlich keine Rekrutierungsbüros."
Der GEW-Landesvorsitzende setzte sich auch kritisch mit der im Schreiben anklingenden engeren Kooperation zwischen Schule und Bundeswehr auseinander: "Wir brauchen keinen verstärkten Einsatz von Wehrdienstberatern in den Schulen. Es liegt nicht im pädagogischen Auftrag der Schule, der Bundeswehr bei der Nachwuchssuche behilflich zu sein. Schulen sind schließlich keine Rekrutierungsbüros."
Hamburg, 27.01.2011 Als grotesken Unsinn hat die Behörde für Schule und Berufsbildung die Behauptungen zurückgewiesen, in Hamburg würde die Bildende Kunst als Schulfach abgeschafft. Eine Erkundigung in der Behörde hätte genügt, um zu erfahren, dass diese Behauptung jeder Grundlage entbehrt: richtig ist, dass es weiterhin Kunstunterricht geben wird.
Hintergrund ist die Tatsache, dass die bislang gesetzlich fixierte Stundentafel der Primarschule der Klassen 1 bis 6 in Folge des Volksentscheids zum neuen Schuljahr nicht mehr gilt und die Stunden entsprechend auf die Grundschule und die weiterführenden Schulen aufgeteilt werden müssen. Wichtig ist die Klärung für die Schulen noch im Februar, denn ab März werben die Schulen die Lehrer für das neue Schuljahr an und dazu müssen sie verbindlich wissen, welche Fächer zu unterrichten sind. Eine Verschiebung dieser Entscheidung wie von der SPD gefordert, würde wiederum in den Schulen zu Chaos in der Lehrerplanung führen. Deshalb will die Behörde den Entwurf der Stundentafel den Gremien und Kammern noch diese Woche zur Stellungnahme vorlegen.
Bei der vorgeschlagenen Stundenaufteilung ändert sich gegenüber jetzt wenig: In der Grundschule wird auf die jahrzehntelang geübte Praxis der gemeinsamen Ausweisung aller Künste zurückgekehrt, die aber auch alle unterrichtet werden müssen (inklusive Bildende Kunst). An der bereits erfolgten Einführung von Theater als Schulfach wird ebenso festgehalten, wie an der Festschreibung der jeweils zwei Stunden Musik in Klasse 5 und 6, die auch bisher schon so geregelt war. Im Bereich der weiterführenden Schulen waren auch nach der bisherigen Stundentafel ab Klasse 7 die Künste (Musik, Theater, Bildende Kunst) Wahlpflichtfächer mit einer Mindeststundenzahl, die nicht gegen andere Fächer getauscht werden konnten.
Senator Dietrich Wersich, der selbst seit über 10 Jahren Mitglied im Förderverein der Freunde der Kunsthalle ist, sowie fast 10 Jahre als Geschäftsführer unter anderem das Altonaer Theater wieder aufgebaut hat, nimmt die Kritik gelassen: "Anstatt sich zu informieren, haben viele kluge Leute ihre Energie darin investiert, alle möglichen Mutmaßungen zu Papier zu bringen. Wenn von der bisherigen Regelung abgewichen und zukünftig in den weiterführenden Schulen jedes einzelne Fach verpflichtend gemacht werden soll, wäre das aus meiner Sicht möglich, es könnte aber bei Schulen, die hier bewusst besondere Schwerpunkte auf Kunst, Theater oder Musik setzen, auf Widerstand stoßen", so Bildungssenator Dietrich Wersich. "Aber genau zu einer solchen Klärung sind Entwürfe und die laufenden Abstimmungsprozesse da. Eine Entscheidung ist dazu noch nicht gefällt worden."
Hintergrund ist die Tatsache, dass die bislang gesetzlich fixierte Stundentafel der Primarschule der Klassen 1 bis 6 in Folge des Volksentscheids zum neuen Schuljahr nicht mehr gilt und die Stunden entsprechend auf die Grundschule und die weiterführenden Schulen aufgeteilt werden müssen. Wichtig ist die Klärung für die Schulen noch im Februar, denn ab März werben die Schulen die Lehrer für das neue Schuljahr an und dazu müssen sie verbindlich wissen, welche Fächer zu unterrichten sind. Eine Verschiebung dieser Entscheidung wie von der SPD gefordert, würde wiederum in den Schulen zu Chaos in der Lehrerplanung führen. Deshalb will die Behörde den Entwurf der Stundentafel den Gremien und Kammern noch diese Woche zur Stellungnahme vorlegen.
Bei der vorgeschlagenen Stundenaufteilung ändert sich gegenüber jetzt wenig: In der Grundschule wird auf die jahrzehntelang geübte Praxis der gemeinsamen Ausweisung aller Künste zurückgekehrt, die aber auch alle unterrichtet werden müssen (inklusive Bildende Kunst). An der bereits erfolgten Einführung von Theater als Schulfach wird ebenso festgehalten, wie an der Festschreibung der jeweils zwei Stunden Musik in Klasse 5 und 6, die auch bisher schon so geregelt war. Im Bereich der weiterführenden Schulen waren auch nach der bisherigen Stundentafel ab Klasse 7 die Künste (Musik, Theater, Bildende Kunst) Wahlpflichtfächer mit einer Mindeststundenzahl, die nicht gegen andere Fächer getauscht werden konnten.
Senator Dietrich Wersich, der selbst seit über 10 Jahren Mitglied im Förderverein der Freunde der Kunsthalle ist, sowie fast 10 Jahre als Geschäftsführer unter anderem das Altonaer Theater wieder aufgebaut hat, nimmt die Kritik gelassen: "Anstatt sich zu informieren, haben viele kluge Leute ihre Energie darin investiert, alle möglichen Mutmaßungen zu Papier zu bringen. Wenn von der bisherigen Regelung abgewichen und zukünftig in den weiterführenden Schulen jedes einzelne Fach verpflichtend gemacht werden soll, wäre das aus meiner Sicht möglich, es könnte aber bei Schulen, die hier bewusst besondere Schwerpunkte auf Kunst, Theater oder Musik setzen, auf Widerstand stoßen", so Bildungssenator Dietrich Wersich. "Aber genau zu einer solchen Klärung sind Entwürfe und die laufenden Abstimmungsprozesse da. Eine Entscheidung ist dazu noch nicht gefällt worden."
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Bayern: 55.000 Schüler mit unterschiedlicher Vorbildung gemeinsam auf dem Weg zur Hochschulreife
München, 26.04.2010 Kultusstaatsekretär Huber besuchte heute die 5. Arbeitstagung des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen (VLB) in Kitzingen, die unter dem Motto stand "40 Jahre FOS/BOS - Hochschulreife mit Qualität an der Beruflichen Oberschule". Mit Blick auf die vielfältigen Bildungswege betonte er: "In Bayern ist seit Einführung der FOS 13 für unsere Schülerinnen und Schüler nichts mehr unmöglich. Schüler der Haupt-, Wirtschafts- und Realschulen mit mittlerem Schulabschluss sowie Schüler der Gymnasien mit Oberstufenreife können nun bei entsprechenden Fähigkeiten und unter hohem persönlichen Einsatz den schulischen Weg bis zur Hochschule und Universität gehen."
Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren biete die FOS den Schülerinnen und Schülern mit mittlerem Schulabschluss die Möglichkeit, über den beruflichen Bildungsweg einen Hochschulabschluss zu erlangen.
"Die damals geschaffene Schulform ist ein zentraler Bestandteil für die Durchlässigkeit im bayerischen Schulsystem", sagte der Landesvorsitzende des Verbandes der Lehrer an Beruflichen Schulen in Bayern (VLB) Jürgen Wunderlich mit Blick auf die in den letzten zehn Jahren um über 70 Prozent gestiegenen Schülerzahlen. "Diese jungen Menschen haben sich ganz bewusst dafür entschieden, ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht am Gymnasium zu erwerben", ergänzte Wunderlich und verwies dabei auf die Möglichkeit an dieser Schulart Theorie und Berufspraxis "wie an kaum einer anderen Schulart" miteinander verbinden zu können. Der Landesvorsitzende bedankte sich während der Veranstaltung für das "herausragende Engagement" der Lehrkräfte, die die Berufliche Oberschule zu einem "Erfolgsmodell" gemacht haben.
Nach den Worten von Kultusstaatssekretär Huber sei seit der flächendeckenden Einführung der FOS 13 zum Schuljahr 2008/2009 das Angebot für viele Schüler noch attraktiver: Die Berufliche Oberschule eröffne nun Schülerinnen und Schülern mit und ohne Berufserfahrung bei entsprechender Eignung einen gleichwertigen Weg zum Abitur neben dem Gymnasium.
Dieses Schuljahr besuchen über 55.000 Schüler die Beruflichen Oberschulen in Bayern, das bedeutet eine Steigerung von über 70 % in den letzten 10 Jahren.
"Ihnen als Lehrkräften sei Dank. Denn Sie sind es, die unsere strukturelle Weiterentwicklung der Beruflichen Oberschule zum Erfolg geführt haben", hob auch Kultusstaatssekretär Dr. Huber das Engagement der Lehrkräfte hervor.
Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren biete die FOS den Schülerinnen und Schülern mit mittlerem Schulabschluss die Möglichkeit, über den beruflichen Bildungsweg einen Hochschulabschluss zu erlangen.
"Die damals geschaffene Schulform ist ein zentraler Bestandteil für die Durchlässigkeit im bayerischen Schulsystem", sagte der Landesvorsitzende des Verbandes der Lehrer an Beruflichen Schulen in Bayern (VLB) Jürgen Wunderlich mit Blick auf die in den letzten zehn Jahren um über 70 Prozent gestiegenen Schülerzahlen. "Diese jungen Menschen haben sich ganz bewusst dafür entschieden, ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht am Gymnasium zu erwerben", ergänzte Wunderlich und verwies dabei auf die Möglichkeit an dieser Schulart Theorie und Berufspraxis "wie an kaum einer anderen Schulart" miteinander verbinden zu können. Der Landesvorsitzende bedankte sich während der Veranstaltung für das "herausragende Engagement" der Lehrkräfte, die die Berufliche Oberschule zu einem "Erfolgsmodell" gemacht haben.
Nach den Worten von Kultusstaatssekretär Huber sei seit der flächendeckenden Einführung der FOS 13 zum Schuljahr 2008/2009 das Angebot für viele Schüler noch attraktiver: Die Berufliche Oberschule eröffne nun Schülerinnen und Schülern mit und ohne Berufserfahrung bei entsprechender Eignung einen gleichwertigen Weg zum Abitur neben dem Gymnasium.
Dieses Schuljahr besuchen über 55.000 Schüler die Beruflichen Oberschulen in Bayern, das bedeutet eine Steigerung von über 70 % in den letzten 10 Jahren.
"Ihnen als Lehrkräften sei Dank. Denn Sie sind es, die unsere strukturelle Weiterentwicklung der Beruflichen Oberschule zum Erfolg geführt haben", hob auch Kultusstaatssekretär Dr. Huber das Engagement der Lehrkräfte hervor.
Grüne: Kultusminister hat bei Kooperationsschulen versagt – keine Lösungen für den ländlichen Raum in Sicht
München, 22.04.2009 Die Grünen im Bayerischen Landtag werfen Kultusminister Spaenle Versagen bei den Kooperationsmodellen vor. "Hier hätte der Kultusminister eine Chance gehabt, endlich etwas gegen das Schulsterben im ländlichen Raum zu tun, aber leider bleiben er und die CSU den hoffnungslos veralteten Strukturen der getrennten Schularten verhaftet", so der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.
Die Kooperationsschulen böten keine Lösungen für die Hauptschulen im ländlichen Raum. "Keines der vor Ort entwickelten Modelle, die etwa einen Realschulzweig an einer Hauptschule vorsehen, hat bei diesen Vorgaben eine Chance. Es geht nicht darum, dass jetzt zweizügige Realschulen gegründet werden müssen – wir brauchen keine neuen Schulen, wir haben Hauptschulen, die halb leer stehen."
Thomas Gehring warnte, dass die Enttäuschung bei den BürgermeisterInnen, SchulleiterInnen und Eltern riesen groß sei: "Diese Enttäuschung wird zum Sturm der Entrüstung werden und der wird die CSU im ländlichen Raum voll treffen."
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Die Grünen im Bayerischen Landtag, Pressestelle
Tel.: 089/4126-2734 oder 089/4126-2736
Maximilianeum, 81627 München, Fax: 089/4126-1762
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Internet: www.gruene-fraktion-bayern.de
München, 22.04.2009 Die Grünen im Bayerischen Landtag werfen Kultusminister Spaenle Versagen bei den Kooperationsmodellen vor. "Hier hätte der Kultusminister eine Chance gehabt, endlich etwas gegen das Schulsterben im ländlichen Raum zu tun, aber leider bleiben er und die CSU den hoffnungslos veralteten Strukturen der getrennten Schularten verhaftet", so der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.
Die Kooperationsschulen böten keine Lösungen für die Hauptschulen im ländlichen Raum. "Keines der vor Ort entwickelten Modelle, die etwa einen Realschulzweig an einer Hauptschule vorsehen, hat bei diesen Vorgaben eine Chance. Es geht nicht darum, dass jetzt zweizügige Realschulen gegründet werden müssen – wir brauchen keine neuen Schulen, wir haben Hauptschulen, die halb leer stehen."
Thomas Gehring warnte, dass die Enttäuschung bei den BürgermeisterInnen, SchulleiterInnen und Eltern riesen groß sei: "Diese Enttäuschung wird zum Sturm der Entrüstung werden und der wird die CSU im ländlichen Raum voll treffen."
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Aufruf der Staatsministerin zum EU-Projekttag an deutschen Schulen
Berlin, 09.03.2009 Anlässlich des heutigen EU-Projekttages hat Staatsministerin Maria Böhmer dazu aufgerufen, die Schulen in Deutschland zu Orten der Integration weiterzuentwickeln.
"Schulen mit einem Anteil von 80-90 Prozent Migranten aus EU-Ländern und anderen Regionen sind keine Seltenheit mehr. Viele Jugendlichen aus Zuwandererfamilien haben Probleme mit der deutschen Sprache und verlassen im Schnitt doppelt so häufig wie einheimische Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Umso wichtiger ist es, die jungen Migrantinnen und Migranten in den Schulen optimal zu fördern. Denn Bildung ist der Schlüssel für Integration", erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. "Das Ziel muss lauten: Wir entwickeln die Schule zum Ort der Integration. Das heißt: Wir machen sie zu einem Ort der gemeinsamen Sprache. Deutsch wird systematisch vermittelt- nicht nur im Deutschunterricht. Schule ist auch ein Ort der gemeinsamen Werte. Toleranz, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Demokratie verstehen sich nicht von selbst. Zudem machen wir die Schule zu einem Ort der Begegnung, zu dem alle Eltern gerne kommen, weil sie wissen, dass sie hier Rat und Hilfe erhalten. Schließlich sind Schulen Orte der gelebten Vielfalt, wo jeder seine Potenziale entfalten und seine Erfahrungen einbringen kann", betonte Böhmer.
Die Staatsministerin erinnerte an die im Nationalen Integrationsplan gemachten Zusagen der Länder, bis 2012 die Leistungen der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien an das Leistungsniveau der Einheimischen heranzuführen. Außerdem soll die Zahl der Schulabbrecher halbiert werden. Maria Böhmer: "Um diese Ziele zu erreichen, brauchen die Schulen mit einem hohen Migrantenanteil mehr Geld, mehr Lehrer und Schulsozialarbeiter, sowie mehr Zeit. Der Bildungserfolg darf nicht länger von der sozialen und ethnischen Herkunft abhängen."
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Berlin, 09.03.2009 Anlässlich des heutigen EU-Projekttages hat Staatsministerin Maria Böhmer dazu aufgerufen, die Schulen in Deutschland zu Orten der Integration weiterzuentwickeln.
"Schulen mit einem Anteil von 80-90 Prozent Migranten aus EU-Ländern und anderen Regionen sind keine Seltenheit mehr. Viele Jugendlichen aus Zuwandererfamilien haben Probleme mit der deutschen Sprache und verlassen im Schnitt doppelt so häufig wie einheimische Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Umso wichtiger ist es, die jungen Migrantinnen und Migranten in den Schulen optimal zu fördern. Denn Bildung ist der Schlüssel für Integration", erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. "Das Ziel muss lauten: Wir entwickeln die Schule zum Ort der Integration. Das heißt: Wir machen sie zu einem Ort der gemeinsamen Sprache. Deutsch wird systematisch vermittelt- nicht nur im Deutschunterricht. Schule ist auch ein Ort der gemeinsamen Werte. Toleranz, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Demokratie verstehen sich nicht von selbst. Zudem machen wir die Schule zu einem Ort der Begegnung, zu dem alle Eltern gerne kommen, weil sie wissen, dass sie hier Rat und Hilfe erhalten. Schließlich sind Schulen Orte der gelebten Vielfalt, wo jeder seine Potenziale entfalten und seine Erfahrungen einbringen kann", betonte Böhmer.
Die Staatsministerin erinnerte an die im Nationalen Integrationsplan gemachten Zusagen der Länder, bis 2012 die Leistungen der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien an das Leistungsniveau der Einheimischen heranzuführen. Außerdem soll die Zahl der Schulabbrecher halbiert werden. Maria Böhmer: "Um diese Ziele zu erreichen, brauchen die Schulen mit einem hohen Migrantenanteil mehr Geld, mehr Lehrer und Schulsozialarbeiter, sowie mehr Zeit. Der Bildungserfolg darf nicht länger von der sozialen und ethnischen Herkunft abhängen."
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